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	<title>Fabian Soethof</title>
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	<description>Aus Freude am Schreiben. Seit April 2010.</description>
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  <title>Fabian Soethof</title>
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		<title>Die dunkle Seite der Macht</title>
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		<pubDate>Sat, 05 May 2012 21:02:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feature]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2012/05/05/caligola-musikexpress/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/05/Caligola_Candles_Universal_2012-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Caligola" title="Caligola_Candles_Universal_2012" /></a>Die Indie-Rock-Routiniers machen in Kutten-Dance: CALIGOLA heißt das neue Projekt von Gustaf Norén und Björn Dixgård. Es möchte dunkel und geheimnisvoll sein, ist aber auch ein kleines bisschen albern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die Indie-Rock-Routiniers machen in Kutten-Dance: CALIGOLA heißt das neue Projekt von Gustaf Norén und Björn Dixgård. Es möchte dunkel und geheimnisvoll sein, ist aber auch ein kleines bisschen albern.</em></p>
<p>Herr Wollter ist ein sehr freundlicher Mann. In Anzug und Winterjacke empfängt er den Journalisten in der Lobby des Hotel de Rome in Berlin. Was man denn schon über Caligola wisse, fragt er. Nun, dass es angeblich keine Band ist, sondern ein Künstler-Kollektiv, das schon existiert haben soll, bevor die zwei Typen von Mando Diao ein Album unter dem gleichen Namen aufnahmen, und das „für sich selbst sprechen“ wolle. Kurzum: das, was die Plattenfirma und das Internet bisher verlautbarten.</p>
<p>Das, so entgegnet Caligola-Pressesprecher Herr Wollter, der mit Vornamen Christopher heißt und eigentlich ein schwedischer Schauspieler ist, der immerhin schon mal in einem „Tatort“ ein paar Sätze sagen durfte, sei richtig. Es gehe um die Unterordnung des künstlerischen Egos in ein größeres Ganzes. Die Caligola-Idee sei schließlich sehr alt. Sie sei in den 70er-Jahren von einer älteren Dame namens Violetta entwickelt worden, habe 30 Jahre geschlafen und erwache nun durch Maler in New York, Ausstellungen in Stockholm, Filmemacher in Hongkong und eben diese Platte rund um die Welt zu neuem Leben. Wie viele Mitglieder es insgesamt gibt, weiß Herr Wollter nicht, behauptet er. „Wir können dann mal zu den Jungs gehen“, sagt er und führt den Journalisten ein Stockwerk höher in einen vertäfelten Salon mit hohen Decken und Kamin. In schwarzen Kutten malen Gustaf Norén, Björn Dixgård, die HipHop-Brüder Salla und Masse Salazar und Reggae-Musiker Nutty Silver dort ein Bild, legen Platten auf zwei Turntables auf, hängen auf der Couch ab.</p>
<div id="attachment_2872" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/05/Caligola_Candles_Universal_2012.jpg"><img class="size-full wp-image-2872" title="Caligola_Candles_Universal_2012" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/05/Caligola_Candles_Universal_2012.jpg" alt="Caligola" width="589" height="393" /></a><p class="wp-caption-text">Herr Wollter ist ausgerechnet hier nicht im Bilde. Die zwei geilen Hengste auf Öl auch nicht. (Universal)</p></div>
<p>Der erste öffentliche Auftritt von Caligola liegt bald ein Jahr zurück. Damals spielten Mando Diao bei Rock am Ring und Caligola auf der Aftershowparty. Im November traten Norén und Dixgård bei den Musikexpress Style Awards in Berlin auf und kehrten für die Zugabe scheinbar spontan in eben jenen Kutten zurück, in denen sie nun ihre Interviews geben. Verstörung im Publikum, Irritation beim Modeexperten: von einem „albernen Wichtelmännchen-Spektakel“ <a href="http://www.musikexpress.de/style/article122657/jan-joswig-kontrolliert-caligola.html">sprach ME-Autor Jan Joswig</a>. Gustaf Norén und Björn Dixgård waren zuletzt fleißig. Innerhalb von vier Jahren veröffentlichten sie mit Mando Diao ihr fünftes Hitalbum &#8220;Give Me Fire&#8221;, eine Unplugged- und eine Greatest-Hits-Platte. Sie tourten ausgiebig, eine schwedischsprachige Veröffentlichung ist in der Pipeline. Und: Nun steht also das Caligola-Debüt &#8220;Back To Earth&#8221; in den Läden. Das Vorabvideo zu „Sting Of Battle“ zeigt Bilder von Initiationsriten, Jungfrauenopferungen und komisch gewandeten Gottesjüngern. Ist das nun Musik für Leute, die die Romane von Dan Brown oder Stieg Larssons Schweden-Trilogie ernst nehmen? Wie ernst nehmen Caligola sich denn selber? „Wir sind keine Sekte, nicht politisch und nicht religiös“, sagt Dixgård, lächelt müde und spricht davon, dass Kunst solche Dinge eben dürfe. Aber davon hat Herr Wollter ja schon erzählt.</p>
<p>Auf &#8220;Back To Earth&#8221; gastieren unter anderem die schwedische „Pop Idol“-Gewinnerin Agnes („Release Me“), Johnossi-Drummer Oskar Bonde und die Gospel-Diva LaGaylia Frazier. Der Techno-Vielflieger Paul van Dyk soll für Remixe sorgen, das Video zu „Sting Of Battle“ stammt von Lovisa Inserra, die mit Mando Diao auch schon die Clips zu „Ochrasy“ und „Good Morning, Herr Horst“ gedreht hat. Im Studio haben die beiden Mando-Diao-Chefs das letzte Wort. Es sind ihre Songs, die improvisierend zu Beats, etwa auf Partys und in Cafés, und nicht wie bei Mando Diao daheim in der Küche oder im Bad entstanden sind. Tatsächlich orientieren sich Tracks wie „My Sister Rising“, „Morning Light“, „Violettas Dance“ und der Tanzflächenfüller „Forgive/Forget“ deutlich mehr an Reggae, HipHop und Disco als an Rockmusik. Es sind Stücke, die bei Mando Diao nicht direkt im Mülleimer gelandet wären, aber auch nicht auf ein Album gepasst hätten. Überraschend klingen sie nicht. Vielleicht, weil die Musik von Mando Diao schon wegen der Stimmen der Macher nicht allzu weit entfernt ist. Insgesamt entsteht der Eindruck: Hier wird musikalische Planwirtschaft mit schwarzen Kutten, falschen Legenden und komischem Kunstkram kaschiert.</p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/s-peigL31bM" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
<em>Herr Wollter. Ist schon ein netter Mann.</em></p>
<p>Norén schielt in Richtung Nutty Silver. Der pinselt einige Meter entfernt weiter mit Ölfarben an dem Caligola-Gemälde herum, das zwei weiße Hengste vor dunkelblauem Hintergrund zeigt. Die sollen mit ihren erigierten Schwänzen und dem zentralen Leuchtkern in Form einer Klitoris wohl so eine Art Weltneuschöpfung symbolisieren. Norén erklärt: Man sehe sich selbst in der Tradition von Künstler-Kollektiven aus den Siebzigern. Auch das Studio 54 sei da zu nennen, ohnehin Leute wie Andy Warhol und Lou Reed, aber auch Musiker-Kollegen wie Michael Jackson und Lil Wayne. „Jackson war kein eingefahrener Indie-Typ, der an nur einer Idee festhielt“, sagt Dixgård. „Und Lil Waynes &#8216;Tha Carter 3&#8242; ist wahrscheinlich eines der besten Alben der letzten zehn Jahre“, findet Norén. „Danach veröffentlichte er eines der schlechtesten aller Zeiten. Dafür braucht man schon Eier.“</p>
<p>Oder einen Hang zum Größenwahn, was ein gutes Stichwort ist: Caligula, so lehren die Geschichtsbücher, ist der Name, den sie dem egozentrischen Kaiser von Rom, Gaius Iulius Caesar, nach seinem Tode verpassten. Mando Diao, eine der erfolgreichsten Indie-Rockbands der letzten zehn Jahre, verkündeten schon in ihren Anfängen, besser als die Kinks, die Rolling Stones und Oasis zu sein. Wenn es nun bei Caligola wirklich um die Überwindung der Egos geht, ist die Frage: Sind Dixgård und Norén bescheidener geworden? Ist die Sache mit der Selbstüberschätzung vorbei? „Ja, wir hatten mit Mando Diao unseren Egoboost“, sagt Dixgård genervt und beginnt erneut, von der neuen Netzwerkerei zu schwärmen. Mal am Rande gefragt: Wenn das nun so eine superdemokratische Angelegenheit ist, warum halten dann bei den Interviews eigentlich er und Norén ihre Gesichter hin und nicht irgendwelche Künstler aus Hongkong? „Wir sind Performer, die ihr Talent bei Caligola einbringen. Man hätte uns doch ohnehin erkannt“, entgegnet Norén. Im Twitter-Account von Caligola posteten sie übrigens neulich das <a title="https://twitter.com/#!/CaligolaMusic/status/154679198789799940/photo/1" href="https://twitter.com/#!/CaligolaMusic/status/154679198789799940/photo/1" target="_blank">angeblich einzige existierende Foto von Violetta</a>, der wundersamen Gründerin des Projekts. Es zeigt eine selbst gebastelte Madonnenfigur auf einem Balkon. Die Überschrift: „Violetta Calesi, unsere Königin und bescheidene Führerin“. Gustaf Norén und Björn Dixgård stülpen sich am Ende des Interviews ihre Kapuzen über und werfen zum Abschied einen Blick auf das verlaufene Gemälde. Sie wollen es vielleicht dem Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit schenken, erzählen sie. Der wird sich bedanken.</p>
<p><em>(erschienen in: <a href="http://www.musikexpress.de">Musikexpress</a>, April 2012, S. 70-71)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2775&amp;md5=09ea02a2f9ac6230f3b946c7c92ab63b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Radar: Michael Kiwanuka</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 16:24:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<category><![CDATA[mehr Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Kiwanuka]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2012/04/09/michael-kiwanuka/"><img align="right" hspace="5" width="140" src="http://www.brash.de/files/2012/03/Michael-Kiwanuka-Pressefoto-08-2012-Sam-Butt-Interview-640.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="" title="Michael Kiwanuka" /></a>Nach dem Grammy-Regen auf Adele sieht die Welt nun auf einen jungen Londoner. Die Kritik feiert Michael Kiwanuka schon jetzt als Newcomer des Jahres.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die Retrosoul-Welle ebbt nicht ab. Nach dem Grammy-Regen auf Adele sieht die Welt nun auf einen jungen Londoner. Die Kritik feiert Michael Kiwanuka schon jetzt als Newcomer des Jahres.</em></p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.brash.de/files/2012/03/Michael-Kiwanuka-Pressefoto-08-2012-Sam-Butt-Interview-640.jpg"><img class=" " title="Michael Kiwanuka" src="http://www.brash.de/files/2012/03/Michael-Kiwanuka-Pressefoto-08-2012-Sam-Butt-Interview-640.jpg" alt="" width="512" height="266" /></a><p class="wp-caption-text">Vielleicht der Newcomer des Jahres 2012: Michael Kiwanuka aus Nord-London</p></div>
<p>Michael Kiwanuka kann von Glück sagen, dass sein Debütalbum „Home Again“ bereits im Kasten ist. Der Erwartungsdruck, den die Welt seit Kiwanukas erster Single, der Motown-Hommage „Tell Me A Tale“, aufgebaut hat, würde wohl jede Kreativität im Keim ersticken. „Es freut mich natürlich, dass die Leute meine Musik hören wollen“, sagt Kiwanuka etwas unsicher, „aber ich mache das hier nicht, um allen zu gefallen. Es wird sicher Leute geben, die meine Musik nicht mögen.“ Dürfte bald nur schwer werden, die zu finden.</p>
<p>Eine Karriere im Rampenlicht der Popmusik hatte Kiwanuka nie geplant. Als Sohn von ugandischen Eltern, die unter dem Regime des Diktators Idi Amin in den Achtzigern nach London auswanderten, wuchs Kiwanuka mit seinem älteren Bruder in Muswell Hill in einer „weißen Mittelklasse“ auf, wie er sagt. Wie alle Kids auf seiner Schule hörte er Blur, Nirvana und The Offspring, später auch A Tribe Called Quest und Pharcyde. Zur Gitarre kam er, nachdem er Bob Dylan entdeckt hatte. „Bob Dylan und Otis Redding sind für mich dort, wo jeder hin will“, sagt er. „Was auch immer Musik erreichen kann, ihre Musik tut das.“ Vor ein paar Monaten war Kiwanuka noch Studiogitarrist für jeden, „der mir dafür Geld gegeben hat“ – bis er nach kleinen eigenen Gigs bemerkte, dass den Leuten seine souligen Folksongs offenbar gefallen.</p>
<p>„Schon bei ‚Tell Me A Tale‘ dachte ich, wir wären zu weit gegangen. Wer will denn schon Saxofon-Soli und Flöten hören?“, sagt Kiwanuka. Die Antwort steht fest: deutlich mehr, als Kiwanuka je zu träumen gewagt hätte. Auf Bescheidwisser-Radios ist „Tell Me A Tale“ schon ein Hit, doch das Potenzial des Songs ist universal. Mit Ausnahme von Nischensendern kann er eigentlich auf allen Heavy Rotations der Welt landen. Das Video zum Song hat Kiwanuka während seines letztjährigen Toursupports für Adele auf Super 8 in Hamburg und Berlin selbst gedreht. Das dazugehörige Album „Home Again“ ist eine Art Best-of aus drei bereits erschienenen EPs.</p>
<p>„Wenn Musik, wie im aktuellen Fall von Adele, nicht mehr nur ein cooles Szeneding ist, über das Pitchfork Media bloggt, sondern wieder Teil einer Kultur und von Menschen überall gehört wird … wenn meine Songs so wahrgenommen werden würden – dann wird das ein erfolgreiches Jahr für mich“, sagt Kiwanuka. Bis seine Musik in der Mainstreamkultur angekommen ist, vertreibt er sich die Zeit mit neuen Songs und Kollaborationsanfragen. „Es gehen ein paar E-Mails hin und her“, <a href="http://musik.brash.de/2012/03/29/michael-kiwanuka-interview/">sagt er, hält sich knapp</a> und nennt nur einen Namen: „Die Black Keys sind cool, mit denen würde ich gerne was zusammen machen.“</p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/uoyr8eMzdRs" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>• Die BBC führt Kiwanuka auf Platz eins ihrer <a href="http://www.bbc.co.uk/music/soundof/2012/artists/michaelkiwanuka/#p00n0vyt">„Sound Of 2012“-Liste</a>.</p>
<p>• Er spielte im Vorprogramm von Adele und Laura Marling, bevor er einen Song veröffentlicht hatte.</p>
<p>• Seine dritte EP erschien im Januar und heißt, wie sein Album, „Home Again“.</p>
<p>• Kiwanukas Vater ist Elektro-Ingenieur, seine Mutter hatte über die Jahre diverse Gelegenheitsjobs.</p>
<p>• Kiwanuka ist seit seiner Kindheit Fan des englischen Fußballvereins Tottenham Hotspurs. Ein Freund hatte eine Dauerkarte fürs Stadion, dessen Schwester auch. Weil die aber nicht so auf Fußball steht, „tat ich früher einfach so, als wäre ich seine Schwester und ging mit“, sagt Kiwanuka.</p>
<p>• Der Videodreh zu „Tell Me A Tale“ in Berlin hat Kiwanuka angefixt: Er kann sich vorstellen, nach Berlin zu ziehen. „Ist nicht zu weit weg von London, aber weit genug.“</p>
<p><em>(erschienen in: <a title="http://www.musikexpress.de/magazin/features/article284916/auf-dem-musikexpress-radar-michael-kiwanuka.html" href="http://www.musikexpress.de/magazin/features/article284916/auf-dem-musikexpress-radar-michael-kiwanuka.html" target="_blank">Musikexpress, April 2012</a>)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2780&amp;md5=7d8e8f69c2a23e18edf8dd826b39daf6" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Geh‘ doch nach Berlin</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2012/04/09/berlin-hype/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 15:38:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2012/04/09/berlin-hype/"><img align="right" hspace="5" width="140" src="http://www.westzeit.de/pics/interviews/04_04_0504_04_angelika-express-5.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Pioniere des Berlin-Hass: Angelika Express in ihrer damaligen Besetzung" title="" /></a>Hadern mit dem Hype: Berlin hat in der deutschen Popmusik den Zenit seiner Beliebtheit überschritten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Hadern mit dem Hype: Berlin hat in der deutschen Popmusik den Zenit seiner Beliebtheit überschritten. Nur sagen will das noch nicht jeder.</em></p>
<p>Berlin war für die Musikszene mal das, was es für <a title="http://fabian-soethof.de/tag/start-ups/" href="http://fabian-soethof.de/tag/start-ups/">Internet-Start-ups</a> heute ist: eine angesagte Stadt. Bärtige Folkhipster aus Williamsburg, schlaue Songschreiber aus Hamburg, erwachsenere Indiekids aus Schwaben oder totgesagte Musiksender und Branchenmessen aus Köln, alle wollten sie hier her ziehen. Viele Kreative wollen es noch immer, weil Berlin &#8211; man spricht davon schließlich überall &#8211; doch alles hat. So viele Clubs, eine so lebendige Szene, so billige Mieten, so billiges Bier. Und so viel Leerraum! Das ist aber nur noch die halbe Wahrheit: Parallel zum Hype stellt sich ebenso eine Lähmung, eine Antipathie ein, die bestenfalls in müde Ironie verfällt. Weil Berlin sein Versprechen nicht immer einlösen kann, und weil die Reflexe in der Popmusik zwischen Sender und Empfänger die gleichen wie im echten Leben sind: Auf hip folgt Hype, auf Hype folgt Hass, auf Hass folgt Spott und Müdigkeit. Aber von vorne.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.westzeit.de/pics/interviews/04_04_0504_04_angelika-express-5.jpg"><img src="http://www.westzeit.de/pics/interviews/04_04_0504_04_angelika-express-5.jpg" alt="Pioniere des Berlin-Hass: Angelika Express in ihrer damaligen Besetzung" width="500" height="407" /></a><p class="wp-caption-text">Pioniere des Berlin-Hass: Angelika Express in ihrer damaligen Besetzung</p></div>
<p>Der Verfall des guten Rufs kam schleichend. „Geh doch nach Berlin, wohin Deine Freunde ziehen“ <a title="http://www.youtube.com/watch?v=45C6sITpcxs" href="http://www.youtube.com/watch?v=45C6sITpcxs" target="_blank">rief das Kölner Trio Angelika Express</a> seinem Umfeld und den Indiekids noch 2003 hinterher. Viva und die Popkomm hatten sich zu dieser Zeit bereits verabschiedet. Auch in Hamburg packten Unternehmen und Künstler die Umzugskisten. Universal zog an die Spree, Bands und Musiker wie Tomte, Olli Schulz, Gisbert zu Knyphausen, Felix Gebhard und Jochen Distelmeyer zogen hinterher, Kettcar und ihr kleines Qualitätslabel Grand Hotel Van Cleef blieben. Vor zwei Jahren erst bezogen die österreichischen Kritikerlieblinge Ja, Panik eine WG in Friedrichshain, „weil sich viel vom Bandalltag bald in Berlin abspielte, wegen banaler Sachen wie der Agentur oder dem Label“, sagte <a title="http://musik.brash.de/articles/detail/ja_panik_im_interview_nichts_ist_schlimmer_als_selbsterklaerung/" href="http://musik.brash.de/articles/detail/ja_panik_im_interview_nichts_ist_schlimmer_als_selbsterklaerung/" target="_blank">Sänger und Songschreiber Andreas Spechtl</a> damals. Aber sterben wolle er hier nicht. Seine Berliner Labelkollegen Die Türen sangen in ihrem Hit „Indie Stadt“ 2007 gegen elitäre Ausgrenzung an, heute, im <a title="http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&amp;v=BtiMjKrLWcI" href="http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&amp;v=BtiMjKrLWcI" target="_blank">Vorab-Video zu ihrer neuen Single „Rentner und Studenten“</a>, protestieren sie im bohémen Prenzlauer Berg immerhin für mehr Freizeit und weniger Stress. Ein Schelm, wer darin Ironie erkennen will. Und letztes Jahr widmeten die einstigen Punkrocker Jupiter Jones, deren aktuelles Album von einem Berlin-Münchner Majorlabel gerade richtig gemolken wird, ihren angeblich nur stellvertretend so betitelten Song „Berlin“ all denen, die ihr Glück in der Ferne suchen und in eine Stadt projizieren, die das nicht erfüllen kann. Das klingt schon fast wieder romantisch.</p>
<h3>Der größte Club der Welt</h3>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 373px"><a href="http://www.ghvc.de/fileadmin/presse/kettcar/KT2012-5.jpg"><img title="Kettcar 2012" src="http://www.ghvc.de/fileadmin/presse/kettcar/KT2012-5.jpg" alt="Hatten eigentlich noch nie was gegen Berlin: Kettcar, hier wie im Familienalbum" width="363" height="545" /></a><p class="wp-caption-text">Hatten eigentlich noch nie was gegen Berlin: Kettcar, hier wie im Familienalbum</p></div>
<p>„Unser Berlin-Hass ist milder geworden“, gestanden Kettcar der zitty denn auch schon <a title="http://christophkoch.wordpress.com/2008/05/17/kettcar-im-interview-%E2%80%9Emein-berlinhass-ist-deutlich-milder-geworden%E2%80%9C/" href="http://christophkoch.wordpress.com/2008/05/17/kettcar-im-interview-%E2%80%9Emein-berlinhass-ist-deutlich-milder-geworden%E2%80%9C/" target="_blank">vor vier Jahren</a>. Damals war ein Grund, dass Freund und Labelpartner Thees Uhlmann nach Berlin zog, der Liebe wegen. Sänger Marcus Wiebusch schrieb 2005 eine Ballade über Fernbeziehungen, „48 Stunden“ hieß die, und widmete sie auf Konzerten regelmäßig seinem Kumpel. Heute, in der Single „Im Club“ von Kettcars neuem, viertem Album „Zwischen den Runden“, singt Wiebusch: „Du spürst es, es wird nichts mehr werden, Du fühlst es, in tausenden Scherben, und siehst wie der große Plan zerfällt (…). Kommt zusammen, im allergrößten Club der Welt“. Zeilen, die man ohne Weiteres als Kommentar gegen die Stilisierung von Berlin als Allheilsbringer und Partymetropole lesen kann. „Nein nein nein, damit hat das nichts zu tun, oh je, muss ich den Song doch erklären“, antwortet Wiebusch prompt <a title="http://musik.brash.de/2012/02/09/kettcar-marcus-wiebusch-reimer-bustorff-interview/" href="http://musik.brash.de/2012/02/09/kettcar-marcus-wiebusch-reimer-bustorff-interview/" target="_blank">im Interview</a> und erklärt, dass du und ich und wir alle dieselben Probleme haben. Mit dem Älterwerden, mit den zerplatzenden Träumen, mit dem Arrangieren in der eigenen Bürgerlichkeit. Ein Anti-Vereinzelungs-Song sei das, und nach Berlin gingen ja viele Leute mit ganz verschiedenen Hoffnungen. „Dass das Scheitern dieser Stadt anders innewohnt als Böblingen, liegt in der Natur der Sache“, sagt Wiebusch. Aber nur auf Berlin habe er das niemals gemünzt. Die Völkerwanderung, beobachtet er im Freundeskreis, habe vor drei bis vier Jahren stattgefunden, der Berlin-Hype sei vorbei. Und überhaupt: Gentrifizierung macht er längst auch an der Elbe aus, nachzuhören in „Schrilles buntes Hamburg“.</p>
<p>Dass man mit dem Image von Berlin aber nicht bloß hadern, sondern auch Karriere machen kann, beweisen aktuell Kraftklub aus Chemnitz wie sonst keiner. In ihrem Song „Ich will nicht nach Berlin“ folgen sie der Tradition von Angelika Express und singen gegen Menschen mit kleinen Projekten, großen Brillen, viel Freizeit und wenig Geld, kurz: gegen all das, was man seit ein paar Jahren gemeinhin als Hipster bezeichnet. Witze über den Stereotyp des verhassten Neu-Berliners haben sie damit auf die große Bühne in den Mainstream gebracht: Bei Raabs Bundesvisionsongcontest belegten die fünf Sachsen den fünften Platz und haben, glaubt man dem Erfolg und den seitdem eingefahrenen Vorschusslorbeeren, vielen Zuschauern aus der Seele gesprochen. Vielleicht stimmte aber auch nur die musikalische Mischung aus Indiedisco, zackigem Postpunk, Zitatwahnsinn, Mittelfinger und Augenzwinkern, so genau weiß man das nie, wegen ach so toller Texte rufen die Leute sonst ja nur für Unheilig und Tim Bendzko an. Seitdem werden Kraftklub nicht müde zu betonen, dass sie Berlin gar nicht scheiße fänden, sondern im Gegenteil gerne und oft da wären. Auf ihrem im Januar erschienenen Debüt „Mit K“ machen sie übrigens noch Stimmung gegen die, na klar, „Scheissindiedisko“, Liebeslieder und Liam Gallagher – und für Karl-Marx-Stadt, wie sie ihre Heimat liebevoll nennen.</p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/K0rEQHbo7PQ" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Berlin bleibt vorerst und im Bestfall eine Hassliebe. Die, die da sind, spielen es runter oder lachen darüber; die, die noch nicht da sind, wollen gar nicht mehr kommen. Exil-Hamburger Olli Schulz, dessen neues Album im März erscheint, beschwerte sich neulich in seiner eigenen Radiosendung auf radioeins, dass wegen so sympathischer Zugezogener wie ihm die Stadt erst so beliebt geworden sei, wie sie ist. „Und was passiert? Jetzt suche ich eine Wohnung und finde keiner mehr!“. Hipsterbashing geht offenbar noch immer. Und Thees Uhlmann, der einstige Vorzeige-Wahl-Berliner, ist übrigens teilweise wieder nach Hamburg gezogen. Mit Berlin und der „Nach mir die Sintflut“-Kultur seiner Bewohner und Touristen, mit all den kaputten Bierflaschen auf der Straße zum Beispiel, sei er einfach nicht warm geworden, sagte er in einem Radio-Interview. Bei Kettcar: kein Grund zur Schadenfreude. „Er hat es der Liebe wegen gemacht – und da verstehe ich erst mal alles“, sagte Wiebusch der zitty schon damals, und heute: „Freuen wir uns einfach, dass er wieder mehr in Hamburg ist.“</p>
<p><em>(erschienen in: <a title="http://www.zitty.de/kettcar-kraftklub-jupiter-jones-vereint-in-der-berlinkritik.html" href="http://www.zitty.de/kettcar-kraftklub-jupiter-jones-vereint-in-der-berlinkritik.html" target="_blank">zitty 4/2012</a>)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2778&amp;md5=d18b760a095ed3b0ecbf10bb60bb89f7" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Das Handy in der Wolke</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2012/04/09/phonedeck/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 13:42:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2012/04/09/phonedeck/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/04/PhoneDeck-2012-Georg-Roske-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Phonedeck" title="PhoneDeck-2012-Georg-Roske" /></a>Wie Phonedeck ein zweiter Bildschirm für das eigene Mobiltelefon werden soll]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Aus der zitty-Serie “Berliner Internet-Start-ups”, Folge 11: Wie Phonedeck ein zweiter Bildschirm für das eigene Mobiltelefon werden soll</em></p>
<div id="attachment_2840" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/04/PhoneDeck-2012-Georg-Roske.jpg"><img class="size-full wp-image-2840" title="PhoneDeck-2012-Georg-Roske" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/04/PhoneDeck-2012-Georg-Roske.jpg" alt="Phonedeck" width="300" height="487" /></a><p class="wp-caption-text">Schulte, Fitzek, Klein: Die Phonedeck-Gründer, hier auf einem anderen Dach (Foto: Georg Roske)</p></div>
<p>Verstecken müssten sie sich mit ihrer Geschäftsidee nicht. Im fünften Stock eines Hinterhof-Neubaus in der Schwedter Straße tüfteln Frank Fitzek, Gerrit Schulte, Jens-Philipp Klein und ihr Team seit rund einem Jahr an Phonedeck.com, einer Art Desktop-Verwaltungsoberfläche für die Endgeräte von Vieltelefonierern. Hinter verschlossenen Türen, Codeschlössern und stählernen Aufzügen wirkt ihr Hauptquartier ein bisschen wie ein Hochsicherheitstrakt. „Für die Lage können wir nichts“, scherzt Mitgründer Fitzek, „das war die Idee von Christophé Maire, der sagte: Als Start-up sollten wir besser nah an Mitte sein“. Und was der umtriebige Berliner Investor und Unternehmer <a title="http://www.zitty.de/christophe-maire.html" href="http://www.zitty.de/christophe-maire.html" target="_blank">Maire</a> (txtr‘, Soundcloud etc.) anfasst, kann so  mißerfolgsversprechend nicht sein.</p>
<p>Phonedeck soll  wie ein zweiter Bildschirm und wie eine Fernbedienung für das Mobiltelefon funktionieren. So ist das zuhause oder im Auto vergessene Handy kein Ärgernis mehr, solange ein Computer in der Nähe ist. Dank IP-Schnittstelle kann über alle gängigen Browser auf das Gerät zugegriffen und Anrufe getätigt und entgegengenommen werden. Phonedeck ordnet ferner die Kontakte nach Top-10, nach Kollegen oder nach gemeinsamen Hobbies, zum Beispiel, kumuliert zwei oder mehrere Telefonnummern, archiviert ungenutzte Nummern und generiert detailgenaue Nutzungsstatistiken. Kurzum: Es soll die eigene Handy-Nutzung zu verstehen helfen. Den statistischen Vergleichsaspekt – Phonedeck synchronisiert bestehende Kontakte nicht nur via sozialer Netzwerke wie Facebook und LinkedIn, es veröffentlicht auf Wunsch dort auch eigene Aktionen &#8211;  nennt Fitzek „Private Benchmarking“. Ein Trend, dem soziale Netzwerke und Ortungsdienste ihren Erfolg erst zu verdanken haben.</p>
<p>Phonedeck ist im eigenen Nutzungsszenario Spielzeug und Effizienzoptimierer gleichermaßen, ein Tool für Privatpersonen und Geschäftskunden. Die ursprüngliche Idee hätten sie schon 2003 gehabt, sagt der 40-jährige Fitzek, der seit über 15 Jahren in der Branche in Berlin arbeitet. Die ersten privaten mobilen Clouds gab es aber erst drei Jahre später. Die Betaversion unterstützt ausschließlich Android-Geräte, andere mobile Betriebssysteme sollen folgen. Geld verdienen will Phonedeck mit Geschäftskundenangeboten und individuellen Firmenlösungen.</p>
<p>Eine Crux hat die Idee dennoch: Low-End-Verbraucher, also Besitzer älterer Handymodelle, profitieren eher von <a title="Phonedeck.com" href="http://www.phonedeck.com" target="_blank">Phonedeck</a>, weil sie ihr olles Gerät nicht mehr in die Hand nehmen müssen. Und Besitzer moderner Smartphones spielen ja nun lieber auf der Touchscreenoberfläche als auf ihrem Schreibtischmonitor.  „Klar“, wissen auch die Gründer Fitzek, Schulte und Klein, „wer viel mobil ist, hat vom Dualismus weniger“.</p>
<p><em>(erschienen in: <a title="http://www.zitty.de/phonedeck.html" href="http://www.zitty.de/phonedeck.html" target="_blank">zitty 8/2012</a>)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2770&amp;md5=cabc250679ff234e425b81a45a8ef145" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>„Wir alle sind längst Avatare“</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2012/04/09/twinkomplex/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 13:18:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2012/04/09/twinkomplex/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/04/Dr_Martin_Burckhardt_TwinKomplex-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Martin Burckhardt, TwinKomplex" title="Dr_Martin_Burckhardt_TwinKomplex" /></a>Wie das transmediale Berliner Browserspiel TwinKomplex Realität und Fiktion endgültig vereinen soll]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><em>Aus der zitty-Serie “Berliner Internet-Start-ups”, Folge 10: Wie das </em>transmediale Berliner Browserspiel TwinKomplex Realität und Fiktion endgültig vereinen soll</em></p>
<p><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/04/Dr_Martin_Burckhardt_TwinKomplex.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-2833" title="Dr_Martin_Burckhardt_TwinKomplex" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/04/Dr_Martin_Burckhardt_TwinKomplex.jpg" alt="Martin Burckhardt, TwinKomplex" width="280" height="420" /></a>Glaubt man Dr. Martin Burckhardt, dann wird in Tempelhof gerade die Welt revolutioniert, wie wir sie kennen. Burckhardt ist Programmierer, Spieleentwickler, Kulturtheoretiker und seit dem letzten Jahr Geschäftsführer der <a title="http://www.ludicphilosophy.com/" href="http://www.ludicphilosophy.com/" target="_blank">Ludic Philosophy GmbH</a>. Vor allem aber ist er Philosoph. „Sie und ich, wir alle sind längst Avatare“, sagt er und spricht mit der Leidenschaft eines kleinen Jungen von Friedrich Nietzsche, von Norbert Elias, von Sozialprestige durch Social Games, von der Aufgabe des Individuums – und von seinem Sohn, dessen Video- und Computerspielverständnis Burckhardt erst auf die millionenteure Entwicklung von Twinkomplex gebracht habe.</p>
<p>TwinKomplex ist ein kostenloses Browserspiel, das seit November 2011 online ist und seine komplexe und variable Handlung erst in dessen Verlauf offenbart. Als Teil der so genannten &#8220;Dezentralen Intelligenz Agentur&#8221; muss der Spieler anhand von Hinweisen aus dem Off, aus dem Netz und von anderen Nutzern auf einer Google Maps-Satelliten-Oberfläche Rätsel lösen, anfangs etwa das mysteriöse Verschwinden einer Frau in Berlin. Ein virtuelles Labor, Mock-Homepages im Netz, Regieanweisungen von Strohmännern und Videoschnipsel von Berliner Orten sollen dabei helfen und davon ablenken. Der Fortschritt des Spiels steht und fällt mit der Teamarbeit mit anderen echten Usern, den Agenten &#8211; und hakt in den ersten etwas holprigen Monaten noch an der notwendigen Partizipation der ersten paar tausend Angemeldeten. Ein kurzweiliger Spielspaß ist TwinKomplex ohnehin nicht – laut Drehbuch ist die Geschichte und ihre Missionen auf mehrere Jahre angelegt.</p>
<div id="attachment_2832" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/04/Andrea-Schoningh-01-TwinKomplex_589.jpg"><img class="size-full wp-image-2832" title="Andrea Schoningh 01 TwinKomplex_589" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/04/Andrea-Schoningh-01-TwinKomplex_589.jpg" alt="TwinKomplex" width="589" height="331" /></a><p class="wp-caption-text">Fühlte sich verfolgt und ward plötzlich verschwunden: Andrea Schöning als Annette Lohmann in &quot;TwinKomplex&quot;</p></div>
<p>Mit Schauspielern wie Anne Ratte-Polle, Irm Hermann, Sebastian Blomberg und Robert de Niros Synchronsprecher Christian Brückner drehte Burckhardt  in den Räumen des stillgelegten Tempelhofer Flughafengebäudes, in denen er und seine Programmierer, Autoren und Requisiteure auch arbeiten, über 300 Stunden Bewegtbildmaterial. Die ersten fünf Monate programmierte Burckhardt Nacht für Nacht allein, bis ihm sein „Living Novel“ selbst zu groß wurde. TwinKomplex sei „kein Buch, kein Film, kein Spiel“, sagt er. Von dem vor Jahren mal erfolgreichen Online-Game „Second Life“ hält er nichts, das sei für digitale Hinterwäldler.</p>
<p>Die Kosten einer derart hehren Produktion übernimmt bisher ein Hamburger Privatinvestor. Langfristig finanzieren will und muss sich <a title="twinkomplex.com" href="http://www.twinkomplex.com" target="_blank">TwinKomplex</a> durch den Erwerb von virtueller Währung und Gütern sowie durch Product Placement. Den Schritt zur Revolution haben Burckhardt und sein Team bereits getan: Die selbsterschaffene lernfähige Künstliche Intelligenz namens HAL9001 soll „die Welt der Games von der Einengung einer Geschichte durch Entscheidungsbäume befreien“, lassen sie via Agenten-Newsletter verlautbaren.</p>
<p><em>(erschienen in: <a title="http://www.zitty.de/twinkomplex-2.html" href="http://www.zitty.de/twinkomplex-2.html" target="_blank">zitty 7/2012, S. 66</a>)</em></p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/bArws3XiUAw" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2772&amp;md5=d453482a6c5690df59005284ede5ed3b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>„Wir bauen kein Fernsehen nach“</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2012/04/09/tweek-tv/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 12:49:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2012/04/09/tweek-tv/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/04/Tweek_TV_Gruender-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="" title="Tweek_TV_Gruender" /></a>Aus der zitty-Serie "Berliner Internet-Start-ups", Folge 9: Wie Tweek Fernsehen wieder zum Erlebnis machen will]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Aus der zitty-Serie &#8220;Berliner Internet-Start-ups&#8221;, Folge 9: Wie Tweek Fernsehen wieder zum Erlebnis machen will</em></p>
<div id="attachment_2824" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/04/Tweek_TV_Gruender.jpg"><img class="size-full wp-image-2824" title="Tweek_TV_Gruender" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/04/Tweek_TV_Gruender.jpg" alt="" width="300" height="450" /></a><p class="wp-caption-text">Die Gründer von Tweek.tv: Koerbitz, Hartl, Düe (v.l.)</p></div>
<p>Das Fernsehen hat Marcel Düe irgendwann nur noch gelangweilt. Seit ein  paar Jahren, seit der rasenden Verbreitung von Breitbandinternet, Social  Media und Tablet-Computern, frustriert es ihn, sich nach der Arbeit in  der einzigen Hoffnung auf die Couch zu knallen und die Glotze  anzuschalten, irgendein Programm zu finden, das ihm gefällt. Wäre doch  toll, dachte Düe, wenn Fernsehen wieder ein Erlebnis werden würde. Wenn  er als Zuschauer das „Was“, „Wann“ und „Wo“ selber so bestimmen und sich  Tipps von Freunden holen könnte, wie es Anbieter wie Spotify und  Last.fm für das Radio längst vorgemacht hatten. Fertig war die  Geschäftsidee, aufgrund derer Düe gemeinsam mit Klaus Hartl und Sven  Koerbitz vor rund einem Jahr Tweek gründete.</p>
<p>Tweek.tv will kein eigener Online-Sender werden. „Wir bauen kein Fernsehen nach, wir verhandeln keine eigenen Lizenzen“, sagt der 31-jährige Düe heute im Tweek-Quartier, einem verglasten Erdgeschoss-Büroraum in einem Hinterhof in der Münzstraße in Mitte. Das heißt konkret: Tweek.tv hostet keine eigenen Inhalte, es bündelt das Angebot der kostenpflichtigen Video-On-Demand-Anbieter  iTunes, Amazon VoD, Netflix, Lovefilm, Crackle und Vudu unter einem Dach und verrät, welche Filme meinen Freunden gefallen – der Login funktioniert ausschließlich über den eigenen Facebook-Account. So sieht der Nutzer auf Tweek.tv zwar, welche seiner digitalen Bekanntschaften „The Big Lebowski“ mögen oder „Dr. House“ gesehen haben und erfährt, wo er sich diese Empfehlungen zu welchem Preis anschauen kann. Beliebte US-amerikanische Serien etwa werden aber vor ihrer deutschen Erstausstrahlung auch bei Tweek nicht zu finden sein. Düe, der seit zehn Jahren in der Berliner Internetbranche, zuletzt als Plattformmanager bei einem Mobilfunkunternehmen, arbeitet, ist dennoch optimistisch: „Ich lehne mich zurück und entdecke für mich spannende Inhalte &#8211; zusammengestellt von Kuratoren, deren Interessen und Geschmack ich teile. Das können Freunde, Celebrities oder andere interessante Menschen sein“, so sein Szenario.</p>
<p><a title="tweek.tv" href="http://www.tweek.tv" target="_blank">Tweek.tv</a> befindet sich noch in der geschlossenen Beta-Phase und wird vorerst nur auf dem iPad funktionieren, ein Launchtermin steht noch nicht fest. Auch andere Anbieter machen sich in ihren Sparten auf, Fernsehen einem veränderten Nutzerverhalten anzupassen, <a title="http://fabian-soethof.de/2011/06/07/tape-tv-ceo-conrad-fritzsch-interview/" href="http://fabian-soethof.de/2011/06/07/tape-tv-ceo-conrad-fritzsch-interview/">tape.tv</a> oder TunedIn, zum Beispiel. Grund zur Eile sieht Düe nicht und versucht, den Erfolg realistisch einzuschätzen: „Fernsehen ist stark habitualisiert. Das wird noch dauern, bis wir oder irgendwer den Service hin bekommt, der so richtig cool ist. Das ist aktuell noch kein Rennen gegen die Zeit.“</p>
<p><em>(erschienen in: <a title="http://www.zitty.de/folge-9-tweek.html" href="http://www.zitty.de/folge-9-tweek.html" target="_blank">zitty, 5/2012, S. 63</a>)</em></p>
<p><em>Update: Tweek.tv launchte seine <a title="http://kress.de/tagesdienst/detail/beitrag/115271-entdeckungsoberflaeche-fuer-inhalte-ipad-app-tweek-verlinkt-empfehlungen-mit-inhalten.html" href="http://kress.de/tagesdienst/detail/beitrag/115271-entdeckungsoberflaeche-fuer-inhalte-ipad-app-tweek-verlinkt-empfehlungen-mit-inhalten.html" target="_blank">iPad-App am 19. März 2012</a><br />
</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2732&amp;md5=72118482c42f2e4261a21bf6d7abc6e5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>„Wir wollen der Lonely Planet 2.0 werden“</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2012/04/09/gidsy/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 12:45:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2012/04/09/gidsy/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/01/Gidsy_Founders_Floris_Edial_Dekker_Philipp_Wassibauer-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Gidsy" title="Gidsy_Founders_Floris_Edial_Dekker_Philipp_Wassibauer" /></a>Aus der zitty-Serie "Berliner Internet-Start-Ups", Folge 7: Wie Gidsy ein virtueller Marktplatz für Aktivitäten werden will ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Aus der zitty-Serie &#8220;Berliner Internet-Start-ups&#8221;, Folge 7: Wie Gidsy ein virtueller Marktplatz für Aktivitäten werden will</em><strong><br />
</strong></p>
<p>Edial Dekker mag Pilze. Das ist noch keine Geschäftsidee, aber die Suche nach Experten, die ihm zeigen, wo er in seiner neuen Wahlheimat mehr über seine Lieblingszutat erfährt und findet, ließ dem gelernten Koch keine Ruhe. Seit zweieinhalb Jahren lebt der 27-jährige Niederländer in Berlin, gründete dort mit seinem Bruder Floris das Designstudio <a title="http://yourneighbours.de/" href="http://yourneighbours.de/" target="_self">„Your Neighbours“</a> und arbeitete unter anderem für Kunden wie <a title="Etsy.com" href="http://ww.etsy.com" target="_blank">Etsy.com</a>. So einen Kunst- und Handwerks-Marktplatz müsste es doch auch für Spezialisten geben, die ihre Ortskenntnisse und Fähigkeiten mit Suchenden teilen möchten, dachte Dekker also im Sommer 2011. Ein paar Wochen später waren seine bisherigen Kunden aufgegeben, Gidsy.com gemeinsam mit seinem Bruder und dem Österreicher Philipp Wassibauer gegründet und Investoren gefunden, im November ging die Seite online.</p>
<div id="attachment_2664" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/01/Gidsy_Founders_Floris_Edial_Dekker_Philipp_Wassibauer.jpg"><img class="size-full wp-image-2664" title="Gidsy_Founders_Floris_Edial_Dekker_Philipp_Wassibauer" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/01/Gidsy_Founders_Floris_Edial_Dekker_Philipp_Wassibauer.jpg" alt="Gidsy" width="589" height="299" /></a><p class="wp-caption-text">Dekker, Dekker, Wassibauer: So sehen sie aus, die Gründer von Gidsy.com</p></div>
<p>Das Modell hinter Gidsy ist einfach: Orts- und Fachkundige bieten in Führungen oder Workshops ihre Kenntnisse und ihr Können an und setzen Teilnehmerzahl und Preis selber fest. Für fünf Euro zum Beispiel führt Igor S. Berlin-Interessierte durch Coffeeshops und die Geschichte des Kaffees, für 30 Euro gibt Mira O’Brien einen dreistündigen Zeichenkurs; Teilnehmer können im Nachhinein transparent bewerten und kommentieren, wie es ihnen gefallen hat. Für jede Buchung kassiert Gidsy eine zehnprozentige Vermittlungsgebühr. Dass die Leute sich über Gidsy finden, dann aber privat verabreden, kann Dekker nicht ausschließen, baut aber auf den Community-Charakter. Mitmachen und anbieten kann erstmal jeder, der eine real existierende Person und keine Firma ist: „Wir checken nicht alle Angebote gegen, das soll wie Youtube funktionieren“, hofft Dekker.</p>
<p>An <a title="www.gidsy.com" href="http://www.gidsy.com" target="_blank">Gidsy.com</a> arbeiten in einem versteckten Dachgeschoss-Fabrikloft am Kottbusser Tor zurzeit sechs Mitarbeiter. Ende Januar werden es schon zehn sein, schließlich soll Berlin nur der Anfang gewesen sein. Lokalisierungen für Amsterdam und New York gibt es bereits, San Francisco, London und eine deutschsprachige Version folgen – und dank Facebook, Twitter und Co. soll Gidsy schnell zum Selbstläufer werden: „Wir wollen der Lonely Planet 2.0 werden“, sagt Dekker über seinen Marktplatz für Aktivitäten. Er selbst habe darüber schon Kochkurse angeboten und in seiner eigenen Küche neue Freunde und Rezepte gefunden, sagt er. Und sogar einen regionalen Pilzexperten.</p>
<p><em>(erschienen in: <a title="http://www.zitty.de/folge-7-gidsy.html" href="http://www.zitty.de/folge-7-gidsy.html" target="_blank">zitty 2/2012, S. 58</a>)</em><strong><br />
</strong></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2661&amp;md5=a807adc4863c3ea769ce1d08cef35d97" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Carbon Copies</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Mar 2012 14:58:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<guid isPermaLink="false">http://fabian-soethof.de/?p=2810</guid>
		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2012/03/28/carbon-copies/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/03/Pressemitteilung-an-offenen-Verteiler_schwarz-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Screenshot" title="Pressemitteilung an offenen Verteiler_schwarz" /></a><p>Zwei E-Mails aus meinem heutigen Posteingang:</p>
<p><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/03/Pressemitteilung-an-offenen-Verteiler_schwarz.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2821" title="Pressemitteilung an offenen Verteiler_schwarz" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/03/Pressemitteilung-an-offenen-Verteiler_schwarz.jpg" alt="Screenshot" width="589" height="276" /></a></p>
<blockquote><p><strong>Betreff: Pressemitteilung &#8211; Launch der Crowd-Founding-Plattform &#8220;___&#8221;</strong></p>
<p>Sehr geehrter Damen und Herren,</p>
<p>___ ist der einfachste Weg, ein eigenes Projekt über das Internet zu finanzieren. Dafür kooperiert ___ bereits zum Start mit über 700 verschiedenen Online-Shops, u.a. mit ___, ___, und ___. Werden die Einkäufe über die ___-Website oder das Browser-Add-on getätigt, fließt vom Shopbetreiber ein Bonus in das ausgewählte Projekt. Die Höhe des Bonus variiert von Shop zu Shop. Der Einkauf wird</p></blockquote><p>&#8230; <a href="http://fabian-soethof.de/2012/03/28/carbon-copies/" class="read_more"><br />weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei E-Mails aus meinem heutigen Posteingang:</p>
<p><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/03/Pressemitteilung-an-offenen-Verteiler_schwarz.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2821" title="Pressemitteilung an offenen Verteiler_schwarz" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/03/Pressemitteilung-an-offenen-Verteiler_schwarz.jpg" alt="Screenshot" width="589" height="276" /></a></p>
<blockquote><p><strong>Betreff: Pressemitteilung &#8211; Launch der Crowd-Founding-Plattform &#8220;___&#8221;</strong></p>
<p>Sehr geehrter Damen und Herren,</p>
<p>___ ist der einfachste Weg, ein eigenes Projekt über das Internet zu finanzieren. Dafür kooperiert ___ bereits zum Start mit über 700 verschiedenen Online-Shops, u.a. mit ___, ___, und ___. Werden die Einkäufe über die ___-Website oder das Browser-Add-on getätigt, fließt vom Shopbetreiber ein Bonus in das ausgewählte Projekt. Die Höhe des Bonus variiert von Shop zu Shop. Der Einkauf wird dadurch allerdings nicht teurer. Man muss nichts zahlen oder spenden, sondern das Geld sammeln funktioniert ganz einfach nebenbei, wenn man einen Online-Einkauf tätigt.</p>
<p>Die weiteren Informationen entnehmen Sie bitte der beiliegenden Pressemitteilung.</p>
<p>Für Fragen stehe ich Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung.</p>
<p>Herzlichen Gruß,</p>
<p>Christian ___<br />
-Geschäftsführer-</p></blockquote>
<blockquote><p><strong>Re: Pressemitteilung &#8211; Launch der Crowd-Founding-Plattform &#8220;___&#8221;</strong></p>
<p>Sehr geehrter Herr ___,</p>
<p>ich schlage als erstes Projekt das Thema &#8220;Wie bediene ich meine Email-Software unter besonderer Berücksichtigung des Datenschutzes von</p>
<p>349 Email-Adressinhabern&#8221; vor.</p>
<p>Nichts für ungut,</p>
<p>Manuela</p></blockquote>
<p><em>(Leerstellen und Schwärzungen von mir)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2810&amp;md5=c2331c07fd33888ff6d6c49284886857" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Dem Hund geht es nicht gut</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2012/03/14/dem-hund-geht-es-nicht-gut/</link>
		<comments>http://fabian-soethof.de/2012/03/14/dem-hund-geht-es-nicht-gut/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 Mar 2012 14:32:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2012/03/14/dem-hund-geht-es-nicht-gut/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/03/Freizeit_Revue_12_2012_Angelika_Milster_Tod-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Angelika Milster in der Freizeit Revue: Tod nach Routine-OP?" title="Freizeit_Revue_12_2012_Angelika_Milster_Tod" /></a><p>Mich durchfuhr der Hauch eines Schocks beim ersten Anblick der folgenden Überschrift (und das nicht, weil Angelika Milster jetzt wie Gwyneth Paltrow aussähe):</p>
<p>Ärztepfusch? Allergie? Eine unentdeckte Krankheit? Was ist da bloß passiert? Bevor Sie lange rätseln -</p>
<p>hier die Auflösung:</p>
<p>Arme Erna, wirklich. Aber auch: Puuh! Und das war nur die erstbeste Seite, die ich aufschlug. Das wird noch eine wahre Adrenalin-Achterbahnfahrt, die weitere Lektüre der <a title="http://www.hubert-burda-media.de/geschaeftsfelder/verlage-inland/marken/-freizeit-revue_aid_8258.html" href="http://www.hubert-burda-media.de/geschaeftsfelder/verlage-inland/marken/-freizeit-revue_aid_8258.html" target="_blank">&#8220;Freizeit Revue&#8221;</a>. Darauf einen Schmortopf.</p>
<p><em>(Mehr Klatschblatt-Skandale <a title="http://www.juliane-wiedemeier.de/?p=1818" href="http://www.juliane-wiedemeier.de/?p=1818"</em>&#8230; <a href="http://fabian-soethof.de/2012/03/14/dem-hund-geht-es-nicht-gut/" class="read_more"><br />weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mich durchfuhr der Hauch eines Schocks beim ersten Anblick der folgenden Überschrift (und das nicht, weil Angelika Milster jetzt wie Gwyneth Paltrow aussähe):</p>
<div id="attachment_2795" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/03/Freizeit_Revue_12_2012_Angelika_Milster_Tod.jpg"><img class="size-full wp-image-2795" title="Freizeit_Revue_12_2012_Angelika_Milster_Tod" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/03/Freizeit_Revue_12_2012_Angelika_Milster_Tod.jpg" alt="Angelika Milster in der Freizeit Revue: Tod nach Routine-OP?" width="589" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Angelika Milster in der &quot;Freizeit Revue&quot;: &quot;Tod nach Routine-OP&quot;</p></div>
<p>Ärztepfusch? Allergie? Eine unentdeckte Krankheit? Was ist da bloß passiert? Bevor Sie lange rätseln -</p>
<p>hier die Auflösung:</p>
<div id="attachment_2796" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/03/Freizeit_Revue_12_2012_2_Angelika_Milster_Tod_Erna.jpg"><img class="size-full wp-image-2796" title="Freizeit_Revue_12_2012_2_Angelika_Milster_Tod_Erna" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/03/Freizeit_Revue_12_2012_2_Angelika_Milster_Tod_Erna.jpg" alt="Angelika Milster und Dackeldame Erna in der Freizeit Revue" width="589" height="723" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Es braucht noch Zeit für eine neue Liebe&quot;: Trauer um Dackeldame Erna, nicht um Angelika Milster</p></div>
<p>Arme Erna, wirklich. Aber auch: Puuh! Und das war nur die erstbeste Seite, die ich aufschlug. Das wird noch eine wahre Adrenalin-Achterbahnfahrt, die weitere Lektüre der <a title="http://www.hubert-burda-media.de/geschaeftsfelder/verlage-inland/marken/-freizeit-revue_aid_8258.html" href="http://www.hubert-burda-media.de/geschaeftsfelder/verlage-inland/marken/-freizeit-revue_aid_8258.html" target="_blank">&#8220;Freizeit Revue&#8221;</a>. Darauf einen Schmortopf.</p>
<p><em>(Mehr Klatschblatt-Skandale <a title="http://www.juliane-wiedemeier.de/?p=1818" href="http://www.juliane-wiedemeier.de/?p=1818" target="_blank">hier</a>, <a title="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/wenn-man-als-redaktion-einen-fehler-gemacht-hat/" href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/wenn-man-als-redaktion-einen-fehler-gemacht-hat/" target="_blank">hier</a> und <a title="http://klatschkritik.blog.de/2012/02/24/hurra-ente-12926855/" href="http://klatschkritik.blog.de/2012/02/24/hurra-ente-12926855/" target="_blank">hier</a>, zum Beispiel)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2793&amp;md5=d705040981f059adcfef987b1ca4621a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Listenwahn 2011: Die Serien des Jahres</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2012/03/04/listenwahn-2011-die-serien-des-jahres/</link>
		<comments>http://fabian-soethof.de/2012/03/04/listenwahn-2011-die-serien-des-jahres/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 04 Mar 2012 12:48:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bevor auch 2012 Geschichte ist: Hier, nach den Filmen des Jahres, meine Serien des Jahres 2011. Nehmt das, Deadlines!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Bevor auch 2012 Geschichte ist: Hier, nach den <a href="http://fabian-soethof.de/2012/01/24/listenwahn-2011-die-filme-des-jahres/">Filmen des Jahres</a>, meine Serien des Jahres 2011. Nehmt das, Deadlines!</em></p>
<p><strong>1. &#8220;Dexter&#8221;</strong></p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/L9LdFqMKP6k?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Ein Vater, der bei der Mordkommission Miami Mordschauplätze analysiert und in seiner Freizeit selbst ein Serienmörder ist &#8211; Hölle, ja! In der sechsten Staffel holten die Macher zum biblischen Rundumschlag aus: Dexter Morgan, seine ewig fluchende und zur Abteilungsleiterin aufgestiegene Schwester Deborah und der Rest des Teams jagen den oder die Doomsday Killer, der/die seine/ihre Taten durch Gott rechtfertigt/-en und mit Bibelstellen belegt/-en &#8211; während Dexter auf persönliche Rachefeldzüge geht und sich mit seiner Manie arrangiert. Blut, Präzision, Humor, eine Sympathie für das Gute im Bösen und vice versa &#8211; und ein Cliffhanger, der Dexter sein bisheriges Leben kosten könnte.<br />
<strong><br />
2. &#8220;Breaking Bad&#8221;</strong></p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/Y7AvqD2loX4?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der krebskranke Chemielehrer und Familienvater Walter White steigt in der vierten Staffel endgültig zum Drogenbaron auf und geht über Leichen. Ähnliche Charakteridee wie bei &#8220;Dexter&#8221;: ein Mann führt ein Doppelleben zwischen Gut und Böse. White ist ein tragischer Held. Ein Held, der erst nicht anders kann &#8211; und irgendwann nicht anders will. Großartiges Kino in Serienform.</p>
<p><strong>3. &#8220;Modern Family&#8221;</strong></p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/0oDmJnhYFag?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Ed O&#8217;Neill als Sitcom-Patriarch. Da war doch was? Statt sich eierkraulend auf der Couch von seinem Job als Schuhverkäufer zu erholen, spielt der ewige Al Bundy zwölf Jahre nach dem Ende von &#8220;Eine schrecklich nette Familie&#8221; Jay Pritchett, zurückgenommenes Oberhaupt und Bindeglied einer liebenswürdigen Patchworkfamilie, wie sie im ach so modernen Drehbuche steht. Da wären zum Beispiel seine Tochter aus erster Ehe, Claire, deren Mann Phil Dunphy seinen drei Kindern Haley, Alex und Luke der coole Dad sein will, der er nicht ist. Oder Claires Bruder Mitchell, der mit seinem Freund Cameron die kleine Lily aus Vietnam adoptiert hat. Oder Pritchetts zweite Frau, die leidenschaftliche Kolumbianerin Gloria (Sofia Vergara), deren 13-jähriger Sohn Manny aus erster Ehe sehr altklug und in seine zwei Jahre ältere Stiefnichte Haley verliebt ist. Alles im Mockumentary-Stil gedreht, man bekommt also alle Selbst- und Fremdwahrnehmungen der Charaktere ungeniert mit. Einerseits ein Heidenspaß, der andererseits oft leider noch viel zu brav bleibt &#8211; und auf ABC letztes Jahr in die dritte Staffel ging.</p>
<p><strong>4. &#8220;Sherlock&#8221;</strong></p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/cSQq_bC5kIw?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Messerscharfe BBC-Kurzserie, die Arthur Conan Doyles Klassiker mehr noch in die <a title="http://faz-community.faz.net/blogs/fernsehblog/archive/2011/07/23/maenner-die-auf-handys-starren-sherlock-ist-der-erste-krimi-mit-eingebauter-app.aspx" href="http://faz-community.faz.net/blogs/fernsehblog/archive/2011/07/23/maenner-die-auf-handys-starren-sherlock-ist-der-erste-krimi-mit-eingebauter-app.aspx" target="_blank">Gadget-Gegenwart</a> holt, als es Steampunk Guy Ritchie tat. Mit einem Benedict Cumberbatch, der an der Seite von Martin Freeman als Dr. Watson den arschcoolsten und neben der Spur stehendsten Sherlock Holmes seit&#8230; naja, seit Robert Downey Jr. spielt.</p>
<p><strong>5. &#8220;The Big Bang Theory&#8221;</strong></p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/ukV8CLJzfTY?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Vier Nerds und ein Mädchen. Ein blondes Dummchen und vier schlecht angezogene Uni-Wissenschaftler mit Vorlieben für Comics und Star Wars und entsprechenden Schwächen im Sozialen. Eigentlich Stoff für flachen Stereotypen-Humor und für eine Kalauer-Sitcom. Aber wie clever die geschrieben ist! Und was für ein arroganter, überzogener und untragbarer Soziopath dieser Dr. Sheldon Cooper (Jim Parsons) sein kann! Nur als Kommentar auf die klägliche <a title="http://meedia.de/print/ist-business-punk-die-bessere-wired/2011/09/23.html" href="http://meedia.de/print/ist-business-punk-die-bessere-wired/2011/09/23.html" target="_blank">Geek-Debatte unter deutschen (Interims-)Chefredakteuren</a> funktionieren die fünf Staffeln, ihr Erfolg und ihre Beliebtheit freilich nicht, &#8220;The Big Bang Theory&#8221; war schließlich vorher da.<a title="http://gewinnspiele.fantasticzero.de/2011/10/07/the-big-bang-theory-gewinnspiel/" href="http://gewinnspiele.fantasticzero.de/2011/10/07/the-big-bang-theory-gewinnspiel/" target="_blank"> Bazinga. </a><br />
<strong><br />
6. &#8220;Stromberg&#8221;</strong></p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/Hr5JtqdXzgc" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Deutschlands angeblich fiesester Chef war zurück und bekam die Schadensregulierung in der Capitol-Versicherung trotz Frauen- und Ausländerquoten sowie dem üblichen Mobbing noch immer nicht in den Griff. Ulf kann keine Kinder machen, Stromberg will keine haben und der Charakter von Ernie ist leider diesmal ein so maßlos Überzogener, dass bei ihm kaum noch das bisherige &#8220;Stromberg&#8221;-Erfolgsargument gelten kann, dass es in deutschen Büros und unter deutschen Beamten tatsächlich ähnlich zuginge. Trotzdem und obwohl es immer noch nur eine Kopie des britischen Originals „The Office“ ist, ist &#8220;Stromberg&#8221; immer noch ein Leuchtturm in der<a title="http://blog.brash.de/2012/02/21/nilz-zappt-7/" href="http://blog.brash.de/2012/02/21/nilz-zappt-7/" target="_blank"> irrlichternden deutschen Comedy.</a></p>
<p><strong>7. &#8220;Walking Dead&#8221;</strong></p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/lgvgAFzldMs" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Bisher sechsteilige Serienadaption der legendären Comicvorlage. Beginnt unspektakulärer als ihr Ruf: Bei einem Routine-Einsatz geraten die befreundeten Cops Rick Grimes und Shane Walsh in einen Schusswechsel. Als Grimes (Andrew Lincoln) Tage später im Krankenhaus aufwacht, findet er nichts als verwelkte Blumen und Untote, die nach ihm lechzen. Der einsame Cowboy macht sich auf die Suche nach seiner Familie und anderen Überlebenden und reitet bei seinem Streifzug durch die Gegend um Atlanta über Leichen (wenn sie nicht schon welche wären). „The Walking Dead“ ist bis dahin nicht viel mehr als eine weitere, wenn auch toll gedrehte „Zombies im Kaufhaus“-Version, gewinnt aber an Tiefe und Fahrt durch das soziale Gefüge derer, die noch nicht gebissen wurden – einem kleinen Panoptikum der Klischees und Legenden einer us-amerikanischen Gesellschaft.</p>
<p><strong>8. &#8220;Der Tatortreiniger&#8221;</strong></p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/JVmtJi_d-kI" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Strombergs Ernie-Darsteller Bjarne Mädel als grundsolider Malocher von der  &#8220;SpuBe&#8221;, der Spurenbeseitigung. Trifft bei Tatortreinigungen  Hinterbliebene der Opfer und führt mit ihnen zwischen Blut und  unfreiwilliger Bekanntschaft philosophische Gespräche über den Sinn des Lebens, ohne es zu wissen. Intelligent, kurzweilig und  Grimme-Preis-verdächtig. Müsste wegen des NDR-Programmfiaskos eigentlich  erst nächstes Jahr auf dieser Liste stehen. Steht aber alles drüben bei  <a title="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/ein-mann-fuer-den-letzten-dreck/" href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/ein-mann-fuer-den-letzten-dreck/" target="_blank">Stefan Niggemeier</a>.</p>
<p><strong>9. &#8220;True Blood&#8221;</strong></p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/bvdSHbRLTPw" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Ach, bitte, liebe „True Blood“-Macher: Kommt wieder runter auf den Boden der fantastischen Kerngeschichten, für die man Euren Serienquatsch immer so gerne sah. Eine Vampir-Opposition, die sich im fiktiven Örtchen Bon Temps in Louisiana wider ihrer Natur und dank des Blutersatz „True Blood““ eine friedliche Koexistenz mit den Menschen aufbauen will; ein sogenannter <a href=“http://en.wikipedia.org/wiki/White_trash“ target=“_blank“>White Trash</a>, der das Vampirblut „V“ als Kultdroge entdeckt; Barbesitzer, die sich in Hunde und andere Tiere aus der Umgebung verwandeln können; eine blonde Kellner-Zicke, die von dem anfangs so noblen Bill Compton (Stephen Moyer) und dem so eiskalten Eric Northman (Alexander Skarsgård) mindestens sexuell umgarnt wird und selbst unbekannte Kräfte in sich trägt; ihr Bruder, der erst nur ficken und dann Läuterung in einer reaktionären Sekte finden will; Hexen, Medien, Homosexuelle und Politiker – die Serienadaption der <a href=“http://en.wikipedia.org/wiki/The_Southern_Vampire_Mysteries“ target=“_blank“>Sookie Stackhouse-Romane</a> funktionierte hervorragend als Gesellschaftskommentar („Alle sind gierig, alle sind anders“) auf der zweiten und als Out Of The Box-Vampir-Action voller Sex und Blut auf der ersten Ebene. In der vierten Staffel aber wird dem gemeinen Zuschauer vor lauter unlogischer Wendungen, Wiederkehren, Endzeitalbernheiten und Gefühlsduseleien schwindelig und lässt am Ende nur noch hoffen, dass die kommende fünfte Staffel sich besinnt oder die letzte sein wird.</p>
<p><strong>10. &#8220;V &#8211; Die Besucher&#8221;</strong></p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/LQoSCEMzJYE" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Das 2009-Remake des Serienklassikers von 1983 lief im Sommer auf Pro7, zwei Jahre davor auf ABC und wurde nach nur zwei Staffeln vorzeitig abgesetzt &#8211; gerade dann, als es endlich spannend wurde. Die Moral nämlich, dass Diktaturen immer wieder passieren können, dass das Fremde in Wahrheit unter und in uns lebt und dass Rassismus an jeder Ecke herrscht sowie der schrecklich stumpfe Charakter von Agentin Erica Evans in der Hauptrolle (&#8220;Lost&#8221;-Star Elizabeth Mitchell) kam mit dem Weltraumhammer, Logik- und Handlungslücken inklusive. Immerhin war die spätere „Homeland“-Darstellerin Morena Baccarin als Anna schon eine ziemlich attraktive Aliendiktatorin, während ihre Metamorphosen sowie ein angeheuerter Auftragskiller und ein ballernder Priester mit Gewissensbissen für Popcorn-Action sorgten &#8211; so fern die denn im Produktionsbudget drin war. Und so komme ich auf zehn Serien. Bis zum nächsten Jahr.</p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2654&amp;md5=1c83e05c61e5aeffe9cf638d9e84ee4c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Noch acht Minuten, Dad</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2012/02/13/extrem-laut-und-unglaublich-nah/</link>
		<comments>http://fabian-soethof.de/2012/02/13/extrem-laut-und-unglaublich-nah/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 13 Feb 2012 11:51:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Teleschau]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2012/02/13/extrem-laut-und-unglaublich-nah/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/02/Extrem_Laut_und_Unglaublich_Nah_Extremely_Loud_and_Incredibly_Close_Sydow_Horn-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Extrem laut und unglaublich nah" title="Extrem_Laut_und_Unglaublich_Nah_Extremely_Loud_and_Incredibly_Close_Sydow_Horn" /></a>9/11-Kitsch, Fantasie und Familienfindung: Stephen Daldrys Bestseller-Adaption „Extrem laut und unglaublich nah“ lief auf der 62. Berlinale außer Konkurrenz.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>9/11-Kitsch, Fantasie und Familienfindung: Stephen Daldrys Bestseller-Adaption „Extrem laut und unglaublich nah“ lief auf der 62. Berlinale außer Konkurrenz</em></p>
<p>Oskar hat eine scheinbar unlösbare Aufgabe vor sich. Sein Vater, der Juwelier Thomas Schell, kam bei den Anschlägen am 11. September 2001 im World Trade Center ums Leben. Zwei Jahre nach dem „schlimmsten Tag“, wie Oskar ihn nennt, findet der zurückgezogene Neunjährige in Papas Kleiderschrank einen Schlüssel, aber keinen Hinweis darauf, in welches Schloss er passt. Und weil sein Dad nie etwas dem Zufall überließ und seinen Sohn schon zu Lebzeiten animierte, genauer hinzusehen („Wenn man glauben will, findet man Gründe dafür“), macht Oskar sich minutiös auf die Suche – nach dem Schlüsselloch, nach Vergangenheit, Gegenwart und nach der Lösung des letzten Rätsels seines Vaters, nach Fremden und Familie und somit am Ende auch nach sich selbst.</p>
<div id="attachment_2735" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/02/Extrem_Laut_und_Unglaublich_Nah_Extremely_Loud_and_Incredibly_Close_Sydow_Horn.jpg"><img class="size-large wp-image-2735" title="Extrem_Laut_und_Unglaublich_Nah_Extremely_Loud_and_Incredibly_Close_Sydow_Horn" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/02/Extrem_Laut_und_Unglaublich_Nah_Extremely_Loud_and_Incredibly_Close_Sydow_Horn-589x392.jpg" alt="Extrem laut und unglaublich nah" width="589" height="392" /></a><p class="wp-caption-text">Alt- und Jungstar: Max von Sydow und Thomas Horn in &quot;Extrem laut und unglaublich nah&quot;</p></div>
<p>„Extrem laut und unglaublich nah“ bemüht sich, das Innenleben von Oskar Schell vor und nach seinem persönlichen 9/11 zu sezieren. In Rückblicken lernt der Zuschauer etwa, dass Oskar schon vor dem Tag, an dem sein Vater starb, ein Schisser war, dem selbst die Schaukel im Central Park zu gefährlich ist. Jetzt, auf seiner Suche quer durch New York, erzählt der Junge einer fremden Frau, dass er mal auf Asperger-Syndrom getestet worden wäre und begegnet neuen irdischen Ängsten; Zügen, U-Bahnen, Brücken, Hochhäusern, alten Menschen, zum Beispiel. Er gibt nicht auf, alles muss schließlich einen Sinn ergeben, findet er. Aber es gibt, so mahnt ihn seine verzweifelte Mutter in einer der bewegendsten Szenen unter Tränen, nichts Sinnloseres als den Tod seines Vaters und all der anderen Menschen, weil ein anderer Mann in ein Hochhaus geflogen sei. Das erkennt Oskar freilich nicht, sein Motiv indes selbst am besten: „Wenn die Sonne plötzlich nicht mehr wäre, wäre die Welt noch acht Minuten heil“, sagt er im Verlauf seiner Suche, weil es noch acht Minuten dauern würde, bis ihr Licht die Erde nicht mehr erreicht. Diese acht Minuten will er sich seinen Dad mindestens bewahren. Vielleicht ja auch für immer.</p>
<p>Die Romanvorlage zu „Extrem laut und unglaublich nah“ von Bestsellerautor Jonathan Safran Foer galt wie so viele Bestseller als unverfilmbar, weil Foer ein so unkonventioneller Erzähler ist und sich Bildern, Briefen, Illustrationen und Oskars Gedanken bediente. Regisseur Stephen Daldry („Billy Elliot“, „Der Vorleser“) ist es mithilfe seines Ensembles dennoch gelungen, aus der komplexen Geschichte einen zweistündigen und recht konventionellen Kinofilm zu drehen, der gleichzeitig Drama, Liebesfilm, Märchen, Fantasie und Generationsporträt ist, ohne jemals in ein Extrem abzudriften. Der vielversprechende Hauptdarsteller Thomas Horn sieht in seiner allerersten Rolle aus wie ein sehr junger Elijah Wood, allein mehr Kindlichkeit als Maskerade hätte ihm hier noch besser zu Gesicht gestanden. Max von Sydow brilliert als Großmutters Untermieter, dem es seit seiner Flucht aus dem Dresden des Zweiten Weltkriegs die Sprache verschlagen hat. Und die Besetzung von Sandra Bullock und Tom Hanks als Oskars Eltern hätte mehr Kitschmomente hergegeben, als Daldry sie zulässt. Am Ende sind es trotzdem Bullock und die nach Tränendrüsen geifernden letzten 30 Minuten, die aus einem überkandidelten Blockbusterversuch ein rührendes Familien- und Sozialdrama machen. Dessen Romanvorlage danach noch mehr herzugeben verspricht.</p>
<p><em>(erschienen bei:<a href="http://www.teleschau.de/"> teleschau</a>, 10. Februar 2012)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2730&amp;md5=9a3c8100753af17decdcdd0494f3e4c3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Listenwahn 2011: Die Filme des Jahres</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2012/01/24/listenwahn-2011-die-filme-des-jahres/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 13:54:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[gesehen]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur schönen Tradition der Jahresbestenlisten: meine Lieblingsfilme 2011. Lassen Sie sich von der Blockbuster-Dichte bitte nicht abschrecken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wegen der schönen <a href="http://fabian-soethof.de/2010/12/22/listenwahn-2010-die-filme-des-jahres/">Tradition</a> der Jahresbestenlisten: meine Lieblingsfilme 2011. Lassen Sie sich von der Blockbuster-Dichte bitte nicht abschrecken.</p>
<p><strong>1. &#8220;Halt auf freier Strecke&#8221;</strong> </p>
<p>Weil ich nach &#8220;In einem Land vor unserer Zeit&#8221; wieder <a title="http://filmfernsehen.brash.de/2011/11/17/halt-auf-freier-strecke-andreas-dresen-kino/" href="http://filmfernsehen.brash.de/2011/11/17/halt-auf-freier-strecke-andreas-dresen-kino/" target="_blank">im Kino weinen</a> musste. Mittags um 12. </p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/LxnCDAcOCg8" frameborder="0" allowfullscreen></iframe> </p>
<p><strong>2. &#8220;Melancholia&#8221;</strong> </p>
<p>Ein paar Fragen, die sich da stellen: Ist Lars von Triers apokalyptischer Zwei-Akter &#8220;Melancholia&#8221; ein Lehrstück in Optimismus oder Pessimismus? Lohnt sich etwas so Irdisches, Zwischenmenschliches, Konformes wie eine Hochzeit nicht mehr, wenn man weiß, dass die Erde untergeht? Oder dann erst recht? Selbst Jack Bauer kapituliert. </p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/wzD0U841LRM" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>3. &#8220;The Future&#8221;</strong> </p>
<p>Es geht um eine Katze. Und um zwei Thirtysomethings, die sich auf der Suche nach dem Sinn des Lebens in der Richtungslosigkeit ihrer eigenen Generation verlieren. Und um eine Katze. </p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/u2FuwJh8DSs" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>4. &#8220;Beginners&#8221;</strong> </p>
<p>In Melanie Laurent könnte man sich hier auf der Stelle verknallen. Das bemerkt auch Ewan McGregor, obwohl sein Vater (Christopher Plummer) nach dem Tod seiner Frau als 70-Jähriger sein Coming Out feiert und vorgibt, andere Vorstellungen von der Liebe zu haben. </p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/rXUFUp6vsxg" frameborder="0" allowfullscreen></iframe> </p>
<p><strong> 5. &#8220;The King&#8217;s Speech&#8221;</strong> </p>
<p>Merke: Royals sind auch nur Menschen. Colin Firth <a href=" http://fabian-soethof.de/2011/03/21/das-stottern-des-konigs/">als stotternder Herzog Albert und späterer König</a> ist einer von ihnen. Und Geoffrey Rush ein Oscar-reifer Schelm. </p>
<p><iframe width="589" height="429" src="http://www.youtube.com/embed/OsxjM03ME7s" frameborder="0" allowfullscreen></iframe> </p>
<p><strong>6. &#8220;Black Swan&#8221;</strong> </p>
<p>Ballerina bis auf&#8217;s Blut: Wie Natalie Portman den weißen und den schwarzen Schwan spielt und vor lauter Wahn so wenig wie der Zuschauer weiß, was passiert ist und was nicht, grenzt an tatsächliche Selbstzerstörung. Und an einen Horrorfilm. </p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/5jaI1XOB-bs" frameborder="0" allowfullscreen></iframe> </p>
<p><strong>7. &#8220;Biutiful&#8221;</strong> </p>
<p>Javier Bardem ist eine arme Sau im aristotelischsten Sinne. Und Barcelona der Vorhof zur Hölle. </p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/m_OrqZQV8p8" frameborder="0" allowfullscreen></iframe> </p>
<p><strong>8. &#8220;Submarine&#8221;</strong> </p>
<p>Schon die Romanvorlage &#8220;Ich, Oliver Tate&#8221; (&#8220;Submarine&#8221; im englischen Originaltitel) von Joe Dunthorne machte deshalb Spaß, weil im Leben des Ich-Erzählers außer der ganz normalen Pubertätswirrungen eigentlich nicht viel passierte. Diese Welt wird in &#8220;Submarine&#8221; kunterbunt, liebevoll, tragikomisch und sehr britisch in Szene gesetzt. Die wunderbaren Leistungen des Ensembles um Newcomer Craig Roberts, der so aussieht wie Alex Turner von den Arctic Monkeys, sowie die Soundtrack-Songs von Alex Turner von den Arctic Monkeys tun ihr Übriges. </p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/P-WCCdkVDr4" frameborder="0" allowfullscreen></iframe> </p>
<p><strong> 9. &#8220;The Ides Of March&#8221;</strong> </p>
<p>Neben &#8220;Margin Call&#8221; das vielleicht gelungenste Blockbusterporträt über Männer an der Macht. Auch die Guten sind die Bösen. George Clooney muss als demokratischer Präsidentschaftskandidat-Kandidat scheinbar einsehen, dass es kein richtiges Leben im Falschen gibt, dass Idealismus eine Farce ist und das Bauern geopfert werden müssen. Aber in Wahrheit hatte er das schon vorher gemerkt. Und die eigentliche Hauptrolle spielt hier vom Anfang bis zum Schluss Shooting Star Ryan Gosling in seiner letzten großen Rolle, bevor er die ganz großen Rollen bekommt. </p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/McCt-_yYLpo" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>10. &#8220;One Day&#8221;</strong> </p>
<p>Nein, die auf einem Bestseller von David Nicholls basierende Liebesschnulze &#8220;One Day&#8221; ist kein guter Film, und eigentlich müsste hier &#8220;Margin Call&#8221;, &#8220;Cheyenne&#8221;, &#8220;The Fighter&#8221;, &#8220;Sherlock Holmes 2&#8243; oder &#8220;Midnight in Paris&#8221; stehen. Aber &#8220;One Day&#8221; ist eine melodramatische Schnulze, die mich mit ihrer kitschigen Botschaft (&#8220;Alles kann sofort vorbei sein&#8221;, &#8220;Schätze, was Du hast&#8221;, &#8220;Unter der Oberfläche und im Leben und Sterben sind alle Menschen gleich&#8221; und so weiter, bah) wider besseren Wissens nach einer wirklich schlechten ersten Stunde offenbar gekriegt hat. Gestehe ich. </p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/GU4qLmIXbOE" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2648&amp;md5=f25e1b24e0e6adb51dda863f372364fd" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Hauptstadt des Internet</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 22:41:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Ashton Kutcher]]></category>
		<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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		<category><![CDATA[Start-ups]]></category>
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		<category><![CDATA[ZEIT Online]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2012/01/20/start-ups-berlin/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/01/Zeit_Start-ups-Ankündigung_Print_klein-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="" title="Zeit_Start-ups-Ankündigung_Print_klein" /></a>Amen, Gidsy, Tweek und Co.: Über zehn Jahre nach Platzen der Dotcom-Blase entwickelt sich Berlin für Kreative, Programmierer und Investoren zum Knotenpunkt der neuen Gründerszene. Eine Bestandsaufnahme.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Amen, <a href="http://fabian-soethof.de/2012/04/09/gidsy/">Gidsy</a>, <a href="http://fabian-soethof.de/2012/04/09/tweek-tv/">Tweek</a> und Co.: Über zehn Jahre nach Platzen der Dotcom-Blase entwickelt sich Berlin für Kreative, Programmierer und Investoren zum Knotenpunkt der neuen Gründerszene. Eine Bestandsaufnahme.</em></p>
<p>Sie heißen <a href="http://www.6wunderkinder.com/" target="_blank">6Wunderkinder</a>, <a href="http://readmill.com/" target="_blank">Readmill</a> oder <a href="http://mag10.my/" target="_blank">Mag10.my</a> und sie wollen die neuen Aushängeschilder von Berlin werden. Wer eine  Internetfirma gründen will, den zieht es seit einiger Zeit fast  automatisch in die Hauptstadt. Mathias Fiedler kam aus Leipzig. &#8220;Es war  cool und familiär dort&#8221;, sagt er. &#8220;Aber man lernte irgendwann keine  neuen Leute mehr kennen. In Berlin herrscht einfach viel mehr Dynamik  und Austausch.&#8221; Fiedler ist Chief Technology Officer (CTO) bei <a href="http://www.artflakes.com/" target="_blank">Artflakes.com</a> und einer der vier Organisatoren des <a href="http://webmontag-berlin.de/" target="_blank">&#8220;Webmontags&#8221;</a>.</p>
<p>In der <a href="http://www2.mobilesuite.de/coworking/standort/berlin-prenzlauer-berg" target="_blank">mobilesuite</a>,  einem Co-Working-Space neben dem Suhrkamp-Gebäude in Berlin-Prenzlauer  Berg, trifft sich die Start-up-Szene seit über einem Jahr an jedem  zweiten Montag im Monat. Das Treffen geht zurück auf die <a href="http://www.zeit.de/video/2011-04/903366282001" target="_blank">re:publica-Mitbegründer Markus Beckedahl</a> und Andreas Gebhard. Nun, am 60. Berliner Webmontag, erzählen sie von  den Anfängen. Netzwerken, Ideen präsentieren, Feedback einholen, darum  ging es damals wie heute.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2012-01/streaming-musik-deutschland" target="_blank">SoundCloud</a> und barcoo zum Beispiel waren da, bevor sie groß wurden, erinnert sich  Gebhard. Und Anwesende der ersten Stunde erinnern sich daran, dass vor  sechs Jahren zwei Typen eine Seite namens Studiverzeichnis.de  vorstellten – und ausgelacht wurden. &#8220;Wie Facebook in rot, vergesst  es!&#8221;, so lautete das damalige Feedback des Publikums.</p>
<p>Heute sprechen alle vom Feuer, von Synergieeffekten und davon, dass  Berlin zu einer Standortmarke geworden ist. &#8220;Woanders bist Du fast schon  verloren&#8221;, glaubt Fiedler, &#8220;wirklich, es brennt hier&#8221;. Diese Euphorie  erweckt den Eindruck, das neue Silicon Valley liege am Alexanderplatz.  Mit der Plattform <a href="http://siliconallee.com/" target="_blank">Siliconallee.com</a> hat der Hype auch schon einen angemessen albernen Namen.</p>
<p>(&#8230;)</p>
<p><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/01/Zeit_Start-ups-Ankündigung_Print_klein.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2682" title="Zeit_Start-ups-Ankündigung_Print_klein" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/01/Zeit_Start-ups-Ankündigung_Print_klein.jpg" alt="" width="589" height="270" /></a></p>
<p><strong>Weiterlesen auf <a title="http://www.zeit.de/digital/internet/2012-01/berlin-start-up-szene" href="http://www.zeit.de/digital/internet/2012-01/berlin-start-up-szene" target="_blank">ZEIT Online: &#8220;Berlin euphorisiert die Gründerszene&#8221;</a></strong></p>
<p><em>(erschienen bei: ZEIT Online, 13. Januar 2012)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2671&amp;md5=b674f0c798b3157edc1be9831ab5b131" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Die Essenschecker</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2012/01/20/foodblogs-berlin/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 21:37:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2012/01/20/foodblogs-berlin/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/01/Patrickbolk_highres-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Patrick Bolk" title="Patrickbolk_highres" /></a>Über Leckeres schreiben: Wie Berliner Foodblogger die Gastrokultur der Hauptstadt für sich und Andere entdecken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Über Leckeres schreiben: Wie Berliner Foodblogger die Gastrokultur der Hauptstadt für sich und Andere entdecken.</em><span id="more-2659"></span></p>
<p>So oft war sie schon im Nazuna, schreibt Sylee Gore am 12. Oktober 2011, und bis jetzt habe sie es nie geschafft, darüber zu bloggen. Gleich bei ihr um die Ecke in Prenzlauer Berg sei das japanische Restaurant, sie erinnert sich an die Auslage knusprig-scharfer Salate, den hausgemachten Mochi, den Käsekuchen mit schwarzen Bohnen. Die Bedienung aus Kyoto erklärte ihr mal in Ruhe, wie man die Onigiri-Reisbällchen aus ihren Verpackungen befreit. Ihre dreijährige Tochter, schreibt Sylee weiter, sei bei einem Besuch mürrisch gewesen, da habe ihr der Koch kurzerhand einen Obstteller angerichtet. Unter <a title="berlinreified.com" href="http://www.berlinreified.com" target="_blank">berlinreified.com</a> (frei übersetzt: Berlin greifbar gemacht) bloggt Sylee Gore in Wort und Bild leidenschaftlich über solche und andere kulinarische Streifzüge durch Berlin und Brandenburg – und nimmt ihre Leser dadurch mit auf Entdeckungsreise.</p>
<p>„Damals gab es noch wenig im Internet über Berlin“, erinnert sich die 33-jährige Gore an die Anfänge ihres Blogs im Oktober 2006, „und über Essen schon gar nicht“. Seit über zehn Jahren wohnt die gebürtige Amerikanerin in der Hauptstadt, arbeitet in einem Verlag und schreibt freiberuflich für Reiseführer. In ihrem Blog suchte und fand sie einen Ort, um ihre Eindrücke zu sammeln. Eindrücke von kleine unabhängigen Orten, an denen die Leute mit Leidenschaft tun, was sie da tun; Orte, an denen ihre Betreiber auch mit ihren Freunden abhängen würden. Gore will diesen lokalen Stimmen einen Platz schaffen. Das können dann ihr Lieblingscafé <a href="http://sgaminegg.de/">Sgaminegg</a> in Prenzlauer Berg, eine kleine Konditorkette in Schöneberg, Farmen in Brandenburg oder ihr eigener Balkon sein, Hauptsache, es entspannt sie. Schließlich sei Essen nicht nur ein Experiment. Aus ihrer amerikanischen Heimat vermisst Gore nichts, hat aber in Deutschland zum Beispiel Quitte und Schwarzwurzel für sich entdeckt. Und was Berlin nicht mehr braucht, weiß sie umso genauer: „Viel zu viel <a title="http://fabian-soethof.de/2012/01/20/bubble-tea-berlin/" href="http://fabian-soethof.de/2012/01/20/bubble-tea-berlin/">Bubble Tea</a> gibt es hier!“</p>
<p>Die Genießerin Gore ist heute längst <a title="www.thewednesdaychef.com/berlin_on_a_platter/" href="http://www.thewednesdaychef.com/berlin_on_a_platter/" target="_blank">nicht mehr allein</a> mit ihrem Hobby in der Stadt: Über ihre und andere Blogrolls entdeckt man von <a title="nimmersatt-in-berlin.blogspot.com" href="http://nimmersatt-in-berlin.blogspot.com" target="_blank">„Nimmersatt in Berlin“</a> über <a title="www.veggie-love.de/" href="http://www.veggie-love.de/" target="_blank">„Veggie Love“</a> bis <a title="wurstsack.blogspot.com/" href="http://wurstsack.blogspot.com/" target="_blank">„Wurstsack“</a> schnell dutzende Blogs, die sich mit der Berliner Gastronomie, Einkaufstipps oder Essen im Allgemeineren beschäftigen. Die einen empfehlen ausschließlich <a title="www.nureinhobby.org/berlinbreakfastblog" href="http://www.nureinhobby.org/berlinbreakfastblog" target="_blank">Frühstücks- und Brunchrestaurants</a>, die anderen Wurst aus der Region oder vegetarische Imbisse. Sie alle sind ein bisschen das, was man an Restaurantführern und Bewertungsseiten wie Qype.com vermisst: persönlich, ehrlich, unkommerzieller, selten diffamierend, leidenschaftlicher. Und spezialisierter.</p>
<div id="attachment_2678" class="wp-caption alignright" style="width: 360px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/01/Patrickbolk_highres.jpg"><img class="size-full wp-image-2678" title="Patrickbolk_highres" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/01/Patrickbolk_highres.jpg" alt="Patrick Bolk" width="350" height="467" /></a><p class="wp-caption-text">Bio-Blogger Patrick Bolk (© Kristin Philippson)</p></div>
<p>Einer dieser Spezialisten ist Patrick Bolk. Seit 2008 bloggt er unter <a href="http://www.berlinisstbio.de/">Berlinisstbio.de</a> über Bio-Food, Nachhaltigkeit, fair gehandelte und regionale Produkte und ökologischen Lebensstil. Bolk zog vor vier Jahren vom Niederrhein nach Berlin. Auch er wunderte sich bald, dass er niemand fand, der sich über Einkaufsführer und Adresslisten hinaus mit dem Thema beschäftigte. Gerne hätte er so ein Angebot gelesen, wie er es dann selbst gemacht hat, „und ein Blog aufsetzen war am einfachsten und am billigsten“.  Anders als Flaneurin Sylee Gore wollte der 38-jährige Diplom-Pädagoge unter dem Motto „Mach Gutes bekannter“ einen geografischen und inhaltlichen Überblick über Bio-Berlin erschaffen – mit Erfolg: 2009 erschien sein Blog als Buch, diesen Sommer soll zum Blog <a title="www.deutschlandisstvegan.de" href="http://www.deutschlandisstvegan.de" target="_blank">„Deutschland isst vegan“</a>, den Bolk parallel zu „Berlin isst bio“ mit einer befreundeten Bloggerin betreibt, ein Gastro-Führer für Deutschland auf den Markt kommen. Klar, sagt Bolk, von den öffentlichen Debatten um Massentierhaltung und Ernährungsphilosophie seit dem Erfolg von Jonathan Safran Foers Sachbuch <a title="http://fabian-soethof.de/2011/02/11/jonathan-safran-foer-tiere-essen/" href="http://fabian-soethof.de/2011/02/11/jonathan-safran-foer-tiere-essen/">„Tiere Essen“</a> und „Anständig essen“ von Karen Duwe hat auch er profitiert, überhaupt sei sein Freundeskreis und eine breitere Masse viel offener für seine Themen als noch vor ein paar Jahren. Bolk will positive Alternativen anbieten, „mit Dogmatismus kommst du nicht weiter“, sagt er. Bio- und Neuland-Fleisch aus der Region hat er übrigens immer gegessen, bis er sich im vergangenen Jahr für Veganismus entschied. „Das war die beste Entscheidung meines letzten Jahres“, sagt er, „das ist gerade in Berlin auch nicht schwer“.</p>
<p>Ambitionen nach mehr Öffentlichkeit oder eine Ernährung mit Einschränkungen pflegen die Blogger von <a title="BerlinerFresse.de " href="http://www.BerlinerFresse.de " target="_blank">BerlinerFresse.de </a>nicht. Wie Gore und Bolk bloggen sie in ihrer Freizeit, dabei soll es aber auch bleiben. Seit zehn Jahren gehen sie mit einem Kern von vier, manchmal aber auch bis zu acht Freunden – übrigens allesamt gebürtige Berliner &#8211; regelmäßig essen, früher einmal die Woche, heute einmal im Monat. Seit 2006 bloggen sie darüber, um anderen Freunden und Bekannten Tipps zu geben. „Wir wurden immer wieder mal gefragt, wo man denn gut essen gehen könnte, und nie fiel uns was ein“, erinnert sich Nadja Nickl an den Anstoß zur Gründung des Blogs, „da dachten wir: das können wir auch mal aufschreiben.“ 200-300 Erfahrungsberichte sind da bislang zusammen gekommen, schätzt Nickl, die unter dem Pseudonym OrgaQueen bloggt, die meisten stammen von ihr selbst. Die Kriterien zur Restaurantauswahl sind überschaubar: Nicht zu teuer soll es sein, „weil wir ein Stammtisch sind“, und „irgendwie in der Nähe“, im Falle von Nickl aus Friedrichshain also Kreuzberg, Prenzlauer Berg oder Mitte. „Und wir bloggen nur noch darüber, was uns gefallen hat“, sagt Nickl, die wie ihre Freunde der „Berliner Fresse“ auch bei Qype bewertet und kommentiert, „vorher kam zu viel negative Kritik an unserer Kritik“. Ihr Lieblingsessen: der Fisch in „Englers Unikat“ in Friedrichshain.</p>
<p>Gore, Bolk, Nickl und Co.: Foodblogger in Berlin sind so vielfältig wie ihr Sujet. Einig sind sich alle darin, dass die Stadt Schuld an ihrem Hobby ist. „Hier will dich keiner beeindrucken, man lässt dir alle Zeit der Welt“, schwärmt Gore, auch Bolk findet in Berlin Umstände wie nirgends sonst in Deutschland: „In Berlin ist die Spanne größer: mehr Fast Food und Imbiss, weniger qualitativ hochwertige Bio-Restaurants“. Nickl mag die Vielfalt und Lockerheit, „hier bist du in allen Klamotten überall willkommen“, sagt sie. Und dann geht Gore sogar noch weiter und bricht mit einem Vorurteil: „Ich weiß, dass die Leute anderes behaupten,“ sagt sie in breitestem Amerikanisch und lacht, „aber sogar die Dienstleistungskultur finde ich in Berlin sehr entspannt und freundlich“.</p>
<p><em>(erschienen in: <a title="http://www.zitty.de/foodblogger.html" href="http://www.zitty.de/foodblogger.html" target="_blank">zitty 02/2012, 11. Januar 2012</a>)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2659&amp;md5=d1453fde91c02c2dab4afbb2d7cc5115" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Tee wie Teenager</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 21:10:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2012/01/20/bubble-tea-berlin/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/01/Bubble_Tea_Tapioka_Bubble_O_Oranienstraße_Berlin_Kreuzberg-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="" title="Bubble_Tea_Tapioka_Bubble_O_Oranienstraße_Berlin_Kreuzberg" /></a>Blubbert so bunt: Warum Bubble Tea das neue Kultgetränk unter Berliner Jugendlichen ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Blubbert so bunt: Warum Bubble Tea das neue Kultgetränk unter Berliner Jugendlichen ist</em></p>
<div id="attachment_2674" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/01/Bubble_Tea_Tapioka_Bubble_O_Oranienstraße_Berlin_Kreuzberg.jpg"><img class="size-full wp-image-2674" title="Bubble_Tea_Tapioka_Bubble_O_Oranienstraße_Berlin_Kreuzberg" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/01/Bubble_Tea_Tapioka_Bubble_O_Oranienstraße_Berlin_Kreuzberg.jpg" alt="" width="300" height="450" /></a><p class="wp-caption-text">Klassiker, aber kein Renner: Tapioka-Perlen für den Bubble Tea</p></div>
<p>Samstagmittag, Marburger Straße, Ecke Ku‘damm. Ein paar Mädchen stehen auf dem Bürgersteig vor einem Teeladen, mit Handys und Bechern in der Hand. Sie kichern. Und schlürfen. Die eine erzählt ihrer Freundin aufgeregt, sie habe ihm gerade eine SMS geschickt, dass sie wieder hier seien, „aah, er antwortet!“, kreischt sie auf und kichert weiter. Auch Vico und Anton aus Lichtenrade treffen sich hier. Shoppen, bummeln, Leute treffen. Zum Ku‘damm kommen die 13-jährigen Schüler schon länger, aber der Treffpunkt ist ein neuer: „BoboQ“, Berlins erster Bubble Tea Shop. Freunde haben ihnen vor ein paar Wochen davon erzählt. Vicco und Anton, bis dahin keine großen Teetrinker, probierten es aus, fanden es „für Tee extrem lecker“ und sind seit einem Monat jeden Samstag in dem Laden, der mit seinen quietschorangenen Couches und der weißen Theke wie eine Cocktailbar aussieht. Erfrischend findet Vico seinen kalten Mango Green Tea, den bestellt er immer, nur die platzenden Kugeln, die sogenannten Poppings, davon probiert er immer neue. Anton mag es umgekehrt und am liebsten mit Lychee. Warum sie hierher kommen? In Lichtenrade gibt es keinen Bubble Tea. Noch nicht.</p>
<p><a title="http://www.boboq.de/de/home" href="http://www.boboq.de/de/home" target="_blank">„BoboQ“</a> ist laut eigener Aussage Berlins erster Bubble Tea Shop von mittlerweile über 20. Im Februar 2010 eröffnete Ming Lai den Laden, Idee und Rezept brachte er aus Taiwan mit. Dort wurde Bubble Tea in den Achtzigern erfunden. Damit die Kinder mehr Tee tranken, versetzten die Erwachsenen ihn mit Tapiokakugeln. Die werden aus der Mehlstärke der Maniokwurzel, einer Art Kartoffel des Ostens, gewonnen, mit Ahornsirup oder Karamell gekocht, schmecken süß und glitschig und sind deshalb ein Erlebnis. Zum US-Exportschlager wurde der Tee in den Neunzigern, als statt der geschmacksarmen Tapiokakugeln auch „popping bobas“ gereicht wurden, saftgefüllte Kugeln mit verschiedenen Geschmäckern, die im Mund platzen. Auch der schwarze oder grüne Tee kann mit Fruchtsäften variiert und statt mit Kugeln mit Kokosnussfleischstücken getrunken werden. In der Marburger Straße gehen täglich ungefähr 800 Becher des „Fun-Drinks aus Fernost“ (Selbstbeschreibung) über die Theke. „BoboQ“ hat innerhalb des letzten Jahres 13 Filialen in Berlin und neun weitere in anderen deutschen Städten eröffnet, weiter sollen folgen. Die Konkurrenz ließ nicht lange auf sich warten: <a title="http://babbelt.de/" href="http://babbelt.de/" target="_blank">„Babbel T“</a> oder <a title="http://www.buddha-bubbletea.de/" href="http://www.buddha-bubbletea.de/" target="_blank">„Buddha Bubble Tea“</a> heißen die Läden in Prenzlauer Berg und Charlottenburg, in der Rosenthaler Straße in Mitte macht im Oktober der Flagship Store von <a href="http://www.comebuybubbletea.de/index.php?site=shops">„Come Buy Bubble Tea“</a> auf, eine der größten Ketten Taiwans.</p>
<p>Warum der Trend über 20 Jahre brauchte, um Deutschland zu erreichen, weiß keiner. Auch nicht Tarkan Beyhaz. Aber er freut sich, noch einer der ersten zu sein, der das Geschäft mit Bubble Tea entdeckt hat. „Schneidest Du denn wenigstens noch gegenüber, Tarkan?“, fragt ihn ein ehemaliger Stammkunde, Beyhaz entschuldigt sich. 15 Jahre lang war er Friseur, hatte den Laden seines Vaters in der Oranienstraße in Kreuzberg übernommen. Bis er vor ein paar Monaten keinen Bock mehr auf Haare schneiden hatte. Aus dem Friseurgeschäft hat Beyhaz <a title="http://www.bubble-o.de/" href="http://www.bubble-o.de/" target="_blank">„Bubble O“</a> gemacht und verkauft dort seit Juni dieses Jahres Frozen Yoghurt und Bubble Tea. Die Zutaten bezieht er wie „BoboQ“ von Possmei, dem größten taiwanesischen Lieferanten, dessen deutscher Vertrieb auch von den „BoboQ“-Gründern geschmissen wird. Kinder sieht Beyhaz aber nicht als die Hauptzielgruppe. „Bubble Tea ist ein Lifestyle-Getränk für körperbewusste Menschen“, findet der 35-Jährige, Tee sei schließlich gesund, und in allen anderen Zutaten sei kaum Chemie drin. Nur Fructose, essbare Farbstoffe und pflanzliche Gelatine, wie er auch seinen muslimischen Kunden immer wieder erklärt. „Das ist wie Molekularküche“, sagt Beyhaz. Die Topseller hier sind Yoghurt mit Erdbeer und Passionsfrucht mit grünem Tee, sagen seine Angestellten.</p>
<div id="attachment_2675" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/01/Bubble_Tea_Bubble_O_Oranienstraße_Berlin_Kreuzberg.jpg"><img class="size-large wp-image-2675" title="Bubble_Tea_Bubble_O_Oranienstraße_Berlin_Kreuzberg" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/01/Bubble_Tea_Bubble_O_Oranienstraße_Berlin_Kreuzberg-589x392.jpg" alt="" width="589" height="392" /></a><p class="wp-caption-text">War mal ein Friseursalon: &quot;Bubble O&quot; in der Kreuzberger Oranienstraße</p></div>
<p>Auch bei „BoboQ“ in der Marburger Straße gehen nicht nur Kids ein und aus. Marcel, Nadine und drei ihrer Freunde kommen aus Bonn, kannten von dort und aus dem Fernsehen schon Bubble Tea und suchten jetzt gezielt nach einem Laden während ihres Hauptstadtbesuchs. „Schmeckt wie Cocktails ohne Alkohol“, finden die 25-Jährigen, „mit Schuss, das würde boomen!“. Kalle und Malin aus Stockholm sind mit ihrer fünfmonatigen Tochter auf dem Weg zum KaDeWe zufällig vorbeigeschlendert. Von Bubble Tea hatten sie noch nie gehört, auf dieses Experiment ließen sie sich ein, so was hätten sie schließlich in ganz Schweden noch nicht gesehen. Sie probieren Peach Tea. Schmeckt das? „Gibt einen Energieschub und fühlt sich gesund an“, findet Kalle.</p>
<p>Am gesündesten ist wahrscheinlich noch die ungesüßteste und vergleichsweise geschmacksneutrale Variante mit Tapioka und Milchtee. Aber die mögen in Berlin bisher noch die Wenigsten, auch Vico und Anton nicht. Die anhaltende Beliebtheit des Bubble Teas kann das aber kaum bremsen, „BoboQ“ beschäftigt sogar einen Sicherheitsmitarbeiter, der vor dem Laden Wache schiebt. Grund: In Kombination mit den dicken Strohhalmen eignen sich die Poppings zum Ärgernis der Nachbarn auch ganz wunderbar als Spuckgeschosse.</p>
<p><em>(erschienen in: <a title="http://www.zitty.de/bubble-tea.html" href="http://www.zitty.de/bubble-tea.html" target="_blank">zitty, Oktober 2011</a>)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2657&amp;md5=1a74d20ac641383c2c682492ff51327b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>40 Jahre Wanderfreunde</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Dec 2011 11:44:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/12/27/40-jahre-wanderfreunde-nieukerk/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/12/Wanderfreunde_Niederrhein_Nachrichten_241220111206-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="" title="Wanderfreunde_Niederrhein_Nachrichten_241220111206" /></a><p>Aus Stefan Niggemeiers <a title="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/das-resuemee-ist-durchweg-positiv/" href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/das-resuemee-ist-durchweg-positiv/" target="_blank">gerne bespielter Rubrik</a> &#8220;Original und Kopie&#8221;, oder: &#8220;Pressemitteilungen und Lokaljournalismus. Eine Symbiose.&#8221; Obwohl ich in Wahrheit noch gar nicht weiß, ob es sich bei der Grundlage der bis auf die letzten zwei Sätze fast identischen Texte wirklich um eine Pressemitteilung der <a title="http://www.kerken.de/html/0/106/rubrik/66.html" href="http://www.kerken.de/html/0/106/rubrik/66.html" target="_blank">Wanderfreunde</a> <a title="http://fabian-soethof.de/2008/06/12/kerken-sollte-man-sich-merken/" href="http://fabian-soethof.de/2008/06/12/kerken-sollte-man-sich-merken/">Nieukerk</a> handelt oder ob die <a title="http://www.rp-online.de/" href="http://www.rp-online.de/" target="_blank">Rheinische Post</a> und das Anzeigenblatt <a title="http://www.nno.de/" href="http://www.nno.de/" target="_blank">Niederrhein Nachrichten</a> längst eine Mantelredaktion gebildet haben, möchte ich sagen: Die&#8230; <a href="http://fabian-soethof.de/2011/12/27/40-jahre-wanderfreunde-nieukerk/" class="read_more"><br />weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus Stefan Niggemeiers <a title="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/das-resuemee-ist-durchweg-positiv/" href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/das-resuemee-ist-durchweg-positiv/" target="_blank">gerne bespielter Rubrik</a> &#8220;Original und Kopie&#8221;, oder: &#8220;Pressemitteilungen und Lokaljournalismus. Eine Symbiose.&#8221; Obwohl ich in Wahrheit noch gar nicht weiß, ob es sich bei der Grundlage der bis auf die letzten zwei Sätze fast identischen Texte wirklich um eine Pressemitteilung der <a title="http://www.kerken.de/html/0/106/rubrik/66.html" href="http://www.kerken.de/html/0/106/rubrik/66.html" target="_blank">Wanderfreunde</a> <a title="http://fabian-soethof.de/2008/06/12/kerken-sollte-man-sich-merken/" href="http://fabian-soethof.de/2008/06/12/kerken-sollte-man-sich-merken/">Nieukerk</a> handelt oder ob die <a title="http://www.rp-online.de/" href="http://www.rp-online.de/" target="_blank">Rheinische Post</a> und das Anzeigenblatt <a title="http://www.nno.de/" href="http://www.nno.de/" target="_blank">Niederrhein Nachrichten</a> längst eine Mantelredaktion gebildet haben, möchte ich sagen: Die faulen Redakteure machen nicht mal mehr vor meiner Oma halt.</p>
<div id="attachment_2633" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/12/Wanderfreunde_Niederrhein_Nachrichten_gross.jpg"><img class="size-full wp-image-2633 " title="Wanderfreunde_Niederrhein_Nachrichten_241220111206" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/12/Wanderfreunde_Niederrhein_Nachrichten_241220111206.jpg" alt="" width="589" height="785" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Freude an der Geselligkeit&quot;: Niederrhein Nachrichten, 8. Dezember 2011 (Klick zur Vergrößerung)</p></div>
<p style="text-align: center;">
<div id="attachment_2634" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/12/Wanderfreunde_Rheinische_Post_gross.jpg"><img class="size-full wp-image-2634 " title="Wanderfreunde_Rheinische_Post_241220111208" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/12/Wanderfreunde_Rheinische_Post_241220111208.jpg" alt="" width="589" height="168" /></a><p class="wp-caption-text">Auf einer Lokalseite namens &quot;Heimatreporter&quot;: Rheinische Post, 13. Dezember 2011 (Klick zur Vergrößerung)</p></div>
<p><em>Nachtrag: Der Vereinsvorsitzende klärt auf Nachfrage per E-Mail <a title="http://fabian-soethof.de/2011/12/27/40-jahre-wanderfreunde-nieukerk/#comment-5818" href="http://fabian-soethof.de/2011/12/27/40-jahre-wanderfreunde-nieukerk/#comment-5818">hier</a> in der Kommentarspalte auf.</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2632&amp;md5=998f8da9929eb29461c5e794508cb19c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Was zu beweisen war</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/12/22/welt-aktuell/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 07:01:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/12/22/welt-aktuell/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/12/Welt_Aktuell_20122011_Update_klein-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Welt Aktuell - Update" title="Welt_Aktuell_20122011_Update_klein" /></a><p><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/12/Welt_Aktuell_20122011_Update_klein.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2624" title="Welt_Aktuell_20122011_Update_klein" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/12/Welt_Aktuell_20122011_Update_klein.jpg" alt="Welt Aktuell - Update" width="280" height="462" /></a><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/12/Welt_Aktuell_20122011_Leute_von_Welt_klein1.jpg"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/12/Welt_Aktuell_20122011_Leute_von_Welt_klein1.jpg" alt="Welt Aktuell - Leute von Welt" title="Welt_Aktuell_20122011_Leute_von_Welt_klein" width="280" height="462" class="alignright size-full wp-image-2627" /></a><br />
<br /></br><br />
<br /></br><br />
<em>(neben anderen Flüchtigkeitsfehlern gesehen in: <a href="http://www.welt.de/">Welt Aktuell</a>, 20. Dezember 2011, Seiten 8 und 12)</em></p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/12/Welt_Aktuell_20122011_Update_klein.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2624" title="Welt_Aktuell_20122011_Update_klein" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/12/Welt_Aktuell_20122011_Update_klein.jpg" alt="Welt Aktuell - Update" width="280" height="462" /></a><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/12/Welt_Aktuell_20122011_Leute_von_Welt_klein1.jpg"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/12/Welt_Aktuell_20122011_Leute_von_Welt_klein1.jpg" alt="Welt Aktuell - Leute von Welt" title="Welt_Aktuell_20122011_Leute_von_Welt_klein" width="280" height="462" class="alignright size-full wp-image-2627" /></a><br />
<br /></br><br />
<br /></br><br />
<em>(neben anderen Flüchtigkeitsfehlern gesehen in: <a href="http://www.welt.de/">Welt Aktuell</a>, 20. Dezember 2011, Seiten 8 und 12)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2621&amp;md5=16e35dee92e8f4706d2a27d8a9875cc5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>„Es wäre besser gewesen, wenn ich einfach gar nicht geredet hätte“</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/11/22/billy-corgan-the-smashing-pumpkins-interview/</link>
		<comments>http://fabian-soethof.de/2011/11/22/billy-corgan-the-smashing-pumpkins-interview/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Nov 2011 15:41:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/11/22/billy-corgan-the-smashing-pumpkins-interview/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/11/Billy-Corgan-MLK-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="" title="Billy-Corgan-MLK" /></a>The Smashing Pumpkins-Frontmann Billy Corgan im Interview über Wrestling, sein eigenes Ego und verlogene Musikerkollegen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>The Smashing Pumpkins-Frontmann Billy Corgan im Interview über Wrestling, sein eigenes Ego und verlogene Musikerkollegen</em></p>
<p>Samstagabend vor Halloween, 19 Uhr in Berlin, 9 Uhr morgens in Los Angeles. Von dort aus ruft Billy Corgan persönlich an (!), um die anstehende Tour seiner Smashing Pumpkins, einer der größten Rockbands der neunziger Jahre, die heute nur noch aus Corgan und vier (ziemlich guten) Aushilfsmusikern besteht, zu bewerben – zumindest muss man dies als Anlass glauben, wenn man weiß, dass Corgan auf seinen letzten Deutschlandbesuchen noch außer <a title="http://www.youtube.com/watch?v=6lnts3P4aqM" href="http://www.youtube.com/watch?v=6lnts3P4aqM" target="_blank">ein Fernsehteam</a> kaum Journalisten an sich heran ließ* und ich im Erstauftrag eines <a title="www.zitty.de" href="http://www.zitty.de/the-smashing-pumpkins-rock-ringo-deathstarr.html" target="_blank">Stadtmagazins</a> agierte. Aber man muss ja nicht gleich über Musik sprechen. Uncut-Protokoll eines Telefonats.</p>
<p><strong><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/11/Billy-Corgan-MLK.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-2605" title="Billy-Corgan-MLK" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/11/Billy-Corgan-MLK.jpg" alt="" width="333" height="500" /></a>Billy, zuhause in Chicago haben Sie mit zwei Partnern eine Wrestlingfirma gegründet! Ist <a title="http://resistancepro.com/" href="http://resistancepro.com/" target="_blank">„Resistance Pro“</a> eine Talentschmiede oder haben Sie schon echte Stars unter Vertrag?</strong></p>
<p>Oh ja! Es ist das, was wir Independent Wrestling Promotion nennen. Wir haben Leute aus den Topklassen, aus der WWE, die jetzt unabhängig arbeiten. Es ist der Alternative- und Punkrock-Szene sehr ähnlich: Wir haben viele junge Untergrundtalente, aber auch ältere bekannte Namen, die für die WWE gearbeitet haben. Einer unserer zentralen Typen ist Harry Smith, der war sechs Jahre bei der WWE.</p>
<p><strong>Und mit all diesen Wrestlern organisieren Sie Kämpfe. Nur in Chicago? Oder gehen Sie auch auf US-Tour?</strong></p>
<p>Wir würden gerne auf US-Tour gehen, aber nur, wenn wir TV-Plätze bekommen. Daran arbeiten wir noch.</p>
<p><strong>In einem <a title="http://stereogum.com/842241/billy-corgan-launches-pro-wrestling-company/news/" href="http://stereogum.com/842241/billy-corgan-launches-pro-wrestling-company/news/" target="_blank">Fernsehinterview auf FOX</a> sagten Sie: &#8220;Wir versuchen, die glorreichen Tage zurück zu bringen&#8221;. Sie meinten die des Wrestlings, oder?</strong></p>
<p>(Pause) Wollen Sie wirklich, dass ich darauf eingehe?</p>
<p><strong>Entschuldigung, aber wir reden doch von dem Show-Wrestling, in dem Stars wie Hulk Hogan, der Undertaker und Konsorten in den Neunzigern bekannt wurden?</strong></p>
<p>Schon, in der Independent-Szene sehen Sie aber eine andere Version davon. Die ist nicht ganz so wie die große Show.</p>
<p><strong>Was fasziniert Sie daran? Sie sagen es ja selbst: Das ist doch alles nur Show.</strong></p>
<p>Ich mag die Psychologie dahinter, ich mag die griechische Tragödie des Ganzen. Die großen Themen im Wrestling sind Betrug, Freundschaft, Loyalität, das fasziniert mich. Im Grunde reflektiert Wrestling das Drama und die Psychologie unseres Lebens, und das interessiert mich.</p>
<p><strong>Auf YouTube kann man sich Videos ansehen, in denen Sie den Kämpfern Tipps geben. Einmal sagen Sie Ihnen: „Es ist so, wie ich es damals schon meiner Band sagte: In dem Moment, in dem du Erfolg hast, wenden sich die Leute von dir ab.“ Wie meinten Sie das?</strong></p>
<p>In jedem Bereich der Kultur gibt es ein übergreifendes Schema, egal ob es Malerei, Videokunst oder sonst was ist. Wenn du auf einem Independentlevel als Künstler erfolgreich bist und dich dann dem Mainstream öffnest, wendet sich die Kunstmeute von dir ab. Sie halten dich für nicht mehr pur genug, weil du ein breiteres Publikum erreichen willst. Das Problem findest du in der Musik, im Wrestling, in jeder Art von Kultur gibt es diese Gruppen, die denken, das alles rein bleiben muss und falls es das nicht ist, ist es nicht wichtig.</p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/B2jlacjec98" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>Sie schreiben auch Storylines für Kämpfe und Karrieren der Wrestler. </strong></p>
<p>Ich bin verantwortlich für die Storylines unserer Wrestling Promotion, ja. Was die Karrieren angeht, da können wir bestenfalls etwas Sicherheit anbieten.</p>
<p><strong>Mit Poesie, wie Sie sie seit 2004 immer wieder veröffentlichen, hat das nicht viel zu tun. Oder?</strong></p>
<p>Kreativität ist Kreativität. Ich mag es genauso, mit den Wrestlern an ihren Charakteren und ihren Storylines zu arbeiten, wie ich mit meiner Band an neuen Songs arbeite. Für mich ist das die gleiche Art von Leidenschaft. Der Leidenschaft, kreativ zu sein.</p>
<p><strong>Zu Schulzeiten waren Sie selbst ein Sportler und Baseball-Fan. Sind Sie jemals selbst in den Ring gestiegen?</strong></p>
<p>Ja, in den späten Neunzigern und 2000 habe ich etwas Zeugs im Wrestling-Ring gemacht, ja.</p>
<p><strong>Ach, etwa mit Kerlen wie Basketball-Star Dennis Rodman? Der stieg ja zur gleichen Zeit in den Ring!</strong></p>
<p>(lacht) Ich war auf einem kleinen Level, er war auf einem großen Level!</p>
<p><strong>Er ist ja auch größer als Sie. Wären Sie heute noch ein Catcher und würden Ihr eigenes Drehbuch schreiben, wären Sie ein <em>good guy</em> oder ein <em>bad guy</em>?</strong></p>
<p>Bad Guy!</p>
<p><strong>Warum?</strong></p>
<p>Weil das mehr Spaß machen würde.</p>
<p><strong>Weil Sie keine Rücksicht nehmen müssten?</strong></p>
<p>Manchmal, wenn du auf der Bühne stehst, sagst du Dinge, die du nicht sagen solltest. Es würde Spaß machen, all diese Dinge sagen zu dürfen. Wie ein Kind in der Schulklasse, das all das sagt, was es eigentlich nicht darf. Um mehr ginge es mir gar nicht.</p>
<p><strong>Einige Ihrer Wrestler oder die Nachwuchskids haben möglicherweise noch nie von Ihrer Band gehört. Erklären Sie denen, dass vor ihnen der Frontmann einer der größten Rockbands der Neunziger steht?</strong></p>
<p>Nein, das ist mir nicht wichtig.</p>
<p><strong>Ihnen nicht, aber finden die es nicht cool, von Billy Corgan unterstützt zu werden?</strong></p>
<p>Das weiß ich nicht, ich kann nicht für sie sprechen. Mir bedeutet das aber nichts. Ich gehe auch nicht in ein Restaurant und sage „Ich bin Billy Corgan von den Smashing Pumpkins, geben Sie mir einen guten Tisch“. Ich habe verschiedene Leben. Musik ist ein Leben, Wrestling ein anderes, mein persönliches Leben ist wieder ein anderes.</p>
<p><strong>Und wenn Sie ein Wrestlingkid fragen würde, was Sie so für Musik machen, weil es von den Smashing Pumpkins noch nie gehört hat?</strong></p>
<p>Ich würde gar nicht erst darüber reden.</p>
<p><strong>Sie könnten ihm ein Album in die Hand drücken.</strong></p>
<p>Nein, ich würde das Thema gar nicht erst anschneiden. Es ist mir nicht wichtig.</p>
<p><strong>Als Wrestler braucht man ein großes Ego, muss stark sein, wissen, wer man ist. Können Rockstars von denen lernen oder umgekehrt?</strong></p>
<p>Eigentlich sind die meisten Wrestler, die ich kenne, sehr bescheiden, nette und unkomplizierte Zeitgenossen. Im Wrestling habe ich noch nicht viele große Egos gefunden. In der Musik habe ich sehr viel größere Egos ausmachen können.</p>
<p><strong>Deren Namen Sie natürlich nicht nennen möchten nach all den Jahren.</strong></p>
<p>Hahahaha! Ich denke, die haben ihre Namen längst selbst genannt.</p>
<p><strong>Rückblickend: Hat Ihr Ego Ihnen geschadet oder geholfen? Wären die Smashing Pumpkins heute eine andere Band, wenn Sie Dinge anders gemacht hätten als Sie es taten? </strong></p>
<p>Yeah, ich glaube, es wäre besser gewesen, wenn ich einfach gar nicht geredet hätte.</p>
<p><strong>Aber das taten Sie.</strong></p>
<p>Nun, ja, Sie fragten mich danach, was ich tun würde, könnte ich es noch mal tun. Und wenn ich das alles noch mal tun müsste, ich würde einfach ruhig sein.</p>
<p><strong>Klappe halten und Musik machen, sozusagen.</strong></p>
<p>Ja, ich denke, ich hätte meine Energie besser in die Musik investieren können. Und das feige Gebrabbel den Politikern überlassen.</p>
<p><strong>Denken Sie gerade an eine konkrete Situation, in der Sie lieber nichts gesagt hätten und es heute bereuen? </strong></p>
<p>Hahahaaaaaaa&#8230; <em>(müder werdendes Lächeln, das sagt: Ich sag dir gar nichts&#8230;.)</em></p>
<p><div class="wp-caption alignright" style="width: 370px"><a href="http://www.billycorgan.jp/1_info/chicago_tribune_ad.jpg"><img title="http://www.billycorgan.jp/1_info/chicago_tribune_ad.jpg" src="http://www.billycorgan.jp/1_info/chicago_tribune_ad.jpg" alt="" width="360" height="651" /></a><p class="wp-caption-text"> via BillyCorgan.jp</p></div><br />
<strong><br />
Na, zum Beispiel die Anzeige, die Sie 2005 in der Chicago Tribune und der Chicago Sun-Times schalteten und darin sagten, dass Sie Ihre Band zurück wollen. Bereuen Sie das auch oder würden Sie es wieder tun?</strong></p>
<p>Das würde ich wieder tun. Ich habe kein Problem damit, was ich dort gesagt habe. Ich finde, das war doch ziemlich ehrlich und aufrichtig.</p>
<p><strong>Sie sagten in einem jüngeren Interview, dass die Zukunft der Smashing Pumpkins maßgeblich von der Akzeptanz des <a title="http://www.smashingpumpkins.com/" href="http://www.smashingpumpkins.com/" target="_blank">Online-Albums „Teargarden by Kaleidyscope“ and seinem Nachfolger „Oceania“</a> abhängt. </strong></p>
<p>Nein, das haben Sie falsch verstanden.</p>
<p><strong>Wie war es dann gemeint?</strong></p>
<p>Wir leben heute in einer anderen Welt, wegen Facebook, wegen Twitter, wegen all der Sozialen Medien. Die Wahrnehmung der Leute ändert sich viel schneller als früher. Die Werte einer Karriere, eines Stücks Arbeit, einer Musik, eines Song, sie werden seichter. Was am Ende passiert: du verwendest mehr Zeit auf die ständige Wahrnehmung als auf die Musik selbst. Da kommt der Punkt, an dem du als Musiker in einer modernen Welt nachdenken musst: Wenn das Publikum nicht annimmt, was du tust, dann solltest du vermutlich etwas anderes tun. Das heißt nicht, dass du mit der Musik aufhören sollst, aber du solltest das Publikum nicht mehr in diese eine bestimmte Richtung drängen. Das wollte ich damit sagen. Es ist aus dem Zusammenhang gerissen und künstlich aufgeblasen worden. Als ob ich da sitzen und darauf warten würde, dass mir das Publikum sagt, ob ich gut bin oder nicht. So gesehen höre ich nicht darauf, was das Publikum sagt. Wenn ich aber immer noch versuche, CDs und Alben zu veröffentlichen, das Publikum aber immer wieder sagt, dass es das nicht interessiert, dann sollte eine Band nicht weiter ihre Energie darauf verschwenden, Alben und CDs zu machen. Sie sollte ihre Energie für zum Beispiel eine DVD, Filme oder irgendeine andere Form der Kreativität aufwenden. Das Publikum sollte aber niemals diktieren, was der Künstler tut, weil das Publikum immer die falsche Wahl treffen wird.</p>
<p><strong>Sie verdienen keinen Cent damit, Ihre Songs gratis online zu veröffentlichen, oder? </strong></p>
<p>Nein, null.</p>
<p><strong>Sie müssen also Touren, DVDs produzieren, eine neue Form der Vermarktung finden. Stephen Malkmus <a title="http://www.musikexpress.de/magazin/features/article115084/stephen-malkmus-amp-the-jicks-besser-als-pavement.html" href="http://www.musikexpress.de/magazin/features/article115084/stephen-malkmus-amp-the-jicks-besser-als-pavement.html" target="_blank">sagte neulich</a>, man könne grundsätzlich jedes Album vergessen, das eine Band nach ihrer Reunion herausbringt, weil sie nie mehr so gut wie früher klängen. Hat er recht?</strong></p>
<p>Er sagt das, weil seine Band nicht imstande ist, neue Musik zu machen.</p>
<p><strong>Er macht jetzt andere Musik mit The Jicks.</strong></p>
<p>Ja, aber die will sich doch auch keiner anhören.</p>
<p><strong>Verglichen mit den Verkaufszahlen, die Sie mal hatten, stimmt das wahrscheinlich sogar.</strong></p>
<p>Verglichen mit mir in diesem Moment!</p>
<p><strong>Ist das so? Ich kenne Ihre Download- und Verkaufszahlen nicht. Naja, jedenfalls&#8230;</strong></p>
<p>Lassen Sie mich diese Frage beantworten, bitte.</p>
<p><strong>Gerne.</strong></p>
<p>Er ist der Typ von Musiker, der sich eine eigene Philosophie ausdenken muss, um sein eigenes Handeln zu rechtfertigen. Was er macht: Er negiert, was andere Leute tun, um seine Geschichte sinnvoller dastehen zu lassen. Er hat seine Band nur deshalb wieder zusammengebracht, um Kohle zu machen. Also muss er sich eine Geschichte ausdenken, damit es so aussieht, als wäre es cool, was er macht. Was er macht, ist nicht cool. Deine Band zusammenzubringen um alte Songs zu spielen und Geld zu machen ist nicht cool. Aber anstatt das zu sagen und es zuzugeben und ehrlich zu sein, denkt er sich eine Geschichte aus und macht damit andere Leute runter. Das macht mich verrückt, er ist ein Lügner.</p>
<p><strong>Er hat keine Namen genannt.</strong></p>
<p>Er hätte sagen sollen, dass er seine Band wieder am Start hat, um Geld zu machen. Ich hätte Respekt für einen Künstler, wenn er die Wahrheit sagen würde. Aber stattdessen denkt er sich eine Geschichte aus um Journalisten und Fans vorzugaukeln, er hätte Integrität. Er hat keine Integrität. Wenn er die hätte, hätte er seine Band nicht wieder zusammengetrommelt um Shows zu spielen um Geld zu machen.</p>
<p><iframe frameborder="0" width="480" height="360" src="http://www.dailymotion.com/embed/video/xcu1sm"></iframe><br /><a href="http://www.dailymotion.com/video/xcu1sm_the-smashing-pumpkins-bullet-with-b_music" target="_blank">The Smashing Pumpkins &#8211; Bullet with Butterfly&#8230;</a> <i>von <a href="http://www.dailymotion.com/EMI_Music" target="_blank">EMI_Music</a></i></p>
<p><strong>Wenn Sie das so sagen, schließt sich zwingend die Frage an, warum Sie die Smashing Pumpkins reanimierten. Über die damaligen Gründe haben wir gesprochen. Aber heute geht es auch darum, Geld zu verdienen, oder etwa nicht?</strong></p>
<p>Ehm, warum würde ich dann meine Musik umsonst hergeben?</p>
<p><strong>Weil sie Sie dann auf Tour gehen lassen. Nicht, dass eine Band Ihrer Größenordnung solche Argumente bräuchte. Aber sie schaden bestimmt auch nicht.</strong></p>
<p>Ich möchte nicht versuchen, mich mit Ihnen zu streiten. Als Musiker mache ich das, was ich immer schon tat: Ich bringe Musik raus und spiele Shows. Vertrauen Sie mir: Wenn die Musik gut ist, kommen die Leute. Wenn sie nicht gut ist, kommen sie nicht. Es ist nicht so einfach zu sagen: „Hey, ich will Kohle machen“. Glauben Sie mir, wenn ich Kohle machen wollte, könnte ich hier in Hollywood bleiben und Filme machen, oder Werbung. Wer im Rock’n’Roll-Business arbeitet, der weiß: Da ist nicht viel Kohle. Mir ist egal, was andere sagen, es gibt einfach kaum Geld im Moment. Die Menschen sind pleite, die Wirtschaften der Welt stehen übel da, schauen Sie nur nach Griechenland und all diesen Orten. Es ist gerade eine schwierige Zeit für die Menschen. Es geht also nicht um’s Geld, es geht um die Musik. Und wenn du gut in dem bist, was du tust, dann solltest du dein Geld damit verdienen. Wenn es dir aber nur um Kohle geht, dann bist du kein Musiker. Dann bist du ein Gebrauchtwagenhändler. Ich bin kein Gebrauchtwagenhändler, ich bin ein Musiker.</p>
<p><strong>Dieser Tage erscheinen die Re-Issues ihren ersten beiden Alben „Gish“ und „Siamese Dream“.  War das Ihre Idee oder die des Labels?</strong></p>
<p><em>(in einem Tonfall, der fragen ließ, was die Frage soll)</em> Es war meine Idee?!</p>
<p><strong>Wer soll die kaufen, alte Fans von früher oder Kids, die vorher von den Smashing Pumpkins noch nie etwas gehört haben?</strong></p>
<p>Alle Neuauflagen sind dazu da, mit der Musik ein neues Publikum zu erreichen.</p>
<p><strong>Ich frage mich nur, wie die damalige Rockmusik wohl heute bei den Kids ankommt, ich bin ja keines mehr.</strong></p>
<p>Ich bin auch kein Kid mehr!</p>
<p><strong>Stimmt. Während der Auszeit der Smashing Pumpkins haben Sie andere Bands gegründet, Poesie geschrieben, jetzt sind sie ins Wrestlinggeschäft eingestiegen. Was kommt nach den Pumpkins? Werden Sie vielleicht Geschäftsmann? Schriftsteller? Gründen Sie eine Familie?</strong></p>
<p>Tatsächlich schreibe ich gerade ein Buch über mein Leben. Das sollte also nächstes Jahr herauskommen. Ich spreche auch mit Leuten darüber, ein Broadway-Musical zu schreiben.</p>
<p><strong>Ach. Sie schreiben aber nicht schon heimlich daran?</strong></p>
<p>Nein. Diese Welt bewegt sich sehr langsam und braucht eine Menge Zeit. Das können Sie sich vielleicht vorstellen, wegen der Kosten und wegen der vielen Leute, die involviert sind. Das ist nicht wie ein Album, wo du sagst: „Okay, lass uns ein Album machen“, und schon gehst du ins Studio.  Broadway-Musicals brauchen bestimmt drei Jahre.</p>
<p><strong>Und über Familie möchten Sie lieber nicht sprechen?</strong></p>
<p>Oh, doch, das macht mir nichts. Ich möchte mal Familie haben. Ja, doch, das wäre toll.</p>
<p><strong>Mit Ihrer Freundin Jessica Origliasso, wenn sie denn noch Ihre Freundin ist? Sie müssen mir das natürlich nicht verraten.</strong></p>
<p>Hahahaaa! <em>(Lacht lauter auf)</em></p>
<p><strong>Immerhin sagt das Ihre <a title="http://en.wikipedia.org/wiki/Billy_Corgan#Personal_life" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Billy_Corgan#Personal_life" target="_blank">Wikipedia-Seite</a>, Sie sollte also ein gesteigertes Interesse an der Auflösung der Frage haben, ob es stimmt oder nicht!</strong></p>
<p>Und wenn Wikipedia das sagt, muss es stimmen, nicht wahr?</p>
<p><strong>Oh ja, es muss stimmen, zumal dort Twitter und einer Ihrer <a title="@billy" href="http://www.twitter.com/billy" target="_blank">Tweets</a> zitiert wird!</strong></p>
<p>Ja, das stimmt, alles im Internet ist die Wahrheit!</p>
<p><strong>Ja, all die Katzeninhalte und alles andere auch. Letzte Frage: Jetzt wo Sie wieder auf Tour kommen, auch nach Deutschland und Berlin: Dürfen wir außer neuer und hoffentlich alter Songs auch wieder Uli Jon Roth oder andere Mitglieder der Scorpions oder sonst welche Gäste auf der Bühne erwarten?</strong></p>
<p>Nein, niemanden. Nur zwei Stunden puren Rock’n’Roll.</p>
<p><strong>Puren Rock’n’Roll, mit alten und neuen Songs und mit all dem, was da noch so kommen mag?!</strong></p>
<p>Yes, sir!</p>
<p><strong>Billy, vielen Dank für Ihre Zeit. Alles Gute heute in L.A. und bei allem, was da noch so kommen mag.</strong></p>
<p>Danke, Ihnen auch, Bye bye.</p>
<p><em>*Die Tour wurde in der Zwischenzeit, offiziell wegen  &#8220;internationaler Verpflichtungen&#8221;, auf ein einziges Deutschlandkonzert in  Berlin am 23.11. verkürzt</em></p>
<p><em>(gekürzt erschienen bei: <a title="www.teleschau.de" href="http://www.teleschau.de" target="_blank">Teleschau</a>, 16. November 2011)<br />
</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2596&amp;md5=3e2c852589a3d2578d5d9b79b2d66118" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Mädchen sind stark im Kommen</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Nov 2011 13:22:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Schnappschuss]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/11/20/wodka-tampons/"><img align="right" hspace="5" width="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/11/Wodka-Tampons-589x135.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="" title="Wodka-Tampons" /></a><p>Bisher offenbar unbemerkt arbeiten (die Gagschreiber von) Mario Barth und Stefan Raab auch als Online-Redakteure in <a title="http://www.ka-news.de/region/karlsruhe/Wodka-Tampon-Gefaehrlicher-Trend-bei-Karlsruher-Jugendlichen;art6066,591757" href="http://www.ka-news.de/region/karlsruhe/Wodka-Tampon-Gefaehrlicher-Trend-bei-Karlsruher-Jugendlichen;art6066,591757" target="_blank">Karlsruhe</a>, und das mindestens seit März dieses Jahres:</p>
<p>Vielleicht ist es auch umgekehrt.</p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bisher offenbar unbemerkt arbeiten (die Gagschreiber von) Mario Barth und Stefan Raab auch als Online-Redakteure in <a title="http://www.ka-news.de/region/karlsruhe/Wodka-Tampon-Gefaehrlicher-Trend-bei-Karlsruher-Jugendlichen;art6066,591757" href="http://www.ka-news.de/region/karlsruhe/Wodka-Tampon-Gefaehrlicher-Trend-bei-Karlsruher-Jugendlichen;art6066,591757" target="_blank">Karlsruhe</a>, und das mindestens seit März dieses Jahres:</p>
<div id="attachment_2585" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/11/Wodka-Tampons.jpg"><img class="size-large wp-image-2585" title="Wodka-Tampons" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/11/Wodka-Tampons-589x135.jpg" alt="" width="589" height="135" /></a><p class="wp-caption-text">Wodka-Tampons und Mädchen: Beide offenbar stark im Kommen (Klick zur Bild-Vergrößerung, Screenshot: ka-news.de)</p></div>
<p>Vielleicht ist es auch umgekehrt.</p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2583&amp;md5=ea2efb4a459fae19819525e9d5da39c6" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Folter, Einhornsex und erwachsene Emos, oder: Wonach Sie suchen (4)</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Sep 2011 14:36:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/09/13/suchbegriffe-januar-bis-september-2011/"><img align="right" hspace="5" width="140" src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Flattr this" title="Flattr this" /></a>Die Tendenz der Suchbegriffe, die auch nach meinem letzten, lange zurückliegenden Update im Januar zu dieser Seite hier führten, hat sich verschärft: Neben der Frage, ob "Jackass"-Stuntman Ryan Dunn wirklich tot ist oder nicht, geht es den Usern, diesen unbekannten Wesen, immer noch um Sex in Berlin und mit Schlagerstars. Dann ist das wohl so. Ein paar potentielle Skandale sind aber auch dabei.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Tendenz der Suchbegriffe, die auch nach meinem letzten, lange zurückliegenden <a href="http://fabian-soethof.de/2011/01/25/suchanfragen-november-dezember-2010-januar-2011/">Update im Januar</a> zu dieser Seite hier führten, hat sich verschärft: Neben der Frage, ob &#8220;Jackass&#8221;-Stuntman Ryan Dunn wirklich tot ist <a title="http://fabian-soethof.de/2011/06/20/jackass-ryan-dunn-tot/" href="http://fabian-soethof.de/2011/06/20/jackass-ryan-dunn-tot/">oder nicht</a>, geht es den Usern, diesen unbekannten Wesen, immer noch um Sex in Berlin und mit Schlagerstars. Dann ist das wohl so. Ein paar potentielle Skandale sind aber auch dabei.</p>
<ul>
<li>angst verhauen zu werden</li>
<li>insel der verrückten blender</li>
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<li>berlins preiswerteste sexparties</li>
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</div>
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<div id="f_primary_segment378" title="jungs t shirts mit v bis zum bauchnabel">
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<li>magenzwicken reizdarm</li>
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<li>parkhaussex der uni essen</li>
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		<title>„Der Browser ist die wichtigste App die wir haben“</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/09/08/sascha-pallenberg-interview-wired/</link>
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		<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 13:03:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[gehört]]></category>
		<category><![CDATA[Condé Nast]]></category>
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		<category><![CDATA[Wired]]></category>
		<category><![CDATA[zitty]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/09/08/sascha-pallenberg-interview-wired/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/09/Sascha_Pallenberg-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Sascha Pallenberg" title="Sascha_Pallenberg" /></a>Sascha Pallenberg über seinen Beruf als Blogger, die Erfolgsaussichten einer deutschen WIRED und die Gegenwart und Zukunft der Printbranche.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Sascha Pallenberg über seinen Beruf als Blogger, die Erfolgsaussichten einer deutschen WIRED und die Gegenwart und Zukunft der Printbranche. Das Gespräch führten wir Anfang August anlässlich des heutigen Deutschlandstarts des WIRED-Magazins für die Berliner <a title="http://www.zitty.de/wired.html" href="http://www.zitty.de/wired.html">zitty</a>.</em></p>
<p><strong>Sascha, Du bist Tech-Blogger. Ein Nerdthema, sagen viele. Stimmt das?</strong></p>
<p>Sascha Pallenberg: Ich sehe es nicht als negativ an, eine Nische zu besetzen. Wenn du dich darin vernünftig positionierst, kannst du sehr erfolgreich sein. Der Großteil unserer Mainstreammedien beackert den Massenmarkt. <a title="http://www.netbooknews.com/" href="http://www.netbooknews.com/">Wir</a> fokussieren uns auf einen immer noch großen Markt, nämlich auf alles was man nutzen kann um mobil ins Internet zu kommen. Ob man das noch nerdig nennen mag? Mittlerweile leben wir in einer Zeit, wo Geeks und Nerds cool sind und nicht mehr die verpickelten Käsegesichter, die den ganzen Tag im Keller vor ihrem Rechner hocken und sonst nichts im Leben auf die Reihe bekommen.</p>
<p><strong>Du arbeitest in Taipeh und sagst über Dich und Deine Blogs, mittlerweile selbst Quelle für News zu sein. Was waren früher, bevor es Blogs gab, Deine Quellen?</strong></p>
<p>Im Internet waren US-amerikanische Seiten meine wichtigsten Quellen.  Meine erste Computerzeitschrift, die ich 1982 gekauft habe, war die Byte, die gerade online gerelauncht wurde. Das war ein riesiger Zwei-Kilo-Schinken, den man am Bahnhof kaufen konnte. In Deutschland war es ganz klar die c’t. Es gibt wenige IT-Magazine weltweit, die einen ähnlichen Qualitätsstandard halten wie die c’t.</p>
<p><strong>Woran bemerkst Du das?</strong></p>
<p>Sie sind professionell, es ist kein boulevardesker Journalismus, wie ihn Chip oder Computer Bild oder PC Welt machen, die uns im Turnus von drei Monaten mit Titelblättern namens „Die 100 besten Downloadadressen“ oder „So tunen Sie Ihren Windows-PC richtig“ kommen. Die c’t hingegen hat sich über 30 Jahre ihre Leserschaft selbst erzogen. Du wirst mit der Terminologie und ihrem sehr technischen Anspruch vor den Kopf gehauen. Aber es bewirkt, sich mit dem Thema auseinander zu setzen. Wenn ich auf meinem Blog mit Begriffen um mich schmeiße, gehe ich davon aus, dass die Leute auch eine Google-Suche anwerfen können. Man muss nicht alles erklären.</p>
<p><strong>Das sagte auch schon Jeff Jarvis: „Do what you do best, and link to the rest.“</strong></p>
<p>Genau. Dazu noch eine Anekdote: Mit einer amerikanischen Kollegin bin ich mal in ein deutsches Kiosk rein. Sie sah die deutsche IT-Magazin-Landschaft und fragte erstaunt, was denn hier los sei. Der Wettbewerb auf dem deutschen Markt ist unvergleichlich. Du kriegst hier deutlich mehr deutsche IT-Magazine als zum Beispiel us-amerikanische, und der Markt dort ist viereinhalb mal so groß. Die krebsen hier alle zwischen gut und böse rum.</p>
<p><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/09/Sascha_Pallenberg.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2547" title="Sascha_Pallenberg" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/09/Sascha_Pallenberg.jpg" alt="Sascha Pallenberg" width="589" height="462" /></a></p>
<p><strong>Du plädierst also für weniger Alleskönner und mehr Spezialisten?</strong></p>
<p>Die Besetzung der Nischen ist wichtig. Absolute Fachmagazine können, wenn sie entsprechend mit ihrer Infrastruktur haushalten, sehr profitabel arbeiten. Magazine wie Chip, PC Welt und wie sie alle heißen werden sich nicht ewig über Wasser halten können. Darin ist alles so austauschbar. Wir haben ein Überangebot von ihnen in Deutschland. Die kämpfen um den letzten Leser. Ihre so genannten News sind Sachen, die aus dem Netz zusammenaggregiert und dann durch die Druckmaschinen gehauen werden. Die Leute, die sowieso IT-affin sind, haben alle einen Rechner, und ich gehe davon aus, dass auch 99,9 Prozent davon einen Internetanschluss haben.</p>
<p><strong>Auf diesen Markt tritt nun WIRED. Ist das nötig?</strong></p>
<p>Dazu zwei Sachen: Ich liebe die WIRED und kenne viel Leute von der us- und Onlineausgabe. Die WIRED ist ein sehr wichtiges globales Medium, um Trends im Netz, aber auch Hardwaretrends einzufangen. Ich will nicht unbedingt Lifestyle für Geeks sagen, aber sie hat viel dafür getan, dass dieses Geeksein eine Art von Lifestyle ist und nicht mehr etwas, für das man sich schämen muss. Und dafür, dass Technologie cool ist und es interessant ist sich damit zu beschäftigen. Das kann die WIRED sich auf die Fahnen schreiben. Funktioniert das in Deutschland? (zögert) Ich kann es mir so nicht vorstellen. Die haben gute Leute in der Redaktion, die sich mit dem Medium Netz sehr gut auskennen, die wunderbar schreiben können, die sich mit der Diskussionskultur im Netz über Jahre auseinandergesetzt haben und in Deutschland zum Teil auch mitbestimmt haben für ihre spezielle Nische. Die Frage aber ist: Wer ist das Zielpublikum, und ist dieses Publikum in irgendeiner Art und Weise noch printaffin? Da sage ich ganz klar nein, zumal der Chefredakteur mit Thomas Knüwer einer ist, der seit Jahren kräftig gegen printmediale Publikationen schießt und sagt, das sei sowas von gestern. Und jetzt wird er auf einmal Chefredakteur eines Printmagazins.</p>
<p><strong>Leitender Entwicklungsredakteur.</strong></p>
<p>Ich mag ihn wirklich gerne, er ist eigentlich der ideale Chefredakteur für eine deutsche Ausgabe von WIRED. Muss ich aber deswegen davon ausgehen, dass es ein Erfolg wird? Absolut nicht. Ich glaube, dass sie ein bisschen zu blauäugig sind, um für die WIRED in Deutschland einen Markt zu sehen. Das Zielpublikum was sie erreichen wollen ist online und liest online. Ich wüsste nicht, wie sich die eine WIRED derart von anderen Magazinen und Onlineangeboten absetzen kann, so dass ich sage: Die kauf ich jetzt. Und ob das als Beilage der GQ gut geht? Als ich das gelesen habe, stellten sich bei mir alle Fußnägel auf.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong></p>
<div id="attachment_2555" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/09/Wired_Cover_Deutschland_Titel_klein.jpg"><img class="size-full wp-image-2555" title="Wired_Cover_Deutschland_Titel_klein" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/09/Wired_Cover_Deutschland_Titel_klein.jpg" alt="Wired" width="300" height="394" /></a><p class="wp-caption-text">So sieht die erste deutsche WIRED also aus. Konnten wir im August ja nicht wissen.</p></div>
<p></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Das kritisieren auch <a title="http://wirres.net/article/articleview/5785/1/6/" href="http://wirres.net/article/articleview/5785/1/6/">andere Blogger</a>. Aber ist die Zielgruppe so unterschiedlich?</strong></p>
<p>Nein, überhaupt nicht. Da sind wir aber schon wieder im Stereotyp einer von Männern bestimmten Nerdwelt unterwegs, und auch das ist nicht mehr so. Es sind genug Frauen unterwegs. Und es geht mir mittlerweile ehrlich gesagt auf den Sack, auf der re:publica andauernd irgendwelche feministischen Bloggerpanels zu sehen. Hört mal auf mit diesem Ding, die achtziger Jahre sind vorbei und nachher holt Ihr mir noch die Alice Schwarzer her! Die haben sich alle emanzipiert, sind integriert in die Bloggerszene, ich kenne es gar nicht anders. Meine Business-Partnerin ist ein Mädel. Da ist kein Genderding mehr im Kopf. Zur WIRED selbst: Es ist und bleibt paradox für mich, den New Media-Markt bedienen zu wollen und dann ein altes Medium dafür zu nutzen. Vielleicht wäre der bessere Weg gewesen, sie hätten sich die Erfahrung der us-amerikanischen WIRED in Bezug auf deren elektronische Ausgabe geschnappt &#8211; die mit viel Euphorie gelauncht wurde und auch hübsch anzusehen war, subscribertechnisch aber ganz schwer nach unten ging – und gesagt: Wir versuchen jetzt nicht das Printmedium neu zu erfinden in dem wir ein Branchoffice von einer erfolgreichen us-amerikanischen Publikation aufmachen. Sondern wir sind wirklich innovativ, progressiv und modern und machen es nur online, nur über Apps, und die gehen wir richtig an. Nicht wie ein 1:1-Abklatsch eines Printmagazins mit ein paar lustigen Animationen und Links und Videos. Das kann ich mir auch auf einem Blog angucken. Das ist übrigens auch der Grund, warum all diese Apps da draußen nicht so erfolgreich sind wie uns die Döpfners dieser Welt erzählen wollten und sagten, „die holen uns aus dem Tal der sinkenden Abonnentenzahlen raus“. Da hätten sie richtig was machen können mit einer deutschen WIRED. Einen vernünftigen Youtube-Videokanal aufbauen, Livestreams und was weiß ich nicht was machen, über Apps auf iPad, Android Tablets und Smartphones, mit einer sehr interessant gestalteten Webseite.</p>
<p><strong>Das wird eine Verlags-, keine Redaktionsentscheidung gewesen sein. Wenn Blogs und Apps aber wirklich den Magazinen das Wasser abgegraben haben: Warum hat denn das gedruckte US-Magazin so einen Erfolg? Oder wird es als einstige Stammmarke etwa zunehmend dahinsiechen?</strong></p>
<p>Ich glaube, dass Leute, die sich die deutsche WIRED kaufen würden, sich genauso die us-amerikanische Ausgabe kaufen könnten. Da also wieder die Frage, wie ich mich als deutsches Magazin explizit genug platzieren kann? Welcher Content ist in Deutschland da? Ich kenne den Umfang nicht der Wired. Vielleicht sind es ja nur zehn Seiten. Dann kann das ja alles funktionieren! Sie haben das richtige Team, sind aber nicht auf dem richtigen Markt. Werden sie US-Content übersetzen und Themen durch den Mixwolf drehen? Das werden wir alle wissen bei der ersten Ausgabe.</p>
<p><strong>Du glaubst also nicht, darin Themen in einer Tiefe zu erfahren, wie Du sie online nicht findest.</strong></p>
<p>Das wäre ein Argument für den Kauf, ja. Aber wann lese ich denn mal Printmagazine? Wenn ich im Flieger sitze. Selbst die c’t kann ich wunderbar übers iPad abonnieren. Ich halte den Browser für die wichtigste App die wir haben. Er ist mein Fenster zu jeglicher Information und eine Wissensdatenbank der gesamten Menschheitsgeschichte. Warum begreifen wir nicht, dass diese oft herabwürdigend titulierte Kostenloskultur, die es im Netz ja angeblich gibt, so kostenlos gar nicht ist? Meine Leser bekommen vielleicht kostenlosen Content auf meiner Seite. Ich mache aber mit ihnen Geld, da ist also ein Mehrwert in beide Richtungen. Nein, ich kann mir nicht mehr vorstellen, ein Printmagazin zu abonnieren.</p>
<p><strong>Und wenn Du gefragt worden wärst, ob Du bei einem Magazin wie WIRED mitmachen möchtest – würdest Du?</strong></p>
<p>Nein, da kannst Du nur verlieren. Gerade ich würde damit auf die Schnauze fallen. Publikationstechnisch bin ich ein absolutes Embryo im Vergleich zu einem printmedialen Verlag. Ich publiziere „just in time“, da würde mich ein Printmagazin an emotionale Grenzen stoßen lassen. Wenn ich einen neuen Artikel auf meinem Blog raushaue, ist er schon wieder alt. Er fängt dann aber auch erst an zu leben, in dem du Diskussionen erzeugst, indem er in sozialen Netzwerken geteilt wird und andere Leute darauf Bezug nehmen. Das fehlt mir im printmedialen Bereich völlig. Außerdem halte ich es für Quatsch, dass wir nach wie vor Informationen auf Papier drucken. Vor 3000 Jahren gab es auch Steintafeln, da hätten sie dir auch gesagt: „Bezüglich Haltbarkeit gibt’s nicht besseres.“ Wir fahren auch nicht mehr mit Kutschen durch die Gegend, außer in Wien.</p>
<p><strong>Guter Journalismus ist und bleibt aber auch eine Frage des Geldes, und das liegt dafür noch bei den Verlagen und den dortigen Entscheidungsträgern.</strong></p>
<p>Richtig, das liegt aber daran, dass wir dort Infrastrukturen haben, die sich über 100 Jahre aufgebaut haben. Im Hauptquartier der FAZ oder der Süddeutschen Zeitung arbeiten vielleicht 20 Prozent Journalisten und 80 Prozent Verwalter. Das ist der riesige Kropf, den Du da hängen hast, der dieses Geld auffrisst. Wenn die Verlage nicht begreifen, dass sich diese Infrastruktur nicht mehr tragen lässt, wird das über kurz oder lang kollabieren, egal wie lange sie auf irgendwelche Tagesschau-Apps schimpfen. Eine peinliche Diskussion, die Einblicke in die Denke der deutschen Verlage gibt. Was schade ist, weil es genug kluge Köpfe gibt, die was tun könnten. Ob es die <a title="www.wired.de" href="http://www.wired.de">WIRED</a> wird, wage ich zu bezweifeln.</p>
<p><em>Condé Nast-Herausgeber Moritz von Laffert ist da in vielen Punkten <a title="http://fabian-soethof.de/2011/09/07/wired-deutschland-moritz-von-laffert-im-interview/" href="http://fabian-soethof.de/2011/09/07/wired-deutschland-moritz-von-laffert-im-interview/">anderer Meinung</a>. Und ich gehe nach so vielen Spekulationen und <a title="http://twitter.com/#!/search/%23wired" href="http://twitter.com/#!/search/%23wired">Tweets</a> jetzt endlich zum Kiosk. Heute Morgen vor der U-Bahn hatte ich noch keinen Erfolg beim Finden des GQ/WIRED-Doppelpacks.</em></p>
<p><a class="FlattrButton" style="display:none;" rev="flattr;button:compact;" href="http://fabian-soethof.de/2011/09/08/sascha-pallenberg-interview-wired/"></a><br />
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		<title>Moritz von Laffert im Interview: &#8220;Wer glaubt, dass Internet-Vielnutzer grundsätzlich nur digitale Medien wollen, versteht diese Zielgruppe nicht&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 11:31:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/09/07/wired-deutschland-moritz-von-laffert-im-interview/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/09/Moritz-von-Laffert-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Moritz von Laffert (Foto: Condé Nast)" title="Moritz von Laffert" /></a>Zum Deutschland-Start des US-Magazins WIRED: Condé Nast-Herausgeber Moritz von Laffert über budgetäre Freiheiten, männliche Zielgruppen und den Kultstatus der WIRED als Erfolgsmodell.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Zum Deutschland-Start des US-Magazins WIRED: Condé Nast-Herausgeber Moritz von Laffert über budgetäre Freiheiten, männliche Zielgruppen und den Kultstatus der WIRED als Erfolgsmodell.</em></p>
<p>Für das Berliner Stadtmagazin <a title="http://www.zitty.de/wired.html" href="http://www.zitty.de/wired.html">zitty</a> habe ich zum Deutschland-Start der WIRED unter anderem mit Entwicklungsredakteur Thomas Knüwer, Condé Nast-Herausgeber Moritz von Laffert und Techblogger Sascha Pallenberg sprechen wollen. Knüwer wollte oder durfte als &#8220;temporärer Dienstleister&#8221; keine Interviews geben <a title="http://www.horizont.net/aktuell/medien/pages/protected/Thomas-Knuewer-Wired-ist-deutsch-in-your-face_102463.html" href="http://www.horizont.net/aktuell/medien/pages/protected/Thomas-Knuewer-Wired-ist-deutsch-in-your-face_102463.html" target="_self">(später offenbar doch)</a>, mein Hintergrundgespräch mit Pallenberg folgt an dieser Stelle, von Laffert war bis Mitte August nur per Mail über seine Pressestelle erreichbar, <a title="http://www.wired.de/2011/09/07/moritz-von-laffert-wired/" href="http://www.wired.de/2011/09/07/moritz-von-laffert-wired/">stellte sich</a> dafür später auf dem hauseigenen Magazinblog <a title="http://www.wired.de/2011/08/24/moritz-von-laffert/" href="http://www.wired.de/2011/08/24/moritz-von-laffert/">den Fragen der eventuellen Leserschaft</a>. Hier seine von mir unkommentierten, naturgemäß PR-lastigen Antworten auf meine Fragen &#8211; schließlich muss ich das Doppelpack GQ/WIRED morgen erstmal am Kiosk finden, kaufen und mir ein eigenes <a title="http://kress.de/tagesdienst/detail/beitrag/111940-conde-nasts-wired-im-kress-check-eine-gloriole-fuer-die-geeks.html" href="http://kress.de/tagesdienst/detail/beitrag/111940-conde-nasts-wired-im-kress-check-eine-gloriole-fuer-die-geeks.html">Bild machen</a>. Ich freue mich darauf.</p>
<p><strong>Herr von Laffert, warum bringt Condé Nast WIRED in Deutschland heraus?</strong></p>
<p><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/09/Moritz-von-Laffert.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2519" title="Moritz von Laffert" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/09/Moritz-von-Laffert.jpg" alt="Moritz von Laffert (Foto: Condé Nast)" width="300" height="313" /></a>Moritz von Laffert: Die US-Ausgabe von WIRED hat weit über das Silicon Valley hinaus Kultstatus, und auch in Deutschland hat die Marke zahlreiche Anhänger. Wir glauben aber, dass es ein deutlich größeres Potential für die Marke in Deutschland gibt. Technik und Wissenschaft haben unser Leben in den vergangenen 15 Jahren dramatisch verändert. Dies wirft neue Fragestellungen für unsere Gesellschaft auf. Viel wichtiger als die Frage, wie Technologien im Detail funktionieren, ist heute die Reflexion darüber, wie sie unsere Welt verändern und wie wir sie in unser Leben integrieren. Genau das sind Themen mit denen WIRED sich auseinandersetzt. Es ist ein guter Zeitpunkt, um der Marke ein Entrée auf dem deutschen Markt zu ermöglichen.<br />
<strong><br />
Warum bringen Sie WIRED zumindest vorerst nur als einmalige Beilage heraus?</strong></p>
<p>Diese Neu-Entwicklung ist ein Pilotprojekt, bei dem es nicht allein darum geht, die Erfolgsaussichten für den Titel in Deutschland abzustecken. Die vorerst einmalige Ausgabe ist für uns eine Art Case Study, durch die wir die Marktchancen des Titels besser einordnen und zugleich die flexible, konvergente Arbeitsweise unseres Hauses – sowohl von der redaktionellen und technologischen Seite, als auch aus der Vermarktungsperspektive – ausspielen können.</p>
<p><strong>(keine Frage)</strong></p>
<p>Wir haben ein hervorragendes Team zusammengestellt, das ausgestattet mit budgetären und kreativen Freiheiten, großem Enthusiasmus und dem Rückenwind der internationalen Marke ein tolles, ganz eigenständiges Produkt entwickelt hat. Die deutsche WIRED hält das Versprechen der internationalen Marke &#8211; aber mit einem klar erkennbar deutschen thematischen Fokus.</p>
<p><strong>GQ und WIRED, wie passen deren Zielgruppen zusammen?</strong></p>
<p>Wir wissen, dass sich viele der naturgemäß vorwiegend männlichen Leser von GQ für Technologie- und Wissenschaftsthemen interessierten, folglich gehen wir davon aus, dass auch WIRED hier auf Interesse stößt. WIRED wird vor allem von gebildeten, vielseitig interessierten Männern gelesen. Unter den Lesern der US WIRED sind überdurchschnittlich viele Akademiker (82%) und beruflich erfolgreiche Männer mit entsprechend gutem Einkommen. Von einer ähnlichen Leserschaftsstruktur kann perspektivisch auch für Deutschland ausgegangen werden.</p>
<p><strong>Kaufen die potentiellen deutschen WIRED-Leser nicht ohnehin schon das Original?</strong></p>
<p>Ja, wir wissen, dass WIRED eine echte Fangemeinde in Deutschland hat und, dass Heft und die iPad-App auch hier gelesen werden. Das war ja einer der Gründe für diese deutsche WIRED-Ausgabe. Die bisherigen deutschen Leser sind Kenner der Marke, die in der digitalen Szene zu Hause sind. Wir glauben aber, dass es ein deutlich größeres Potential für die Marke in Deutschland gibt &#8211; das Interesse an solche Themen ist vorhanden.<br />
<strong><br />
Was wird oder soll eine deutsche Version bringen, was die internationalen Ausgaben nicht können?</strong></p>
<p>Es geht nicht um können oder nicht können. Es geht darum &#8211; wie übrigens bei allen unseren Magazinen, die in mehreren internationalen Märkten erscheinen &#8211; die richtige Tonalität zu treffen. Eine Zeitschrift muss das Lebensgefühl der Menschen in dem jeweiligen Land wiedergeben. Sicher sind die großen technologischen Trends globale Phänomene von internationaler Relevanz – wie Menschen damit umgehen und wie eine Redaktion sie interpretiert und einordnet ist von der Mentalität und anderen gesellschaftlichen Faktoren abhängig. Unsere Erfahrung zeigt aber, dass selbst internationalsten Themen eine länderspezifische Aufbereitung und Schwerpunktlegung brauchen, um das Interesse der jeweiligen Leser voll zu treffen. Zudem gibt es natürlich auch in Deutschland &#8211; und das wird die erste Ausgabe zeigen &#8211; viele, spannende Themen. Themen, die in anderen deutschen Medien so gut wie gar keine Beachtung finden.</p>
<p><strong>Wen wollen Sie erreichen?</strong></p>
<p>Siehe oben. Und: In den ersten vier Wochen nach dem Start haben sich bereits 700.000 Deutsche bei Google+ angemeldet. Diese Menschen, die offen und neugierig auf digitale Innovationen reagieren, gehören definitiv in unsere Zielgruppe.<br />
<strong><br />
Wie will man sich inhaltlich von all den Tech-Blogs da draußen einerseits, andererseits von der etwaigen Heftkonkurrenz (c&#8217;t, ComputerBild, PC Welt, CHIP und so weiter) absetzen?</strong></p>
<p>Wer die Marke WIRED kennt, weiß, dass sie eine Alleinstellung hat. Ein Techblog ist ein nicht vergleichbares, vollkommen anderes Medium und innerhalb des Zeitschriftengenres bildet WIRED einen direkten Gegenentwurf zu klassischen Computerzeitschriften, weil sie sich technologisch-wissenschaftlichen Fragestellungen aus einer ganz eigenen Perspektive nähert.</p>
<p><strong>Warum keine App statt einem gedruckten Magazin?</strong></p>
<p>WIRED Deutschland erscheint parallel mit einer iPad-App, die das Magazin um zusätzliche Inhalte anreichert. Wer glaubt, dass Internet-Vielnutzer grundsätzlich nur digitale Medien wollen, versteht diese Zielgruppe nicht.<br />
<strong><br />
Wonach werden Sie entscheiden, ob WIRED weiter erscheint, vielleicht sogar als eigenständiges Magazin?</strong></p>
<p>Es gibt verschiedene Faktoren, die bei so einer Entscheidung berücksichtigt werden – angefangen bei den Verkäufen auf verschiedenen Medienkanälen, die entsprechende Rückschlüsse und Prognosen ermöglichen, bis hin zur Resonanz bei Anzeigenkunden und Media-Agenturen. Die Aussagekraft dieser Daten ist bei einer einmaligen Ausgabe natürlich begrenzt. Bei Condé Nast werden Medienmarken aber nicht allein nach marktwirtschaftlichen Kriterien bewertet – es wird auch auf das verlegerische Gespür vertraut, das bei so einer Entscheidung mit einfließt.</p>
<p><a class="FlattrButton" style="display: none;" rev="flattr;button:compact;" href="http://fabian-soethof.de/2011/09/07/wired-deutschland-moritz-von-laffert-im-interview/"></a><br />
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		</item>
		<item>
		<title>Pokerstrategien</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/08/23/pokerstrategien/</link>
		<comments>http://fabian-soethof.de/2011/08/23/pokerstrategien/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 23 Aug 2011 09:16:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[gehört]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/08/23/pokerstrategien/"><img align="right" hspace="5" width="140" src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Flattr this" title="Flattr this" /></a>"Können Sie frei sprechen? Wir hätten da ein Angebot für Sie!" Auszüge eines telefonischen Stellenangebots.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Neulich im Büro. Handy klingelt. Gehe ran. Am anderen Ende spricht eine sehr freundliche junge Frau und fragt, ob ich frei sprechen könne. Auszüge eines Dialogs.</em></p>
<blockquote><p>&#8220;Guten Tag Herr Soethof, mein Name ist (&#8230;) von der (&#8230;). Können Sie frei sprechen?&#8221;</p>
<p>&#8220;Einen Moment bitte&#8230;. so, jetzt, ja.&#8221;</p>
<p>&#8220;Ich rufe an im Auftrag von Pokerstrategy.com, wir suchen einen Onsite-Marketing Texter.&#8221;</p>
<p>&#8220;Und darf ich fragen, wie Sie da auf mich kommen?&#8221;</p>
<p>&#8220;Internetrecherche. Haben Sie denn schon mal von Pokerstrategy gehört?&#8221;</p>
<p>&#8220;Nicht direkt, aber ich glaube, Sie haben neulich schon bei einer Bekannten von mir angerufen.&#8221;</p>
<p>&#8220;Wir? Nein, also wir waren das bestimmt nicht. Darf ich Ihnen denn kurz schildern, worum es geht?&#8221;</p>
<p>&#8220;Bitte.&#8221;</p>
<p>&#8220;Onsite-Marketing Texter&#8230; Online-Auftritt&#8230; tolles Umfeld&#8230;Arbeitsort Gibraltar&#8230;&#8221;</p>
<p>&#8220;Kommt mir bekannt vor. Also, vielen Dank für Ihr freundliches Angebot, es ist aber aus drei Gründen nicht interessant für mich: 1. Würde ich einen neuen Job suchen, ich würde weiterhin dem Journalismus treu bleiben wollen. 2. Ich habe von Poker keine Ahnung, was man natürlich ändern könn..&#8221;</p>
<p>&#8220;Müssen Sie auch nicht!&#8221;</p>
<p>&#8220;3. Gibraltar.&#8221;</p>
<p>&#8220;Hm,  ja, das kann ich durchaus nachvollziehen, Herr Soethof. Aber Sie können es sich ja nochmal durch den Kopf gehen lassen. Vielleicht kennen Sie ja auch andere Menschen in Ihrem Umfeld, für die dieser Job interessant wäre!?&#8221;</p>
<p>&#8220;Hm, spontan nicht. Aber ich habe ja jetzt Ihre Nummer, die kann ich dann ja weitergeben.&#8221;</p>
<p>&#8220;Ich kann Ihnen auch mal die Ausschreibung per E-Mail schicken, die können Sie ja dann an Interessierte weiterleiten oder uns einen Tipp geben, für welchen Ihrer Kontakte die Position interessant sein könnte.&#8221;</p>
<p>&#8220;Danke, schicken Sie es gerne rüber, das mache ich dann vielleicht.&#8221;</p>
<p>&#8220;Super, das würde uns freuen. Vielen Dank Ihnen und einen schönen Tag noch!&#8221;</p>
<p>&#8220;Danke, Ihnen auch!&#8221;</p></blockquote>
<p>Leider steht im Kleingedruckten der zugesandten pdf-Datei, dass die in den Unterlagen enthaltenen Angaben und Informationen ausschließlich für den Empfänger bestimmt seien. Sie seien streng vertraulich zu behandeln, eine Vervielfältigung und Weitergabe an Dritte sei untersagt. Der subtil verzweifelten Bitte um Verbreitung komme ich natürlich trotzdem gerne <a title="http://de.pokerstrategy.com/jobs/#2323" href="http://de.pokerstrategy.com/jobs/#2323">nach</a>. Vielleicht ist hier ja einer, der.</p>
<p><a class="FlattrButton" style="display:none;" rev="flattr;button:compact;" href="http://fabian-soethof.de/2011/08/23/pokerstrategien/"></a><br />
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		</item>
		<item>
		<title>„Jerusalem ist wie ein Drahtseilakt“</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/08/05/interview-ian-kobi-cooper-israel-jerusalem/</link>
		<comments>http://fabian-soethof.de/2011/08/05/interview-ian-kobi-cooper-israel-jerusalem/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 09:02:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[OPAK]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/08/05/interview-ian-kobi-cooper-israel-jerusalem/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/08/OPAK_Ian_Kobi_Cooper_Israel_Palaestina_Jerusalem-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Touristenführer Ian &quot;Kobi&quot; Cooper  in Israel" title="OPAK_Ian_Kobi_Cooper_Israel_Palaestina_Jerusalem" /></a>Ian „Kobi“ Cooper (35) ist selbständiger Touristenführer in Israel.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Vier Menschen über die Rolle von Krieg in ihrem Leben: Ian „Kobi“ Cooper (35) ist selbständiger Touristenführer in Israel.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em></p>
<div id="attachment_2490" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/08/OPAK_Ian_Kobi_Cooper_Israel_Palaestina_Jerusalem.jpg"><img class="size-large wp-image-2490" title="OPAK_Ian_Kobi_Cooper_Israel_Palaestina_Jerusalem" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/08/OPAK_Ian_Kobi_Cooper_Israel_Palaestina_Jerusalem-589x331.jpg" alt="Touristenführer Ian &quot;Kobi&quot; Cooper  in Israel" width="589" height="331" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;This is me standing in a kiwi field holding a Katyusha rocket which was fired by Hizbullah at Northern Israel&quot; </p></div>
<p></em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><strong>OPAK: Kobi, was fällt Ihnen zuerst ein, wenn Sie an Ihren Job denken?</strong></p>
<p>Ian &#8220;Kobi&#8221; Cooper: Es ist eine wunderbare Chance, draußen zu sein und Leute aus der ganzen Welt zu treffen. Ich will sie inspirieren und selbst etwas dazu lernen.</p>
<p><strong>Sie haben einen Abschluss in Geschichte sowie International and Jewish Studies. Warum darf man in Israel nicht schon als Student Touristengruppen führen?</strong></p>
<p>Im Gegensatz zu den meisten anderen Orten ruft dieses Land bei allen Menschen ein Gefühl von Zugehörigkeit hervor, es berührt ihre Seelen. Die Geschichten, die hier im „Heiligen Land“ in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft passieren, sind Teil unserer Identitäten, ob wir das nun bemerken oder nicht. Deshalb muss ein Touristenführer seine Kunden sehr vorsichtig und fachkundig durch diese Erfahrungen lotsen. Außerdem treffen hier in diesem Bauchnabel der Welt so viele verschiedene Religionen, Königreiche, geographische Zonen und Politik aufeinander. Um der Aufgabe dieser Vermittlung gewachsen zu sein, muss man Erfahrung und Wissen mitbringen. Ich bekomme täglich mehr Fragen gestellt als ich jemals auf all meinen Reisen selbst gestellt habe. Das ist eine große Verantwortung, da will das Land im Dienste aller sicherstellen, dass der Touristenführer damit umgehen kann. Das ist wie mit dem deutschen Bier: Es gibt eine große Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit, das bestmögliche Produkt zu machen – darum gibt es die Reinheitsgesetze. Das respektiere ich.</p>
<p><strong>Was war Ihr bisher schrägstes Erlebnis als Touristenführer?</strong></p>
<p>Hier in Jerusalem passieren andauernd schräge Dinge. Das Jerusalem-Syndrom ist eine sehr bekannte Erkrankung. Besucher fantasieren plötzlich, sie seien der Messias oder eine andere religiöse oder historische Figur. Wir haben ein ganzes Krankenhaus, das sich um solche Fälle kümmert. Ein anderes Mal sah ich, wie sich ein Mann am Toten Meer nackt auszog und sich mit einem neuen Schwimmanzug aus Schlamm bekleidete. Das war wie ein Autounfall: schrecklich, aber du kannst nicht weggucken – bis sie ihn mitnahmen.</p>
<p><strong>Hatten Sie jemals Angst?</strong></p>
<p>Nicht wirklich. Israel ist ein sehr sicheres Land, Gewaltverbrechen gibt es fast keine. Kleine Kinder laufen alleine durch die Straßen, junge Leute feiern bis in die Morgenstunden. Wie jedes Land haben auch wir Ecken, in denen es nicht hundertprozentig sicher ist, aber das ist es nirgendwo. Natürlich wünsche ich mir, dass alle Menschen lernen würden, ihre Probleme durch Diskussion und Kompromisse statt mit Steinen, Pistolen oder Bomben zu lösen.</p>
<p><strong>Entgegen seines Namens ist Jerusalem eine Stadt des Krieges, oder?</strong></p>
<p>Das ist schon lustig: eine Stadt, die „Stadt des Friedens“ genannt wird, wurde in ihrer Geschichte bisher 38-mal erobert. Es gibt Leute, die sagen, dass Yerushalayim &#8211; der hebräische Name der Stadt &#8211; &#8220;They will see peace&#8221; bedeutet. Andere sagen, es bedeutet &#8220;They will shoot peace&#8221;. Sogar die Täler die die Altstadt umgeben heißen “Valley of Gehenna” (Hölle) und Kidron/Yehoshafat &#8211; wo du in den Himmel kommst, wenn du ein guter Junge oder ein gutes Mädchen warst. Jerusalem ist eine Stadt, die einen Drahtseilakt zwischen Himmel und Hölle, Krieg und Frieden, Ost und West und so weiter balanciert. Ein ganz schöner Ritt.</p>
<p><a title="http://www.tourguideofisrael.com/" href="http://www.tourguideofisrael.com/" target="_blank">www.tourguideofisrael.com</a></p>
<p><em>(erschienen in: <a title="www.opak-magazin.de" href="http://www.opak-magazin.de/">OPAK</a> #9, &#8220;Krieg&#8221;, Juli 2011)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2441&amp;md5=066426958ac0740ace4f956af75fc4b2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>„Als alter Preuße interessiert mich unsere Geschichte“</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/08/05/kurmaerkische-landwehr-joachim-brauer-interview-reenactement/</link>
		<comments>http://fabian-soethof.de/2011/08/05/kurmaerkische-landwehr-joachim-brauer-interview-reenactement/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 09:01:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[OPAK]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/08/05/kurmaerkische-landwehr-joachim-brauer-interview-reenactement/"><img align="right" hspace="5" width="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/08/Kurmaerkische-Landwehr-Joachim-Brauer-Reenactement-589x441.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Kurmärkische Landwehr e.V." title="Kurmaerkische-Landwehr-Joachim-Brauer-Reenactement" /></a>Joachim Brauer stellt als Reenacter mit der Kurmärkischen Landwehr e.V. das preußische Leben nach.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Vier Menschen über die Rolle von Krieg in ihrem Leben: Joachim Brauer stellt als Reenacter mit der Kurmärkischen Landwehr e.V. das preußische Leben nach.</em></p>
<p><em></p>
<div id="attachment_2494" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/08/Kurmaerkische-Landwehr-Joachim-Brauer-Reenactement.jpg"><img class="size-large wp-image-2494" title="Kurmaerkische-Landwehr-Joachim-Brauer-Reenactement" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/08/Kurmaerkische-Landwehr-Joachim-Brauer-Reenactement-589x441.jpg" alt="Kurmärkische Landwehr e.V." width="589" height="441" /></a><p class="wp-caption-text">Kameras gab es damals offenbar schon: Joachim Brauer (3. v. r.) und seine Landwehr</p></div>
<p></em></p>
<p><strong>OPAK: Herr Brauer, Ihr Hobby ist außergewöhnlich: Sie spielen einen Teil der Befreiungskriege 1813-1815 nach.</strong></p>
<p>Joachim Brauer: Das ist nur eine Facette. Wir stellen die napoleonische Ära dar, da ist der Befreiungskrieg zwischen Preußen und Frankreich 1813-1815 zwangsläufig dabei. Wir wollen aber die damalige Zeit mit all ihren Lebensbereichen so originalgetreu wie möglich nacherleben.</p>
<p><strong>Warum diese Ära? Sie hätten sich doch auch eine ganz andere Epoche aussuchen können.</strong></p>
<p>Na klar, Sie haben so recht, das ist der Grund! Weil es auch irgendwas anderes sein könnte, haben wir von vielen Zeiten zwangsläufig und logisch eine auswählen müssen. Quellen fanden wir im Internet und in Bibliotheken genug. So sind wir an den Anfang des 19. Jahrhunderts gekommen. Die einen aus Geschichtsinteresse, die anderen wegen der Uniformkunde, zum Beispiel. Und ich interessiere mich halt für deutsche Geschichte.</p>
<p><strong>Weshalb?</strong></p>
<p>Na weil ich ein Deutscher bin! Ich bin nun mal ein Berliner, und als alter Preuße, die wir hier ja waren, interessiert mich, wie Berlin früher dagestanden hat. Man recherchiert und sucht Bestätigung gefundener Quellen, um entsprechend das nachgelebte Leben einzurichten.</p>
<p><strong>Sie sind also auch ein Sammler von historischen Gegenständen, Werkzeugen und Kleidern?</strong></p>
<p>Nö, das ist ja viel zu kostspielig. Das wird nachgebaut. Wir versuchen zum Beispiel die Webart etwa so hinzukriegen wie es früher gewesen ist. Versuchen den Stoff zu kaufen, mit dem der Rock, die Weste oder die Hose nach historischen Schnittmustern genäht wird. Die findet man ja noch in der Literatur.</p>
<p><strong>Wie viele Mitstreiter haben Sie?</strong></p>
<p>Bei der Kurmärkischen Landwehr sind wir vielleicht 30 aktive oder passive Mitglieder. Es gibt ja tausende von Reenactern. Wir treffen uns national und international an den entsprechenden historischen Orten, man könnte jedes Wochenende irgendwo hin fahren.</p>
<p><strong>Was war Ihr persönliches Highlight?</strong></p>
<p>Belle-Alliance. Man sagt auch Waterloo dazu. Oder die Völkerschlacht in Leipzig. Oder die Schlacht von Austerlitz.</p>
<p><strong>Sprechen Sie auch so wie zu der jeweiligen Zeit?</strong></p>
<p>Da gibt es ja verschiedene Darstellungsformen: first, second oder third person. So ähnlich wie bei Computerspielen. Und nur wenn ich first person spiele, lebe ich das richtig aus. Dann spreche ich und verhalte mich entsprechend und tauche nicht in die Jetztzeit ein. Auch wenn ich von Zuschauern angesprochen werde, bleibe ich in meiner Zeit.</p>
<p><a title="http://www.kurmaerkische-landwehr.de/" href="http://www.kurmaerkische-landwehr.de/" target="_blank">www.kurmaerkische-landwehr.de</a></p>
<p><em>(erschienen in: <a title="www.opak-magazin.de" href="http://www.opak-magazin.de/">OPAK</a> #9, &#8220;Krieg&#8221;, Juli 2011)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2483&amp;md5=5087de510d442fa6e7cffab0f6e12157" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>„Ich mach’ das für die Kohle“</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/08/05/bundeswehr-fwd-interview-%e2%80%9eich-mach-das-fuer-die-kohle%e2%80%9c/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 08:59:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[OPAK]]></category>

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		<description><![CDATA[Tim Fenk, 21, hat sich bei der Bundeswehr für die nächsten vier Jahre mit der Option auf acht weitere Jahre verpflichten lassen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Vier Menschen über die Rolle von Krieg in ihrem Leben: Tim Fenk*, 21, hat sich bei der Bundeswehr für die nächsten vier Jahre mit der Option auf acht weitere Jahre verpflichten lassen.</em></p>
<p><strong>OPAK: Herr Fenk, die Wehrpflicht wurde gerade ausgesetzt. Warum gehen Sie trotzdem hin?</strong></p>
<p>Tim Fenk: Eigentlich wollte ich Zahntechniker lernen. Da verdient man aber nur 260 Euro und beim Bund verdient man so knapp 800-1000 Euro in der Ausbildung.</p>
<p><strong>Geld verdienen kann man in der Lehre auch woanders.</strong></p>
<p>Die Bundeswehr bietet mir die Möglichkeit, in verschiedene Berufe reinzuschnuppern, vom Sattler über Maler und Lackierer bis zum Industrie- oder Elektromechaniker. Das kommt mir entgegen, ich bin noch jung und kann mich noch nicht festlegen.</p>
<p><strong>Sie überlegten auch, zu den Scharfschützen zu gehen. Warum?</strong></p>
<p>Das ist sehr interessant wegen des Trainings und der Fortbildung. Man lernt, sich eigenständig aus gefährlichen Situationen zu befreien. Als Scharfschütze bist du oft in den Bergen und musst dich zum Beispiel abseilen. Das ist alles viel actionreifer. Und es ist besser bezahlt.</p>
<p><strong>Dort hätten Sie früher oder später Menschen „gezielt ausschalten“, also töten müssen.</strong></p>
<p>Das war einer der Gründe, warum ich es dann doch nicht gemacht habe. Mir war vorher nicht klar, dass es auch darum geht, gezielt Menschen zu töten. Das möchte ich nicht. Wenn es sein muss, um den eigenen Schutz zu gewährleisten, schon, aber nicht weil mir das jemand sagt.</p>
<p><strong>Einsätze in Kriegsgebieten wären für Sie kein Problem?</strong></p>
<p>Ich habe mich, als ich mich gemeldet habe, bereits für das Ausland verpflichten lassen.</p>
<p><strong>Warum?</strong></p>
<p>Auch das ist meistens eine Geldsache. Für sechs Monate bekommst du schon fast einen fünfstelligen Betrag, plus dem eigentlichen Gehalt.</p>
<p><strong>Unsere Grenzen sind sicher. Warum braucht Deutschland noch eine Bundeswehr?</strong></p>
<p>Ich finde, dass in vielen Ländern die Politik und die Sicherheit der Bürger so schlecht sind, dass so starke Länder wie unseres oder wie Amerika helfen sollten, das zu regeln. Als Sicherheitsschutz, bis die Normen wieder da sind. Für Krieg finde ich die Bundeswehr nicht okay, für die Sicherheit finde ich sie angemessen.</p>
<p><strong>Sie hatten eine Lehre als Koch angefangen. Wäre das nicht auch eine Option für Sie bei der Bundeswehr?</strong></p>
<p>Das wäre auch eine Möglichkeit, aber die würde ich nicht wählen. Für 500 Leute Kartoffeln schälen, nein danke!</p>
<p>*Name geändert</p>
<p><em>(erschienen in: <a title="www.opak-magazin.de" href="http://www.opak-magazin.de/">OPAK</a> #9, &#8220;Krieg&#8221;, Juli 2011)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2485&amp;md5=11ea5e540f27a7d45cfae7b433ac66e7" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>„Wer überfällt schon ein Waffengeschäft?“</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/08/05/waffen-wodarz-neukolln-interview-anja-selle/</link>
		<comments>http://fabian-soethof.de/2011/08/05/waffen-wodarz-neukolln-interview-anja-selle/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 08:58:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[OPAK]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://fabian-soethof.de/?p=2481</guid>
		<description><![CDATA[Anja Selle arbeitet seit 18 Jahren bei „Waffen Wodarz“ in Berlin-Neukölln. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Vier Menschen über die Rolle von Krieg in ihrem Leben: Anja Selle arbeitet seit 18 Jahren bei „Waffen Wodarz“ in Berlin-Neukölln. </em></p>
<p><strong>OPAK: Frau Selle, wie wurden Sie Inhaberin eines Waffengeschäfts?</strong></p>
<p>Anja Selle: Ich bin gelernte Büchsenmacherin, das kann man heute noch lernen. Mein Vater war bereits Büchsenmacher, hatte aber nur eine Werkstatt. Ich arbeite seit 1993 hier und habe das Geschäft vor fünf Jahren vom Ehepaar Wodarz übernommen.</p>
<p><strong>Kann man von legalem Waffenhandel heutzutage gut leben? </strong></p>
<p>Wir müssen genauso kämpfen wie ein normaler Klamottenladen auch. Wir leben von einer Branche, die ein Hobby ausübt. Und wenn die Leute weniger Geld haben, sparen sie als erstes nicht an der Miete oder am Essen, sondern an ihrem Hobby.</p>
<p><strong>Wer darf in Ihrem Laden eine Waffe kaufen?</strong></p>
<p>Kunden ab 18 Jahren. Je nachdem was die haben wollen brauchen sie entsprechende Lizenzen. Ein Messer darf ab 18 jeder kaufen. Es gibt zwei Bereiche: freie Waffen sind Gas-, Schreckschuss- und Luftdruckwaffen. Scharfe Waffen bekommt man nur mit Waffenbesitzkarte. Das ist im Waffengesetz genau deklariert.</p>
<p><strong>Wie sieht ein typischer Kunde von Ihnen aus?</strong></p>
<p>Den gibt es nicht. Es gibt die Sammler, die sich für die Technik oder nur für eine bestimmte Zeitepoche interessieren. Es gibt die Leute die zu Silvester gerne ein bisschen mit Schreckschusswaffen schießen, das ist eine große Klientel. Und dann gibt es noch die Hobbyschützen, Jäger oder Sportschützen.</p>
<p><strong>Raten Sie Kunden auch vom Kauf ab?</strong></p>
<p>Ja. Wenn ich zum Beispiel sehe, dass die sehr stark unter Drogen stehen. Oder wenn die unsicher sind. Wenn es trotz mehrfacher Erklärung mit der Handhabung nicht stimmt und ich dann erfahre, dass es zur Selbstverteidigung sein soll &#8211; die wenigsten Leute nutzen es übrigens für Selbstverteidigung – dann rate ich eher zu Spray.</p>
<p><strong>Wurden Sie schon mal überfallen?</strong></p>
<p>Nein, es gab auch keine Versuche. Ich hatte mal einen Kunden der ausgeflippt ist. Der war mit einer Reparatur nicht ganz zufrieden und fuchtelte dann mit seiner Schreckschusspistole rum. Ich bat ihn, sich zu beruhigen, hat er nicht getan, da habe ich die Polizei gerufen. Als Kassiererin bei Schlecker hätte ich aber mehr Angst überfallen zu werden. Wer überfällt schon ein Waffengeschäft?</p>
<p><strong>Es gibt in Ihrer Branche also nicht mehr schwarze Schafe als in anderen?</strong></p>
<p>In dieser Branche sowieso nicht. Das Landeskriminalamt überprüft unsere Waffen regelmäßig ohne Voranmeldung. Wenn jemand Mist damit anstellen will, dann besorgt der sich die Waffen woanders.</p>
<p><em>(erschienen in: <a title="www.opak-magazin.de" href="http://www.opak-magazin.de/">OPAK</a> #9, &#8220;Krieg&#8221;, Juli 2011)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2481&amp;md5=ddb765e69adec5ad3342cae17a590dc1" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Claudia Schiffers Modelkörper</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/07/29/topmodel-claudia-schiffer-superstar/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 Jul 2011 11:27:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[gesehen]]></category>
		<category><![CDATA[Schnappschuss]]></category>
		<category><![CDATA[Sueddeutsche.de]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/07/29/topmodel-claudia-schiffer-superstar/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/07/Claudia_Schiffer_Sueddeutsche_de_Photoshop_Bildergalerien-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Claudia Schiffers Körper (Unterstellung)" title="Claudia_Schiffer_Sueddeutsche_de_Photoshop_Bildergalerien" /></a>Enthüllungsplattform Sueddeutsche.de: Wie Claudia Schiffer eventuell wirklich aussieht]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Was wären wir ohne Photoshop?&#8221;, fragt Sueddeutsche.de in einer <a href="http://www.sueddeutsche.de/leben/retuschierte-stars-was-waeren-wir-ohne-photoshop-1.1125272">mehrteiligen Bilderstrecke</a>. Es geht darin um die schreckliche Wahrheit, wie Werbegesichter und -körper ohne Bildbearbeitung aussehen und am Rande um die Frage, was &#8220;wir&#8221; an <a href="http://www.sueddeutsche.de/leben/bildstrecke-die-schoenheitsformel-1.248279">Frauen</a> als schön empfinden (gemäßigte Kurven, glatte Haut und so weiter, also <a href="http://www.scienceblogs.de/beauty-full-science/2011/01/schonheit-ist-parasitenresistenz.php">nichts Neues</a>). In den Neunzigern, da seien Schönheiten noch echte Superstars gewesen. Und das ist die eigentliche Sensation, die das Content Management System von Sueddeutsche.de (das vor einiger Zeit bereits einen Nichtrauch-Skandal um das frisch vermählte Ehepaar Prinz William und Kate Middleton [sic] <a href="http://twitter.com/#!/soethof/status/75177512677818368">aufdeckte</a>) jetzt subtil enthüllt: Schauen Sie mal, wie gut der Traumkörper von Topmodel Claudia Schiffer auch ohne Hals in Form ist!</p>
<p style="text-align: right;"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/07/Claudia_Schiffer_Sueddeutsche_de_Photoshop_Bildergalerien.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-2463" title="Claudia_Schiffer_Sueddeutsche_de_Photoshop_Bildergalerien" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/07/Claudia_Schiffer_Sueddeutsche_de_Photoshop_Bildergalerien-589x527.jpg" alt="Claudia Schiffers Körper (Unterstellung)" width="589" height="527" /></a><br />
<em>(Screenshot, mit Dank an Ines N.)</em></p>
<p><a class="FlattrButton" style="display:none;" rev="flattr;button:compact;" href="http://fabian-soethof.de/2011/07/29/topmodel-claudia-schiffer-superstar/"></a><br />
<noscript><a href="http://flattr.com/thing/358538/Claudia-Schiffers-Modelkrper" target="_blank"><br />
<img src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" alt="Flattr this" title="Flattr this" border="0" /></a></noscript></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2459&amp;md5=1b7d261d28f97887aec5c2b1ef8f44c8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wenn das Netz stumm bleibt</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/07/25/wenn-das-netz-stumm-bleibt/</link>
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		<pubDate>Mon, 25 Jul 2011 14:30:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
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		<category><![CDATA[Barrierefreiheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Für Gehörlose ist das Internet längst nicht so zugänglich, wie es sein könnte. In Videos fehlen Untertitel und Gebärden. Die Bloggerin Julia Probst will das ändern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Für Gehörlose ist das Internet längst nicht so zugänglich, wie es sein könnte. In Videos fehlen Untertitel und Gebärden. Die Bloggerin Julia Probst will das ändern.</em></p>
<p>Julia Probst hatte nie ein Schrifttelefon. Wenn sie sich im Teenageralter mit hörenden Freunden verabreden wollte, rief ihre Mutter für sie an. Probst ist eine von 80.000 Gehörlosen in Deutschland und doch nicht wie die anderen. Die 29-Jährige ging auf eine Grundschule für Hörende, ist lautsprachig aufgewachsen, Deutsch in Wort und Schrift ist für sie nicht Fremd-, sondern Muttersprache. Die Gebärdensprache hat sie erst mit 17 gelernt.</p>
<p>Trotzdem hatte sie Mühe, die Technik zu nutzen, die Hörenden so selbstverständlich ist. Dann, 1997, kam der heimische AOL-Anschluss und Probst ins Internet.</p>
<p>Heute <a href="http://meinaugenschmaus.blogspot.com/">bloggt sie</a> über ihren Alltag als Gehörlose und <a href="http://twitter.com/#!/einaugenschmaus">twittert</a>, was sie bei Fußballturnieren den Spielern auf dem Platz von den Lippen abgelesen hat. Sie lebt vor, dass das Internet für Gehörlose so wichtig ist, wie es die Einführung des Telefons für Hörende gewesen sein muss. Und gleichzeitig ist sie ein prominentes Beispiel dafür, wie Gehörlose in eben diesem Internet benachteiligt werden.</p>
<p>(&#8230;)</p>
<p><strong>Weiterlesen auf ZEIT ONLINE:<a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2011-07/internet-gehoerlose/seite-1">&#8220;Wenn das Netz stumm bleibt&#8221;</a></strong></p>
<p><em>(erschienen auf <a href="http://www.zeit.de">ZEIT.de</a> am 18. Juli 2011)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2454&amp;md5=c4f91a6270b49d3189567305e3131d0c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>BILD kennt die Täter zuerst</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/07/24/bild-kennt-die-tater-zuerst/</link>
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		<pubDate>Sun, 24 Jul 2011 14:06:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Zeitung]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/07/24/bild-kennt-die-tater-zuerst/"><img align="right" hspace="5" width="140" src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Flattr this" title="Flattr this" /></a>Bombenexplosion + unbekannte/r Täter/in = Terroristen. Ein Boulevard-Reflex?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich wollte ich an dieser Stelle die gestrige Titelseite der BILD-Zeitung posten. Es wäre um den Aufmacher der Ausgabe vom 23. Juli 2011 gegangen, den ich gestern an einem Kiosk in, Achtung, Palma de Mallorca <a href="http://fabian-soethof.de/2011/01/11/bild-findet-usher-auf-twitter-de/">überflog</a>. Darin ging es um eine explodierte Bombe in Oslo, und weil es sich um den ersten Andruck der BILD, wie sie Urlauber im Ausland zu lesen kriegen, handelte, war darin von einem späteren Amoklauf in Utøya noch nicht die Rede. Die paar Zeilen <del>Bericht</del> <del>Text</del> Spekulation begannen sinngemäß mit den nur außerhalb der BILD-Logik widersprüchlichen Worten:</p>
<blockquote><p>Die Terroristen haben wieder Europa im Visier! Am Freitag zündeten Unbekannte eine Bo&#8230;</p></blockquote>
<p>Leider ahnte ich in dem Moment (kein Internet im Urlaub!) nicht, dass noch mehr passiert war und die <a href="http://paper.meedia.de/titelgallery_drupal/bigview.php?url=http%3A//paper.meedia.de/titelgallery_drupal/%3Fq%3Dgallery/%26g2_view%3Dcore.DownloadItem%26g2_itemId%3D167848&#038;fullview=1">Inland-Ausgabe</a> der BILD mehr wissen würde. Aber es ist ja nicht so, als hätte es nicht noch <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/feiges-journalistenpack/">andere</a> <a href="http://www.wortfeld.de/2011/07/osloutc3b8ya/">Vorverurteilungen</a> gegeben.</p>
<p><a class="FlattrButton" style="display:none;" rev="flattr;button:compact;" href="http://fabian-soethof.de/2011/07/24/bild-kennt-die-tater-zuerst/"></a><br />
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<img src="http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png" alt="Flattr this" title="Flattr this" border="0" /></a></noscript></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2437&amp;md5=43fbad2cd197a5819c2e694ebdac62b0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wie Facebook für Berufstätige</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 12:48:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Rheinische Post]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/07/01/rheinische-post-fahndung-mit-facebook-und-xing/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/07/Fahndung_mit_Facebook_Rheinische_Post_29072011_Textscan_klein-150x150.png" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Fahndung mit Facebook" title="Fahndung_mit_Facebook_Rheinische_Post_29072011_Textscan_klein" /></a>Die Rheinische Post warnt vor der Gefahr sozialer Netzwerke für Raser, Arbeitslose und andere Kriminelle. Fast.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die für ihre Online-Kompetenz in <a href="http://www.bildblog.de/ressort/rp-online/">Kritikerkreisen</a> <a href="http://www.coffeeandtv.de/2011/06/01/der-hermetische-zirkel/">gefürchtete</a> Rheinische Post warnt in ihrer Ausgabe vom vergangenen Mittwoch vor allzu gedankenloser Nutzung sozialer Netzwerke &#8211; und erklärt sie freundlicherweise dem gemeinen Leser. Unter der Überschrift &#8220;NRW: Fahndung mit Facebook&#8221; <a href="http://zeitungsarchiv.rp-online.de/?START=A20&amp;DOKM=5631396_RP">(für 2,38 Euro auch online lesbar)</a> dokumentiert die Zeitung  &#8211; übrigens <a href="http://www.rp-online.de/digitale/mehr/Polizei-auf-digitaler-Verbrecherjagd_aid_971140.html">nicht</a> zum ersten Mal &#8211; die immer üblicher werdende Online-Recherche der Polizei, deren Arbeit bei der Identifizierung von Straftätern dadurch erleichtert würde und dank Facebooks neuer <a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2011-06/facebook-gesichtserkennung-rechtfertigung">Gesichtserkennung</a> ja topaktuell ist: &#8220;Wenn das Bild im Internet vorliegt, muss es nicht erst beim Einwohnermeldeamt angefordert werden&#8221;, heißt es da. Das bedingt überraschende Fazit: Wer Fotos inklusive Namen von sich im Internet veröffentlicht, ist selbst schuld und &#8220;datenschutzrechtlich ausgeliefert.&#8221;</p>
<p>Nur: Im geschilderten Fall eines drängelnden Autofahrers, der mit seinem BMW in eine Radarfalle geraten war und prompt behauptete, nicht selbst gefahren zu sein, wurde das Blitzerfoto entgegen der Behauptung in der Überschrift nicht mit dem Facebook-Profilbild des Beschuldigten verglichen und als Beweis herangezogen, sondern mit dessen Foto auf <a href="http://www.xing.com">Xing</a>. Und glaubt man der Rheinischen Post, so sind die Unterschiede dieser beiden <em>sozialen</em> Netzwerke vor allem im <em>sozialen</em> Status ihrer Nutzer zu finden: &#8220;Xing ist ähnlich wie Facebook ein soziales Netzwerk, in dem sich vor allem Berufstätige aufhalten.&#8221;</p>
<p style="text-align: right;"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/07/Fahndung_mit_Facebook_Rheinische_Post_29072011_Textscan_klein.png"><img class="aligncenter size-large wp-image-2416" title="Fahndung_mit_Facebook_Rheinische_Post_29072011_Textscan_klein" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/07/Fahndung_mit_Facebook_Rheinische_Post_29072011_Textscan_klein-589x440.png" alt="Fahndung mit Facebook" width="589" height="440" /></a><br />
<em>(RP, Klick zur Großansicht)</em></p>
<p><a class="FlattrButton" style="display: none;" rev="flattr;button:compact;" href="http://fabian-soethof.de/2011/07/01/rheinische-post-fahndung-mit-facebook-und-xing/"></a><br />
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 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2415&amp;md5=b72b50d5b38e0c9587ce209ed8bcfea3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Jungs von nebenan</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/06/27/die-jungs-von-nebenan/</link>
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		<pubDate>Mon, 27 Jun 2011 09:25:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[mehr Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
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		<category><![CDATA[Pop]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/06/27/die-jungs-von-nebenan/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/06/EMA_Erika_M_Anderson_2011_Interview_Pressefoto-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Erika M. Anderson oder EMA" title="EMA_Erika_M_Anderson_2011_Interview_Pressefoto" /></a>Die gitarrespielende Neuentdeckung des laufenden Jahres heißt Erika M. Anderson, kurz EMA, wohnt in Portland und ist viel lebensfroher, als ihr Solodebüt vermuten lässt. Könnte an ihrer Kindheit liegen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die gitarrespielende Neuentdeckung des laufenden Jahres heißt Erika M. Anderson, kurz EMA, wohnt in Portland und ist viel lebensfroher, als ihr Solodebüt vermuten lässt. Könnte an ihrer Kindheit liegen.</em></p>
<div id="attachment_2411" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/06/EMA_Erika_M_Anderson_2011_Interview_Pressefoto.jpg"><img class="size-large wp-image-2411" title="EMA_Erika_M_Anderson_2011_Interview_Pressefoto" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/06/EMA_Erika_M_Anderson_2011_Interview_Pressefoto-589x392.jpg" alt="Erika M. Anderson oder EMA" width="589" height="392" /></a><p class="wp-caption-text">Viel netter als sie tut: Erika M. Anderson, kurz EMA</p></div>
<p>Ein bisschen wirkt Erika M. Anderson wie aus dieser Zeit gefallen. Das liegt nicht an ihrem auf der Bühne und in ihren selbstgedrehten Musikvideos zur Schau gestelltem Äußeren, an ihren ausgeschnittenen Shirts, ihrer EMA-Namenskette oder der punkig verlotterten Gesamtästhetik. Es ist ihr Solodebüt „Past Life Martyred Saints“, das sich in seinem düsterdigitalen LoFi-Sound voller Gitarrenfeedback weder in der Riot Grrrl-Bewegung oder im Grunge der Neunziger noch im Indiehipstertum der Nuller einordnen lassen will. „Ich verbrachte viel Zeit in der Noise-Experimental-Impro-Electronic-Szene“, sagt Anderson über ihre Bandvergangenheit mit dem implodierten Drei-Mann-Projekt Gowns und lacht: „Für mich ist das nun ein Popalbum!“</p>
<p>Überhaupt lacht EMA, wie sich nun solo nennt, viel und konterkariert mit ihrem Auftreten so todesmutige Textzeilen wie „I’m just 22 I don’t mind dying“ („California“) oder „I come back to you in another life“. In jenem Song, „Anteroom“, der übrigens so klingt, als hätte Elliott Smith aus dem Jenseits mit in den Vier-Spur-Rekorder gesungen, geht es um den Jungen von nebenan, mit dem Anderson aufwuchs. „Er starb vor ein paar Jahren an Krebs“, sagt sie und relativiert schnell: In dem Song ginge es ihr natürlich auch um tragische Selbstmorde der Rockgeschichte, um Smith und Kurt Cobain.</p>
<p>Entsprechend ist auch der Albumtitel „Past Life Martyred Saints“ ein Shoutout zu den alten Freunden, den „verrückten Jungs aus South Dakota.“ Die waren älter, schmissen Fernseher aus dem Fenster und pissten in Kühlschränke, kannten aber coole Musik. Einer von ihnen dachte, er wäre ein Heiliger in einem früheren Leben gewesen, „er hat eine Sammlung von UFO-Videos und kann dir erklären, wie George Bush und die Queen verwandt und warum beide Reptilianer von einem anderen Planeten sind“, sagt Anderson; ein anderer hatte die Hausnummer von Serienmörder Jeffrey Dahmer auf seinem Knöchel tätowiert, „und in den war ich sogar verknallt!“. Damals wollte Anderson genau so tough sein und bestätigt, dass ihre heutige Selbstsicherheit vielleicht daher komme.</p>
<p>Mit 18 zog sie von Zuhause aus. Seit Januar dieses Jahres lebt Anderson in der boomenden Szenestadt Portland, weil es ihr nach fünf Jahren in Los Angeles zu teuer und nach fünf Jahren in Oakland zu gefährlich wurde. „Eigentlich bin ich in Portland nur im Keller“, sagt sie und erzählt von Bandproben in Flanellhemden und dem ersten Videomaterial von Nirvana, wenn man sie fragt, wie ihr derzeitiges Leben wohl als Film aussähe &#8211; und wähnt sich trotz der Aufmerksamkeit, die sie als <a href="http://cameouttanowhere.com">EMA</a> derzeit erfährt, bereits woanders: „Ich möchte irgendwann aufs Land“, sagt sie und erinnert sich wieder an früher, diesmal ans Angeln mit ihren Onkeln. „Ja, vielleicht ziehe ich wirklich wieder nach South Dakota.“</p>
<p>•	Als Kind wollte Erika M. Anderson Cowgirl oder Autorin werden – ihre Mutter will bis heute, dass sie Medizin studiert.<br />
•	Ihre jüngere und einzige Schwester spielt Bass in ihrer Liveband.<br />
•	In Oakland kuratierte sie Shows, von Experimental über Electronic und improvisiertem Jazz bis hin zu Dance Nights.<br />
•	Hobbies außer Musik? „Wein trinken und Kochen, Angeln, Karaoke oder an der Bar sitzen, Bier trinken und mit dem Touchscreen spielen“, sagt sie.<br />
•	Der amerikanische Rolling Stone beschrieb EMA als das uneheliche Kind von Sinéad O’Connor. „Ich fand das witzig“, sagt sie, „aber meine Mom nicht! Sie sagte: ‚Ich bin der einzige Mensch, der sich dadurch persönlich angegriffen fühlen könnte‘“.</p>
<p><em>(erschienen in: <a href="http://www.musikexpress.de/magazin/features/article101509/EMA-Grunge-Me-Softly.html">Musikexpress, 7/2011, Seite 30, Radar</a>)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2363&amp;md5=cc3156104fdc8ff07cfe3a7af00e23de" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Jackass&#8221;-Star Ryan Dunn ist tot &#8211; NOT</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Jun 2011 18:53:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/06/20/jackass-ryan-dunn-tot/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/06/Ryan_Dunn_Google_Stern_de_Dubb-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Ryan Dubb, äh, Dunn ist tot. Oder?" title="Ryan_Dunn_Google_Stern_de_Dubb" /></a>"Jackass"-Stuntman Ryan Dunn ist bei einem Autounfall gestorben. Oder?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie <a href="http://www.google.de/search?q=ryan+dunn&#038;ie=utf-8&#038;oe=utf-8&#038;aq=t&#038;rls=org.mozilla:de:official&#038;client=firefox-a#q=ryan+dunn&#038;hl=de&#038;client=firefox-a&#038;hs=4I4&#038;rls=org.mozilla:de:official&#038;prmd=ivnsuo&#038;source=lnms&#038;tbm=nws&#038;ei=5Yn_Tb2cMY-f-Qbdz73fAw&#038;sa=X&#038;oi=mode_link&#038;ct=mode&#038;cd=4&#038;ved=0CBsQ_AUoAw&#038;bav=on.2,or.r_gc.r_pw.&#038;fp=fd382a40ad78ff7a&#038;biw=1920&#038;bih=860">diverse Medien am Abend meldeten</a>, ist der &#8220;Jackass&#8221;-Darsteller und Stuntman Ryan Dunn vergangene Nacht bei einem &#8220;tragischen* Autounfall&#8221; gestorben. Wer Dunn wirklich war oder wie dieser Kerl überhaupt heißt, ist Einigen natürlich scheißegal &#8211; solange sie die Ersten mit der Nachricht sind:</p>
<p><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/06/Ryan_Dunn_Google_Stern_de_Dubb.jpg"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/06/Ryan_Dunn_Google_Stern_de_Dubb-589x753.jpg" alt="Ryan Dubb, äh, Dunn ist tot. Oder?" title="Ryan_Dunn_Google_Stern_de_Dubb" width="589" height="753" class="aligncenter size-large wp-image-2393" /></a></p>
<p><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/06/Ryan_Dunn_Google_Stern_de_Dubb_Ausschnitt.jpg"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/06/Ryan_Dunn_Google_Stern_de_Dubb_Ausschnitt.jpg" alt="&quot;Ryan Dubb stirbt bei scherem Autounfall&quot;" title="Ryan_Dunn_Google_Stern_de_Dubb_Ausschnitt" width="390" height="57" class="aligncenter size-full wp-image-2399" /></a></p>
<p>Weiter <a href="http://www.huffingtonpost.com/2011/06/20/ryan-dunn-dead-jackass-star-car-crash_n_880322.html?&#038;ncid=edlinkusaolp00000008">heißt es</a>, Dunn sei betrunken gewesen, schließlich hätte er wenige Stunden vorher ein Foto von sich und ein paar trinkenden Freunden getwittert. Der mutmaßliche Schnappschuss ist offenbar gelöscht worden, dafür ist via Twitter nur kurze Zeit später eine ganz andere <a href="http://twitter.com/#!/tianatrez/status/82859520958808064">Meldung</a> <a href="http://twitpic.com/5ed4fu">aufgetaucht</a>:</p>
<p> <a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/06/Ryan_Dunn_Twitpic_@ItaliasDarkside_Ente.jpg"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/06/Ryan_Dunn_Twitpic_@ItaliasDarkside_Ente.jpg" alt="Ryan Dunn ist doch nicht tot. Oder?" title="Ryan_Dunn_Twitpic_@ItaliasDarkside_Ente" width="500" height="382" class="aligncenter size-full wp-image-2389" /></a></p>
<p>Und während in den Online-Redaktionen dieser Welt die Eilmeldungen vermutlich schon wieder umgeschrieben wurden (&#8220;Makaber: &#8216;Jackass&#8217;-Star inszeniert seinen eigenen Tod&#8221;), entpuppt sich die angebliche Fox-Meldung (bis auf Weiteres) als Photoshop-Fake. Eine Ente einer Ente, die keine Ente war. Wahrscheinlich wäre dieser Galgenhumor in Ryan Dunns Sinne gewesen.</p>
<p>&#8212;-<br />
<em>*Natürlich ist dieser Tod tragisch, wie fast alle Tode tragisch sind. Auch der Tod von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Irwin">Steve Irwin</a> durch einen Stachelrochen statt durch ein Krokodil war tragisch. Auf eine andere Art.</em><br />
<script type="text/javascript">// <![CDATA[
            var flattr_url = 'http://fabian-soethof.de/2011/06/20/jackass-ryan-dunn-tot/';
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<script src="http://api.flattr.com/button/load.js" type="text/javascript"></script></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2386&amp;md5=ceedf315681345a66debc177ff7f2ae5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>tape.tv-CEO Conrad Fritzsch im Interview: „Als MTV zu Ende ging, bin ich in die Luft gesprungen“</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/06/07/tape-tv-ceo-conrad-fritzsch-interview/</link>
		<comments>http://fabian-soethof.de/2011/06/07/tape-tv-ceo-conrad-fritzsch-interview/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 07 Jun 2011 20:19:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[BRASH]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Pop]]></category>
		<category><![CDATA[zitty]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/06/07/tape-tv-ceo-conrad-fritzsch-interview/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/06/Conrad_Fritzsch_tape_tv_Interview_Pressefoto_1_klein-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Foto:Marijan Murat" title="Conrad Fritzsch, tape.tv (Pressefoto)" /></a>Conrad Fritzsch (41), Gründer und Geschäftsführer des Internetsenders tape.tv, über Musikfernsehen im Netz, nervige Werbung und Günther Jauch als Vorbild.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Conrad Fritzsch (41), Gründer und Geschäftsführer des Internetsenders tape.tv, über Musikfernsehen im Netz, nervige Werbung und Günther Jauch als Vorbild.</em></p>
<p><strong>Herr Fritzsch, welches ist Ihr Lieblingsmusikvideo?</strong></p>
<p><strong>Conrad Fritzsch:</strong> Mein Evergreen ist „Drop“ von The Pharcyde. Aktuell und vom Style her ist es  „Sekundenschlaf“ von Marteria, ich finde auch die visuelle Idee von Mike Skinners „Going Through Hell“ schön, diese Schablonen… Der ganze Film ist eine simple Idee, aber so variiert, dass sie nicht langweilig wird.<br />
<strong><br />
Wer schaut sich heute überhaupt noch Musikvideos an: Die Generation Justin Bieber, hartgesottene Fans also – oder etwa doch derjenige, der früher MTV als Begleitmedium flimmern ließ?</strong></p>
<p>Im Allgemeinen gibt es drei Zielgruppen. Die Generation der unter 30-Jährigen kennt Kai Böcking, Formel 1, Ronny&#8217;s Popshow oder Ray Cokes nicht mehr, guckt aber trotzdem Musikvideos.  Die 30-40-Jährigen kennen das von früher noch, schauen auch ältere Sachen und freuen sich, wenn Depeche Mode ein neues Video machen. Und die über 40-Jährigen sind selektive Gucker. Wir kategorisieren aber am liebsten nach Zuschauern, Kennern und Experten.<br />
<strong><br />
Für viele Zuschauer hört die musikalische Welt immer noch hinter den „Bravo Hits“ auf.</strong></p>
<p>Denen wollen wir helfen, sie brauchen Empfehlungen. YouTube stellt die Videos hin und sagt: mach doch. Dann tippen die Leute ihre Bravo-Charts ein. Unsere Redaktion stellt dir Sachen vor. Wenn du die magst, dann findet schnell etwas Ähnliches zu dir. Wir wollen dich besser kennenlernen. Die Leute haben keinen Bock auf Neues, weil zum Beispiel die Nutzungssituation falsch ist – im Auto willst du verdammt nochmal mitsingen! Abends ab 18 Uhr willst du aber unterhalten werden. Entertainment bedeutet überrascht zu werden &#8211; aber bitte mit Dingen, die mir gefallen.</p>
<div id="attachment_2373" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/06/Conrad_Fritzsch_tape_tv_Interview_Pressefoto_1_klein.jpg"><img class="size-large wp-image-2373" title="Conrad Fritzsch, tape.tv (Pressefoto)" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/06/Conrad_Fritzsch_tape_tv_Interview_Pressefoto_1_klein-589x429.jpg" alt="Foto:Marijan Murat" width="589" height="429" /></a><p class="wp-caption-text">Conrad Fritzsch ist Gründer, Inhaber und geschäftsführender Gesellschafter von tape.tv und guckt gerne Musikvideos</p></div>
<p><strong> Bei tape.tv beschäftigen Sie 50 Mitarbeiter und konnten bei der Gründung 2008 nicht ahnen, ob Ihre Idee funktionieren würde. War das Mut oder Harakiri?</strong></p>
<p>Ich habe lange Werbung gemacht, das hat auch gut funktioniert. Irgendwann saß ich in einer Präsentation bei einem Kunden, für die ich ein Jahr gearbeitet hatte. Und der sagte: Können wir das nicht alles anders machen? Ich dachte: Entweder bringe ich die alle um oder mich. Du arbeitest intensiv für einzelne Kunden und hast immer das Gefühl, dich nicht verwirklichen zu können. Dazu kam: ich hatte wenig mit Musik und Bewegtbild zu tun, bin aber Filmfan. Die Idee zu tape.tv war damals zehn Prozent von dem, was es heute ist. Es gibt einen Satz bei uns: Keiner hat uns verboten heute schlauer zu sein als gestern. Ich bin jetzt 41 und also in einem Alter, in dem viele andere es lieber belassen, wie es ist. Ich finde Veränderung spannend, diskutiere gerne und habe kein Problem damit, wenn ich mich geirrt habe.<br />
<strong><br />
Als MTV, die ja mit Musik schon lange nur noch peripher beschäftigt waren, im Oktober 2010 ankündigten, die Bezahlschranken fürs TV-Programm ab 1. Januar 2011 herunterzulassen, sind Sie da vor Freude in die Luft gesprungen? Oder war das längst egal?</strong></p>
<p>Doch, ich bin in die Luft gesprungen – und habe dankbar den Sendeauftrag von MTV übernommen (lacht). Ich hatte ursprünglich vor, erst im Sommer 2011 sehr stark redaktionell zu arbeiten. Aber mir war klar, dass jetzt die Aufmerksamkeit für Alternativen zu MTV besonders groß ist. Anfang 2010 schon hatten wir mit dem Relaunch gemerkt, dass die Verweildauer immer dann steigt, wenn wir eigene redaktionelle Produkte machen. Ein Dachkonzert von Marteria zum Beispiel finden die User sonst nicht im Netz. Als MTV beschloss aufzuhören, wussten wir, dass wir Vollgas geben müssen und haben bislang zehn Formate geschrieben.</p>
<p><strong>Sie finanzieren sich wie andere Bewegtbildanbieter durch Werbung.</strong></p>
<p>Weil ich aus der Werbung komme, weiß ich, wie genervt die Leute von Pre-Rolls, von vorgeschalteten Werbeclips, sind. Bewegtbild ist weit mehr als ein Pre-Roll. Ein Pre-Roll ist ungefähr so eine Denkleistung wie damals, als die ersten Fernsehspots gemacht wurden, da wurde der Radiotext vor der Kamera vorgelesen. Bis heute ist da eine große Entwicklung passiert, und eine ähnliche Entwicklung passiert gerade im Internet. Ich habe damals mein ganzes Geld dort hinein gesteckt, die Werbeagentur verkauft und gesagt: Das mache ich jetzt, und seit drei Jahren mache ich im Grunde nichts anderes. Es ist ein Prozess, den Leuten beizubringen, dass wenn man über das Internet nachdenkt, mit dem Internet und dem User nachdenken muss. Der User ist nämlich der Boss, und wenn er keinen Bock mehr auf den Scheiß hat, macht er ihn aus. Und das geht relativ schnell.</p>
<p><strong>Dafür muss der Nutzer zuerst auf tape.tv geholt werden. Der Erfolg von zum Beispiel Google oder Facebook aber beweist doch: Man muss zu den Nutzern hingehen.</strong></p>
<p>„Im Internet surfen“ ist ein schwieriger Begriff, weil ein Großteil der Nutzer lediglich zu seinen fünf gleichen Seiten geht. Wenn ich morgens aufstehe, checke ich Facebook und E-Mails. Warum sollen wir die sechste Seite werden, die es schafft, so eine Relevanz zu bekommen? Du hast drei Möglichkeiten: Der Fernseher hat es durch Sendeformate und Personen geschafft. Durch Günther Jauch zum Beispiel, durch Identifikationsfiguren. Auch wir wollen Köpfe etablieren und schreiben gerade an Konzepten, bei denen Musiker Interviews mit anderen führen, Roadtrips machen und so weiter. Zweitens: Multi-Access, mehr Touchpoints, mehr Zugang zum Produkt schaffen, auch über unterschiedliche Geräte und unterschiedliche Websites. Drittens: die Ausweitung des Produkts. Warum muss es 25 Services geben, wenn ich mich im Internet mit Musik beschäftigen will? <a href="http://www.shazam.com/">Shazam</a>, wenn ich’s erkennen will. <a href="http://soundcloud.com/">Soundcloud</a>, wenn ich es tauschen will. <a href="http://www.spotify.com/int/">Spotify</a>, wenn ich es hören will. Wir bauen unseren Service mit dem Ziel aus, die erste Anlaufstelle im Netz zu werden, wenn du irgendwas mit Musik zu tun haben willst. Das ist zumindest unsere in die Zukunft gedachte Vision. Es ist nämlich richtig, dass es ein Irrglaube ist, dass die Leute auf deine Webseite kommen. Die Integration bei Facebook ist auch für uns eine wichtige, um unser Produkt da stattfinden zu lassen. Mit einem großen Autohersteller haben wir einen Channel zur Fashion Week gemacht und dabei haben wir 40 Prozent des Traffics von außen eingesammelt, von Blogs zum Beispiel oder von den Homepages der Bands. Wir könnten aber für andere Seiten ein tape.tv mit anderer Musik machen. Auf tape.tv direkt muss eine Marianne Rosenberg nicht stattfinden.<br />
<strong><br />
Sie kommen aus der Werbung, haben vorher Regie studiert, sind nun Unternehmer. Wenn es mit Musikvideos mal nicht mehr laufen sollte, wohin geht Ihre Reise dann? Was ist das nächste große Ding im Internet?</strong></p>
<p>Ich würde in Security investieren. Ist zwar nicht wirklich sexy, aber wichtig. Wenn ich dir sage, pass mal auf, deine Daten sind total sicher und du hast jederzeit völlige Kontrolle darüber, ich würde sofort zehn Euro dafür zahlen. Einen richtigen Plan habe ich aber nicht. tape.tv bietet noch so viele Möglichkeiten der Weiterentwicklung. Ich kann auch sofort in der Branche bleiben. In den letzten zwei Jahren habe ich gefühlt 3000 Vorträge gehalten, ich kann sofort als Bewegtbildexperte irgendwo anfangen. Ich habe nie gedacht, dass ich noch so viel lernen würde in meinem Leben. Ich habe auch noch nie so viel gearbeitet wie in den letzten drei Jahren, vielleicht würde ich also danach auch einfach mal nichts tun. Aber wenn ich dann müsste und total pleite wäre, dann fiele mir schon was ein.</p>
<p><em>Zur Person:<br />
Conrad Fritzsch studierte Regie an der HFF Babelsberg. 1993-2007 leitete er die Werbeagentur Fritzsch &amp; Mackat. 2008 gründete er gemeinsam mit Stephanie Renner und Lars Diettrich <a href="http://www.tape.tv">tape.tv</a>. Das Unternehmen zählt aktuell 50 Mitarbeiter und hat Büroflächen und ein eigenes Sendestudio in der Langhansstraße in Berlin-Weißensee. Ein neues interaktives Format heißt ontape, läuft seit dem 12. Mai geplanterweise einmal im Monat live um 21 Uhr und wird einen Tag später im <a href="http://kultur.zdf.de/ZDFde/inhalt/8/0,1872,8237928,00.html">ZDF Kultur</a> ausgestrahlt.</em></p>
<p><em>(erschienen bei: <a href="http://gesellschaft.brash.de/articles/details/conrad_fritzsch_im_interview_als_mtv_zu_ende_ging_bin_ich_in_die_luft_gesprungen">BRASH.de, 10. Mai 2011</a>)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2369&amp;md5=b0c52eed95ff85e8f7519c096a81c8ea" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Eine ausgebuffte Social-Media-Strategie</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/06/07/social-media-strategie-pr-blogger-budget/</link>
		<comments>http://fabian-soethof.de/2011/06/07/social-media-strategie-pr-blogger-budget/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 07 Jun 2011 19:11:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[PR]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Neulich im Mail-Postfach eines großen Wissenschaftsblogs:</p>
<blockquote><p>Hallo (&#8230;),</p>
<p>bei meiner Recherche bin ich heute auf Deinen Blog gestoßen! Ich finde den Blog super! Dachte, dass wir vielleicht auch etwas zusammen machen könnten.</p>
<p>Wir, (&#8230;) Promotions, sind eine kleine Agentur. Wir sammeln im Auftrag von unseren Kunden von Bloggern Feedback über die Kunden ein.</p>
<p>D.h. im Detail folgendes: Du schreibst über unseren Kunden ein Feedback in Deinem Blog. Das kann positiv sein, allerdings muss es dies nicht sein. Findest Du gewisse</p></blockquote><p>&#8230; <a href="http://fabian-soethof.de/2011/06/07/social-media-strategie-pr-blogger-budget/" class="read_more"><br />weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich im Mail-Postfach eines großen Wissenschaftsblogs:</p>
<blockquote><p>Hallo (&#8230;),</p>
<p>bei meiner Recherche bin ich heute auf Deinen Blog gestoßen! Ich finde den Blog super! Dachte, dass wir vielleicht auch etwas zusammen machen könnten.</p>
<p>Wir, (&#8230;) Promotions, sind eine kleine Agentur. Wir sammeln im Auftrag von unseren Kunden von Bloggern Feedback über die Kunden ein.</p>
<p>D.h. im Detail folgendes: Du schreibst über unseren Kunden ein Feedback in Deinem Blog. Das kann positiv sein, allerdings muss es dies nicht sein. Findest Du gewisse Sachen schlecht, so kannst Du das ruhig schreiben! Nur so kann der Kunde letztendlich sein Produkt auch verbessern.</p>
<p>Das ganze musst Du natürlich nicht umsonst machen. Wir zahlen Dir dafür eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 50 Euro. Die würden wir dir per Paypal oder Überweisung zuschicken.</p>
<p>Hast Du Lust darauf? Falls ja, so würde ich mich über eine kurze Antwort freuen!</p>
<p>Viele Grüße,</p>
<p>(&#8230;)</p></blockquote>
<p><em><br />
(Kürzungen von mir)</em></p>
<p>Mehr zum leidigen Dauerthema bei <a href="http://www.amypink.com/2011/06/big-budget-lie-hoax-bloggers-for-dummies/">Amy &#038; Pink</a> (die mit dem <a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2010/03/vipdip-burda-qualitaet/">Marcel vom verschiedenen Vipdip.de</a>) oder in einem Blog Ihrer Wahl.<br />
<script type="text/javascript">// <![CDATA[
            var flattr_url = 'http://fabian-soethof.de/2011/06/07/social-media-strategie-pr-blogger-budget/';
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 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2361&amp;md5=2c85484a728e05347fa2242050d4f4be" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Zum ersten Mai</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/04/30/zum-ersten-mai/</link>
		<comments>http://fabian-soethof.de/2011/04/30/zum-ersten-mai/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 30 Apr 2011 07:36:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[gesehen]]></category>
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		<category><![CDATA[Schnappschuss]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/04/30/zum-ersten-mai/"><img align="right" hspace="5" width="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2010/11/Erster-Mai-2010-Neukoelln-Kottbusser-Damm-Dresdner-Bank-30042010-589x442.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="" title="Erster-Mai-2010-Neukoelln-Kottbusser-Damm-Dresdner-Bank-30042010" /></a>Wider den Kapitalismus: Berlin vorm alljährlichen Tag der Arbeit - eine Stadt macht dicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1841" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2010/11/Erster-Mai-2010-Neukoelln-Kottbusser-Damm-Dresdner-Bank-30042010.jpg"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2010/11/Erster-Mai-2010-Neukoelln-Kottbusser-Damm-Dresdner-Bank-30042010-589x442.jpg" alt="" title="Erster-Mai-2010-Neukoelln-Kottbusser-Damm-Dresdner-Bank-30042010" width="589" height="442" class="size-large wp-image-1841" /></a><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p>Kottbusser Damm Ecke Sanderstraße, Berlin-Neukölln, 30. April 2010.</p>
<p><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/04/Erster-Mai-Berlin-Neukoelln-Kottbusser-Damm-29042011.jpg"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/04/Erster-Mai-Berlin-Neukoelln-Kottbusser-Damm-29042011-589x442.jpg" alt="Kottbusser Damm Ecke Sanderstraße" title="Erster-Mai-Berlin-Neukoelln-Kottbusser-Damm-29042011" width="589" height="442" class="aligncenter size-large wp-image-2346" /></a></p>
<p>Kottbusser Damm Ecke Sanderstraße, Berlin-Neukölln, 30. April 2011.<br />
<script type="text/javascript">// <![CDATA[
            var flattr_url = 'http://fabian-soethof.de/2011/04/30/zum-ersten-mai/';
            var flattr_btn='compact';
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<script src="http://api.flattr.com/button/load.js" type="text/javascript"></script></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=1840&amp;md5=8d5b09e717aa642fb6c846aa4d0a9816" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Dieses Video ist in Deinem Land verfügbar</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/04/26/zeit-online-interaktives-internetfernsehen/</link>
		<comments>http://fabian-soethof.de/2011/04/26/zeit-online-interaktives-internetfernsehen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 26 Apr 2011 15:02:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[ZEIT Online]]></category>

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		<description><![CDATA[Fernsehen wandert ins Netz, und das Netz wandert ins Fernsehen. Doch es fehlt die Verbindung beider Ideen, echter Austausch mit dem Nutzer. Das ZDF versucht das gerade.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Das Prinzip Youtube ist erfolgreich. Das Internet kann aber mehr als wackelige Filmchen zu verbreiten, um sich berieseln zu lassen. </em></p>
<p>Als das ZDF den Datenschutzkrimi &#8220;Wer rettet Dina Foxx?&#8221; ausstrahlte, sollten die Zuschauer ein kleines Stück Netzgeschichte erleben: Gesendet wurden nur 50 Minuten der Low-Budget-Produktion, seitdem kann jeder mithelfen, im Internet den Mord aufzuklären. Zur Verfügung stehen dazu 300 Minuten Videos, Chatrooms und Drittplattformen. Bislang beschränkte sich Interaktion in öffentlich-rechtlichen Programmen vor allem auf Telefon- oder Onlinevotings. Der SWR traute sich zumindest an ein trimediales Projekt namens Alpha 0.7, das Fernsehen, Radio und Internet verschmolz. Die erzählte Geschichte über futuristische Szenarien im Cyberspace war der von Dina Foxx ähnlich &#8211; interaktiv aber war sie nicht&#8230;</p>
<p><strong>weiterlesen auf ZEIT Online: <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2011-04/interaktiv-internet-fernsehen">&#8220;Der Weg zur Interaktion ist noch lang&#8221;</a></strong></p>
<p><em>(erschienen auf <a href="http://www.zeit.de">ZEIT.de</a> am 20. April 2011)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2337&amp;md5=278bd34df888c2fa6b70d8e2756a06f0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>re:publica XI: Bohemian Rhapsody</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/04/22/republica-xi-rueckblick/</link>
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		<pubDate>Fri, 22 Apr 2011 12:39:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die re:publica XI im Rückblick: Von Nerds und Netzaktivisten und der Öffnung der einen Gesellschaft für die andere]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im echten Leben gibt es keine Hyperlinks. Deswegen funktionieren Insiderwitze nur für Insider, deswegen ist Twitter für den gemeinen Internetnutzer kein Äquivalent zu Facebook. Weil sich auf der diesjährigen Social-Media-Konferenz <a href="http://re-publica.de/11/">re:publica XI</a>, die vergangene Woche in Berlin zu Ende ging, deutsche und internationale Internetinsider der ersten und zweiten Stunde trafen (Twitterer, Blogger, Netzaktivisten), wirft man ihr und ihren Besuchern auch im fünften Jahr noch Selbstreferentialität <a href="http://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article1607423/Mein-Sohn-kennt-keine-Welt-ohne-Internet.html">vor</a>. &#8220;Wir sind kein Einführungskurs&#8221;, sagte re:publica-Gründer <a href="http://fabian-soethof.de/2011/04/12/re-publica-xi-johnny-haeusler-im-interview/">Johnny Haeusler vorab im Interview</a>, aber er sagt immer wieder auch, dass Netzthemen in der Gesellschaft angekommen sind. Wer da beispielsweise an Wikileaks, den Fall (von) zu Guttenberg, <a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2011-04/iphone-ipad-ortungsdaten">iPhone-Vorratsdaten</a> oder eben Facebook denkt, kann dem nur zustimmen. Bei Twitter sieht das trotz Justin Bieber oder dem <a href="http://twitter.com/#!/RegSprecher">Regierungssprecher</a> noch anders aus.</p>
<p>Das Managermagazin Cicero schreibt auf seinem Onlineauftritt, <a href="http://www.cicero.de/97.php?item=6132">die &#8220;Geeks und Nerds&#8221; hätten die Chance vertan</a> und sich auch dieses Jahr nicht für die Gesellschaft geöffnet. Ein Bekannter, der <a href="http://fabian-soethof.de/2010/11/24/ein-washechter-berliner/">andere Klischees über Blogger und Berlin-Mitte</a> zu kennen scheint, fragte mich am Freitagabend: &#8220;re:publica, sind da nicht nur Hipster?&#8221;. Unabhängig vom Wahrheitsgehalt: Allein die Tatsache, dass solche Bilder existieren, beweist, dass mit der Öffnung noch einiges gehen kann (ob das ein Muss ist, ist eine andere Frage). Zumal es ja sogar Besucher, die zu einer vermeintlichen Kernzielgruppe gehören, gibt, die Sinn oder Unsinn der re:publica <a href="http://www.torstenmaue.com/rp11-ein-schuss-in-den-ofen/">noch weniger verstanden haben</a>. Aber von vorne.</p>
<p>Was habe ich gesehen?</p>
<ul>
<li> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anonymous_%28Kollektiv%29">Anonymous</a>. Nicht persönlich, versteht sich, aber in Form eines Vortrag-Rundumschlags über das Schaffen der virtuellen Protestgruppe</li>
<li>Einen hochunterhaltsamen und mit einer intelligenten Portion Doppelironie auftretenden Sascha Lobo, der in einem so genannten Startrant erst alle Internetmenschen im Friedrichsstadtpalast beleidigte, die ihr Expertentum nicht so vermarkten wie er selbst &#8211; und dann <a href="http://saschalobo.com/2011/04/16/vortrag-auf-der-republica-trollforschung-%E2%80%93%C2%A0jungste-erkenntnisse-inkl-startrant/">über Trollforschung referierte</a></li>
<li>Johannes &#8220;Jojo&#8221; Kretzschmar a.ka. <a href="http://blog.beetlebum.de/2011/04/13/kognitive/">Beetlebum</a>, der von Webcomics schwärmte und auch deren Geschichte nicht vergas</li>
<li>Eine Mitarbeiterin der University Of Maryland, die mit einer Umfrage zur gegenseitigen Skepsis zwischen &#8220;etablierten Medien und Blogs&#8221; herzlich wenig überraschte und elf Politblogger als <a href="http://re-publica.de/11/blog/panel/blogs-in-deutschland/">deutsche Blogosphäre pauschalisierte</a></li>
<li>Eine junge Akademikerin, die 1:1 aus ihrer Diplomarbeit über Twitter <a href="http://re-publica.de/11/blog/panel/%C3%B6ffentlicher-als-%C3%B6ffentlich/">vorlas</a> und damit Eulen ins einschlafende Athen trug</li>
<li>Die gehörlose Bloggerin <a href="http://meinaugenschmaus.blogspot.com/">Julia Probst</a>, die bei der letzten Fußball-WM den Spielern von den Lippen ablas und mit ihrer Dolmetscherin auf Nachfrage und vor begeistert-entrüstetem Publikum erklärte, wie man Namen wie &#8220;Merkel&#8221;, &#8220;Guttenberg&#8221;, &#8220;Westerwelle&#8221; und &#8220;Lafontaine&#8221; in Gebärdensprache übersetzt (es zählen die, äh, Äußerlichkeiten)</li>
<li>René Walter von <a href="http://www.nerdcore.de">Nerdcore</a>/Crack-A-Jack, der daneben saß und aus seinem <a href="http://www.netzpolitik.org/2011/rene-walter-erhalt-neue-abmahnung-von-euroweb/">Streit mit Euroweb und deren fragwürdigen Geschäftspraktiken</a> scheinbar immer noch nichts gelernt haben will (&#8220;Man sollte besser auf Anwaltsschreiben reagieren? Das ist doch keine Weisheit!&#8221; &#8220;Ja, ich glaube ich unterliege irgendwelchen Verpflichtungen. Welchen? Keine Ahnung.&#8221; &#8220;Ich bezeichne Arschlöcher auch weiterhin als Arschlöcher&#8221;. &#8220;Joa, das könnte nochmal passieren.&#8221;)</li>
<li><a href="http://gutjahr.biz/blog/2011/04/republica-interview/">Richard Gutjahr</a>, der sich, als er da neulich so vom Tahrir-Platz aus bloggte, noch nie in seinem Leben &#8220;mehr als Journalist gefühlt habe als zu dieser Zeit&#8221;</li>
<li><a href="http://wirres.net/">Blogopas</a> und -<a href="http://www.ankegroener.de/">omas</a>, <a href="http://www.dondahlmann.de/">die</a> sich <a href="http://www.schockwellenreiter.de/">erinnern</a></li>
<li>Einhornsex und andere Abseitigkeiten aus dem <a href="http://re-publica.de/11/blog/panel/ringelpietz-mit-anklicken-parteiseiten-perlenz%C3%BCchter-ponypornos/">Netz</a></li>
<li><a href="http://www.qlod.org/weltfrieden/">Nilz Bokelbergs</a> und <a href="http://www.hermsfarm.de/blog/">Markus Herrmanns</a> erwartungsgemäß kurzweilige GTT-Revue inklusive Bingo, <a href="https://twitter.com/#!/soethof/status/58598518213976064">Nasenaffenmasken</a> und Freibier</li>
</ul>
<p>Und bestimmt noch ein paar andere Sachen.</p>
<p>Ja, in der Kalkscheune war es spätestens dieses Jahr viel zu eng, in viele Veranstaltungen kam man praktisch leider nicht rein (ein Umzug in eine größere Location ist zwangsläufig geplant). Vor allem aber geht es offline vor Ort bekanntlich darum, worum es online im Internet auch geht: Networking, Socialising, Hallo sagen, von Anderen lernen. &#8220;Ein Klassentreffen&#8221;, wie Twitterer der ersten Stunde gerne behaupten und bei der alljährlichen und für Nicht-Twitterer vollkommen sinnbefreiten <a href="http://re-publica.de/11/blog/panel/twitterlesung/">Twitterlesung</a> vorleben.</p>
<p>Dafür, dass diese mancherorts also tatsächlich gegenwärtige (und oft in der Natur der Sache liegende) Selbstreferentialität abnehmen wird, sorgt, auch dank Facebook, die breitere Gesellschaft selbst für. Und für die Insider rief re:publica-Mitgründer <a href="http://video.zeit.de/video/903366282001">Markus Beckedahl indes die Digitale Gesellschaft ins Leben</a>, die, so der Interview- und Medientenor, ein bisschen wie Greenpeace sein soll, nur anders. Für das Internet eben &#8211; und eben doch nicht: &#8220;Wir wollen auch die erreichen, die nicht den ganzen Tag bei Twitter rumhängen&#8221;, sagt Beckedahl. Johnny Haeusler weiß offenbar auch, dass da draußen noch einiges mehr zu holen sein wird, wenn er die #rp11 wohlweise mit Queens &#8220;Bohemian Rhapsody&#8221; verabschiedet und Freddie Mercury fragen lässt: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ZqrJLQhHhA0">&#8220;Is this the real life, is this just fantasy?&#8221;.</a> Es ist das echte Leben, mittlerweile, irgendwie, nur mit Hyperlinks.<br />
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		<item>
		<title>Johnny Haeusler im Interview: “Die re:publica ist kein elitärer Zirkel”</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/04/12/re-publica-xi-johnny-haeusler-im-interview/</link>
		<comments>http://fabian-soethof.de/2011/04/12/re-publica-xi-johnny-haeusler-im-interview/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 12 Apr 2011 15:14:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<category><![CDATA[zitty]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/04/12/re-publica-xi-johnny-haeusler-im-interview/"><img align="right" hspace="5" width="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/04/Johnny-Haeusler-Jim-Rakete-250x375.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Johnny Haeusler, Foto: Jim Rakete" title="Johnny-Haeusler-Jim-Rakete" /></a>Vom 13.-15. April findet in Berlin die Social-Media-Konferenz re:publica XI statt. Mit ihrem Gründer Johnny Haeusler sprach ich für die zitty über Facebook, den Fall Guttenberg und seine Arbeit als Blogger bei Spreeblick.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Vom 13.-15. April findet in Berlin die Social-Media-Konferenz re:publica XI statt. Mit ihrem Gründer Johnny Haeusler sprach ich für die <a href="http://www.zitty.de">zitty</a> über Facebook, den Fall Guttenberg und seine (also Haeuslers) Arbeit als Blogger bei Spreeblick. An dieser Stelle: die längere Version des Interviews.</em></p>
<p><strong>Herr Haeusler, die von Ihnen mitbegründete <a href="http://www.re-publica.de">re:publica</a> findet dieses Jahr zum fünften Mal statt. Was hat sich in dieser Zeit verändert in der digitalen Gesellschaft, in der Welt der Blogs und der sozialen Medien? </strong></p>
<div id="attachment_2293" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/04/Johnny-Haeusler-Jim-Rakete.jpg"><img class="size-medium wp-image-2293" title="Johnny-Haeusler-Jim-Rakete" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/04/Johnny-Haeusler-Jim-Rakete-250x375.jpg" alt="Johnny Haeusler, Foto: Jim Rakete" width="250" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Johnny Haeusler, Foto: Jim Rakete</p></div>
<p>Johnny Haeusler: Sie sind vielmehr in unserer Gesellschaft angekommen. Am Anfang war es noch eine Nerdgeschichte, dachten wir. Wir &#8211; <a href="http://www.spreeblick.com">Spreeblick</a> und <a href="http://www.newthinking.de/">newthinking</a>, also Markus Beckedahl von <a href="http://www.netzpolitik.org/">Netzpolitik.org</a> und Andreas Gebhard sowie Tanja <em>(Haeusler)</em> und ich – dachten: man müsste sich mal treffen mit allen Bloggern und Twitterern, 300 Leute werden wir schon zusammenkriegen. Dann waren es 700, und letztes und dieses Jahr sind es knapp 3000 Leute, die kommen. Damit ist die re:publica eine der größeren, wenn nicht sogar die größte Social-Media-Konferenz. Die Themen sind immer welche, die später auch im Mainstream stattfinden. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/WikiLeaks">Wikileaks</a> zum Beispiel war letztes Jahr ein Thema bei uns, bevor es groß wurde. Auch Fragen zu Netzsperren oder Netzneutralität finden nicht mehr nur in IT-Magazinen oder der Netzwelt, was auch immer das ist, statt. Sie werden auch abends in der Kneipe bequatscht.</p>
<p><strong>An wen richtet sich die re:publica zuerst: an Blogger, Journalisten oder Endverbraucher?</strong></p>
<p>Ja, auch an die User, klar. Aber: Wir sind kein Einführungskurs. Die meisten Besucher fühlen sich mit ihren Tools bereits ein Stück weit zuhause im Internet. Sie sind oftmals selbst Contentproduzenten, und sei es nur durch twittern, auch da verbreitet man ja Links. Andere Leute kommen, um einen Überblick über die Themen zu bekommen. Anders wäre der Zulauf auch nicht zu erklären.</p>
<p><strong>Welche Ziele haben Sie erreicht?</strong></p>
<p>Es geht ja immer um Kommunikation und Austausch. Man ruft eine Konferenz wegen der Feststellung ins Leben, dass es viele Experten gibt. Das merke ich auch bei Spreeblick regelmäßig in den Kommentaren. Aus dieser völlig zerfahrenen Community wollten wir Menschen mit völlig unterschiedlichen Erfahrungen und Interessensgebieten auf eine Bühne stellen, um an ihrem Wissen teilzuhaben. Ich denke das erreichen wir, unbedingt. Es gibt businessorientierte Konferenzen, auf denen ich oft den Eindruck habe, dass die Leute gar nicht das leben, worüber sie da reden.<br />
<strong><br />
Was sind die kommenden Ziele? </strong></p>
<p>Wir könnten thematisch noch breiter werden. Einzelne Bereiche zu einer Subkonferenz machen, technische und gesellschaftliche Themen einen ganzen Tag von verschiedenen Seiten beleuchten. Grundsätzlich ist genug Stoff für mehr Themen und mehr Tage da. Wir sind aber zufrieden mit der aktuellen Situation, wir sind Wochen vorher ausverkauft, das nimmt Last, weil wir ja auch ein großes finanzielles Risiko eingehen. Das Vorschussvertrauen, das uns die Leute geben, die ihre Tickets schon kaufen lange bevor das Programm feststeht, gibt uns auch einen besseren Stand bei den Vortragenden. Anfangs griffen wir auf den Bekanntenreis zurück. Die größeren Namen wollen teilweise horrende Honorare haben. Denen müssen wir erstmal erklären, dass das hier anders läuft. Der Eintritt ist sehr niedrig für eine dreitägige Konferenz, keiner soll an einem 2500 Euro-Ticket scheitern. Die re:publica ist kein elitärer Zirkel, und das überzeugt dann auch die Speaker.</p>
<p><strong>Bis vor einigen Jahren waren Blogger noch als pickelige Nerds verschrien.</strong></p>
<p>Es gibt bestimmt auch heute noch Blogger, die pickelige Nerds sind. Das sind aber Klischeebilder. Der bemerkenswerteste Vorgang in den letzten Jahren war, was mit Facebook passiert ist. Für viele Menschen ist Facebook das Internet. Die hatten vorher keinen Chat-Client installiert und waren nicht auf fünf verschiedenen Seiten, um Messages auszutauschen, Fotos oder Videos zu teilen und sich per Mail ihre Geschichten hin und her zuschicken. Facebook hat das alles geöffnet, plötzlich wird jeder zum Mikroblogger. 1400000 Menschen sind in Deutschland bei Facebook registriert. Von dort aus kommen wir zu all den anderen Themen wie Sicherheit, Privatsphäre, die Diskussion um Google Street View. Reden kann darüber fast jeder endlos.</p>
<p><strong>Blogs sind also in der Mitte der Gesellschaft angekommen.</strong></p>
<p>Da lehnt man sich zu weit aus dem Fenster. Ich würde eher sagen, dass die Kommunikation über das Netz sehr stark verbreitet ist. Man kann nicht behaupten, Blogs wären in Deutschland megaerfolgreich. In Amerika, England, Frankreich und, glaube ich, Italien ist das anders. Neulich sagte mir mal einer, das könnte daran liegen, dass die Zeitungslandschaft in Deutschland noch recht gut ist. Du kannst dich hierzulande auch aus den Mainstreammedien verschiedenster Quellen bedienen. Dann ist es hier sehr schwierig, ein Blog, das ja auch ein Fulltimejob sein kann, zu finanzieren. Wenn du deutsch schreibst, ist der Sprachraum und somit die Menge der Leser begrenzt. Die Menschen informieren sich aus ein oder zwei, maximal vier Quellen. Du kannst ja nicht die ganze Zeit fernsehen, Zeitung lesen und dann auch noch Blogs verfolgen oder sogar mitdiskutieren.</p>
<p><strong>Welche Gesellschaftsdebatten wurden in der Vergangenheit über Blogs initiiert? </strong></p>
<p>Themen wie Vorratsdatenspeicherung, Netzsperren oder Netzneutralität wären ohne massive Proteste aus den Blogs nie auf dem Schirm größerer Medien gelandet. Da hat es gebrodelt und gekocht, da war soviel Expertise vorhanden, da kamen Medien und Politik nicht mehr herum. Ein anderes Thema war Guttenberg. Ich bin zwar fern davon zu sagen, dass Blogs der ausschlaggebende Faktor gewesen wären. Aber wenn man sich dieses <a href="http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/GuttenPlag_Wiki">Wiki</a> anguckt, das innerhalb weniger Tage die Quellen der Doktorarbeit gesucht hat – das ist eine kollaborative Arbeit, die so nur über das Netz möglich ist. Das war ein starkes Zusammenspiel von politischen Interessen, Medien und der Netzgemeinde, die Fakten nachwies. Da hat zum ersten Mal eine Kollaboration stattgefunden. Diese Doktorarbeit kann sich ja kein Journalist und keine Redaktion alleine angucken. Gemeinsam geht es dann.</p>
<p><strong>Ist das ein journalistisches Zukunftsmodell? Der „Guardian“ hat es ja schon vorgemacht.</strong></p>
<p>Wikileaks hat es auch versucht, aber man kann das nicht forcieren. Ob es die einzige Zukunft ist weiß ich nicht, aber bestimmt eine mögliche. So ein Tool muss man umarmen, damit rumspielen und es nutzen. Bei Verlagen gab es die Ansage, nicht zu verlinken. Das widerspricht dem Grundgedanken von Hyperlinks. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Jeff_Jarvis">Jeff Jarvis</a> sagte: “Do what you do best and link to the rest.“ Bei Spreeblick mache ich es auch so: Wenn ich eine Berichterstattung nicht selbst leisten kann, biete ich ein Forum für Themen und Kommentare und verlinke.</p>
<p><strong>Spreeblick ist wider seines Namens kein Hauptstadtblog.</strong></p>
<p>War es auch nie! Das liegt in der Geschichte. Der Name ist im Jahr 2000 aufgekommen. Da war die Idee, ein neues Stadtmagazin aufzumachen, in Richtung zitty oder Tip. Aber wir haben schnell gemerkt, dass wir gerade den Service-Bereich nicht leisten können. Der Name stand im Raum, weil wir damals ein Büro mit Blick auf die Spree hatten. Spreeblick hatte so was Currywurst-Berlinerisches. Dann fing ich an zu bloggen, weil ich mich für die Technik interessierte und habe die Domain Spreeblick.com dafür benutzt. Seitdem gab es immer wieder die Frage, ob das ein Blog über Berlin ist. Und das ist es definitiv nicht. Aber es ist ein Blog aus Berlin. Wir haben Leser, die nicht in Ballungsgebieten wohnen, für die ist die Sicht aus Berlin auf Themen spannend. Ich bin Berliner durch und durch, ich bin hier geboren. Und das spürt man auch.</p>
<p><strong>Wie sieht ein typischer Arbeitsalltag eines hauptberuflichen Bloggers aus? </strong></p>
<p>Im Grunde ist es ein total langweiliger Bürojob, wie bei den meisten Journalisten. Einmal treibt mich das Interesse an guten Themen. Wenn ich ein allgemeines, nicht zeit- und nachrichtenabhängiges Thema finde, dann sitze ich an so einem Text auch mal sehr lange, dann soll er unterhaltsam, toll und gut geschrieben sein. Dann ist es Autorenarbeit. Wenn es um News oder das Posten von Videos geht, dann gehe ich den eigenen Newsreader durch und gucke immer wieder: was gibt es für neue Quellen, was gibt es für neue Blogs? Die mich langweilen, die schmeiße ich dann raus. Bei einem größeren Thema beginnt die Recherchearbeit genauso wie bei Euch: Man nimmt das Telefon in die Hand und versucht mehr rauszufinden.</p>
<p><strong>Gibt es einen täglichen Mindestoutput?</strong></p>
<p>Nein. Was den Traffic angeht: Ich kann mit einem guten Artikel in der Woche die gleiche Anzahl von Usern erreichen wie wenn ich jeden Tag fünf kleinere Sachen mache. Wir wollen trotzdem täglich was bringen. Ich sehe Spreeblick auch als Unterhaltungsmedium. Mich treibt deshalb eher ein Anspruch als ein Druck.</p>
<p><strong>Können Sie davon gut leben?</strong></p>
<p>Ja. Wir waren früh mit Werbung dabei, 2005, dafür haben wir auch viel Haue gekriegt. Aber wir übertreiben es ja nicht, außerdem hat man sich daran gewöhnt. Dann machen wir die re:publica, die uns teilweise mitträgt. Hin und wieder arbeiten wir auch als Dienstleister, setzen Websites um oder betreuen Communities. Aber nicht für jeden.</p>
<p><strong>Stammgast und Internetikone <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sascha_Lobo">Sascha Lobo</a> wird auch auf der diesjährigen Konferenz wieder sprechen. Viele fragen sich: nervt der nicht? </strong></p>
<p>Sascha ist extrem unterhaltsam, das darf man nicht vergessen. Es gibt nicht viele Menschen im deutschsprachigen Raum, die eine Stunde lang pures Entertainment liefern und dabei auch noch den ein oder anderen sehr klugen Satz sagen. Zu denen gehört Sascha. Ich kann nachvollziehen, wenn man ihn nervig findet. Aber ich verstehe es auch irgendwie doch nicht. Ich finde Dieter Bohlen doof. Aber der betrifft mein Leben nicht. Sascha Lobo drängt sich ja nicht um das Leben irgendeines Menschen. Man kann ihn gut vermeiden. Ich muss das nicht, weil ich ihn sehr schätze.</p>
<p><strong>Was werden in diesem Jahr die Hauptdebatten sein? </strong></p>
<p>Wir haben dieses Jahr sehr viele Sprecherinnen und damit das Thema Feminismus auf dem Plan. Und wir haben zwei neue Oberbereiche, die wir jeweils vier bis fünf Stunden lang mit Vorträgen und Panels angehen: Bei „re:play“ geht es um Games und die Verspielisierung des Lebens, diese ganzen Facebook- und Handygames. Was passiert, wenn Spiele dich den ganzen Tag begleiten und du dir nicht mehr die Auszeit für das Spiel nimmst? Bei „re:design“ setzen wir uns mit design thinking auseinander, also der Frage, was bedeutet Produktgestaltung und Verpackung bedeutet. Mal gucken wie sich das entwickelt.<br />
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		</item>
		<item>
		<title>Sich dem Absurden unterwerfen*</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2011/04/02/ja-panik-sich-dem-absurden-unterwerfen/</link>
		<comments>http://fabian-soethof.de/2011/04/02/ja-panik-sich-dem-absurden-unterwerfen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 02 Apr 2011 07:00:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[mehr Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/04/02/ja-panik-sich-dem-absurden-unterwerfen/"><img align="right" hspace="5" width="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/03/Ja-Panik-DMD-KIU-LIDT-Christoph-Voy.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt=" " title="Ja, Panik - DMD KIU LIDT Christoph Voy" /></a>Mit „DMD KIU LIDT“ liefert die nach Berlin ausgewanderte österreichische Band Ja, Panik eines der besten deutschsprachigen Alben der letzten Jahre ab. Vielleicht auch, weil ihnen das alles so egal ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Melodie und Anarchie: Mit „DMD KIU LIDT“ liefert die nach Berlin ausgewanderte österreichische Band Ja, Panik eines der besten, nun ja, deutschsprachigen Alben der letzten Jahre ab. Vielleicht auch, weil ihnen das alles so egal ist.</em></p>
<p>Es ist ruhig an diesem sonnigen Frühlingsnachmittag in der Markthalle in Berlin-Kreuzberg. Andreas Spechtl hat mal gegenüber gelebt, als er aus Wien vor anderthalb Jahren herzog. Nebenan wohnt Christiane Rösinger, mit der er ihr aktuelles Soloalbum „Songs Of L. And Hate“ einspielte. Er sitzt da, um über seine aufstrebende Band Ja, Panik und erstmals über ihr viertes, komplett in Berlin entstandenes Album „DMD KIU LIDT“ zu sprechen. Es geht um Konstruktion und Destruktion, um Wegnehmen und Räume schaffen, um Erwartung und Versagung. <em>„Nichts ist schlimmer als Selbsterklärung“</em>, sagt Spechtl, während er genau das tut. Schließlich sei so eine Bandkarriere, mit der man zumindest sein Faulenzerleben finanzieren wolle, gepflastert mit Kompromissen; man müsse also ein bisschen darüber reden, wenn man Platten verkaufen will. Und Spechtl will das, <em>„da brauchen wir uns nichts vormachen“</em>.<br />
<div id="attachment_2257" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/03/Ja-Panik-DMD-KIU-LIDT-Christoph-Voy.jpg"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/03/Ja-Panik-DMD-KIU-LIDT-Christoph-Voy.jpg" alt=" " title="Ja, Panik - DMD KIU LIDT Christoph Voy" width="589" height="400" class="size-full wp-image-2257" /></a><p class="wp-caption-text">Andreas Spechtl (2. v.l.) und seine Jungs. Fotos müssen eben sein.</p></div></p>
<p>Er, der Songschreiber, Sänger und Gitarrist von Ja, Panik und Bohéme einer gefallenen Indierock-Generation, ist im normalen Leben nicht der Dandy, den er auf seinen Tonträgern bisweilen mimt. Fuchtelt nicht mit den Händen, schleudert weder Parolen noch Gläser gegen die Wand, sitzt da mit seinem Parka über Cardigan und Polohemd, rotem Halstuch und wuscheligem Kopf und sucht nach Worten. <em>„Die Gruppe Ja, Panik hat sich noch nie hingesetzt und auf der Gitarre einfach einen Song gespielt. Bis jetzt“</em>, sagt er und nippt verstohlen an seiner Apfelschorle. <em>„Und dann fragten wir uns: Wie können wir das wieder zerstören?“</em> Bei Ja, Panik sei alles immer so wild und aufbrausend gewesen, dem wollten Spechtl, Sebastian Janata (Schlagzeug, Gesang), Stefan Pabst (Bass, Gesang), Christian Treppo (Klavier, Gesang) und Thomas Schleicher (Gitarre) radikal entgegenwirken. <em>„Es ist gewissermaßen die entspannteste und reduzierteste unserer Platten“</em>, sagt Spechtl weiter. Vor allem aber ist „DMD KIU LIDT“ eine Platte, die mit ihrem ausgelassenen Situationismus, ihrem dadaistischen Gestus, ihrer Referentialität und ihrer Reduktion bald zu einem der besten deutschsprachigen Popalben der letzten Jahre avancieren dürfte.</p>
<p><em>„Der Referenzen sind wir uns zwar bewusst. Dieser ganze Zitatwahnsinn, der uns immer arg auf die Fahnen geschrieben wurde, hat aber abgenommen“</em>, relativiert Spechtl, bleibt im Ungefähren und lässt ein bisschen vom mangelnden Selbstbewusstsein durchscheinen, das angeblich alle österreichischen Bands teilen, bevor sie international Erfolge feiern. <em>„Wir haben uns wieder fremder Ideen bemächtigt, die aber viel vager bearbeitet. Früher ist es ja praktisch bis zum Plagiat gegangen.“</em> Der sperrige Titel bedeutet in voller Länge übrigens „Die Manifestation des Kapitalismus in unserem Leben ist die Traurigkeit“, was Spechtl selbst aber nicht verrät. <em>„Das wird sich noch von selbst erklären“</em>, prophezeit er und will es dabei belassen. Das Gute daran: Ja, Panik funktionieren trotz aller eventuellen Verkopftheit seit jeher genau über dieses Gefühl von Erkenntnis. Auch wenn man von dem, was Spechtl sich da als Flaneur zwischen den Sprachen und aus Impressionsfetzen von Walter Benjamin über Bryan Ferry bis Bob Dylan (<em>„Klar bin ich Fan von Roxy Music“</em>) so zusammenreimt, nichts versteht, versteht man dank seines Habitus doch alles. Wo „The Taste and The Money“ (2007) von der SPEX zum wichtigsten deutschsprachigen Album seit Blumfelds „L’Etat Et Moi“ gekürt wurde  und der Nachfolger „The Angst And The Money“ (2009) sich noch an der finalen Destruktion von Indierock versuchte und dabei Hits wie „Alles Hin, Hin, Hin“ oder „Pardon“ abwarf, schmeißt „DMD KIU LIDT“, für dessen Aufnahme Ja, Panik dem Rockproduzenten Moses Schneider „Wummsverbot“ erteilten, nun sämtliche Altlast über Bord &#8211; und baut sich aus Versatzstücken und einem Entertainer, dessen gesangliches Spektrum die Qualitäten von zum Beispiel Mick Jagger, Dirk Von Lowtzow, Pete Doherty oder Robert Smith nur beiläufig vereint, ein Denkmal seiner eigenen Sozialisation. Von der Hand weisen will Spechtl all das nicht, <em>„am Ende kann ich eh mit allem leben“</em>. Aber auch nicht ausführen oder gar bestätigen. Weil ja nichts schlimmer als Selbsterklärung ist. </p>
<p><strong>* Zitat aus dem Song „Time Is On My Side“ von <a href="http://ja-panik.com/">Ja, Panik</a>. Ihr viertes Album „DMD KIU LIDT“ erscheint am 15. April bei <a href="http://www.staatsakt.de/">Staatsakt</a>.</strong></p>
<p><em>(erschienen in: <a href="http://www.opak-magazin.de">OPAK #8</a>, 24.März 2011)</em></p>
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