Beiträge mit ‘ Serienkritik ’ getaggt

Süskind-Hommage „Parfum“ auf Netflix: Du riechst so gut

Beeindruckendes Ensemble, das an der Ambition von Produktion und Regie scheitert: In der ersten Staffel der ZDFneo-Serienthrillers „Parfum“ wird Patrick Süskinds Bestseller-Vorlage für die Generation Bingewatching neu interpretiert. Sehr gekonnt, aber leider auch zu sehr gewollt.



„Big Little Lies“, Staffel 2: Am Ende sind wir alle krank

Die HBO-Produktion „Big Little Lies“ ist nicht nur eine der bestbesetzten, sondern auch eine der besten Serien unserer Zeit. So ästhetisch, dass man sich in ihr Herbststrandsetting wie in einen Hoodie kuscheln will. Wenn der einem nicht dramatisch die Kehle zuschnüren würde.



Amok und Abtreibung: Was Staffel 2 von „Tote Mädchen lügen nicht“ für Staffel 3 bedeutete

Das Finale der zweiten Staffel „13 Reasons Why“ endete mit Gewalt, Enthüllungen und Cliffhangern. Was bedeuten die Verbrechen und Andeutungen für die jetzt startende Staffel 3? Vorsicht: Spoiler zu Staffel 1 und 2.



Warum Christian Ulmen sich in „jerks.“ so derbe über Micky Beisenherz lustig macht – und wie der das findet

Teilt gerne aus und muss nun einstecken: In der achten Folge der dritten Staffel „jerks.“ nimmt Christian Ulmen sehr offensichtlich den Gagautor Micky Beisenherz auf die Schippe. Alles nur ein Scherz oder Ergebnis echter Abneigung? Wir haben nachgehört und nachgefragt.



Liebe Duffer Brothers, wir müssen dringend über „Stranger Things 3“ reden

Kalter Krieg und eiskalte Softdrinks: In der dritten Staffel „Stranger Things“ ziehen neben der im Grunde gleichen Bedrohung und Auflösung wie in Staffel 2 die Russen ein – und unerträglich plumpes Product Placement. Ist das Euer Ernst, liebe Duffer Brothers?



„Dark“ auf Netflix: Fragen und Eindrücke, die nach der 2. Staffel bleiben

Zeitreise-Dystopie und Familiendrama: Die zweite Staffel der deutschen Mysteryserie „Dark“ kommt noch unheilvoller, symbolischer und pathetischer als die erste daher – noch packender und hirnfickender ist sie aber auch geworden.



„How To Sell Drugs Online (Fast)“: „Breaking Bad“ für die Generation Emoji-ROFL

Will seine Kohle wiederhaben, die Moritz und Lenny ihm für seine miesen Ecstasy-Pillen schulden: Bjarne Mädel als Buba in „How To Sell Drugs Online (Fast)“

Quietschbuntes Rip-Off-Potpourri: Die neue deutsche Netflix-Serie „How To Sell Drugs Online (Fast)“ mit Bjarne Mädel und diversen Kleinstadt-Teenagern ist leider nicht mehr als die Summe ihrer einzelnen Teile. Zum Glück aber auch nicht weniger.



„What/If“ mit Reneé Zellweger: Ein unmoralisches Angebot

Renée Zellweger und Jane Levy in „What/If“

Seifenoper und Erotikthriller: Die neue Netflix-Serie „What / If“ mit Reneé Zellweger und ein paar Unbekannten verkleidet sich als Psychospielchen, verhandelt aber melodramatisch Zwischenmenschliches, Abhängigkeiten und die Frage nach der Liebe, als ob es ein Disney-Märchen für Erwachsene wäre.



Ricky Gervais‘ „After Life“: Dem Tod so nah

Lernen sich am Friedhof trauernd kennen und schätzen: Tony (Ricky Gervais) und Anne (Penelope Wilton) in „After Life“ (Foto: Netflix)

Die dunkle Seite eines Comedians: Wer politisch inkorrekten „Hat der das wirklich gesagt?“-Humor erwartet, wird von „After Life“ enttäuscht sein. Ricky Gervais überrascht mit einer todernsten Serie voller Herz, die das Leben verneint und bejaht. Seine Schnauze hat der britische „Stromberg“ trotzdem nicht verloren.



Böse Nazis, gute Ärzte: Die 2. Staffel „Charité“ ist voll von Menschlichkeit und Menschenverachtung

Szene aus der 2. Staffel „Charité“: Dr. Artur Waldhausen (Artjom Gilz, l.) und Otto Marquardt (Jannik Schümann, r.) bringen die hochschwangere Anni (Mala Emde, M.) in die Charité. (ARD)

Die 2. Staffel „Charité“ erzählt weniger von der Geschichte des Krankenhauses, dafür mehr von Medizin und Menschlichkeit im Nationalsozialismus. Mit erneut hervorragendem Schauspielensemble, historischen und moralischen Bedenklichkeiten – und erschreckender Brutalität.