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	<title>Fabian Soethof</title>
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	<description>Aus Freude am Schreiben. Seit April 2010.</description>
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  <title>Fabian Soethof</title>
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		<title>Listenwahn 2011: Die Filme des Jahres</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 13:54:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zur schönen Tradition der Jahresbestenlisten: meine Lieblingsfilme 2011. Lassen Sie sich von der Blockbuster-Dichte bitte nicht abschrecken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wegen der schönen <a href="http://fabian-soethof.de/2010/12/22/listenwahn-2010-die-filme-des-jahres/">Tradition</a> der Jahresbestenlisten: meine Lieblingsfilme 2011. Lassen Sie sich von der Blockbuster-Dichte bitte nicht abschrecken.</p>
<p><strong>1. &#8220;Halt auf freier Strecke&#8221;</strong> </p>
<p>Weil ich nach &#8220;In einem Land vor unserer Zeit&#8221; wieder <a title="http://filmfernsehen.brash.de/2011/11/17/halt-auf-freier-strecke-andreas-dresen-kino/" href="http://filmfernsehen.brash.de/2011/11/17/halt-auf-freier-strecke-andreas-dresen-kino/" target="_blank">im Kino weinen</a> musste. Mittags um 12. </p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/LxnCDAcOCg8" frameborder="0" allowfullscreen></iframe> </p>
<p><strong>2. &#8220;Melancholia&#8221;</strong> </p>
<p>Ein paar Fragen, die sich da stellen: Ist Lars von Triers apokalyptischer Zwei-Akter &#8220;Melancholia&#8221; ein Lehrstück in Optimismus oder Pessimismus? Lohnt sich etwas so Irdisches, Zwischenmenschliches, Konformes wie eine Hochzeit nicht mehr, wenn man weiß, dass die Erde untergeht? Oder dann erst recht? Selbst Jack Bauer kapituliert. </p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/wzD0U841LRM" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>3. &#8220;The Future&#8221;</strong> </p>
<p>Es geht um eine Katze. Und um zwei Thirtysomethings, die sich auf der Suche nach dem Sinn des Lebens in der Richtungslosigkeit ihrer eigenen Generation verlieren. Und um eine Katze. </p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/u2FuwJh8DSs" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>4. &#8220;Beginners&#8221;</strong> </p>
<p>In Melanie Laurent könnte man sich hier auf der Stelle verknallen. Das bemerkt auch Ewan McGregor, obwohl sein Vater (Christopher Plummer) nach dem Tod seiner Frau als 70-Jähriger sein Coming Out feiert und vorgibt, andere Vorstellungen von der Liebe zu haben. </p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/rXUFUp6vsxg" frameborder="0" allowfullscreen></iframe> </p>
<p><strong> 5. &#8220;The King&#8217;s Speech&#8221;</strong> </p>
<p>Merke: Royals sind auch nur Menschen. Colin Firth <a href=" http://fabian-soethof.de/2011/03/21/das-stottern-des-konigs/">als stotternder Herzog Albert und späterer König</a> ist einer von ihnen. Und Geoffrey Rush ein Oscar-reifer Schelm. </p>
<p><iframe width="589" height="429" src="http://www.youtube.com/embed/OsxjM03ME7s" frameborder="0" allowfullscreen></iframe> </p>
<p><strong>6. &#8220;Black Swan&#8221;</strong> </p>
<p>Ballerina bis auf&#8217;s Blut: Wie Natalie Portman den weißen und den schwarzen Schwan spielt und vor lauter Wahn so wenig wie der Zuschauer weiß, was passiert ist und was nicht, grenzt an tatsächliche Selbstzerstörung. Und an einen Horrorfilm. </p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/5jaI1XOB-bs" frameborder="0" allowfullscreen></iframe> </p>
<p><strong>7. &#8220;Biutiful&#8221;</strong> </p>
<p>Javier Bardem ist eine arme Sau im aristotelischsten Sinne. Und Barcelona der Vorhof zur Hölle. </p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/m_OrqZQV8p8" frameborder="0" allowfullscreen></iframe> </p>
<p><strong>8. &#8220;Submarine&#8221;</strong> </p>
<p>Schon die Romanvorlage &#8220;Ich, Oliver Tate&#8221; (&#8220;Submarine&#8221; im englischen Originaltitel) von Joe Dunthorne machte deshalb Spaß, weil im Leben des Ich-Erzählers außer der ganz normalen Pubertätswirrungen eigentlich nicht viel passierte. Diese Welt wird in &#8220;Submarine&#8221; kunterbunt, liebevoll, tragikomisch und sehr britisch in Szene gesetzt. Die wunderbaren Leistungen des Ensembles um Newcomer Craig Roberts, der so aussieht wie Alex Turner von den Arctic Monkeys, sowie die Soundtrack-Songs von Alex Turner von den Arctic Monkeys tun ihr Übriges. </p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/P-WCCdkVDr4" frameborder="0" allowfullscreen></iframe> </p>
<p><strong> 9. &#8220;The Ides Of March&#8221;</strong> </p>
<p>Neben &#8220;Margin Call&#8221; das vielleicht gelungenste Blockbusterporträt über Männer an der Macht. Auch die Guten sind die Bösen. George Clooney muss als demokratischer Präsidentschaftskandidat-Kandidat scheinbar einsehen, dass es kein richtiges Leben im Falschen gibt, dass Idealismus eine Farce ist und das Bauern geopfert werden müssen. Aber in Wahrheit hatte er das schon vorher gemerkt. Und die eigentliche Hauptrolle spielt hier vom Anfang bis zum Schluss Shooting Star Ryan Gosling in seiner letzten großen Rolle, bevor er die ganz großen Rollen bekommt. </p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/McCt-_yYLpo" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>10. &#8220;One Day&#8221;</strong> </p>
<p>Nein, die auf einem Bestseller von David Nicholls basierende Liebesschnulze &#8220;One Day&#8221; ist kein guter Film, und eigentlich müsste hier &#8220;Margin Call&#8221;, &#8220;Cheyenne&#8221;, &#8220;The Fighter&#8221;, &#8220;Sherlock Holmes 2&#8243; oder &#8220;Midnight in Paris&#8221; stehen. Aber &#8220;One Day&#8221; ist eine melodramatische Schnulze, die mich mit ihrer kitschigen Botschaft (&#8220;Alles kann sofort vorbei sein&#8221;, &#8220;Schätze, was Du hast&#8221;, &#8220;Unter der Oberfläche und im Leben und Sterben sind alle Menschen gleich&#8221; und so weiter, bah) wider besseren Wissens nach einer wirklich schlechten ersten Stunde offenbar gekriegt hat. Gestehe ich. </p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/GU4qLmIXbOE" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2648&amp;md5=f25e1b24e0e6adb51dda863f372364fd" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Hauptstadt des Internet</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 22:41:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2012/01/20/start-ups-berlin/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/01/Zeit_Start-ups-Ankündigung_Print_klein-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="" title="Zeit_Start-ups-Ankündigung_Print_klein" /></a>Amen, Gidsy, Tweek und Co.: Über zehn Jahre nach Platzen der Dotcom-Blase entwickelt sich Berlin für Kreative, Programmierer und Investoren zum Knotenpunkt der neuen Gründerszene. Eine Bestandsaufnahme.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Amen, Gidsy, Tweek und Co.: Über zehn Jahre nach Platzen der Dotcom-Blase entwickelt sich Berlin für Kreative, Programmierer und Investoren zum Knotenpunkt der neuen Gründerszene. Eine Bestandsaufnahme.</em></p>
<p>Sie heißen <a href="http://www.6wunderkinder.com/" target="_blank">6Wunderkinder</a>, <a href="http://readmill.com/" target="_blank">Readmill</a> oder <a href="http://mag10.my/" target="_blank">Mag10.my</a> und sie wollen die neuen Aushängeschilder von Berlin werden. Wer eine  Internetfirma gründen will, den zieht es seit einiger Zeit fast  automatisch in die Hauptstadt. Mathias Fiedler kam aus Leipzig. &#8220;Es war  cool und familiär dort&#8221;, sagt er. &#8220;Aber man lernte irgendwann keine  neuen Leute mehr kennen. In Berlin herrscht einfach viel mehr Dynamik  und Austausch.&#8221; Fiedler ist Chief Technology Officer (CTO) bei <a href="http://www.artflakes.com/" target="_blank">Artflakes.com</a> und einer der vier Organisatoren des <a href="http://webmontag-berlin.de/" target="_blank">&#8220;Webmontags&#8221;</a>.</p>
<p>In der <a href="http://www2.mobilesuite.de/coworking/standort/berlin-prenzlauer-berg" target="_blank">mobilesuite</a>,  einem Co-Working-Space neben dem Suhrkamp-Gebäude in Berlin-Prenzlauer  Berg, trifft sich die Start-up-Szene seit über einem Jahr an jedem  zweiten Montag im Monat. Das Treffen geht zurück auf die <a href="http://www.zeit.de/video/2011-04/903366282001" target="_blank">re:publica-Mitbegründer Markus Beckedahl</a> und Andreas Gebhard. Nun, am 60. Berliner Webmontag, erzählen sie von  den Anfängen. Netzwerken, Ideen präsentieren, Feedback einholen, darum  ging es damals wie heute.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2012-01/streaming-musik-deutschland" target="_blank">SoundCloud</a> und barcoo zum Beispiel waren da, bevor sie groß wurden, erinnert sich  Gebhard. Und Anwesende der ersten Stunde erinnern sich daran, dass vor  sechs Jahren zwei Typen eine Seite namens Studiverzeichnis.de  vorstellten – und ausgelacht wurden. &#8220;Wie Facebook in rot, vergesst  es!&#8221;, so lautete das damalige Feedback des Publikums.</p>
<p>Heute sprechen alle vom Feuer, von Synergieeffekten und davon, dass  Berlin zu einer Standortmarke geworden ist. &#8220;Woanders bist Du fast schon  verloren&#8221;, glaubt Fiedler, &#8220;wirklich, es brennt hier&#8221;. Diese Euphorie  erweckt den Eindruck, das neue Silicon Valley liege am Alexanderplatz.  Mit der Plattform <a href="http://siliconallee.com/" target="_blank">Siliconallee.com</a> hat der Hype auch schon einen angemessen albernen Namen.</p>
<p>(&#8230;)</p>
<p><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/01/Zeit_Start-ups-Ankündigung_Print_klein.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2682" title="Zeit_Start-ups-Ankündigung_Print_klein" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/01/Zeit_Start-ups-Ankündigung_Print_klein.jpg" alt="" width="589" height="270" /></a></p>
<p><strong>Weiterlesen auf <a title="http://www.zeit.de/digital/internet/2012-01/berlin-start-up-szene" href="http://www.zeit.de/digital/internet/2012-01/berlin-start-up-szene" target="_blank">ZEIT Online: &#8220;Berlin euphorisiert die Gründerszene&#8221;</a></strong></p>
<p><em>(erschienen bei: ZEIT Online, 13. Januar 2012)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2671&amp;md5=b674f0c798b3157edc1be9831ab5b131" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Essenschecker</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 21:37:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2012/01/20/foodblogs-berlin/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/01/Patrickbolk_highres-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Patrick Bolk" title="Patrickbolk_highres" /></a>Über Leckeres schreiben: Wie Berliner Foodblogger die Gastrokultur der Hauptstadt für sich und Andere entdecken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Über Leckeres schreiben: Wie Berliner Foodblogger die Gastrokultur der Hauptstadt für sich und Andere entdecken.</em><span id="more-2659"></span></p>
<p>So oft war sie schon im Nazuna, schreibt Sylee Gore am 12. Oktober 2011, und bis jetzt habe sie es nie geschafft, darüber zu bloggen. Gleich bei ihr um die Ecke in Prenzlauer Berg sei das japanische Restaurant, sie erinnert sich an die Auslage knusprig-scharfer Salate, den hausgemachten Mochi, den Käsekuchen mit schwarzen Bohnen. Die Bedienung aus Kyoto erklärte ihr mal in Ruhe, wie man die Onigiri-Reisbällchen aus ihren Verpackungen befreit. Ihre dreijährige Tochter, schreibt Sylee weiter, sei bei einem Besuch mürrisch gewesen, da habe ihr der Koch kurzerhand einen Obstteller angerichtet. Unter <a title="berlinreified.com" href="http://www.berlinreified.com" target="_blank">berlinreified.com</a> (frei übersetzt: Berlin greifbar gemacht) bloggt Sylee Gore in Wort und Bild leidenschaftlich über solche und andere kulinarische Streifzüge durch Berlin und Brandenburg – und nimmt ihre Leser dadurch mit auf Entdeckungsreise.</p>
<p>„Damals gab es noch wenig im Internet über Berlin“, erinnert sich die 33-jährige Gore an die Anfänge ihres Blogs im Oktober 2006, „und über Essen schon gar nicht“. Seit über zehn Jahren wohnt die gebürtige Amerikanerin in der Hauptstadt, arbeitet in einem Verlag und schreibt freiberuflich für Reiseführer. In ihrem Blog suchte und fand sie einen Ort, um ihre Eindrücke zu sammeln. Eindrücke von kleine unabhängigen Orten, an denen die Leute mit Leidenschaft tun, was sie da tun; Orte, an denen ihre Betreiber auch mit ihren Freunden abhängen würden. Gore will diesen lokalen Stimmen einen Platz schaffen. Das können dann ihr Lieblingscafé <a href="http://sgaminegg.de/">Sgaminegg</a> in Prenzlauer Berg, eine kleine Konditorkette in Schöneberg, Farmen in Brandenburg oder ihr eigener Balkon sein, Hauptsache, es entspannt sie. Schließlich sei Essen nicht nur ein Experiment. Aus ihrer amerikanischen Heimat vermisst Gore nichts, hat aber in Deutschland zum Beispiel Quitte und Schwarzwurzel für sich entdeckt. Und was Berlin nicht mehr braucht, weiß sie umso genauer: „Viel zu viel <a title="http://fabian-soethof.de/2012/01/20/bubble-tea-berlin/" href="http://fabian-soethof.de/2012/01/20/bubble-tea-berlin/">Bubble Tea</a> gibt es hier!“</p>
<p>Die Genießerin Gore ist heute längst <a title="www.thewednesdaychef.com/berlin_on_a_platter/" href="http://www.thewednesdaychef.com/berlin_on_a_platter/" target="_blank">nicht mehr allein</a> mit ihrem Hobby in der Stadt: Über ihre und andere Blogrolls entdeckt man von <a title="nimmersatt-in-berlin.blogspot.com" href="http://nimmersatt-in-berlin.blogspot.com" target="_blank">„Nimmersatt in Berlin“</a> über <a title="www.veggie-love.de/" href="http://www.veggie-love.de/" target="_blank">„Veggie Love“</a> bis <a title="wurstsack.blogspot.com/" href="http://wurstsack.blogspot.com/" target="_blank">„Wurstsack“</a> schnell dutzende Blogs, die sich mit der Berliner Gastronomie, Einkaufstipps oder Essen im Allgemeineren beschäftigen. Die einen empfehlen ausschließlich <a title="www.nureinhobby.org/berlinbreakfastblog" href="http://www.nureinhobby.org/berlinbreakfastblog" target="_blank">Frühstücks- und Brunchrestaurants</a>, die anderen Wurst aus der Region oder vegetarische Imbisse. Sie alle sind ein bisschen das, was man an Restaurantführern und Bewertungsseiten wie Qype.com vermisst: persönlich, ehrlich, unkommerzieller, selten diffamierend, leidenschaftlicher. Und spezialisierter.</p>
<div id="attachment_2678" class="wp-caption alignright" style="width: 360px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/01/Patrickbolk_highres.jpg"><img class="size-full wp-image-2678" title="Patrickbolk_highres" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/01/Patrickbolk_highres.jpg" alt="Patrick Bolk" width="350" height="467" /></a><p class="wp-caption-text">Bio-Blogger Patrick Bolk (© Kristin Philippson)</p></div>
<p>Einer dieser Spezialisten ist Patrick Bolk. Seit 2008 bloggt er unter <a href="http://www.berlinisstbio.de/">Berlinisstbio.de</a> über Bio-Food, Nachhaltigkeit, fair gehandelte und regionale Produkte und ökologischen Lebensstil. Bolk zog vor vier Jahren vom Niederrhein nach Berlin. Auch er wunderte sich bald, dass er niemand fand, der sich über Einkaufsführer und Adresslisten hinaus mit dem Thema beschäftigte. Gerne hätte er so ein Angebot gelesen, wie er es dann selbst gemacht hat, „und ein Blog aufsetzen war am einfachsten und am billigsten“.  Anders als Flaneurin Sylee Gore wollte der 38-jährige Diplom-Pädagoge unter dem Motto „Mach Gutes bekannter“ einen geografischen und inhaltlichen Überblick über Bio-Berlin erschaffen – mit Erfolg: 2009 erschien sein Blog als Buch, diesen Sommer soll zum Blog <a title="www.deutschlandisstvegan.de" href="http://www.deutschlandisstvegan.de" target="_blank">„Deutschland isst vegan“</a>, den Bolk parallel zu „Berlin isst bio“ mit einer befreundeten Bloggerin betreibt, ein Gastro-Führer für Deutschland auf den Markt kommen. Klar, sagt Bolk, von den öffentlichen Debatten um Massentierhaltung und Ernährungsphilosophie seit dem Erfolg von Jonathan Safran Foers Sachbuch <a title="http://fabian-soethof.de/2011/02/11/jonathan-safran-foer-tiere-essen/" href="http://fabian-soethof.de/2011/02/11/jonathan-safran-foer-tiere-essen/">„Tiere Essen“</a> und „Anständig essen“ von Karen Duwe hat auch er profitiert, überhaupt sei sein Freundeskreis und eine breitere Masse viel offener für seine Themen als noch vor ein paar Jahren. Bolk will positive Alternativen anbieten, „mit Dogmatismus kommst du nicht weiter“, sagt er. Bio- und Neuland-Fleisch aus der Region hat er übrigens immer gegessen, bis er sich im vergangenen Jahr für Veganismus entschied. „Das war die beste Entscheidung meines letzten Jahres“, sagt er, „das ist gerade in Berlin auch nicht schwer“.</p>
<p>Ambitionen nach mehr Öffentlichkeit oder eine Ernährung mit Einschränkungen pflegen die Blogger von <a title="BerlinerFresse.de " href="http://www.BerlinerFresse.de " target="_blank">BerlinerFresse.de </a>nicht. Wie Gore und Bolk bloggen sie in ihrer Freizeit, dabei soll es aber auch bleiben. Seit zehn Jahren gehen sie mit einem Kern von vier, manchmal aber auch bis zu acht Freunden – übrigens allesamt gebürtige Berliner &#8211; regelmäßig essen, früher einmal die Woche, heute einmal im Monat. Seit 2006 bloggen sie darüber, um anderen Freunden und Bekannten Tipps zu geben. „Wir wurden immer wieder mal gefragt, wo man denn gut essen gehen könnte, und nie fiel uns was ein“, erinnert sich Nadja Nickl an den Anstoß zur Gründung des Blogs, „da dachten wir: das können wir auch mal aufschreiben.“ 200-300 Erfahrungsberichte sind da bislang zusammen gekommen, schätzt Nickl, die unter dem Pseudonym OrgaQueen bloggt, die meisten stammen von ihr selbst. Die Kriterien zur Restaurantauswahl sind überschaubar: Nicht zu teuer soll es sein, „weil wir ein Stammtisch sind“, und „irgendwie in der Nähe“, im Falle von Nickl aus Friedrichshain also Kreuzberg, Prenzlauer Berg oder Mitte. „Und wir bloggen nur noch darüber, was uns gefallen hat“, sagt Nickl, die wie ihre Freunde der „Berliner Fresse“ auch bei Qype bewertet und kommentiert, „vorher kam zu viel negative Kritik an unserer Kritik“. Ihr Lieblingsessen: der Fisch in „Englers Unikat“ in Friedrichshain.</p>
<p>Gore, Bolk, Nickl und Co.: Foodblogger in Berlin sind so vielfältig wie ihr Sujet. Einig sind sich alle darin, dass die Stadt Schuld an ihrem Hobby ist. „Hier will dich keiner beeindrucken, man lässt dir alle Zeit der Welt“, schwärmt Gore, auch Bolk findet in Berlin Umstände wie nirgends sonst in Deutschland: „In Berlin ist die Spanne größer: mehr Fast Food und Imbiss, weniger qualitativ hochwertige Bio-Restaurants“. Nickl mag die Vielfalt und Lockerheit, „hier bist du in allen Klamotten überall willkommen“, sagt sie. Und dann geht Gore sogar noch weiter und bricht mit einem Vorurteil: „Ich weiß, dass die Leute anderes behaupten,“ sagt sie in breitestem Amerikanisch und lacht, „aber sogar die Dienstleistungskultur finde ich in Berlin sehr entspannt und freundlich“.</p>
<p><em>(erschienen in: <a title="http://www.zitty.de/foodblogger.html" href="http://www.zitty.de/foodblogger.html" target="_blank">zitty 02/2012, 11. Januar 2012</a>)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2659&amp;md5=d1453fde91c02c2dab4afbb2d7cc5115" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Tee wie Teenager</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 21:10:34 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2012/01/20/bubble-tea-berlin/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/01/Bubble_Tea_Tapioka_Bubble_O_Oranienstraße_Berlin_Kreuzberg-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="" title="Bubble_Tea_Tapioka_Bubble_O_Oranienstraße_Berlin_Kreuzberg" /></a>Blubbert so bunt: Warum Bubble Tea das neue Kultgetränk unter Berliner Jugendlichen ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Blubbert so bunt: Warum Bubble Tea das neue Kultgetränk unter Berliner Jugendlichen ist</em></p>
<div id="attachment_2674" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/01/Bubble_Tea_Tapioka_Bubble_O_Oranienstraße_Berlin_Kreuzberg.jpg"><img class="size-full wp-image-2674" title="Bubble_Tea_Tapioka_Bubble_O_Oranienstraße_Berlin_Kreuzberg" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/01/Bubble_Tea_Tapioka_Bubble_O_Oranienstraße_Berlin_Kreuzberg.jpg" alt="" width="300" height="450" /></a><p class="wp-caption-text">Klassiker, aber kein Renner: Tapioka-Perlen für den Bubble Tea</p></div>
<p>Samstagmittag, Marburger Straße, Ecke Ku‘damm. Ein paar Mädchen stehen auf dem Bürgersteig vor einem Teeladen, mit Handys und Bechern in der Hand. Sie kichern. Und schlürfen. Die eine erzählt ihrer Freundin aufgeregt, sie habe ihm gerade eine SMS geschickt, dass sie wieder hier seien, „aah, er antwortet!“, kreischt sie auf und kichert weiter. Auch Vico und Anton aus Lichtenrade treffen sich hier. Shoppen, bummeln, Leute treffen. Zum Ku‘damm kommen die 13-jährigen Schüler schon länger, aber der Treffpunkt ist ein neuer: „BoboQ“, Berlins erster Bubble Tea Shop. Freunde haben ihnen vor ein paar Wochen davon erzählt. Vicco und Anton, bis dahin keine großen Teetrinker, probierten es aus, fanden es „für Tee extrem lecker“ und sind seit einem Monat jeden Samstag in dem Laden, der mit seinen quietschorangenen Couches und der weißen Theke wie eine Cocktailbar aussieht. Erfrischend findet Vico seinen kalten Mango Green Tea, den bestellt er immer, nur die platzenden Kugeln, die sogenannten Poppings, davon probiert er immer neue. Anton mag es umgekehrt und am liebsten mit Lychee. Warum sie hierher kommen? In Lichtenrade gibt es keinen Bubble Tea. Noch nicht.</p>
<p><a title="http://www.boboq.de/de/home" href="http://www.boboq.de/de/home" target="_blank">„BoboQ“</a> ist laut eigener Aussage Berlins erster Bubble Tea Shop von mittlerweile über 20. Im Februar 2010 eröffnete Ming Lai den Laden, Idee und Rezept brachte er aus Taiwan mit. Dort wurde Bubble Tea in den Achtzigern erfunden. Damit die Kinder mehr Tee tranken, versetzten die Erwachsenen ihn mit Tapiokakugeln. Die werden aus der Mehlstärke der Maniokwurzel, einer Art Kartoffel des Ostens, gewonnen, mit Ahornsirup oder Karamell gekocht, schmecken süß und glitschig und sind deshalb ein Erlebnis. Zum US-Exportschlager wurde der Tee in den Neunzigern, als statt der geschmacksarmen Tapiokakugeln auch „popping bobas“ gereicht wurden, saftgefüllte Kugeln mit verschiedenen Geschmäckern, die im Mund platzen. Auch der schwarze oder grüne Tee kann mit Fruchtsäften variiert und statt mit Kugeln mit Kokosnussfleischstücken getrunken werden. In der Marburger Straße gehen täglich ungefähr 800 Becher des „Fun-Drinks aus Fernost“ (Selbstbeschreibung) über die Theke. „BoboQ“ hat innerhalb des letzten Jahres 13 Filialen in Berlin und neun weitere in anderen deutschen Städten eröffnet, weiter sollen folgen. Die Konkurrenz ließ nicht lange auf sich warten: <a title="http://babbelt.de/" href="http://babbelt.de/" target="_blank">„Babbel T“</a> oder <a title="http://www.buddha-bubbletea.de/" href="http://www.buddha-bubbletea.de/" target="_blank">„Buddha Bubble Tea“</a> heißen die Läden in Prenzlauer Berg und Charlottenburg, in der Rosenthaler Straße in Mitte macht im Oktober der Flagship Store von <a href="http://www.comebuybubbletea.de/index.php?site=shops">„Come Buy Bubble Tea“</a> auf, eine der größten Ketten Taiwans.</p>
<p>Warum der Trend über 20 Jahre brauchte, um Deutschland zu erreichen, weiß keiner. Auch nicht Tarkan Beyhaz. Aber er freut sich, noch einer der ersten zu sein, der das Geschäft mit Bubble Tea entdeckt hat. „Schneidest Du denn wenigstens noch gegenüber, Tarkan?“, fragt ihn ein ehemaliger Stammkunde, Beyhaz entschuldigt sich. 15 Jahre lang war er Friseur, hatte den Laden seines Vaters in der Oranienstraße in Kreuzberg übernommen. Bis er vor ein paar Monaten keinen Bock mehr auf Haare schneiden hatte. Aus dem Friseurgeschäft hat Beyhaz <a title="http://www.bubble-o.de/" href="http://www.bubble-o.de/" target="_blank">„Bubble O“</a> gemacht und verkauft dort seit Juni dieses Jahres Frozen Yoghurt und Bubble Tea. Die Zutaten bezieht er wie „BoboQ“ von Possmei, dem größten taiwanesischen Lieferanten, dessen deutscher Vertrieb auch von den „BoboQ“-Gründern geschmissen wird. Kinder sieht Beyhaz aber nicht als die Hauptzielgruppe. „Bubble Tea ist ein Lifestyle-Getränk für körperbewusste Menschen“, findet der 35-Jährige, Tee sei schließlich gesund, und in allen anderen Zutaten sei kaum Chemie drin. Nur Fructose, essbare Farbstoffe und pflanzliche Gelatine, wie er auch seinen muslimischen Kunden immer wieder erklärt. „Das ist wie Molekularküche“, sagt Beyhaz. Die Topseller hier sind Yoghurt mit Erdbeer und Passionsfrucht mit grünem Tee, sagen seine Angestellten.</p>
<div id="attachment_2675" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/01/Bubble_Tea_Bubble_O_Oranienstraße_Berlin_Kreuzberg.jpg"><img class="size-large wp-image-2675" title="Bubble_Tea_Bubble_O_Oranienstraße_Berlin_Kreuzberg" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/01/Bubble_Tea_Bubble_O_Oranienstraße_Berlin_Kreuzberg-589x392.jpg" alt="" width="589" height="392" /></a><p class="wp-caption-text">War mal ein Friseursalon: &quot;Bubble O&quot; in der Kreuzberger Oranienstraße</p></div>
<p>Auch bei „BoboQ“ in der Marburger Straße gehen nicht nur Kids ein und aus. Marcel, Nadine und drei ihrer Freunde kommen aus Bonn, kannten von dort und aus dem Fernsehen schon Bubble Tea und suchten jetzt gezielt nach einem Laden während ihres Hauptstadtbesuchs. „Schmeckt wie Cocktails ohne Alkohol“, finden die 25-Jährigen, „mit Schuss, das würde boomen!“. Kalle und Malin aus Stockholm sind mit ihrer fünfmonatigen Tochter auf dem Weg zum KaDeWe zufällig vorbeigeschlendert. Von Bubble Tea hatten sie noch nie gehört, auf dieses Experiment ließen sie sich ein, so was hätten sie schließlich in ganz Schweden noch nicht gesehen. Sie probieren Peach Tea. Schmeckt das? „Gibt einen Energieschub und fühlt sich gesund an“, findet Kalle.</p>
<p>Am gesündesten ist wahrscheinlich noch die ungesüßteste und vergleichsweise geschmacksneutrale Variante mit Tapioka und Milchtee. Aber die mögen in Berlin bisher noch die Wenigsten, auch Vico und Anton nicht. Die anhaltende Beliebtheit des Bubble Teas kann das aber kaum bremsen, „BoboQ“ beschäftigt sogar einen Sicherheitsmitarbeiter, der vor dem Laden Wache schiebt. Grund: In Kombination mit den dicken Strohhalmen eignen sich die Poppings zum Ärgernis der Nachbarn auch ganz wunderbar als Spuckgeschosse.</p>
<p><em>(erschienen in: <a title="http://www.zitty.de/bubble-tea.html" href="http://www.zitty.de/bubble-tea.html" target="_blank">zitty, Oktober 2011</a>)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2657&amp;md5=1a74d20ac641383c2c682492ff51327b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>40 Jahre Wanderfreunde</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Dec 2011 11:44:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/12/27/40-jahre-wanderfreunde-nieukerk/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/12/Wanderfreunde_Niederrhein_Nachrichten_241220111206-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="" title="Wanderfreunde_Niederrhein_Nachrichten_241220111206" /></a><p>Aus Stefan Niggemeiers <a title="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/das-resuemee-ist-durchweg-positiv/" href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/das-resuemee-ist-durchweg-positiv/" target="_blank">gerne bespielter Rubrik</a> &#8220;Original und Kopie&#8221;, oder: &#8220;Pressemitteilungen und Lokaljournalismus. Eine Symbiose.&#8221; Obwohl ich in Wahrheit noch gar nicht weiß, ob es sich bei der Grundlage der bis auf die letzten zwei Sätze fast identischen Texte wirklich um eine Pressemitteilung der <a title="http://www.kerken.de/html/0/106/rubrik/66.html" href="http://www.kerken.de/html/0/106/rubrik/66.html" target="_blank">Wanderfreunde</a> <a title="http://fabian-soethof.de/2008/06/12/kerken-sollte-man-sich-merken/" href="http://fabian-soethof.de/2008/06/12/kerken-sollte-man-sich-merken/">Nieukerk</a> handelt oder ob die <a title="http://www.rp-online.de/" href="http://www.rp-online.de/" target="_blank">Rheinische Post</a> und das Anzeigenblatt <a title="http://www.nno.de/" href="http://www.nno.de/" target="_blank">Niederrhein Nachrichten</a> längst eine Mantelredaktion gebildet haben, möchte ich sagen: Die&#8230; <a href="http://fabian-soethof.de/2011/12/27/40-jahre-wanderfreunde-nieukerk/" class="read_more"><br />weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus Stefan Niggemeiers <a title="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/das-resuemee-ist-durchweg-positiv/" href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/das-resuemee-ist-durchweg-positiv/" target="_blank">gerne bespielter Rubrik</a> &#8220;Original und Kopie&#8221;, oder: &#8220;Pressemitteilungen und Lokaljournalismus. Eine Symbiose.&#8221; Obwohl ich in Wahrheit noch gar nicht weiß, ob es sich bei der Grundlage der bis auf die letzten zwei Sätze fast identischen Texte wirklich um eine Pressemitteilung der <a title="http://www.kerken.de/html/0/106/rubrik/66.html" href="http://www.kerken.de/html/0/106/rubrik/66.html" target="_blank">Wanderfreunde</a> <a title="http://fabian-soethof.de/2008/06/12/kerken-sollte-man-sich-merken/" href="http://fabian-soethof.de/2008/06/12/kerken-sollte-man-sich-merken/">Nieukerk</a> handelt oder ob die <a title="http://www.rp-online.de/" href="http://www.rp-online.de/" target="_blank">Rheinische Post</a> und das Anzeigenblatt <a title="http://www.nno.de/" href="http://www.nno.de/" target="_blank">Niederrhein Nachrichten</a> längst eine Mantelredaktion gebildet haben, möchte ich sagen: Die faulen Redakteure machen nicht mal mehr vor meiner Oma halt.</p>
<div id="attachment_2633" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/12/Wanderfreunde_Niederrhein_Nachrichten_gross.jpg"><img class="size-full wp-image-2633 " title="Wanderfreunde_Niederrhein_Nachrichten_241220111206" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/12/Wanderfreunde_Niederrhein_Nachrichten_241220111206.jpg" alt="" width="589" height="785" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Freude an der Geselligkeit&quot;: Niederrhein Nachrichten, 8. Dezember 2011 (Klick zur Vergrößerung)</p></div>
<p style="text-align: center;">
<div id="attachment_2634" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/12/Wanderfreunde_Rheinische_Post_gross.jpg"><img class="size-full wp-image-2634 " title="Wanderfreunde_Rheinische_Post_241220111208" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/12/Wanderfreunde_Rheinische_Post_241220111208.jpg" alt="" width="589" height="168" /></a><p class="wp-caption-text">Auf einer Lokalseite namens &quot;Heimatreporter&quot;: Rheinische Post, 13. Dezember 2011 (Klick zur Vergrößerung)</p></div>
<p><em>Nachtrag: Der Vereinsvorsitzende klärt auf Nachfrage per E-Mail <a title="http://fabian-soethof.de/2011/12/27/40-jahre-wanderfreunde-nieukerk/#comment-5818" href="http://fabian-soethof.de/2011/12/27/40-jahre-wanderfreunde-nieukerk/#comment-5818">hier</a> in der Kommentarspalte auf.</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2632&amp;md5=998f8da9929eb29461c5e794508cb19c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Was zu beweisen war</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/12/22/welt-aktuell/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 07:01:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/12/22/welt-aktuell/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/12/Welt_Aktuell_20122011_Update_klein-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Welt Aktuell - Update" title="Welt_Aktuell_20122011_Update_klein" /></a><p><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/12/Welt_Aktuell_20122011_Update_klein.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2624" title="Welt_Aktuell_20122011_Update_klein" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/12/Welt_Aktuell_20122011_Update_klein.jpg" alt="Welt Aktuell - Update" width="280" height="462" /></a><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/12/Welt_Aktuell_20122011_Leute_von_Welt_klein1.jpg"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/12/Welt_Aktuell_20122011_Leute_von_Welt_klein1.jpg" alt="Welt Aktuell - Leute von Welt" title="Welt_Aktuell_20122011_Leute_von_Welt_klein" width="280" height="462" class="alignright size-full wp-image-2627" /></a><br />
<br /></br><br />
<br /></br><br />
<em>(neben anderen Flüchtigkeitsfehlern gesehen in: <a href="http://www.welt.de/">Welt Aktuell</a>, 20. Dezember 2011, Seiten 8 und 12)</em></p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/12/Welt_Aktuell_20122011_Update_klein.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2624" title="Welt_Aktuell_20122011_Update_klein" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/12/Welt_Aktuell_20122011_Update_klein.jpg" alt="Welt Aktuell - Update" width="280" height="462" /></a><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/12/Welt_Aktuell_20122011_Leute_von_Welt_klein1.jpg"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/12/Welt_Aktuell_20122011_Leute_von_Welt_klein1.jpg" alt="Welt Aktuell - Leute von Welt" title="Welt_Aktuell_20122011_Leute_von_Welt_klein" width="280" height="462" class="alignright size-full wp-image-2627" /></a><br />
<br /></br><br />
<br /></br><br />
<em>(neben anderen Flüchtigkeitsfehlern gesehen in: <a href="http://www.welt.de/">Welt Aktuell</a>, 20. Dezember 2011, Seiten 8 und 12)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2621&amp;md5=16e35dee92e8f4706d2a27d8a9875cc5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>„Es wäre besser gewesen, wenn ich einfach gar nicht geredet hätte“</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/11/22/billy-corgan-the-smashing-pumpkins-interview/</link>
		<comments>http://fabian-soethof.de/2011/11/22/billy-corgan-the-smashing-pumpkins-interview/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Nov 2011 15:41:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/11/22/billy-corgan-the-smashing-pumpkins-interview/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/11/Billy-Corgan-MLK-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="" title="Billy-Corgan-MLK" /></a>The Smashing Pumpkins-Frontmann Billy Corgan im Interview über Wrestling, sein eigenes Ego und verlogene Musikerkollegen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>The Smashing Pumpkins-Frontmann Billy Corgan im Interview über Wrestling, sein eigenes Ego und verlogene Musikerkollegen</em></p>
<p>Samstagabend vor Halloween, 19 Uhr in Berlin, 9 Uhr morgens in Los Angeles. Von dort aus ruft Billy Corgan persönlich an (!), um die anstehende Tour seiner Smashing Pumpkins, einer der größten Rockbands der neunziger Jahre, die heute nur noch aus Corgan und vier (ziemlich guten) Aushilfsmusikern besteht, zu bewerben – zumindest muss man dies als Anlass glauben, wenn man weiß, dass Corgan auf seinen letzten Deutschlandbesuchen noch außer <a title="http://www.youtube.com/watch?v=6lnts3P4aqM" href="http://www.youtube.com/watch?v=6lnts3P4aqM" target="_blank">ein Fernsehteam</a> kaum Journalisten an sich heran ließ* und ich im Erstauftrag eines <a title="www.zitty.de" href="http://www.zitty.de/the-smashing-pumpkins-rock-ringo-deathstarr.html" target="_blank">Stadtmagazins</a> agierte. Aber man muss ja nicht gleich über Musik sprechen. Uncut-Protokoll eines Telefonats.</p>
<p><strong><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/11/Billy-Corgan-MLK.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-2605" title="Billy-Corgan-MLK" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/11/Billy-Corgan-MLK.jpg" alt="" width="333" height="500" /></a>Billy, zuhause in Chicago haben Sie mit zwei Partnern eine Wrestlingfirma gegründet! Ist <a title="http://resistancepro.com/" href="http://resistancepro.com/" target="_blank">„Resistance Pro“</a> eine Talentschmiede oder haben Sie schon echte Stars unter Vertrag?</strong></p>
<p>Oh ja! Es ist das, was wir Independent Wrestling Promotion nennen. Wir haben Leute aus den Topklassen, aus der WWE, die jetzt unabhängig arbeiten. Es ist der Alternative- und Punkrock-Szene sehr ähnlich: Wir haben viele junge Untergrundtalente, aber auch ältere bekannte Namen, die für die WWE gearbeitet haben. Einer unserer zentralen Typen ist Harry Smith, der war sechs Jahre bei der WWE.</p>
<p><strong>Und mit all diesen Wrestlern organisieren Sie Kämpfe. Nur in Chicago? Oder gehen Sie auch auf US-Tour?</strong></p>
<p>Wir würden gerne auf US-Tour gehen, aber nur, wenn wir TV-Plätze bekommen. Daran arbeiten wir noch.</p>
<p><strong>In einem <a title="http://stereogum.com/842241/billy-corgan-launches-pro-wrestling-company/news/" href="http://stereogum.com/842241/billy-corgan-launches-pro-wrestling-company/news/" target="_blank">Fernsehinterview auf FOX</a> sagten Sie: &#8220;Wir versuchen, die glorreichen Tage zurück zu bringen&#8221;. Sie meinten die des Wrestlings, oder?</strong></p>
<p>(Pause) Wollen Sie wirklich, dass ich darauf eingehe?</p>
<p><strong>Entschuldigung, aber wir reden doch von dem Show-Wrestling, in dem Stars wie Hulk Hogan, der Undertaker und Konsorten in den Neunzigern bekannt wurden?</strong></p>
<p>Schon, in der Independent-Szene sehen Sie aber eine andere Version davon. Die ist nicht ganz so wie die große Show.</p>
<p><strong>Was fasziniert Sie daran? Sie sagen es ja selbst: Das ist doch alles nur Show.</strong></p>
<p>Ich mag die Psychologie dahinter, ich mag die griechische Tragödie des Ganzen. Die großen Themen im Wrestling sind Betrug, Freundschaft, Loyalität, das fasziniert mich. Im Grunde reflektiert Wrestling das Drama und die Psychologie unseres Lebens, und das interessiert mich.</p>
<p><strong>Auf YouTube kann man sich Videos ansehen, in denen Sie den Kämpfern Tipps geben. Einmal sagen Sie Ihnen: „Es ist so, wie ich es damals schon meiner Band sagte: In dem Moment, in dem du Erfolg hast, wenden sich die Leute von dir ab.“ Wie meinten Sie das?</strong></p>
<p>In jedem Bereich der Kultur gibt es ein übergreifendes Schema, egal ob es Malerei, Videokunst oder sonst was ist. Wenn du auf einem Independentlevel als Künstler erfolgreich bist und dich dann dem Mainstream öffnest, wendet sich die Kunstmeute von dir ab. Sie halten dich für nicht mehr pur genug, weil du ein breiteres Publikum erreichen willst. Das Problem findest du in der Musik, im Wrestling, in jeder Art von Kultur gibt es diese Gruppen, die denken, das alles rein bleiben muss und falls es das nicht ist, ist es nicht wichtig.</p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/B2jlacjec98" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>Sie schreiben auch Storylines für Kämpfe und Karrieren der Wrestler. </strong></p>
<p>Ich bin verantwortlich für die Storylines unserer Wrestling Promotion, ja. Was die Karrieren angeht, da können wir bestenfalls etwas Sicherheit anbieten.</p>
<p><strong>Mit Poesie, wie Sie sie seit 2004 immer wieder veröffentlichen, hat das nicht viel zu tun. Oder?</strong></p>
<p>Kreativität ist Kreativität. Ich mag es genauso, mit den Wrestlern an ihren Charakteren und ihren Storylines zu arbeiten, wie ich mit meiner Band an neuen Songs arbeite. Für mich ist das die gleiche Art von Leidenschaft. Der Leidenschaft, kreativ zu sein.</p>
<p><strong>Zu Schulzeiten waren Sie selbst ein Sportler und Baseball-Fan. Sind Sie jemals selbst in den Ring gestiegen?</strong></p>
<p>Ja, in den späten Neunzigern und 2000 habe ich etwas Zeugs im Wrestling-Ring gemacht, ja.</p>
<p><strong>Ach, etwa mit Kerlen wie Basketball-Star Dennis Rodman? Der stieg ja zur gleichen Zeit in den Ring!</strong></p>
<p>(lacht) Ich war auf einem kleinen Level, er war auf einem großen Level!</p>
<p><strong>Er ist ja auch größer als Sie. Wären Sie heute noch ein Catcher und würden Ihr eigenes Drehbuch schreiben, wären Sie ein <em>good guy</em> oder ein <em>bad guy</em>?</strong></p>
<p>Bad Guy!</p>
<p><strong>Warum?</strong></p>
<p>Weil das mehr Spaß machen würde.</p>
<p><strong>Weil Sie keine Rücksicht nehmen müssten?</strong></p>
<p>Manchmal, wenn du auf der Bühne stehst, sagst du Dinge, die du nicht sagen solltest. Es würde Spaß machen, all diese Dinge sagen zu dürfen. Wie ein Kind in der Schulklasse, das all das sagt, was es eigentlich nicht darf. Um mehr ginge es mir gar nicht.</p>
<p><strong>Einige Ihrer Wrestler oder die Nachwuchskids haben möglicherweise noch nie von Ihrer Band gehört. Erklären Sie denen, dass vor ihnen der Frontmann einer der größten Rockbands der Neunziger steht?</strong></p>
<p>Nein, das ist mir nicht wichtig.</p>
<p><strong>Ihnen nicht, aber finden die es nicht cool, von Billy Corgan unterstützt zu werden?</strong></p>
<p>Das weiß ich nicht, ich kann nicht für sie sprechen. Mir bedeutet das aber nichts. Ich gehe auch nicht in ein Restaurant und sage „Ich bin Billy Corgan von den Smashing Pumpkins, geben Sie mir einen guten Tisch“. Ich habe verschiedene Leben. Musik ist ein Leben, Wrestling ein anderes, mein persönliches Leben ist wieder ein anderes.</p>
<p><strong>Und wenn Sie ein Wrestlingkid fragen würde, was Sie so für Musik machen, weil es von den Smashing Pumpkins noch nie gehört hat?</strong></p>
<p>Ich würde gar nicht erst darüber reden.</p>
<p><strong>Sie könnten ihm ein Album in die Hand drücken.</strong></p>
<p>Nein, ich würde das Thema gar nicht erst anschneiden. Es ist mir nicht wichtig.</p>
<p><strong>Als Wrestler braucht man ein großes Ego, muss stark sein, wissen, wer man ist. Können Rockstars von denen lernen oder umgekehrt?</strong></p>
<p>Eigentlich sind die meisten Wrestler, die ich kenne, sehr bescheiden, nette und unkomplizierte Zeitgenossen. Im Wrestling habe ich noch nicht viele große Egos gefunden. In der Musik habe ich sehr viel größere Egos ausmachen können.</p>
<p><strong>Deren Namen Sie natürlich nicht nennen möchten nach all den Jahren.</strong></p>
<p>Hahahaha! Ich denke, die haben ihre Namen längst selbst genannt.</p>
<p><strong>Rückblickend: Hat Ihr Ego Ihnen geschadet oder geholfen? Wären die Smashing Pumpkins heute eine andere Band, wenn Sie Dinge anders gemacht hätten als Sie es taten? </strong></p>
<p>Yeah, ich glaube, es wäre besser gewesen, wenn ich einfach gar nicht geredet hätte.</p>
<p><strong>Aber das taten Sie.</strong></p>
<p>Nun, ja, Sie fragten mich danach, was ich tun würde, könnte ich es noch mal tun. Und wenn ich das alles noch mal tun müsste, ich würde einfach ruhig sein.</p>
<p><strong>Klappe halten und Musik machen, sozusagen.</strong></p>
<p>Ja, ich denke, ich hätte meine Energie besser in die Musik investieren können. Und das feige Gebrabbel den Politikern überlassen.</p>
<p><strong>Denken Sie gerade an eine konkrete Situation, in der Sie lieber nichts gesagt hätten und es heute bereuen? </strong></p>
<p>Hahahaaaaaaa&#8230; <em>(müder werdendes Lächeln, das sagt: Ich sag dir gar nichts&#8230;.)</em></p>
<p><div class="wp-caption alignright" style="width: 370px"><a href="http://www.billycorgan.jp/1_info/chicago_tribune_ad.jpg"><img title="http://www.billycorgan.jp/1_info/chicago_tribune_ad.jpg" src="http://www.billycorgan.jp/1_info/chicago_tribune_ad.jpg" alt="" width="360" height="651" /></a><p class="wp-caption-text"> via BillyCorgan.jp</p></div><br />
<strong><br />
Na, zum Beispiel die Anzeige, die Sie 2005 in der Chicago Tribune und der Chicago Sun-Times schalteten und darin sagten, dass Sie Ihre Band zurück wollen. Bereuen Sie das auch oder würden Sie es wieder tun?</strong></p>
<p>Das würde ich wieder tun. Ich habe kein Problem damit, was ich dort gesagt habe. Ich finde, das war doch ziemlich ehrlich und aufrichtig.</p>
<p><strong>Sie sagten in einem jüngeren Interview, dass die Zukunft der Smashing Pumpkins maßgeblich von der Akzeptanz des <a title="http://www.smashingpumpkins.com/" href="http://www.smashingpumpkins.com/" target="_blank">Online-Albums „Teargarden by Kaleidyscope“ and seinem Nachfolger „Oceania“</a> abhängt. </strong></p>
<p>Nein, das haben Sie falsch verstanden.</p>
<p><strong>Wie war es dann gemeint?</strong></p>
<p>Wir leben heute in einer anderen Welt, wegen Facebook, wegen Twitter, wegen all der Sozialen Medien. Die Wahrnehmung der Leute ändert sich viel schneller als früher. Die Werte einer Karriere, eines Stücks Arbeit, einer Musik, eines Song, sie werden seichter. Was am Ende passiert: du verwendest mehr Zeit auf die ständige Wahrnehmung als auf die Musik selbst. Da kommt der Punkt, an dem du als Musiker in einer modernen Welt nachdenken musst: Wenn das Publikum nicht annimmt, was du tust, dann solltest du vermutlich etwas anderes tun. Das heißt nicht, dass du mit der Musik aufhören sollst, aber du solltest das Publikum nicht mehr in diese eine bestimmte Richtung drängen. Das wollte ich damit sagen. Es ist aus dem Zusammenhang gerissen und künstlich aufgeblasen worden. Als ob ich da sitzen und darauf warten würde, dass mir das Publikum sagt, ob ich gut bin oder nicht. So gesehen höre ich nicht darauf, was das Publikum sagt. Wenn ich aber immer noch versuche, CDs und Alben zu veröffentlichen, das Publikum aber immer wieder sagt, dass es das nicht interessiert, dann sollte eine Band nicht weiter ihre Energie darauf verschwenden, Alben und CDs zu machen. Sie sollte ihre Energie für zum Beispiel eine DVD, Filme oder irgendeine andere Form der Kreativität aufwenden. Das Publikum sollte aber niemals diktieren, was der Künstler tut, weil das Publikum immer die falsche Wahl treffen wird.</p>
<p><strong>Sie verdienen keinen Cent damit, Ihre Songs gratis online zu veröffentlichen, oder? </strong></p>
<p>Nein, null.</p>
<p><strong>Sie müssen also Touren, DVDs produzieren, eine neue Form der Vermarktung finden. Stephen Malkmus <a title="http://www.musikexpress.de/magazin/features/article115084/stephen-malkmus-amp-the-jicks-besser-als-pavement.html" href="http://www.musikexpress.de/magazin/features/article115084/stephen-malkmus-amp-the-jicks-besser-als-pavement.html" target="_blank">sagte neulich</a>, man könne grundsätzlich jedes Album vergessen, das eine Band nach ihrer Reunion herausbringt, weil sie nie mehr so gut wie früher klängen. Hat er recht?</strong></p>
<p>Er sagt das, weil seine Band nicht imstande ist, neue Musik zu machen.</p>
<p><strong>Er macht jetzt andere Musik mit The Jicks.</strong></p>
<p>Ja, aber die will sich doch auch keiner anhören.</p>
<p><strong>Verglichen mit den Verkaufszahlen, die Sie mal hatten, stimmt das wahrscheinlich sogar.</strong></p>
<p>Verglichen mit mir in diesem Moment!</p>
<p><strong>Ist das so? Ich kenne Ihre Download- und Verkaufszahlen nicht. Naja, jedenfalls&#8230;</strong></p>
<p>Lassen Sie mich diese Frage beantworten, bitte.</p>
<p><strong>Gerne.</strong></p>
<p>Er ist der Typ von Musiker, der sich eine eigene Philosophie ausdenken muss, um sein eigenes Handeln zu rechtfertigen. Was er macht: Er negiert, was andere Leute tun, um seine Geschichte sinnvoller dastehen zu lassen. Er hat seine Band nur deshalb wieder zusammengebracht, um Kohle zu machen. Also muss er sich eine Geschichte ausdenken, damit es so aussieht, als wäre es cool, was er macht. Was er macht, ist nicht cool. Deine Band zusammenzubringen um alte Songs zu spielen und Geld zu machen ist nicht cool. Aber anstatt das zu sagen und es zuzugeben und ehrlich zu sein, denkt er sich eine Geschichte aus und macht damit andere Leute runter. Das macht mich verrückt, er ist ein Lügner.</p>
<p><strong>Er hat keine Namen genannt.</strong></p>
<p>Er hätte sagen sollen, dass er seine Band wieder am Start hat, um Geld zu machen. Ich hätte Respekt für einen Künstler, wenn er die Wahrheit sagen würde. Aber stattdessen denkt er sich eine Geschichte aus um Journalisten und Fans vorzugaukeln, er hätte Integrität. Er hat keine Integrität. Wenn er die hätte, hätte er seine Band nicht wieder zusammengetrommelt um Shows zu spielen um Geld zu machen.</p>
<p><iframe frameborder="0" width="480" height="360" src="http://www.dailymotion.com/embed/video/xcu1sm"></iframe><br /><a href="http://www.dailymotion.com/video/xcu1sm_the-smashing-pumpkins-bullet-with-b_music" target="_blank">The Smashing Pumpkins &#8211; Bullet with Butterfly&#8230;</a> <i>von <a href="http://www.dailymotion.com/EMI_Music" target="_blank">EMI_Music</a></i></p>
<p><strong>Wenn Sie das so sagen, schließt sich zwingend die Frage an, warum Sie die Smashing Pumpkins reanimierten. Über die damaligen Gründe haben wir gesprochen. Aber heute geht es auch darum, Geld zu verdienen, oder etwa nicht?</strong></p>
<p>Ehm, warum würde ich dann meine Musik umsonst hergeben?</p>
<p><strong>Weil sie Sie dann auf Tour gehen lassen. Nicht, dass eine Band Ihrer Größenordnung solche Argumente bräuchte. Aber sie schaden bestimmt auch nicht.</strong></p>
<p>Ich möchte nicht versuchen, mich mit Ihnen zu streiten. Als Musiker mache ich das, was ich immer schon tat: Ich bringe Musik raus und spiele Shows. Vertrauen Sie mir: Wenn die Musik gut ist, kommen die Leute. Wenn sie nicht gut ist, kommen sie nicht. Es ist nicht so einfach zu sagen: „Hey, ich will Kohle machen“. Glauben Sie mir, wenn ich Kohle machen wollte, könnte ich hier in Hollywood bleiben und Filme machen, oder Werbung. Wer im Rock’n’Roll-Business arbeitet, der weiß: Da ist nicht viel Kohle. Mir ist egal, was andere sagen, es gibt einfach kaum Geld im Moment. Die Menschen sind pleite, die Wirtschaften der Welt stehen übel da, schauen Sie nur nach Griechenland und all diesen Orten. Es ist gerade eine schwierige Zeit für die Menschen. Es geht also nicht um’s Geld, es geht um die Musik. Und wenn du gut in dem bist, was du tust, dann solltest du dein Geld damit verdienen. Wenn es dir aber nur um Kohle geht, dann bist du kein Musiker. Dann bist du ein Gebrauchtwagenhändler. Ich bin kein Gebrauchtwagenhändler, ich bin ein Musiker.</p>
<p><strong>Dieser Tage erscheinen die Re-Issues ihren ersten beiden Alben „Gish“ und „Siamese Dream“.  War das Ihre Idee oder die des Labels?</strong></p>
<p><em>(in einem Tonfall, der fragen ließ, was die Frage soll)</em> Es war meine Idee?!</p>
<p><strong>Wer soll die kaufen, alte Fans von früher oder Kids, die vorher von den Smashing Pumpkins noch nie etwas gehört haben?</strong></p>
<p>Alle Neuauflagen sind dazu da, mit der Musik ein neues Publikum zu erreichen.</p>
<p><strong>Ich frage mich nur, wie die damalige Rockmusik wohl heute bei den Kids ankommt, ich bin ja keines mehr.</strong></p>
<p>Ich bin auch kein Kid mehr!</p>
<p><strong>Stimmt. Während der Auszeit der Smashing Pumpkins haben Sie andere Bands gegründet, Poesie geschrieben, jetzt sind sie ins Wrestlinggeschäft eingestiegen. Was kommt nach den Pumpkins? Werden Sie vielleicht Geschäftsmann? Schriftsteller? Gründen Sie eine Familie?</strong></p>
<p>Tatsächlich schreibe ich gerade ein Buch über mein Leben. Das sollte also nächstes Jahr herauskommen. Ich spreche auch mit Leuten darüber, ein Broadway-Musical zu schreiben.</p>
<p><strong>Ach. Sie schreiben aber nicht schon heimlich daran?</strong></p>
<p>Nein. Diese Welt bewegt sich sehr langsam und braucht eine Menge Zeit. Das können Sie sich vielleicht vorstellen, wegen der Kosten und wegen der vielen Leute, die involviert sind. Das ist nicht wie ein Album, wo du sagst: „Okay, lass uns ein Album machen“, und schon gehst du ins Studio.  Broadway-Musicals brauchen bestimmt drei Jahre.</p>
<p><strong>Und über Familie möchten Sie lieber nicht sprechen?</strong></p>
<p>Oh, doch, das macht mir nichts. Ich möchte mal Familie haben. Ja, doch, das wäre toll.</p>
<p><strong>Mit Ihrer Freundin Jessica Origliasso, wenn sie denn noch Ihre Freundin ist? Sie müssen mir das natürlich nicht verraten.</strong></p>
<p>Hahahaaa! <em>(Lacht lauter auf)</em></p>
<p><strong>Immerhin sagt das Ihre <a title="http://en.wikipedia.org/wiki/Billy_Corgan#Personal_life" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Billy_Corgan#Personal_life" target="_blank">Wikipedia-Seite</a>, Sie sollte also ein gesteigertes Interesse an der Auflösung der Frage haben, ob es stimmt oder nicht!</strong></p>
<p>Und wenn Wikipedia das sagt, muss es stimmen, nicht wahr?</p>
<p><strong>Oh ja, es muss stimmen, zumal dort Twitter und einer Ihrer <a title="@billy" href="http://www.twitter.com/billy" target="_blank">Tweets</a> zitiert wird!</strong></p>
<p>Ja, das stimmt, alles im Internet ist die Wahrheit!</p>
<p><strong>Ja, all die Katzeninhalte und alles andere auch. Letzte Frage: Jetzt wo Sie wieder auf Tour kommen, auch nach Deutschland und Berlin: Dürfen wir außer neuer und hoffentlich alter Songs auch wieder Uli Jon Roth oder andere Mitglieder der Scorpions oder sonst welche Gäste auf der Bühne erwarten?</strong></p>
<p>Nein, niemanden. Nur zwei Stunden puren Rock’n’Roll.</p>
<p><strong>Puren Rock’n’Roll, mit alten und neuen Songs und mit all dem, was da noch so kommen mag?!</strong></p>
<p>Yes, sir!</p>
<p><strong>Billy, vielen Dank für Ihre Zeit. Alles Gute heute in L.A. und bei allem, was da noch so kommen mag.</strong></p>
<p>Danke, Ihnen auch, Bye bye.</p>
<p><em>*Die Tour wurde in der Zwischenzeit, offiziell wegen  &#8220;internationaler Verpflichtungen&#8221;, auf ein einziges Deutschlandkonzert in  Berlin am 23.11. verkürzt</em></p>
<p><em>(gekürzt erschienen bei: <a title="www.teleschau.de" href="http://www.teleschau.de" target="_blank">Teleschau</a>, 16. November 2011)<br />
</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2596&amp;md5=3e2c852589a3d2578d5d9b79b2d66118" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Mädchen sind stark im Kommen</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Nov 2011 13:22:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/11/20/wodka-tampons/"><img align="right" hspace="5" width="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/11/Wodka-Tampons-589x135.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="" title="Wodka-Tampons" /></a><p>Bisher offenbar unbemerkt arbeiten (die Gagschreiber von) Mario Barth und Stefan Raab auch als Online-Redakteure in <a title="http://www.ka-news.de/region/karlsruhe/Wodka-Tampon-Gefaehrlicher-Trend-bei-Karlsruher-Jugendlichen;art6066,591757" href="http://www.ka-news.de/region/karlsruhe/Wodka-Tampon-Gefaehrlicher-Trend-bei-Karlsruher-Jugendlichen;art6066,591757" target="_blank">Karlsruhe</a>, und das mindestens seit März dieses Jahres:</p>
<p>Vielleicht ist es auch umgekehrt.</p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bisher offenbar unbemerkt arbeiten (die Gagschreiber von) Mario Barth und Stefan Raab auch als Online-Redakteure in <a title="http://www.ka-news.de/region/karlsruhe/Wodka-Tampon-Gefaehrlicher-Trend-bei-Karlsruher-Jugendlichen;art6066,591757" href="http://www.ka-news.de/region/karlsruhe/Wodka-Tampon-Gefaehrlicher-Trend-bei-Karlsruher-Jugendlichen;art6066,591757" target="_blank">Karlsruhe</a>, und das mindestens seit März dieses Jahres:</p>
<div id="attachment_2585" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/11/Wodka-Tampons.jpg"><img class="size-large wp-image-2585" title="Wodka-Tampons" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/11/Wodka-Tampons-589x135.jpg" alt="" width="589" height="135" /></a><p class="wp-caption-text">Wodka-Tampons und Mädchen: Beide offenbar stark im Kommen (Klick zur Bild-Vergrößerung, Screenshot: ka-news.de)</p></div>
<p>Vielleicht ist es auch umgekehrt.</p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2583&amp;md5=ea2efb4a459fae19819525e9d5da39c6" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Folter, Einhornsex und erwachsene Emos, oder: Wonach Sie suchen (4)</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Sep 2011 14:36:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/09/13/suchbegriffe-januar-bis-september-2011/"><img align="right" hspace="5" width="140" src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Flattr this" title="Flattr this" /></a>Die Tendenz der Suchbegriffe, die auch nach meinem letzten, lange zurückliegenden Update im Januar zu dieser Seite hier führten, hat sich verschärft: Neben der Frage, ob "Jackass"-Stuntman Ryan Dunn wirklich tot ist oder nicht, geht es den Usern, diesen unbekannten Wesen, immer noch um Sex in Berlin und mit Schlagerstars. Dann ist das wohl so. Ein paar potentielle Skandale sind aber auch dabei.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Tendenz der Suchbegriffe, die auch nach meinem letzten, lange zurückliegenden <a href="http://fabian-soethof.de/2011/01/25/suchanfragen-november-dezember-2010-januar-2011/">Update im Januar</a> zu dieser Seite hier führten, hat sich verschärft: Neben der Frage, ob &#8220;Jackass&#8221;-Stuntman Ryan Dunn wirklich tot ist <a title="http://fabian-soethof.de/2011/06/20/jackass-ryan-dunn-tot/" href="http://fabian-soethof.de/2011/06/20/jackass-ryan-dunn-tot/">oder nicht</a>, geht es den Usern, diesen unbekannten Wesen, immer noch um Sex in Berlin und mit Schlagerstars. Dann ist das wohl so. Ein paar potentielle Skandale sind aber auch dabei.</p>
<ul>
<li>angst verhauen zu werden</li>
<li>insel der verrückten blender</li>
<li>franziska katzmarek nude fake</li>
<li>leider funktioniert diese veranstaltung derzeit nicht</li>
<li>billigster puff kreuzberg</li>
<li>
<div id="f_primary_segment14" title="die ungewoehnlichsten und lustigsten dinge auf der welt">
<div>die ungewoehnlichsten und lustigsten dinge auf der welt</div>
</div>
</li>
<li>einhornsex</li>
<li>erwachsene emos</li>
<li>fake fantasy mit helene fischer</li>
<li>folter</li>
<li>guter nebenjob friedrichshain</li>
<li>leute sind verrückt</li>
<li>mobbende nachbarn</li>
<li>männer dringend pissen</li>
<li>wo ist ein puf</li>
<li>
<div id="f_primary_segment297" title="all inclusive privat nutten berlin">
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</div>
</li>
<li>
<div id="f_primary_segment298" title="all inklusive hochzeiten am niederrhein">
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</div>
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<li>
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</div>
</li>
<li>
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</div>
</li>
<li>
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<div>berliner puff arbeit finden</div>
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</li>
<li>berlins preiswerteste sexparties</li>
<li>
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</div>
</li>
<li>
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</div>
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</div>
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<li>magenzwicken reizdarm</li>
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<div>www.fabian der aschloch.de</div>
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</li>
</ul>
<p><a class="FlattrButton" style="display:none;" rev="flattr;button:compact;" href="http://fabian-soethof.de/2011/09/13/suchbegriffe-januar-bis-september-2011/"></a><br />
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		<title>„Der Browser ist die wichtigste App die wir haben“</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 13:03:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/09/08/sascha-pallenberg-interview-wired/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/09/Sascha_Pallenberg-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Sascha Pallenberg" title="Sascha_Pallenberg" /></a>Sascha Pallenberg über seinen Beruf als Blogger, die Erfolgsaussichten einer deutschen WIRED und die Gegenwart und Zukunft der Printbranche.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Sascha Pallenberg über seinen Beruf als Blogger, die Erfolgsaussichten einer deutschen WIRED und die Gegenwart und Zukunft der Printbranche. Das Gespräch führten wir Anfang August anlässlich des heutigen Deutschlandstarts des WIRED-Magazins für die Berliner <a title="http://www.zitty.de/wired.html" href="http://www.zitty.de/wired.html">zitty</a>.</em></p>
<p><strong>Sascha, Du bist Tech-Blogger. Ein Nerdthema, sagen viele. Stimmt das?</strong></p>
<p>Sascha Pallenberg: Ich sehe es nicht als negativ an, eine Nische zu besetzen. Wenn du dich darin vernünftig positionierst, kannst du sehr erfolgreich sein. Der Großteil unserer Mainstreammedien beackert den Massenmarkt. <a title="http://www.netbooknews.com/" href="http://www.netbooknews.com/">Wir</a> fokussieren uns auf einen immer noch großen Markt, nämlich auf alles was man nutzen kann um mobil ins Internet zu kommen. Ob man das noch nerdig nennen mag? Mittlerweile leben wir in einer Zeit, wo Geeks und Nerds cool sind und nicht mehr die verpickelten Käsegesichter, die den ganzen Tag im Keller vor ihrem Rechner hocken und sonst nichts im Leben auf die Reihe bekommen.</p>
<p><strong>Du arbeitest in Taipeh und sagst über Dich und Deine Blogs, mittlerweile selbst Quelle für News zu sein. Was waren früher, bevor es Blogs gab, Deine Quellen?</strong></p>
<p>Im Internet waren US-amerikanische Seiten meine wichtigsten Quellen.  Meine erste Computerzeitschrift, die ich 1982 gekauft habe, war die Byte, die gerade online gerelauncht wurde. Das war ein riesiger Zwei-Kilo-Schinken, den man am Bahnhof kaufen konnte. In Deutschland war es ganz klar die c’t. Es gibt wenige IT-Magazine weltweit, die einen ähnlichen Qualitätsstandard halten wie die c’t.</p>
<p><strong>Woran bemerkst Du das?</strong></p>
<p>Sie sind professionell, es ist kein boulevardesker Journalismus, wie ihn Chip oder Computer Bild oder PC Welt machen, die uns im Turnus von drei Monaten mit Titelblättern namens „Die 100 besten Downloadadressen“ oder „So tunen Sie Ihren Windows-PC richtig“ kommen. Die c’t hingegen hat sich über 30 Jahre ihre Leserschaft selbst erzogen. Du wirst mit der Terminologie und ihrem sehr technischen Anspruch vor den Kopf gehauen. Aber es bewirkt, sich mit dem Thema auseinander zu setzen. Wenn ich auf meinem Blog mit Begriffen um mich schmeiße, gehe ich davon aus, dass die Leute auch eine Google-Suche anwerfen können. Man muss nicht alles erklären.</p>
<p><strong>Das sagte auch schon Jeff Jarvis: „Do what you do best, and link to the rest.“</strong></p>
<p>Genau. Dazu noch eine Anekdote: Mit einer amerikanischen Kollegin bin ich mal in ein deutsches Kiosk rein. Sie sah die deutsche IT-Magazin-Landschaft und fragte erstaunt, was denn hier los sei. Der Wettbewerb auf dem deutschen Markt ist unvergleichlich. Du kriegst hier deutlich mehr deutsche IT-Magazine als zum Beispiel us-amerikanische, und der Markt dort ist viereinhalb mal so groß. Die krebsen hier alle zwischen gut und böse rum.</p>
<p><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/09/Sascha_Pallenberg.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2547" title="Sascha_Pallenberg" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/09/Sascha_Pallenberg.jpg" alt="Sascha Pallenberg" width="589" height="462" /></a></p>
<p><strong>Du plädierst also für weniger Alleskönner und mehr Spezialisten?</strong></p>
<p>Die Besetzung der Nischen ist wichtig. Absolute Fachmagazine können, wenn sie entsprechend mit ihrer Infrastruktur haushalten, sehr profitabel arbeiten. Magazine wie Chip, PC Welt und wie sie alle heißen werden sich nicht ewig über Wasser halten können. Darin ist alles so austauschbar. Wir haben ein Überangebot von ihnen in Deutschland. Die kämpfen um den letzten Leser. Ihre so genannten News sind Sachen, die aus dem Netz zusammenaggregiert und dann durch die Druckmaschinen gehauen werden. Die Leute, die sowieso IT-affin sind, haben alle einen Rechner, und ich gehe davon aus, dass auch 99,9 Prozent davon einen Internetanschluss haben.</p>
<p><strong>Auf diesen Markt tritt nun WIRED. Ist das nötig?</strong></p>
<p>Dazu zwei Sachen: Ich liebe die WIRED und kenne viel Leute von der us- und Onlineausgabe. Die WIRED ist ein sehr wichtiges globales Medium, um Trends im Netz, aber auch Hardwaretrends einzufangen. Ich will nicht unbedingt Lifestyle für Geeks sagen, aber sie hat viel dafür getan, dass dieses Geeksein eine Art von Lifestyle ist und nicht mehr etwas, für das man sich schämen muss. Und dafür, dass Technologie cool ist und es interessant ist sich damit zu beschäftigen. Das kann die WIRED sich auf die Fahnen schreiben. Funktioniert das in Deutschland? (zögert) Ich kann es mir so nicht vorstellen. Die haben gute Leute in der Redaktion, die sich mit dem Medium Netz sehr gut auskennen, die wunderbar schreiben können, die sich mit der Diskussionskultur im Netz über Jahre auseinandergesetzt haben und in Deutschland zum Teil auch mitbestimmt haben für ihre spezielle Nische. Die Frage aber ist: Wer ist das Zielpublikum, und ist dieses Publikum in irgendeiner Art und Weise noch printaffin? Da sage ich ganz klar nein, zumal der Chefredakteur mit Thomas Knüwer einer ist, der seit Jahren kräftig gegen printmediale Publikationen schießt und sagt, das sei sowas von gestern. Und jetzt wird er auf einmal Chefredakteur eines Printmagazins.</p>
<p><strong>Leitender Entwicklungsredakteur.</strong></p>
<p>Ich mag ihn wirklich gerne, er ist eigentlich der ideale Chefredakteur für eine deutsche Ausgabe von WIRED. Muss ich aber deswegen davon ausgehen, dass es ein Erfolg wird? Absolut nicht. Ich glaube, dass sie ein bisschen zu blauäugig sind, um für die WIRED in Deutschland einen Markt zu sehen. Das Zielpublikum was sie erreichen wollen ist online und liest online. Ich wüsste nicht, wie sich die eine WIRED derart von anderen Magazinen und Onlineangeboten absetzen kann, so dass ich sage: Die kauf ich jetzt. Und ob das als Beilage der GQ gut geht? Als ich das gelesen habe, stellten sich bei mir alle Fußnägel auf.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong></p>
<div id="attachment_2555" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/09/Wired_Cover_Deutschland_Titel_klein.jpg"><img class="size-full wp-image-2555" title="Wired_Cover_Deutschland_Titel_klein" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/09/Wired_Cover_Deutschland_Titel_klein.jpg" alt="Wired" width="300" height="394" /></a><p class="wp-caption-text">So sieht die erste deutsche WIRED also aus. Konnten wir im August ja nicht wissen.</p></div>
<p></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Das kritisieren auch <a title="http://wirres.net/article/articleview/5785/1/6/" href="http://wirres.net/article/articleview/5785/1/6/">andere Blogger</a>. Aber ist die Zielgruppe so unterschiedlich?</strong></p>
<p>Nein, überhaupt nicht. Da sind wir aber schon wieder im Stereotyp einer von Männern bestimmten Nerdwelt unterwegs, und auch das ist nicht mehr so. Es sind genug Frauen unterwegs. Und es geht mir mittlerweile ehrlich gesagt auf den Sack, auf der re:publica andauernd irgendwelche feministischen Bloggerpanels zu sehen. Hört mal auf mit diesem Ding, die achtziger Jahre sind vorbei und nachher holt Ihr mir noch die Alice Schwarzer her! Die haben sich alle emanzipiert, sind integriert in die Bloggerszene, ich kenne es gar nicht anders. Meine Business-Partnerin ist ein Mädel. Da ist kein Genderding mehr im Kopf. Zur WIRED selbst: Es ist und bleibt paradox für mich, den New Media-Markt bedienen zu wollen und dann ein altes Medium dafür zu nutzen. Vielleicht wäre der bessere Weg gewesen, sie hätten sich die Erfahrung der us-amerikanischen WIRED in Bezug auf deren elektronische Ausgabe geschnappt &#8211; die mit viel Euphorie gelauncht wurde und auch hübsch anzusehen war, subscribertechnisch aber ganz schwer nach unten ging – und gesagt: Wir versuchen jetzt nicht das Printmedium neu zu erfinden in dem wir ein Branchoffice von einer erfolgreichen us-amerikanischen Publikation aufmachen. Sondern wir sind wirklich innovativ, progressiv und modern und machen es nur online, nur über Apps, und die gehen wir richtig an. Nicht wie ein 1:1-Abklatsch eines Printmagazins mit ein paar lustigen Animationen und Links und Videos. Das kann ich mir auch auf einem Blog angucken. Das ist übrigens auch der Grund, warum all diese Apps da draußen nicht so erfolgreich sind wie uns die Döpfners dieser Welt erzählen wollten und sagten, „die holen uns aus dem Tal der sinkenden Abonnentenzahlen raus“. Da hätten sie richtig was machen können mit einer deutschen WIRED. Einen vernünftigen Youtube-Videokanal aufbauen, Livestreams und was weiß ich nicht was machen, über Apps auf iPad, Android Tablets und Smartphones, mit einer sehr interessant gestalteten Webseite.</p>
<p><strong>Das wird eine Verlags-, keine Redaktionsentscheidung gewesen sein. Wenn Blogs und Apps aber wirklich den Magazinen das Wasser abgegraben haben: Warum hat denn das gedruckte US-Magazin so einen Erfolg? Oder wird es als einstige Stammmarke etwa zunehmend dahinsiechen?</strong></p>
<p>Ich glaube, dass Leute, die sich die deutsche WIRED kaufen würden, sich genauso die us-amerikanische Ausgabe kaufen könnten. Da also wieder die Frage, wie ich mich als deutsches Magazin explizit genug platzieren kann? Welcher Content ist in Deutschland da? Ich kenne den Umfang nicht der Wired. Vielleicht sind es ja nur zehn Seiten. Dann kann das ja alles funktionieren! Sie haben das richtige Team, sind aber nicht auf dem richtigen Markt. Werden sie US-Content übersetzen und Themen durch den Mixwolf drehen? Das werden wir alle wissen bei der ersten Ausgabe.</p>
<p><strong>Du glaubst also nicht, darin Themen in einer Tiefe zu erfahren, wie Du sie online nicht findest.</strong></p>
<p>Das wäre ein Argument für den Kauf, ja. Aber wann lese ich denn mal Printmagazine? Wenn ich im Flieger sitze. Selbst die c’t kann ich wunderbar übers iPad abonnieren. Ich halte den Browser für die wichtigste App die wir haben. Er ist mein Fenster zu jeglicher Information und eine Wissensdatenbank der gesamten Menschheitsgeschichte. Warum begreifen wir nicht, dass diese oft herabwürdigend titulierte Kostenloskultur, die es im Netz ja angeblich gibt, so kostenlos gar nicht ist? Meine Leser bekommen vielleicht kostenlosen Content auf meiner Seite. Ich mache aber mit ihnen Geld, da ist also ein Mehrwert in beide Richtungen. Nein, ich kann mir nicht mehr vorstellen, ein Printmagazin zu abonnieren.</p>
<p><strong>Und wenn Du gefragt worden wärst, ob Du bei einem Magazin wie WIRED mitmachen möchtest – würdest Du?</strong></p>
<p>Nein, da kannst Du nur verlieren. Gerade ich würde damit auf die Schnauze fallen. Publikationstechnisch bin ich ein absolutes Embryo im Vergleich zu einem printmedialen Verlag. Ich publiziere „just in time“, da würde mich ein Printmagazin an emotionale Grenzen stoßen lassen. Wenn ich einen neuen Artikel auf meinem Blog raushaue, ist er schon wieder alt. Er fängt dann aber auch erst an zu leben, in dem du Diskussionen erzeugst, indem er in sozialen Netzwerken geteilt wird und andere Leute darauf Bezug nehmen. Das fehlt mir im printmedialen Bereich völlig. Außerdem halte ich es für Quatsch, dass wir nach wie vor Informationen auf Papier drucken. Vor 3000 Jahren gab es auch Steintafeln, da hätten sie dir auch gesagt: „Bezüglich Haltbarkeit gibt’s nicht besseres.“ Wir fahren auch nicht mehr mit Kutschen durch die Gegend, außer in Wien.</p>
<p><strong>Guter Journalismus ist und bleibt aber auch eine Frage des Geldes, und das liegt dafür noch bei den Verlagen und den dortigen Entscheidungsträgern.</strong></p>
<p>Richtig, das liegt aber daran, dass wir dort Infrastrukturen haben, die sich über 100 Jahre aufgebaut haben. Im Hauptquartier der FAZ oder der Süddeutschen Zeitung arbeiten vielleicht 20 Prozent Journalisten und 80 Prozent Verwalter. Das ist der riesige Kropf, den Du da hängen hast, der dieses Geld auffrisst. Wenn die Verlage nicht begreifen, dass sich diese Infrastruktur nicht mehr tragen lässt, wird das über kurz oder lang kollabieren, egal wie lange sie auf irgendwelche Tagesschau-Apps schimpfen. Eine peinliche Diskussion, die Einblicke in die Denke der deutschen Verlage gibt. Was schade ist, weil es genug kluge Köpfe gibt, die was tun könnten. Ob es die <a title="www.wired.de" href="http://www.wired.de">WIRED</a> wird, wage ich zu bezweifeln.</p>
<p><em>Condé Nast-Herausgeber Moritz von Laffert ist da in vielen Punkten <a title="http://fabian-soethof.de/2011/09/07/wired-deutschland-moritz-von-laffert-im-interview/" href="http://fabian-soethof.de/2011/09/07/wired-deutschland-moritz-von-laffert-im-interview/">anderer Meinung</a>. Und ich gehe nach so vielen Spekulationen und <a title="http://twitter.com/#!/search/%23wired" href="http://twitter.com/#!/search/%23wired">Tweets</a> jetzt endlich zum Kiosk. Heute Morgen vor der U-Bahn hatte ich noch keinen Erfolg beim Finden des GQ/WIRED-Doppelpacks.</em></p>
<p><a class="FlattrButton" style="display:none;" rev="flattr;button:compact;" href="http://fabian-soethof.de/2011/09/08/sascha-pallenberg-interview-wired/"></a><br />
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		</item>
		<item>
		<title>Moritz von Laffert im Interview: &#8220;Wer glaubt, dass Internet-Vielnutzer grundsätzlich nur digitale Medien wollen, versteht diese Zielgruppe nicht&#8221;</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/09/07/wired-deutschland-moritz-von-laffert-im-interview/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 11:31:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<category><![CDATA[gehört]]></category>
		<category><![CDATA[Condé Nast]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
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		<category><![CDATA[zitty]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/09/07/wired-deutschland-moritz-von-laffert-im-interview/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/09/Moritz-von-Laffert-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Moritz von Laffert (Foto: Condé Nast)" title="Moritz von Laffert" /></a>Zum Deutschland-Start des US-Magazins WIRED: Condé Nast-Herausgeber Moritz von Laffert über budgetäre Freiheiten, männliche Zielgruppen und den Kultstatus der WIRED als Erfolgsmodell.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Zum Deutschland-Start des US-Magazins WIRED: Condé Nast-Herausgeber Moritz von Laffert über budgetäre Freiheiten, männliche Zielgruppen und den Kultstatus der WIRED als Erfolgsmodell.</em></p>
<p>Für das Berliner Stadtmagazin <a title="http://www.zitty.de/wired.html" href="http://www.zitty.de/wired.html">zitty</a> habe ich zum Deutschland-Start der WIRED unter anderem mit Entwicklungsredakteur Thomas Knüwer, Condé Nast-Herausgeber Moritz von Laffert und Techblogger Sascha Pallenberg sprechen wollen. Knüwer wollte oder durfte als &#8220;temporärer Dienstleister&#8221; keine Interviews geben <a title="http://www.horizont.net/aktuell/medien/pages/protected/Thomas-Knuewer-Wired-ist-deutsch-in-your-face_102463.html" href="http://www.horizont.net/aktuell/medien/pages/protected/Thomas-Knuewer-Wired-ist-deutsch-in-your-face_102463.html" target="_self">(später offenbar doch)</a>, mein Hintergrundgespräch mit Pallenberg folgt an dieser Stelle, von Laffert war bis Mitte August nur per Mail über seine Pressestelle erreichbar, <a title="http://www.wired.de/2011/09/07/moritz-von-laffert-wired/" href="http://www.wired.de/2011/09/07/moritz-von-laffert-wired/">stellte sich</a> dafür später auf dem hauseigenen Magazinblog <a title="http://www.wired.de/2011/08/24/moritz-von-laffert/" href="http://www.wired.de/2011/08/24/moritz-von-laffert/">den Fragen der eventuellen Leserschaft</a>. Hier seine von mir unkommentierten, naturgemäß PR-lastigen Antworten auf meine Fragen &#8211; schließlich muss ich das Doppelpack GQ/WIRED morgen erstmal am Kiosk finden, kaufen und mir ein eigenes <a title="http://kress.de/tagesdienst/detail/beitrag/111940-conde-nasts-wired-im-kress-check-eine-gloriole-fuer-die-geeks.html" href="http://kress.de/tagesdienst/detail/beitrag/111940-conde-nasts-wired-im-kress-check-eine-gloriole-fuer-die-geeks.html">Bild machen</a>. Ich freue mich darauf.</p>
<p><strong>Herr von Laffert, warum bringt Condé Nast WIRED in Deutschland heraus?</strong></p>
<p><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/09/Moritz-von-Laffert.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2519" title="Moritz von Laffert" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/09/Moritz-von-Laffert.jpg" alt="Moritz von Laffert (Foto: Condé Nast)" width="300" height="313" /></a>Moritz von Laffert: Die US-Ausgabe von WIRED hat weit über das Silicon Valley hinaus Kultstatus, und auch in Deutschland hat die Marke zahlreiche Anhänger. Wir glauben aber, dass es ein deutlich größeres Potential für die Marke in Deutschland gibt. Technik und Wissenschaft haben unser Leben in den vergangenen 15 Jahren dramatisch verändert. Dies wirft neue Fragestellungen für unsere Gesellschaft auf. Viel wichtiger als die Frage, wie Technologien im Detail funktionieren, ist heute die Reflexion darüber, wie sie unsere Welt verändern und wie wir sie in unser Leben integrieren. Genau das sind Themen mit denen WIRED sich auseinandersetzt. Es ist ein guter Zeitpunkt, um der Marke ein Entrée auf dem deutschen Markt zu ermöglichen.<br />
<strong><br />
Warum bringen Sie WIRED zumindest vorerst nur als einmalige Beilage heraus?</strong></p>
<p>Diese Neu-Entwicklung ist ein Pilotprojekt, bei dem es nicht allein darum geht, die Erfolgsaussichten für den Titel in Deutschland abzustecken. Die vorerst einmalige Ausgabe ist für uns eine Art Case Study, durch die wir die Marktchancen des Titels besser einordnen und zugleich die flexible, konvergente Arbeitsweise unseres Hauses – sowohl von der redaktionellen und technologischen Seite, als auch aus der Vermarktungsperspektive – ausspielen können.</p>
<p><strong>(keine Frage)</strong></p>
<p>Wir haben ein hervorragendes Team zusammengestellt, das ausgestattet mit budgetären und kreativen Freiheiten, großem Enthusiasmus und dem Rückenwind der internationalen Marke ein tolles, ganz eigenständiges Produkt entwickelt hat. Die deutsche WIRED hält das Versprechen der internationalen Marke &#8211; aber mit einem klar erkennbar deutschen thematischen Fokus.</p>
<p><strong>GQ und WIRED, wie passen deren Zielgruppen zusammen?</strong></p>
<p>Wir wissen, dass sich viele der naturgemäß vorwiegend männlichen Leser von GQ für Technologie- und Wissenschaftsthemen interessierten, folglich gehen wir davon aus, dass auch WIRED hier auf Interesse stößt. WIRED wird vor allem von gebildeten, vielseitig interessierten Männern gelesen. Unter den Lesern der US WIRED sind überdurchschnittlich viele Akademiker (82%) und beruflich erfolgreiche Männer mit entsprechend gutem Einkommen. Von einer ähnlichen Leserschaftsstruktur kann perspektivisch auch für Deutschland ausgegangen werden.</p>
<p><strong>Kaufen die potentiellen deutschen WIRED-Leser nicht ohnehin schon das Original?</strong></p>
<p>Ja, wir wissen, dass WIRED eine echte Fangemeinde in Deutschland hat und, dass Heft und die iPad-App auch hier gelesen werden. Das war ja einer der Gründe für diese deutsche WIRED-Ausgabe. Die bisherigen deutschen Leser sind Kenner der Marke, die in der digitalen Szene zu Hause sind. Wir glauben aber, dass es ein deutlich größeres Potential für die Marke in Deutschland gibt &#8211; das Interesse an solche Themen ist vorhanden.<br />
<strong><br />
Was wird oder soll eine deutsche Version bringen, was die internationalen Ausgaben nicht können?</strong></p>
<p>Es geht nicht um können oder nicht können. Es geht darum &#8211; wie übrigens bei allen unseren Magazinen, die in mehreren internationalen Märkten erscheinen &#8211; die richtige Tonalität zu treffen. Eine Zeitschrift muss das Lebensgefühl der Menschen in dem jeweiligen Land wiedergeben. Sicher sind die großen technologischen Trends globale Phänomene von internationaler Relevanz – wie Menschen damit umgehen und wie eine Redaktion sie interpretiert und einordnet ist von der Mentalität und anderen gesellschaftlichen Faktoren abhängig. Unsere Erfahrung zeigt aber, dass selbst internationalsten Themen eine länderspezifische Aufbereitung und Schwerpunktlegung brauchen, um das Interesse der jeweiligen Leser voll zu treffen. Zudem gibt es natürlich auch in Deutschland &#8211; und das wird die erste Ausgabe zeigen &#8211; viele, spannende Themen. Themen, die in anderen deutschen Medien so gut wie gar keine Beachtung finden.</p>
<p><strong>Wen wollen Sie erreichen?</strong></p>
<p>Siehe oben. Und: In den ersten vier Wochen nach dem Start haben sich bereits 700.000 Deutsche bei Google+ angemeldet. Diese Menschen, die offen und neugierig auf digitale Innovationen reagieren, gehören definitiv in unsere Zielgruppe.<br />
<strong><br />
Wie will man sich inhaltlich von all den Tech-Blogs da draußen einerseits, andererseits von der etwaigen Heftkonkurrenz (c&#8217;t, ComputerBild, PC Welt, CHIP und so weiter) absetzen?</strong></p>
<p>Wer die Marke WIRED kennt, weiß, dass sie eine Alleinstellung hat. Ein Techblog ist ein nicht vergleichbares, vollkommen anderes Medium und innerhalb des Zeitschriftengenres bildet WIRED einen direkten Gegenentwurf zu klassischen Computerzeitschriften, weil sie sich technologisch-wissenschaftlichen Fragestellungen aus einer ganz eigenen Perspektive nähert.</p>
<p><strong>Warum keine App statt einem gedruckten Magazin?</strong></p>
<p>WIRED Deutschland erscheint parallel mit einer iPad-App, die das Magazin um zusätzliche Inhalte anreichert. Wer glaubt, dass Internet-Vielnutzer grundsätzlich nur digitale Medien wollen, versteht diese Zielgruppe nicht.<br />
<strong><br />
Wonach werden Sie entscheiden, ob WIRED weiter erscheint, vielleicht sogar als eigenständiges Magazin?</strong></p>
<p>Es gibt verschiedene Faktoren, die bei so einer Entscheidung berücksichtigt werden – angefangen bei den Verkäufen auf verschiedenen Medienkanälen, die entsprechende Rückschlüsse und Prognosen ermöglichen, bis hin zur Resonanz bei Anzeigenkunden und Media-Agenturen. Die Aussagekraft dieser Daten ist bei einer einmaligen Ausgabe natürlich begrenzt. Bei Condé Nast werden Medienmarken aber nicht allein nach marktwirtschaftlichen Kriterien bewertet – es wird auch auf das verlegerische Gespür vertraut, das bei so einer Entscheidung mit einfließt.</p>
<p><a class="FlattrButton" style="display: none;" rev="flattr;button:compact;" href="http://fabian-soethof.de/2011/09/07/wired-deutschland-moritz-von-laffert-im-interview/"></a><br />
<noscript><a href="http://flattr.com/thing/391031/Moritz-von-Laffert-im-Interview-Wer-glaubt-dass-Internet-Vielnutzer-grundstzlich-nur-digitale-Med" target="_blank"><br />
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 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2517&amp;md5=a11848c70c22d4102a132d8665c43643" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Pokerstrategien</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/08/23/pokerstrategien/</link>
		<comments>http://fabian-soethof.de/2011/08/23/pokerstrategien/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 23 Aug 2011 09:16:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[gehört]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://fabian-soethof.de/?p=2508</guid>
		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/08/23/pokerstrategien/"><img align="right" hspace="5" width="140" src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Flattr this" title="Flattr this" /></a>"Können Sie frei sprechen? Wir hätten da ein Angebot für Sie!" Auszüge eines telefonischen Stellenangebots.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Neulich im Büro. Handy klingelt. Gehe ran. Am anderen Ende spricht eine sehr freundliche junge Frau und fragt, ob ich frei sprechen könne. Auszüge eines Dialogs.</em></p>
<blockquote><p>&#8220;Guten Tag Herr Soethof, mein Name ist (&#8230;) von der (&#8230;). Können Sie frei sprechen?&#8221;</p>
<p>&#8220;Einen Moment bitte&#8230;. so, jetzt, ja.&#8221;</p>
<p>&#8220;Ich rufe an im Auftrag von Pokerstrategy.com, wir suchen einen Onsite-Marketing Texter.&#8221;</p>
<p>&#8220;Und darf ich fragen, wie Sie da auf mich kommen?&#8221;</p>
<p>&#8220;Internetrecherche. Haben Sie denn schon mal von Pokerstrategy gehört?&#8221;</p>
<p>&#8220;Nicht direkt, aber ich glaube, Sie haben neulich schon bei einer Bekannten von mir angerufen.&#8221;</p>
<p>&#8220;Wir? Nein, also wir waren das bestimmt nicht. Darf ich Ihnen denn kurz schildern, worum es geht?&#8221;</p>
<p>&#8220;Bitte.&#8221;</p>
<p>&#8220;Onsite-Marketing Texter&#8230; Online-Auftritt&#8230; tolles Umfeld&#8230;Arbeitsort Gibraltar&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;Kommt mir bekannt vor. Also, vielen Dank für Ihr freundliches Angebot, es ist aber aus drei Gründen nicht interessant für mich: 1. Würde ich einen neuen Job suchen, ich würde weiterhin dem Journalismus treu bleiben wollen. 2. Ich habe von Poker keine Ahnung, was man natürlich ändern könn..&#8221;</p>
<p>&#8220;Müssen Sie auch nicht!&#8221;</p>
<p>&#8220;3. Gibraltar.&#8221;</p>
<p>&#8220;Hm,  ja, das kann ich durchaus nachvollziehen, Herr Soethof. Aber Sie können es sich ja nochmal durch den Kopf gehen lassen. Vielleicht kennen Sie ja auch andere Menschen in Ihrem Umfeld, für die dieser Job interessant wäre!?&#8221;</p>
<p>&#8220;Hm, spontan nicht. Aber ich habe ja jetzt Ihre Nummer, die kann ich dann ja weitergeben.&#8221;</p>
<p>&#8220;Ich kann Ihnen auch mal die Ausschreibung per E-Mail schicken, die können Sie ja dann an Interessierte weiterleiten oder uns einen Tipp geben, für welchen Ihrer Kontakte die Position interessant sein könnte.&#8221;</p>
<p>&#8220;Danke, schicken Sie es gerne rüber, das mache ich dann vielleicht.&#8221;</p>
<p>&#8220;Super, das würde uns freuen. Vielen Dank Ihnen und einen schönen Tag noch!&#8221;</p>
<p>&#8220;Danke, Ihnen auch!&#8221;</p></blockquote>
<p>Leider steht im Kleingedruckten der zugesandten pdf-Datei, dass die in den Unterlagen enthaltenen Angaben und Informationen ausschließlich für den Empfänger bestimmt seien. Sie seien streng vertraulich zu behandeln, eine Vervielfältigung und Weitergabe an Dritte sei untersagt. Der subtil verzweifelten Bitte um Verbreitung komme ich natürlich trotzdem gerne <a title="http://de.pokerstrategy.com/jobs/#2323" href="http://de.pokerstrategy.com/jobs/#2323">nach</a>. Vielleicht ist hier ja einer, der.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>„Jerusalem ist wie ein Drahtseilakt“</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/08/05/interview-ian-kobi-cooper-israel-jerusalem/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 09:02:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[OPAK]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/08/05/interview-ian-kobi-cooper-israel-jerusalem/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/08/OPAK_Ian_Kobi_Cooper_Israel_Palaestina_Jerusalem-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Touristenführer Ian &quot;Kobi&quot; Cooper  in Israel" title="OPAK_Ian_Kobi_Cooper_Israel_Palaestina_Jerusalem" /></a>Ian „Kobi“ Cooper (35) ist selbständiger Touristenführer in Israel.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Vier Menschen über die Rolle von Krieg in ihrem Leben: Ian „Kobi“ Cooper (35) ist selbständiger Touristenführer in Israel.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em></p>
<div id="attachment_2490" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/08/OPAK_Ian_Kobi_Cooper_Israel_Palaestina_Jerusalem.jpg"><img class="size-large wp-image-2490" title="OPAK_Ian_Kobi_Cooper_Israel_Palaestina_Jerusalem" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/08/OPAK_Ian_Kobi_Cooper_Israel_Palaestina_Jerusalem-589x331.jpg" alt="Touristenführer Ian &quot;Kobi&quot; Cooper  in Israel" width="589" height="331" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;This is me standing in a kiwi field holding a Katyusha rocket which was fired by Hizbullah at Northern Israel&quot; </p></div>
<p></em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><strong>OPAK: Kobi, was fällt Ihnen zuerst ein, wenn Sie an Ihren Job denken?</strong></p>
<p>Ian &#8220;Kobi&#8221; Cooper: Es ist eine wunderbare Chance, draußen zu sein und Leute aus der ganzen Welt zu treffen. Ich will sie inspirieren und selbst etwas dazu lernen.</p>
<p><strong>Sie haben einen Abschluss in Geschichte sowie International and Jewish Studies. Warum darf man in Israel nicht schon als Student Touristengruppen führen?</strong></p>
<p>Im Gegensatz zu den meisten anderen Orten ruft dieses Land bei allen Menschen ein Gefühl von Zugehörigkeit hervor, es berührt ihre Seelen. Die Geschichten, die hier im „Heiligen Land“ in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft passieren, sind Teil unserer Identitäten, ob wir das nun bemerken oder nicht. Deshalb muss ein Touristenführer seine Kunden sehr vorsichtig und fachkundig durch diese Erfahrungen lotsen. Außerdem treffen hier in diesem Bauchnabel der Welt so viele verschiedene Religionen, Königreiche, geographische Zonen und Politik aufeinander. Um der Aufgabe dieser Vermittlung gewachsen zu sein, muss man Erfahrung und Wissen mitbringen. Ich bekomme täglich mehr Fragen gestellt als ich jemals auf all meinen Reisen selbst gestellt habe. Das ist eine große Verantwortung, da will das Land im Dienste aller sicherstellen, dass der Touristenführer damit umgehen kann. Das ist wie mit dem deutschen Bier: Es gibt eine große Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit, das bestmögliche Produkt zu machen – darum gibt es die Reinheitsgesetze. Das respektiere ich.</p>
<p><strong>Was war Ihr bisher schrägstes Erlebnis als Touristenführer?</strong></p>
<p>Hier in Jerusalem passieren andauernd schräge Dinge. Das Jerusalem-Syndrom ist eine sehr bekannte Erkrankung. Besucher fantasieren plötzlich, sie seien der Messias oder eine andere religiöse oder historische Figur. Wir haben ein ganzes Krankenhaus, das sich um solche Fälle kümmert. Ein anderes Mal sah ich, wie sich ein Mann am Toten Meer nackt auszog und sich mit einem neuen Schwimmanzug aus Schlamm bekleidete. Das war wie ein Autounfall: schrecklich, aber du kannst nicht weggucken – bis sie ihn mitnahmen.</p>
<p><strong>Hatten Sie jemals Angst?</strong></p>
<p>Nicht wirklich. Israel ist ein sehr sicheres Land, Gewaltverbrechen gibt es fast keine. Kleine Kinder laufen alleine durch die Straßen, junge Leute feiern bis in die Morgenstunden. Wie jedes Land haben auch wir Ecken, in denen es nicht hundertprozentig sicher ist, aber das ist es nirgendwo. Natürlich wünsche ich mir, dass alle Menschen lernen würden, ihre Probleme durch Diskussion und Kompromisse statt mit Steinen, Pistolen oder Bomben zu lösen.</p>
<p><strong>Entgegen seines Namens ist Jerusalem eine Stadt des Krieges, oder?</strong></p>
<p>Das ist schon lustig: eine Stadt, die „Stadt des Friedens“ genannt wird, wurde in ihrer Geschichte bisher 38-mal erobert. Es gibt Leute, die sagen, dass Yerushalayim &#8211; der hebräische Name der Stadt &#8211; &#8220;They will see peace&#8221; bedeutet. Andere sagen, es bedeutet &#8220;They will shoot peace&#8221;. Sogar die Täler die die Altstadt umgeben heißen “Valley of Gehenna” (Hölle) und Kidron/Yehoshafat &#8211; wo du in den Himmel kommst, wenn du ein guter Junge oder ein gutes Mädchen warst. Jerusalem ist eine Stadt, die einen Drahtseilakt zwischen Himmel und Hölle, Krieg und Frieden, Ost und West und so weiter balanciert. Ein ganz schöner Ritt.</p>
<p><a title="http://www.tourguideofisrael.com/" href="http://www.tourguideofisrael.com/" target="_blank">www.tourguideofisrael.com</a></p>
<p><em>(erschienen in: <a title="www.opak-magazin.de" href="http://www.opak-magazin.de/">OPAK</a> #9, &#8220;Krieg&#8221;, Juli 2011)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2441&amp;md5=066426958ac0740ace4f956af75fc4b2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>„Als alter Preuße interessiert mich unsere Geschichte“</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/08/05/kurmaerkische-landwehr-joachim-brauer-interview-reenactement/</link>
		<comments>http://fabian-soethof.de/2011/08/05/kurmaerkische-landwehr-joachim-brauer-interview-reenactement/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 09:01:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[OPAK]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/08/05/kurmaerkische-landwehr-joachim-brauer-interview-reenactement/"><img align="right" hspace="5" width="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/08/Kurmaerkische-Landwehr-Joachim-Brauer-Reenactement-589x441.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Kurmärkische Landwehr e.V." title="Kurmaerkische-Landwehr-Joachim-Brauer-Reenactement" /></a>Joachim Brauer stellt als Reenacter mit der Kurmärkischen Landwehr e.V. das preußische Leben nach.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Vier Menschen über die Rolle von Krieg in ihrem Leben: Joachim Brauer stellt als Reenacter mit der Kurmärkischen Landwehr e.V. das preußische Leben nach.</em></p>
<p><em></p>
<div id="attachment_2494" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/08/Kurmaerkische-Landwehr-Joachim-Brauer-Reenactement.jpg"><img class="size-large wp-image-2494" title="Kurmaerkische-Landwehr-Joachim-Brauer-Reenactement" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/08/Kurmaerkische-Landwehr-Joachim-Brauer-Reenactement-589x441.jpg" alt="Kurmärkische Landwehr e.V." width="589" height="441" /></a><p class="wp-caption-text">Kameras gab es damals offenbar schon: Joachim Brauer (3. v. r.) und seine Landwehr</p></div>
<p></em></p>
<p><strong>OPAK: Herr Brauer, Ihr Hobby ist außergewöhnlich: Sie spielen einen Teil der Befreiungskriege 1813-1815 nach.</strong></p>
<p>Joachim Brauer: Das ist nur eine Facette. Wir stellen die napoleonische Ära dar, da ist der Befreiungskrieg zwischen Preußen und Frankreich 1813-1815 zwangsläufig dabei. Wir wollen aber die damalige Zeit mit all ihren Lebensbereichen so originalgetreu wie möglich nacherleben.</p>
<p><strong>Warum diese Ära? Sie hätten sich doch auch eine ganz andere Epoche aussuchen können.</strong></p>
<p>Na klar, Sie haben so recht, das ist der Grund! Weil es auch irgendwas anderes sein könnte, haben wir von vielen Zeiten zwangsläufig und logisch eine auswählen müssen. Quellen fanden wir im Internet und in Bibliotheken genug. So sind wir an den Anfang des 19. Jahrhunderts gekommen. Die einen aus Geschichtsinteresse, die anderen wegen der Uniformkunde, zum Beispiel. Und ich interessiere mich halt für deutsche Geschichte.</p>
<p><strong>Weshalb?</strong></p>
<p>Na weil ich ein Deutscher bin! Ich bin nun mal ein Berliner, und als alter Preuße, die wir hier ja waren, interessiert mich, wie Berlin früher dagestanden hat. Man recherchiert und sucht Bestätigung gefundener Quellen, um entsprechend das nachgelebte Leben einzurichten.</p>
<p><strong>Sie sind also auch ein Sammler von historischen Gegenständen, Werkzeugen und Kleidern?</strong></p>
<p>Nö, das ist ja viel zu kostspielig. Das wird nachgebaut. Wir versuchen zum Beispiel die Webart etwa so hinzukriegen wie es früher gewesen ist. Versuchen den Stoff zu kaufen, mit dem der Rock, die Weste oder die Hose nach historischen Schnittmustern genäht wird. Die findet man ja noch in der Literatur.</p>
<p><strong>Wie viele Mitstreiter haben Sie?</strong></p>
<p>Bei der Kurmärkischen Landwehr sind wir vielleicht 30 aktive oder passive Mitglieder. Es gibt ja tausende von Reenactern. Wir treffen uns national und international an den entsprechenden historischen Orten, man könnte jedes Wochenende irgendwo hin fahren.</p>
<p><strong>Was war Ihr persönliches Highlight?</strong></p>
<p>Belle-Alliance. Man sagt auch Waterloo dazu. Oder die Völkerschlacht in Leipzig. Oder die Schlacht von Austerlitz.</p>
<p><strong>Sprechen Sie auch so wie zu der jeweiligen Zeit?</strong></p>
<p>Da gibt es ja verschiedene Darstellungsformen: first, second oder third person. So ähnlich wie bei Computerspielen. Und nur wenn ich first person spiele, lebe ich das richtig aus. Dann spreche ich und verhalte mich entsprechend und tauche nicht in die Jetztzeit ein. Auch wenn ich von Zuschauern angesprochen werde, bleibe ich in meiner Zeit.</p>
<p><a title="http://www.kurmaerkische-landwehr.de/" href="http://www.kurmaerkische-landwehr.de/" target="_blank">www.kurmaerkische-landwehr.de</a></p>
<p><em>(erschienen in: <a title="www.opak-magazin.de" href="http://www.opak-magazin.de/">OPAK</a> #9, &#8220;Krieg&#8221;, Juli 2011)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2483&amp;md5=5087de510d442fa6e7cffab0f6e12157" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>„Ich mach’ das für die Kohle“</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/08/05/bundeswehr-fwd-interview-%e2%80%9eich-mach-das-fuer-die-kohle%e2%80%9c/</link>
		<comments>http://fabian-soethof.de/2011/08/05/bundeswehr-fwd-interview-%e2%80%9eich-mach-das-fuer-die-kohle%e2%80%9c/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 08:59:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[OPAK]]></category>

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		<description><![CDATA[Tim Fenk, 21, hat sich bei der Bundeswehr für die nächsten vier Jahre mit der Option auf acht weitere Jahre verpflichten lassen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Vier Menschen über die Rolle von Krieg in ihrem Leben: Tim Fenk*, 21, hat sich bei der Bundeswehr für die nächsten vier Jahre mit der Option auf acht weitere Jahre verpflichten lassen.</em></p>
<p><strong>OPAK: Herr Fenk, die Wehrpflicht wurde gerade ausgesetzt. Warum gehen Sie trotzdem hin?</strong></p>
<p>Tim Fenk: Eigentlich wollte ich Zahntechniker lernen. Da verdient man aber nur 260 Euro und beim Bund verdient man so knapp 800-1000 Euro in der Ausbildung.</p>
<p><strong>Geld verdienen kann man in der Lehre auch woanders.</strong></p>
<p>Die Bundeswehr bietet mir die Möglichkeit, in verschiedene Berufe reinzuschnuppern, vom Sattler über Maler und Lackierer bis zum Industrie- oder Elektromechaniker. Das kommt mir entgegen, ich bin noch jung und kann mich noch nicht festlegen.</p>
<p><strong>Sie überlegten auch, zu den Scharfschützen zu gehen. Warum?</strong></p>
<p>Das ist sehr interessant wegen des Trainings und der Fortbildung. Man lernt, sich eigenständig aus gefährlichen Situationen zu befreien. Als Scharfschütze bist du oft in den Bergen und musst dich zum Beispiel abseilen. Das ist alles viel actionreifer. Und es ist besser bezahlt.</p>
<p><strong>Dort hätten Sie früher oder später Menschen „gezielt ausschalten“, also töten müssen.</strong></p>
<p>Das war einer der Gründe, warum ich es dann doch nicht gemacht habe. Mir war vorher nicht klar, dass es auch darum geht, gezielt Menschen zu töten. Das möchte ich nicht. Wenn es sein muss, um den eigenen Schutz zu gewährleisten, schon, aber nicht weil mir das jemand sagt.</p>
<p><strong>Einsätze in Kriegsgebieten wären für Sie kein Problem?</strong></p>
<p>Ich habe mich, als ich mich gemeldet habe, bereits für das Ausland verpflichten lassen.</p>
<p><strong>Warum?</strong></p>
<p>Auch das ist meistens eine Geldsache. Für sechs Monate bekommst du schon fast einen fünfstelligen Betrag, plus dem eigentlichen Gehalt.</p>
<p><strong>Unsere Grenzen sind sicher. Warum braucht Deutschland noch eine Bundeswehr?</strong></p>
<p>Ich finde, dass in vielen Ländern die Politik und die Sicherheit der Bürger so schlecht sind, dass so starke Länder wie unseres oder wie Amerika helfen sollten, das zu regeln. Als Sicherheitsschutz, bis die Normen wieder da sind. Für Krieg finde ich die Bundeswehr nicht okay, für die Sicherheit finde ich sie angemessen.</p>
<p><strong>Sie hatten eine Lehre als Koch angefangen. Wäre das nicht auch eine Option für Sie bei der Bundeswehr?</strong></p>
<p>Das wäre auch eine Möglichkeit, aber die würde ich nicht wählen. Für 500 Leute Kartoffeln schälen, nein danke!</p>
<p>*Name geändert</p>
<p><em>(erschienen in: <a title="www.opak-magazin.de" href="http://www.opak-magazin.de/">OPAK</a> #9, &#8220;Krieg&#8221;, Juli 2011)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2485&amp;md5=11ea5e540f27a7d45cfae7b433ac66e7" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>„Wer überfällt schon ein Waffengeschäft?“</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/08/05/waffen-wodarz-neukolln-interview-anja-selle/</link>
		<comments>http://fabian-soethof.de/2011/08/05/waffen-wodarz-neukolln-interview-anja-selle/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 08:58:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[OPAK]]></category>

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		<description><![CDATA[Anja Selle arbeitet seit 18 Jahren bei „Waffen Wodarz“ in Berlin-Neukölln. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Vier Menschen über die Rolle von Krieg in ihrem Leben: Anja Selle arbeitet seit 18 Jahren bei „Waffen Wodarz“ in Berlin-Neukölln. </em></p>
<p><strong>OPAK: Frau Selle, wie wurden Sie Inhaberin eines Waffengeschäfts?</strong></p>
<p>Anja Selle: Ich bin gelernte Büchsenmacherin, das kann man heute noch lernen. Mein Vater war bereits Büchsenmacher, hatte aber nur eine Werkstatt. Ich arbeite seit 1993 hier und habe das Geschäft vor fünf Jahren vom Ehepaar Wodarz übernommen.</p>
<p><strong>Kann man von legalem Waffenhandel heutzutage gut leben? </strong></p>
<p>Wir müssen genauso kämpfen wie ein normaler Klamottenladen auch. Wir leben von einer Branche, die ein Hobby ausübt. Und wenn die Leute weniger Geld haben, sparen sie als erstes nicht an der Miete oder am Essen, sondern an ihrem Hobby.</p>
<p><strong>Wer darf in Ihrem Laden eine Waffe kaufen?</strong></p>
<p>Kunden ab 18 Jahren. Je nachdem was die haben wollen brauchen sie entsprechende Lizenzen. Ein Messer darf ab 18 jeder kaufen. Es gibt zwei Bereiche: freie Waffen sind Gas-, Schreckschuss- und Luftdruckwaffen. Scharfe Waffen bekommt man nur mit Waffenbesitzkarte. Das ist im Waffengesetz genau deklariert.</p>
<p><strong>Wie sieht ein typischer Kunde von Ihnen aus?</strong></p>
<p>Den gibt es nicht. Es gibt die Sammler, die sich für die Technik oder nur für eine bestimmte Zeitepoche interessieren. Es gibt die Leute die zu Silvester gerne ein bisschen mit Schreckschusswaffen schießen, das ist eine große Klientel. Und dann gibt es noch die Hobbyschützen, Jäger oder Sportschützen.</p>
<p><strong>Raten Sie Kunden auch vom Kauf ab?</strong></p>
<p>Ja. Wenn ich zum Beispiel sehe, dass die sehr stark unter Drogen stehen. Oder wenn die unsicher sind. Wenn es trotz mehrfacher Erklärung mit der Handhabung nicht stimmt und ich dann erfahre, dass es zur Selbstverteidigung sein soll &#8211; die wenigsten Leute nutzen es übrigens für Selbstverteidigung – dann rate ich eher zu Spray.</p>
<p><strong>Wurden Sie schon mal überfallen?</strong></p>
<p>Nein, es gab auch keine Versuche. Ich hatte mal einen Kunden der ausgeflippt ist. Der war mit einer Reparatur nicht ganz zufrieden und fuchtelte dann mit seiner Schreckschusspistole rum. Ich bat ihn, sich zu beruhigen, hat er nicht getan, da habe ich die Polizei gerufen. Als Kassiererin bei Schlecker hätte ich aber mehr Angst überfallen zu werden. Wer überfällt schon ein Waffengeschäft?</p>
<p><strong>Es gibt in Ihrer Branche also nicht mehr schwarze Schafe als in anderen?</strong></p>
<p>In dieser Branche sowieso nicht. Das Landeskriminalamt überprüft unsere Waffen regelmäßig ohne Voranmeldung. Wenn jemand Mist damit anstellen will, dann besorgt der sich die Waffen woanders.</p>
<p><em>(erschienen in: <a title="www.opak-magazin.de" href="http://www.opak-magazin.de/">OPAK</a> #9, &#8220;Krieg&#8221;, Juli 2011)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2481&amp;md5=ddb765e69adec5ad3342cae17a590dc1" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Claudia Schiffers Modelkörper</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/07/29/topmodel-claudia-schiffer-superstar/</link>
		<comments>http://fabian-soethof.de/2011/07/29/topmodel-claudia-schiffer-superstar/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 29 Jul 2011 11:27:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[gesehen]]></category>
		<category><![CDATA[Schnappschuss]]></category>
		<category><![CDATA[Sueddeutsche.de]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://fabian-soethof.de/?p=2459</guid>
		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/07/29/topmodel-claudia-schiffer-superstar/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/07/Claudia_Schiffer_Sueddeutsche_de_Photoshop_Bildergalerien-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Claudia Schiffers Körper (Unterstellung)" title="Claudia_Schiffer_Sueddeutsche_de_Photoshop_Bildergalerien" /></a>Enthüllungsplattform Sueddeutsche.de: Wie Claudia Schiffer eventuell wirklich aussieht]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Was wären wir ohne Photoshop?&#8221;, fragt Sueddeutsche.de in einer <a href="http://www.sueddeutsche.de/leben/retuschierte-stars-was-waeren-wir-ohne-photoshop-1.1125272">mehrteiligen Bilderstrecke</a>. Es geht darin um die schreckliche Wahrheit, wie Werbegesichter und -körper ohne Bildbearbeitung aussehen und am Rande um die Frage, was &#8220;wir&#8221; an <a href="http://www.sueddeutsche.de/leben/bildstrecke-die-schoenheitsformel-1.248279">Frauen</a> als schön empfinden (gemäßigte Kurven, glatte Haut und so weiter, also <a href="http://www.scienceblogs.de/beauty-full-science/2011/01/schonheit-ist-parasitenresistenz.php">nichts Neues</a>). In den Neunzigern, da seien Schönheiten noch echte Superstars gewesen. Und das ist die eigentliche Sensation, die das Content Management System von Sueddeutsche.de (das vor einiger Zeit bereits einen Nichtrauch-Skandal um das frisch vermählte Ehepaar Prinz William und Kate Middleton [sic] <a href="http://twitter.com/#!/soethof/status/75177512677818368">aufdeckte</a>) jetzt subtil enthüllt: Schauen Sie mal, wie gut der Traumkörper von Topmodel Claudia Schiffer auch ohne Hals in Form ist!</p>
<p style="text-align: right;"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/07/Claudia_Schiffer_Sueddeutsche_de_Photoshop_Bildergalerien.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-2463" title="Claudia_Schiffer_Sueddeutsche_de_Photoshop_Bildergalerien" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/07/Claudia_Schiffer_Sueddeutsche_de_Photoshop_Bildergalerien-589x527.jpg" alt="Claudia Schiffers Körper (Unterstellung)" width="589" height="527" /></a><br />
<em>(Screenshot, mit Dank an Ines N.)</em></p>
<p><a class="FlattrButton" style="display:none;" rev="flattr;button:compact;" href="http://fabian-soethof.de/2011/07/29/topmodel-claudia-schiffer-superstar/"></a><br />
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		<title>Wenn das Netz stumm bleibt</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/07/25/wenn-das-netz-stumm-bleibt/</link>
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		<pubDate>Mon, 25 Jul 2011 14:30:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Barrierefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
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		<description><![CDATA[Für Gehörlose ist das Internet längst nicht so zugänglich, wie es sein könnte. In Videos fehlen Untertitel und Gebärden. Die Bloggerin Julia Probst will das ändern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Für Gehörlose ist das Internet längst nicht so zugänglich, wie es sein könnte. In Videos fehlen Untertitel und Gebärden. Die Bloggerin Julia Probst will das ändern.</em></p>
<p>Julia Probst hatte nie ein Schrifttelefon. Wenn sie sich im Teenageralter mit hörenden Freunden verabreden wollte, rief ihre Mutter für sie an. Probst ist eine von 80.000 Gehörlosen in Deutschland und doch nicht wie die anderen. Die 29-Jährige ging auf eine Grundschule für Hörende, ist lautsprachig aufgewachsen, Deutsch in Wort und Schrift ist für sie nicht Fremd-, sondern Muttersprache. Die Gebärdensprache hat sie erst mit 17 gelernt.</p>
<p>Trotzdem hatte sie Mühe, die Technik zu nutzen, die Hörenden so selbstverständlich ist. Dann, 1997, kam der heimische AOL-Anschluss und Probst ins Internet.</p>
<p>Heute <a href="http://meinaugenschmaus.blogspot.com/">bloggt sie</a> über ihren Alltag als Gehörlose und <a href="http://twitter.com/#!/einaugenschmaus">twittert</a>, was sie bei Fußballturnieren den Spielern auf dem Platz von den Lippen abgelesen hat. Sie lebt vor, dass das Internet für Gehörlose so wichtig ist, wie es die Einführung des Telefons für Hörende gewesen sein muss. Und gleichzeitig ist sie ein prominentes Beispiel dafür, wie Gehörlose in eben diesem Internet benachteiligt werden.</p>
<p>(&#8230;)</p>
<p><strong>Weiterlesen auf ZEIT ONLINE:<a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2011-07/internet-gehoerlose/seite-1">&#8220;Wenn das Netz stumm bleibt&#8221;</a></strong></p>
<p><em>(erschienen auf <a href="http://www.zeit.de">ZEIT.de</a> am 18. Juli 2011)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2454&amp;md5=c4f91a6270b49d3189567305e3131d0c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>BILD kennt die Täter zuerst</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/07/24/bild-kennt-die-tater-zuerst/</link>
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		<pubDate>Sun, 24 Jul 2011 14:06:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Zeitung]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/07/24/bild-kennt-die-tater-zuerst/"><img align="right" hspace="5" width="140" src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Flattr this" title="Flattr this" /></a>Bombenexplosion + unbekannte/r Täter/in = Terroristen. Ein Boulevard-Reflex?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich wollte ich an dieser Stelle die gestrige Titelseite der BILD-Zeitung posten. Es wäre um den Aufmacher der Ausgabe vom 23. Juli 2011 gegangen, den ich gestern an einem Kiosk in, Achtung, Palma de Mallorca <a href="http://fabian-soethof.de/2011/01/11/bild-findet-usher-auf-twitter-de/">überflog</a>. Darin ging es um eine explodierte Bombe in Oslo, und weil es sich um den ersten Andruck der BILD, wie sie Urlauber im Ausland zu lesen kriegen, handelte, war darin von einem späteren Amoklauf in Utøya noch nicht die Rede. Die paar Zeilen <del>Bericht</del> <del>Text</del> Spekulation begannen sinngemäß mit den nur außerhalb der BILD-Logik widersprüchlichen Worten:</p>
<blockquote><p>Die Terroristen haben wieder Europa im Visier! Am Freitag zündeten Unbekannte eine Bo&#8230;</p></blockquote>
<p>Leider ahnte ich in dem Moment (kein Internet im Urlaub!) nicht, dass noch mehr passiert war und die <a href="http://paper.meedia.de/titelgallery_drupal/bigview.php?url=http%3A//paper.meedia.de/titelgallery_drupal/%3Fq%3Dgallery/%26g2_view%3Dcore.DownloadItem%26g2_itemId%3D167848&#038;fullview=1">Inland-Ausgabe</a> der BILD mehr wissen würde. Aber es ist ja nicht so, als hätte es nicht noch <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/feiges-journalistenpack/">andere</a> <a href="http://www.wortfeld.de/2011/07/osloutc3b8ya/">Vorverurteilungen</a> gegeben.</p>
<p><a class="FlattrButton" style="display:none;" rev="flattr;button:compact;" href="http://fabian-soethof.de/2011/07/24/bild-kennt-die-tater-zuerst/"></a><br />
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		<title>Wie Facebook für Berufstätige</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 12:48:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Rheinische Post]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/07/01/rheinische-post-fahndung-mit-facebook-und-xing/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/07/Fahndung_mit_Facebook_Rheinische_Post_29072011_Textscan_klein-150x150.png" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Fahndung mit Facebook" title="Fahndung_mit_Facebook_Rheinische_Post_29072011_Textscan_klein" /></a>Die Rheinische Post warnt vor der Gefahr sozialer Netzwerke für Raser, Arbeitslose und andere Kriminelle. Fast.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die für ihre Online-Kompetenz in <a href="http://www.bildblog.de/ressort/rp-online/">Kritikerkreisen</a> <a href="http://www.coffeeandtv.de/2011/06/01/der-hermetische-zirkel/">gefürchtete</a> Rheinische Post warnt in ihrer Ausgabe vom vergangenen Mittwoch vor allzu gedankenloser Nutzung sozialer Netzwerke &#8211; und erklärt sie freundlicherweise dem gemeinen Leser. Unter der Überschrift &#8220;NRW: Fahndung mit Facebook&#8221; <a href="http://zeitungsarchiv.rp-online.de/?START=A20&amp;DOKM=5631396_RP">(für 2,38 Euro auch online lesbar)</a> dokumentiert die Zeitung  &#8211; übrigens <a href="http://www.rp-online.de/digitale/mehr/Polizei-auf-digitaler-Verbrecherjagd_aid_971140.html">nicht</a> zum ersten Mal &#8211; die immer üblicher werdende Online-Recherche der Polizei, deren Arbeit bei der Identifizierung von Straftätern dadurch erleichtert würde und dank Facebooks neuer <a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2011-06/facebook-gesichtserkennung-rechtfertigung">Gesichtserkennung</a> ja topaktuell ist: &#8220;Wenn das Bild im Internet vorliegt, muss es nicht erst beim Einwohnermeldeamt angefordert werden&#8221;, heißt es da. Das bedingt überraschende Fazit: Wer Fotos inklusive Namen von sich im Internet veröffentlicht, ist selbst schuld und &#8220;datenschutzrechtlich ausgeliefert.&#8221;</p>
<p>Nur: Im geschilderten Fall eines drängelnden Autofahrers, der mit seinem BMW in eine Radarfalle geraten war und prompt behauptete, nicht selbst gefahren zu sein, wurde das Blitzerfoto entgegen der Behauptung in der Überschrift nicht mit dem Facebook-Profilbild des Beschuldigten verglichen und als Beweis herangezogen, sondern mit dessen Foto auf <a href="http://www.xing.com">Xing</a>. Und glaubt man der Rheinischen Post, so sind die Unterschiede dieser beiden <em>sozialen</em> Netzwerke vor allem im <em>sozialen</em> Status ihrer Nutzer zu finden: &#8220;Xing ist ähnlich wie Facebook ein soziales Netzwerk, in dem sich vor allem Berufstätige aufhalten.&#8221;</p>
<p style="text-align: right;"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/07/Fahndung_mit_Facebook_Rheinische_Post_29072011_Textscan_klein.png"><img class="aligncenter size-large wp-image-2416" title="Fahndung_mit_Facebook_Rheinische_Post_29072011_Textscan_klein" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/07/Fahndung_mit_Facebook_Rheinische_Post_29072011_Textscan_klein-589x440.png" alt="Fahndung mit Facebook" width="589" height="440" /></a><br />
<em>(RP, Klick zur Großansicht)</em></p>
<p><a class="FlattrButton" style="display: none;" rev="flattr;button:compact;" href="http://fabian-soethof.de/2011/07/01/rheinische-post-fahndung-mit-facebook-und-xing/"></a><br />
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 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2415&amp;md5=b72b50d5b38e0c9587ce209ed8bcfea3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Jungs von nebenan</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/06/27/die-jungs-von-nebenan/</link>
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		<pubDate>Mon, 27 Jun 2011 09:25:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[mehr Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Musikexpress]]></category>
		<category><![CDATA[Pop]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/06/27/die-jungs-von-nebenan/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/06/EMA_Erika_M_Anderson_2011_Interview_Pressefoto-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Erika M. Anderson oder EMA" title="EMA_Erika_M_Anderson_2011_Interview_Pressefoto" /></a>Die gitarrespielende Neuentdeckung des laufenden Jahres heißt Erika M. Anderson, kurz EMA, wohnt in Portland und ist viel lebensfroher, als ihr Solodebüt vermuten lässt. Könnte an ihrer Kindheit liegen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die gitarrespielende Neuentdeckung des laufenden Jahres heißt Erika M. Anderson, kurz EMA, wohnt in Portland und ist viel lebensfroher, als ihr Solodebüt vermuten lässt. Könnte an ihrer Kindheit liegen.</em></p>
<div id="attachment_2411" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/06/EMA_Erika_M_Anderson_2011_Interview_Pressefoto.jpg"><img class="size-large wp-image-2411" title="EMA_Erika_M_Anderson_2011_Interview_Pressefoto" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/06/EMA_Erika_M_Anderson_2011_Interview_Pressefoto-589x392.jpg" alt="Erika M. Anderson oder EMA" width="589" height="392" /></a><p class="wp-caption-text">Viel netter als sie tut: Erika M. Anderson, kurz EMA</p></div>
<p>Ein bisschen wirkt Erika M. Anderson wie aus dieser Zeit gefallen. Das liegt nicht an ihrem auf der Bühne und in ihren selbstgedrehten Musikvideos zur Schau gestelltem Äußeren, an ihren ausgeschnittenen Shirts, ihrer EMA-Namenskette oder der punkig verlotterten Gesamtästhetik. Es ist ihr Solodebüt „Past Life Martyred Saints“, das sich in seinem düsterdigitalen LoFi-Sound voller Gitarrenfeedback weder in der Riot Grrrl-Bewegung oder im Grunge der Neunziger noch im Indiehipstertum der Nuller einordnen lassen will. „Ich verbrachte viel Zeit in der Noise-Experimental-Impro-Electronic-Szene“, sagt Anderson über ihre Bandvergangenheit mit dem implodierten Drei-Mann-Projekt Gowns und lacht: „Für mich ist das nun ein Popalbum!“</p>
<p>Überhaupt lacht EMA, wie sich nun solo nennt, viel und konterkariert mit ihrem Auftreten so todesmutige Textzeilen wie „I’m just 22 I don’t mind dying“ („California“) oder „I come back to you in another life“. In jenem Song, „Anteroom“, der übrigens so klingt, als hätte Elliott Smith aus dem Jenseits mit in den Vier-Spur-Rekorder gesungen, geht es um den Jungen von nebenan, mit dem Anderson aufwuchs. „Er starb vor ein paar Jahren an Krebs“, sagt sie und relativiert schnell: In dem Song ginge es ihr natürlich auch um tragische Selbstmorde der Rockgeschichte, um Smith und Kurt Cobain.</p>
<p>Entsprechend ist auch der Albumtitel „Past Life Martyred Saints“ ein Shoutout zu den alten Freunden, den „verrückten Jungs aus South Dakota.“ Die waren älter, schmissen Fernseher aus dem Fenster und pissten in Kühlschränke, kannten aber coole Musik. Einer von ihnen dachte, er wäre ein Heiliger in einem früheren Leben gewesen, „er hat eine Sammlung von UFO-Videos und kann dir erklären, wie George Bush und die Queen verwandt und warum beide Reptilianer von einem anderen Planeten sind“, sagt Anderson; ein anderer hatte die Hausnummer von Serienmörder Jeffrey Dahmer auf seinem Knöchel tätowiert, „und in den war ich sogar verknallt!“. Damals wollte Anderson genau so tough sein und bestätigt, dass ihre heutige Selbstsicherheit vielleicht daher komme.</p>
<p>Mit 18 zog sie von Zuhause aus. Seit Januar dieses Jahres lebt Anderson in der boomenden Szenestadt Portland, weil es ihr nach fünf Jahren in Los Angeles zu teuer und nach fünf Jahren in Oakland zu gefährlich wurde. „Eigentlich bin ich in Portland nur im Keller“, sagt sie und erzählt von Bandproben in Flanellhemden und dem ersten Videomaterial von Nirvana, wenn man sie fragt, wie ihr derzeitiges Leben wohl als Film aussähe &#8211; und wähnt sich trotz der Aufmerksamkeit, die sie als <a href="http://cameouttanowhere.com">EMA</a> derzeit erfährt, bereits woanders: „Ich möchte irgendwann aufs Land“, sagt sie und erinnert sich wieder an früher, diesmal ans Angeln mit ihren Onkeln. „Ja, vielleicht ziehe ich wirklich wieder nach South Dakota.“</p>
<p>•	Als Kind wollte Erika M. Anderson Cowgirl oder Autorin werden – ihre Mutter will bis heute, dass sie Medizin studiert.<br />
•	Ihre jüngere und einzige Schwester spielt Bass in ihrer Liveband.<br />
•	In Oakland kuratierte sie Shows, von Experimental über Electronic und improvisiertem Jazz bis hin zu Dance Nights.<br />
•	Hobbies außer Musik? „Wein trinken und Kochen, Angeln, Karaoke oder an der Bar sitzen, Bier trinken und mit dem Touchscreen spielen“, sagt sie.<br />
•	Der amerikanische Rolling Stone beschrieb EMA als das uneheliche Kind von Sinéad O’Connor. „Ich fand das witzig“, sagt sie, „aber meine Mom nicht! Sie sagte: ‚Ich bin der einzige Mensch, der sich dadurch persönlich angegriffen fühlen könnte‘“.</p>
<p><em>(erschienen in: <a href="http://www.musikexpress.de/magazin/features/article101509/EMA-Grunge-Me-Softly.html">Musikexpress, 7/2011, Seite 30, Radar</a>)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2363&amp;md5=cc3156104fdc8ff07cfe3a7af00e23de" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>&#8220;Jackass&#8221;-Star Ryan Dunn ist tot &#8211; NOT</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/06/20/jackass-ryan-dunn-tot/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Jun 2011 18:53:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<category><![CDATA[gelesen]]></category>
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		<category><![CDATA[Jackass]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/06/20/jackass-ryan-dunn-tot/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/06/Ryan_Dunn_Google_Stern_de_Dubb-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Ryan Dubb, äh, Dunn ist tot. Oder?" title="Ryan_Dunn_Google_Stern_de_Dubb" /></a>"Jackass"-Stuntman Ryan Dunn ist bei einem Autounfall gestorben. Oder?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie <a href="http://www.google.de/search?q=ryan+dunn&#038;ie=utf-8&#038;oe=utf-8&#038;aq=t&#038;rls=org.mozilla:de:official&#038;client=firefox-a#q=ryan+dunn&#038;hl=de&#038;client=firefox-a&#038;hs=4I4&#038;rls=org.mozilla:de:official&#038;prmd=ivnsuo&#038;source=lnms&#038;tbm=nws&#038;ei=5Yn_Tb2cMY-f-Qbdz73fAw&#038;sa=X&#038;oi=mode_link&#038;ct=mode&#038;cd=4&#038;ved=0CBsQ_AUoAw&#038;bav=on.2,or.r_gc.r_pw.&#038;fp=fd382a40ad78ff7a&#038;biw=1920&#038;bih=860">diverse Medien am Abend meldeten</a>, ist der &#8220;Jackass&#8221;-Darsteller und Stuntman Ryan Dunn vergangene Nacht bei einem &#8220;tragischen* Autounfall&#8221; gestorben. Wer Dunn wirklich war oder wie dieser Kerl überhaupt heißt, ist Einigen natürlich scheißegal &#8211; solange sie die Ersten mit der Nachricht sind:</p>
<p><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/06/Ryan_Dunn_Google_Stern_de_Dubb.jpg"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/06/Ryan_Dunn_Google_Stern_de_Dubb-589x753.jpg" alt="Ryan Dubb, äh, Dunn ist tot. Oder?" title="Ryan_Dunn_Google_Stern_de_Dubb" width="589" height="753" class="aligncenter size-large wp-image-2393" /></a></p>
<p><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/06/Ryan_Dunn_Google_Stern_de_Dubb_Ausschnitt.jpg"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/06/Ryan_Dunn_Google_Stern_de_Dubb_Ausschnitt.jpg" alt="&quot;Ryan Dubb stirbt bei scherem Autounfall&quot;" title="Ryan_Dunn_Google_Stern_de_Dubb_Ausschnitt" width="390" height="57" class="aligncenter size-full wp-image-2399" /></a></p>
<p>Weiter <a href="http://www.huffingtonpost.com/2011/06/20/ryan-dunn-dead-jackass-star-car-crash_n_880322.html?&#038;ncid=edlinkusaolp00000008">heißt es</a>, Dunn sei betrunken gewesen, schließlich hätte er wenige Stunden vorher ein Foto von sich und ein paar trinkenden Freunden getwittert. Der mutmaßliche Schnappschuss ist offenbar gelöscht worden, dafür ist via Twitter nur kurze Zeit später eine ganz andere <a href="http://twitter.com/#!/tianatrez/status/82859520958808064">Meldung</a> <a href="http://twitpic.com/5ed4fu">aufgetaucht</a>:</p>
<p> <a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/06/Ryan_Dunn_Twitpic_@ItaliasDarkside_Ente.jpg"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/06/Ryan_Dunn_Twitpic_@ItaliasDarkside_Ente.jpg" alt="Ryan Dunn ist doch nicht tot. Oder?" title="Ryan_Dunn_Twitpic_@ItaliasDarkside_Ente" width="500" height="382" class="aligncenter size-full wp-image-2389" /></a></p>
<p>Und während in den Online-Redaktionen dieser Welt die Eilmeldungen vermutlich schon wieder umgeschrieben wurden (&#8220;Makaber: &#8216;Jackass&#8217;-Star inszeniert seinen eigenen Tod&#8221;), entpuppt sich die angebliche Fox-Meldung (bis auf Weiteres) als Photoshop-Fake. Eine Ente einer Ente, die keine Ente war. Wahrscheinlich wäre dieser Galgenhumor in Ryan Dunns Sinne gewesen.</p>
<p>&#8212;-<br />
<em>*Natürlich ist dieser Tod tragisch, wie fast alle Tode tragisch sind. Auch der Tod von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Irwin">Steve Irwin</a> durch einen Stachelrochen statt durch ein Krokodil war tragisch. Auf eine andere Art.</em><br />
<script type="text/javascript">// <![CDATA[
            var flattr_url = 'http://fabian-soethof.de/2011/06/20/jackass-ryan-dunn-tot/';
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// ]]&gt;</script><br />
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 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2386&amp;md5=ceedf315681345a66debc177ff7f2ae5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>tape.tv-CEO Conrad Fritzsch im Interview: „Als MTV zu Ende ging, bin ich in die Luft gesprungen“</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/06/07/tape-tv-ceo-conrad-fritzsch-interview/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Jun 2011 20:19:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[BRASH]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
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		<category><![CDATA[Pop]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/06/07/tape-tv-ceo-conrad-fritzsch-interview/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/06/Conrad_Fritzsch_tape_tv_Interview_Pressefoto_1_klein-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Foto:Marijan Murat" title="Conrad Fritzsch, tape.tv (Pressefoto)" /></a>Conrad Fritzsch (41), Gründer und Geschäftsführer des Internetsenders tape.tv, über Musikfernsehen im Netz, nervige Werbung und Günther Jauch als Vorbild.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Conrad Fritzsch (41), Gründer und Geschäftsführer des Internetsenders tape.tv, über Musikfernsehen im Netz, nervige Werbung und Günther Jauch als Vorbild.</em></p>
<p><strong>Herr Fritzsch, welches ist Ihr Lieblingsmusikvideo?</strong></p>
<p><strong>Conrad Fritzsch:</strong> Mein Evergreen ist „Drop“ von The Pharcyde. Aktuell und vom Style her ist es  „Sekundenschlaf“ von Marteria, ich finde auch die visuelle Idee von Mike Skinners „Going Through Hell“ schön, diese Schablonen… Der ganze Film ist eine simple Idee, aber so variiert, dass sie nicht langweilig wird.<br />
<strong><br />
Wer schaut sich heute überhaupt noch Musikvideos an: Die Generation Justin Bieber, hartgesottene Fans also – oder etwa doch derjenige, der früher MTV als Begleitmedium flimmern ließ?</strong></p>
<p>Im Allgemeinen gibt es drei Zielgruppen. Die Generation der unter 30-Jährigen kennt Kai Böcking, Formel 1, Ronny&#8217;s Popshow oder Ray Cokes nicht mehr, guckt aber trotzdem Musikvideos.  Die 30-40-Jährigen kennen das von früher noch, schauen auch ältere Sachen und freuen sich, wenn Depeche Mode ein neues Video machen. Und die über 40-Jährigen sind selektive Gucker. Wir kategorisieren aber am liebsten nach Zuschauern, Kennern und Experten.<br />
<strong><br />
Für viele Zuschauer hört die musikalische Welt immer noch hinter den „Bravo Hits“ auf.</strong></p>
<p>Denen wollen wir helfen, sie brauchen Empfehlungen. YouTube stellt die Videos hin und sagt: mach doch. Dann tippen die Leute ihre Bravo-Charts ein. Unsere Redaktion stellt dir Sachen vor. Wenn du die magst, dann findet schnell etwas Ähnliches zu dir. Wir wollen dich besser kennenlernen. Die Leute haben keinen Bock auf Neues, weil zum Beispiel die Nutzungssituation falsch ist – im Auto willst du verdammt nochmal mitsingen! Abends ab 18 Uhr willst du aber unterhalten werden. Entertainment bedeutet überrascht zu werden &#8211; aber bitte mit Dingen, die mir gefallen.</p>
<div id="attachment_2373" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/06/Conrad_Fritzsch_tape_tv_Interview_Pressefoto_1_klein.jpg"><img class="size-large wp-image-2373" title="Conrad Fritzsch, tape.tv (Pressefoto)" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/06/Conrad_Fritzsch_tape_tv_Interview_Pressefoto_1_klein-589x429.jpg" alt="Foto:Marijan Murat" width="589" height="429" /></a><p class="wp-caption-text">Conrad Fritzsch ist Gründer, Inhaber und geschäftsführender Gesellschafter von tape.tv und guckt gerne Musikvideos</p></div>
<p><strong> Bei tape.tv beschäftigen Sie 50 Mitarbeiter und konnten bei der Gründung 2008 nicht ahnen, ob Ihre Idee funktionieren würde. War das Mut oder Harakiri?</strong></p>
<p>Ich habe lange Werbung gemacht, das hat auch gut funktioniert. Irgendwann saß ich in einer Präsentation bei einem Kunden, für die ich ein Jahr gearbeitet hatte. Und der sagte: Können wir das nicht alles anders machen? Ich dachte: Entweder bringe ich die alle um oder mich. Du arbeitest intensiv für einzelne Kunden und hast immer das Gefühl, dich nicht verwirklichen zu können. Dazu kam: ich hatte wenig mit Musik und Bewegtbild zu tun, bin aber Filmfan. Die Idee zu tape.tv war damals zehn Prozent von dem, was es heute ist. Es gibt einen Satz bei uns: Keiner hat uns verboten heute schlauer zu sein als gestern. Ich bin jetzt 41 und also in einem Alter, in dem viele andere es lieber belassen, wie es ist. Ich finde Veränderung spannend, diskutiere gerne und habe kein Problem damit, wenn ich mich geirrt habe.<br />
<strong><br />
Als MTV, die ja mit Musik schon lange nur noch peripher beschäftigt waren, im Oktober 2010 ankündigten, die Bezahlschranken fürs TV-Programm ab 1. Januar 2011 herunterzulassen, sind Sie da vor Freude in die Luft gesprungen? Oder war das längst egal?</strong></p>
<p>Doch, ich bin in die Luft gesprungen – und habe dankbar den Sendeauftrag von MTV übernommen (lacht). Ich hatte ursprünglich vor, erst im Sommer 2011 sehr stark redaktionell zu arbeiten. Aber mir war klar, dass jetzt die Aufmerksamkeit für Alternativen zu MTV besonders groß ist. Anfang 2010 schon hatten wir mit dem Relaunch gemerkt, dass die Verweildauer immer dann steigt, wenn wir eigene redaktionelle Produkte machen. Ein Dachkonzert von Marteria zum Beispiel finden die User sonst nicht im Netz. Als MTV beschloss aufzuhören, wussten wir, dass wir Vollgas geben müssen und haben bislang zehn Formate geschrieben.</p>
<p><strong>Sie finanzieren sich wie andere Bewegtbildanbieter durch Werbung.</strong></p>
<p>Weil ich aus der Werbung komme, weiß ich, wie genervt die Leute von Pre-Rolls, von vorgeschalteten Werbeclips, sind. Bewegtbild ist weit mehr als ein Pre-Roll. Ein Pre-Roll ist ungefähr so eine Denkleistung wie damals, als die ersten Fernsehspots gemacht wurden, da wurde der Radiotext vor der Kamera vorgelesen. Bis heute ist da eine große Entwicklung passiert, und eine ähnliche Entwicklung passiert gerade im Internet. Ich habe damals mein ganzes Geld dort hinein gesteckt, die Werbeagentur verkauft und gesagt: Das mache ich jetzt, und seit drei Jahren mache ich im Grunde nichts anderes. Es ist ein Prozess, den Leuten beizubringen, dass wenn man über das Internet nachdenkt, mit dem Internet und dem User nachdenken muss. Der User ist nämlich der Boss, und wenn er keinen Bock mehr auf den Scheiß hat, macht er ihn aus. Und das geht relativ schnell.</p>
<p><strong>Dafür muss der Nutzer zuerst auf tape.tv geholt werden. Der Erfolg von zum Beispiel Google oder Facebook aber beweist doch: Man muss zu den Nutzern hingehen.</strong></p>
<p>„Im Internet surfen“ ist ein schwieriger Begriff, weil ein Großteil der Nutzer lediglich zu seinen fünf gleichen Seiten geht. Wenn ich morgens aufstehe, checke ich Facebook und E-Mails. Warum sollen wir die sechste Seite werden, die es schafft, so eine Relevanz zu bekommen? Du hast drei Möglichkeiten: Der Fernseher hat es durch Sendeformate und Personen geschafft. Durch Günther Jauch zum Beispiel, durch Identifikationsfiguren. Auch wir wollen Köpfe etablieren und schreiben gerade an Konzepten, bei denen Musiker Interviews mit anderen führen, Roadtrips machen und so weiter. Zweitens: Multi-Access, mehr Touchpoints, mehr Zugang zum Produkt schaffen, auch über unterschiedliche Geräte und unterschiedliche Websites. Drittens: die Ausweitung des Produkts. Warum muss es 25 Services geben, wenn ich mich im Internet mit Musik beschäftigen will? <a href="http://www.shazam.com/">Shazam</a>, wenn ich’s erkennen will. <a href="http://soundcloud.com/">Soundcloud</a>, wenn ich es tauschen will. <a href="http://www.spotify.com/int/">Spotify</a>, wenn ich es hören will. Wir bauen unseren Service mit dem Ziel aus, die erste Anlaufstelle im Netz zu werden, wenn du irgendwas mit Musik zu tun haben willst. Das ist zumindest unsere in die Zukunft gedachte Vision. Es ist nämlich richtig, dass es ein Irrglaube ist, dass die Leute auf deine Webseite kommen. Die Integration bei Facebook ist auch für uns eine wichtige, um unser Produkt da stattfinden zu lassen. Mit einem großen Autohersteller haben wir einen Channel zur Fashion Week gemacht und dabei haben wir 40 Prozent des Traffics von außen eingesammelt, von Blogs zum Beispiel oder von den Homepages der Bands. Wir könnten aber für andere Seiten ein tape.tv mit anderer Musik machen. Auf tape.tv direkt muss eine Marianne Rosenberg nicht stattfinden.<br />
<strong><br />
Sie kommen aus der Werbung, haben vorher Regie studiert, sind nun Unternehmer. Wenn es mit Musikvideos mal nicht mehr laufen sollte, wohin geht Ihre Reise dann? Was ist das nächste große Ding im Internet?</strong></p>
<p>Ich würde in Security investieren. Ist zwar nicht wirklich sexy, aber wichtig. Wenn ich dir sage, pass mal auf, deine Daten sind total sicher und du hast jederzeit völlige Kontrolle darüber, ich würde sofort zehn Euro dafür zahlen. Einen richtigen Plan habe ich aber nicht. tape.tv bietet noch so viele Möglichkeiten der Weiterentwicklung. Ich kann auch sofort in der Branche bleiben. In den letzten zwei Jahren habe ich gefühlt 3000 Vorträge gehalten, ich kann sofort als Bewegtbildexperte irgendwo anfangen. Ich habe nie gedacht, dass ich noch so viel lernen würde in meinem Leben. Ich habe auch noch nie so viel gearbeitet wie in den letzten drei Jahren, vielleicht würde ich also danach auch einfach mal nichts tun. Aber wenn ich dann müsste und total pleite wäre, dann fiele mir schon was ein.</p>
<p><em>Zur Person:<br />
Conrad Fritzsch studierte Regie an der HFF Babelsberg. 1993-2007 leitete er die Werbeagentur Fritzsch &amp; Mackat. 2008 gründete er gemeinsam mit Stephanie Renner und Lars Diettrich <a href="http://www.tape.tv">tape.tv</a>. Das Unternehmen zählt aktuell 50 Mitarbeiter und hat Büroflächen und ein eigenes Sendestudio in der Langhansstraße in Berlin-Weißensee. Ein neues interaktives Format heißt ontape, läuft seit dem 12. Mai geplanterweise einmal im Monat live um 21 Uhr und wird einen Tag später im <a href="http://kultur.zdf.de/ZDFde/inhalt/8/0,1872,8237928,00.html">ZDF Kultur</a> ausgestrahlt.</em></p>
<p><em>(erschienen bei: <a href="http://gesellschaft.brash.de/articles/details/conrad_fritzsch_im_interview_als_mtv_zu_ende_ging_bin_ich_in_die_luft_gesprungen">BRASH.de, 10. Mai 2011</a>)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2369&amp;md5=b0c52eed95ff85e8f7519c096a81c8ea" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Eine ausgebuffte Social-Media-Strategie</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/06/07/social-media-strategie-pr-blogger-budget/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Jun 2011 19:11:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<category><![CDATA[gelesen]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Neulich im Mail-Postfach eines großen Wissenschaftsblogs:</p>
<blockquote><p>Hallo (&#8230;),</p>
<p>bei meiner Recherche bin ich heute auf Deinen Blog gestoßen! Ich finde den Blog super! Dachte, dass wir vielleicht auch etwas zusammen machen könnten.</p>
<p>Wir, (&#8230;) Promotions, sind eine kleine Agentur. Wir sammeln im Auftrag von unseren Kunden von Bloggern Feedback über die Kunden ein.</p>
<p>D.h. im Detail folgendes: Du schreibst über unseren Kunden ein Feedback in Deinem Blog. Das kann positiv sein, allerdings muss es dies nicht sein. Findest Du gewisse</p></blockquote><p>&#8230; <a href="http://fabian-soethof.de/2011/06/07/social-media-strategie-pr-blogger-budget/" class="read_more"><br />weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich im Mail-Postfach eines großen Wissenschaftsblogs:</p>
<blockquote><p>Hallo (&#8230;),</p>
<p>bei meiner Recherche bin ich heute auf Deinen Blog gestoßen! Ich finde den Blog super! Dachte, dass wir vielleicht auch etwas zusammen machen könnten.</p>
<p>Wir, (&#8230;) Promotions, sind eine kleine Agentur. Wir sammeln im Auftrag von unseren Kunden von Bloggern Feedback über die Kunden ein.</p>
<p>D.h. im Detail folgendes: Du schreibst über unseren Kunden ein Feedback in Deinem Blog. Das kann positiv sein, allerdings muss es dies nicht sein. Findest Du gewisse Sachen schlecht, so kannst Du das ruhig schreiben! Nur so kann der Kunde letztendlich sein Produkt auch verbessern.</p>
<p>Das ganze musst Du natürlich nicht umsonst machen. Wir zahlen Dir dafür eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 50 Euro. Die würden wir dir per Paypal oder Überweisung zuschicken.</p>
<p>Hast Du Lust darauf? Falls ja, so würde ich mich über eine kurze Antwort freuen!</p>
<p>Viele Grüße,</p>
<p>(&#8230;)</p></blockquote>
<p><em><br />
(Kürzungen von mir)</em></p>
<p>Mehr zum leidigen Dauerthema bei <a href="http://www.amypink.com/2011/06/big-budget-lie-hoax-bloggers-for-dummies/">Amy &#038; Pink</a> (die mit dem <a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2010/03/vipdip-burda-qualitaet/">Marcel vom verschiedenen Vipdip.de</a>) oder in einem Blog Ihrer Wahl.<br />
<script type="text/javascript">// <![CDATA[
            var flattr_url = 'http://fabian-soethof.de/2011/06/07/social-media-strategie-pr-blogger-budget/';
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// ]]&gt;</script><br />
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 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2361&amp;md5=2c85484a728e05347fa2242050d4f4be" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Zum ersten Mai</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/04/30/zum-ersten-mai/</link>
		<comments>http://fabian-soethof.de/2011/04/30/zum-ersten-mai/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 30 Apr 2011 07:36:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Schnappschuss]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/04/30/zum-ersten-mai/"><img align="right" hspace="5" width="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2010/11/Erster-Mai-2010-Neukoelln-Kottbusser-Damm-Dresdner-Bank-30042010-589x442.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="" title="Erster-Mai-2010-Neukoelln-Kottbusser-Damm-Dresdner-Bank-30042010" /></a>Wider den Kapitalismus: Berlin vorm alljährlichen Tag der Arbeit - eine Stadt macht dicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1841" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2010/11/Erster-Mai-2010-Neukoelln-Kottbusser-Damm-Dresdner-Bank-30042010.jpg"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2010/11/Erster-Mai-2010-Neukoelln-Kottbusser-Damm-Dresdner-Bank-30042010-589x442.jpg" alt="" title="Erster-Mai-2010-Neukoelln-Kottbusser-Damm-Dresdner-Bank-30042010" width="589" height="442" class="size-large wp-image-1841" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p>Kottbusser Damm Ecke Sanderstraße, Berlin-Neukölln, 30. April 2010.</p>
<p><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/04/Erster-Mai-Berlin-Neukoelln-Kottbusser-Damm-29042011.jpg"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/04/Erster-Mai-Berlin-Neukoelln-Kottbusser-Damm-29042011-589x442.jpg" alt="Kottbusser Damm Ecke Sanderstraße" title="Erster-Mai-Berlin-Neukoelln-Kottbusser-Damm-29042011" width="589" height="442" class="aligncenter size-large wp-image-2346" /></a></p>
<p>Kottbusser Damm Ecke Sanderstraße, Berlin-Neukölln, 30. April 2011.<br />
<script type="text/javascript">// <![CDATA[
            var flattr_url = 'http://fabian-soethof.de/2011/04/30/zum-ersten-mai/';
            var flattr_btn='compact';
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<script src="http://api.flattr.com/button/load.js" type="text/javascript"></script></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=1840&amp;md5=8d5b09e717aa642fb6c846aa4d0a9816" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Dieses Video ist in Deinem Land verfügbar</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/04/26/zeit-online-interaktives-internetfernsehen/</link>
		<comments>http://fabian-soethof.de/2011/04/26/zeit-online-interaktives-internetfernsehen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 26 Apr 2011 15:02:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[ZEIT Online]]></category>

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		<description><![CDATA[Fernsehen wandert ins Netz, und das Netz wandert ins Fernsehen. Doch es fehlt die Verbindung beider Ideen, echter Austausch mit dem Nutzer. Das ZDF versucht das gerade.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Das Prinzip Youtube ist erfolgreich. Das Internet kann aber mehr als wackelige Filmchen zu verbreiten, um sich berieseln zu lassen. </em></p>
<p>Als das ZDF den Datenschutzkrimi &#8220;Wer rettet Dina Foxx?&#8221; ausstrahlte, sollten die Zuschauer ein kleines Stück Netzgeschichte erleben: Gesendet wurden nur 50 Minuten der Low-Budget-Produktion, seitdem kann jeder mithelfen, im Internet den Mord aufzuklären. Zur Verfügung stehen dazu 300 Minuten Videos, Chatrooms und Drittplattformen. Bislang beschränkte sich Interaktion in öffentlich-rechtlichen Programmen vor allem auf Telefon- oder Onlinevotings. Der SWR traute sich zumindest an ein trimediales Projekt namens Alpha 0.7, das Fernsehen, Radio und Internet verschmolz. Die erzählte Geschichte über futuristische Szenarien im Cyberspace war der von Dina Foxx ähnlich &#8211; interaktiv aber war sie nicht&#8230;</p>
<p><strong>weiterlesen auf ZEIT Online: <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2011-04/interaktiv-internet-fernsehen">&#8220;Der Weg zur Interaktion ist noch lang&#8221;</a></strong></p>
<p><em>(erschienen auf <a href="http://www.zeit.de">ZEIT.de</a> am 20. April 2011)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2337&amp;md5=278bd34df888c2fa6b70d8e2756a06f0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>re:publica XI: Bohemian Rhapsody</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/04/22/republica-xi-rueckblick/</link>
		<comments>http://fabian-soethof.de/2011/04/22/republica-xi-rueckblick/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 22 Apr 2011 12:39:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
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		<description><![CDATA[Die re:publica XI im Rückblick: Von Nerds und Netzaktivisten und der Öffnung der einen Gesellschaft für die andere]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im echten Leben gibt es keine Hyperlinks. Deswegen funktionieren Insiderwitze nur für Insider, deswegen ist Twitter für den gemeinen Internetnutzer kein Äquivalent zu Facebook. Weil sich auf der diesjährigen Social-Media-Konferenz <a href="http://re-publica.de/11/">re:publica XI</a>, die vergangene Woche in Berlin zu Ende ging, deutsche und internationale Internetinsider der ersten und zweiten Stunde trafen (Twitterer, Blogger, Netzaktivisten), wirft man ihr und ihren Besuchern auch im fünften Jahr noch Selbstreferentialität <a href="http://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article1607423/Mein-Sohn-kennt-keine-Welt-ohne-Internet.html">vor</a>. &#8220;Wir sind kein Einführungskurs&#8221;, sagte re:publica-Gründer <a href="http://fabian-soethof.de/2011/04/12/re-publica-xi-johnny-haeusler-im-interview/">Johnny Haeusler vorab im Interview</a>, aber er sagt immer wieder auch, dass Netzthemen in der Gesellschaft angekommen sind. Wer da beispielsweise an Wikileaks, den Fall (von) zu Guttenberg, <a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2011-04/iphone-ipad-ortungsdaten">iPhone-Vorratsdaten</a> oder eben Facebook denkt, kann dem nur zustimmen. Bei Twitter sieht das trotz Justin Bieber oder dem <a href="http://twitter.com/#!/RegSprecher">Regierungssprecher</a> noch anders aus.</p>
<p>Das Managermagazin Cicero schreibt auf seinem Onlineauftritt, <a href="http://www.cicero.de/97.php?item=6132">die &#8220;Geeks und Nerds&#8221; hätten die Chance vertan</a> und sich auch dieses Jahr nicht für die Gesellschaft geöffnet. Ein Bekannter, der <a href="http://fabian-soethof.de/2010/11/24/ein-washechter-berliner/">andere Klischees über Blogger und Berlin-Mitte</a> zu kennen scheint, fragte mich am Freitagabend: &#8220;re:publica, sind da nicht nur Hipster?&#8221;. Unabhängig vom Wahrheitsgehalt: Allein die Tatsache, dass solche Bilder existieren, beweist, dass mit der Öffnung noch einiges gehen kann (ob das ein Muss ist, ist eine andere Frage). Zumal es ja sogar Besucher, die zu einer vermeintlichen Kernzielgruppe gehören, gibt, die Sinn oder Unsinn der re:publica <a href="http://www.torstenmaue.com/rp11-ein-schuss-in-den-ofen/">noch weniger verstanden haben</a>. Aber von vorne.</p>
<p>Was habe ich gesehen?</p>
<ul>
<li> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anonymous_%28Kollektiv%29">Anonymous</a>. Nicht persönlich, versteht sich, aber in Form eines Vortrag-Rundumschlags über das Schaffen der virtuellen Protestgruppe</li>
<li>Einen hochunterhaltsamen und mit einer intelligenten Portion Doppelironie auftretenden Sascha Lobo, der in einem so genannten Startrant erst alle Internetmenschen im Friedrichsstadtpalast beleidigte, die ihr Expertentum nicht so vermarkten wie er selbst &#8211; und dann <a href="http://saschalobo.com/2011/04/16/vortrag-auf-der-republica-trollforschung-%E2%80%93%C2%A0jungste-erkenntnisse-inkl-startrant/">über Trollforschung referierte</a></li>
<li>Johannes &#8220;Jojo&#8221; Kretzschmar a.ka. <a href="http://blog.beetlebum.de/2011/04/13/kognitive/">Beetlebum</a>, der von Webcomics schwärmte und auch deren Geschichte nicht vergas</li>
<li>Eine Mitarbeiterin der University Of Maryland, die mit einer Umfrage zur gegenseitigen Skepsis zwischen &#8220;etablierten Medien und Blogs&#8221; herzlich wenig überraschte und elf Politblogger als <a href="http://re-publica.de/11/blog/panel/blogs-in-deutschland/">deutsche Blogosphäre pauschalisierte</a></li>
<li>Eine junge Akademikerin, die 1:1 aus ihrer Diplomarbeit über Twitter <a href="http://re-publica.de/11/blog/panel/%C3%B6ffentlicher-als-%C3%B6ffentlich/">vorlas</a> und damit Eulen ins einschlafende Athen trug</li>
<li>Die gehörlose Bloggerin <a href="http://meinaugenschmaus.blogspot.com/">Julia Probst</a>, die bei der letzten Fußball-WM den Spielern von den Lippen ablas und mit ihrer Dolmetscherin auf Nachfrage und vor begeistert-entrüstetem Publikum erklärte, wie man Namen wie &#8220;Merkel&#8221;, &#8220;Guttenberg&#8221;, &#8220;Westerwelle&#8221; und &#8220;Lafontaine&#8221; in Gebärdensprache übersetzt (es zählen die, äh, Äußerlichkeiten)</li>
<li>René Walter von <a href="http://www.nerdcore.de">Nerdcore</a>/Crack-A-Jack, der daneben saß und aus seinem <a href="http://www.netzpolitik.org/2011/rene-walter-erhalt-neue-abmahnung-von-euroweb/">Streit mit Euroweb und deren fragwürdigen Geschäftspraktiken</a> scheinbar immer noch nichts gelernt haben will (&#8220;Man sollte besser auf Anwaltsschreiben reagieren? Das ist doch keine Weisheit!&#8221; &#8220;Ja, ich glaube ich unterliege irgendwelchen Verpflichtungen. Welchen? Keine Ahnung.&#8221; &#8220;Ich bezeichne Arschlöcher auch weiterhin als Arschlöcher&#8221;. &#8220;Joa, das könnte nochmal passieren.&#8221;)</li>
<li><a href="http://gutjahr.biz/blog/2011/04/republica-interview/">Richard Gutjahr</a>, der sich, als er da neulich so vom Tahrir-Platz aus bloggte, noch nie in seinem Leben &#8220;mehr als Journalist gefühlt habe als zu dieser Zeit&#8221;</li>
<li><a href="http://wirres.net/">Blogopas</a> und -<a href="http://www.ankegroener.de/">omas</a>, <a href="http://www.dondahlmann.de/">die</a> sich <a href="http://www.schockwellenreiter.de/">erinnern</a></li>
<li>Einhornsex und andere Abseitigkeiten aus dem <a href="http://re-publica.de/11/blog/panel/ringelpietz-mit-anklicken-parteiseiten-perlenz%C3%BCchter-ponypornos/">Netz</a></li>
<li><a href="http://www.qlod.org/weltfrieden/">Nilz Bokelbergs</a> und <a href="http://www.hermsfarm.de/blog/">Markus Herrmanns</a> erwartungsgemäß kurzweilige GTT-Revue inklusive Bingo, <a href="https://twitter.com/#!/soethof/status/58598518213976064">Nasenaffenmasken</a> und Freibier</li>
</ul>
<p>Und bestimmt noch ein paar andere Sachen.</p>
<p>Ja, in der Kalkscheune war es spätestens dieses Jahr viel zu eng, in viele Veranstaltungen kam man praktisch leider nicht rein (ein Umzug in eine größere Location ist zwangsläufig geplant). Vor allem aber geht es offline vor Ort bekanntlich darum, worum es online im Internet auch geht: Networking, Socialising, Hallo sagen, von Anderen lernen. &#8220;Ein Klassentreffen&#8221;, wie Twitterer der ersten Stunde gerne behaupten und bei der alljährlichen und für Nicht-Twitterer vollkommen sinnbefreiten <a href="http://re-publica.de/11/blog/panel/twitterlesung/">Twitterlesung</a> vorleben.</p>
<p>Dafür, dass diese mancherorts also tatsächlich gegenwärtige (und oft in der Natur der Sache liegende) Selbstreferentialität abnehmen wird, sorgt, auch dank Facebook, die breitere Gesellschaft selbst für. Und für die Insider rief re:publica-Mitgründer <a href="http://video.zeit.de/video/903366282001">Markus Beckedahl indes die Digitale Gesellschaft ins Leben</a>, die, so der Interview- und Medientenor, ein bisschen wie Greenpeace sein soll, nur anders. Für das Internet eben &#8211; und eben doch nicht: &#8220;Wir wollen auch die erreichen, die nicht den ganzen Tag bei Twitter rumhängen&#8221;, sagt Beckedahl. Johnny Haeusler weiß offenbar auch, dass da draußen noch einiges mehr zu holen sein wird, wenn er die #rp11 wohlweise mit Queens &#8220;Bohemian Rhapsody&#8221; verabschiedet und Freddie Mercury fragen lässt: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ZqrJLQhHhA0">&#8220;Is this the real life, is this just fantasy?&#8221;.</a> Es ist das echte Leben, mittlerweile, irgendwie, nur mit Hyperlinks.<br />
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		<title>Johnny Haeusler im Interview: “Die re:publica ist kein elitärer Zirkel”</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/04/12/re-publica-xi-johnny-haeusler-im-interview/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Apr 2011 15:14:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/04/12/re-publica-xi-johnny-haeusler-im-interview/"><img align="right" hspace="5" width="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/04/Johnny-Haeusler-Jim-Rakete-250x375.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Johnny Haeusler, Foto: Jim Rakete" title="Johnny-Haeusler-Jim-Rakete" /></a>Vom 13.-15. April findet in Berlin die Social-Media-Konferenz re:publica XI statt. Mit ihrem Gründer Johnny Haeusler sprach ich für die zitty über Facebook, den Fall Guttenberg und seine Arbeit als Blogger bei Spreeblick.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Vom 13.-15. April findet in Berlin die Social-Media-Konferenz re:publica XI statt. Mit ihrem Gründer Johnny Haeusler sprach ich für die <a href="http://www.zitty.de">zitty</a> über Facebook, den Fall Guttenberg und seine (also Haeuslers) Arbeit als Blogger bei Spreeblick. An dieser Stelle: die längere Version des Interviews.</em></p>
<p><strong>Herr Haeusler, die von Ihnen mitbegründete <a href="http://www.re-publica.de">re:publica</a> findet dieses Jahr zum fünften Mal statt. Was hat sich in dieser Zeit verändert in der digitalen Gesellschaft, in der Welt der Blogs und der sozialen Medien? </strong></p>
<div id="attachment_2293" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/04/Johnny-Haeusler-Jim-Rakete.jpg"><img class="size-medium wp-image-2293" title="Johnny-Haeusler-Jim-Rakete" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/04/Johnny-Haeusler-Jim-Rakete-250x375.jpg" alt="Johnny Haeusler, Foto: Jim Rakete" width="250" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Johnny Haeusler, Foto: Jim Rakete</p></div>
<p>Johnny Haeusler: Sie sind vielmehr in unserer Gesellschaft angekommen. Am Anfang war es noch eine Nerdgeschichte, dachten wir. Wir &#8211; <a href="http://www.spreeblick.com">Spreeblick</a> und <a href="http://www.newthinking.de/">newthinking</a>, also Markus Beckedahl von <a href="http://www.netzpolitik.org/">Netzpolitik.org</a> und Andreas Gebhard sowie Tanja <em>(Haeusler)</em> und ich – dachten: man müsste sich mal treffen mit allen Bloggern und Twitterern, 300 Leute werden wir schon zusammenkriegen. Dann waren es 700, und letztes und dieses Jahr sind es knapp 3000 Leute, die kommen. Damit ist die re:publica eine der größeren, wenn nicht sogar die größte Social-Media-Konferenz. Die Themen sind immer welche, die später auch im Mainstream stattfinden. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/WikiLeaks">Wikileaks</a> zum Beispiel war letztes Jahr ein Thema bei uns, bevor es groß wurde. Auch Fragen zu Netzsperren oder Netzneutralität finden nicht mehr nur in IT-Magazinen oder der Netzwelt, was auch immer das ist, statt. Sie werden auch abends in der Kneipe bequatscht.</p>
<p><strong>An wen richtet sich die re:publica zuerst: an Blogger, Journalisten oder Endverbraucher?</strong></p>
<p>Ja, auch an die User, klar. Aber: Wir sind kein Einführungskurs. Die meisten Besucher fühlen sich mit ihren Tools bereits ein Stück weit zuhause im Internet. Sie sind oftmals selbst Contentproduzenten, und sei es nur durch twittern, auch da verbreitet man ja Links. Andere Leute kommen, um einen Überblick über die Themen zu bekommen. Anders wäre der Zulauf auch nicht zu erklären.</p>
<p><strong>Welche Ziele haben Sie erreicht?</strong></p>
<p>Es geht ja immer um Kommunikation und Austausch. Man ruft eine Konferenz wegen der Feststellung ins Leben, dass es viele Experten gibt. Das merke ich auch bei Spreeblick regelmäßig in den Kommentaren. Aus dieser völlig zerfahrenen Community wollten wir Menschen mit völlig unterschiedlichen Erfahrungen und Interessensgebieten auf eine Bühne stellen, um an ihrem Wissen teilzuhaben. Ich denke das erreichen wir, unbedingt. Es gibt businessorientierte Konferenzen, auf denen ich oft den Eindruck habe, dass die Leute gar nicht das leben, worüber sie da reden.<br />
<strong><br />
Was sind die kommenden Ziele? </strong></p>
<p>Wir könnten thematisch noch breiter werden. Einzelne Bereiche zu einer Subkonferenz machen, technische und gesellschaftliche Themen einen ganzen Tag von verschiedenen Seiten beleuchten. Grundsätzlich ist genug Stoff für mehr Themen und mehr Tage da. Wir sind aber zufrieden mit der aktuellen Situation, wir sind Wochen vorher ausverkauft, das nimmt Last, weil wir ja auch ein großes finanzielles Risiko eingehen. Das Vorschussvertrauen, das uns die Leute geben, die ihre Tickets schon kaufen lange bevor das Programm feststeht, gibt uns auch einen besseren Stand bei den Vortragenden. Anfangs griffen wir auf den Bekanntenreis zurück. Die größeren Namen wollen teilweise horrende Honorare haben. Denen müssen wir erstmal erklären, dass das hier anders läuft. Der Eintritt ist sehr niedrig für eine dreitägige Konferenz, keiner soll an einem 2500 Euro-Ticket scheitern. Die re:publica ist kein elitärer Zirkel, und das überzeugt dann auch die Speaker.</p>
<p><strong>Bis vor einigen Jahren waren Blogger noch als pickelige Nerds verschrien.</strong></p>
<p>Es gibt bestimmt auch heute noch Blogger, die pickelige Nerds sind. Das sind aber Klischeebilder. Der bemerkenswerteste Vorgang in den letzten Jahren war, was mit Facebook passiert ist. Für viele Menschen ist Facebook das Internet. Die hatten vorher keinen Chat-Client installiert und waren nicht auf fünf verschiedenen Seiten, um Messages auszutauschen, Fotos oder Videos zu teilen und sich per Mail ihre Geschichten hin und her zuschicken. Facebook hat das alles geöffnet, plötzlich wird jeder zum Mikroblogger. 1400000 Menschen sind in Deutschland bei Facebook registriert. Von dort aus kommen wir zu all den anderen Themen wie Sicherheit, Privatsphäre, die Diskussion um Google Street View. Reden kann darüber fast jeder endlos.</p>
<p><strong>Blogs sind also in der Mitte der Gesellschaft angekommen.</strong></p>
<p>Da lehnt man sich zu weit aus dem Fenster. Ich würde eher sagen, dass die Kommunikation über das Netz sehr stark verbreitet ist. Man kann nicht behaupten, Blogs wären in Deutschland megaerfolgreich. In Amerika, England, Frankreich und, glaube ich, Italien ist das anders. Neulich sagte mir mal einer, das könnte daran liegen, dass die Zeitungslandschaft in Deutschland noch recht gut ist. Du kannst dich hierzulande auch aus den Mainstreammedien verschiedenster Quellen bedienen. Dann ist es hier sehr schwierig, ein Blog, das ja auch ein Fulltimejob sein kann, zu finanzieren. Wenn du deutsch schreibst, ist der Sprachraum und somit die Menge der Leser begrenzt. Die Menschen informieren sich aus ein oder zwei, maximal vier Quellen. Du kannst ja nicht die ganze Zeit fernsehen, Zeitung lesen und dann auch noch Blogs verfolgen oder sogar mitdiskutieren.</p>
<p><strong>Welche Gesellschaftsdebatten wurden in der Vergangenheit über Blogs initiiert? </strong></p>
<p>Themen wie Vorratsdatenspeicherung, Netzsperren oder Netzneutralität wären ohne massive Proteste aus den Blogs nie auf dem Schirm größerer Medien gelandet. Da hat es gebrodelt und gekocht, da war soviel Expertise vorhanden, da kamen Medien und Politik nicht mehr herum. Ein anderes Thema war Guttenberg. Ich bin zwar fern davon zu sagen, dass Blogs der ausschlaggebende Faktor gewesen wären. Aber wenn man sich dieses <a href="http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/GuttenPlag_Wiki">Wiki</a> anguckt, das innerhalb weniger Tage die Quellen der Doktorarbeit gesucht hat – das ist eine kollaborative Arbeit, die so nur über das Netz möglich ist. Das war ein starkes Zusammenspiel von politischen Interessen, Medien und der Netzgemeinde, die Fakten nachwies. Da hat zum ersten Mal eine Kollaboration stattgefunden. Diese Doktorarbeit kann sich ja kein Journalist und keine Redaktion alleine angucken. Gemeinsam geht es dann.</p>
<p><strong>Ist das ein journalistisches Zukunftsmodell? Der „Guardian“ hat es ja schon vorgemacht.</strong></p>
<p>Wikileaks hat es auch versucht, aber man kann das nicht forcieren. Ob es die einzige Zukunft ist weiß ich nicht, aber bestimmt eine mögliche. So ein Tool muss man umarmen, damit rumspielen und es nutzen. Bei Verlagen gab es die Ansage, nicht zu verlinken. Das widerspricht dem Grundgedanken von Hyperlinks. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Jeff_Jarvis">Jeff Jarvis</a> sagte: “Do what you do best and link to the rest.“ Bei Spreeblick mache ich es auch so: Wenn ich eine Berichterstattung nicht selbst leisten kann, biete ich ein Forum für Themen und Kommentare und verlinke.</p>
<p><strong>Spreeblick ist wider seines Namens kein Hauptstadtblog.</strong></p>
<p>War es auch nie! Das liegt in der Geschichte. Der Name ist im Jahr 2000 aufgekommen. Da war die Idee, ein neues Stadtmagazin aufzumachen, in Richtung zitty oder Tip. Aber wir haben schnell gemerkt, dass wir gerade den Service-Bereich nicht leisten können. Der Name stand im Raum, weil wir damals ein Büro mit Blick auf die Spree hatten. Spreeblick hatte so was Currywurst-Berlinerisches. Dann fing ich an zu bloggen, weil ich mich für die Technik interessierte und habe die Domain Spreeblick.com dafür benutzt. Seitdem gab es immer wieder die Frage, ob das ein Blog über Berlin ist. Und das ist es definitiv nicht. Aber es ist ein Blog aus Berlin. Wir haben Leser, die nicht in Ballungsgebieten wohnen, für die ist die Sicht aus Berlin auf Themen spannend. Ich bin Berliner durch und durch, ich bin hier geboren. Und das spürt man auch.</p>
<p><strong>Wie sieht ein typischer Arbeitsalltag eines hauptberuflichen Bloggers aus? </strong></p>
<p>Im Grunde ist es ein total langweiliger Bürojob, wie bei den meisten Journalisten. Einmal treibt mich das Interesse an guten Themen. Wenn ich ein allgemeines, nicht zeit- und nachrichtenabhängiges Thema finde, dann sitze ich an so einem Text auch mal sehr lange, dann soll er unterhaltsam, toll und gut geschrieben sein. Dann ist es Autorenarbeit. Wenn es um News oder das Posten von Videos geht, dann gehe ich den eigenen Newsreader durch und gucke immer wieder: was gibt es für neue Quellen, was gibt es für neue Blogs? Die mich langweilen, die schmeiße ich dann raus. Bei einem größeren Thema beginnt die Recherchearbeit genauso wie bei Euch: Man nimmt das Telefon in die Hand und versucht mehr rauszufinden.</p>
<p><strong>Gibt es einen täglichen Mindestoutput?</strong></p>
<p>Nein. Was den Traffic angeht: Ich kann mit einem guten Artikel in der Woche die gleiche Anzahl von Usern erreichen wie wenn ich jeden Tag fünf kleinere Sachen mache. Wir wollen trotzdem täglich was bringen. Ich sehe Spreeblick auch als Unterhaltungsmedium. Mich treibt deshalb eher ein Anspruch als ein Druck.</p>
<p><strong>Können Sie davon gut leben?</strong></p>
<p>Ja. Wir waren früh mit Werbung dabei, 2005, dafür haben wir auch viel Haue gekriegt. Aber wir übertreiben es ja nicht, außerdem hat man sich daran gewöhnt. Dann machen wir die re:publica, die uns teilweise mitträgt. Hin und wieder arbeiten wir auch als Dienstleister, setzen Websites um oder betreuen Communities. Aber nicht für jeden.</p>
<p><strong>Stammgast und Internetikone <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sascha_Lobo">Sascha Lobo</a> wird auch auf der diesjährigen Konferenz wieder sprechen. Viele fragen sich: nervt der nicht? </strong></p>
<p>Sascha ist extrem unterhaltsam, das darf man nicht vergessen. Es gibt nicht viele Menschen im deutschsprachigen Raum, die eine Stunde lang pures Entertainment liefern und dabei auch noch den ein oder anderen sehr klugen Satz sagen. Zu denen gehört Sascha. Ich kann nachvollziehen, wenn man ihn nervig findet. Aber ich verstehe es auch irgendwie doch nicht. Ich finde Dieter Bohlen doof. Aber der betrifft mein Leben nicht. Sascha Lobo drängt sich ja nicht um das Leben irgendeines Menschen. Man kann ihn gut vermeiden. Ich muss das nicht, weil ich ihn sehr schätze.</p>
<p><strong>Was werden in diesem Jahr die Hauptdebatten sein? </strong></p>
<p>Wir haben dieses Jahr sehr viele Sprecherinnen und damit das Thema Feminismus auf dem Plan. Und wir haben zwei neue Oberbereiche, die wir jeweils vier bis fünf Stunden lang mit Vorträgen und Panels angehen: Bei „re:play“ geht es um Games und die Verspielisierung des Lebens, diese ganzen Facebook- und Handygames. Was passiert, wenn Spiele dich den ganzen Tag begleiten und du dir nicht mehr die Auszeit für das Spiel nimmst? Bei „re:design“ setzen wir uns mit design thinking auseinander, also der Frage, was bedeutet Produktgestaltung und Verpackung bedeutet. Mal gucken wie sich das entwickelt.<br />
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		<item>
		<title>Sich dem Absurden unterwerfen*</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/04/02/ja-panik-sich-dem-absurden-unterwerfen/</link>
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		<pubDate>Sat, 02 Apr 2011 07:00:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[mehr Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[OPAK]]></category>
		<category><![CDATA[Pop]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/04/02/ja-panik-sich-dem-absurden-unterwerfen/"><img align="right" hspace="5" width="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/03/Ja-Panik-DMD-KIU-LIDT-Christoph-Voy.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt=" " title="Ja, Panik - DMD KIU LIDT Christoph Voy" /></a>Mit „DMD KIU LIDT“ liefert die nach Berlin ausgewanderte österreichische Band Ja, Panik eines der besten deutschsprachigen Alben der letzten Jahre ab. Vielleicht auch, weil ihnen das alles so egal ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Melodie und Anarchie: Mit „DMD KIU LIDT“ liefert die nach Berlin ausgewanderte österreichische Band Ja, Panik eines der besten, nun ja, deutschsprachigen Alben der letzten Jahre ab. Vielleicht auch, weil ihnen das alles so egal ist.</em></p>
<p>Es ist ruhig an diesem sonnigen Frühlingsnachmittag in der Markthalle in Berlin-Kreuzberg. Andreas Spechtl hat mal gegenüber gelebt, als er aus Wien vor anderthalb Jahren herzog. Nebenan wohnt Christiane Rösinger, mit der er ihr aktuelles Soloalbum „Songs Of L. And Hate“ einspielte. Er sitzt da, um über seine aufstrebende Band Ja, Panik und erstmals über ihr viertes, komplett in Berlin entstandenes Album „DMD KIU LIDT“ zu sprechen. Es geht um Konstruktion und Destruktion, um Wegnehmen und Räume schaffen, um Erwartung und Versagung. <em>„Nichts ist schlimmer als Selbsterklärung“</em>, sagt Spechtl, während er genau das tut. Schließlich sei so eine Bandkarriere, mit der man zumindest sein Faulenzerleben finanzieren wolle, gepflastert mit Kompromissen; man müsse also ein bisschen darüber reden, wenn man Platten verkaufen will. Und Spechtl will das, <em>„da brauchen wir uns nichts vormachen“</em>.<br />
<div id="attachment_2257" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/03/Ja-Panik-DMD-KIU-LIDT-Christoph-Voy.jpg"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/03/Ja-Panik-DMD-KIU-LIDT-Christoph-Voy.jpg" alt=" " title="Ja, Panik - DMD KIU LIDT Christoph Voy" width="589" height="400" class="size-full wp-image-2257" /></a><p class="wp-caption-text">Andreas Spechtl (2. v.l.) und seine Jungs. Fotos müssen eben sein.</p></div></p>
<p>Er, der Songschreiber, Sänger und Gitarrist von Ja, Panik und Bohéme einer gefallenen Indierock-Generation, ist im normalen Leben nicht der Dandy, den er auf seinen Tonträgern bisweilen mimt. Fuchtelt nicht mit den Händen, schleudert weder Parolen noch Gläser gegen die Wand, sitzt da mit seinem Parka über Cardigan und Polohemd, rotem Halstuch und wuscheligem Kopf und sucht nach Worten. <em>„Die Gruppe Ja, Panik hat sich noch nie hingesetzt und auf der Gitarre einfach einen Song gespielt. Bis jetzt“</em>, sagt er und nippt verstohlen an seiner Apfelschorle. <em>„Und dann fragten wir uns: Wie können wir das wieder zerstören?“</em> Bei Ja, Panik sei alles immer so wild und aufbrausend gewesen, dem wollten Spechtl, Sebastian Janata (Schlagzeug, Gesang), Stefan Pabst (Bass, Gesang), Christian Treppo (Klavier, Gesang) und Thomas Schleicher (Gitarre) radikal entgegenwirken. <em>„Es ist gewissermaßen die entspannteste und reduzierteste unserer Platten“</em>, sagt Spechtl weiter. Vor allem aber ist „DMD KIU LIDT“ eine Platte, die mit ihrem ausgelassenen Situationismus, ihrem dadaistischen Gestus, ihrer Referentialität und ihrer Reduktion bald zu einem der besten deutschsprachigen Popalben der letzten Jahre avancieren dürfte.</p>
<p><em>„Der Referenzen sind wir uns zwar bewusst. Dieser ganze Zitatwahnsinn, der uns immer arg auf die Fahnen geschrieben wurde, hat aber abgenommen“</em>, relativiert Spechtl, bleibt im Ungefähren und lässt ein bisschen vom mangelnden Selbstbewusstsein durchscheinen, das angeblich alle österreichischen Bands teilen, bevor sie international Erfolge feiern. <em>„Wir haben uns wieder fremder Ideen bemächtigt, die aber viel vager bearbeitet. Früher ist es ja praktisch bis zum Plagiat gegangen.“</em> Der sperrige Titel bedeutet in voller Länge übrigens „Die Manifestation des Kapitalismus in unserem Leben ist die Traurigkeit“, was Spechtl selbst aber nicht verrät. <em>„Das wird sich noch von selbst erklären“</em>, prophezeit er und will es dabei belassen. Das Gute daran: Ja, Panik funktionieren trotz aller eventuellen Verkopftheit seit jeher genau über dieses Gefühl von Erkenntnis. Auch wenn man von dem, was Spechtl sich da als Flaneur zwischen den Sprachen und aus Impressionsfetzen von Walter Benjamin über Bryan Ferry bis Bob Dylan (<em>„Klar bin ich Fan von Roxy Music“</em>) so zusammenreimt, nichts versteht, versteht man dank seines Habitus doch alles. Wo „The Taste and The Money“ (2007) von der SPEX zum wichtigsten deutschsprachigen Album seit Blumfelds „L’Etat Et Moi“ gekürt wurde  und der Nachfolger „The Angst And The Money“ (2009) sich noch an der finalen Destruktion von Indierock versuchte und dabei Hits wie „Alles Hin, Hin, Hin“ oder „Pardon“ abwarf, schmeißt „DMD KIU LIDT“, für dessen Aufnahme Ja, Panik dem Rockproduzenten Moses Schneider „Wummsverbot“ erteilten, nun sämtliche Altlast über Bord &#8211; und baut sich aus Versatzstücken und einem Entertainer, dessen gesangliches Spektrum die Qualitäten von zum Beispiel Mick Jagger, Dirk Von Lowtzow, Pete Doherty oder Robert Smith nur beiläufig vereint, ein Denkmal seiner eigenen Sozialisation. Von der Hand weisen will Spechtl all das nicht, <em>„am Ende kann ich eh mit allem leben“</em>. Aber auch nicht ausführen oder gar bestätigen. Weil ja nichts schlimmer als Selbsterklärung ist. </p>
<p><strong>* Zitat aus dem Song „Time Is On My Side“ von <a href="http://ja-panik.com/">Ja, Panik</a>. Ihr viertes Album „DMD KIU LIDT“ erscheint am 15. April bei <a href="http://www.staatsakt.de/">Staatsakt</a>.</strong></p>
<p><em>(erschienen in: <a href="http://www.opak-magazin.de">OPAK #8</a>, 24.März 2011)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2237&amp;md5=cf6a629e8e06b5d977e9017cb358da5c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Radar: Yelle im Interview</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/03/25/radar-yelle-interview/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Mar 2011 15:42:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
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		<category><![CDATA[Pop]]></category>
		<category><![CDATA[Yelle]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/03/25/radar-yelle-interview/"><img align="right" hspace="5" width="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/02/Yelle-Safari-589x589.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt=" " title="Yelle-Safari" /></a>Ein charmanter Beweis mehr, dass Popmusik zum Tanzen da ist: Das französische Electrodisco-Trio Yelle]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein charmanter Beweis mehr, dass Popmusik zum Tanzen da ist: Das französische Electrodisco-Trio Yelle.</em></p>
<p>Als ob es in der Popmusik jemals nur um Worte gegangen wäre. „Kein Problem, wenn die Leute unsere Texte nicht verstehen“, sagt Jean-Francois Perrier mit starkem französischem Akzent. „Als Teenager konnte ich auch nicht verstehen, was Kurt Cobain oder Rage Against The Machine da singen. Aber ich fühlte es ja.“ Perrier ist Schlagzeuger und Produzent des französischen Electropop-Trios Yelle. Auf der Bühne nennt er sich GrandMarnier und tourt mit Keyboarder Tanguy Destable (Tepr) und der namensgebenden Sängerin Julie &#8220;Yelle&#8221; Budet seit ihrem MySpace-Hit „Je Veux Te Voir“ um die Welt. In dem Song, der 2005 als alberne Antwort auf die französische HipHop-Gruppe TTC entstand, fiel das Wort „dick“, einmal nur, sagt Budet, und es verstand doch jeder. „Je Veux Te Voir“ wurde in seiner für Yelles Debüt „Pop-Up“ neu aufgenommenen Version ein Charterfolg. Und dass die drei Endzwanziger auch wegen ihrer äußeren Erscheinung ein Stück Pop-Art sind, beweist ihr zweites Album „Safari Disco Club“ erst recht.</p>
<p>Yelle, Tepr und GrandMarnier tragen Dschungel-Kostüme, drehen bunte Videos und feiern die Nacht mit all ihren Höhen und Tiefen als große Inszenierung. Es geht um’s Tanzen und um’s Weinen, um die verschiedenen Zugriffe auf ihre Musik &#8211; aber wer müsste dafür auch nur ein Wort Französisch verstehen? „Wir wollen uns auf so vielen Wegen wie möglich ausdrücken. Wir sind in einer Popgeneration geboren, Pop ist ein Teil von uns“, stellt Perrier klar. Ihre Vorbilder seien dementsprechend weder Daft Punk, die wahrscheinlich wichtigsten Elektropioniere ihres Landes, noch Stromae, der „intelligenteste Popstar zurzeit“. „Als Mädchen hörte ich im Radio viel Rap, Snoop Doog, Warren G, aber auch die Chili Peppers oder Madonna. Popmusik in all ihren Facetten“, sagt die 28-jährige Budet. Die anstehende Tour mit Katy Perry, für die Yelle bereits einen Remix produzierten, verwundert daher kaum. „Ich mag ihre Musik nicht wirklich“, gesteht Perrier, aber es sei eine gute Möglichkeit, vor Tausenden von Leuten zu spielen. „Gerade in England wird das eine Herausforderung, dort interessiert sich keiner für französische Musik“, sagt Budet und lächelt überraschend nervös. Könnte sie sich nur selbst auf der Bühne sehen &#8211; alle Unsicherheit würde verfliegen.</p>
<div id="attachment_2166" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/02/Yelle-Safari.jpg"><img class="size-large wp-image-2166" title="Yelle-Safari" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/02/Yelle-Safari-589x589.jpg" alt=" " width="589" height="589" /></a><p class="wp-caption-text"> Dschungelcamp aus Frankreich: Yelle</p></div>
<p><strong>Was Sie über Yelle auch noch nicht wussten:</strong><br />
•	Anders als es die Legende will, war Yelle-Keyboarder Tanguy Destable nie Musikjournalist, der so seine Bandkollegen entdeckt hat. „Ich habe einen Sommer lang bei einem Kulturmagazin als Aushilfe gejobbt, sonst nichts“, sagt er.<br />
•	In den USA hat die Band zwei ihnen bekannte Hardcore-Fans mit „Yelle“-Tattoo auf dem Arm.<br />
•	Sängerin Julie stieß neulich in einer französischen Zeitung auf ein Mädchen namens Yelle, „obwohl das in Frankreich kein echter Name ist“, wie Budet sagt.</p>
<p><em>(erschienen in: <a href="http://www.musikexpress.de/magazin/features/article78842/Yelle-Mit-dem-Safari-Disco-Club-um-die-Welt.html">Musikexpress</a>, April 2011, Seite 31)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2163&amp;md5=e3d41ce2149eb99cfe40ee81f9275637" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Wer wenn nicht wir&#8221;: Vesper vs. Ensslin vs. Baader</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Mar 2011 16:05:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[BRASH.de]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/03/21/wer-wenn-nicht-wir-vesper-vs-ensslin-vs-baader/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/03/Wer-wenn-nicht-wir-Vesper-Baader-Ensslin-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Wer wenn nicht wir" title="Wer-wenn-nicht-wir-Vesper-Baader-Ensslin" /></a>Die Männer hatten Schuld: Der Berlinale-Beitrag „Wer wenn nicht wir“ versucht sich an einer privatpolitischen Deutung von Gudrun Ensslins Wandel von der Studentin hin zur Terroristin - und gibt August Diehl und Alexander Fehling eine große Bühne.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die Männer hatten Schuld: Der Berlinale-Beitrag „Wer wenn nicht wir“ versucht sich an einer privatpolitischen Deutung von Gudrun Ensslins Wandel von der Studentin hin zur Terroristin &#8211; und gibt August Diehl und Alexander Fehling eine große Bühne.</em></p>
<p>Katzen passen nicht zu Menschen. Sie stammen aus dem Orient, sie sind die Juden des Tierreichs. So zumindest erklärt der völkische Dichter und ehemalige NS-Sympathisant Will Vesper seinem zehnjährigen Sohn Bernward, warum er dessen geliebtes, aber Vogelküken fressendes Haustier erschossen hat. Es ist auch Beginn und Schlüsselszene von „Wer wenn nicht wir“, der wahren Geschichte des späteren Vaters von Gudrun Ensslins Sohn.</p>
<p>Tübingen, 1961: An der Universität lernt der herangewachsene Bernward Vesper (August Diehl), heute ein belesener Student und feuriger Verehrer des Schriftstellers Hans Henny Jahnn,  die Kommilitoninnen Dörte und Gudrun kennen. Er verguckt sich erst in die eine, gründet dann mit der anderen einen Buchverlag. Sie werden ein Paar, das keines ist: Immer wieder betrügt Vesper die junge Gudrun Ensslin (Lena Lauzemis) mit anderen Frauen, immer wieder kehrt sie zu ihm zurück. Weltpolitisch spitzt sich indes der Kalte Krieg zu: Die Amerikaner streuen Napalm über Vietnam, die Russen rüsten auf Kuba zum Atomschlag gegen die USA auf. Es muss mehr getan werden als nur Streitschriften publizieren, findet der aktivistische Neuling Andreas Baader (Alexander Fehling), und das gefällt auch Ensslin. Sie heiratet Vesper, bringt den gemeinsamen Sohn Felix zur Welt und sympathisiert doch längst mehr mit dem aggressiven wie tatkräftigen Baader. Also verlässt sie ihren Sohn und den immer noch mit Worten und der NS-Propaganda-Vergangenheit seines Vaters kämpfenden Vesper. Der zerbricht psychisch und finanziell zunehmend, während seine Frau 1968 erst Brandbomben in Kaufhäusern legt und dann zum größeren Schlag ausholen will. Der Rest ist Geschichte, die oft erzählte und nie abschließend aufgeklärte Geschichte des Deutschen Herbst.</p>
<div id="attachment_2254" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/03/Wer-wenn-nicht-wir-Vesper-Baader-Ensslin.jpg"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/03/Wer-wenn-nicht-wir-Vesper-Baader-Ensslin.jpg" alt="Wer wenn nicht wir" title="Wer-wenn-nicht-wir-Vesper-Baader-Ensslin" width="589" height="334" class="size-full wp-image-2254" /></a><p class="wp-caption-text">Drei sind eben doch einer zuviel: Vesper (Diehl), Baader (Fehling) und Ensslin (Lauzemis) </p></div>
<p>„Wer wenn nicht wir“ basiert auf Gerd Koenens Biografie „Vesper, Ensslin, Baader“ und der 1977 veröffentlichten Roman-Autobiografie „Die Reise“  von Bernward Vesper selbst. Die schrieb er unter starkem Drogeneinfluss und am Rande der Verzweiflung, schließlich war er sich noch immer das Buch schuldig, das die Welt verändern sollte. Auf diesen Höhepunkt arbeitet nun, 34 Jahre später, auch Regisseur Andres Veiel in seinem Spielfilmdebüt hin, und er lässt sich Zeit dafür.</p>
<p>Die weltpolitischen Ereignisse werden als aus Medienberichten gesammeltes Originalmaterial eingespielt, im Mittelpunkt des Films aber steht die persönliche Familien- und Beziehungsgeschichte von einer persönlich verunsicherten Gudrun Ensslin auf der einen und einem politisch verunsicherten Bernward Vesper auf der anderen Seite. Die eine – und in dieser Emotionalisierung liegt ein möglicher Hauptvorwurf gegenüber dem Film – hat nur Pech mit Männern, gibt also scheinbar denen die Schuld und verbittet sich deshalb am Wendepunkt ihrer eigenen Radikalisierung jeglichen Rückzug ins Private; der andere weiß nicht, ob er zuerst den Glauben an die Liebe, an die friedliche Revolution oder an sich selbst verloren hat. Die tragischen Ereignisse enden trotz zeitlicher und szenischer Überschneidungen dort, wo „Der Baader Meinhof Komplex“ anfängt, und man sollte beide Real-Inszenierungen nicht ohne ihr direktes Gegenüber betrachten. „Wer wenn nicht wir“ ist kein Dokument deutscher Zeitgeschichte (denn das ist nur die Vorlage von Vesper selbst), sondern ein familienpolitisches Beziehungsdrama, das den Deutschen Herbst als ein Ende und nicht als den Anfang von etwas Neuem darstellt.  Und das ist immerhin ein Ansatz, der August Diehl („Inglourious Basterds“, „Salt“, „Die Buddenbrocks“) erneut brillieren lässt, ohne Moritz Bleibtreu auskommt und dem Drama eine Wettbewerbsteilnahme bei der diesjährigen Berlinale bescherte. Dort feierte „Wer wenn nicht wir“ am Donnerstagabend Premiere.</p>
<p><strong><em>Pre-RAF-Drama:</em></p>
<p>„Wer wenn nicht wir“<br />
(Deutschland, 2011, 124 Minuten)<br />
Regie: Andres Veiel<br />
mit: August Diehl, Lena Lauzemis, Alexander Fehling, Thomas Thieme, Imogen Kogge, Michael Wittenborn, Susanne Lothar u.a.</strong></p>
<p>seit 10. März 2011 im Kino</p>
<p><a href="www.werwennnichtwir-film.de">www.werwennnichtwir-film.de</a><br />
<em><br />
(erschienen auf: <a href="http://unterhaltung.brash.de/articles/details/wer_wenn_nicht_wir_im_kino_die_maenner_hatten_schuld">BRASH.de</a>, 17. Februar 2011)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2197&amp;md5=cfca4c02d453ae90e4903f1a8b992525" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Stottern des Königs</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/03/21/das-stottern-des-konigs/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Mar 2011 15:56:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[BRASH.de]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/03/21/das-stottern-des-konigs/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/03/The-Kings-Speech-Wembley-Colin-Firth-klein-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt=" " title="The-Kings-Speech-Wembley-Colin-Firth-klein" /></a>Über Sinn und Unsinn der britischen Monarchie, des Zweiten Weltkriegs und der Erfindung des Radios: Ein stotternder Colin Firth und Geoffrey Rush als Sprachlehrer glänzen im komischen Geschichtsdrama „The King’s Speech“.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Über Sinn und Unsinn der britischen Monarchie, des Zweiten Weltkriegs und der Erfindung des Radios: Colin Firth als stotternder Tronfolger und Geoffrey Rush als Sprachlehrer glänzen im komischen Geschichtsdrama „The King’s Speech“.</em></p>
<p>Dieses verdammte Mikrofon. Steht da wie ein Mahnmal. Bewegt sich nicht. Starrt nur. Sagt nichts und schreit doch aus jeder Pore und Perspektive: „Benutze mich! Sprich mit mir! Komm schon, das bist Du Dir schuldig! Oder hast Du es nicht drauf?“ Wenn es noch länger ohne Input bleibt, dieses olle Stück Metall, dann wird es seinen stummen Sprecher fressen. Mit dieser vielsagenden Nahaufnahme dieses einen Mikrofons in der Sprechkabine des BBC, 1925 in London, fängt er an: „King‘s Speech“, der mit zwölf Oscarnominierungen bedachte Kinofilm von Tom Hooper. Dieses Mikrofon ist stellvertretend für jede Form von Öffentlichkeit der größte Feind von Albert, Herzog von York, und es ist Sinnbild eines fast zwei Stunden lang großartig unterhaltsamen Geschichtsdramas: Selten wurde der Aufstieg eines Königs persönlicher, nie wurde die Macht der Worte tragikomischer verfilmt.</p>
<div id="attachment_2251" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/03/The-Kings-Speech-Wembley-Colin-Firth-klein.jpg"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/03/The-Kings-Speech-Wembley-Colin-Firth-klein.jpg" alt=" " title="The-Kings-Speech-Wembley-Colin-Firth-klein" width="589" height="393" class="size-full wp-image-2251" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p>Herzog Albert (Colin Firth) hat ein paar Probleme. Er ist der Sohn des sterbenskranken Königs George V. (Michael Gambon) und jüngere Bruder des irrlichternden Tronfolgers David, der Prince of Wales (Guy Pearce). Das Radio wurde gerade für Ansprachen entdeckt, sein Vater ist da Profi, nur: Albert stottert seit seiner Kindheit wie ein schrotter Ottomotor. „Vielleicht sollte er den Job wechseln“, kommentiert der Sprachlehrer Lionel Logue (genial: Geoffrey Rush) flapsig, als Alberts Ehefrau Elizabeth (Helena Bonham Carter) bei ihm Hilfe sucht. Da weiß Logue noch nicht, welch prominenten Patienten er da bald behandeln würde. Doch auch als der für seine Sprachprobleme längst bekannte Herzog Albert leibhaftig vor ihm sitzt, bemüht Logue sich nicht um Höflichkeiten, Ehrfurcht vor der Monarchie oder konventionelle Arbeitsweisen. „Rauchen entspannt den Rachen? So einen Unsinn erzählen nur Idioten“, beschimpft der stets schelmische Logue seinen paffenden Patienten, worauf Bertie, wie Logue Albert gegen dessen Willen nennt, sich erbrüstet: „Diese Herren wurden geadelt!“ Logues Antwort: „Bitte, dann ist ihre Idiotie ja amtlich!“</p>
<p>1936 stirbt der König. Alberts Bruder David, der Herzog von Windsor, gibt als König Edward VIII sein Amt nach nur zehn Monaten wieder auf, um die bürgerliche US-Amerikanerin Wallis Simpson zu heiraten. Bühne frei für Albert, den, der die Öffentlichkeit so scheuen muss. Der findet trotz Stolz und Streitereien nicht nur Gefallen an Logues Arbeit, sondern in ihm auch einen Freund. Fasziniert von Hitlers Rhetorik (seinen Töchtern Elisabeth und Margaret antwortet er einmal: „Ich weiß nicht was der Mann im Fernsehen da sagt, aber er macht es offenbar gut!“) macht er sich auf, nicht nur dem Nationalsozialismus, sondern zuerst sich selbst die Stirn zu bieten.</p>
<p>„The King‘s Speech &#8211; Die Rede des Königs“ bewegt sich elegant zwischen Buddymovie, Geschichtsdrama und Satire und fällt nie ins Extrem. Der Respekt vor den Figuren ist größer als der schnelle Gag. Vor dem historischen Hintergrund (Kirche vs. Staat, die britische Monarchie zwischen zwei Weltkriegen) liefern die weltpolitischen Geschehnisse lediglich den Rahmen für ein persönliches Drama, dessen Absurdität durch die schauspielerischen Glanzleistungen des kompletten Ensembles, allen voran Firth und Rush, die nicht minder faszinierende Kameraarbeit, das Setdesign, die Musik und besonders seinen Wahrheitsgehalt an ungeahnter Tiefe und Größe gewinnt: Ja, der Herzog von York aus der Familie Windsor hat tatsächlich gestottert. Er hat die Rede im Wembley-Stadion versemmelt, er hatte einen Sprachtrainer an seiner Seite, er wurde wegen Wallis Simpson Tronfolger seines Bruders, er führte sein Land durch den Zweiten Weltkrieg. Nur eine Anekdote ist nicht verbrieft: Logue, so heißt es, habe Albert weder als Herzog noch als King George VI gewiss niemals Bertie genannt. Die erhabene, rührende und unfassbar komische Erzählung wäre indes jeden Oscar wert.</p>
<p><strong><em>Königliche Tragikomödie:</em><br />
„The King’s Speech – Die Rede des Königs“<br />
(Großbritannien, 2010)<br />
Regie: Tom Hooper<br />
mit: Colin Firth, Geoffrey Rush, Helena Bonham Carter, Guy Pearce u.a.</p>
<p>Kinostart: 17. Februar 2011</strong></p>
<p><em>(erschienen auf <a href="http://filmfernsehen.brash.de/articles/detail/the_kings_speech_das_stottern_des_koenigs/">BRASH.de</a>, 17. Januar 2011)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2202&amp;md5=4e052a5248d2759484c8b93e42b107ca" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Aus aktuellem Anlass</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/03/17/jod-und-jodaufnahme/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Mar 2011 11:37:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[PR]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum Kotzen: Die Jod-PR hat Japan für sich entdeckt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Soeben erreichte mich folgende unglaubliche Pressemitteilung (Betreff: &#8220;Jod und Jodaufnahme: Natürliches Jod zum Trinken von St. Leonhards&#8221;):</p>
<blockquote>
<p>Sehr geehrter Herr Soethof,</p>
<p>aus aktuellem Anlass sind viele Menschen verunsichert und beschäftigen sich verstärkt mit dem Thema Jod und Jodaufnahme. Natürliches Jod wird vom Körper besonders gut aufgenommen und verwertet. Was häufig in Vergessenheit gerät: Jod ist ein sehr wichtiges, essentielles Spurenelement und für eine normale Schilddrüsenfunktion unentbehrlich. Daher sollte für Menschen aller Altersgruppen im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung eine ausreichende, regelmäßige Jodaufnahme gewährleistet sein. Eine Empfehlung für verschiedene Altersgruppen und weitere Informationen finden Sie in beiliegender Presseinformation. </p>
<p>Natürliches Jod zum Trinken gibt es von St. Leonhards: AquaSola – eine stark jodhaltige, 10-prozentige Natursole, die mit natürlichem Mineralwasser hoch verdünnt, trinkfertig angeboten wird. AquaSola kann die tägliche Jodzufuhr und einen ausgeglichenen Flüssigkeitshaushalt unterstützen. </p>
<p>Weitere Details entnehmen Sie bitte der beiliegenden Presseinformation. Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung. Sollten Sie für das Material redaktionelle Verwendung finden, sind wir für die Zusendung eines Belegexemplars oder einen Hinweis dankbar.</p>
<p>Freundliche Grüße</p>
<p>Gritta Venus<br />
Presse-Service<br />
St. Leonhards-Vertriebs GmbH &#038; Co. KG<br />
raabengrün &#8211; nachhaltig kommunizieren</p>
<p>t:  089 / 99 01 60 7 &#8211; 10<br />
f:  089 / 99 01 60 7 &#8211; 13<br />
e: g.venus@raabengruen.de</p>
<p>raabengrün – Raabe &#038; Venus GbR<br />
Arcisstraße 32<br />
80799 München</p>
<p>Inhaber: Sylvia Raabe und Gritta Venus<br />
USt-IdNr.: DE264044614<br />
please consider the environment before printing this email
</p></blockquote>
<p>Bitte kotzen Sie jetzt.<br />
<script type="text/javascript">// <![CDATA[
            var flattr_url = 'http://fabian-soethof.de/2011/03/17/jod-und-jodaufnahme/';
            var flattr_btn='compact';
// ]]&gt;</script><br />
<script src="http://api.flattr.com/button/load.js" type="text/javascript"></script></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2241&amp;md5=636f58b79e73297acd6624082c759ceb" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://fabian-soethof.de/2011/03/17/jod-und-jodaufnahme/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Katzencontent</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/02/27/katzencontent/</link>
		<comments>http://fabian-soethof.de/2011/02/27/katzencontent/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 27 Feb 2011 17:20:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[gesehen]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Neukölln]]></category>
		<category><![CDATA[Schnappschuss]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/02/27/katzencontent/"><img align="right" hspace="5" width="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/02/Verlorener-Cat-Schoenleinstrasse-Neukoelln-Kottbusser-Damm-589x441.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Verlorener Cat" title="Verlorener-Cat-Schoenleinstrasse-Neukoelln-Kottbusser-Damm" /></a><p>Weil heute <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/flausch-am-sonntag-36/">Sonntag</a> ist und <a href="http://www.urbandictionary.com/define.php?term=kitteh">Kätzchen</a> im <a href="http://thebestpictureontheinternet.com/">Internet</a> <a title="http://www.google.de/images?q=kitteh&#38;hl=de&#38;client=firefox-a&#38;hs=vd5&#38;rls=org.mozilla:de:official&#38;prmd=ivns&#38;um=1&#38;ie=UTF-8&#38;source=univ&#38;sa=X&#38;ei=moVqTbmcDIHKtAb3taTyDA&#38;ved=0CDcQsAQ" href="http://www.google.de/images?q=kitteh&#38;hl=de&#38;client=firefox-a&#38;hs=vd5&#38;rls=org.mozilla:de:official&#38;prmd=ivns&#38;um=1&#38;ie=UTF-8&#38;source=univ&#38;sa=X&#38;ei=moVqTbmcDIHKtAb3taTyDA&#38;ved=0CDcQsAQ">bekanntlich</a> immer <a href="http://fabian-soethof.de/2010/08/12/kater-gefunden/">funktionieren</a>.</p>
<p><em>Kottbusser Damm, Berlin-Neukölln.</em><br />
// <br />
</p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weil heute <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/flausch-am-sonntag-36/">Sonntag</a> ist und <a href="http://www.urbandictionary.com/define.php?term=kitteh">Kätzchen</a> im <a href="http://thebestpictureontheinternet.com/">Internet</a> <a title="http://www.google.de/images?q=kitteh&amp;hl=de&amp;client=firefox-a&amp;hs=vd5&amp;rls=org.mozilla:de:official&amp;prmd=ivns&amp;um=1&amp;ie=UTF-8&amp;source=univ&amp;sa=X&amp;ei=moVqTbmcDIHKtAb3taTyDA&amp;ved=0CDcQsAQ" href="http://www.google.de/images?q=kitteh&amp;hl=de&amp;client=firefox-a&amp;hs=vd5&amp;rls=org.mozilla:de:official&amp;prmd=ivns&amp;um=1&amp;ie=UTF-8&amp;source=univ&amp;sa=X&amp;ei=moVqTbmcDIHKtAb3taTyDA&amp;ved=0CDcQsAQ">bekanntlich</a> immer <a href="http://fabian-soethof.de/2010/08/12/kater-gefunden/">funktionieren</a>.</p>
<div id="attachment_2231" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/02/Verlorener-Cat-Schoenleinstrasse-Neukoelln-Kottbusser-Damm.jpg"><img class="size-large wp-image-2231" title="Verlorener-Cat-Schoenleinstrasse-Neukoelln-Kottbusser-Damm" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/02/Verlorener-Cat-Schoenleinstrasse-Neukoelln-Kottbusser-Damm-589x441.jpg" alt="Verlorener Cat" width="589" height="441" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p><em>Kottbusser Damm, Berlin-Neukölln.</em><br />
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		<title>Ein Indiana im Frühstücksfernsehen</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Feb 2011 17:52:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[BRASH.de]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/02/24/ein-indiana-im-fruehstuecksfernsehen-harrison-ford-interview/"><img align="right" hspace="5" width="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/02/MORNING_GLORY_Premiere_Patrick-Wilson_Rachel_Mc_Adams_Harrison_Ford-250x214.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt=" " title="MORNING_GLORY_Premiere_Patrick-Wilson_Rachel_Mc_Adams_Harrison_Ford" /></a>Vom Abendprogramm ins Frühstücks - fernsehen: Für die Liebeskomödie „Morning Glory“ wechselt Hollywoodstar Harrison Ford das Fach. Im Interview erklären er, Hauptdarstellerin Rachel McAdams und Regisseur Roger Michell den Spaß daran.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Vom Abendprogramm ins Frühstücksfernsehen: Für die mediensatirische Liebeskomödie „Morning Glory“ wechselt Hollywoodstar Harrison Ford das Fach. Im Interview erklären er, Hauptdarstellerin Rachel McAdams und Regisseur Roger Michell den Spaß daran.</em></p>
<div id="attachment_2208" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/02/MORNING_GLORY_Premiere_Patrick-Wilson_Rachel_Mc_Adams_Harrison_Ford.jpg"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/02/MORNING_GLORY_Premiere_Patrick-Wilson_Rachel_Mc_Adams_Harrison_Ford-250x214.jpg" alt=" " title="MORNING_GLORY_Premiere_Patrick-Wilson_Rachel_Mc_Adams_Harrison_Ford" width="250" height="214" class="size-medium wp-image-2208" /></a><p class="wp-caption-text">Popcornkino: Patrick Wilson, Rachel McAdams und Harrison Ford bei der Premiere in New York</p></div>Als Harrison Ford, der den <a href="http://www.boxofficemojo.com/people/?view=Actor&#038;sort=sumgross&#038;p=.htm">Einspielergebnissen seiner 33 Filme zufolge</a> einer der reichsten Schauspieler der Welt sein dürfte, am vergangenen Wochenende zu Werbezwecken in Deutschland war, hätte man schon ahnen können: „Morning Glory“, die neue Komödie von „Notting Hill“-Regisseur Roger Michell, kann jede PR gebrauchen. Zum vierten Mal in seinem Leben war Weltstar Ford in Berlin, und jedes Mal geht es <em>„vom Flughafen ins Hotel, von Termin zu Termin, zurück ins Hotel und wieder in den Flieger“</em>, wie der 68-Jährige im Interview-Marathon im Ritz Carlton mit professioneller Bedacht (oder Langeweile?) berichtet. Zum Reichstag hatte er es noch geschafft, an Seite von Berlinale-Chef Dieter Kosslick, beim Frühstücksfernsehen war er auch. Eine Art außerordentlicher Pflichttermin, schließlich geht es im mit alten und kommenden Stars besetzten „Morning Glory“ um genau dieses Sujet. Ums Frühstücksfernsehen.</p>
<p><span class="zwischenueberschrift">Erfolg vs. Liebe, Unterhaltung vs. Information</span></p>
<p>Die Lokalsender-Produzentin Becky Fuller (Rachel McAdams) kann ihr Glück kaum glauben: Nach ihrem überraschendem Rausschmiss bekommt sie einen neuen Job bei „Daybreak“, der Morning Show im New Yorker Sender IBS. Was sie nicht ahnt: Programmchef Jerry Barnes (Jeff Goldblum) hat die Aufgabe, den heruntergewirtschafteten Laden zu schließen. Will sie ihren Job und ihr Gesicht bewahren, muss die scheinbar überforderte Becky also alles tun, um die Einschaltquoten innerhalb weniger Wochen in die Höhe zu treiben. Sie kündigt dem neurotischen Anchorman und versucht fortan alles Erdenkliche, ihren alten Helden Mike Pomeroy (Harrison Ford), den grimmigen Dinosaurier des Senders, für den Job zu gewinnen – der als erfahrener Nachrichtenjournalist von der Idee genauso wenig begeistert ist wie die nicht minder narzisstische Co-Moderatorin Colleen Peck (Diane Keaton). Und nebenbei trifft die naive wie süße Becky, natürlich, einen äußerst smarten jungen Mann aus der Nachbarabteilung (Patrick Wilson). Das Chaos der Leidenschaften kann beginnen.</p>
<p><em>„Ob Becky wegen ihrer Unwiderstehlichkeit oder wegen ihrer fachlichen Kompetenz am Ende Erfolg hat? Gute Frage“</em>, findet Rachel McAdams, deren eigene Karriere nach frühen Teenie-Komödien über „Wie ein einziger Tag“ und „Sherlock Holmes“ nun steil nach oben geht und die privat auf <a href="http://www.greenissexy.org">greenissexy.org</a> über Dildo-Recycling und andere ökologische Spielereien bloggt. <em>„Mit Honig fängt man mehr Fliegen“</em>, sagt sie schließlich und lächelt ihr unwiderstehlichstes Lächeln. Und ob Erfolg die Liebe nach sich zieht? <em>„Schön wär’s!“</em>.</p>
<p>„Morning Glory“, mit der 32-jährigen McAdams in ihrer ersten großen Hauptrolle, arbeitet sich oft unterhaltsam an den großen und kleinen Fragen der Medienbranche im Besonderen und des Berufsleben im Allgemeinen ab: Liebe oder Erfolg? Unterhaltung oder Information? Für eine Mediensatire sind die Seitenhiebe nicht bissig genug, für eine romantische Liebeskomödie ist der Cast eigentlich zu stark: Harrison Ford glänzt zwar als misanthroper Journalisten-Opa, der plötzlich vor der Kamera Omelett brutzelt und auch privat nach dem Aufstehen zuerst den Fernseher einschaltet, bleibt aber drehbuchgemäß unter seinen Möglichkeiten.</p>
<p><div id="attachment_2210" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/02/MORNING_GLORY_Harrison_Ford_Mike_Pomeroy.jpg"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/02/MORNING_GLORY_Harrison_Ford_Mike_Pomeroy-589x392.jpg" alt=" " title="MORNING_GLORY_Harrison_Ford_Mike_Pomeroy" width="589" height="392" class="size-large wp-image-2210" /></a><p class="wp-caption-text">Vom Anchorman zum Frühstückskasper: Mike Pomeroy (Harrison Ford)</p></div>
<p><span class="zwischenueberschrift">Ford macht den Pomeroy<br />
</span><br />
<em>„Mag ja sein, dass ich zu den erfolgreichsten Schauspielern gehöre“</em>, räuspert sich Ford, <em>„aber ich nehme Erfolg oder Misserfolg nicht persönlich. Ich mag einfach meinen Job.“</em> Glück habe er natürlich auch gehabt, weil er in den Heydays der Industrie zum Film kam, wie er sagt. Nach seinem Durchbruch als Han Solo in „Star Wars“ und seiner Paraderolle als „Indiana Jones“ glänzte Ford vor allem in Politthrillern wie „Air Force One“ oder „Das Kartell“. Mit „Morning Glory“ wechselt er nun ins seichtere Fach &#8211; ganz wie seine Rolle Mike Pomeroy. Das von Aline Brosh McKenna („Der Teufel trägt Prada“) geschriebene Drehbuch mochte er besonders, er war als erster an Bord. Mit Regisseur Roger Michell („Notting Hill“) und dem Rest des Cast besuchte er Frühstücksfernseh-Redaktionen, die in Wahrheit ja noch viel chaotischer seien als im Film porträtiert. Und Michell selbst, der gerne absurde Hintergründe beobachtet und porträtiert, wusste mit seinem britischem Humor im letzten der drei Gruppen-Interviews die Geschichte und Zukunft von „Morning Glory“ und seiner Schauspieler-Wunschliste wie folgt auf den Punkt zu bringen: <em>„Harrison war von Anfang an scharf darauf, mit zu machen. Rachel ist klinisch entscheidungsunfreudig, bei Ihr dauerte es länger. Patrick ist das eigentliche Mädchen im Film, und die einzige wirkliche Panne bei den Dreharbeiten war der Sturz auf den Hinterkopf von Diane beim Sumo-Ringen – am zweiten Dreh-Tag! Und wie ich für mich entscheide, ob ‚Morning Glory’ ein erfolgreicher Film ist oder nicht? Gute Frage“</em>, sagt er und zögert das erste Mal kurz. <em>„Fragen Sie mich in drei Jahren nochmal. Wenn ich mir meine Filme mit solchem Abstand angucke und mich nicht in Grund und Boden schäme, dann habe ich schon viel gewonnen!“</em></p>
<p><strong><em>Frühstückskomödie:</em></p>
<p>„Morning Glory“ (USA, 2010)<br />
Regie: Roger Michell<br />
Drehbuch: Aline Brosh McKenna<br />
mit: Harrison Ford, Diane Keaton, Rachel McAdams, Jeff Goldblum, Patrick Wilson u.a.</p>
<p>Kinostart: 13. Januar 2011</p>
<p><a href="http://www.morninggloryfilm.de">www.morninggloryfilm.de</a></strong></p>
<p><em>(erschienen auf: <a href="http://unterhaltung.brash.de/articles/details/morning_glory_im_kino_harrison_ford_als_moderierender_miesepeter">BRASH.de</a>, 13. Januar 2011)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2204&amp;md5=300248825d8eadb7c1b55ce32132af81" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Pigalle Bar und der Mitte-Mogul</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Feb 2011 20:23:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
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		<category><![CDATA[gemacht]]></category>
		<category><![CDATA[gesehen]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Gentrifizierung]]></category>
		<category><![CDATA[Neukölln]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/02/11/die-pigalle-bar-und-der-mitte-mogul/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/02/Pigalle_Bar_neu-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt=" " title="Pigalle_Bar_neu" /></a>Die Pigalle Bar und ihre heimliche Wieder-Wiedereröffnung: Weekend-Chef Marcus Trojan bringt Mitte nach Neukölln]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, das hier ist kein Gentrifizierungsblog. Das sollen <a href="http://gentrificationblog.wordpress.com/">andere</a> machen. Weil ich aber an dieser Stelle schon zweimal über die Pigalle Bar in meiner Straße in Neukölln berichtete, fühle ich mich ein bisschen in der Informationspflicht. Im letzten Sommer feierte die <a href="http://fabian-soethof.de/2010/06/27/pigalle-pigalle/">Pigalle Bar Neueröffnung</a>. Felix Gerhardt, einer der 25 Mitbetreiber, kündigte schon damals, nach mehrmonatigem Umbau des jahrelang leerstehenden Ex-Puffs, an: &#8220;Die Bar muss laufen.&#8221; Nun, das tat sie nicht; im Dezember <a href="http://fabian-soethof.de/2011/01/21/berlin-ist-eine-blase-fuer-sich/">schloss sie wieder ihre Türen</a>. Seitdem wurde da drin wieder fleißig und unter Ausschluss der passierenden Öffentlichkeit gewerkelt. Das jetzige Ergebnis macht anfangs glauben, der Kiez hätte tatsächlich seinen Amüsierbetrieb zurück: geschlossene Fenster und Vorhänge, eine Stahltür zum Vorderraum, zwei dunkelgekleidete Türsteher (siehe Foto). Hinter den nun schallgeschützten Mauern aber verbirgt sich eine neue Bar. Keine gewöhnliche Bar, versteht sich. Sondern eine, die Neukölln bislang in derart stylisher Form nicht hatte. Dunkelbraune Wände, Loungecouches, eine glanzpolierte Theke, ein DJ-Pult mit MacBooks und elektronischer Musik, ein Carlsberg für drei Euro, keine Chance auf Tageslicht. Allein das verspiegelte Bad ist geblieben. </p>
<div id="attachment_2188" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/02/Pigalle_Bar_neu.jpg"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/02/Pigalle_Bar_neu-589x441.jpg" alt=" " title="Pigalle_Bar_neu" width="589" height="441" class="size-large wp-image-2188" /></a><p class="wp-caption-text">Wie einladend: Dass die neue Pigalle Bar geöffnet hat, sieht man allein an den mißtrauischen Türstehern hinterm Guckloch. Wie zu Puff-Zeiten, vermutlich.</p></div>
<p>&#8220;Das soll hier ein Rückzugsort für die Neuköllner werden&#8221;, erklärt einer der Barkeeper das neue Konzept. Welche Neuköllner er damit meint, verrät er nicht. Man darf aber annehmen, dass es sich um jene Neuköllner der zugezogeneren Art handelt* und die ihnen folgenden Touristen. Schließlich ist der neue Betreiber der Pigalle Bar kein anderer als Marcus Trojan. Trojan ist 37 (und, Achtung: gebürtiger Schwabe), betreibt seit 2004 den Weekend-Club am Alexanderplatz und seit November des vergangenen Jahres das <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/vertrauen-ist-besser/1969894.html">&#8220;Trust&#8221;</a> in der Torstraße, eine &#8220;Kontakt-Bar&#8221;. Die Betreiber der Pigalle Bar, einst ein &#8220;Amüsierbetrieb mit Anbahnung&#8221;, hätten ihm die Übernahme angeboten, er habe angenommen, heißt es. Jetzt, nach der fast heimlichen Wiedereröffnung der Pigalle Bar &#8211; man kann ja von draussen außer des neuen Namenschildes mit dem alten Namen darauf nichts sehen oder hören! -, soll sie von Mittwoch bis Sonntag jeden Abend ab 20 Uhr geöffnet haben. Eine Homepage oder irgendeine Art von Werbung gibt es bisher nicht. Soll bestimmt ein Geheimtipp bleiben.<br />
<em><br />
*Disclaimer: Ich selbst wohne auch erst seit Dezember 2009 in Neukölln</em><br />
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		<title>Jonathan Safran Foer: Tiere Essen</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Feb 2011 11:42:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[zitty]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/02/11/jonathan-safran-foer-tiere-essen/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/02/tiere_essen-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt=" " title="tiere_essen" /></a>Der Popstar unter den Fleischkonsum-Kritikern: Bestseller-Autor Jonathan Safran Foer und sein philosophisches Sachbuch "Tiere Essen"]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der Popstar unter den Fleischkonsum-Kritikern: Bestseller-Autor Jonathan Safran Foer und sein philosophisches Sachbuch &#8220;Tiere Essen&#8221;</em></p>
<p><div id="attachment_2180" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/02/tiere_essen.jpg"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/02/tiere_essen.jpg" alt=" " title="tiere_essen" width="300" height="491" class="size-full wp-image-2180" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>Die Gastrokollegen halten ihn für einen Appetitverderber, die FAZ für den Günter Wallraff der Mastbetriebe: Bestseller-Autor Jonathan Safran Foer („Alles Ist Erleuchtet“) polarisiert mit „Tiere Essen“, einem überfälligen Sachbuch, dessen Argumente meist Fakten sind, die, einmal verdaut, einnehmlicher kaum sein könnten. Eigentlich wollte Foer nur wissen, wie er seinen Sohn am gesündesten ernährt. Nun lässt er Schlachthofarbeiter, sogenannte „Knocker“, Tierschutzaktivisten, „gute“ und „böse“ Farmer, deren Nachbarn und vor allem sich selbst zu Wort kommen. Im Grunde fördern seine dreijährigen Recherchen kaum wirkliche Neuigkeiten zu Tage – nur ihr akribisches Ausmaß ist neu und nachhaltig beeindruckend. Foer konzentriert sich auf die ethischen, ökologischen und gesundheitlichen Aspekte des Allesessens und belegt: Außer des Geschmacks und dem Hunger, unter dem wir schließlich nicht leiden müssen, gibt es keinen guten Grund, Fleisch aus Massentierhaltung zu essen, dafür viele dagegen. So ist „Tiere Essen“ kein Manifest des Vegetarismus oder Veganismus, sondern Dokument einer persönlichen Übung in Verzicht, ein Plädoyer gegen Massentierhaltung und –fischerei und ein Denkanstoß zur bewussteren Ernährung. Wegen des ausführlichen Anhangs des <a href="http://www.vebu.de/">VEBU</a> zur Sachlage in Deutschland trotz holpriger Übersetzung unbedingt als deutsche Ausgabe lesen. Und dann überlegteren Guten Appetit.</p>
<p><strong>Aus dem amerikanischen Englisch von Isabel Bogdan, Ingo Herke und Brigitte Jakobeit. Kiepenheuer &#038; Witsch, Köln 2010. 399 Seiten,19,95 Euro</strong></p>
<p><em>(gekürzt erschienen in: <a href="http://www.zitty.de">zitty</a> 2/2011, 13. Januar, Seite 32)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2178&amp;md5=63b7a55e7e9058b77abaf5b69dbc9cac" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>„Wir unterstützen die Originalkünstler“</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/02/10/mash-up-parties-berlin-dj-morgoth-interview/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Feb 2011 19:36:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrichshain]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Pop]]></category>
		<category><![CDATA[zitty]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/02/10/mash-up-parties-berlin-dj-morgoth-interview/"><img align="right" hspace="5" width="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/02/Mash-Up-Germany-Bootie-Berlin-589x390.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt=" " title="Mash-Up Germany Bootie Berlin" /></a>Mash-Up-Parties und Bastard Pop: Was ist das eigentlich? Der Bootie Berlin Crew-DJ André Z. a.k.a. DJ Morgoth muss es wissen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Mash-Up-Parties und Bastard Pop: Was ist das eigentlich? Der Bootie Berlin Crew-DJ André Z. a.k.a. DJ Morgoth muss es wissen.</em></p>
<p>2003 dürfte ein wichtiges Jahr für die André Z. und seine Crew gewesen sein. Die belgischen Brüder Stephen und David Dewaele brachten unter dem Namen „2 Many DJs“ ein Album auf den Markt, auf dem sie in einem einzigen Remix Peaches mit Velvet Underground, The Stooges mit Salt’n‘Pepa oder Nena mit Destiny’s Child verschmolzen und damit ein musikalisches Genre aus den Clubs in den Mainstream hievten, deren Erschaffung man bislang nur in rechtlicher Grauzone tüftelnden Computernerds zuschrieb: Bastard Pop. Zeitgleich wurde in San Francisco die Bootie-Partyreihe gegründet, die von dort aus schnell Los Angeles, New York, Paris oder München erreichte. „Bastard Pop nannten es die Engländer, Mash-Ups die Amis“, erinnert sich der als DJ Morgoth bekannte Berliner Z. heute, acht Jahre später. „Beides beschreibt eigentlich das gleiche: Das Instrumental aus einem mit den Vocals aus einem anderen Song neu zusammensetzen. Nur ist die Qualität heute viel viel besser als damals.“</p>
<p>Seit 2007 organisiert Z. unter seinem Künstlernamen Mash-Up-Parties in Berlin. Angefangen hat er im U5-Club in Friedrichshain mit „Mash-Up Your Bootz“, seit 2009 legt der 26-Jährige gemeinsam mit David W. a.k.a. BenStiller a.k.a. Sprague a.k.a. Mashup-Germany und Christian V. a.k.a. Dr. Waumiau als Bootie Berlin Crew unter dem Motto „Wir ruinieren Deine Lieblingslieder“ jeden dritten Freitag im Monat im Cassiopeias in der Revaler Straße auf. Dass diese Parties genreübergreifend sind und keinen Platz für Szenedenken lassen sollen, liegt in der Natur der Sache und im Hintergrund der Initiatoren: Z. kommt ursprünglich aus der Heavy-Metal-Szene, W. aus dem Rock und Reggae, V. aus dem Electro-Bereich. Entsprechend tanzen auf dem Dancefloor Fans aller Genres gemeinsam zu Mash-Up-Klassikern wie Metallica vs. Punjabi MC oder Blur („Song 2“) vs. Deichkind („Remmidemmi“), „vom Luftgitarren-Schwinger bis zum Szenemädel. Das ist unser Bild einer perfekten Bootie-Party“, erklärt Z..</p>
<div id="attachment_2169" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/02/Mash-Up-Germany-Bootie-Berlin.jpg"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/02/Mash-Up-Germany-Bootie-Berlin-589x390.jpg" alt=" " title="Mash-Up Germany Bootie Berlin" width="589" height="390" class="size-large wp-image-2169" /></a><p class="wp-caption-text">Alles außer Szenedenken: Momentaufnahme einer MashUp-Party</p></div>
<p>Rechtliche Probleme lassen da nicht lange auf sich warten. Während die Clubs ihre GEMA-Pauschalen zahlen, musste Z. seinen DJ Morgoth-Blog wegen dort zum Download angebotenen Mixen bis auf Weiteres schließen. Die Plattenfirmen hingegen freuen sich in der Regel über die Gratispromotion und damit einhergehende Club-Credibility ihrer Künstler, weiß Z.: „Die Labels bieten uns mittlerweile selbst neue Songs an“, sagt er, „und wir haben ja auch keine bösen Absichten: Wir wollen die Originalkünstler unterstützen.“</p>
<p><strong>Mash-Up Your Bootz, jeden dritten Freitag im Monat, 23 Uhr, Cassiopeias, Revaler Str. 99, Friedrichshain, S- und U-Bahn Warschauerstr., Eintritt 6, mit Flyer 4 Euro, <a href="http://www.bootieberlin.com">www.bootieberlin.com</a></strong></p>
<p><em>(erschienen in: <a href="http://www.zitty.de">zitty</a> 2/2011, 13. Januar, Seite 58)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2125&amp;md5=93183b9d11d68bfd8c4bf3baead6c0d5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Silbereisen, Billig-Puf und Jackass, oder: Wonach Sie suchen (3)</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Jan 2011 14:03:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Alles beim Alten: Auch in den wetterbedingt zugriffsstärkeren Monaten November, Dezember 2010 und Januar 2011 sucht der gemeine Internet-User offenbar am liebsten nach, nun ja, der Befriedigung von Grundbedürfnissen und Gossip. Wenn man denn manchen Suchbegriffen, die ihn oder sie hierher führten, Glauben schenkt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alles <a title="http://fabian-soethof.de/2010/08/27/suchanfragen-ueber-google/" href="http://fabian-soethof.de/2010/08/27/suchanfragen-ueber-google/">beim</a> <a title="http://fabian-soethof.de/2010/11/01/suchbegriffe-september-oktober-2010/" href="http://fabian-soethof.de/2010/11/01/suchbegriffe-september-oktober-2010/">Alten</a>: Auch in den wetterbedingt zugriffsstärkeren Monaten November, Dezember 2010 und Januar 2011 sucht der gemeine Internet-User offenbar am liebsten nach, nun ja, der Befriedigung von Grundbedürfnissen und Gossip. Wenn man denn manchen Suchbegriffen, die ihn oder sie hierher führten, Glauben schenkt.</p>
<ul>
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</ul>
<p>P.S.: Ja, ich weiß, dass ich mit diesen Veröffentlichungen Öl ins SEO-Feuer gieße. Ja!<br />
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		<title>Eine Blase für sich</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Jan 2011 20:40:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/01/21/berlin-ist-eine-blase-fuer-sich/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2010/11/Kiezkiller-Neukoelln-Sanderstrasse-01122010-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="" title="Kiezkiller-Neukoelln-Sanderstrasse-01122010" /></a>Über T-Shirt-Läden in Neukölln, voreiligen Hipster-Alarm und Berlins Gentrifizierungsdebatten]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2013" class="wp-caption alignright" style="width: 377px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2010/11/Kiezkiller-Neukoelln-Sanderstrasse-01122010.jpg"><img class="size-full wp-image-2013" title="Kiezkiller-Neukoelln-Sanderstrasse-01122010" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2010/11/Kiezkiller-Neukoelln-Sanderstrasse-01122010.jpg" alt="" width="367" height="522" /></a><p class="wp-caption-text">So einfach ist das auch nicht: Jetzt werden die Zugezogenen schon per Steckbrief gesucht</p></div>Was wäre Berlin ohne seine Gentrifizierungsdebatten. Drüben beim <a href="http://www.medienpiraten.tv/blog/?p=2023">Medienpiraten</a> diskutierten sie zwischen den Jahren erschöpfend über das gute alte und eventuell nicht mehr so gute neue Prenzlauer Berg, und auch Neukölln lebt ja seit geraumer Zeit von Existenzängsten der zugezogeneren Art. Im Sommer wurde ein ehemaliger Puff in meiner Straße in eine Kneipe <a href="http://fabian-soethof.de/2010/06/27/pigalle-pigalle/">umfunktioniert</a>, und jetzt, kaum ein halbes Jahr später, hat die Pigalle Bar nach offenkundigen anhaltenden Anlaufschwierigkeiten und wegen mangelndem Charme, Schaumweinabenden und PR-Veranstaltungen schon wieder geschlossen. Vielleicht machen sie ja wieder einen Puff auf, wahrscheinlicher aber eine neue Bar oder ein Restaurant. Ich werde das noch früh genug in Erfahrung bringen.</p>
<p>In der Zwischenzeit sind hier aber auch andere Dinge passiert. Der verschneite Winter konnte <a href="http://fabian-soethof.de/2010/09/03/gentrifizierungskritik-in-kreuzberg-und-neukoelln/">Kreuzkotze</a> nicht von den Dächern schmelzen. Allein die Sanderstraße verzeichnete mit einem &#8220;Vintage Coffee &amp; Clothes&#8221;-Laden namens <a href="http://singblackbird.com/">Sing Blackbird</a>, dem zu einer Clubbar umfunktionierten Heartbreaker und dem Restaurant Pika Pika gegenüber vom Sanderstüb&#8217;l mindestens drei Neueröffnungen. In der Friedelstraße gibt es mit Aapka (vorher: Mona Lisa) und Chelany nun ein indisches und ein pakistanisches Restaurant innerhalb von 200 Metern und einen neuen Galerieraum (Soy Capitan), im richtigen Nord-Neukölln hat Barry Burns von der schottischen Postrockband Mogwai aus dem Donau-Eck den Hipstertreffpunkt &#8220;Das Gift&#8221; <a href="http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=ku&amp;dig=2011/01/03/a0143&amp;cHash=400dce787f">gemacht</a>. Und in der Hobrechtstraße gibt es jetzt einen Hipstery Store.</p>
<p><em>&#8220;Mit Hipstern hat das nichts zu tun&#8221;</em>, sagt der 27-jährige Geschäftsführer Adam Fletcher. Fletcher ist Brite und möchte lieber Dr. Willem genannt werden, und der Laden, für dessen Anmietung er und sein Team die 90-jährige Vermieterin nach eigener Aussage sehr lange überzeugen mussten (&#8220;Keine Kneipe, keine Spielothek, kein Lärm&#8221;), ist Büro sowie Ausstellungs- und Lagerfläche für seinen Mystery Shirt-Onlineversand <a href="http://hipstery.com">Hipstery.com</a>. Für die <a href="http://www.zitty.de/verbraucher-wissen-nicht-was-sie-wollen.html">zitty</a> hatte ich mit Fletcher und seinem Kollegen Manuel Meurer/Mad Dog über die Beweggründe zur Geschäftsidee dahinter <a href="http://fabian-soethof.de/2010/12/28/%e2%80%9everbraucher-wissen-nicht-was-sie-wollen%e2%80%9c-adam-fletcher-im-interview/">gesprochen</a> &#8211; und am Rande natürlich auch über die Wahl des Viertels.</p>
<p><div id="attachment_2081" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2010/12/Hipstery_Store_Neukoelln_Hobrechtstrasse_Adam_Fletcher_Interview.jpg"><img class="size-large wp-image-2081" title="Hipstery_Store_Neukoelln_Hobrechtstrasse_Adam_Fletcher_Interview" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2010/12/Hipstery_Store_Neukoelln_Hobrechtstrasse_Adam_Fletcher_Interview-589x392.jpg" alt="" width="589" height="392" /></a><p class="wp-caption-text">Hipstery Store, Hobrechtstraße, Neukölln</p></div>
<p><strong>Adam, Manuel: Warum Neukölln?</strong></p>
<p>Dr. Willem: Wir hatten bereits ein Büro in der Nähe, in der Friedelstraße. Außerdem wohnen Mad Dog und ich am Schlesischen Tor und unser Programmierer in Schöneberg, also suchten wir irgendwas dazwischen. Wir mochten die Gegend und fanden das Objekt, eine bewusste Vorab-Entscheidung für diesen Kiez gab es aber nicht. Außerdem bin ich erst seit März 2010 in Berlin und kenne mich kein Stück aus. Meine Freundin und ich haben uns 35 Wohnungen angesehen, jeweils mit rund 50 Mitbewerbern. Wir hätten also auch ganz woanders landen können. So aber kamen wir an unser erstes Büro in der Friedelstraße und haben dort den Kiez schätzengelernt. Es passierte dort seitdem soviel, wir überlegen bereits, noch näher an unser Büro zu ziehen.</p>
<p>Mad Dog: Hier ist es noch nicht so überflutet von Touristen, Hipsters und Spaniern. Es fühlt sich noch so an wie das frühere, entspannte Kreuzberg.</p>
<p>Dr. Willem: Wenn wir richtig Geld machen wollten, hätten wir den Laden nicht hier eröffnet. Sondern in Mitte. Aber dann müssten wir auch härter arbeiten &#8211; worauf wir keine Lust haben!</p>
<p>Mad Dog: Oder auf in den Bergmannkiez. Und dann aber doppelte Miete bezahlen.</p>
<p><strong>Warum heißt das Geschäft dann Hipstery?</strong></p>
<p>Dr. Willem: Auch das war, wie die Idee zum Geschäft an sich, keine bewusste Entscheidung, was jetzt klingen muss, als hätten wir ein Geschäft ohne einen einzigen Gedanken aufgebaut. Ich fuhr mit dem Rad Richtung Kneipe und sprach mit einem Kumpel über die Idee. „Hip“ sollte es sein, im Sinne von alter englischer Hipness, aber auch Mystery musste eine Rolle spielen. Eine hippe Mystery. Hipstery. Als wir in der Bar ankamen, sind wir gleich ins Internet und haben uns die Domain gesichert. Das war im Juni oder Juli 2009 in Leipzig, im August sind wir online gegangen mit der englischen Version. Die deutsche folgte im Mai 2010. In Leipzig gibt es keine Hipsters, da war der Name kein Problem.</p>
<p><strong>Hier in Berlin provoziert er gleich ein <a href="http://fabian-soethof.de/2010/11/24/ein-washechter-berliner/">ganz bestimmtes Bild</a> im Kopf.</strong></p>
<p>Dr. Willem: Ja, hier in Berlin. Das ging so richtig letztes Jahr los, diese Hipsterwelle, mit entsprechenden Blogs und Büchern dazu. Gentrifizierung und Hipsters, die zwei großen Wörter hier. Wir werden auch ständig gefragt, ob wir ein Service für Hipsters seien.</p>
<p>Mad Dog: Das Wort bekam erst in den letzten fünf Jahren diese negative Konnotation.</p>
<p>Dr. Willem: Das Wort &#8220;hip&#8221; mag ich eigentlich sehr gerne. Es kommt, glaube ich, ursprünglich aus den 1940ern. Erst nachdem wir das Geschäft starteten, wandelte sich das Wort wirklich zum Schlechten. Das ist schade. Berlin ist da aber eine Blase für sich.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/16116523?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="588" height="331" frameborder="0"></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/16116523">&#8220;Offending the Clientele&#8221;, Freies Neukölln, Pannierstraße Ecke Weserstraße</a></p>
<p style="text-align: right;"><em>via <a href="http://www.mitvergnuegen.com/2010/gentrifizierung/">Mit Vergnügen</a></em></p>
<p>Die Berliner Gentrifizierungsdebatten werden weitergehen. Ich mag diese Stadt.<br />
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 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=1845&amp;md5=677f7a510e00e7685a441fd530cba1db" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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