Man kann es drehen wie man will: Turbostaat demonstrieren auf ihrem vierten Album „Das Island Manöver“ nicht nur einen Hang zu ihren Deutschpunk-Wurzeln. Sondern auch zu menschlichen Abgründen.
Hier versammle ich seit 2009 eine Auswahl an journalistischen Texten, die ich im Auftrag von Kund*innen schrieb, darunter Veröffentlichungen in „Musikexpress“, „Tagesspiegel“ und „zitty“. Auf meinem Väterblog „New Kid And The Blog“ finden Sie weitere ausgewählte Veröffentlichungen (u.a. „Tagesspiegel“, „Deutsches Schulportal“, „Men’s Health DAD“) mit den Themenschwerpunkten Eltern, Familie und Gesellschaft.
Man kann es drehen wie man will: Turbostaat demonstrieren auf ihrem vierten Album „Das Island Manöver“ nicht nur einen Hang zu ihren Deutschpunk-Wurzeln. Sondern auch zu menschlichen Abgründen.
„Sie wollen in ein Land, in dem Menschenrechte keine große Rolle spielen? Versuchen Sie Irak, China, Indonesien, oder manche Länder in Afrika!“, heißt es einmal in „The Ghostwriter“, Roman Polanskis Romanadaption von Robert Harris‘ „The Ghost“, gegenüber dem Tony Blair so ähnlichen Adam Lang (Pierce Brosnan). In Wahrheit aber ist, ganz wie im Film, natürlich alles anders als man denkt.
Im Kinojahr 2010 führt an Hollywood-Liebling George Clooney kein Weg vorbei. Im März lief „Men Who Stare At Goats“ in den deutschen Kinos an, im Herbst folgt „The American“. Und für seine Rolle als Vielflieger Ryan Bingham in der satirischen Sozialkomödie „Up In The Air“ wurde Clooney für einen Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert. Sein Dank dafür müsste vor allen Dingen Regisseur Jason Reitman gelten.
Larry Gopnik ist ein bestrafter Mann. Er ist Physikdozent, Familienvater und Jude. Das ist eigentlich nicht schlimm. Aber er ist auch der tragische Hauptcharakter in „A Serious Man“, dem neuen Geniestreich der Gebrüder Coen. Und die spielen niemand Geringeren als Gott gegen Gopnik aus.
Stiller Protest: In seinem wunderbaren Zweitwerk „Ein Sommer in New York“ erzählt Regisseur Tom McCarthy die Geschichte eines verwitweten Professors, der seine Freude am Leben wiederfindet – und von der US-amerikanischen Einwanderungspolitik nach 9/11.
Michael Wendler, der egozentrischste Schlagersänger seit der Erfindung des 3/4-Takts, führt in „Der Wendler-Clan“ vor laufenden Kameras den Bau seiner Prachtranch im heimischen Dinslaken, seine ebenso unglaubliche Familie und somit sich selbst vor. Eine Paraderolle.