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Die Wahrheit über Die Ärzte: John Niven

28. Januar 2013 | Von |

Irgendwann im letzten Frühjahr, kurz bevor Die Ärzte ihr zwölftes Studioalbum “auch” veröffentlichten, stellte ich für eine zitty-Titelgeschichte namens “Die Wahrheit über Die Ärzte” verschiedenen Wegbegleitern der “besten Band der Welt” eine Frage. Weil daraus meist doch ein paar mehr wurden, an dieser Stelle: Schriftsteller, Dozent und Ex-A&R John Niven, Autor der Pop-Satiren „Kill Your Friends“ und „Gott Bewahre“. Bela B. las Nivens Hörbuch und ging mit ihm auf Lesetour.

John Niven / Jas Lehal

John Niven. So unbequem und schräg wie seine Bücher. (Foto: Jas Lehal)

Zuerst: Kennen Sie auch die Musik von Die Ärzte oder nur die Typen?

John Niven: Ich kenne Bela, die anderen nicht. Ihre Musik habe ich kaum gehört bisher.

Hat Bela eine schöne Stimme?

John Niven: Ha, eine reizende Stimme sogar! Ich hatte keine Ahnung, dass er hier so ein großer Rockstar ist. Für gewöhnlich kommen rund 100 Leute zu meinen Lesungen. In Leipzig waren da plötzlich über 500, und ich dachte nur: „Boa, in Leipzig bin ich offenbar sehr beliebt!“ Und dann waren sie doch nur wegen Bela da.

Wie entstand denn die Zusammenarbeit?

John Niven: Mein Redakteur Markus schickte Bela damals eine sehr frühe Kopie von „Kill Your Friends“. Für das Hardcover gab er uns darauf ein fantastisches Zitat – er war einfach von Anfang an ein großer Fan des Buches.

Und warum mögen Sie seine Stimme, warum passt Sie gut zu „Kill Your Friends“ auf Lesungen und als Hörbuch?

John Niven: Ich glaube einfach, weil er das Buch so gut verstanden hat. So gut, dass er es mit der richtigen Portion Autorität lesen konnte. Es gibt da eine Szene im Buch, die besonders lusig ist, wenn er sie liest. Nämlich die, wenn Steven Stelfox mit einem deutschen Dance-Produzenten namens Rudi spricht. Wir lasen die Stelle immer gemeinsam, ich Steven, er Rudi, und er immer so: „Schteven!“

Sie waren mal A&R-Manager – hätten Sie Die Ärzte unter Vertrag genommen?

John Niven: Ich bin ein großer Punkrockfan. Musikalisch mag ich den Sound, den sie machen. Als sie begannen, hätte ich sie deshalb wahrscheinlich unter Vertrag genommen. Heute ist es für eine Band deutlich schwieriger, einen Vertrag zu bekommen. Aber ja, wahrscheinlich hätte ich.

Haben Die Ärzte noch eine Chance auf eine internationale Karriere?

John Niven: Ich weiß es nicht. Deutschland hat… wir haben U2… Ach, ich will nicht nein sagen. Es ist ja bekanntlich immer alles möglich.

Sie sind also nicht zu alt dafür?

John Niven: Als ich mit Bela abhing, kam er stets deutlich jünger rüber als er ist!

Ihr aktuelles Buch „The Second Coming“ (dt. Titel: „Gott bewahre“) dreht sich im Pop, Fernsehen und Religion. Es…

John Niven: Deutschland ist das Land, in dem mein Buch den größten Erfolg hat!

Wie erklären Sie sich das?

John Niven: Ich weiß es nicht! Es läuft auch in UK, Italien und Spanien gut. Aber in Deutschland waren sie gleich alle auf die Hardback-Copies wild, seit Monaten. Ein phänomenaler Erfolg.

Es liest sich wie ein Drehbuch, das es ja ursprünglich auch war.

John Niven: Ja, die ersten 70 Seiten schrieb ich als Drehbuch und machte erst dann einen Roman daraus, weil ich nicht glaubte, dass daraus einer einen Film machen würde. Ironischerweise gibt es aber ein paar Angebote, nun doch einen Film daraus zu machen, ja. Mehr kann ich dazu nicht sagen.

Und ein neues Buch?

John Niven: Ja, ich beende gerade ein neues, es heißt „Cold Hands“ und soll im Oktober oder November erscheinen.

Und siehe da: Mittlerweile ist John Nivens „Cold Hands“, ein Thriller, sogar auf deutsch unter dem Titel „Das Gebot der Rache“ erhältlich.

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Auch gefragt waren: Nagel, ein Arzt, ein Fan, Florian Hayler, eine Plattenhändlerin, Klaus Wowereit, Hagen Liebing und die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien.

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