Besinnung aufs Wesentliche: Auf I BUILT YOU A TOWER, dem elften Album der ewigen Indie-Darlings Death Cab For Cutie, geht es um Trennungen, Neuanfänge, eine Rückkehr, Kunst und Liebe. Oder wie es Mastermind, Demokrat und Patriot Ben Gibbard im Interview formuliert: „Privat spüre ich noch immer Schmerz und Scham. Beruflich nichts als Demut.“ Mein Text für die MUSIKEXPRESS-Ausgabe 07/2026, plus vier Serien und einen Film, in denen Death Cab prominent zu hören sind.
Die „schlechte“, in jedem Falle aber tratschigste Nachricht zuerst: Nein, I BUILT YOU A TOWER, das elfte Album der ewigen Indie-Darlings Death Cab For Cutie in 29 Jahren, ist kein klassisches Trennungsalbum geworden. Der Verdacht lag nahe, weil Sänger, Songschreiber und Gitarrist Ben Gibbard und seine zweite Ehefrau, Fotografin und Tourmanagerin Rachel Demy, sich 2023 nach sieben Jahren scheiden ließen. Gehofft hatten Fans darauf nicht etwa aus Schadenfreude oder wegen des klischeebehafteten Allgemeinplatzes, dass auch in der Rockmusik große Kunst zuerst aus großem Leid entstehe. Sondern, weil Trennungen in der Bandgeschichte tatsächlich schon immer bewegende und reinigende Rollen spielten.
„I need you so much closer“ etwa sang Gibbard im repetitiven Crescendo der Liebeskummer-Hymne „Transatlanticism“, dem Titelsong ihres bis heute einflussreichsten Albums, im Jahr 2003, und von diesem Moment an galten Death Cab, benannt nach einem im Beatles-Film „Magical Mystery Tour“ performten Song der Bonzo Dog Doo-Dah Band, als most sophisticated sad boys einer im Emo geschulten neuen Indie-Generation. Und nachdem seine erste Ehe mit Schauspielerin, She-&-Him-Musikerin und Nuller-Ikone Zooey Deschanel als gefeiertes Indie-Traumpaar 2012 nach drei Jahren in die Brüche ging, entstanden erste Songs für das Album KINTSUGI, benannt nach der japanischen Kunstform, Keramik und zerbrochenes Porzellan zu reparieren, die Scherben zu kitten und aus Altem Neues zu erschaffen. Nach den Aufnahmen kündigte Gründungsmitglied Chris Walla zudem seinen Ausstieg an. Trotz dieser Erfahrungen sei auch die Trennung von Demy mit Schmerz und Scham behaftet gewesen, wie der heute 49-jährige Gibbard im Gespräch zugibt – und habe seine neuen Songs natürlich beeinflusst.
„Es gibt genug Wut in der Welt“
Und da ist sie also, die „gute“ Nachricht für Fans von Gibbards ziselierter Melancholie: Ja, natürlich ist I BUILT YOU A TOWER trotzdem ein Trennungsalbum geworden, wie er bei unserem Treffen in Berlin im April zugibt. „Aber nicht in der Art, die manche vielleicht erwarten. Die Trennungsalben, über die am meisten geredet wird, sind die bissigen, die scharfen – Fleetwood Macs RUMOURS zum Beispiel, oder anscheinend das neue Lily-Allen-Album, das als schonungslose Abrechnung beschrieben wird“, weiß er und relativiert: „Wer das von diesem Album erwartet, wird enttäuscht sein. Es ist kein Versuch, jemanden schlecht dastehen zu lassen oder Verfehlungen öffentlich zu machen. Es geht darum, wie ich persönlich mit dieser Phase umgegangen bin. Ich bin nicht mehr daran interessiert, wütende Platten über Menschen zu machen. Es gibt genug Wut in der Welt.“
Der Albumtitel bedeute dabei viel weniger die Erbauung eines Schreins für eine verehrte und geliebte Person, naheliegenderweise etwa die Ex, sondern das Ablegen von bestimmten Gefühlen, Erfahrungen und Erinnerungen in Räumen, deren Tür man schließen kann, um sich mindestens zeitweise anderem zu widmen. Der Sound von I BUILT YOU A TOWER ist zwischen bittersüßer Powerpop-Antäuschung aus der dritten Reihe und nach vorne drängelnden Gitarren, die von Gibbards weicher Stimme zurückgehalten werden, einmal mehr ein vertrauter, dessen Neuheiten sich erst auf den zweiten oder dritten Blick einschleichen. Die erste Single „Riptides“ funktioniert im Radio, für die zweiten Single „Punching The Flowers“ griff Gibbard einen aufgeschnappten Dialog auf, in dem eine Mutter ihre wütende Tochter bat, die Blumen vor ihr nicht zu schlagen. Ein Bild, das auch als Metapher zur Musik von Death Cab for Cutie funktioniert. Der Titeltrack ist zweigeteilt. Die elf neuen Songs wurden innerhalb von drei Wochen im Studio von Produzent John Congleton in Los Angeles eingespielt. Alle fünf Bandmitglieder in einem Raum – neben Gibbard Gründungsmitglied Nick Harmer, der 2003 dazu gestoßene Drummer Jason McGerr und die 2015 als Tourmusiker und 2016 fest eingestiegenen Dave Depper und Zac Rae –, deren Wohnorte sich von der Bandgründungs-Kleinstadt Bellingham nördlich von Seattle über Portland bis LA entlang der halben Westküste der USA erstrecken. Und damit im Gegenteil zum Vorgänger ASPHALT MEADOWS, der während der Corona-Pandemie als eine Art digitaler Kettenbrief entstand.
Nach 20 Jahren wieder auf Indie-Label
Nicht nur dieser Prozess erinnerte Gibbard an die Anfangstage seiner Band, auch sein Ergebnis: „Diese Platte ist deutlich weniger ausgeschmückt und produziert“, sagt er. „Ich kehre immer wieder zu der Phase zwischen CODES AND KEYS und THANK YOU FOR TODAY zurück – die Alben aus dieser Zeit bilden ein eigenes Kapitel. Das hier aber fühlt sich klanglich eher wie eine Rückkehr zum Geist der ersten zwei, drei Platten an.“ Zu diesem „Back to the roots“-Gefühl passt auch die offenkundigste äußere Veränderung: Nach 20 Jahren Majorlabel – 2005 erschien ihr fünftes Album PLANS wie jedes danach bei Atlantic Records (Warner), die vier Vorgänger bei Barsuk aus Seattle – veröffentlicht die so beständige Band wieder auf einem Indie-Label, diesmal bei der Epitaph-Schwester ANTI. Warum?
Und irgendwann hatte das Label verständlicherweise keine große Energie mehr für ein paar mittelalte weiße Männer, die Indie-Rock spielen – die Aufmerksamkeit galt jüngeren Künstlern, Pop-Acts.
(Ben Gibbard, Death Cab for Cutie)
„Die Beziehung zu Atlantic hielt länger als jede meiner romantischen Beziehungen“, antwortet Gibbard und bleibt damit im Bild von Trennungen, Rückbesinnungen und Neuanfängen. „Sie hielt länger als fast alles in meinem Leben, außer die Verbindung zu den Bandkollegen und alten Freunden. Am Ende fühlte es sich an, als würden wir als Band zwar geschätzt, aber als selbstverständlich betrachtet“, sagt er. Wie machte sich das konkret bemerkbar? „Wir brauchten keine Handführung im kreativen Prozess, wir machten einfach unsere Platten und reichten sie ein. Und irgendwann hatte das Label verständlicherweise keine große Energie mehr für ein paar mittelalte weiße Männer, die Indie-Rock spielen – die Aufmerksamkeit galt jüngeren Künstlern, Pop-Acts.“ Bei ANTI sei das anders, so Gibbard: „Jetzt arbeiten wir mit Menschen zusammen, die dieselbe Musik hören wie wir, die als Punks aufgewachsen sind und diesen DIY-Geist mitbringen. Das fühlt sich fantastisch an.“
Die Ironie dahinter, als ewige Indierockband erst jetzt, 20 Jahre später, auch in der geschäftlichen Definition wieder eine zu sein, spielt für das Selbstverständnis seiner Band wegen ihrer anhaltenden Selbständigkeit keine Rolle. „Die Definition von Indie war für mich früher sehr dogmatisch“, gibt Gibbard zu, „nur Musik auf unabhängigen Labels zählte. Aber wir haben immer einen unabhängigen Geist gehabt. Wir haben keine Trends verfolgt. Ich glaube nicht, dass man unseren Atlantic-Alben anhört, dass sie bei einem Major erschienen sind – eine Band bei einem Major-Label hat normalerweise nicht als Follow-up-Single zu ihrer größten Platte einen achteinhalb Minuten langen Song wie ‚I Will Possess Your Heart‘.“ (Das sechste Album NARROW STAIRS erreichte 2008 Platz 1 der US-Charts, Anm. d. Red.)
Demut im schönsten Sinne
Hilfreich mag in diesem Zusammenhang sein, dass ihr Durchbruchsalbum TRANSATLANTICISM im künstlerischen und emotionalen Sinne eines war, nicht aber im kommerziellen – und dass Gibbard dessen nahezu kultische Verehrung von Fans und vielen Kritiker*innen nie als Bürde empfand. Im Gegenteil: „Ich kenne Bands, die einen großen Song haben und ihn als lästig empfinden“, sagt er und weicht dem vom Interviewer genannten Beispiel „Creep“ von Radiohead diplomatisch aus. „Aber was für ein Arschloch müsste ich sein, um den Moment der größten Verbindung mit dem Publikum als Belastung zu betrachten?“ Er deutet auf den Hoodie seines Gegenübers: „Jimmy Eat World könnten denken: Verdammt‚ die wollen alle nur ‚The Middle‘ hören – oder sich freuen, dass sogar Kids dabei ausrasten, die vor 25 Jahren nicht mal auf der Welt waren.“
Bezogen auf Death Cab for Cutie heißt das: „Ich wäre ein Idiot, wenn ich sauer wäre, falls jemand unser neues Album nicht mag. ‚I Will Follow You Into The Dark‘ (von PLANS, Anm. d. Red.) wird immer unser bekanntester Song sein. TRANSATLANTICISM wird immer unsere meistgeschätzte Platte sein. Sie ist seit fast 23 Jahren draußen, Menschen entdecken sie noch heute. Das erfüllt mich mit Demut im schönsten Sinne. Ich weiß, dass wir nie wieder etwas mit diesem Einfluss machen werden. Das ist schlicht nicht möglich. Aber darum geht es mir auch nicht.“
Tatsächlich wurden Death Cab For Cutie damals die konstante Band, die wir bis heute wertschätzen – wie diesen einen alten Freund, den wir seit Ewigkeiten kennen und manchmal aus den Augen verlieren, auf den aber stets Verlass ist, wenn wir ein offenes Ohr, Verständnis, Zuspruch und eine Schulter zum Anlehnen brauchen. Eine Band, die sich nie einer Szene zuschreiben ließ. Die aus Seattle kommt, aber mit der Wut des Grunge noch nie viel am Hemdkragen hatte. Deren Musiker wegen ihrer bebrillten Seitenscheiteloptik als Emo-Nerds galten und im Geiste des 90er-Emo-Genres agierten, in Sound und Ästhetik aber vom Nuller-Emo-Bombast von My Chemical Romance bis Fall Out Boy noch weiter weg standen als von Weezers Feel-Good-Power-Pop. Und die mit ihrem feingeistigeren, aber nie verkopften Anspruch auch das gute alte Fernsehen prägten wie keine andere Band dieses Jahrzehnts. (siehe Info-Box)
„Ein Song kann keine Wahl entscheiden“
Heute haben sich die Zeiten geändert. Während die Rockwelt Mitte der Nuller noch gegen den damaligen US-Präsidenten mit Samplern wie „Rock Against Bush“ protestierte, ahnte wohl niemand, wie unschuldig diese Ära im Rückblick wirken und es Jahre später um ihr Land stehen würde. 2016 noch beteiligte sich die immer schon politisch engagierten Death Cab For Cutie an der Anti-Trump-Compilation „30 Days, 30 Songs“. Seit Trumps zweiter Amtszeit scheint der Protest von US-Musiker*innen bis auf laute Ausnahmen wie denen von Bruce Springsteen oder Jack White leiser geworden zu sein. Täuscht der Eindruck diesseits des Atlantiks?
„Wir alle wollten das Gefühl haben, etwas zu tun“, erinnert Gibbard sich an die damalige Motivation. „Aber ich glaube, wir haben auf der amerikanischen Linken gemerkt, dass wir letztlich nur miteinander geredet haben. Wenn die Demokraten erfolgreich sein wollen, müssen sie einen echten Weg finden, wieder mit der Arbeiterklasse zu sprechen.“ Die Kritik, sie seien eine Partei der Küsteneliten, hält er für berechtigt: „Sie haben sogar die Gewerkschaften verloren – das ist schockierend!“ Er selbst hat einen anderen Weg des Engagements und der Kommunikation gefunden: „Ich glaube nicht, dass ein Song eine Wahl gewinnt. Aber es gibt andere Wege, sich einzubringen, die mehr Arbeit erfordern – auf lokaler Ebene.“ Ein paar Tage nach unserem Treffen etwa will er im heimischen Seattle ein Fundraiser-Konzert für „unsere Abgeordnete“ Pramila Jayapal spielen.
Nicht nur als Künstler, sondern als Mensch bringt Gibbard keinerlei Empathie oder Verständnis dafür auf, dass genau das der US-Regierung auf ganzer Linie fehlt. Er erkennt einen Unterschied zwischen Stolz auf die eigene Herkunft und Scham über die Handlungen des eigenen Landes. Patriotismus bedeute, aufzustehen und dies zu benennen. „Mein Vater trat mit 17 in die Navy ein, war auf einem Lazarettschiff in Vietnam – ich stehe noch heute bei der Nationalhymne auf“ , sagt er. Mehr noch: „Ich bin stolz, Amerikaner zu sein. Aber ich schäme mich tief für das, was unsere Regierung gerade tut. Was jetzt passiert, richtet sich gegen alle, die nicht autoritär, weiß-nationalistisch oder christlich-nationalistisch sind.“ Seine Hoffnung: „Es gibt schlicht mehr von uns als von ihnen. Ich bin vorsichtig optimistisch, dass die Linke bei den Midterms einen dramatischen Sieg einfahren wird. Dass Orbán in Ungarn verloren hat, war ermutigend. Ich schäme mich allerdings, dass wir so lange gebraucht haben.“
Never Gonna Give (You) Up
An diesem Punkt des Gesprächs möchte der Interviewer gerne nochmal die Brücke ins Private schlagen sowie Gibbard die eine musikalische, ihn wohl bis an sein Lebensende verfolgende Frage stellen, die ihm jeder stellt. Aber die Zeit rennt weg. Deshalb nur schnell. Erstens: „Ben, Du trinkst seit 2008 keinen Alkohol mehr und läufst stattdessen Ultramarathons, die teilweise über 160 Kilometer und mehrere Tage andauern. Was zur Hölle?“
Gibbard: „Meine Eltern sind beide Ende 70 und sehr aktiv – sie sind meine Vorbilder. Ich sehe, wie ein bewegungsarmes Leben Menschen in meinem Alter einschränkt, und ich möchte aktiv bleiben, bis ich sterbe. Ich trainiere meinen Geist täglich als Schreiber – da erscheint es sinnvoll, auch den Körper zu trainieren.“
Ok, cool. Zweitens: 2003 nahm er mit Jimmy Tamborello unter dem Projektnamen The Postal Service den legendären One Shot GIVE UP auf, das Indietronica-Album für alle, die bis dahin mit elektronischer Musik wenig anfangen konnten. 2013 und 2023 gingen Death Cab gemeinsam mit The Postal Service jeweils auf Doppel-Jubiläumstour und spielten TRANSATLANTICISM und GIVE UP in Gänze, leider nicht in Europa oder gar Deutschland. „Dürfen wir uns für 2033 Hoffnungen machen, Ben? Oder gar auf ein zweites Album?“
Gibbard: „Nein. Manche Dinge waren cool, solange sie andauerten. Außerdem hat Jimmy während der Waldbrände in Kalifornien sein Haus verloren. Darin ist auch sein komplettes Equipment abgebrannt. Wir müssten also jedes Instrument und Gerät neu kaufen. Aber selbst dann hätten wir keine Pläne für ein neues Album als The Postal Service.“
Eine andere Sache schließt Ben Gibbard dafür nicht kategorisch aus, bei der er offenbar selbst mit fast 50 Jahren Herz über Verstand walten lässt und über die er nach seiner zweiten Scheidung auch mit seinem Therapeuten sprach. „Eigentlich glaube ich nicht mehr an die Ehe, nein. Aber noch immer an die Liebe. Die Ehe ist im Grunde ein Geschäftsverhältnis. Sie bedeutet vielen Menschen alles, und das respektiere ich. Ob ich sie noch als Liebesgeste brauche, weiß ich nicht. Wobei: Ich lebe hoffentlich noch lange auf diesem Planeten. Vielleicht überrasche ich mich selbst. Vielleicht wage ich eines Tages Versuch Nummer 3!“ Sagt er und lacht. Und hey: Selbst bei einer Annullierung auch dieser Ehe, bevor der Tod sie scheidet, dürfte sie unser und sein Schaden nicht sein. Solange Death Cab For Cutie, eine Gitarre oder ein Klavier als Gibbards beständige Ventile bleiben. Muss ja nicht gleich ein Ultramarathon werden.
+++ Dieser Text erschien in der MUSIKEXPRESS-Ausgabe 7/2026. Das neue Album I BUILT YOU A TOWER von Death Cab For Cutie erschien am 5. Juni 2026 via Anti Records. +++
- Weiterlesen? Im Januar 2023 schrieb ich schon einmal ausführlich über Death Cab for Cutie im MUSIKEXPRESS, damals für die Rubrik ME.HELDEN unter der Überschrift „Die Anti-Hipster“.
Showtime: 4 Serien und ein Film, in denen Death Cab For Cutie prominent zu hören sind
„O.C., California“ (2003-2007)
In der vielfach ausgezeichneten Jugendserie, deren Titelsong „California“ von Phantom Planet kam, spielen Death Cab For Cutie für seine Hauptfiguren eine ähnlich zentrale Rolle wie The Shins in Zach Braffs Regiedebüt „Garden State“ (2004) für Natalie Portmans Sam: Diverse Songs kommen zum Einsatz, ihr Poster hängt an der Zimmerwand von Adam Brodys Seth – und schließlich folgt sogar ein Cameo-Auftritt in „The Bait Shop“.
„Six Feet Under“ (2004)
In Staffel 4 des todtraurig-schwarzhumorigen Bestatter-Dramas „Six Feet Under“ verbindet sich Serienfigur Claire Fisher unter Einfluss halluzinogener Hilfsmittel mit ihren neuen Freund*innen, während sie gemeinsam auf dem Bett liegen und „Transatlanticism“ anstimmen: „I need you so much closer…“
„The Twilight Saga: New Moon“ (2009)
Für den Soundtrack des zweiten Teils der auf Stephenie Meyers’ Büchern basierenden Teenie-Vampir-Reihe „Twilight“ mit Robert Pattinson und Kristen Stewart schrieben Death Cab For Cutie den Song „Meet Me on the Equinox“. Im Musikvideo dazu performte die Band den Song in einem verlassenen Zimmer, durch dessen Fenster Tag und Nacht gleichzeitig hereinbrachen, unterlegt mit Filmszenen.
„Scrubs“ (2009)
In einer Szene in Staffel 8 der Dramedy-Sitcom plaudern die Kumpels und Nachwuchsärzte JD und Turk mit einem Sterbenden am Krankenhausbett, während „I Will Follow You Into The Dark“ anläuft und sie danach eine Leuchtrakete auf dem Dach zünden. Berührend.
„Shrinking“ (2023-)
Den Titelsong „Frightening Fishes“ zur Feelgood-Dramedy „Shrinking“ mit Jason Segel und Harrison Ford hat Ben Gibbard solo mit Tom Howe geschrieben und eingespielt. Die Kombi versprüht wie einst „Modern Family“ und „Schitt’s Creek“ zuversichtliche Vibes. Hier schließt sich ein Kreis: Hauptrollen und -Zielgruppe sind mutmaßlich dieselben, die vor 20 Jahren schon zu Gibbards Songs ein Tranchen verdrückten. Die Show selbst ist nicht nostalgisch, das sich dabei einstellende Gefühl durchaus.
Ferner liefen ihre Songs in weiteren erfolgreichen Serien wie „CSI: Miami“, „Californication“, „Grey’s Anatomy“, „How I Met Your Mother“, „90210“ und „Gossip Girl“.



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