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Listenwahn: Die 20 Serien des Jahres 2019

21. Januar 2020 | Von |

Scheiße, viel zu viel geglotzt im vergangenen Jahr. Hier der Versuch eines Rankings von Serien, die 2019 erschienen und die ich besonders gut fand.

Szene aus „Dark“ (Netflix)

Die meiner Meinung nach besten Serien(-staffeln) 2019 lauten…

1. „Dark“ (Staffel 2)

Zeitreise-Dystopie und Familiendrama: Die zweite Staffel der deutschen Mysteryserie „Dark“ kommt noch unheilvoller, symbolischer und pathetischer als die erste daher – noch packender und hirnfickender ist sie aber auch geworden. Hier folgen 7 von unzähligen Fragen und Eindrücken, die ich zur 2. Staffel hatte und habe. Und hier mein Interview mit Hauptdarsteller Louis Hofmann für musikexpress.de.

2. „Big Little Lies“ (Staffel 2)

Die HBO-Produktion „Big Little Lies“ ist nicht nur eine der bestbesetzten, sondern auch eine der besten Serien unserer Zeit. So ästhetisch, dass man sich in ihr Herbststrandsetting wie in einen Hoodie kuscheln will. Wenn der einem nicht dramatisch die Kehle zuschnüren würde. Hier meine Kritik für musikexpress.de.

3. „Unbelievable“ (Staffel 1)

Die neue Netflix-Miniserie „Unbelievable“ basiert auf dem wahren Fall des Vergewaltigungsopfers Marie Adler, die nur eine von vielen Opfern eines Serientäters war – und die jahrelang damit zu leben versuchte, dass ihr niemand glaubte. Hier meine Kritik für musikexpress.de.

4. „jerks.“ (Staffel 3)

Nach einer von unglücklichen (Ferres) Cameo-Auftritten überladenen zweiten Staffel laufen Christian Ulmen und Fahri Yardim in Staffel 3 wieder zu Fremdschäm-Höchstform auf: Es geht etwa um klägliche Adoptionsversuche, in den Garten kackende Nachbarn, sterbende Eltern, rückfällig gewordene Alkoholiker, Urologen-Besuche mit Marcel Reif – und, sehr eindeutig und ziemlich böse, um Micky Beisenherz.

5. „After Life“ (Staffel 1)

Die dunkle Seite eines Comedians: Wer politisch inkorrekten „Hat der das wirklich gesagt?“-Humor erwartet, wird von „After Life“ enttäuscht sein. Ricky Gervais überrascht mit einer todernsten Serie voller Herz, die das Leben verneint und bejaht. Seine Schnauze hat der britische „Stromberg“ trotzdem nicht verloren. Hier meine Kritik für musikexpress.de.

6. „The OA“ (Staffel 2)

Fantastische erste Zeit- und Raumreise-Staffel von Brit Marling, die auch die Hauptrolle spielt, und Zal Batmanglij. In ihrer zweiten Staffel hat die Mystery-Serie sehr viele neue Fragen gestellt, aber wenige beantwortet. Das wurde den Machern leider zum Verhängnis: Netflix hat die eigentlich auf fünf Staffeln angelegte Produktion eingestellt.

7. „Stranger Things“ (Staffel 3)

Kalter Krieg und eiskalte Softdrinks: In der dritten Staffel „Stranger Things“ ziehen neben der im Grunde gleichen Bedrohung und Auflösung wie in Staffel 2 die Russen ein – und unerträglich plumpes Product Placement. Ist das Euer Ernst, liebe Duffer Brothers? Unterhaltsam sind die Hawkins-Kids trotzdem noch immer: Hier meine Kritik für musikexpress.de.

8. „Game Of Thrones“ (Staffel 8)

Im doppelten Sinne brachiales Finale einer der größten Serien und Serienhypes der jüngeren Zeit: In Staffel 8 interessiert sich das Drehbuch einen Scheiß für Reisedistanzen, Zeitsprünge und Charakterentwicklung. Stattdessen muss alles abgefackelt und -geschlachtet werden, was nicht bei 3 auf den Drachen sitzt.

9. „Matrjoschka“ (Staffel 1)

Zuerst Comedy, dann mildes Vergangenheitsbewältigungsdrama und Mindfuck: Die neue Netflix-Serie „Matrjoschka“ bleibt nicht so oberflächlich und kurzweilig, wie sie beginnt. Hier meine Kritik für musikexpress.de.

10. „Mindhunter“ (Staffel 2)

Starke erste Staffel über die Anfänge des FBI-Profiling mit gruselig akurater Darstellung real existierender Serienmörder wie Edmund Kemper und Jerry Brudos. Staffel 2 fängt vergleichsweise schleppend an, findet aber seinen späteren Höhepunkt mit dem nachgestellten Auftritt Charles Mansons sowie der Familiengeschichte des Agenten Bill Tench.

11. „4 Blocks“ (Staffel 3)

12. „Skylines“ (Staffel 1)

13. „Luther“ (Staffel 5)

14. „Dead To Me“ (Staffel 1)

15. „Das Verschwinden von Madeleine McCann“

16. „The Crown“ (Staffel 3)

17. „Peaky Blinders“ (Staffel 5)

18. „How To Sell Drugs Online (Fast)“ (Staffel 1)

19. „The End Of The Fucking World“ (Staffel 2)

20. „You – Du wirst mich lieben“ (Staffel 2)

Außerdem gesehen und für mindestens bedingt empfehlenswert befunden:

  • „Tote Mädchen lügen nicht“ (Staffel 3)
  • „Derry Girls“ (Staffel 2)
  • „The Politician“ (Staffel 1)
  • „White Gold“ (Staffel 2)
  • „Chernobyl“ (leider nur zwei Folgen gesehen, wird bestimmt super im weiteren Verlauf, was man so hört)
  • „Parfum“ (Ende 2018 bei ZDFneo, aber seit 2019 auf Netflix)
  • „Glow“ (Staffel 3)
  • „Weihnachten zu Hause“ (Staffel 1)

Über die auch 2019 gesehenen, aber schon älteren Serien wie „Patchwork Family“, „The Fall – Tod in Belfast“, „Dr. Foster“, „Friends From College“ oder „Beat“ können wir auch gerne reden. Über „What/If“ und „The I-Land“ lieber nicht.

Honorable Mention, weil 2019 auch gesehen,  zum Abschluss und ein Bingewatch-Tipp für Hartgesottene: Das Crime-Drama „Broadchurch“ (drei Staffeln, 2013-2017) ist die spannendste „Who did it?“-Serie, die ich seit langer Zeit gesehen habe. Für Eltern ist es aber auch eine der härtesten.

Welche Alben ich 2019 besonders gerne gehört habe? Die hier.
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