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	<title>Fabian Soethof</title>
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	<description>Aus Freude am Schreiben. Seit April 2010.</description>
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  <title>Fabian Soethof</title>
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		<title>Listenwahn 2012: Die Alben des Jahres</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Mar 2013 23:37:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Alben des Jahres]]></category>
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		<category><![CDATA[Max Prosa]]></category>
		<category><![CDATA[Pop]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2013/03/09/listenwahn-2012-die-alben-des-jahres/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/03/Max_Prosa-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="" title="Max_Prosa" /></a><p><em>Pünktlich zur schon im Vorfeld depperten Echo-Verleihung 2013: meine 20 besten Alben des vergangenen Kalenderjahres. Mit Qualitätsgarantie, garantiert auch ohne Frei.Wild und mit nur einem Megaseller. </em></p>
<p style="text-align: center;"><em><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/03/Max_Prosa.jpg"><img class="size-full wp-image-3154  aligncenter" title="Max_Prosa" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/03/Max_Prosa.jpg" alt="" width="460" height="307" /></a><br />
</em></p>
<p><strong>1. Max Prosa – „Die Phantasie Wird Siegen“</strong><br />
<br />
Kitsch. Pathos. Sturm. Drang. Altklugheit. Reife. Aufgekratzheit. Abgeklärtheit. Versoffenheit. Herz. Schmerz. Beflissenheit. Geste. Gute Ratschläge. Bob Dylan im Geiste. Max Prosas über- und aufgeladenes Debüt „Die Phantasie wird siegen“, mit dem der in Berlin lebende Prosa als Bester seiner&#8230; <a href="http://fabian-soethof.de/2013/03/09/listenwahn-2012-die-alben-des-jahres/" class="read_more"><br />weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Pünktlich zur schon im Vorfeld depperten Echo-Verleihung 2013: meine 20 besten Alben des vergangenen Kalenderjahres. Mit Qualitätsgarantie, garantiert auch ohne Frei.Wild und mit nur einem Megaseller. </em></p>
<p style="text-align: center;"><em><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/03/Max_Prosa.jpg"><img class="size-full wp-image-3154  aligncenter" title="Max_Prosa" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/03/Max_Prosa.jpg" alt="" width="460" height="307" /></a><br />
</em></p>
<p><strong>1. Max Prosa – „Die Phantasie Wird Siegen“</strong><br />
<iframe width="589" height="331" src="http://www.youtube.com/embed/ewzHcQWRNik?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
Kitsch. Pathos. Sturm. Drang. Altklugheit. Reife. Aufgekratzheit. Abgeklärtheit. Versoffenheit. Herz. Schmerz. Beflissenheit. Geste. Gute Ratschläge. Bob Dylan im Geiste. Max Prosas über- und aufgeladenes Debüt „Die Phantasie wird siegen“, mit dem der in Berlin lebende Prosa als Bester seiner Zunft im deutschen Feuilleton eine <a href="http://www.zeit.de/2012/02/Maenner">„Schmerzensmänner“-Debatte</a> anstiftete, hat von allem zuviel, man müsste sich eigentlich angewidert davon abwenden. Vor allem aber hat es Songs wie „Mein Kind“, „Flügel“ und „Visionen von Marie“ in seinen Reihen; Songs, die andere Liedermacher ein ganzes Leben so nicht zu Papier und auf Platte kriegen. Und das Beste: Der Nachfolger „Rangoon“ erscheint bereits im April 2013.</p>
<p><strong>2. Ben Folds Five – „The Sound Of The Life Of The Mind“</strong><br />
<iframe width="589" height="331" src="http://www.youtube.com/embed/mEyrfFwf3rI?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
Ben Folds, dieser Teufelspianist und Entertainer vor dem Herrn, kann keine schlechten Songs, Melodien, Harmonien und Geschichten schreiben. Das wusste ich spätestens seit „The Unauthorized Biography Of Reinhold Messner“, dem live schon 2008 wieder gemeinsam aufgeführten dritten Bandalbum aus dem Jahre 1999; Folds’ Soloalben zwischen 2001 und 2011 bestätigten das aufs Herzlichste. Beim Reunion-Album „The Sound Of The Life Of The Mind“ aber hatte ich das vier Durchgänge lang fast vergessen. Bis Folds mich mit „Draw A Crowd“, der ersten Single „Do It Anyway“ (inkl. Fraggles-Video) und über allem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=sjhjpLCw2b4">dem Titelsong</a> daran erinnerte. Und plötzlich war ich wieder verliebt.</p>
<p><strong>3. The Avett Brothers – „The Carpenter“</strong><br />
<iframe width="589" height="331" src="http://www.youtube.com/embed/phtWfw5_bss?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
Weniger Drama, mehr Introspektive: „The Carpenter“ ist ein nach „I And Love And You“ einmal mehr aufrichtig herzliches Folkrockalbum, mit dem die Avett Brothers einmal mehr im Vorbeigehen beweisen, wie gut sie 1. Popmomente schreiben und einfangen, 2. die verwurzelteren Mumford &amp; Sons werden und 3. als Hochzeitsband Nächte retten könnten. All das alleine wäre ihnen aber vermutlich zu langweilig. Zum Glück.</p>
<p><strong>4. The Gaslight Anthem – „Handwritten“</strong><br />
<iframe src="http://player.vimeo.com/video/43136555?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0&amp;color=9c1e1e" width="589" height="331" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe><br />
Auf „American Slang“, ihrem dritten Album, waren The Gaslight Anthem der Sturm und Drang und die Ideen verloren gegangen, sie verwalteten sich bloß selbst. Mit „Handwritten“ und Hymnen wie „45“ und dem Titelsong haben die Arbeiterklasse-Punkrocker aus New Jersey (ja, da wo auch der Boss und Bon Jovi herkommen) zu sich selbst zurückgefunden und sind gleichzeitig den Stadien noch näher gekommen. Karohemden und, Achtung, <a href="http://www.visions.de/news/14990/The-Gaslight-Anthem-Aggressiv-und-persoenlich">Kreationismus</a> &#8211; eine Mischung, die in Amerika noch besser ankommen müsste als bei uns.</p>
<p><strong>5. Hot Water Music – „Exciter“</strong><br />
<iframe width="589" height="331" src="http://www.youtube.com/embed/XPVNKIqy_cw?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
Nein, Hot Water Music aus Gainesville haben auf ihrem ersten neuen Album seit acht Jahren weder sich selbst noch den Punkrock neu erfunden. Aber genau das macht „Exciter“ zu so einer Wohltat: Chuck Ragan und Chris Wollard klingen mit all ihrem Herzblut und ihrer Hemdsärmeligkeit gemeinsam einfach markiger als allein, eine so zwingende Lebenskrisenhymne wie „Drag My Body“ haben sie in all den Solojahren und Bandprojekten nicht hinbekommen. Besser waren sie nur auf der Split-EP mit Alkaline Trio.</p>
<p><strong>6. Benjamin Gibbard – „Former Lives“</strong><br />
<iframe width="589" height="331" src="http://www.youtube.com/embed/y9eflLa_-cs?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
Solodebüt des Frontmannes von Death Cab For Cutie, das gemessen an den Erwartungen und den Bandvorlagen ein fast zu gefälliges ist. Gibbard fühlt sich hier im Midtempo ein bisschen zu wohl, schon das <a href="http://www.dailymotion.com/video/xwofuz_ben-gibbard-w-aimee-mann-bigger-than-love-1-10-2013-colbert-report_music">Duett mit Aimee Mann</a> aber reisst alles raus. Und wenn diese Liste eines verrät, dann, dass ich eine Schwäche für Bens habe.<br />
<strong><br />
7. Ben Kweller – „Go Fly A Kite“</strong><br />
<iframe width="589" height="331" src="http://www.youtube.com/embed/e-PpW4pMb_M?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
Nach seinem Country-Ausflug besinnt sich Ben Kweller auf seine alten Stärken: „Go Fly A Kite“ vereint LoFi-Popsongs mit verschrobener Slackerattitüde, ist kein zweites „Sha Sha“ und zeigt Kweller dennoch als das geschichtenerzählende Songwriter-Wunderkind, das der Texaner auch mit seinen 31 Jahren noch ist.</p>
<p><strong>8. Mumford &amp; Sons – „Babel“</strong><br />
<iframe src="http://player.vimeo.com/video/49404860?title=0&amp;byline=0&amp;color=ffffff" width="589" height="331" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe><br />
Das zweite Album, mit dem sie durch die Decke gingen: Die Grammy-Preisträger, die Mumford &amp; Sons mittlerweile sind, legten mit „Babel“ einen zwar würdigen Nachfolger ihres umjubelten Debüts vor, aber auch ein Album, auf dem das Banjo präsenter und prägnanter war als die einzelnen Songideen selbst.</p>
<p><strong>9. Kettcar – „Zwischen den Runden“</strong><br />
<iframe width="589" height="331" src="http://www.youtube.com/embed/OzQIm-MidEg?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
Nach dem – für Männer über 35 – vergleichsweise wütenden „Sylt“ und eine Dekade nach ihrem maßgeblichen Debüt „Du und wie viele von Deinen Freunden“ besinnen sich Kettcar auf Introspektive, Einsichten und auf das Erzählen daraus resultierender Geschichten über das Leben und den Tod. Sie trauen sich dabei an Bläser, Streicher und fast keinen Ausbruch. Schlecht steht ihnen all das trotzdem nicht. <em><a href="http://musik.brash.de/2012/02/09/kettcar-marcus-wiebusch-reimer-bustorff-interview/">(zum Interview)</a></em></p>
<p><strong>10. Michael Kiwanuka – „Home Again“</strong><br />
<iframe src="http://player.vimeo.com/video/33169439?title=0&amp;byline=0&amp;color=ffffff" width="589" height="228" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe><br />
So jung und schon so schön von gestern: Michael Kiwanuka hat mit seinem Debüt „Home Again“ genau das Songwriter-Soulalbum aufgenommen, das Bob Dylan, Otis Redding, Marvin Gaye und Ben Harper gemeinsam nicht gemacht haben. <a href="http://musik.brash.de/2012/03/29/michael-kiwanuka-interview/"><em>(zum Interview)</em></a></p>
<p>11.	Nada Surf – „The Stars Are Different To Astronomy“<br />
12.	First Aid Kit – „The Lion’s Roar“<br />
13.	The XX – „Coexist“<br />
14.	John K. Samson – „Provincial“<br />
15.	The Weeknd – „Echoes Of Silence“<br />
16.	Frank Ocean – „Channel Orange“<br />
17.	Deftones – „Koi No Yokan“<br />
18.	Absynthe Minded – „As It Ever Was“<br />
19.	Jessie Ware – „Devotion“<br />
20.	Kidd Kopphausen – „I“</p>
<p>Auch gut 2012 war zum Beispiel: Die Höchste Eisenbahn (EP), Jake Bugg (Deutschland-VÖ erst 2013), Silversun Pickups, The Lumineers, Sport, Aimee Mann, Kendrick Lamar, Captain Planet, The Shins, Two Gallants, Tom Liwa, Tallest Man On Earth, Muse, Gary, Manual Kant, Ellie Goulding, Sigur Ros, Bloc Party, Maximo Park, Die Türen, Band Of Horses, Kilians, Adam Arcuragi, Regina Spektor, Jens Lekman, Taylor Swift, Carly Rae Jepsen, Enno Bunger, Coheed &amp; Cambria, Benjamin Biolay, Rocky Votolato</p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2666&amp;md5=28a4e3db423c7f151913a6e76b6302c8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Listenwahn 2012: Die Filme des Jahres</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2013/02/24/listenwahn-2012-die-filme-des-jahres/</link>
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		<pubDate>Sun, 24 Feb 2013 18:07:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<category><![CDATA[gesehen]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2013/02/24/listenwahn-2012-die-filme-des-jahres/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/02/Moonrise_Kingdom_Boy-150x150.png" class="alignright wp-post-image tfe" alt="" title="Moonrise_Kingdom_Boy" /></a><p><em>Pünktlich zu den Oscars 2013 schließe auch ich endlich mit dem durchwachsenen Kinojahr 2012 ab. Hier meine Filme des Jahres 2012 &#8211; diesmal ohne zwingende Reihenfolge, weil mich nichts aus Hollywood oder sonst wo her nachhaltiger beeindruckte <a href="http://fabian-soethof.de/2012/01/24/listenwahn-2011-die-filme-des-jahres/">als 2011</a> zum Beispiel ein einziger Film aus Deutschland.</em></p>
<p><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/02/Moonrise_Kingdom_Boy.png"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/02/Moonrise_Kingdom_Boy-589x316.png" alt="" title="Moonrise_Kingdom_Boy" width="589" height="316" class="aligncenter size-large wp-image-3134" /></a></p>
<p><strong>„Moonrise Kingdom“</strong><br />
<br />
Zwei Pfadfinderkinder in den Sechzigern, die Camp und Elternhaus entfliehen und wider gesellschaftlicher Erwartungshaltung ihre große Liebe leben wollen. Das rührende „Moonrise Kingdom“ von Wes Anderson und Roman&#8230; <a href="http://fabian-soethof.de/2013/02/24/listenwahn-2012-die-filme-des-jahres/" class="read_more"><br />weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Pünktlich zu den Oscars 2013 schließe auch ich endlich mit dem durchwachsenen Kinojahr 2012 ab. Hier meine Filme des Jahres 2012 &#8211; diesmal ohne zwingende Reihenfolge, weil mich nichts aus Hollywood oder sonst wo her nachhaltiger beeindruckte <a href="http://fabian-soethof.de/2012/01/24/listenwahn-2011-die-filme-des-jahres/">als 2011</a> zum Beispiel ein einziger Film aus Deutschland.</em></p>
<p><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/02/Moonrise_Kingdom_Boy.png"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/02/Moonrise_Kingdom_Boy-589x316.png" alt="" title="Moonrise_Kingdom_Boy" width="589" height="316" class="aligncenter size-large wp-image-3134" /></a></p>
<p><strong>„Moonrise Kingdom“</strong><br />
<iframe width="589" height="331" src="http://www.youtube.com/embed/7N8wkVA4_8s?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
Zwei Pfadfinderkinder in den Sechzigern, die Camp und Elternhaus entfliehen und wider gesellschaftlicher Erwartungshaltung ihre große Liebe leben wollen. Das rührende „Moonrise Kingdom“ von Wes Anderson und Roman Coppola wirkt in seiner Ästhetik und den altklugen Hauptfiguren wie Cap &amp; Capper auf LSD. Und ist dank seines A-Casts – Bruce Willis als Inselcop, Edward Norton als unfähiger Pfadfinderleiter, Frances McDormand als sorgende Mutter und so weiter – unfassbar und herzzereißend komisch.</p>
<p><strong>„The Perks Of Being A Wallflower“</strong><br />
<iframe width="589" height="331" src="http://www.youtube.com/embed/n5rh7O4IDc0?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
Coming-Of-Age-Drama um einen Schuljungen namens Charlie, der als anfänglicher Einzelgänger lieber Bücher liest als sich möglichen Kumpels anzubiedern und später in Sam (Emma Watson) nicht nur seine beste Freundin, sondern auch die große Liebe findet. Rührende Verfilmung des Romans von Stephen Chbosky. Weil es ja jeder irgendwie selbst durch die Pubertät geschafft hat.</p>
<p><strong>„Silver Linings“</strong><br />
<iframe width="589" height="331" src="http://www.youtube.com/embed/Lj5_FhLaaQQ?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
Gemessen an den Jubelreden, die über &#8220;Silver Linings Playbook&#8221; im Vorfeld verfasst wurden, ist der neue Film von David O. Russell eine kleine Enttäuschung. In Wahrheit aber ist die Geschichte über zwei vereinsamte, psychisch labile und gleichzeitig kerngesunde Menschen, die sich in ihren Gegensätzen anziehen – und sei es nur zum Tanzwettbwerb – natürlich doch eine rührende, weil man Pat (Bradley Cooper, der nicht nur Action und gut aussehen kann) und Tiffany (Jennifer Lawrence) in jeder Sekunde ihres angeknacksten Daseins glaubt. Und weil Robert deNiro als wettsüchtiger Vater für den nötigen Witz sorgt.</p>
<p><strong>„Extrem laut und unglaublich nah“</strong><br />
<iframe width="589" height="331" src="http://www.youtube.com/embed/Z_quK9SEGYE?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
Achtung, Kitschgefahr: Linda (Sandra Bullock) und ihr Sohn Oskar verlieren bei den Terroranschlägen am 11. September 2001 Ehemann, Vater und Bezugsperson Thomas Schell (Tom Hanks). Um die gemeinsamen Momente zu konservieren und weil er an ein hinterlassenes Rätsel seines Vaters glaubt, begibt sich der elfjährige, hochbegabte und, nun ja, verhaltensauffällige Oskar auf eine märchenhafte Schnitzeljagd durch New York – und lernt dabei viele fremde Menschen, seine Familie und sich selbst kennen. <a title="http://fabian-soethof.de/2012/02/13/extrem-laut-und-unglaublich-nah/" href="http://fabian-soethof.de/2012/02/13/extrem-laut-und-unglaublich-nah/">„Extrem laut und unglaublich nah“</a> basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Jonathan Safran Foer. Und der ist ein Guter.</p>
<p><strong>„The Avengers“</strong><br />
<iframe width="589" height="331" src="http://www.youtube.com/embed/1hPpG4s3-O4?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
Hulk, etliche andere Superhelden, Robert Downey Jr. und Scarlett Johansson retten die Welt vor dem Untergang. Muss ich <a title="http://filmfernsehen.brash.de/2012/04/26/marvel-the-avengers/" href="http://filmfernsehen.brash.de/2012/04/26/marvel-the-avengers/" target="_blank">noch mehr sagen</a>?</p>
<p><strong>„Ted“</strong><br />
<iframe width="589" height="331" src="http://www.youtube.com/embed/8YBlnHxkCJc?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
Ein Teddybär, der zum Leben erweckt wird und seinem besten Kumpel (Mark Wahlberg) fortan nicht mehr von der Seite weicht. Klingt nach Walt Disney, endet dank Regisseur, „Family Guy“-Erfinder und Oscar-Moderator Seth MacFarlane aber in einem politisch herrlich inkorrektem Buddymovie voller Drogen, Party und der Kehrseite des Ruhmes, in dem die Moral über Freundschaft, Frauen und Fans nicht zu kurz kommt.</p>
<p><strong>„Drive“</strong><br />
<iframe width="589" height="331" src="http://www.youtube.com/embed/rgXrHHeaShM?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
Lange Kamerafahrten und schnelle Schnitte für dunkle Autonächte: Ryan Goslings namenloser Fahrer weiß, wie man Autos repariert, in ihnen durch Los Angeles heizt, mit diesem Talent krumme Dinger dreht, Frauen (Carey Mulligan) kennenlernt und sonst die Klappe hält. „Drive“ gewann nicht durch seine dünne Story oder etwaigen tiefen (oder irgendwelchen) Dialogen auf der Stelle Kultstatus, sondern durch sein unterkühltes Setting, in das Regisseur Nicolas Winding Refn den coolsten neuen Hollywoodstar der Stunde setzt. Soundtrack von Kavinsky inklusive. Wohl aber: In „Gangster Squad“ ist Gosling noch viel cooler.</p>
<p><strong>„Shame“</strong><br />
<iframe width="589" height="331" src="http://www.youtube.com/embed/Zh2w0iym0Gk?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
Shooting Star Michael Fassbender neben dem Android David aus &#8220;Prometheus&#8221; in seiner anderen großen Rolle im Kinojahr 2012. &#8220;Shame&#8221; tut dem Zuschauer genauso weh wie dem Protagonisten Brandon seine krankhafte Sexsucht. Wenn Brandon nicht gerade Prostituierte, Zufallsbekanntschaften oder in Darkrooms fickt, masturbiert er – vor dem Spiegel, in der Dusche, auf der Arbeit – und denkt daran, wie er das eine oder das andere bald wieder tun muss. Auch seine Schwester (Carey Mulligan) erkennt: Echte Gefühle sind ihm fremd, er gibt sie vor, um überhaupt noch am gesellschaftlichen Miteinander teilnehmen zu können – und hat damit mit Fassbenders anderen Rollen, dem Android aus „Prometheus“, dann ja doch wieder Maßgebliches gemein.</p>
<p><strong>„The Master“</strong><br />
<iframe width="589" height="331" src="http://www.youtube.com/embed/fJ1O1vb9AUU?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
Phillip Seymour Hofmann und Joaquin Phoenix als Meister und Schüler in einer Analogie zur Biografie von Scientology-Gründer Ron L. Hubbard. Nicht zuerst wegen Regisseur Paul Thomas Anderson oder der seltsam indifferenten Erzählweise sehenswert, sondern wegen eines Joaquin Phoenix, der in seiner Leinwandrückkehr nach seinem Mockausflug ins Rapgeschäft ein Schauspiel hinlegt, für das er eher einen Oscar verdient hätte als Denzel Washington und Bradley Cooper zusammen.</p>
<p><strong>„Ralph reichts“</strong><br />
<iframe width="589" height="331" src="http://www.youtube.com/embed/87E6N7ToCxs?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
Der ausrangierte &#8220;Wreck-It-Ralph&#8221; will nicht länger Bösewicht im gleichnamigen Videospiel sein. Aus der Rolle kommt er trotz Selbsthilfegruppe genau so wenig heraus wie aus der digitalen Welt &#8211; und findet am versöhnlichen Ende genauso seinen Platz wie die jungen und früher mal jungen Zuschauer Anspielungen auf andere Spielehelden.</p>
<p><strong>„Liebe“</strong></p>
<p>Leider nicht gesehen.</p>
<p>***<br />
<strong>„Zero Dark Thirty“</strong><br />
<iframe width="589" height="331" src="http://www.youtube.com/embed/EYFhFYoDAo4?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
Startete erst 2013 in den deutschen Kinos. Jessica Chastain als CIA-Agentin auf Bin Laden-Jagd und zwischen Job und Moral zerrissen. &#8220;Zero Dark Thirty&#8221; von Kathryn Bigelow ist &#8211; verkürzt gesagt &#8211; ein bisschen wie &#8220;Homeland&#8221; auf Spielfilmlänge. Und in seinem Plot dokumentarischer.</p>
<p><strong>„Django Unchained“</strong><br />
<iframe width="589" height="331" src="http://www.youtube.com/embed/eUdM9vrCbow?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
Startete ebenfalls erst 2013 in den deutschen Kinos. Außerdem dürfte das ja der einzige Film sein, den wirklich jeder gesehen hat. Deshalb nur soviel: Christoph Waltz gefiel mir in seiner perfiden Subtilität als Nazi Hans Landa in „Inglourious Basterds“ noch viel besser als in seiner Rolle des Dr. King Schultz.</p>
<p><em>Auch gut war 2012: „Skyfall“, „Barbara“, „Rock Of Ages“, „Dark Shadows“, „Francine“, „Looper“, „Haywire“</em></p>
<p>Meine <a href="http://fabian-soethof.de/2012/03/04/listenwahn-2011-die-serien-des-jahres/">Serien</a> und <a href="http://fabian-soethof.de/2012/05/28/listenwahn-2011-die-alben-des-jahres/">Alben</a> des Jahres 2012 folgen. Irgendwann.</p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2743&amp;md5=c6ed5e336515e3d72d34ff4104ba6197" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Die Wahrheit über Die Ärzte: Maja Grundler, Dr. Schernberger, Klaus Wowereit</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-maja-grundler-ralph-schernberger-klaus-wowereit/</link>
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		<pubDate>Mon, 28 Jan 2013 12:41:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-maja-grundler-ralph-schernberger-klaus-wowereit/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/01/Die-Ärzte_Maja-Grundler-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Maja Grundler, Die Ärzte-Fan" title="Die Ärzte_Maja Grundler" /></a><p><em>Irgendwann im letzten Frühjahr, kurz bevor Die Ärzte ihr zwölftes  Studioalbum </em>„<em>auch</em>“<em> veröffentlichten, stellte ich für eine  zitty-Titelgeschichte namens </em>„<em>Die Wahrheit über Die Ärzte</em>“<em> verschiedenen  Wegbegleitern der </em>„<em>besten Band der Welt</em>“<em> eine Frage. Weil daraus meist  doch ein paar mehr wurden, an dieser Stelle: Die Ärzte-Fan Maja Grundler, der Arzt Dr. Ralph Schernberger und der Regierende Bürgermeister Berlins Klaus Wowereit.</em></p>
<p><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/01/Die-Ärzte_Maja-Grundler.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-3111" title="Die Ärzte_Maja Grundler" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/01/Die-Ärzte_Maja-Grundler.jpg" alt="Maja Grundler, Die Ärzte-Fan" width="280" height="301" /></a></p>
<p><strong>Sind Die Ärzte sexy?</strong></p>
<p>Maja Grundler: Nee! Die sind ja schon älter. Aber es gibt ganz junge Mädchen, die&#8230; <a href="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-maja-grundler-ralph-schernberger-klaus-wowereit/" class="read_more"><br />weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Irgendwann im letzten Frühjahr, kurz bevor Die Ärzte ihr zwölftes  Studioalbum </em>„<em>auch</em>“<em> veröffentlichten, stellte ich für eine  zitty-Titelgeschichte namens </em>„<em>Die Wahrheit über Die Ärzte</em>“<em> verschiedenen  Wegbegleitern der </em>„<em>besten Band der Welt</em>“<em> eine Frage. Weil daraus meist  doch ein paar mehr wurden, an dieser Stelle: Die Ärzte-Fan Maja Grundler, der Arzt Dr. Ralph Schernberger und der Regierende Bürgermeister Berlins Klaus Wowereit.</em></p>
<p><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/01/Die-Ärzte_Maja-Grundler.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-3111" title="Die Ärzte_Maja Grundler" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/01/Die-Ärzte_Maja-Grundler.jpg" alt="Maja Grundler, Die Ärzte-Fan" width="280" height="301" /></a></p>
<p><strong>Sind Die Ärzte sexy?</strong></p>
<p>Maja Grundler: Nee! Die sind ja schon älter. Aber es gibt ganz junge Mädchen, die kreischen auf den Konzerten extrem. Ich kann mir vorstellen, dass da manche auf mehr aus sind. Aber mit denen hab ich nichts zu tun.</p>
<p><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/01/Die-Ärzte_Ralph_Schernberger.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-3112" title="Die Ärzte_Ralph_Schernberger" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/01/Die-Ärzte_Ralph_Schernberger.jpg" alt="Dr. Ralph Schernberger" width="280" height="290" /></a></p>
<p>+++</p>
<p><strong>Sind Die Ärzte krank? </strong></p>
<p>Dr. Ralph Schernberger: Da sie sich schon so lange gehalten haben, würde ich ihnen eine gute Gesundheit attestieren. Es gibt speziellen Gehörschutz für Leute, die schon etwas länger im Business sind, damit sie keinen Tinnitus und keinen Hörschaden kriegen. Das würde ich ihnen raten. Und ein Prostata-Screening.</p>
<p>+++</p>
<p><strong>Sind Die Ärzte die beste Band Berlins, Herr Wowereit?</strong></p>
<p>&#8220;Vielen Dank für Ihre Anfrage. Der Regierende Bürgermeister wird sich daran nicht beteiligen&#8221;.</p>
<p><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/01/Die-Ärzte_Klaus_Wowereit.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3113" title="Die Ärzte_Klaus_Wowereit" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/01/Die-Ärzte_Klaus_Wowereit.jpg" alt="Klaus Wowereit über Die Ärzte" width="589" height="264" /></a></p>
<p><em>Auch gefragt waren: <a title="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-john-niven/" href="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-john-niven/">John Niven</a>, <a title="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-flo-hayler/" href="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-flo-hayler/">Flo Hayler</a>, eine  <a title="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-dead-and-free/" href="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-dead-and-free/">Plattenhändlerin</a>, <a title="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-hagen-liebing/" href="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-hagen-liebing/">Hagen Liebing</a>, <a title="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-nagel/" href="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-nagel/">Nagel</a> und die <a title="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-bpjm/" href="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-bpjm/">Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien.</a><br />
</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=3110&amp;md5=397b90c571ccbb810b494e73dbe55539" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Wahrheit über Die Ärzte: Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jan 2013 10:22:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien]]></category>
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		<category><![CDATA[Interview]]></category>
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		<description><![CDATA[<p><em>Irgendwann im letzten Frühjahr, kurz bevor Die Ärzte ihr zwölftes  Studioalbum </em>„<em>auch</em>“<em> veröffentlichten, stellte ich für eine  zitty-Titelgeschichte namens </em>„<em>Die Wahrheit über Die Ärzte</em>“<em> verschiedenen  Wegbegleitern der </em>„<em>besten Band der Welt</em>“<em> eine Frage. Weil daraus meist  doch ein paar mehr wurden, an dieser Stelle: Corinna Bochmann, 42, juristische Referentin bei der <a title="http://www.bundespruefstelle.de/" href="http://www.bundespruefstelle.de/" target="_blank">Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien</a>. Wegen stumpfer Neonazis und anderen Gewaltbereiten hier ohne Bild.<br />
</em></p>
<p><strong>Sind Die Ärzte noch eine Gefahr für die Jugend?<br />
</strong>&#8230; <a href="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-bpjm/" class="read_more"><br />weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Irgendwann im letzten Frühjahr, kurz bevor Die Ärzte ihr zwölftes  Studioalbum </em>„<em>auch</em>“<em> veröffentlichten, stellte ich für eine  zitty-Titelgeschichte namens </em>„<em>Die Wahrheit über Die Ärzte</em>“<em> verschiedenen  Wegbegleitern der </em>„<em>besten Band der Welt</em>“<em> eine Frage. Weil daraus meist  doch ein paar mehr wurden, an dieser Stelle: Corinna Bochmann, 42, juristische Referentin bei der <a title="http://www.bundespruefstelle.de/" href="http://www.bundespruefstelle.de/" target="_blank">Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien</a>. Wegen stumpfer Neonazis und anderen Gewaltbereiten hier ohne Bild.<br />
</em></p>
<p><strong>Sind Die Ärzte noch eine Gefahr für die Jugend?<br />
</strong></p>
<p>Corinna Bochmann: Es gibt noch zwei Alben, die aufgrund des Titels „Geschwisterliebe“ als indizierungsrelevant eingestuft sind, „Die Ärzte“ und „Ab 18“. Da wird Inzest und Mißbrauch in der Familie verherrlicht, das ist als Satire nicht klar genug erkennbar. Die Alben stehen noch auf dem Index. Seitdem gab es keine neuen Anträge zur Prüfung neuerer Stücke. Wenn Die Ärzte „Geschwisterliebe“ auf Konzerten spielten, was sie ja manchmal tun und ihr Publikum singen lassen, wäre das nach wie vor ein Problem. Aber eben nicht unseres, weil wir nicht für Konzerte zuständig sind. Da kann das Jugendamt oder das Ordnungsamt hingehen und so ein Konzert für einen jugendgefährdenden Ort erklären.</p>
<p><strong>Und was ist mit den Songs „Schlaflied“ und „Claudia hat `nen Schäferhund“?</strong></p>
<p>Corinna Bochmann: Die Ärzte haben sich 2004 an uns gewandt. Bei uns besteht die Möglichkeit, zehn Jahre nach Aufnahme in die Liste einen Antrag auf Streichung zu stellen. Das wird dann etwa damit begründet, dass heutige Jugendliche medienerfahren sind und das alles anders verstehen. Damals ging es um drei Lieder, um das „Schlaflied“, „Claudia hat `nen Schäferhund“ und „Geschwisterliebe“. Bei „Claudia hat `nen Schäferhund“ und „Schlaflied“ hat das Gremium bei der Prüfung gesagt: Das ist heute eindeutig als Satire erkennbar, auch für Jugendliche. Deswegen konnte das Album „Debil“ gestrichen werden. Die Ärzte hatten alle drei Alben zur Streichung beantragt – auf „Die Ärzte“ und „Ab 18“ war aber „Geschwisterliebe“ drauf.</p>
<p><strong>Liegt Ihnen </strong>„<strong>auch</strong>“<strong> schon vor?</strong></p>
<p>Corinna Bochmann: Nein. Uns liegt nichts vor, wir machen nichts von Amtswegen. Wir werden erst tätig, wenn von einer der im Jugendschutz genannten Behörden etwas zur Prüfung eingereicht wird. Wir machen keine Marktbeobachtung. Bei Musik und anderen Tonträgern gibt es anders als bei Filmen und Computerspielen ja auch keine Alterskennzeichnung. Wenn also ein Album oder ein Song auftritt, das oder der einem Elternteil nicht gefällt, wendet der sich vielleicht an das örtliche Jugendamt &#8211; und die würden das bei uns einreichen.</p>
<p><em>Auch gefragt waren: <a title="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-john-niven/" href="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-john-niven/">John Niven</a>, <a title="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-flo-hayler/" href="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-flo-hayler/">Flo Hayler</a>, ein Arzt, ein Fan, eine  <a title="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-dead-and-free/" href="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-dead-and-free/">Plattenhändlerin</a>, Klaus Wowereit, <a title="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-hagen-liebing/" href="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-hagen-liebing/">Hagen Liebing</a> und <a title="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-nagel/" href="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-nagel/">Nagel</a>.<br />
</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2900&amp;md5=45fd90192b2a4d747462c01f5d7769bb" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Wahrheit über Die Ärzte: Hagen Liebing</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jan 2013 10:10:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-hagen-liebing/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/01/Hagen_Liebing_Die-Ärzte_270-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Hagen Liebing" title="Hagen_Liebing_Die Ärzte_270" /></a><p><em>Irgendwann im letzten Frühjahr, kurz bevor Die Ärzte ihr zwölftes Studioalbum “auch” veröffentlichten, stellte ich für eine zitty-Titelgeschichte namens “Die Wahrheit über Die Ärzte” verschiedenen Wegbegleitern der “besten Band der Welt” eine Frage. Weil daraus meist doch ein paar mehr wurden, an dieser Stelle: Hagen Liebing, Ex-Bassist von Die Ärzte und Redakteur des Berliner Stadtmagazins tip.</em></p>
<p><strong>Waren Die Ärzte früher besser?</strong></p>
<p>Hagen Liebing: Ich würde nicht sagen, dass sie früher besser waren. Sie waren authentischer. Vor allem bezogen auf das&#8230; <a href="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-hagen-liebing/" class="read_more"><br />weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Irgendwann im letzten Frühjahr, kurz bevor Die Ärzte ihr zwölftes Studioalbum “auch” veröffentlichten, stellte ich für eine zitty-Titelgeschichte namens “Die Wahrheit über Die Ärzte” verschiedenen Wegbegleitern der “besten Band der Welt” eine Frage. Weil daraus meist doch ein paar mehr wurden, an dieser Stelle: Hagen Liebing, Ex-Bassist von Die Ärzte und Redakteur des Berliner Stadtmagazins tip.</em></p>
<div id="attachment_3059" class="wp-caption alignright" style="width: 280px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/01/Hagen_Liebing_Die-Ärzte_270.jpg"><img class="size-full wp-image-3059" title="Hagen_Liebing_Die Ärzte_270" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/01/Hagen_Liebing_Die-Ärzte_270.jpg" alt="Hagen Liebing" width="270" height="326" /></a><p class="wp-caption-text">Früher mal einer von Die Ärzte, heute Redakteur beim Berliner Stadtmagazin tip: Hagen Liebing</p></div>
<p><strong>Waren Die Ärzte früher besser?</strong></p>
<p>Hagen Liebing: Ich würde nicht sagen, dass sie früher besser waren. Sie waren authentischer. Vor allem bezogen auf das Verhältnis zu ihren Fans. Als ich damals mit den Ärzten auf der Bühne stand, war ich 25, und die Zuschauer zehn Jahre jünger als wir. Diesen Unterschied empfand ich schon als schräg. Nun sind Die Ärzte doppelt so alt wie ihr Publikum. Das ist wirklich schräg, belegt aber auch die Attraktivität der Band. Dazu noch ein Beispiel: Ich selbst habe einen 18-jährigen Sohn. Als ich beim  letzten Album die Single „Junge“ hörte, musste ich erstaunt feststellen,  dass meine Ex-Bandkumpels zwar so alt sind wie ich, aber gedanklich und  in ihren Texten die Erlebniswelt meines Sohnes einnehmen und ihm  Ratschläge erteilen. Komische Sache.</p>
<p><strong>Einmal abgesehen vom Publikum: Waren Die Ärzte früher besser?</strong></p>
<p>Hagen Liebing: Da will ich jetzt nicht ungerecht sein. Schon damals, als ich sie kennengelernt habe, waren das sehr gute Musiker. Jetzt läuft das aus dem Effeff. Da fehlt mir inzwischen ein bisschen die Dringlichkeit von jungen Leuten, die nicht so viel können, aber das Wenige so intensiv wie möglich machen. Aus dem entspannten Alleskönnen ist für mich mittlerweile so eine relaxte Beliebigkeit geworden.</p>
<p><strong>Sind Die Ärzte nicht bald zu alt für diesen Popzirkus? Wie lange werden sie noch durchhalten?</strong></p>
<p>Hagen Liebing: Also ich persönlich würde mich zu alt fühlen. Ich hätte nicht gedacht, dass sie solange durchhalten. Ab jetzt kann es auch noch ewig gehen. Das ist ihre Identität. Die sind nicht Geier Sturzflug oder die Wildecker Herzbuben, wo sich Leute ein Kostüm anziehen und sagen, sie sind jetzt diese oder jene. Die Ärzte sind wie sie sind. Vielleicht machen sie irgendwann keine Platten mehr, weil sie keine Lust mehr haben. Aber anders als Die Ärzte würden sie dann eh nicht wahrgenommen werden.</p>
<p><strong>Und wenn ein neuer Bassist gesucht werden würde, Du würdest nicht nochmal &#8220;Ja&#8221; sagen?</strong></p>
<p>Hagen Liebing: (lacht) Nein, ich würde nicht nochmal &#8220;Ja&#8221; sagen, das stimmt!</p>
<p><strong>Von einer derart langen Karriere ahntest Du ja damals nichts.</strong></p>
<p>Hagen Liebing: Nein, natürlich nicht, ganz im Gegenteil. Wir haben uns damals freiwillig aufgelöst, in meinem Beisein, 1988, weil wir das Gefühl hatten, das Maximum wäre erreicht, mehr geht nicht an Erfolg und Belastung durchs Musikgeschäft. Wir wollten das nicht ertragen oder uns dem unterwerfen.</p>
<p><strong>Wäre im Nachhinein aber wohl ein lukrativerer Job gewesen als Dein jetziger.</strong></p>
<p>Hagen Liebing: Naja, mein Leben ist ja kein Job.<em> </em>Das was ich in meinem Leben erreicht habe, liegt für mich weit oberhalb von dem, was man mit Geld bezahlen kann.</p>
<p><em>Auch gefragt waren: <a title="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-nagel/" href="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-nagel/">Nagel</a>, ein Arzt, ein Fan, <a title="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-flo-hayler/" href="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-flo-hayler/">Florian Hayler</a>, eine  <a title="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-dead-and-free/" href="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-dead-and-free/">Plattenhändlerin</a>, Klaus Wowereit, <a title="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-john-niven/" href="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-john-niven/">John Niven</a> und die <a title="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-bpjm/" href="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-bpjm/">Bundesprüfstelle  für jugendgefährdende Medien</a>.</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2898&amp;md5=c7bc5d9f367c8dbaf3984eb28b42a27f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Wahrheit über Die Ärzte: John Niven</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jan 2013 09:42:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-john-niven/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/01/John-Niven-Die-Ärzte-Random-House-589-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="John Niven / Jas Lehal" title="John Niven Die Ärzte Random House 589" /></a><p><em>Irgendwann im letzten Frühjahr, kurz bevor Die Ärzte ihr zwölftes   Studioalbum “auch” veröffentlichten, stellte ich für eine   zitty-Titelgeschichte namens “Die Wahrheit über Die Ärzte” verschiedenen   Wegbegleitern der “besten Band der Welt” eine Frage. Weil daraus meist   doch ein paar mehr wurden, an dieser Stelle: Schriftsteller, Dozent und Ex-A&#38;R John Niven, Autor der Pop-Satiren &#8220;Kill Your Friends&#8221; und &#8220;Gott Bewahre&#8221;. Bela B. las Nivens Hörbuch und ging mit ihm auf Lesetour.</em><strong><br />
</strong></p>
<p><strong>Zuerst: Kennen Sie auch die Musik von Die Ärzte</strong>&#8230; <a href="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-john-niven/" class="read_more"><br />weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Irgendwann im letzten Frühjahr, kurz bevor Die Ärzte ihr zwölftes   Studioalbum “auch” veröffentlichten, stellte ich für eine   zitty-Titelgeschichte namens “Die Wahrheit über Die Ärzte” verschiedenen   Wegbegleitern der “besten Band der Welt” eine Frage. Weil daraus meist   doch ein paar mehr wurden, an dieser Stelle: Schriftsteller, Dozent und Ex-A&amp;R John Niven, Autor der Pop-Satiren &#8220;Kill Your Friends&#8221; und &#8220;Gott Bewahre&#8221;. Bela B. las Nivens Hörbuch und ging mit ihm auf Lesetour.</em><strong><br />
</strong></p>
<div id="attachment_3055" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/01/John-Niven-Die-Ärzte-Random-House-589.jpg"><img class="size-full wp-image-3055" title="John Niven Die Ärzte Random House 589" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/01/John-Niven-Die-Ärzte-Random-House-589.jpg" alt="John Niven / Jas Lehal" width="589" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">John Niven. So unbequem und schräg wie seine Bücher. (Foto: Jas Lehal)</p></div>
<p><strong>Zuerst: Kennen Sie auch die Musik von Die Ärzte oder nur die Typen? </strong></p>
<p>John Niven: Ich kenne Bela, die anderen nicht. Ihre Musik habe ich kaum gehört bisher.</p>
<p><strong>Hat Bela eine schöne Stimme?</strong></p>
<p>John Niven: Ha, eine reizende Stimme sogar! Ich hatte keine Ahnung, dass er hier so ein großer Rockstar ist. Für gewöhnlich kommen rund 100 Leute zu meinen Lesungen. In Leipzig waren da plötzlich über 500, und ich dachte nur: „Boa, in Leipzig bin ich offenbar sehr beliebt!“ Und dann waren sie doch nur wegen Bela da.</p>
<p><strong>Wie entstand denn die Zusammenarbeit?</strong></p>
<p>John Niven: Mein Redakteur Markus schickte Bela damals eine sehr frühe Kopie von „Kill Your Friends“. Für das Hardcover gab er uns darauf ein fantastisches Zitat &#8211; er war einfach von Anfang an ein großer Fan des Buches.</p>
<p><strong>Und warum mögen Sie seine Stimme, warum passt Sie gut zu „Kill Your Friends“ auf Lesungen und als Hörbuch?</strong></p>
<p>John Niven: Ich glaube einfach, weil er das Buch so gut verstanden hat. So gut, dass er es mit der richtigen Portion Autorität lesen konnte. Es gibt da eine Szene im Buch, die besonders lusig ist, wenn er sie liest. Nämlich die, wenn Steven Stelfox mit einem deutschen Dance-Produzenten namens Rudi spricht. Wir lasen die Stelle immer gemeinsam, ich Steven, er Rudi, und er immer so: „Schteven!“</p>
<p><strong>Sie waren mal A&amp;R-Manager – hätten Sie Die Ärzte unter Vertrag genommen?</strong></p>
<p>John Niven: Ich bin ein großer Punkrockfan. Musikalisch mag ich den Sound, den sie machen. Als sie begannen, hätte ich sie deshalb wahrscheinlich unter Vertrag genommen. Heute ist es für eine Band deutlich schwieriger, einen Vertrag zu bekommen. Aber ja, wahrscheinlich hätte ich.</p>
<p><strong>Haben Die Ärzte noch eine Chance auf eine internationale Karriere?</strong></p>
<p>John Niven: Ich weiß es nicht. Deutschland hat… wir haben U2… Ach, ich will nicht nein sagen. Es ist ja bekanntlich immer alles möglich.</p>
<p><strong>Sie sind also nicht zu alt dafür?</strong></p>
<p>John Niven: Als ich mit Bela abhing, kam er stets deutlich jünger rüber als er ist!</p>
<p><strong>Ihr aktuelles Buch &#8220;The Second Coming&#8221; (dt. Titel: &#8220;Gott bewahre&#8221;) dreht sich im Pop, Fernsehen und Religion. Es&#8230;</strong></p>
<p>John Niven: Deutschland ist das Land, in dem mein Buch den größten Erfolg hat!</p>
<p><strong>Wie erklären Sie sich das?</strong></p>
<p>John Niven: Ich weiß es nicht! Es läuft auch in UK, Italien und Spanien gut. Aber in Deutschland waren sie gleich alle auf die Hardback-Copies wild, seit Monaten. Ein phänomenaler Erfolg.</p>
<p><strong>Es liest sich wie ein Drehbuch, das es ja ursprünglich auch war.</strong></p>
<p>John Niven: Ja, die ersten 70 Seiten schrieb ich als Drehbuch und machte erst dann einen Roman daraus, weil ich nicht glaubte, dass daraus einer einen Film machen würde. Ironischerweise gibt es aber ein paar Angebote, nun doch einen Film daraus zu machen, ja. Mehr kann ich dazu nicht sagen.</p>
<p><strong>Und ein neues Buch?</strong></p>
<p>John Niven: Ja, ich beende gerade ein neues, es heißt „Cold Hands“ und soll im Oktober oder November erscheinen.</p>
<p><em>Und siehe da: Mittlerweile ist John Nivens „Cold Hands“, ein Thriller, sogar auf deutsch unter dem Titel „Das Gebot der Rache“ erhältlich.</em></p>
<p>+++</p>
<p><em>Auch gefragt waren: <a title="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-nagel/" href="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-nagel/">Nagel</a>, ein Arzt, ein Fan, <a title="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-flo-hayler/" href="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-flo-hayler/">Florian Hayler</a>, eine  <a title="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-dead-and-free/" href="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-dead-and-free/">Plattenhändlerin</a>, Klaus Wowereit, <a title="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-hagen-liebing/" href="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-hagen-liebing/">Hagen Liebing</a> und die <a title="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-bpjm/" href="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-bpjm/">Bundesprüfstelle  für jugendgefährdende Medien</a>.<br />
</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2904&amp;md5=b760d8a94e26afb926e7b7622970fba1" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Wahrheit über Die Ärzte: Flo Hayler</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Jan 2013 16:37:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Punkrock]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-flo-hayler/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/01/Flo_Hayler_Die_Ärzte_280-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="" title="Flo_Hayler_Die_Ärzte_280" /></a><p><em>Irgendwann im letzten Frühjahr, kurz bevor Die Ärzte ihr zwölftes  Studioalbum “auch” veröffentlichten, stellte ich für eine  zitty-Titelgeschichte namens “Die Wahrheit über Die Ärzte” verschiedenen  Wegbegleitern der “besten Band der Welt” eine Frage. Weil daraus meist  doch ein paar mehr wurden, an dieser Stelle: Flo Hayler vom Berliner Ramones-Museum (und Musikjournalist). Einer, der sich mit Punk doch auskennen müsste.</em><strong><br />
</strong></p>
<p><strong>Sind Die Ärzte noch Punkrock, Flo?</strong></p>
<p>Flo Hayler: Sie waren Punkrocker, sind Punkrocker und werden immer Punkrocker bleiben. Wenn man&#8230; <a href="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-flo-hayler/" class="read_more"><br />weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Irgendwann im letzten Frühjahr, kurz bevor Die Ärzte ihr zwölftes  Studioalbum “auch” veröffentlichten, stellte ich für eine  zitty-Titelgeschichte namens “Die Wahrheit über Die Ärzte” verschiedenen  Wegbegleitern der “besten Band der Welt” eine Frage. Weil daraus meist  doch ein paar mehr wurden, an dieser Stelle: Flo Hayler vom Berliner Ramones-Museum (und Musikjournalist). Einer, der sich mit Punk doch auskennen müsste.</em><strong><br />
</strong></p>
<p><strong>Sind Die Ärzte noch Punkrock, Flo?</strong></p>
<div id="attachment_3053" class="wp-caption alignright" style="width: 290px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/01/Flo_Hayler_Die_Ärzte_280.jpg"><img class="size-full wp-image-3053" title="Flo_Hayler_Die_Ärzte_280" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/01/Flo_Hayler_Die_Ärzte_280.jpg" alt="" width="280" height="305" /></a><p class="wp-caption-text"> Hey Ho, Let&#39;s Go: Flo Hayler, Gründer des Berliner Ramones-Museums</p></div>
<p>Flo Hayler: Sie waren Punkrocker, sind Punkrocker und werden immer Punkrocker bleiben. Wenn man einmal Punk war, verliert man das nicht mehr. Die Art, wie sie ihre Alben machen, wie sie sich geben, ihre Konzerte spielen und mit ihren Fans umgehen, das ist alles sehr nett, freundschaftlich und familiär. Punk ist das total. Weil auch dieser Community-Aspekt im Punk ganz wichtig ist.</p>
<p><strong>Dennoch: Waren sie früher mehr oder weniger Punkrock als heute?</strong></p>
<p>Flo Hayler: Die waren früher wahrscheinlich sogar noch weniger Punkrock, oder? Die haben doch mal gesagt, sie möchten auch eine Popband sein und das, was Anfang der Achtziger als Punk gegolten hat – dieses Politische, dieses Steife, dieses Arme-Verschränker-Punksein – aufbrechen. Sie nannten sich also bewusst provokativ Popband. Und sie heute als Rockphänomen zu beschreiben ist glaube ich passender als Popphänomen. Und auch passender als Punkphänomen, weil sie ihre Fans nicht nur aus Punkkreisen rekrutieren, sondern gesamtgesellschaftlich relevant sind.</p>
<p><strong>Aber Rockstars sind sie auch.</strong></p>
<p>Flo Hayler: Sie sind Rockstars, total. Sehr gut aussehende Rockstars sogar. Die sitzen dir gegenüber und du denkst: Wie damals in der Bravo!</p>
<p><strong>Kann sich so eine Band überhaupt noch ausverkaufen?</strong></p>
<p>Flo Hayler: Wir kennen das doch alle. Die haben jeden von uns begleitet und beeinflusst. Das ist das Tolle an den Ärzten, dass jeder eine Geschichte zu denen hat. Jeder bringt einen Lebensabschnitt mit den Ärzten in Verbindung. Von daher kannst du da so oder so nicht rangehen. Jeder ist parteiisch. Die Ärzte haben einen nie enttäuscht. Es gab nichts in ihrer Karriere, von dem man gesagt hätte, dass das jetzt wirklich kacke war.</p>
<p><em>Auch gefragt waren: <a title="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-john-niven/" href="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-john-niven/">John Niven</a>, <a title="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-nagel/" href="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-nagel/">Nagel</a>, ein Arzt, ein Fan, eine  <a title="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-dead-and-free/" href="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-dead-and-free/">Plattenhändlerin</a>, Klaus Wowereit, <a title="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-hagen-liebing/" href="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-hagen-liebing/">Hagen Liebing</a> und die <a title="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-bpjm/" href="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-bpjm/">Bundesprüfstelle  für jugendgefährdende Medien</a>.<br />
</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2902&amp;md5=fbba20747ddcd34efd040158354717fa" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Die Wahrheit über Die Ärzte: Mr. Dead and Mrs. Free</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Jan 2013 16:17:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Die Ärzte]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-dead-and-free/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/01/Ina_Winkels_Dead_Free_Ärzte_250-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Ina Winkels, Mr. Dead And Mrs. Free" title="Ina_Winkels_Dead_Free_Ärzte_250" /></a><p><em>Irgendwann im letzten Frühjahr, kurz bevor Die Ärzte ihr zwölftes  Studioalbum “auch” veröffentlichten, stellte ich für eine  zitty-Titelgeschichte namens “Die Wahrheit über Die Ärzte” verschiedenen  Wegbegleitern der “besten Band der Welt” eine Frage. Weil daraus meist  doch ein paar mehr wurden, an dieser Stelle: Ina Winkels, Plattenhändlerin bei <a title="http://www.deadandfree.com" href="http://www.deadandfree.com" target="_blank">Mr. Dead and Mrs. Free</a> in Berlin-Schöneberg, dem Plattenladen, dem auch Die Ärzte vertrauen.</em><strong> </strong></p>
<p><strong>Sind Die Ärzte gute Kunden?</strong></p>
<p>Ina Winkels: Anderthalb Ärzte bedienen wir. Bela kommt häufiger,&#8230; <a href="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-dead-and-free/" class="read_more"><br />weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Irgendwann im letzten Frühjahr, kurz bevor Die Ärzte ihr zwölftes  Studioalbum “auch” veröffentlichten, stellte ich für eine  zitty-Titelgeschichte namens “Die Wahrheit über Die Ärzte” verschiedenen  Wegbegleitern der “besten Band der Welt” eine Frage. Weil daraus meist  doch ein paar mehr wurden, an dieser Stelle: Ina Winkels, Plattenhändlerin bei <a title="http://www.deadandfree.com" href="http://www.deadandfree.com" target="_blank">Mr. Dead and Mrs. Free</a> in Berlin-Schöneberg, dem Plattenladen, dem auch Die Ärzte vertrauen.</em><strong> </strong></p>
<p><strong>Sind Die Ärzte gute Kunden?</strong></p>
<p>Ina Winkels: Anderthalb Ärzte bedienen wir. Bela kommt häufiger, Rod selten, den anderen habe ich noch nie hier gesehen. Doch, einmal.</p>
<div id="attachment_3057" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/01/Ina_Winkels_Dead_Free_Ärzte_250.jpg"><img class="size-full wp-image-3057" title="Ina_Winkels_Dead_Free_Ärzte_250" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/01/Ina_Winkels_Dead_Free_Ärzte_250.jpg" alt="Ina Winkels, Mr. Dead And Mrs. Free" width="250" height="315" /></a><p class="wp-caption-text">Kennt Die Ärzte auch als ihre Kunden: Ina Winkels vom berühmten Berliner Plattenladen Mr. Dead And Mrs. Free</p></div>
<p><strong>Was heißt häufig?</strong></p>
<p>Ina Winkels: Kommt darauf an, wie oft er in Berlin ist, Bela pendelt ja immer zwischen Berlin und Hamburg hin und her. Je seltener er kommt, desto mehr kauft er dann. Er neigt zum Großeinkauf. Und er bevorzugt Damen! Er kauft gerne Musik von attraktiven Frauen. Nicht etwa von krawalligen tätowierten Männern, dann doch eher von gut geschminkten tätowierten Frauen!</p>
<p><strong>Zum Beispiel?</strong></p>
<p>Ina Winkels: Zum Beispiel Lanie Lane, eine Australierin. Fifties-Retrolook, Ausschnitt, rote Lippen, enge Röcke.</p>
<p><strong>Vinyl oder CDs?</strong></p>
<p>Ina Winkels: Er kauft CDs.</p>
<p><strong>Nochmal: Die Ärzte sind also gute Kunden?</strong></p>
<p>Ina Winkels: Sie sind sehr gerne gesehene Kunden. Bela ist ein sehr angenehmer, einfacher Kunde, der weiß, was er will, sich aber auch gerne beraten lässt. Wir können seinen Geschmack gut einschätzen. Ein dankbarer Kunde, ein echtes Win-Win. Rod weiß immer was er will. Diese eine Platte, die ihm fehlt. Der kauft nicht so Tonnen.</p>
<p><strong>Die Ärzte haben also einen guten Musikgeschmack?</strong></p>
<p>Ina Winkels: Ja. Für Jan kann ich nicht sprechen, aber Bela definitiv. Der hat auch einen sehr offenen, breiten Geschmack und ist kenntnisreich, hört nicht nur Sachen die sich zum Beispiel anhören wie Die Ärzte.</p>
<p><strong>Gab es denn nie einen Fehlgriff?</strong></p>
<p>Ina Winkels: Eigentlich nie, nein. Er ist auch ein sehr treuer Käufer von anderen deutschen Bands, ein richtiger Unterstützer des lokalen Nachwuchses. Da fragen wir manchmal schon: &#8220;Bist Du sicher, dass Du das wirklich brauchst?&#8221; Und er sagt: &#8220;Ich weiß, dass das nicht so gut ist, aber ich muss die unterstützen!&#8221; Er oder seine Entourage müssten dort nur einmal anrufen, und die Bands würden ihm ihre CDs mit Kusshand schenken. Er legt aber Wert darauf, sie zum vollen Preis zu kaufen. Und wenn er sie dann weiterverschenkt. Dafür kauft er die Platten manchmal gleich zweimal. Er ist ja auch wie seine Band ein großer Unterstützer ihrer Supportbands. Das finde ich total sympathisch.</p>
<p><strong>Ist er Euch immer treu geblieben oder geht er fremd?</strong></p>
<p>Ina Winkels: Wenn er nicht in Berlin ist, kauft er sich natürlich mal eine Platte im Internet – und ist danach immer ganz aufgelöst. „Die musste ich mir jetzt schon bei Amazon kaufen, weil ich nicht warten konnte bis ich wieder in Berlin bin“. Und dann kommt er ein zweites Mal und verschenkt die dann. Damit er sie nicht nicht hier gekauft hat! Echt total nett, noch netter geht es nicht. Die Ärzte sind sehr einfach lieb zu haben.</p>
<p><em>Auch gefragt waren: <a title="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-john-niven/" href="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-john-niven/">John Niven</a>, <a title="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-flo-hayler/" href="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-flo-hayler/">Flo Hayler</a>, ein Arzt, ein Fan, <a title="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-nagel/" href="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-nagel/" target="_blank">Nagel</a>, Klaus Wowereit, <a title="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-hagen-liebing/" href="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-hagen-liebing/">Hagen Liebing</a> und die <a title="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-bpjm/" href="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-bpjm/">Bundesprüfstelle  für jugendgefährdende Medien</a>.<br />
</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2906&amp;md5=3ff00bb49bc29cd1a4a7cb74b8c4af66" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Wahrheit über Die Ärzte: Nagel</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-nagel/</link>
		<comments>http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-nagel/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 25 Jan 2013 15:08:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Die Ärzte]]></category>
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		<category><![CDATA[Muff Potter]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-nagel/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/01/Nagel_2012_280-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Nagel" title="Nagel_2012_280" /></a><p><em>Irgendwann im letzten Frühjahr, kurz bevor Die Ärzte ihr zwölftes Studioalbum &#8220;auch&#8221; veröffentlichten, stellte ich für eine zitty-Titelgeschichte namens &#8220;Die Wahrheit über Die Ärzte&#8221; verschiedenen Wegbegleitern der &#8220;besten Band der Welt&#8221; eine Frage. Weil daraus meist doch ein paar mehr wurden, an dieser Stelle: Autor und Künstler Nagel, der mit seiner ehemaligen Band Muff Potter mal im Vorprogramm von Die Ärzte spielte.</em></p>
<p><strong>Sind Die Ärzte gute Gastgeber?</strong></p>
<p>Nagel: Sehr gute! Als wir 2008 eine Woche mit ihnen tourten fühlten wir uns sehr&#8230; <a href="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-nagel/" class="read_more"><br />weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Irgendwann im letzten Frühjahr, kurz bevor Die Ärzte ihr zwölftes Studioalbum &#8220;auch&#8221; veröffentlichten, stellte ich für eine zitty-Titelgeschichte namens &#8220;Die Wahrheit über Die Ärzte&#8221; verschiedenen Wegbegleitern der &#8220;besten Band der Welt&#8221; eine Frage. Weil daraus meist doch ein paar mehr wurden, an dieser Stelle: Autor und Künstler Nagel, der mit seiner ehemaligen Band Muff Potter mal im Vorprogramm von Die Ärzte spielte.</em></p>
<div id="attachment_3047" class="wp-caption alignright" style="width: 290px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/01/Nagel_2012_280.jpg"><img class="size-full wp-image-3047" title="Nagel_2012_280" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/01/Nagel_2012_280.jpg" alt="Nagel" width="280" height="431" /></a><p class="wp-caption-text">Früher mal mit Muff Potter im Vorprogramm von Die Ärzte unterwegs, heute ohne Ärzte und mit neuer Band, die so heißt wie er: Nagel </p></div>
<p><strong>Sind Die Ärzte gute Gastgeber?</strong></p>
<p>Nagel: Sehr gute! Als wir 2008 eine Woche mit ihnen tourten fühlten wir uns sehr willkommen. Wir wurden als Vorband sogar bezahlt. Das sollte natürlich normal sind, ist es aber leider ganz und gar nicht. Farin, Bela und Rod haben uns abwechselnd angesagt, da hat einen das Publikum gleich etwas lieber. In Hannover haben mir deswegen sogar 14.000 Leute „Happy Birthday“ gesungen. Da war ich schon ein bisschen gerührt. Nach dem ersten Soundcheck kamen sogar deren Techniker und haben uns erstmal unsere Gitarren alle schön bundrein gemacht. Das war ein bisschen onkelig, aber schön onkelig. Die Großen kommen an und helfen den Kleinen.</p>
<p><strong>Sind Die Ärzte ordentlich im Backstage?</strong></p>
<p>Nagel: Da hat ja jeder seinen eigenen Backstageraum. Ich kann nicht sagen, was darin passiert. Aber von Farin weiß man ja, dass dort drogenmäßig totale Abstinenz herrscht. Unsere Backstageräume sahen wahrscheinlich schlimmer aus als deren.</p>
<p><strong>Sind Die Ärzte Rockstars für Dich?</strong></p>
<p>Nagel: Ich kenne Farin und Bela ja nun einigermaßen. Mit dem Wort Freunde muss man vorsichtig sein, aber wir sind schon recht freundschaftlich verbunden und haben auch außerhalb von Die Ärzte und Muff Potter gemeinsame Sachen gemacht. Dadurch ist es schwer, jemanden noch als Rockstar zu sehen. Aber klar: Wenn irgendwelche Musiker in Deutschland dieses Rock- oder Popstar-Ding zu recht tragen, diese Aura, die sie auch zurecht umgibt, dann sind das auf jeden Fall Die Ärzte.</p>
<p><strong>Und das schließt nicht aus, dass sie auch noch eine Punkrockband sind?<br />
</strong></p>
<p>Nagel: Ja, das ist doch super, dass bei den Ärzten so viel zusammen kommt. Dass sich eine gewisse Art von Glamour und Integrität nicht ausschließen, sieht man ja an der Band ganz wunderbar, das ist doch das Schöne. Integer und smart zu sein heißt nicht, für immer immer der Typ von nebenan in Jeans und Turnschuhen zu bleiben. Diese Aura von Glamour, die die Band umgibt, gehört für mich zur Popmusik dazu. Wunderbar, wie Die Ärzte dazu in ihren Songs und Kostümen immer schon gespielt haben. Wie sich inszenieren, „Ich bin ein Papapapapa-Papapapapa-Popstar“, solche Sachen. Das macht den Reiz dieser Band aus.</p>
<p><strong>Sind Die Ärzte für Dich Vorbilder?</strong></p>
<p>Nagel: Musikalisch: null. Gar nicht.Vorbild ist auch ein schwieriges Wort, davon möchte ich mich eigentlich fernhalten. Aber für so eine gewisse Art, wie man eine Band macht, könnten sie natürlich Role Models sein. Ich habe Die Ärzte neulich erst im Auftrag der &#8220;Intro&#8221; interviewt. Beim Pre-Listening des neuen Albums fiel mir auf, dass ich dort wirklich zum ersten Mal seit 20 Jahren eine Ärzte-Platte von vorne bis hinten gehört habe. Soviel zum Thema, wie wichtig mir die Band musikalisch ist.</p>
<p><strong>Sagen Die Ärzte immer die Wahrheit? Oder stricken sie Legenden um sich?</strong></p>
<p>Nagel: Ob Wahrheit oder Legende weiß ich jetzt nicht, aber sie sind natürlich die absoluten Promomaschinen. Auch mir gegenüber. Thomas Venker von der Intro bat mich, das Interview zu machen, weil ich Die Ärzte doch gut kennen würde. Könnte doch ein persönliches und intimes Interview werden, dachte er. Da habe ich schon laut gelacht und gesagt, dass er das doch nicht ernsthaft glaubt. Die Band gibt es seit 30 Jahren, die sind die absoluten Vollprofis. Ich werde ankommen, der Kumpel Nagel sein, dann werde ich das Aufnahmegerät anmachen und 45 Minuten lang der Typ von der Intro sein. Dann werde ich das Gerät ausmachen und wieder der Kumpel Nagel sein. <a title="http://www.intro.de/kuenstler/interviews/23067433/die-aerzte-die-band-mit-dem-vielen-krempel-die-aerzte-sind-zurueck" href="http://www.intro.de/kuenstler/interviews/23067433/die-aerzte-die-band-mit-dem-vielen-krempel-die-aerzte-sind-zurueck" target="_blank">Und genau so war’s auch.</a> Ich finde das beeindruckend, wie man so professionell unterscheiden kann.</p>
<p><strong>Und muss.</strong></p>
<p>Nagel: Ja, Die Ärzte sind da ja auch gebrannte Kinder, auf eine Art, wegen Bravo und Co. damals. In diesem Kontext funktionierten die plötzlich. Da wurde es schnell sehr privat, da sind die einfach vorsichtig.</p>
<p><em>Auch gefragt waren: <a title="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-john-niven/" href="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-john-niven/">John Niven</a>, <a title="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-flo-hayler/" href="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-flo-hayler/">Flo Hayler</a>, ein Arzt, ein Fan, eine  <a title="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-dead-and-free/" href="http://fabian-soethof.de/2013/01/25/die-aerzte-dead-and-free/">Plattenhändlerin</a>, Klaus Wowereit, <a title="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-hagen-liebing/" href="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-hagen-liebing/">Hagen Liebing</a> und die <a title="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-bpjm/" href="http://fabian-soethof.de/2013/01/28/die-aerzte-bpjm/">Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien</a>.<br />
</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2896&amp;md5=90a558b49fc8b1621a9b5010a6d70123" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Suche nach dem nächsten großen Ding</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2013/01/09/facebook-social-networks-2012/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Jan 2013 20:53:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2013/01/09/facebook-social-networks-2012/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/01/Foto1-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Social Networks" title="Foto(1)" /></a>Social Networks 2012: Facebook fing an zu nerven. Doch es sind keine Alternativen in Sicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Facebook fängt an zu nerven. Doch es sind keine Alternativen in Sicht.</em></p>
<div id="attachment_3079" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/01/Foto1.jpg"><img class="size-medium wp-image-3079" title="Foto(1)" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/01/Foto1-250x134.jpg" alt="Social Networks" width="250" height="134" /></a><p class="wp-caption-text">Facebook und andere Social Networks und Dienste auf dem Smartphone (Screenshot)</p></div>
<p>Alle suchen sie das nächste große Ding im Internet, aber es kommt einfach nicht. 2012 war das Jahr, in dem sich neben so etwas wie eine Netz-Ermüdung einstellte. Google + mangelt es an Akzeptanz und Partizipation, Microblogging-Dienst Twitter bleibt in Deutschland in der Nische, MySpace steht nur heimlich von den Toten wieder auf, die Nutzer der virtuellen Pinnwand Pinterest operieren im urheberrechtlich grauen Bereich. Immer neue Start-ups schießen aus dem Boden wie vor zehn Jahren Indiebands. Doch das Epizentrum des täglichen Online-Seins und somit das Social Network 2012 bleibt Facebook.</p>
<p>Allerdings wird die Luft dünner für das Unternehmen. Der Börsengang und anschließende Kurseinbruch der meistbesuchten Website der Welt sorgte für eine Ernüchterung unter Investoren. Der erste TV-Spot, den Facebook anlässlich des milliardsten Users im Herbst lancierte, ließ erahnen, dass das organische und virale Userwachstum an seine Grenzen kommt. Und schon der scheinbar wahnwitzige Kauf von Instagram (1 Milliarde Dollar für 13 Mitarbeiter und eine App ohne Geschäftsmodell) im April offenbarte, wo Mark Zuckerberg hin will und wo seine datensammelnde Gelddruckmaschine noch Lücken offenbart: ins Foto-Segment, zu Location Based Services, auf die Smartphones. Dort sind andere längst, mit etlichen Foto- und Videoapps oder Diensten, die nur deshalb „social“ sind, weil es eine Facebook-Anbindung gibt. Zu denen gehören auch Musikstreamingdienste wie Spotify.</p>
<p><iframe width="589" height="331" src="http://www.youtube.com/embed/c7SjvLceXgU?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Während Facebook sein Geld mit dem Handel der Daten seiner Kunden macht, müssen Streamingdienste Geld für die Künstler, die Labels und sich selbst einnehmen &#8211; sich also mühen um eine zeitgemäße Adaption analoger Strukturen ins Digitale. Ein Geschäftsmodell, das die klassische Musikindustrie sicherlich nicht retten wird. Und, nach gegenwärtigem Stand, leider auch nicht den Künstler. Vielleicht ist es tatsächlich so, dass die Musik der Zukunft nicht nur keiner Tonträger mehr bedarf, sondern dass sie irgendwann direkt vom Studio im Ohr des Hörers landet. Das funktioniert allerdings wiederum nur unter den Acts, die sich ihr Publikum bereits erspielt haben. Wie Lady Gaga, die mit „Little Monsters“ ihr eigenes Netzwerk aufgebaut hat – die Industrie will sie irgendwann hinter sich lassen.</p>
<p>Und Facebook? Hatte dieses Jahr mehr denn je mit seiner Akzeptanz zu kämpfen. Das gute Image aus den Anfangstagen ist dahin, die User und Seitenbetreiber beschweren sich zunehmend über die Undurchsichtigkeit darüber, was mit ihren Daten geschieht und wie sie selbst zum Werbeträger werden – Facebook nutzen wollen oder &#8220;müssen&#8221; sie aber weiterhin. Es gilt mehr denn je das alte Mantra: Wenn du für einen Dienst nichts zahlst, bist du selbst die Ware. Und das schafft Bewusstsein und Bedarf für Neues. Vielleicht ja schon im nächsten Jahr.</p>
<p><em><strong>(erschienen in: <a title="Musikexpress.de" href="http://www.musikexpress.de" target="_blank">Musikexpress</a>, Januar 2013, Seite 33)</strong></em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=3070&amp;md5=2fe719a0d2f834541a093ef67f0e355e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Eingeschränkte Lehre</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2013/01/06/semesterapparate-tagesspiegel-zeit/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Jan 2013 16:48:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2013/01/06/semesterapparate-tagesspiegel-zeit/"><img align="right" hspace="5" width="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/01/Tagesspiegel-Semesterapparate-Wissen-Forschen-03012013-589x253.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="" title="Tagesspiegel Semesterapparate Wissen &amp; Forschen 03012013" /></a>Streit um den freien Zugang zu wissenschaftlichen Inhalten im Internet: Verlage wollen digitale Semesterapparate verhindern, in denen Studierende die wichtigsten Materialen für ihre Seminare finden. Noch schützt ein eigener "E-Learning-Paragraf" diese Onlinesammlungen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Streit  um den freien Zugang zu wissenschaftlichen Inhalten im Internet:  Verlage wollen digitale Semesterapparate verhindern, in denen  Studierende die wichtigsten Materialen für ihre Seminare finden. Noch  schützt ein eigener &#8220;E-Learning-Paragraf&#8221; diese Onlinesammlungen. </em><span id="more-3061"></span></p>
<div>Zusammenkopierte  Reader stehen neben Quellenverzeichnissen, Essaysammlungen neben den  wichtigsten Monografien. So kannten Generationen von Studierenden ihre  „Semesterapparate“, die sie in den Unibibliotheken fanden. Die  wichtigsten Materialien für die Seminare waren darin auf einem Regal  zusammengestellt, leicht konnten so Unterlagen kopiert werden.  Inzwischen finden Studierende ihre Semesterapparate oft online: In  digitalen Versionen sind die Materialien im Intranet der Hochschulen  gespeichert. Eigentlich urheberrechtlich geschützte Artikel und  elektronische Lehrmaterialien werden dort auszugsweise freigegeben. Ein eigener „E-Learning-Paragraf“ im Urheberrecht erlaubt das bisher. Er  schützt auch Materialsammlungen für den Unterricht in Schulen oder in  Einrichtungen der beruflichen Weiterbildung. Doch nun gehen die großen  Wissenschaftsverlage dagegen vor. An den Hochschulen wird bereits  befürchtet, digitale Semesterapparate könnten ganz vor dem Aus stehen.  Sie werfen den Verlagen vor, sie wollten mit ihren Publikationen noch  mehr Geld als ohnehin schon verdienen. Wegen ihrer Preispolitik stehen  die Verlage bei den Unis seit langem in der Kritik.</div>
<div>
<p>Zwar wurde  der für die Semesterapparate entscheidende Paragraf 52a des  Urheberrechts erst im November um zwei Jahre vom Bundestag verlängert.  Danach dürfen „veröffentlichte kleine Teile eines Werkes, Werke geringen  Umfangs sowie einzelne Beiträge aus Zeitungen oder Zeitschriften“ für  Unterricht und Forschung an Schulen und Hochschulen zugänglich gemacht  werden – unter der Voraussetzung, dass nur ein kleiner Kreis darauf  zugreifen kann. Doch der Paragraf ist unklar formuliert. Das nutzen die  Verlage aus. Immer öfter treffen sie sich mit Hochschulen vor Gericht,  um deren Nutzung von Texten möglichst weit einzuschränken.</p>
</div>
<div>
<p>Gestritten wird neben der Definition des „geringen Umfangs“ und der  „kleinen Teile eines Werkes“ vor allem über die Definition der  Zugänglichkeit. Es geht dabei vor allem um die Frage, ob der Dozent oder  die Universität ein Ausdrucken oder Abspeichern der im Intranet  eingestellten Texte erlauben darf. Nach einer Klage des  Alfred-Kröner-Verlags gegen die Fernuni Hagen etwa geht das  Oberlandesgericht Stuttgart in einem noch nicht rechtskräftigen Urteil  davon aus, dass nur ein nacktes Anzeigen am Bildschirm erlaubt wird.  Vervielfältigungen müssten Betreiber der Plattform – Dozent, Lehrer,  Universität oder Bibliothek – dagegen unterbinden. Sie müssten also  sicherstellen, dass nicht einmal kleinste Teile von Studierenden  ausgedruckt oder anderswo gespeichert werden, wie auf einem USB-Stick.  Damit wäre der Paragraf trotz Verlängerung praktisch unbrauchbar.</p>
<p>Für Arne Upmeier, Mitarbeiter der Bibliothek der TU Ilmenau und  ehemaliger Vorsitzender der Rechtskommission im Deutschen  Bibliotheksverband, ist diese Entwicklung „ein Armutszeugnis für den  Wissenschaftsstandort Deutschland“. Er sieht die Gefahr, dass  verlagsfreundliche Gerichte den Paragrafen weiterhin so eng ausgelegen,  dass der freie Fluss der Informationen blockiert wird. Als Feinde der  Semesterapparate macht Upmeier aber nicht die Wissenschaftsverlage  alleine aus, sondern vor allem die Verwertungsgesellschaft Wort.</p>
</div>
<p>Die VG Wort versteht sich als Zusammenschluss von Autoren und Verlagen,  der Tantiemen aus Zweitnutzungsrechten einnimmt und weitergibt. Vor dem  Oberlandesgericht München hat sie erwirkt, dass Betreiber von  Semesterapparaten keine Pauschalabgaben mehr bezahlen dürfen. Sie müssen  stattdessen jede einzelne Nutzung separat melden. Die Folge sei ein  praxisferner Bürokratieaufwand, sagt Upmeier. Jeder Dozent müsse jeweils  einzeln melden, welche Seiten er aus welchem Lehrbuch von welchem Autor  für eine Veranstaltung verwendet – egal, ob diese 15 oder 500  Studierende besuchen.</p>
<p>Würde dieses ebenfalls noch nicht  rechtskräftige Urteil Schule machen, müssten Bereitstellungen mit den  Rechteinhabern, ob Verlage oder Personen, in jedem Einzelfall verhandelt  werden. Ganze Semesterapparate wären so bedroht – und somit auch ein  <a title="http://fabian-soethof.de/2012/11/12/open-access/" href="http://fabian-soethof.de/2012/11/12/open-access/">Open-Access</a>-Modell, von dem bisher Schulen, Studenten, publizierende  Wissenschaftler und die akademische Lehre und Forschung in ganz  Deutschland profitierten. Noch steht ein abschließendes Urteil des  Bundesgerichtshofes aus. Bis dahin aber, spekulieren Kritiker, könnte  das Gesetz so unbrauchbar ausgelegt werden, dass eine Nutzung von  digitalen Semesterapparaten nicht mehr lohnt.</p>
<p><strong><em>(erschienen in: <a title="http://www.tagesspiegel.de/wissen/open-access-eingeschraenkte-lehre/7579384.html" href="http://www.tagesspiegel.de/wissen/open-access-eingeschraenkte-lehre/7579384.html" target="_blank">Tagesspiegel, 3. Januar 2012, Seite 26</a>, und <a title="http://www.zeit.de/wissen/2013-01/digitaler-semesterapparat-verlag-urheberrecht" href="http://www.zeit.de/wissen/2013-01/digitaler-semesterapparat-verlag-urheberrecht" target="_blank">ZEIT Online, 3. Januar 2012</a>)</em></strong></p>
<p><strong><em><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/01/Tagesspiegel-Semesterapparate-Wissen-Forschen-03012013.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-3063" title="Tagesspiegel Semesterapparate Wissen &amp; Forschen 03012013" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/01/Tagesspiegel-Semesterapparate-Wissen-Forschen-03012013-589x253.jpg" alt="" width="589" height="253" /></a><br />
</em></strong></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=3061&amp;md5=4ef10cdafdb91069888ad5c62cf0ce61" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ein digitales Fotoalbum für die ganze Familie</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Jan 2013 14:24:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[7Moments]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Start-ups]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2013/01/06/ein-digitales-fotoalbum-fur-die-ganze-familie/"><img align="right" hspace="5" width="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/01/7Moments.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="7Moments" title="7Moments" /></a>Wie 7Moments das analoge Fotoalbum ins Netz holen will]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Aus der zitty-Serie &#8220;Berliner Internet-Start-ups&#8221;: Wie 7Moments das analoge Fotoalbum ins Netz holen will</em></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Die Idee klingt im ersten Moment wie eine aus den Frühzeiten des Web 2.0: private Fotos im Internet teilen. Das will das Berliner Start-up <a title="7moments.com" href="http://www.7moments.com" target="_blank"><em>7Moments</em> </a>seinen Usern ermöglichen, das wollten vor ihnen von Flickr über Facebook, Ning, Dropbox, Google Picasa bis hin zu Instagram und diversen Cloudanbietern schon Dutzende andere Dienste. Der erfolgversprechende Unterschied offenbart sich erst auf den zweiten Blick: Bisher hat es noch niemand verstanden, das analoge Fotoalbum ins Netz zu holen – so privat, persönlich und übersichtlich, wie ein gutes altes Fotoalbum für Familie und Freunde nun mal ist.</p>
<p>Die Idee zu <em>7Moments</em> kam Geschäftsführer Stefan Kellner dank eines Nepal-Urlaubs mit Freunden. ‚Klar, unsere Bilder laden wir danach einfach im Internet hoch’, hatte es dort immer geheißen. Schnell merkte Kellner aber, dass es „den perfekten Dienst dafür nicht gab“. Gemeinsam mit Webdesigner und <a title="@kosmar" href="https://twitter.com/kosmar" target="_blank">Twitter-Bekanntheit</a> Markus Angermeier sowie Programmierer Dr. David Linner machte sich Kellner, der sein letztes Start-up Plazes.com 2008 an Nokia verkaufte, im Sommer 2011 deshalb auf, einen solchen Dienst zu entwickeln. Seit Anfang September 2012 ist 7Moments.com online für jeden.</p>
<div id="attachment_3038" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/01/7Moments.jpg"><img class="size-full wp-image-3038" title="7Moments" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2013/01/7Moments.jpg" alt="7Moments" width="589" height="129" /></a><p class="wp-caption-text">Die drei Gründer von 7 Moments: Markus Angermeier, David Linner und Stefan Kellner (v.l.) (Fotos/Screensho: 7Moments)</p></div>
<p>Die Oberfläche von <em>7Moments </em>ist bewusst so einfach und funktionsarm wie möglich gehalten. Nach Anmeldung können Nutzer nicht mehr und nicht weniger als ein Fotoalbum erstellen, Bilder hochladen und Freunde einladen – zum Beispiel den Fußballverein, die Hochzeitsgesellschaft oder eben die Reisegruppe. Sehen, kommentieren und „liken“ kann nur, wer darf; eine Verlinkung von „draußen“ wird unterbunden; auch Suchmaschinen haben keinen Zugriff auf Bilder und Daten. „Sharing statt Broadcasting“ nennt Kellner das, Teilen statt veröffentlichen, „Quality time statt kill time“ – Qualitätzeit statt Zeitvertreib &#8211; Angermeier.</p>
<p>Die Hauptzielgruppe von <em>7Moments</em> sind nicht die sogenannten Early Adopters, Heavy Users und Digital Natives, die wissen, was solche Kategorien überhaupt bedeuten. Es sind die Durchschnittsnutzer jeden Alters, die vom Internet einen Dienst erwarten, wie auch Kellner ihn nach seinem Nepal-Urlaub wollte: ein digitales Fotoalbum, das analog zu einem analogen funktioniert. Das nur die sehen, denen ich es zeige. In das – ob über Browser oder Smartphone &#8211; nur diejenigen Fotos kleben dürfen, denen ich das erlaube – und das auch noch gut aussieht. „Wir wollen die ganze Familie zusammenbringen“, sagt Kellner, der selbst dreifacher Vater ist.</p>
<p>Bisher finanzieren die drei Gründer ihr Start-up noch aus eigener Tasche. Langfristig wollen sie Geld mit speziellen Feature-Alben, mit mehr Speicherplatz, vielleicht sogar mit Werbung, auf jeden Fall aber mit dem Druck von digital angelegten Fotoalben verdienen. Auch da gibt es längst Konkurrenz – aber kaum eine, die für ihre Nutzer den Kreis von analoger zu digitaler Fotografie und zurück derart schließt.</p>
<p><em>(erschienen in: <a title="http://www.zitty.de" href="http://www.zitty.de" target="_blank">zitty 22/2012</a>)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2955&amp;md5=dbbb4fd38fd87075de86f59992ae5f87" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kleine und große Geschäfte</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2012/11/12/kleine-und-grosse-geschaefte/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Nov 2012 11:43:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Start-ups]]></category>
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		<description><![CDATA[<p><em>Viele Onlineangebote versprechen Eltern nützlichen Service und Erleichterung des Alltags. Auch diese fünf Berliner Unternehmen setzen auf die Kaufkraft gestresster Mütter und Väter. </em></p>
<p><strong>Kinderfee</strong></p>
<p>Auf <a title="Kinderfee.de" href="http://www.Kinderfee.de" target="_blank">Kinderfee.de</a> vermitteln Stefan Gärtner und Daan Löning deutschlandweit suchenden Eltern den passenden Aufpasser, geprüfte Betreuer oder Tagesväter- oder mütter für Ihr Kind und umgekehrt. Jobsuchende legen Ihr Profil inklusive Foto, Wohnort, Alter, Erfahrung, Sprache, Verfügbarkeit und gewünschtem Stundenlohn an, über ein Formular kann nach Anmeldung Kontakt aufgenommen werden. Das Unternehmen prüft&#8230; <a href="http://fabian-soethof.de/2012/11/12/kleine-und-grosse-geschaefte/" class="read_more"><br />weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Viele Onlineangebote versprechen Eltern nützlichen Service und Erleichterung des Alltags. Auch diese fünf Berliner Unternehmen setzen auf die Kaufkraft gestresster Mütter und Väter. </em></p>
<p><strong>Kinderfee</strong></p>
<p>Auf <a title="Kinderfee.de" href="http://www.Kinderfee.de" target="_blank">Kinderfee.de</a> vermitteln Stefan Gärtner und Daan Löning deutschlandweit suchenden Eltern den passenden Aufpasser, geprüfte Betreuer oder Tagesväter- oder mütter für Ihr Kind und umgekehrt. Jobsuchende legen Ihr Profil inklusive Foto, Wohnort, Alter, Erfahrung, Sprache, Verfügbarkeit und gewünschtem Stundenlohn an, über ein Formular kann nach Anmeldung Kontakt aufgenommen werden. Das Unternehmen prüft die Plausibilität der Angaben anhand eingereichter Unterlagen, übernimmt aber keine Garantie. Nach erfolgreicher Vermittlung kassiert Kinderfee eine anteilige Provision. Allein in Berlin bieten aktuell rund 400 Babysitter ihre Dienste an. Ein Bewertungssystem über Sternevergabe soll zusätzlich für Transparenz und Entscheidungshilfe sorgen.</p>
<p><em>PRO: endlich Babysitter finden, ohne Freundeskreis und Familie nerven zu müssen</em></p>
<p><em>CONTRA: Vertrauen ist gut, Kennen ist besser</em></p>
<p><strong>Tausendkind</strong></p>
<p>Online-Shop, Ratgeber und Blog: Seit rund anderthalb Jahren will <a title="http://www.tausendkind.de" href="http://www.tausendkind.de" target="_blank">Tausendkind</a> werdenden Eltern mit wertigen Produkten und Tipps den Alltag erleichtern und verschönern. Schwerpunkt und Geschäftsmodell liegen eindeutig auf klassischem E-Commerce, dem Verkauf von Markenmode, Spielzeug, Lätzchen, Rasseln und haufenweise anderen Produkten, die Babys und Kleinkinder auch über Prenzlauer Berg hinaus brauchen könnten. Die Auswahl ist breit, die Seite übersichtlich – schließlich muss sich Tausendkind gegenüber den Shopgiganten behaupten, die ihr Angebot längst um ein wachsendes Babysegment erweitert haben.</p>
<p><em>PRO: Bummeln und Shoppen ohne das Kind am Jackenzipfel, das wieder ein angebliches Must-Have entdeckt hat</em></p>
<p><em>CONTRA: Anprobe und eventuelle Retour spart das nicht</em></p>
<p><strong>Meine Spielzeugkiste</strong></p>
<p>Noch besser als Gutes kaufen ist Gutes mieten: <a title="http://www.meinespielzeugkiste.de/" href="http://www.meinespielzeugkiste.de/" target="_blank">„Meine Spielzeugkiste“</a> macht aus der Not, dass Kinder ihrem Spielzeug so schnell wie ihren Klamotten entwachsen, eine Tugend und verleiht Spielzeug gegen eine monatliche Gebühr ab 14 Euro. Das Prinzip: Gewünschten Lernschwerpunkt des Kindes auswählen, vorgeschlagene Spielzeuge auswählen, Kiste bestellen, zwei Monate später zurückschicken und eine neue bekommen. Die Sharing-Produkte sind entsprechend gebraucht, aber gereinigt und versichert, und aktuell für Kinder zwischen ein bis vier Jahren zu haben. Sachen vom Trödel sind sicher günstiger, doch wem die Zeit für den Flohmarktbummel fehlt, der ist hier richtig.</p>
<p><em>PRO: mehr Platz im Kinderzimmer, Keller und Dachboden</em></p>
<p><em>CONTRA:  für Geschwister-Nachzügler hat das Erstgeborene kein Erbstück mehr</em></p>
<p><strong>Wummelkiste</strong></p>
<p>Ähnliches Konzept wie „Meine Spielzeugkiste“, anderer Schwerpunkt: In der <a title="http://www.wummelkiste.de/" href="http://www.wummelkiste.de/" target="_blank">„Wummelkiste“</a> finden Eltern für Kinder zwischen drei und sieben Jahren einmal pro Monat Bastelutensilien für den Heimgebrauch. Die Themenideen wechseln je nach Jahreszeit und Förderwunsch. In der Beispielkiste „Licht/Schatten“ etwa befinden sich ein Schattentheater, ein Glühwürmchen-Glas und eine Eulenmaske zum Selbermachen; Sinne, Sprache, Denken und Motorik sollen spielerisch trainiert werden. Ganz günstig ist auch das nicht, der „kleine Wummel“ – drei Monate lang jeweils eine Kiste monatlich mit wechselnder Thematik – kostet 59,95.</p>
<p><em>PRO: Das Kochhaus-Prinzip: Endlich alle Zutaten in einer Kiste!</em></p>
<p><em>CONTRA: Das Finden eigener Bastelideen und -materialien fördert kreatives Denken vermutlich mehr als fertige Sets</em></p>
<p><strong>petiteBox</strong></p>
<p>Was die Wundertüte für die Kleinen ist, soll die <a title="http://www.petitebox.de/" href="http://www.petitebox.de/" target="_blank">petiteBox</a> für die Großen sein: Statt sich die immer gleichen Gedanken über Geschenkideen für Schwangere und frischgebackene Mütter zu machen, können Gratulanten für die zu Beschenkende eine monatliche Verwöhnbox in drei möglichen Preisklassen (20 Euro, 60 Euro, 120 Euro) abonnieren. Darin stecken dann dem Schwangerschafts-Monat oder dem Alter des Babys entsprechende ausgewählte Markenprodukte und Tipps von Hebammen. Dahinter stehen übrigens die Macher der GLOSSYBOX, die damit das gleiche Prinzip schon auf die sich gerne schminkende Fashionista und pflegebewusste Männer angewandt hatten. Laut den petiteBox-Machern liegt der Paketpreis unter der Summe der Einzelproduktpreise.</p>
<p><em>PRO: Produkte entdecken, die man selbst vielleicht nie endeckt hätte</em></p>
<p><em>CONTRA: Produkte entdecken, die man selbst vielleicht nie entdecken wollte</em></p>
<p><strong><em>(erschienen in: <a title="zitty.de" href="http://www.zitty.de" target="_blank">zitty</a>, Mai 2012)</em></strong></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=3015&amp;md5=54ae8e64476ce79b2e4aad203e69b86e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wissenschaft im Teufelskreis</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Nov 2012 11:18:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2012/11/12/open-access/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/11/Open_Access_Podiumsdiskussion_HU_Berlin-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Open Access" title="Open_Access_Podiumsdiskussion_HU_Berlin" /></a>Wenn der Steuerzahler zweimal zahlt: Wollen Berliner Universitätsbibliotheken mit öffentlichen Geldern finanzierte Forschungsergebnisse bereitstellen, müssen sie die Publikationen von Fachverlagen zurückkaufen – mit öffentlichen Geldern. Open Access könnte eine Lösung des Problems sein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Wenn der Steuerzahler zweimal zahlt: Wollen Berliner Universitätsbibliotheken mit öffentlichen Geldern finanzierte Forschungsergebnisse bereitstellen, müssen sie die Publikationen von Fachverlagen zurückkaufen – mit öffentlichen Geldern. Open Access könnte eine Lösung des Problems sein.</em><span id="more-3017"></span></p>
<p>Martin Grötschel hat nichts gegen Wissenschaftsverlage. Warum sollte er auch, schließlich sind sie es, die ihn erst zu der Mathematik-Ikone gemacht haben, die er ist. Grötschel ist Professor an der Technischen Universität Berlin, Präsident des Konrad-Zuse-Zentrums, Vorsitzender der Einstein-Stiftung und Generalsekretär der Weltmathematiker-Vereinigung. Seine Forschungsergebnisse und Artikel veröffentlichten er und seine Kollegen jahrelang in renommierten Fachzeitschriften, die wiederum bei großen Fachverlagen erscheinen, Elsevier, Wiley und Springer, zum Beispiel. Damit soll nun aber Schluss sein. „Sollen die Verlage doch ihre Arbeit machen“, sagt Grötschel. „Ich bin aber dagegen, dass Wissenschaftler sich noch länger von ihnen ausbeuten lassen“.</p>
<div id="attachment_3022" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/11/Open_Access_Podiumsdiskussion_HU_Berlin.jpg"><img class="size-full wp-image-3022" title="Open_Access_Podiumsdiskussion_HU_Berlin" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/11/Open_Access_Podiumsdiskussion_HU_Berlin.jpg" alt="Open Access" width="589" height="324" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Problem, das seit Jahren diskutiert und doch nie gelöst wird: Open Access und Verlagsoligopolismus, hier Thema bei einer Podiumsdiskussion in der HU Berlin. Martin Grötschel (3. v. l.) darf natürlich nicht fehlen. (Foto: Fabian Soethof)  </p></div>
<p>Bis vor rund 15 Jahren gab es ein legitimes Geschäftsmodell für die Verleger wissenschaftlicher Fachzeitschriften. Forscher aller Richtungen schrieben Artikel, die Verlage druckten sie und machten sie so einer Öffentlichkeit zugänglich. Schon damals lag die Qualitätskontrolle bei den Wissenschaftlern, die unentgeltlich an sogenannten Peer-Review-Verfahren teilnahmen, und die Aufsätze und Ergebnisse der Kollegen beurteilten. Auch damals schon verkauften die Verlage „ihre“ Publikationen an die Universitäts-Bibliotheken, die ihrem Informationsauftrag und den Bestellungen der Lehrstühle nachkommen mussten. An Beidem, der für Verlage nahezu kostenfreien Qualitätskontrolle und dem Verkauf, hat sich bis heute nichts geändert, auch das Nutzungsrecht für die Texte müssen Autoren dauerhaft abtreten.</p>
<p>Neu ist aber, dass die Verlage Jahr für Jahr an der Preisschraube drehen. Neu sind auch Digitalisierung und Internet, die die Publikationskosten eigentlich senken und die Forschungsergebnisse leichter zugänglich machen sollten. Die Volkswagen-Bibliothek der TU etwa muss von einem jährlichen Budget von rund 2,5 Millionen Euro, das rund zwei Prozent des TU-Etats entspricht, wegen undurchsichtiger Bündel-Abonnements immer größere Zeitschriftenpakete statt nur der tatsächlich für sie wichtigen Titel bestellen &#8211; und hat so plötzlich Medizinpublikationen im Regal, die in der TU kaum einer sucht. „Früher gab es mal Verlage mit Ethos“, sagt Bibliotheksdirektor Wolfgang Zick, „heute sind die großen alle in der Hand von Heuschrecken“.</p>
<p>Die Lösung könnte Open Access heißen. Grob übersetzt: Freier Zugang zu Informationen. 2003 wurde die Berliner Erklärung „über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen“ veröffentlicht, bis heute von fast 400 wissenschaftlichen Institutionen weltweit unterzeichnet. Darauf aufbauend formuliert die Bundestags-Enquete-Kommission „Internet und Gesellschaft“ ihre Empfehlungen, mit Open Access Wissen zu vermehren und Fortschritt voranzutreiben. „Fachzeitschriften sind heute ein kommerzielles, gewinnbringendes Produkt. Das war nicht immer so &#8211; und ganz sicher nicht so vorgesehen“, sagt Dr. Jeanette Hofmann, Direktorin des im April dieses Jahres gegründeten Alexander von Humboldt-Instituts für Internet und Gesellschaft (HIIG) und von den Grünen berufene Sachverständige in der Enquete-Kommission. „Mein Wunschszenario ist, dass mit öffentlichen Mitteln erstellte Publikationen frei zirkulieren können und die Zeitschriftenherausgabe nicht als kommerzielles Unternehmen organisiert wird.“ An Plattformen, vom eigenen Uni-Server über Wikis bis hin zu neuartigen Verlagsangeboten, mangelt es nicht &#8211; Open Access-Publikationen werden meist nicht gedruckt sondern im Netz veröffentlicht -, auch nicht an nationalen und internationalen Vorbildmodellen oder Förderern wie der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der EU und der Unesco. Bis Hofmanns Wunsch Wirklichkeit wird, ist es trotzdem noch ein langer Weg. Nicht nur, weil auch Open Access zur Verwaltung der Informationen und der Qualitätskontrolle Geld braucht. Sondern wegen der Egos der Forscher. Sich einen Namen zu machen, ist für sie ebenso wichtig wie die eigentliche Arbeit, gerade Nachwuchskräfte legen deshalb Wert darauf, in etablierten Fachzeitschriften zu veröffentlichen. Einen Text auf einer Open-Access-Plattform zu veröffentlichen, bringt derzeit noch nicht allzu viel Renommee.</p>
<div id="attachment_3023" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/11/TU-Volkswagen-Bibliothek-Berlin-Open-Access.jpg"><img class="size-full wp-image-3023" title="TU-Volkswagen-Bibliothek-Berlin-Open-Access" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/11/TU-Volkswagen-Bibliothek-Berlin-Open-Access.jpg" alt="TU Volkswagen Bibliothek" width="589" height="394" /></a><p class="wp-caption-text">Kann so ganz ohne die Verlage, auf die ihr Direktor schimpft, leider auch nicht leben: Volkswagen-Bibliothek der TU Berlin. Vom Namensgeber gibt es wohl übrigens seit Jahren kein Geld mehr, aber das nur am Rande. (Foto: Fabian Soethof)</p></div>
<p>Den hausgemachten Teufelskreis erkennt auch Prof. Dr. Grötschel. Er selbst veröffentlicht dank seines Namens längst wo und wie er will, den öffentlichen Kampf im Namen seines Berufsstandes kann er sich also erlauben. Auf der Anfang des Jahres begründeten internationalen Webseite <a title="http://thecostofknowledge.com/" href="http://thecostofknowledge.com/" target="_blank">thecostofknowledge.com</a> unterstützt und fordert er mit seiner Unterschrift, den Fachverlags-Marktführer Elsevier zu boykottieren, solange der sein Geschäftsmodell nicht grundlegend ändert. Unterstützer können öffentlich erklären, dass sie für Elsevier wahlweise nicht mehr publizieren, nicht mehr als Redakteur arbeiten oder keine Gutachten mehr erstellen. Tausende Wissenschaftler machen schon mit. Die Verlage geraten unter Druck.</p>
<p>„Wir haben wohl nicht gut kommuniziert, welchen Zusatzwert wir leisten“, sagt Angelika Lex und fühlt sich und ihren Verlag missverstanden. Lex ist Vizepräsidentin bei Elsevier für die akademischen Beziehungen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Ost-Europa. Die Preissteigerungen seien ein branchenweites Phänomen und resultierten zum Beispiel aus weltweit gestiegenen Investitionen in Wissenschaft und daraus folgenden gestiegenen Forschungsergebnissen, die begutachtet und publiziert werden müssten. Die Bündelabos seien auch nur ein Angebot von vielen, der Zusammenschluss der Unis, um höhere Rabatte zu bekommen, deren Entscheidung. Natürlich seien Fehler gemacht worden, aber auch eigene Open Access-Anstrengungen. Thecostofknowledge.com nehmen Lex und ihr Arbeitgeber sehr ernst. Sie suchen den intensiveren Austausch und glauben daran, dass alle Parteien das gleiche Grundbestreben haben, nämlich den einfachen Zugang zu Wissen. Argumente, die bei einem angeblichen jährlichen Gewinn von 36 Prozent auf den Umsatz, den Kritiker wie Grötschel bei Elsevier allein in Deutschland auf 40-60 Millionen Euro jährlich schätzen, kaum erhört werden.</p>
<p>Einen ersten Kompromiss glauben die Open Access-Befürworter im Dilemma mit den Verlagen dennoch gefunden zu haben: In Zukunft sollen nicht mehr wie bisher die Leser zahlen, sondern der Autor für seine Veröffentlichung. Bloß: Der Steuerzahler zahlte dann immer noch zweimal. Und die Verlage könnten immer noch die Preise setzen, wie sie wollten.</p>
<p><em><strong>(erschienen in: <a title="zitty.de" href="http://www.zitty.de" target="_blank">zitty</a> 23/2012, S. 75-76, 1. November 2012)</strong></em></p>
<p><em><a title="http://www.ibi.hu-berlin.de/aktuelles/veranstaltungen/open_access/wissenschaft-fuer-jedermann/view" href="http://www.ibi.hu-berlin.de/aktuelles/veranstaltungen/open_access/wissenschaft-fuer-jedermann/view" target="_blank">pdf-Download</a><strong><br />
</strong></em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=3017&amp;md5=19a5fe6ba23f046c1cf0687dd4452939" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ein Marktplatz für Musikbooking</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Oct 2012 12:35:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2012/10/14/gigmit/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/10/gigmit_Team_2012-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="gigmit" title="gigmit_Team_2012" /></a><p><em>Aus der zitty-Serie “Berliner Internet-Start-ups”: Wie gigmit Künstler, Clubs und Veranstalter an einen virtuellen Booking-Tisch bringen will </em></p>
<p>Die Begrüßung beginnt mit einer Beleidigung. „Fuck Off Bookingstress“ steht auf den Kärtchen, die Marcus Rüssel mit seinen Visitenkarten verteilt. Rüssel ist Gründer und Geschäftsführer von <a title="http://www.gigmit.de/" href="http://www.gigmit.de/" target="_blank">gigmit</a>, einem Start-up, das „Booking Delight“ für Veranstalter und Clubs verspricht. Und die Ansage ist eine klare, die auch die Motivation hinter gigmit auf den Punkt bringt: Wenn der Livemarkt der einzige ist,&#8230; <a href="http://fabian-soethof.de/2012/10/14/gigmit/" class="read_more"><br />weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Aus der zitty-Serie “Berliner Internet-Start-ups”: Wie gigmit Künstler, Clubs und Veranstalter an einen virtuellen Booking-Tisch bringen will </em></p>
<p>Die Begrüßung beginnt mit einer Beleidigung. „Fuck Off Bookingstress“ steht auf den Kärtchen, die Marcus Rüssel mit seinen Visitenkarten verteilt. Rüssel ist Gründer und Geschäftsführer von <a title="http://www.gigmit.de/" href="http://www.gigmit.de/" target="_blank">gigmit</a>, einem Start-up, das „Booking Delight“ für Veranstalter und Clubs verspricht. Und die Ansage ist eine klare, die auch die Motivation hinter gigmit auf den Punkt bringt: Wenn der Livemarkt der einzige ist, an dem Musiker heute noch mitverdienen, dann müssen die Buchungsmechanismen für alle Beteiligten einfacher funktionieren als bisher.</p>
<div id="attachment_2973" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/10/gigmit_Team_2012.jpg"><img class="size-full wp-image-2973" title="gigmit_Team_2012" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/10/gigmit_Team_2012.jpg" alt="gigmit" width="589" height="393" /></a><p class="wp-caption-text">Könnten den guten alten Bookingagenten am Ende doch überflüssig machen: Marcus Rüssel (3. v. r.) und das Team von gigmit </p></div>
<p>Die Idee zu gigmit hatte Rüssel erst letzten Sommer. Als Booker, Künstlerberater (u.a. Clueso), Konzert- und Partyveranstalter arbeitete der 27-jährige Dresdner neben seinem Kulturmanagement-Studium schon länger, aber als ihn Freunde baten, ihnen für ein Festival in Thüringen innerhalb von einem Tag Ersatz für einen abgesprungenen Headliner zu organisieren, stieß er bald an seine Grenzen. 125 Leute habe er angerufen, schließlich eine passende Band aufgetrieben, die Lust und Zeit hatte und ins Festivalbudget passte &#8211; und danach viele Gespräche geführt, wie man diesen Prozess nachhaltig optimieren könne und müsse. Gute und spielwillige Bands gibt es schließlich genug da draußen, suchende Veranstalter auch, man muss sie eben bloß an einen Tisch bringen.</p>
<p>Das vielversprechende Ergebnis heißt gigmit, versteht sich als transparenter Marktplatz für Musikbooking im Netz und geht im September mit seiner ersten Alpha-Version online. Es funktioniert im Grunde wie MySpace für Geschäftstreibende und hat von der Statik und Unübersichtlichkeit von Konkurrenten wie Sonicbids.com gelernt: Bands legen standardisierte Profilseiten an, die ihre anderen Social Media-Auftritte in einem geschützten Bereich aggregieren und auf denen sie außer Fotos, Musikrichtung und Hörproben zum Beispiel angeben, zu welcher ungefähren Gage sie wo, wann und unter welchen Voraussetzungen auftreten. Veranstalter, etwa von einem Festival, finden Vorschläge und Suchergebnisse, und für jeden zustande gekommenen Vertrag verdient gigmit acht Prozent Vermittlungsprovision und kümmert sich fortlaufend um Hosting und Verwaltung von Verträgen, EPKs, Rechnungen, technischen „Ridern“ und allem anderen Papierkram. „Wir übernehmen Management-Prozesse, an denen ohnehin nie einer Spaß hatte“, erklärt Rüssel und betont, dass man den Booking-Agenten und dessen Feinarbeit nicht ersetzen wolle: „Kleine Bands sparen durch uns lediglich Mitarbeiter, die sie eh nicht haben.“</p>
<p>In einem Friedrichshainer Hinterhof an der Warschauer Straße arbeiten derzeit eine Handvoll Mitarbeiter und ein paar freie Programmierer an gigmit und befinden sich dort in bester Gesellschaft: Nebenan befindet sich die noisy Musicworld, in deren Proberaum- und Studiokomplex im September auch die Konferenz all2gethernow im Rahmen der <a title="http://fabian-soethof.de/2012/07/26/berlin-music-week-2012/" href="http://fabian-soethof.de/2012/07/26/berlin-music-week-2012/" target="_blank">Berlin Music Week</a> stattfinden wird. Ein paar Meter weiter, in der Capitol Yard Golf Lounge an der Stralauer Allee, wird auch Marcus Rüssel sprechen. Sein Thema: „Booking und Management von morgen &#8211; Wie das Netz die Livemusik verändert“.</p>
<p><em>(erschienen in: <a title="http://www.zitty.de/gigmit.html" href="http://www.zitty.de/gigmit.html" target="_blank">zitty 18/2012</a>, 23. August 2012, Seite 70)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2943&amp;md5=ab23a1cc9a865d5f20ada66ae0ae6c88" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ralf, Du darfst jetzt ein Mann sein</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Oct 2012 16:34:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2012/10/11/yps/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/10/YPS-Agentenausweis-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="YPS-Agentenausweis" title="YPS-Agentenausweis" /></a><p><em>Nostalgie als Marketingkonzept: Warum die Neuauflage der &#8220;YPS&#8221; kaum das halten kann, was sie verspricht</em></p>
<p>Diese verdammten Urzeitkrebse. Wasser zu kalt, Wasser zu warm, Futter zu wenig, Futter zu viel. Irgendwas war immer, das dieses Gimmick nie zu mehr als einem Gimmick wachsen ließ. Die Krebse, unterm Mikroskop schwammen sie tatsächlich, einmal, vielleicht einen Tag, damals, in meinem Kinderzimmer. Sie lagen der YPS, dem damals so cleveren Magazin für Jungs und ein paar Mädchen, bevor die sich für die Bravo&#8230; <a href="http://fabian-soethof.de/2012/10/11/yps/" class="read_more"><br />weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Nostalgie als Marketingkonzept: Warum die Neuauflage der &#8220;YPS&#8221; kaum das halten kann, was sie verspricht</em></p>
<p>Diese verdammten Urzeitkrebse. Wasser zu kalt, Wasser zu warm, Futter zu wenig, Futter zu viel. Irgendwas war immer, das dieses Gimmick nie zu mehr als einem Gimmick wachsen ließ. Die Krebse, unterm Mikroskop schwammen sie tatsächlich, einmal, vielleicht einen Tag, damals, in meinem Kinderzimmer. Sie lagen der YPS, dem damals so cleveren Magazin für Jungs und ein paar Mädchen, bevor die sich für die Bravo und sich selbst interessierten, schließlich 21-mal in kleinen Tütchen bei, irgendwann musste das ja funktionieren. Und wenn nicht, dann züchtete ich eben Ostereierbäume, schlug das Abenteuer-Zelt, weil es nicht mehr als eine bedruckter Plastikschlauch war, neben meinem Bett auf, wies mich als <a title="YPS-Agentenausweis" href="http://twitpic.com/1r5f84" target="_blank">YPS-Agent</a> aus (siehe Foto) und testete all die anderen Gimmicks, die der YPS Woche für Woche so beilagen und das Heft zur Micky Maus meiner Generation machten. Bei Licht betrachtet waren die Gimmicks natürlich nichts als gut verpackter &#8220;Knoff Hoff&#8221;-Schrott, aber darum ging es nicht: Einmal schickte ich sogar ein Foto an die Redaktion, auf dem ich stolz vor meinen gesammelten Ausgaben posiere. Abgedruckt wurde das nie, die anderen Kinder waren mir schon in der Menge ihrer Hefte einfach voraus. Warum ich all das erzähle? Weil von heute an die YPS wieder am Kiosk liegt, und ich, glaubt man dem Verlag und meiner Kinderzeit, auch heute noch beziehungsweise wieder genau der Zielgruppe entspreche.</p>
<div id="attachment_2985" class="wp-caption alignright" style="width: 290px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/10/YPS-Agentenausweis.jpg"><img class="size-full wp-image-2985" title="YPS-Agentenausweis" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/10/YPS-Agentenausweis.jpg" alt="YPS-Agentenausweis" width="280" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Eat this, Jack Bauer: Mein YPS-Agentenausweis, Ausstellungsjahr unbekannt</p></div>
<p><em>&#8220;Das Magazin richtet sich an die Kinder von früher, die heute 30- bis 45-jährigen&#8221;</em>, verkündete der Verlag <a title="http://www.ehapa.de/ehapa/content/e7/e36/e37/e12536/" href="http://www.ehapa.de/ehapa/content/e7/e36/e37/e12536/" target="_blank">Egmont Ehapa gestern </a>und bereits im <a title="http://www.horizont.net/aktuell/medien/pages/protected/Egmont-Ehapa-reaktiviert-Yps_107195.html" href="http://www.horizont.net/aktuell/medien/pages/protected/Egmont-Ehapa-reaktiviert-Yps_107195.html" target="_blank">April dieses Jahres</a>, als der Remake-Plan öffentlich wurde. Beide Male stellte sich neben viel reflexartiger Euphorie besonders im Internet (als überholtes Synonym für Blogs, Twitter, Facebook) sofort der Reflex ein, das kommende Produkt schon jetzt scheiße finden zu müssen*. Wegen der Zielgruppenansage, wegen der Macher, wegen der bloßen Tatsache, sich an diesen grünkarierten Gral der Kindercomics zu wagen. Und schon das neue Cover scheint die Kritiker nun zu bestätigen: Themen wie &#8220;Jetzt noch Spion werden&#8221;, &#8220;Dinosaurier finden&#8221; und &#8220;12 Zaubertricks für die nächste langweilige Party&#8221; wären ohne das Zusatz-Motto &#8220;Eigentlich sind wir doch schon erwachsen!&#8221; ganz schön nah dran am Original &#8211; wodurch sich die Frage aufdrängt: Warum nicht gleich ein YPS für die tatsächlichen Kinder von heute machen? Aus Angst vor zuviel Konkurrenz durch verlagsinterne und -externe Gimmickblättchen wie Spongebob, Pokémon, Wendy und so weiter? Weil Nostalgie als stärkstes Kaufargument im Businessplan steht? Weil der Werbemarkt und potentielle Umsätze zu klein sind, da Kinder nicht viel Geld haben (nur deren Eltern)? Andererseits steht wohl auch fest: Hätten Egmont Ehapa und ihr ehemaliger FHM-Chefredakteur Christian Kallenberg die damalige zwischen den Zeilen als solche verstandene Drohung wahrgemacht und aus der YPS ein ähnlich Klischee-beladenes Anzeigen-Männermagazin gemacht, wie sie es vor rund einem Jahr mit <a title="http://www.ehapa-shop.de/product/3105-donald-magazin-ausgabe-1/" href="http://www.ehapa-shop.de/product/3105-donald-magazin-ausgabe-1/" target="_blank">&#8220;Donald&#8221;</a> versuchten, dann wäre das Geschrei der Ablehnung garantiert noch größer geworden. Na, immerhin bestand nie die Gefahr, nach <a title="http://fabian-soethof.de/2011/09/07/wired-deutschland-moritz-von-laffert-im-interview/" href="http://fabian-soethof.de/2011/09/07/wired-deutschland-moritz-von-laffert-im-interview/">Condé Nast-Vorbild</a> (<a title="http://www.wired.de" href="http://www.wired.de" target="_blank">die erste deutschsprachige WIRED</a> lag Anfang des Jahres der GQ bei) die YPS gleich zur FHM zu packen &#8211; Egmont Ehapa stieß die deutsche Lizenz daran schon 2010 ab.</p>
<div id="attachment_3003" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/10/YPS-Cover-Shot.jpg"><img class="size-full wp-image-3003" title="YPS-Cover-Shot" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/10/YPS-Cover-Shot.jpg" alt="YPS" width="300" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Ganz in schwarz: Das neue YPS-Cover, mit dem die Kinder von damals wiedergewonnen werden sollen</p></div>
<p>Die Überraschungen auf den 100 Seiten hinter dem YPS-Titelblatt, das dank seiner wirren Typographie, seiner fehlenden Linie und dem pechschwarzen Hintergrund auf jeden Fall ein Hingucker am Kiosk ist, halten sich im Guten wie im Schlechten in Grenzen. Das Inhaltsverzeichnis provoziert ein Flashback, es ist so hässlich gelayoutet wie damals &#8211; und kommt deswegen angenehm unaufgeregt daher. Auf der letzten Seite stehen maue Kinderwitze aus alten Ausgaben. Dazwischen: Promis, Alt-Leser und -Redakteure erinnern sich. Die Preisung achso neuer Gimmicks, die &#8220;leider nicht dem Heft beiliegen können&#8221;, zum Beispiel USB-Tassenwärmer, Pizzasägen und selbstumrührende Becher (!). Früher/Heute-Vergleiche anderer Produkte (Fahrräder, Schuhe, Kettcars, Cola-Dosen). Porträts und Interviews von und mit Comiczeichner Heinz Körner, Abenteurer Rüdiger Nehberg, Komiker Maddin Schneider und Achtziger-Schwimmstar Michael Groß. Die Geschichte der Videospiele (Konsole vs. Computer). YPS-Spionagetools in echten Geheimdiensten, Papas Autos. Die alten Bekannten YPS, Kaspar, Patsch und Willy, Yinni und Yan und ein paar neue Comics. Und noch ein bisschen mehr. Die größeren Themen könnten teilweise keine so schlechten Magazinthemen sein, wenn sie nur nicht in ein derart lauwarmes Umfeld eines Heftes gebettet wären, das seine Leser weder als Kinder noch als Erwachsene ernst nimmt, sondern wegen seines naiven Duktus als, pardon, irgendwie zurückgeblieben. Man merkt an den besten Stellen, dass bei der neuen YPS Journalisten arbeiten, die aus Konzeptgründen kaum welche sein dürfen. Und die Werbekunden? Mercedes-Benz, Sony, RTL, DMAX, Sport1 und eine Modestrecke mit Produktempfehlungen, mehr nicht. Zumindest nicht auf den ersten und zweiten Blick.</p>
<p>Zielgruppen sind in der Regel bloß Erfindungen von Marktforschungsinstituten und Anzeigenabteilungen. So auch hier: Die YPS-Leser von damals lesen heute bestenfalls die WIRED, schlimmstenfalls gar nichts. Sie erinnern sich gerne an früher (siehe oben), und sie wollen bestimmt auch einen Blick in die Neuauflage ihres alten Lieblingshefts werfen. Schnell werden sie aber sehen, dass außer alter Lizenz und entsprechender CI, um Werbesprech zu bemühen, viel nicht geblieben ist, weil die Erinnerung allein eben doch kein neues Heft trägt. Nicht jedes Comeback muss forciert werden, das dürfen sich Hollywood und eben  die Verlage auch gerne mal genauer überlegen, obgleich sie das natürlich tun: Wenn die YPS von ihren 120.000 Exemplaren auch bloß die Hälfte für je 5,90 Euro verkauft, dürften dank fleißiger Anzeigen- und PR-Abteilung die Personal-, Bild- und Produktionskosten wahrscheinlich wieder drin sein (oder so, für die Milchmädchen-Rechnung gibt&#8217;s bestimmt auf den Deckel). Und Verlag und Vertrieb haben bis zur nächsten Ausgabe, die für März 2013 angekündigt ist, genug Zeit, noch ein paar mehr Werbekunden davon zu überzeugen, was für ein Erfolg diese Neuauflage der YPS doch ist und bleiben wird. Gerade bei dieser ach so gebildeten, einflussreichen und gut verdienenden Zielgruppe (nennt mir eine Anzeigenabteilung, die anderes über ihre Leser behauptet), die heute so alt ist wie Ralf, der Urzeitkrebs, aus der zugegeben ziemlich guten Fernsehwerbung zur neuen YPS:</p>
<p><iframe width="589" height="331" src="http://www.youtube.com/embed/A1qgKQhbOPg?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><em>(Geschenkt, dass das gelogen ist, denn dass die Urzeitkrebse nie erwachsen wurden, weiß jeder, der sie einmal züchten wollte &#8211; siehe oben)<br />
</em><br />
Was kommt als nächstes? Die Bravo für die heute über 18-Jährigen? Ach nein, die gibt es ja schon. Sie heißt noch immer FHM.</p>
<p><em>P.S.: Es gab vor sieben Jahren schon einmal drei neue Ausgaben der YPS. Die erste hatte aber schon damals wegen ihrer lieblosen Mickrigkeit und ihren Druck- und Rechtschreibfehlern nicht mehr als ein müdes Durchblättern am Kiosk verdient.</em></p>
<p><em>*<a title="http://www.qlod.org/weltfrieden/?p=1927" href="http://www.qlod.org/weltfrieden/?p=1927" target="_blank">Nilz Bokelberg</a> und <a title="http://www.crackajack.de/2012/10/11/yps-is-back-and-it-sucks-urzeitkrebsballs/" href="http://www.crackajack.de/2012/10/11/yps-is-back-and-it-sucks-urzeitkrebsballs/" target="_blank">René Walter</a> zum Beispiel haben sich die neue YPS nun noch genauer angesehen.<br />
</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2980&amp;md5=aa32b67d30ad106e8184b97862ea6b93" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Weit weg von jeder Homepage</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Oct 2012 09:52:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2012/10/09/farfromhomepage/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/10/Farfromhomepage_Manuel_Scheidegger_Janosch_Asen_2012-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Farfromhomepage" title="Farfromhomepage_Manuel_Scheidegger_Janosch_Asen_2012" /></a><p><em>Aus der zitty-Serie “Berliner Internet-Start-ups”: Wie FarFromHomePage das Webbrowsing von seinen festgefahrenen Strukturen erlösen will<br />
</em></p>
<p>Der Name ihres Start-ups deutet es schon an: Mit gewöhnlichen Homepages wollen Manuel Scheidegger und Janosch Asen nichts zu tun haben. Feste Strukturen, die immer gleiche Navigation, Serverkosten und viel Speicherplatz – all das wollen sie mit <a title="Farfromhomepage.net" href="http://www.Farfromhomepage.net" target="_blank">FarFromHomePage</a> über Bord werfen.</p>
<p>Ihr Tool, das die beiden Firmengründer gerne als iMovie für das ganze Web beschreiben, soll ein Hub werden, das&#8230; <a href="http://fabian-soethof.de/2012/10/09/farfromhomepage/" class="read_more"><br />weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Aus der zitty-Serie “Berliner Internet-Start-ups”: Wie FarFromHomePage das Webbrowsing von seinen festgefahrenen Strukturen erlösen will<br />
</em></p>
<div id="attachment_2968" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/10/Farfromhomepage_Manuel_Scheidegger_Janosch_Asen_2012.jpg"><img class="size-full wp-image-2968" title="Farfromhomepage_Manuel_Scheidegger_Janosch_Asen_2012" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/10/Farfromhomepage_Manuel_Scheidegger_Janosch_Asen_2012.jpg" alt="Farfromhomepage" width="589" height="416" /></a><p class="wp-caption-text">Im Philosophiestudium an der FU lernten sie sich kennen, jetzt wollen sie das Internet revolutionieren: FarFromHomePage-Gründer Manuel Scheidegger und Janosch Asen</p></div>
<p>Der Name ihres Start-ups deutet es schon an: Mit gewöhnlichen Homepages wollen Manuel Scheidegger und Janosch Asen nichts zu tun haben. Feste Strukturen, die immer gleiche Navigation, Serverkosten und viel Speicherplatz – all das wollen sie mit <a title="Farfromhomepage.net" href="http://www.Farfromhomepage.net" target="_blank">FarFromHomePage</a> über Bord werfen.</p>
<p>Ihr Tool, das die beiden Firmengründer gerne als iMovie für das ganze Web beschreiben, soll ein Hub werden, das sich aus all dem bedient, was das weite bunte Internet zu bieten hat: Ein YouTube-Video hier, ein Soundcloud-Snippet da, eine Bilderfolge dort, eine Facebook-Wall in dieser Ecke, und so weiter. Der Privatuser soll sich so etwa sein eigenes virtuelles Wohnzimmer einrichten, in dem jeder seiner Freunde und Bekannten vorbeikommen und jeden Tag was anderes erleben kann; Unternehmen können ihr Portfolio, ihre Leistungen oder ihre Ambitionen interaktiv präsentieren. Ein Museum kann zum Beispiel zu einem virtuellen Streifzug laden, den es in der Realität so nie geben würde – auf einer Homepage, die keine ist.</p>
<p>Weil die Dateien alle irgendwo öffentlich im Netz rumliegen, hostet FarFromHomePage nichts selbst. Und genau darin stecken Chance und rechtliche Crux gleichermaßen: Wie beim US-Bilderdienst <a title="Pinterest.com" href="http://www.pinterest.com" target="_blank">Pinterest</a> machen sich dort User für ihre Zwecke Daten zu eigen, an denen sie die Rechte streng genommen nicht besitzen. Noch ist das eine Grauzone, eben weil FarFromHomePage ja nichts klaut oder klauen lässt, sondern bloß verlinkt – das YouTube-Video etwa liegt weiterhin auf den Google-Servern. Es müsse juristisch geklärt werden, ob ein neues Werk vorliegt oder nicht, sagte CTO Asen schon im Frühjahr dieses Jahres, ein paar Monate, nach dem er und CEO Scheidegger Ende 2011 die ersten Gehversuche ihres Projektes online stellten und Investoren und Business Angels suchten, die so wie sie an die Idee des „Creative Browsing“ glaubten, um das Internet endlich von seiner Geradlinigkeit zu befreien.</p>
<p><iframe width="589" height="331" src="http://www.youtube.com/embed/_ZhYd8luIM0?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Schwierig werden könnte die rechtliche Gemengelage auch beziehungsweise erst recht, wenn die beiden Firmengründer mit diesen Inhalten Geld verdienen wollen, etwa durch Werbung oder Premiumpakete. Aber wenn es durch diese Probleme nicht zu Fall gebracht wird, könnte FarFromHomePage vieles gleichzeitig werden: ein asynchroner Aggregator für Surfentdeckungen, ein Aufbereiter von Inhalten, ein Tool des neuen Erzählens im Netz.</p>
<p><a title="Farfromhomepage.net" href="http://www.Farfromhomepage.net" target="_blank">Farfromhomepage.net</a></p>
<p><em>(erschienen in: <a title="zitty.de" href="http://zitty.de" target="_blank">zitty</a>, 20/2012, 20. September, S. 70)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2947&amp;md5=a3c3424b00f07d91268443ef74b9f05a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Hauptsache Berlin</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2012/10/09/hauptsache-berlin/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Oct 2012 08:32:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p><em>Öl ins Feuer aller soge- und selbsternannten Gentrifizierungsgegner: Folgende Nachricht aus Brasilien erreichte mich letzte Woche Dienstag (!) via Facebook.</em></p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="id.312220232219015">
<div>
<div>
<blockquote><p>Hi Fabian! How are you doing?</p>
<p>I am XXXX&#8217;s friend. She gave me your contact.</p>
<p>I  have going to Berlin <strong>on thursday</strong> and I am looking for a place to stay  until I can find a room to rent. By any chance is it possible to stay  with you for a few days? Maybe</p></blockquote></div></div></div><p>&#8230; <a href="http://fabian-soethof.de/2012/10/09/hauptsache-berlin/" class="read_more"><br />weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Öl ins Feuer aller soge- und selbsternannten Gentrifizierungsgegner: Folgende Nachricht aus Brasilien erreichte mich letzte Woche Dienstag (!) via Facebook.</em></p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="id.312220232219015">
<div>
<div>
<blockquote><p>Hi Fabian! How are you doing?</p>
<p>I am XXXX&#8217;s friend. She gave me your contact.</p>
<p>I  have going to Berlin <strong>on thursday</strong> and I am looking for a place to stay  until I can find a room to rent. By any chance is it possible to stay  with you for a few days? Maybe until monday?</p>
<p>I don&#8217;t know if XX  told me why I am going to Berlin but the main reason is to study  cinematography and try to find a job as a director of photography (Film  movies, commercials and TV Series). Do know anyone in this working field  in Berlin that I could contact? Do you know as well someone the might  need a room mate?</p>
<p>Thanks a lot for your attention!</p></blockquote>
</div>
</div>
</div>
<p style="text-align: right;"><em>(Namens-Auskreuzungen und Hervorhebung von mir)</em></p>
<p>Ihre Vorurteile über Berlin-Touristen und -Zugezogene setzen Sie bitte hier ein: _________________</p>
<p>***</p>
<p><em>Update 1:<br />
Höflich wie ich bin, habe ich dem Absender, Y., einen Kontakt für eine mögliche Zwischenmiete gegeben. Seine Antwort:</em></p>
<blockquote><p>&#8220;(&#8230;) I am waiting for my EU citizen to come out. If it works it can stay for a  long term. Otherwise I will be back home in maybe 3 months or so.&#8221;</p></blockquote>
<p><em>Update 2:<br />
Die potentielle Zwischenvermieterin hat Kontakt mit Y. aufgenommen. Seine Antwort:</em></p>
<blockquote><p>&#8220;(&#8230;) Is it EUR 500 for the whole 55 days? If yes, sounds good. I am interested. I would like to meet your friend and take a look at the apartment if it is possible.</p>
<p>Danke!&#8221;</p></blockquote>
<p><em>Und sie:<br />
</em></p>
<blockquote><p>
&#8220;Dear Y,</p>
<p>No, I&#8217;m afraid that&#8217;s the monthly rent. Welcome to gentrified Neukölln&#8230;&#8221;</p></blockquote>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2957&amp;md5=32d8652a9a2508f6f036dd23c2804054" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>„Wir führen keinen Kleinkrieg gegen HRS“</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2012/07/26/justbook/</link>
		<comments>http://fabian-soethof.de/2012/07/26/justbook/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Jul 2012 16:11:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2012/07/26/justbook/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/04/JustBook-Gründer-Gruppe-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="JustBook" title="JustBook-Gründer-Gruppe" /></a>Aus der zitty-Serie “Berliner Internet-Start-ups”: Wie JustBook Hotelübernachtungen als Last-Minute-Schnäppchen anbietet]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Aus der zitty-Serie “Berliner Internet-Start-ups”: Wie JustBook Hotelübernachtungen als Last-Minute-Schnäppchen anbietet<br />
</em></p>
<p>Die gute Werbung war ihnen plötzlich sicher. Nur wenige Wochen, nachdem JustBook am 16. Januar dieses Jahres ihre Smartphone-App für Last-Minute-Hotelbuchungen launchten, erwirkte das Berliner Start-up beim Düsseldorfer Oberlandesgericht eine einstweilige Verfügung gegen HRS. Der Vorwurf: Der bisherige Platzhirsch der Branche nutze seine monopolartige Dominanz, um von Hoteliers Bestpreisbindungen zu verlangen, die andernfalls aus dem Buchungspool des Marktführers fliegen würden. Das Bundeskartellamt mahnte HRS deswegen ab. „Wir führen keinen Kleinkrieg gegen HRS, die machen gute Arbeit,“ sagt JustBook-Geschäftsführer Stefan Menden und beschwichtigt die Gemengelage, „ aber sie haben ihre Marktmacht ausgenutzt.“</p>
<p>Die IOS- und Android-App von JustBook ist einfach, das Geschäftsmodell dahinter naheliegend: Nicht mehr und nicht weniger als drei ausgewählte Hotels in vier Preisklassen werden dort täglich ab 12 Uhr pro Stadt zur Buchung freigegeben, mit einem Preisnachlass zwischen 30-50 Prozent. Deals sozusagen, Last Minute eben. Die Hotels werden ihre freien Betten in einem kleinen geschützten Kanal los, JustBook kann deshalb im Kleinen bieten, was andere, auch HRS, im Großen so nicht bieten. In der Metropole Berlin etwa kann der Spontanbucher vor der Hotelauswahl zwischen Mitte/Ost und West wählen, dann zwischen „Luxury“, „Upscale“, „Design“ und „Comfort“, ab 70 Euro pro Nacht. Für Backpacker und andere Low-Budget-Reisende ist das nichts, eher für Geschäftsreisende, die einen „gewissen Lifestyle pflegen, der Marke vertrauen und nicht in den Gasthof Krone wollen“, wie Menden es sagt. Neben Berlin sind Buchungen aktuell in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München, Dresden, Leipzig und Wien möglich, weitere Großstädte sollen folgen.</p>
<div id="attachment_2847" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/04/JustBook-Gründer-Gruppe.jpg"><img class="size-full wp-image-2847" title="JustBook-Gründer-Gruppe" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/04/JustBook-Gründer-Gruppe.jpg" alt="JustBook" width="589" height="506" /></a><p class="wp-caption-text">In der Hotelbranche muss man Anzug tragen: Stefan Menden (l.) und seine JustBook-Mitgründer</p></div>
<p>In der Schlüterstraße am Ku’damm arbeiten derzeit rund 20 Programmierer und Vertriebler an <a title="JustBook.com" href="http://www.justbook.com" target="_blank">JustBook</a>. Die Idee dazu kam Menden, der wie seine vier Mitgründer vorher andere Start-ups aufzog, als der gebürtige Rheinländer regelmäßig seine Freundin in Freising besuchte. Den Kinobesuch oder das Abendessen in München nach der letzten S-Bahn planen, nein, man wolle ja schon mal spontan länger bleiben. „Buchungsportale gab es viele, aber allesamt mit zu vielen Möglichkeiten“, erinnert er sich. Praktisch und übersichtlich sei davon nichts gewesen.</p>
<p>Die Finanzierung soll allein durch Vermittlungsprovision erfolgen &#8211; und im Vorfeld natürlich durch Investoren, die Gründer von DailyDeal etwa. Gesponserte Platzierungen, Städtetrips, Mietwagen, Mobile Ads, all das will Menden in seiner App nicht anbieten, er setzt auf ein schlichtes und funktionierendes Produkt. Ein Bewertungssystem für Kunden ist in Planung. Und beides wäre noch bessere Werbung als jede Klage.</p>
<p><em>(erschienen in: <a title="www.zitty.de" href="http://www.zitty.de" target="_blank">zitty 16/2012)</a></em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2844&amp;md5=c07fe66d5ba9341b41cc6a60c12e1d35" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Die Grande Dame des Bombast-Pop</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2012/07/26/florence-and-the-machine/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Jul 2012 16:02:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2012/07/26/florence-and-the-machine/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/07/Florence-And-The-Machine-Dachkonzert-tapetv-Universal-150x150.png" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Florence Welch" title="Florence And The Machine Dachkonzert tapetv Universal" /></a>Mode-Ikone Florence Welch bestätigt mit Orchester in der Berliner C-Halle ihren Ruf als Dämonen bekämpfende Engelserscheinung und Lieblingsmädchen von nebenan.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Mode-Ikone Florence Welch bestätigt mit Orchester in der Berliner C-Halle im April dieses Jahres ihren Ruf als Dämonen bekämpfende Engelserscheinung und Lieblingsmädchen von nebenan.</em></p>
<div id="attachment_2935" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/07/Florence-And-The-Machine-Dachkonzert-tapetv-Universal.png"><img class="size-full wp-image-2935" title="Florence And The Machine Dachkonzert tapetv Universal" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/07/Florence-And-The-Machine-Dachkonzert-tapetv-Universal.png" alt="Florence Welch" width="589" height="393" /></a><p class="wp-caption-text">Die nahbare Königin: Florence Welch, hier ganz casual bei einem Berliner Dachkonzert im Herbst 2011, aber nicht weniger beeindruckend (Foto: tape.tv/Universal)</p></div>
<p>Seit Karl Lagerfeld Florence Welch zu seiner Muse erklärt hat, liegt die Modewelt der 25-Jährigen zu Füßen. Entsprechend stilbewusst steht das Publikum des seit fünf Monaten ausverkauften Konzerts vor der Berliner C-Halle Schlange: Stylomädchen, Fashionblogger, Hipsterpärchen, die Checker aus der letzten Reihe. Da kann man sich schon mal kurz Sorgen machen: Geht es hier auch noch um Musik oder interessieren sich diese Menschen nur für die Abendgarderobe der Londonerin?</p>
<p>Das erste Mal kommt Welch (Klamotten: casual) auf die Bühne, nachdem die Vorband Spector sich durch eine anbiedernde Version von „Shake It Out“ polterte. Die Gecoverte bedankt sich und verschwindet. Eine Stunde später und unter frenetischem Jubel erscheint sie wieder, die Grande Dame des Bombast-Pop, mit nichts als ihrem Stimmwunder und einem weißen Engelskleid. Hinter ihr und vor einem Kirchenglas-Imitat baut sich eine siebenköpfige Band an Gitarre, Harfe, Orgel, Pauken und Percussion, Bass, Schlagzeug, Tasten und Backgroundmikrofon auf. Und so sehr diese Band den Sound zu dem Theater macht, das er ist, so sehr bleibt Welch der magnetisierende Mittelpunkt der folgenden 80 Minuten.</p>
<p>Mit „Only If For A Night“, dem programmatischen Opener ihres zweitens Albums Ceremonials und des Abends, gibt sie dessen Takt vor. Sie zelebriert den Song, als ob es bereits der letzte wäre. Sie tanzt, hüpft herum, wirft die ausladenden Arme ihres Kostüms wie Flügel durch die Gegend – und verfängt sich im menschlichsten Moment darin –, erhebt und verneigt sich, steht dann wieder still da, breitet die Arme aus wie eine Prophetin vorm Jüngsten Gericht, umarmt die Welt, wendet sich von ihr ab, singt voller Inbrunst düstere Zeilen wie „Looking for heaven, found the devil in me“, sucht Katharsis. Dann lacht sie wieder derb, erzählt Geschichten davon, dass sie ein bisschen Deutsch könne: „Ich habe eine Katze“, etwa, oder: „Ich habe ein Haus.“ „Das stimmt beides, ich lüge nicht“, sagt sie hinterher und lacht so laut und herzlich, dass man selbst hier an Hall und Dopplung glauben will. Kurzum: Sie ist eine nahbare Königin, ist Diva und das süße Mädchen von nebenan zugleich.</p>
<p>Manchmal kommt nicht jedes Wort und nicht jeder Ton in seiner eigentlichen Reinform an, „Shake It Out“ etwa klingt beinahe blechern. Der Stimmung tut das keinen Abbruch: Die Mädchen lächeln, ihre Freunde auch, sogar die Checker am Tresen haben ein Funkeln in den Augen. „Dog Days Are Over“ geht im Mitgeklatsche auf und unter, eine britische Frauenfußballgruppe pfeift und johlt, als seien sie im Stadion auf der Tribüne. Nein, der Abend ließ keinen kalt. Weil er von Florence inszeniert wurde, als ob es der letzte wäre. Und das macht Bühnenwunder schließlich aus.</p>
<p><a title="www.musikexpress.de" href="http://www.musikexpress.de" target="_blank"><em>(erschienen in: Musikexpress 6/2012, S. 106) </em></a></p>
<p><strong><em>Florence Welch im Interview, <a title="http://musik.brash.de/2011/10/31/florence-welch-ceremonials-interview/" href="http://musik.brash.de/2011/10/31/florence-welch-ceremonials-interview/" target="_blank">hier</a> und <a title="http://unterhaltung.de.msn.com/musik/news/ein-leben-als-musical-5" href="http://unterhaltung.de.msn.com/musik/news/ein-leben-als-musical-5" target="_blank">da</a></em></strong></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2925&amp;md5=3a31f7235bedfd5877ed1318d569605c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ein kleines Quäntchen Größenwahn</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2012/07/26/berlin-music-week-2012/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Jul 2012 15:37:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2012/07/26/berlin-music-week-2012/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/07/BMW12_2010_Flughafen_Tempelhof-150x150.png" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Das Berlin Festival 2010, schon dort im Rahmen der Berlin Music Week und auf dem stillgelegten Flughafen Tempelhof" title="BMW12_2010_Flughafen_Tempelhof" /></a>Ohne Popkomm, aber mit neuem Optimismus will die Berlin Music Week weg vom Messe-Image – und endlich hinein in das musikalische Herz der Stadt ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ohne Popkomm, aber mit neuem Optimismus will die Berlin Music Week weg vom Messe-Image – und endlich hinein in das musikalische Herz der Stadt </em></p>
<p>Anfang September soll es soweit sein. Dann wird die dritte Berlin Music Week (BMW) über die Bühnen der Hauptstadt gehen, aber sie wird dann ganz auf sich allein gestellt sein. Die Popkomm nämlich, einst einer der weltweit größten Branchentreffs der Musikindustrie, wird dieses Jahr „nicht im Rahmen der Berlin Music Week stattfinden“. So teilten es im Januar die Kulturprojekte Berlin, Veranstalter der Berlin Music Week, mit. Tatsächlich wird die Popkomm in diesem Jahr gar nicht stattfinden. Man wolle „konzeptionell neue Wege gehen“, <a title="http://www.tagesspiegel.de/kultur/musikwoche-berlin-music-week-dieses-jahr-ohne-popkomm/6087298.html" href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/musikwoche-berlin-music-week-dieses-jahr-ohne-popkomm/6087298.html" target="_blank">sagte eine Popkomm-Sprecherin</a>. Gemunkelt wird aber, dass die Messe gar keine Zukunft mehr hat.</p>
<p>Gewundert hat die Absage deshalb niemanden. Eine radikale Neuausrichtung der BMW, da sind sich alle Akteure einig, war und ist bitter nötig. Denn schon 2003, als die Branchenmesse Popkomm von Köln nach Berlin umzog, ging es der klassischen Musikindustrie schon längst nicht mehr so gut wie in den goldenen 90er-Jahren. 2009 legte sie eine Zwangspause ein, laut Popkomm-Gründer Dieter Gorny wegen den mit Internetpiraterie verbundenen Umsatzausfällen der Branchenteilnehmer. Tatsächlich aber hatten die damals großen Player zu lange versucht, an alten Geschäftsmodellen festzuhalten und so den rechtzeitigen Schritt ins digitale Zeitalter verpasst. Vermarktung im Internet wurde als Fluch, nicht als Chance begriffen; Standortwechsel allein halfen da wenig. Als Antwort auf diesen Ausfall gründeten Macher der hiesigen Musik- und Medienszene, darunter die Veranstalter der Internetkonferenz re:publica, die Konferenz all2gethernow. Die wiederum war 2010 und 2011 wie die Popkomm Teil der Berlin Music Week, die seit 2010 stattfindet, bislang aber Defizite in der öffentlichen Wahrnehmung aushalten musste. Zu zerfasert schienen die Parallelangebote von all2gethernow und Popkomm, zu dezentral das umfassende Programm aus Workshops, Panels und Konzerten. Selbst das Berlin Festival auf dem Tempelhofer Flughafen hatte mit seiner Aufgabe als öffentlichkeitswirksames Aushängeschild der BMW zu kämpfen und produzierte schlechte Presse: 2010 musste die Veranstaltung wegen Sicherheitsbedenken abgebrochen werden, danach wurden Vorwürfe an die Veranstalter laut.</p>
<div id="attachment_2930" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/07/BMW12_2010_Flughafen_Tempelhof.png"><img class="size-full wp-image-2930" title="BMW12_2010_Flughafen_Tempelhof" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/07/BMW12_2010_Flughafen_Tempelhof.png" alt="Das Berlin Festival 2010, schon dort im Rahmen der Berlin Music Week und auf dem stillgelegten Flughafen Tempelhof" width="589" height="393" /></a><p class="wp-caption-text">Das Berlin Festival 2010, schon dort im Rahmen der Berlin Music Week und auf dem stillgelegten Flughafen Tempelhof</p></div>
<p>Das alles weiß auch Björn Döring, von den <a title="http://www.kulturprojekte-berlin.de/" href="http://www.kulturprojekte-berlin.de/" target="_blank">Kulturprojekten Berlin</a> als BMW-Projektleiter eingesetzt. Gemeinsam mit der <a title="http://www.all2gethernow.de/" href="http://www.all2gethernow.de/" target="_blank">all2gethernow e.V.</a> hatte er Anfang März dieses Jahres ein Dutzend Vertreter der Verbände der Musikwirtschaft, BMW-Vertreter und einige Akteure aus der Musikszene zu einem Workshop ins Michelberger Hotel geladen. Einziger Tagespunkt des Brainstormings: die Neuerfindung der Berlin Music Week und die Beantwortung der Frage, wie man die Chance, dass die Popkomm ausfällt, nutzen kann. Da saßen sie plötzlich alle an einem Tisch, die Entscheider von Berlin Music Commission, Green Music Initiative, CTM Festival, Seedlab, all2gethernow, dem Verband unabhängiger Musikunternehmen und der einstige Universal-Boss Tim Renner. Sie dachten nach, stritten, argumentierten und tauschten gute und schlechte Erfahrungen von anderen Events aus wie etwa der „South By Southwest“ in Austin, Texas (gut) und der MIDEM in Cannes (schlecht). Einige waren sich alle Anwesenden darin, dass die BMW im Idealfall „eine Plattform für das, was in Berlin eh schon das ganze Jahr passiert“ (Döring) werden könnte, dass man die Euphorie, die Clubtouristen in Berlin spüren, aufgreifen müsse, dass das Konzept der Messe sowieso überholt sei, und dass fortan die Künstler im Mittelpunkt stehen sollten. Die Berlin Music Week 2012 sollte anders werden, die Botschaft lautete: hier wird über die Zukunft nachgedacht.</p>
<p>Aus diesem ersten Brainstorming ist nun ein handfestes Konzept geworden. Das Programm, das Mitte Juni auf einer Pressekonferenz im Spreespeicher an der Stralauer Allee, zwischen nhow-Hotel und Universal, vorgestellt wurde, steht zwar immer noch nicht bis in die letzte Clubecke. Die Macher aber waren fleißig – und haben aus der Vergangenheit gelernt. Zur Eröffnung am 5. September spielen das Filmorchester Babelsberg und verschiedene Bands im Tempodrom auf. Es folgen „Word On Sound“-Debatten in Postbahnhof und Spreespeicher, Berlin Festival mit The Killers, Franz Ferdinand, Sigur Ros, Paul Kalkbrenner, Kraftklub u.v.m. am Tempelhofer Flugfeld, New Music Award 2012 im Admiralspalast, Blogger- und Songwritercamps im Michelberger und nhow-Hotel, Clubabende in Lido, Magnet, Watergate und Co: Berlins neues Medienzentrum zwischen Oberbaumbrücke und Schlesischem Tor soll zum Mittelpunkt der neuen BMW werden.</p>
<p>„Die wichtigsten Geschäfte passieren morgens um drei an der Bar“, sagt Döring über die Absage an Messekonzepte und will auf seiner BMW auch keinen Betroffenheitstalk über die kränkelnde Branche: „Ich kann all das Krisengerede nicht mehr hören.“ Die BMW soll Vernetzungsformate bieten für die, „die damit Geld verdienen oder verdienen wollen“, der Künstler solle im Zentrum stehen. Von Auftritten in Kreuzberger Wohnzimmern über Dachkonzerte des Online-Musiksenders tape.tv an der Spree bis hin zur Silent Disco in Tempelhof mit über 10.000 Kopfhörern haben sich die Kooperationspartner und Gastgeber tatsächlich viel Großes und Kleines vorgenommen, dessen Gegensätze und Bandbreite sie einhellig begeistert wie vollmundig als „kleines Quäntchen Größenwahn“ umreißen.</p>
<p>Ob die Zukunft so großartig wird, wie sie scheint, wird man im September sehen. Neben Döring saß auch Christoph von Knobelsdorff auf dem Podium der Pressekonferenz. Knobelsdorff ist Staatssekretär für Wirtschaft, Technologie und Forschung. Außerdem ist er neuerdings Stammgast bei allen öffentlichkeitswirksamen Groß-Veranstaltungen, die vom Berliner Senat gefördert werden. Auch er weiß zu sagen, dass das Konzept Musikmesse nicht mehr funktioniere, es deshalb toll wäre, das weiterzudenken und dass der Senat will, dass hier Geschäfte entstehen. Die Förderung der Berlin Music Week sei mit 500.000 Euro pro Jahr für die nächsten zwei Jahre schon gesichert, nach Fashion Week und Web Week sieht Knobelsdorff die Zukunft der BMW gar als eine Art „Berlinale der Musik“. Scheinbar gute Nachrichten – aber er hat auch Pläne, die eigentlich gar nicht im Interesse der BMW-Veranstalter liegen dürften: Knobelsdorff denkt laut darüber nach, die alljährliche Verleihung des deutschen Musikpreises „Echo“ ebenfalls unter dem BMW-Dach zu organisieren, weil „die Branche dann eh schon in der Stadt ist“. Doch der „Echo“ steht eben nicht für die Zukunft, nicht für Innovation, sondern ist Symbol einer sterbenden Branche, die sich an überkommene Vorstellungen klammert. Bisher scheitert das Vorhaben allerdings an der Terminfindung. Doch eine „Spring Conference“, ein gemeinsam von <a title="http://www.berlin-music-week.de/" href="http://www.berlin-music-week.de/" target="_blank">BMW</a> und „Echo“ organisierter Warm-Up, sei für das nächste Frühjahr immerhin bereits geplant.</p>
<p><em>(erschienen in:<a title="http://www.zitty.de/bloss-ein-quantchen-grossenwahn.html" href="http://www.zitty.de/bloss-ein-quantchen-grossenwahn.html" target="_blank"> zitty, 15/2012</a>)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2920&amp;md5=58ac3d0d38763248c732fedfc972f231" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Vorherrscher der Dancefloors</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Jul 2012 16:51:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2012/07/01/native-instruments/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/07/NI_Haver_Galic-150x150.png" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Native Instruments" title="NI_Haver_Galic" /></a>Wie der Instrumentenhersteller Native Instruments vom Start-up zu einem internationalen Unternehmen wurde]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eine Erfolgsgeschichte, die außerhalb ihrer Nische noch keine ist: Wie der Berliner Instrumentenhersteller Native Instruments die elektronische Musik und den Medienstandort Berlin mit verändert und vom Start-up zu einem internationalen Unternehmen wurde</em></p>
<p>Für einen Weltmarktführer haben sie sich gut versteckt. Im vierten Stockwerk eines Nebeneingangs im dritten Innenhof eines Kreuzberger Altbau-Komplexes befindet sich der kleine Empfang von Native Instruments, und auch dort oben kann man sich verlaufen. Über lange weiße Flure, dutzende Büroräume, zwischen Computern, Kisten, Kabeln und Testprodukten und hinter Nebentüren, Hausübergängen, Treppen und Aufzügen findet man in insgesamt rund 14 Etagenteilen über 270 Mitarbeiter – und von der Schlesischen Straße aus den Eingang kaum. „Wir fühlen uns hier wohl“, sagt der gut gelaunte Geschäftsführer Daniel Haver in seinem Büro mit Blick auf Universal, MTV und das Musikhotel „nhow“, „wir sind hier schließlich im Medienzentrums Berlins“. Von hier aus schickt seine Firma Native Instruments seit zwölf Jahren DJ- und Produktionstools in die Clubs und Studios dieser Welt. An den verschachtelten Räumlichkeiten des Hauptquartiers ist bloß sein Wachstum schuld.</p>
<div id="attachment_2918" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/07/NI_Haver_Galic.png"><img class="size-full wp-image-2918" title="NI_Haver_Galic" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/07/NI_Haver_Galic.png" alt="Native Instruments" width="300" height="403" /></a><p class="wp-caption-text">Der Visionär und der Geschäftsmann: Mate Galic und Daniel Haver von Native Instruments (Foto: Native Instruments)</p></div>
<p>Die Geschichte von Native Instruments ist eine dieser Berliner Hinterhof-Geschichten, die längst keine mehr ist. 1996 gründen Stephan Schmitt und Volker Hinz die Firma in Berlin und entwickeln den modularen Software-Synthesizer Generator, ein Jahr später holen sie den Hamburger Grafiker und Webdesigner Daniel Haver mit an Bord. Der erkennt die generationswechselnde Industrie dahinter, übernimmt bald die Unternehmensleitung und rekrutiert den damaligen Techno-DJ und Viva-Moderator Mate Galic. Seitdem führen beide Native Instruments, der eine als CEO, Unternehmer und Macher, der andere als CTO, Tüftler und Vordenker. „Ich war als DJ irgendwann an dem Punkt, wo sich die Musik weiterentwickelte, die Tools aber die gleichen waren“, sagt der 37-jährige Galic. „Dann kam der Computer, der immer schneller wurde und der Anruf von Daniel. Das war ein Wendepunkt bei mir.“ Im Jahre 2000 ziehen sie in die Höfe am Spreeufer, eröffnen zwei Jahre später eine Niederlassung in Los Angeles, beschäftigen 2003 60 Mitarbeiter und bis heute alleine 50 in Kalifornien, insgesamt also über 320. Schmitt und Hinz fungieren beide noch als Gesellschafter, Hinz arbeitet heute in der Entwicklungsabteilung der Firma, die er einst mitbegründete.</p>
<p>Das Kerngeschäft von Native Instruments war und ist die Entwicklung und Herstellung elektronischer Musikinstrumente für Produzenten und DJs. Aus ihrem ersten Produkt Generator entwickelten sie die Produktions-Software Reaktor. Ihr Verkaufsschlager ist seit 2001 Traktor, eine Software, die es DJs erlaubt, zwei und mehr Kanäle über einen Computer zu steuern und somit das Schleppen und Auflegen von CDs und Schallplatten zumindest aus technischem Anspruch heraus überflüssig macht. „Der Gedanke: ‚Scheiße, unsere Ideen können wir ja noch gar nicht umsetzen‘‚ treibt uns seit 15 Jahren an“, sagt Haver. Heute macht das Unternehmen 70 Prozent seines Umsatzes mit so genannten Systemprodukten, also mit Software-unterstützter Hardware wie Controllern, und 30 Prozent mit reiner Software.</p>
<p>Ihre berühmtesten Kunden zählen sie schon lange nicht mehr auf. Klar, Typen wie Madonna-Produzent Timbaland gehen hier ein und aus, David Guetta spielt mit Traktor seine Tour, auch Chicago-House-Legende Felix Da Housecat, Metallica und Ibizas aktueller DJ-Überflieger Luciano nutzen ihre Produkte. „Es gibt aber sowieso keinen professionellen Produzenten, der nicht irgendetwas von unseren Instrumenten einsetzt“, behauptet der 45-jährige Haver.</p>
<p>Tatsächlich gibt es in der High-End-Nische, in der Native Instruments sich bewegt, nicht viel Konkurrenz. Am ehesten nennen DJs da noch Ableton, 1999 von zwei ehemaligen Native Instruments-Mitarbeitern gegründet und neben Native Instruments und Soundcloud die dritte große erfolgreiche Berliner Musikfirma. Sascha Schlegel ist einer dieser DJs. Der 26-jährige Radiomoderator legt seit sieben Jahren in Berliner Clubs auf, im Berghain, NBI und Cookies etwa, regelmäßig im Magnet und im White Trash. Traktor nutzt er wegen der Praktikabilität, des Preis-Leistungs-Verhältnisses, dem Support und dem „Vinyl-Gefühl der Oberflächen-Bedienung“. „Als Indie-DJ, der nur Hits abfeuert, brauchst du es nicht“, sagt Schlegel, unter Elektro-DJs aber seien Soft- und Hardware tatsächlich weit verbreitet. Seine Kritik: Der Support für ältere Produkte würde irgendwann eingestellt werden im „Versuch, Geld rauszuschlagen“. Und hier und da ist ihm das Programm vor lauter Samples und Spielereien bald zu überfüllt.</p>
<p>Die 16-jährige Erfolgsgeschichte von Native Instruments erlebte auch ihre Rückschläge. Mit der Dotcom-Blase hatten Haver und Galic zu ebenso zu kämpfen wie, noch davor, mit der Einstellung ausländischer Mitarbeiter, die heute Berlin erst zu dem Start-up-Hotspot macht, der die Stadt ist. Piraterie war bis Mitte der Nuller Jahre ein Problem, bis sie auch Hardware produzierten und Apples Betriebssystem OSX salonfähig wurde. Und die Rezession sei auch jetzt wieder spürbar, in Südeuropa etwa verkaufen sie wegen der Euro-Krise aktuell halb so viele Produkte wie im Vorjahr. Auch wenn die Einstiegshürden ins digitale Musikmachen heute viel geringer sind als in den Neunzigern, muss das Ziel lauten: Die Öffnung aus der Nische, hin zu Consumer-Produkten, um weiter wachsen zu können.</p>
<p>Ihre Hauptquartierslage in Berlin hat <a title="http://www.native-instruments.com" href="http://www.native-instruments.com" target="_blank">Native Instruments</a> jedoch schon immer geholfen. Gerade in den letzten Jahren hat sich der Kiez rund um das Schlesische Tor dank Clubs wie Lido, Magnet, Watergate, Hallen wie Arena, Postbahnhof und 02-World, Indie- und Majorlabels, PR- und Werbe-Agenturen sowie Bars tatsächlich derart zum Musik- und Medienzentrum Berlins entwickelt, dass auch die Berlin Music Week Anfang September den Großteil ihrer Konzerte, Debatten und Workshops dort zentralisiert. „Wenn wir Sachen testen müssen, gehen wir ins Watergate und hören die auf der großen Anlage ab“, sagt Galic und grinst, „Berlin ist ein geiler Standort, es gibt keinen Grund, hier wegzugehen“, sagt Haver. Aber ein weiteres Büro in Tokio, das sei schon geplant.</p>
<p><em>(erschienen in: <a title="http://www.zitty.de/allein-in-der-high-end-nische.html" href="http://www.zitty.de/allein-in-der-high-end-nische.html" target="_blank">zitty 14/2012, 28. Juni 2012, Seite 70-71</a>)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2913&amp;md5=47d61b82f48a09ebd25dcbcb00db074f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wie Instagram für Bewegtbild</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2012/05/30/wie-instagram-fur-bewegtbild/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 May 2012 14:52:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2012/05/30/wie-instagram-fur-bewegtbild/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/05/Screenshot_iPhone_Videoapps_589-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Foto- und Videoapps" title="Screenshot_iPhone_Videoapps_589" /></a>Socialcam, Viddy, Cinemagram: Mehrere Video-Apps sollen werden, was Instagram für Fotos ist – mit Hilfe von Effekten, Filtern und der Anbindung an soziale Netzwerke.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Socialcam, Viddy, Cinemagram: Mehrere Video-Apps sollen werden, was Instagram für Fotos ist – mit Hilfe von Effekten, Filtern und der Anbindung an soziale Netzwerke.<span id="more-2892"></span></em></p>
<div id="attachment_2893" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/05/Screenshot_iPhone_Videoapps_589.jpg"><img class="size-full wp-image-2893" title="Screenshot_iPhone_Videoapps_589" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/05/Screenshot_iPhone_Videoapps_589.jpg" alt="Foto- und Videoapps" width="589" height="471" /></a><p class="wp-caption-text">Etliche Foto- und Videoapps: Vielleicht ist in diesem Bild das kommende Instagram für Bewegtbild versteckt. Vielleicht auch nicht. (Screenshot) </p></div>
<p>Es herrscht wieder einmal Goldgräberstimmung unter den Start-ups im Silicon Valley und dem Rest der Welt, seit Facebook im April die Foto-App Instagram für eine Milliarde US-Dollar <a title="http://www.zeit.de/digital/mobil/2012-04/facebook-instagram-mobile-community" href="http://www.zeit.de/digital/mobil/2012-04/facebook-instagram-mobile-community" target="_blank">gekauft hat</a>. Mit Video-Apps, so die naheliegende Annahme, müsste sich diese Erfolgsgeschichte wiederholen lassen. Der Markt ist umkämpft, die Über-App noch nicht gefunden. Einige versuchen es mit Spielereien, wie sie auch Instagram bietet.</p>
<p>Das bloße Aufnehmen und Teilen von Clips leisten Dienste wie Tout, Klip, Captimo und Mobli längst, wobei Mobli eigentlich eine Fotoapp ist. Wie bei Twitter können die Nutzer dieser Apps Freunden, fremden Menschen, Institutionen und Rubriken folgen. Eigene Videos können aus der App heraus gefilmt oder aus dem Smartphone-Speicher ausgewählt werden, mit einem Kommentar oder einer Ortsmarkierung versehen und dann gepostet werden.</p>
<p><a title="Socialcam.com" href="http://www.socialcam.com" target="_blank">Socialcam</a> und <a title="viddy.com" href="http://www.viddy.com" target="_blank">Viddy</a> aber gehen einen Schritt weiter. Sie personalisieren, verfremden und pseudo-individualisieren die Aufnahmen im Grunde so, wie Instagram das mit Bildern tut&#8230;</p>
<p><strong>Weiterlesen auf <a title="http://www.zeit.de/digital/mobil/2012-05/video-apps-socialcam-viddy-cinemagram" href="http://www.zeit.de/digital/mobil/2012-05/video-apps-socialcam-viddy-cinemagram" target="_blank">ZEIT Online: “Gesucht wird das Instagram für Bewegtbilder”</a></strong></p>
<p><em>(erschienen bei: ZEIT Online, 16. Mai 2012)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2892&amp;md5=4c7fd13398a6b4bf4cb863a26365646a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Listenwahn 2011: Die Alben des Jahres</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2012/05/28/listenwahn-2011-die-alben-des-jahres/</link>
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		<pubDate>Mon, 28 May 2012 15:44:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Was ich zumindest mir nach den <a title="http://fabian-soethof.de/2012/01/24/listenwahn-2011-die-filme-des-jahres/" href="http://fabian-soethof.de/2012/01/24/listenwahn-2011-die-filme-des-jahres/">Filmen</a> und <a title="http://fabian-soethof.de/2012/03/04/listenwahn-2011-die-serien-des-jahres/" href="http://fabian-soethof.de/2012/03/04/listenwahn-2011-die-serien-des-jahres/">Serien</a> und nunmehr fünf Monaten des laufenden Jahres noch schuldig war: Meine Lieblingsplatten 2011. Lalala.<span id="more-2650"></span></p>
<p><strong>1. Bon Iver &#8211; &#8220;Bon Iver&#8221;</strong></p>
<p>Vier Jahre lang hatten sie und du und ich und wir alle auf den Nachfolger von &#8220;For Emma, Forever Ago&#8221;, dem nahbarsten Songwriterdebüt der letzten zehn Jahre, in dem es <a title="http://sallys.net/Musik/Stories/Detail/157633/Bon-Iver,Von-Emma-und-anderen-Orten/" href="http://sallys.net/Musik/Stories/Detail/157633/Bon-Iver,Von-Emma-und-anderen-Orten/" target="_blank">laut Justin Vernon</a> selbst mitnichten um Trennung gegangen sei, warten müssen. Und dann&#8230; <a href="http://fabian-soethof.de/2012/05/28/listenwahn-2011-die-alben-des-jahres/" class="read_more"><br />weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was ich zumindest mir nach den <a title="http://fabian-soethof.de/2012/01/24/listenwahn-2011-die-filme-des-jahres/" href="http://fabian-soethof.de/2012/01/24/listenwahn-2011-die-filme-des-jahres/">Filmen</a> und <a title="http://fabian-soethof.de/2012/03/04/listenwahn-2011-die-serien-des-jahres/" href="http://fabian-soethof.de/2012/03/04/listenwahn-2011-die-serien-des-jahres/">Serien</a> und nunmehr fünf Monaten des laufenden Jahres noch schuldig war: Meine Lieblingsplatten 2011. Lalala.<span id="more-2650"></span></p>
<p><strong>1. Bon Iver &#8211; &#8220;Bon Iver&#8221;</strong></p>
<p>Vier Jahre lang hatten sie und du und ich und wir alle auf den Nachfolger von &#8220;For Emma, Forever Ago&#8221;, dem nahbarsten Songwriterdebüt der letzten zehn Jahre, in dem es <a title="http://sallys.net/Musik/Stories/Detail/157633/Bon-Iver,Von-Emma-und-anderen-Orten/" href="http://sallys.net/Musik/Stories/Detail/157633/Bon-Iver,Von-Emma-und-anderen-Orten/" target="_blank">laut Justin Vernon</a> selbst mitnichten um Trennung gegangen sei, warten müssen. Und dann wurden &#8220;Bon Iver&#8221; und sein Schöpfer endgültig zu dem, was sie vorher schon waren: ein Album und ein Mann, auf das und den sich mit Ansage Fans, Kritik und Feuilleton einigten. Vernon trug wohl nur zufälligerweise auch einen Bart, solche Männer waren 2011 ja ohnehin beliebt. Mein Lieblingssong, vielleicht sogar des Jahres: &#8220;Perth&#8221;. Pathetisch, prätentiös und großartig.</p>
<p><iframe width="589" height="331" src="http://www.youtube.com/embed/9hQG8O982J0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>2. Ja, Panik &#8211; &#8220;DMD KIU LIDT&#8221;</strong></p>
<p>Die Dandys der deutschsprachigen Pop-Boheme. <a title="http://fabian-soethof.de/2011/04/02/ja-panik-sich-dem-absurden-unterwerfen/" href="http://fabian-soethof.de/2011/04/02/ja-panik-sich-dem-absurden-unterwerfen/">Andreas Spechtl</a> singt frei nach Falco in breitestem Flaneurs-Denglisch mit österreichischem Dialekt, Ja, Panik zitieren dabei Roxy Music, Mick Jagger, Pete Doherty und all das, was man gemeinhin mal Hamburger Schule nannte &#8211; und gehören seit ihrem Umzug nach Berlin, der Freundschaft zu ihrem Label Staatsakt und Musikern wie Christiane Rösinger und Die Türen sowie ihrem 15-minütigem Titelsong DMD KIU LIDT (Die Manifestation des Kapitalismus in unserem Leben ist die Traurigkeit), ein Manifest wider der Gleichgültigkeit, endgültig zur Speerspitze intelligenter Diskurs-Musik. Zweitbester Song des Jahres: &#8220;Nevermind&#8221;.</p>
<p><iframe width="589" height="331" src="http://www.youtube.com/embed/4o8fXW2vhGY" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>3. Foo Fighters &#8211; &#8220;Wasting Light&#8221;</strong></p>
<p>ROCK. Weiße Limousinen und Lemmy Kilmister. Pat Smear. <a title="http://musik.brash.de/articles/detail/foo_fighters_wasting_light/" href="http://musik.brash.de/articles/detail/foo_fighters_wasting_light/" target="_blank">&#8220;Wasting Light&#8221;</a> ist tatsächlich das beste Album der Foo Fighters seit ihrem &#8217;97er-Meilenstein &#8220;The Colour And The Shape&#8221;. Das liegt natürlich auch an selbst für Grohl&#8217;sche Verhältnisse allzu gefälligen Corporate Rock-Alben wie &#8220;Echoes, Silence, Patience, Grace&#8221;, aber zuerst an der wiedergefundenen Brachialität, Rohheit, Härte, dem Spaß an der Destruktion und entsprechend lauten Songs wie &#8220;Bridge Is Burning&#8221; auf der einen, und Foo Fighters-Ohrwürmern mit Knaller-Hooklines wie <a title="http://www.tape.tv/musikvideos/Foo-Fighters/Walk" href="http://www.tape.tv/musikvideos/Foo-Fighters/Walk" target="_blank">&#8220;Walk&#8221;</a> auf der anderen Seite. Und dann ist dieser Dave Grohl auch immer noch so ein arschcooler Typ.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/24757253?title=0&amp;byline=0&amp;color=ffffff" width="500" height="281" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>
<p><strong>4. K.I.Z. &#8211; &#8220;Urlaub fürs Gehirn&#8221;</strong></p>
<p>Rapmusik und Millieustudie mit dreifachem Boden: Ja, K.I.Z. singen auf semantischer Ebene über und gegen Schwule, Arbeitslose, Frauen und dem Stammtisch nach dem Mund. Ja, das klingt so knallhart, weil die Satire dahinter &#8211; K.I.Z. sind übrigens Mitglied in Martin Sonneborns &#8220;Die Partei&#8221; &#8211; wie jede gute Satire nicht als Satire erklärt wird. Und oh nein: die Kids auf den Konzerten hängen K.I.Z. selbst bei Hitler-Shoutouts und Schlager- und Volksmusikanleihen im Popkorsett derart an den Lippen, dass man selbst staunend und verängstigt dasteht. Vielleicht ist dieses Publikum besonders dumm, vielleicht besonders schlau. Vielleicht hat sich die Verwendung von Wörtern und Vergleichen in bestimmten Altersklassen auch schlichtweg so weit weg von ihrem Ursprung bewegt, dass man beides nicht behaupten kann. Nur am Stammtisch kann man noch viel behaupten.</p>
<p> <iframe width="589" height="331" src="http://www.youtube.com/embed/U9eCO4u123M" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>5. Death Cab For Cutie &#8211; &#8220;Codes And Keys&#8221;</strong></p>
<p>Kein einziger Hit, kein &#8220;Transatlanticism&#8221;, nicht mal Teeniepop, aber ein schleichendes Album einer prinzipiell ewigen Lieblingsband, das man hunderte Male durchhören kann, an keiner Stelle weiß, welchen Song man da gerade hört und das auch gar nicht wissen will, weil &#8220;Codes And Keys&#8221; an jeder Stelle und immer wieder homogen, erhaben und durchdacht erscheint. Repeat.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/22874959?title=0&amp;byline=0&amp;color=ffffff" width="589" height="331" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>
<p><strong>6. Jupiter Jones &#8211; &#8220;Jupiter Jones&#8221;</strong></p>
<p>Majordebüt einer Band, die mich lange begleitete und die schon auf ihren drei in Eigenregie gestemmten Alben davor durch Punkrock im Geiste und einem Gespür für Popsongwriting in den Melodien und Texten auffiel. Der sensationelle Erfolg nach zehn Jahren Ackerei ist dank der Radioballade &#8220;Still&#8221; nun also nur konsequent und von Herzen vergönnt &#8211; und gleichzeitig schade, weil die krachenden Emopunkrocknummern der ersten Stunden (&#8220;Endorphinbatterie&#8221;, irgendwer?) entweder ganz untergehen oder so glattpoliert wiederveröffentlicht werden, wie es der neuen Plattenfirma in die Strategie zu passen scheint. Zumindest denen und der neuen Käuferschaft dürfte es gefallen, dass Jupiter Jones in Musik und Vermarktung (Bundesvisionsongcontest, Bravo-Hits, &#8220;Nordpol/Südpol&#8221;-Neuaufnahme) heute tatsächlich näher an Revolverheld als an Muff Potter dran sind. Solange das Herz noch am rechten Fleck sitzt.</p>
<p><iframe width="589" height="331" src="http://www.youtube.com/embed/fgCOUO-s8nY" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>7. Young Legionnaire &#8211; &#8220;Crisis Works&#8221;</strong></p>
<p>Mit ihrem energetischem Postcore-Sound zwischen Cave-In und Placebo hätten Young Legionnaire vor zehn Jahren ein richtig großes Ding werden können. Heute erinnern die Mitglieder von Bloc Party, The Automatic und yourcodenameis:milo damit immerhin noch an die stürmische alte Zeit und sorgen für eine Dreiviertelstunde Bock und Teenage Angst.</p>
<p><iframe width="589" height="331" src="http://www.youtube.com/embed/j_DMfPOjfoU" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>8. Rise Against &#8211; &#8220;Endgame&#8221;</strong></p>
<p>Vor ein paar Jahren noch behauptete ich stets, dass ein neues Album der Punkrock-Aktivisten Rise Against immer nur ein Problem hätte: das Album davor. Das kann man bei &#8220;Endgame&#8221; nicht mehr behaupten, der Vorgänger &#8220;Appeal To Reason&#8221; machte es sich beinahe bequem darin, unbequem sein zu wollen. Auf ihrem sechsten Album nun, das in Melodie und thematisierten Ungerechtigkeiten eingängig wie eh und je daherkommt, versetzt sich Frontmann Tim McIlrath in die auf Hilfe wartenden Opfer des Hurricanes Katrina (&#8220;Help Is On The Way&#8221;), <a title="http://www.coffeeandtv.de/2012/03/17/septemberkinder/" href="http://www.coffeeandtv.de/2012/03/17/septemberkinder/" target="_blank">spricht wegen Mobbings suizidgefährdeten Schülern Mut zu</a> (&#8220;Make It Stop&#8221;) und landet damit unglaublicherweise sogar auf Platz 1 der deutschen Charts. Was Rückgrat, Durchhaltevermögen, gute Songs und eine loyale Fanbase alles bewirken können.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/25534152?title=0&amp;byline=0&amp;color=ffffff" width="589" height="331" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>
<p><strong>9. Dan Mangan &#8211; &#8220;Oh Fortune&#8221;</strong></p>
<p>Ein Album, das dauert. Auch, weil sein Vorgänger &#8220;Nice, Nice, Very Nice&#8221; mit dem Song &#8220;Robots&#8221; etwa mit ein paar der schönsten Live-Singalongs aufwartete, die die jüngere Indiefolkgeschichte zu bieten hatte. Der kanadische Songwriter schreibt, singt und spielt enthusiastische kleine Schätzchen für sich und an die Welt da draußen, man muss sie nur entdecken (und entdecken wollen). Wie eben auch dieses tragikomische Album &#8220;Oh Fortune&#8221;: Wenn es einmal da ist, will man es nicht wieder gehen lassen.</p>
<p><iframe width="589" height="331" src="http://www.youtube.com/embed/ZATnPbWsTSo" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>10. Blink 182 &#8211; &#8220;Neighborhoods&#8221;</strong></p>
<p>Adolescent Angst! Spaß! Autofahren! Natürlich ist &#8220;Neighborhoods&#8221;, Blink 182&#8242;s erstes gemeinsames Album seit acht Jahren, weder die Neuerfindung dieser Band noch von irgendwas. Aber es wartet auch längst nicht mehr mit dem spätpubertierenden Fäkalgehabe auf, das Blink 182 zu &#8220;American Pie&#8221;-Zeiten einst berühmt gemacht hatte. Sondern mit Hooklines und Hits von drei versierten Kerlchen, die mittlerweile selbst jenseits der 30 und ein bisschen erwachsener geworden sind &#8211; für Menschen wie mich, die Blink 182 trotz aller Anstrengung immer schon irgendwie auch cool fanden.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/29728138?title=0&amp;byline=0&amp;color=ffffff" width="589" height="331" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>
<p><em>Auch gut gewesen: Bombay Bicycle Club, Chuckamuck, Samiam, James Blake, Waters, Feist, James Vincent McMorrow, Wilco, Bright Eyes, Thees Uhlmann, Ghost Of Tom Joad, City And Colour, Peter Licht, Mayer Hawthorne, We Are The Ocean, Frank Turner, Erdmöbel, Jay-Z &amp; Kanye West, Living With Lions, The Head &amp; The Heart u.v.m.</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2650&amp;md5=1689e4ec85f4ed54883d0fd43a5b0c37" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Die dunkle Seite der Macht</title>
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		<pubDate>Sat, 05 May 2012 21:02:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2012/05/05/caligola-musikexpress/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/05/Caligola_Candles_Universal_2012-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Caligola" title="Caligola_Candles_Universal_2012" /></a>Die Indie-Rock-Routiniers machen in Kutten-Dance: CALIGOLA heißt das neue Projekt von Gustaf Norén und Björn Dixgård. Es möchte dunkel und geheimnisvoll sein, ist aber auch ein kleines bisschen albern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die Indie-Rock-Routiniers machen in Kutten-Dance: CALIGOLA heißt das neue Projekt von Gustaf Norén und Björn Dixgård. Es möchte dunkel und geheimnisvoll sein, ist aber auch ein kleines bisschen albern.</em></p>
<p>Herr Wollter ist ein sehr freundlicher Mann. In Anzug und Winterjacke empfängt er den Journalisten in der Lobby des Hotel de Rome in Berlin. Was man denn schon über Caligola wisse, fragt er. Nun, dass es angeblich keine Band ist, sondern ein Künstler-Kollektiv, das schon existiert haben soll, bevor die zwei Typen von Mando Diao ein Album unter dem gleichen Namen aufnahmen, und das „für sich selbst sprechen“ wolle. Kurzum: das, was die Plattenfirma und das Internet bisher verlautbarten.</p>
<p>Das, so entgegnet Caligola-Pressesprecher Herr Wollter, der mit Vornamen Christopher heißt und eigentlich ein schwedischer Schauspieler ist, der immerhin schon mal in einem „Tatort“ ein paar Sätze sagen durfte, sei richtig. Es gehe um die Unterordnung des künstlerischen Egos in ein größeres Ganzes. Die Caligola-Idee sei schließlich sehr alt. Sie sei in den 70er-Jahren von einer älteren Dame namens Violetta entwickelt worden, habe 30 Jahre geschlafen und erwache nun durch Maler in New York, Ausstellungen in Stockholm, Filmemacher in Hongkong und eben diese Platte rund um die Welt zu neuem Leben. Wie viele Mitglieder es insgesamt gibt, weiß Herr Wollter nicht, behauptet er. „Wir können dann mal zu den Jungs gehen“, sagt er und führt den Journalisten ein Stockwerk höher in einen vertäfelten Salon mit hohen Decken und Kamin. In schwarzen Kutten malen Gustaf Norén, Björn Dixgård, die HipHop-Brüder Salla und Masse Salazar und Reggae-Musiker Nutty Silver dort ein Bild, legen Platten auf zwei Turntables auf, hängen auf der Couch ab.</p>
<div id="attachment_2872" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/05/Caligola_Candles_Universal_2012.jpg"><img class="size-full wp-image-2872" title="Caligola_Candles_Universal_2012" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/05/Caligola_Candles_Universal_2012.jpg" alt="Caligola" width="589" height="393" /></a><p class="wp-caption-text">Herr Wollter ist ausgerechnet hier nicht im Bilde. Die zwei geilen Hengste auf Öl auch nicht. (Universal)</p></div>
<p>Der erste öffentliche Auftritt von Caligola liegt bald ein Jahr zurück. Damals spielten Mando Diao bei Rock am Ring und Caligola auf der Aftershowparty. Im November traten Norén und Dixgård bei den Musikexpress Style Awards in Berlin auf und kehrten für die Zugabe scheinbar spontan in eben jenen Kutten zurück, in denen sie nun ihre Interviews geben. Verstörung im Publikum, Irritation beim Modeexperten: von einem „albernen Wichtelmännchen-Spektakel“ <a href="http://www.musikexpress.de/style/article122657/jan-joswig-kontrolliert-caligola.html">sprach ME-Autor Jan Joswig</a>. Gustaf Norén und Björn Dixgård waren zuletzt fleißig. Innerhalb von vier Jahren veröffentlichten sie mit Mando Diao ihr fünftes Hitalbum &#8220;Give Me Fire&#8221;, eine Unplugged- und eine Greatest-Hits-Platte. Sie tourten ausgiebig, eine schwedischsprachige Veröffentlichung ist in der Pipeline. Und: Nun steht also das Caligola-Debüt &#8220;Back To Earth&#8221; in den Läden. Das Vorabvideo zu „Sting Of Battle“ zeigt Bilder von Initiationsriten, Jungfrauenopferungen und komisch gewandeten Gottesjüngern. Ist das nun Musik für Leute, die die Romane von Dan Brown oder Stieg Larssons Schweden-Trilogie ernst nehmen? Wie ernst nehmen Caligola sich denn selber? „Wir sind keine Sekte, nicht politisch und nicht religiös“, sagt Dixgård, lächelt müde und spricht davon, dass Kunst solche Dinge eben dürfe. Aber davon hat Herr Wollter ja schon erzählt.</p>
<p>Auf &#8220;Back To Earth&#8221; gastieren unter anderem die schwedische „Pop Idol“-Gewinnerin Agnes („Release Me“), Johnossi-Drummer Oskar Bonde und die Gospel-Diva LaGaylia Frazier. Der Techno-Vielflieger Paul van Dyk soll für Remixe sorgen, das Video zu „Sting Of Battle“ stammt von Lovisa Inserra, die mit Mando Diao auch schon die Clips zu „Ochrasy“ und „Good Morning, Herr Horst“ gedreht hat. Im Studio haben die beiden Mando-Diao-Chefs das letzte Wort. Es sind ihre Songs, die improvisierend zu Beats, etwa auf Partys und in Cafés, und nicht wie bei Mando Diao daheim in der Küche oder im Bad entstanden sind. Tatsächlich orientieren sich Tracks wie „My Sister Rising“, „Morning Light“, „Violettas Dance“ und der Tanzflächenfüller „Forgive/Forget“ deutlich mehr an Reggae, HipHop und Disco als an Rockmusik. Es sind Stücke, die bei Mando Diao nicht direkt im Mülleimer gelandet wären, aber auch nicht auf ein Album gepasst hätten. Überraschend klingen sie nicht. Vielleicht, weil die Musik von Mando Diao schon wegen der Stimmen der Macher nicht allzu weit entfernt ist. Insgesamt entsteht der Eindruck: Hier wird musikalische Planwirtschaft mit schwarzen Kutten, falschen Legenden und komischem Kunstkram kaschiert.<br />
<em>Herr Wollter. Ist schon ein netter Mann.</em></p>
<p>Norén schielt in Richtung Nutty Silver. Der pinselt einige Meter entfernt weiter mit Ölfarben an dem Caligola-Gemälde herum, das zwei weiße Hengste vor dunkelblauem Hintergrund zeigt. Die sollen mit ihren erigierten Schwänzen und dem zentralen Leuchtkern in Form einer Klitoris wohl so eine Art Weltneuschöpfung symbolisieren. Norén erklärt: Man sehe sich selbst in der Tradition von Künstler-Kollektiven aus den Siebzigern. Auch das Studio 54 sei da zu nennen, ohnehin Leute wie Andy Warhol und Lou Reed, aber auch Musiker-Kollegen wie Michael Jackson und Lil Wayne. „Jackson war kein eingefahrener Indie-Typ, der an nur einer Idee festhielt“, sagt Dixgård. „Und Lil Waynes &#8216;Tha Carter 3&#8242; ist wahrscheinlich eines der besten Alben der letzten zehn Jahre“, findet Norén. „Danach veröffentlichte er eines der schlechtesten aller Zeiten. Dafür braucht man schon Eier.“</p>
<p>Oder einen Hang zum Größenwahn, was ein gutes Stichwort ist: Caligula, so lehren die Geschichtsbücher, ist der Name, den sie dem egozentrischen Kaiser von Rom, Gaius Iulius Caesar, nach seinem Tode verpassten. Mando Diao, eine der erfolgreichsten Indie-Rockbands der letzten zehn Jahre, verkündeten schon in ihren Anfängen, besser als die Kinks, die Rolling Stones und Oasis zu sein. Wenn es nun bei Caligola wirklich um die Überwindung der Egos geht, ist die Frage: Sind Dixgård und Norén bescheidener geworden? Ist die Sache mit der Selbstüberschätzung vorbei? „Ja, wir hatten mit Mando Diao unseren Egoboost“, sagt Dixgård genervt und beginnt erneut, von der neuen Netzwerkerei zu schwärmen. Mal am Rande gefragt: Wenn das nun so eine superdemokratische Angelegenheit ist, warum halten dann bei den Interviews eigentlich er und Norén ihre Gesichter hin und nicht irgendwelche Künstler aus Hongkong? „Wir sind Performer, die ihr Talent bei Caligola einbringen. Man hätte uns doch ohnehin erkannt“, entgegnet Norén. Im Twitter-Account von Caligola posteten sie übrigens neulich das <a title="https://twitter.com/#!/CaligolaMusic/status/154679198789799940/photo/1" href="https://twitter.com/#!/CaligolaMusic/status/154679198789799940/photo/1" target="_blank">angeblich einzige existierende Foto von Violetta</a>, der wundersamen Gründerin des Projekts. Es zeigt eine selbst gebastelte Madonnenfigur auf einem Balkon. Die Überschrift: „Violetta Calesi, unsere Königin und bescheidene Führerin“. Gustaf Norén und Björn Dixgård stülpen sich am Ende des Interviews ihre Kapuzen über und werfen zum Abschied einen Blick auf das verlaufene Gemälde. Sie wollen es vielleicht dem Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit schenken, erzählen sie. Der wird sich bedanken.</p>
<p><em>(erschienen in: <a href="http://www.musikexpress.de">Musikexpress</a>, April 2012, S. 70-71)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2775&amp;md5=09ea02a2f9ac6230f3b946c7c92ab63b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Radar: Michael Kiwanuka</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2012/04/09/michael-kiwanuka/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 16:24:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2012/04/09/michael-kiwanuka/"><img align="right" hspace="5" width="140" src="http://www.brash.de/files/2012/03/Michael-Kiwanuka-Pressefoto-08-2012-Sam-Butt-Interview-640.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="" title="Michael Kiwanuka" /></a>Nach dem Grammy-Regen auf Adele sieht die Welt nun auf einen jungen Londoner. Die Kritik feiert Michael Kiwanuka schon jetzt als Newcomer des Jahres.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die Retrosoul-Welle ebbt nicht ab. Nach dem Grammy-Regen auf Adele sieht die Welt nun auf einen jungen Londoner. Die Kritik feiert Michael Kiwanuka schon jetzt als Newcomer des Jahres.</em></p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 522px"><a href="http://www.brash.de/files/2012/03/Michael-Kiwanuka-Pressefoto-08-2012-Sam-Butt-Interview-640.jpg"><img class=" " title="Michael Kiwanuka" src="http://www.brash.de/files/2012/03/Michael-Kiwanuka-Pressefoto-08-2012-Sam-Butt-Interview-640.jpg" alt="" width="512" height="266" /></a><p class="wp-caption-text">Vielleicht der Newcomer des Jahres 2012: Michael Kiwanuka aus Nord-London</p></div>
<p>Michael Kiwanuka kann von Glück sagen, dass sein Debütalbum „Home Again“ bereits im Kasten ist. Der Erwartungsdruck, den die Welt seit Kiwanukas erster Single, der Motown-Hommage „Tell Me A Tale“, aufgebaut hat, würde wohl jede Kreativität im Keim ersticken. „Es freut mich natürlich, dass die Leute meine Musik hören wollen“, sagt Kiwanuka etwas unsicher, „aber ich mache das hier nicht, um allen zu gefallen. Es wird sicher Leute geben, die meine Musik nicht mögen.“ Dürfte bald nur schwer werden, die zu finden.</p>
<p>Eine Karriere im Rampenlicht der Popmusik hatte Kiwanuka nie geplant. Als Sohn von ugandischen Eltern, die unter dem Regime des Diktators Idi Amin in den Achtzigern nach London auswanderten, wuchs Kiwanuka mit seinem älteren Bruder in Muswell Hill in einer „weißen Mittelklasse“ auf, wie er sagt. Wie alle Kids auf seiner Schule hörte er Blur, Nirvana und The Offspring, später auch A Tribe Called Quest und Pharcyde. Zur Gitarre kam er, nachdem er Bob Dylan entdeckt hatte. „Bob Dylan und Otis Redding sind für mich dort, wo jeder hin will“, sagt er. „Was auch immer Musik erreichen kann, ihre Musik tut das.“ Vor ein paar Monaten war Kiwanuka noch Studiogitarrist für jeden, „der mir dafür Geld gegeben hat“ – bis er nach kleinen eigenen Gigs bemerkte, dass den Leuten seine souligen Folksongs offenbar gefallen.</p>
<p>„Schon bei ‚Tell Me A Tale‘ dachte ich, wir wären zu weit gegangen. Wer will denn schon Saxofon-Soli und Flöten hören?“, sagt Kiwanuka. Die Antwort steht fest: deutlich mehr, als Kiwanuka je zu träumen gewagt hätte. Auf Bescheidwisser-Radios ist „Tell Me A Tale“ schon ein Hit, doch das Potenzial des Songs ist universal. Mit Ausnahme von Nischensendern kann er eigentlich auf allen Heavy Rotations der Welt landen. Das Video zum Song hat Kiwanuka während seines letztjährigen Toursupports für Adele auf Super 8 in Hamburg und Berlin selbst gedreht. Das dazugehörige Album „Home Again“ ist eine Art Best-of aus drei bereits erschienenen EPs.</p>
<p>„Wenn Musik, wie im aktuellen Fall von Adele, nicht mehr nur ein cooles Szeneding ist, über das Pitchfork Media bloggt, sondern wieder Teil einer Kultur und von Menschen überall gehört wird … wenn meine Songs so wahrgenommen werden würden – dann wird das ein erfolgreiches Jahr für mich“, sagt Kiwanuka. Bis seine Musik in der Mainstreamkultur angekommen ist, vertreibt er sich die Zeit mit neuen Songs und Kollaborationsanfragen. „Es gehen ein paar E-Mails hin und her“, <a href="http://musik.brash.de/2012/03/29/michael-kiwanuka-interview/">sagt er, hält sich knapp</a> und nennt nur einen Namen: „Die Black Keys sind cool, mit denen würde ich gerne was zusammen machen.“</p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/uoyr8eMzdRs" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>• Die BBC führt Kiwanuka auf Platz eins ihrer <a href="http://www.bbc.co.uk/music/soundof/2012/artists/michaelkiwanuka/#p00n0vyt">„Sound Of 2012“-Liste</a>.</p>
<p>• Er spielte im Vorprogramm von Adele und Laura Marling, bevor er einen Song veröffentlicht hatte.</p>
<p>• Seine dritte EP erschien im Januar und heißt, wie sein Album, „Home Again“.</p>
<p>• Kiwanukas Vater ist Elektro-Ingenieur, seine Mutter hatte über die Jahre diverse Gelegenheitsjobs.</p>
<p>• Kiwanuka ist seit seiner Kindheit Fan des englischen Fußballvereins Tottenham Hotspurs. Ein Freund hatte eine Dauerkarte fürs Stadion, dessen Schwester auch. Weil die aber nicht so auf Fußball steht, „tat ich früher einfach so, als wäre ich seine Schwester und ging mit“, sagt Kiwanuka.</p>
<p>• Der Videodreh zu „Tell Me A Tale“ in Berlin hat Kiwanuka angefixt: Er kann sich vorstellen, nach Berlin zu ziehen. „Ist nicht zu weit weg von London, aber weit genug.“</p>
<p><em>(erschienen in: <a title="http://www.musikexpress.de/magazin/features/article284916/auf-dem-musikexpress-radar-michael-kiwanuka.html" href="http://www.musikexpress.de/magazin/features/article284916/auf-dem-musikexpress-radar-michael-kiwanuka.html" target="_blank">Musikexpress, April 2012</a>)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2780&amp;md5=7d8e8f69c2a23e18edf8dd826b39daf6" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Geh‘ doch nach Berlin</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2012/04/09/berlin-hype/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 15:38:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Angelika Express]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2012/04/09/berlin-hype/"><img align="right" hspace="5" width="140" src="http://www.westzeit.de/pics/interviews/04_04_0504_04_angelika-express-5.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Pioniere des Berlin-Hass: Angelika Express in ihrer damaligen Besetzung" title="" /></a>Hadern mit dem Hype: Berlin hat in der deutschen Popmusik den Zenit seiner Beliebtheit überschritten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Hadern mit dem Hype: Berlin hat in der deutschen Popmusik den Zenit seiner Beliebtheit überschritten. Nur sagen will das noch nicht jeder.</em></p>
<p>Berlin war für die Musikszene mal das, was es für <a title="http://fabian-soethof.de/tag/start-ups/" href="http://fabian-soethof.de/tag/start-ups/">Internet-Start-ups</a> heute ist: eine angesagte Stadt. Bärtige Folkhipster aus Williamsburg, schlaue Songschreiber aus Hamburg, erwachsenere Indiekids aus Schwaben oder totgesagte Musiksender und Branchenmessen aus Köln, alle wollten sie hier her ziehen. Viele Kreative wollen es noch immer, weil Berlin &#8211; man spricht davon schließlich überall &#8211; doch alles hat. So viele Clubs, eine so lebendige Szene, so billige Mieten, so billiges Bier. Und so viel Leerraum! Das ist aber nur noch die halbe Wahrheit: Parallel zum Hype stellt sich ebenso eine Lähmung, eine Antipathie ein, die bestenfalls in müde Ironie verfällt. Weil Berlin sein Versprechen nicht immer einlösen kann, und weil die Reflexe in der Popmusik zwischen Sender und Empfänger die gleichen wie im echten Leben sind: Auf hip folgt Hype, auf Hype folgt Hass, auf Hass folgt Spott und Müdigkeit. Aber von vorne.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.westzeit.de/pics/interviews/04_04_0504_04_angelika-express-5.jpg"><img src="http://www.westzeit.de/pics/interviews/04_04_0504_04_angelika-express-5.jpg" alt="Pioniere des Berlin-Hass: Angelika Express in ihrer damaligen Besetzung" width="500" height="407" /></a><p class="wp-caption-text">Pioniere des Berlin-Hass: Angelika Express in ihrer damaligen Besetzung</p></div>
<p>Der Verfall des guten Rufs kam schleichend. „Geh doch nach Berlin, wohin Deine Freunde ziehen“ <a title="http://www.youtube.com/watch?v=45C6sITpcxs" href="http://www.youtube.com/watch?v=45C6sITpcxs" target="_blank">rief das Kölner Trio Angelika Express</a> seinem Umfeld und den Indiekids noch 2003 hinterher. Viva und die Popkomm hatten sich zu dieser Zeit bereits verabschiedet. Auch in Hamburg packten Unternehmen und Künstler die Umzugskisten. Universal zog an die Spree, Bands und Musiker wie Tomte, Olli Schulz, Gisbert zu Knyphausen, Felix Gebhard und Jochen Distelmeyer zogen hinterher, Kettcar und ihr kleines Qualitätslabel Grand Hotel Van Cleef blieben. Vor zwei Jahren erst bezogen die österreichischen Kritikerlieblinge Ja, Panik eine WG in Friedrichshain, „weil sich viel vom Bandalltag bald in Berlin abspielte, wegen banaler Sachen wie der Agentur oder dem Label“, sagte <a title="http://musik.brash.de/articles/detail/ja_panik_im_interview_nichts_ist_schlimmer_als_selbsterklaerung/" href="http://musik.brash.de/articles/detail/ja_panik_im_interview_nichts_ist_schlimmer_als_selbsterklaerung/" target="_blank">Sänger und Songschreiber Andreas Spechtl</a> damals. Aber sterben wolle er hier nicht. Seine Berliner Labelkollegen Die Türen sangen in ihrem Hit „Indie Stadt“ 2007 gegen elitäre Ausgrenzung an, heute, im <a title="http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&amp;v=BtiMjKrLWcI" href="http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&amp;v=BtiMjKrLWcI" target="_blank">Vorab-Video zu ihrer neuen Single „Rentner und Studenten“</a>, protestieren sie im bohémen Prenzlauer Berg immerhin für mehr Freizeit und weniger Stress. Ein Schelm, wer darin Ironie erkennen will. Und letztes Jahr widmeten die einstigen Punkrocker Jupiter Jones, deren aktuelles Album von einem Berlin-Münchner Majorlabel gerade richtig gemolken wird, ihren angeblich nur stellvertretend so betitelten Song „Berlin“ all denen, die ihr Glück in der Ferne suchen und in eine Stadt projizieren, die das nicht erfüllen kann. Das klingt schon fast wieder romantisch.</p>
<h3>Der größte Club der Welt</h3>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 373px"><a href="http://www.ghvc.de/fileadmin/presse/kettcar/KT2012-5.jpg"><img title="Kettcar 2012" src="http://www.ghvc.de/fileadmin/presse/kettcar/KT2012-5.jpg" alt="Hatten eigentlich noch nie was gegen Berlin: Kettcar, hier wie im Familienalbum" width="363" height="545" /></a><p class="wp-caption-text">Hatten eigentlich noch nie was gegen Berlin: Kettcar, hier wie im Familienalbum</p></div>
<p>„Unser Berlin-Hass ist milder geworden“, gestanden Kettcar der zitty denn auch schon <a title="http://christophkoch.wordpress.com/2008/05/17/kettcar-im-interview-%E2%80%9Emein-berlinhass-ist-deutlich-milder-geworden%E2%80%9C/" href="http://christophkoch.wordpress.com/2008/05/17/kettcar-im-interview-%E2%80%9Emein-berlinhass-ist-deutlich-milder-geworden%E2%80%9C/" target="_blank">vor vier Jahren</a>. Damals war ein Grund, dass Freund und Labelpartner Thees Uhlmann nach Berlin zog, der Liebe wegen. Sänger Marcus Wiebusch schrieb 2005 eine Ballade über Fernbeziehungen, „48 Stunden“ hieß die, und widmete sie auf Konzerten regelmäßig seinem Kumpel. Heute, in der Single „Im Club“ von Kettcars neuem, viertem Album „Zwischen den Runden“, singt Wiebusch: „Du spürst es, es wird nichts mehr werden, Du fühlst es, in tausenden Scherben, und siehst wie der große Plan zerfällt (…). Kommt zusammen, im allergrößten Club der Welt“. Zeilen, die man ohne Weiteres als Kommentar gegen die Stilisierung von Berlin als Allheilsbringer und Partymetropole lesen kann. „Nein nein nein, damit hat das nichts zu tun, oh je, muss ich den Song doch erklären“, antwortet Wiebusch prompt <a title="http://musik.brash.de/2012/02/09/kettcar-marcus-wiebusch-reimer-bustorff-interview/" href="http://musik.brash.de/2012/02/09/kettcar-marcus-wiebusch-reimer-bustorff-interview/" target="_blank">im Interview</a> und erklärt, dass du und ich und wir alle dieselben Probleme haben. Mit dem Älterwerden, mit den zerplatzenden Träumen, mit dem Arrangieren in der eigenen Bürgerlichkeit. Ein Anti-Vereinzelungs-Song sei das, und nach Berlin gingen ja viele Leute mit ganz verschiedenen Hoffnungen. „Dass das Scheitern dieser Stadt anders innewohnt als Böblingen, liegt in der Natur der Sache“, sagt Wiebusch. Aber nur auf Berlin habe er das niemals gemünzt. Die Völkerwanderung, beobachtet er im Freundeskreis, habe vor drei bis vier Jahren stattgefunden, der Berlin-Hype sei vorbei. Und überhaupt: Gentrifizierung macht er längst auch an der Elbe aus, nachzuhören in „Schrilles buntes Hamburg“.</p>
<p>Dass man mit dem Image von Berlin aber nicht bloß hadern, sondern auch Karriere machen kann, beweisen aktuell Kraftklub aus Chemnitz wie sonst keiner. In ihrem Song „Ich will nicht nach Berlin“ folgen sie der Tradition von Angelika Express und singen gegen Menschen mit kleinen Projekten, großen Brillen, viel Freizeit und wenig Geld, kurz: gegen all das, was man seit ein paar Jahren gemeinhin als Hipster bezeichnet. Witze über den Stereotyp des verhassten Neu-Berliners haben sie damit auf die große Bühne in den Mainstream gebracht: Bei Raabs Bundesvisionsongcontest belegten die fünf Sachsen den fünften Platz und haben, glaubt man dem Erfolg und den seitdem eingefahrenen Vorschusslorbeeren, vielen Zuschauern aus der Seele gesprochen. Vielleicht stimmte aber auch nur die musikalische Mischung aus Indiedisco, zackigem Postpunk, Zitatwahnsinn, Mittelfinger und Augenzwinkern, so genau weiß man das nie, wegen ach so toller Texte rufen die Leute sonst ja nur für Unheilig und Tim Bendzko an. Seitdem werden Kraftklub nicht müde zu betonen, dass sie Berlin gar nicht scheiße fänden, sondern im Gegenteil gerne und oft da wären. Auf ihrem im Januar erschienenen Debüt „Mit K“ machen sie übrigens noch Stimmung gegen die, na klar, „Scheissindiedisko“, Liebeslieder und Liam Gallagher – und für Karl-Marx-Stadt, wie sie ihre Heimat liebevoll nennen.</p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/K0rEQHbo7PQ" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Berlin bleibt vorerst und im Bestfall eine Hassliebe. Die, die da sind, spielen es runter oder lachen darüber; die, die noch nicht da sind, wollen gar nicht mehr kommen. Exil-Hamburger Olli Schulz, dessen neues Album im März erscheint, beschwerte sich neulich in seiner eigenen Radiosendung auf radioeins, dass wegen so sympathischer Zugezogener wie ihm die Stadt erst so beliebt geworden sei, wie sie ist. „Und was passiert? Jetzt suche ich eine Wohnung und finde keiner mehr!“. Hipsterbashing geht offenbar noch immer. Und Thees Uhlmann, der einstige Vorzeige-Wahl-Berliner, ist übrigens teilweise wieder nach Hamburg gezogen. Mit Berlin und der „Nach mir die Sintflut“-Kultur seiner Bewohner und Touristen, mit all den kaputten Bierflaschen auf der Straße zum Beispiel, sei er einfach nicht warm geworden, sagte er in einem Radio-Interview. Bei Kettcar: kein Grund zur Schadenfreude. „Er hat es der Liebe wegen gemacht – und da verstehe ich erst mal alles“, sagte Wiebusch der zitty schon damals, und heute: „Freuen wir uns einfach, dass er wieder mehr in Hamburg ist.“</p>
<p><em>(erschienen in: <a title="http://www.zitty.de/kettcar-kraftklub-jupiter-jones-vereint-in-der-berlinkritik.html" href="http://www.zitty.de/kettcar-kraftklub-jupiter-jones-vereint-in-der-berlinkritik.html" target="_blank">zitty 4/2012</a>)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2778&amp;md5=d18b760a095ed3b0ecbf10bb60bb89f7" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Das Handy in der Wolke</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2012/04/09/phonedeck/</link>
		<comments>http://fabian-soethof.de/2012/04/09/phonedeck/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 13:42:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2012/04/09/phonedeck/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/04/PhoneDeck-2012-Georg-Roske-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Phonedeck" title="PhoneDeck-2012-Georg-Roske" /></a>Wie Phonedeck ein zweiter Bildschirm für das eigene Mobiltelefon werden soll]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Aus der zitty-Serie “Berliner Internet-Start-ups”, Folge 11: Wie Phonedeck ein zweiter Bildschirm für das eigene Mobiltelefon werden soll</em></p>
<div id="attachment_2840" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/04/PhoneDeck-2012-Georg-Roske.jpg"><img class="size-full wp-image-2840" title="PhoneDeck-2012-Georg-Roske" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/04/PhoneDeck-2012-Georg-Roske.jpg" alt="Phonedeck" width="300" height="487" /></a><p class="wp-caption-text">Schulte, Fitzek, Klein: Die Phonedeck-Gründer, hier auf einem anderen Dach (Foto: Georg Roske)</p></div>
<p>Verstecken müssten sie sich mit ihrer Geschäftsidee nicht. Im fünften Stock eines Hinterhof-Neubaus in der Schwedter Straße tüfteln Frank Fitzek, Gerrit Schulte, Jens-Philipp Klein und ihr Team seit rund einem Jahr an Phonedeck.com, einer Art Desktop-Verwaltungsoberfläche für die Endgeräte von Vieltelefonierern. Hinter verschlossenen Türen, Codeschlössern und stählernen Aufzügen wirkt ihr Hauptquartier ein bisschen wie ein Hochsicherheitstrakt. „Für die Lage können wir nichts“, scherzt Mitgründer Fitzek, „das war die Idee von Christophé Maire, der sagte: Als Start-up sollten wir besser nah an Mitte sein“. Und was der umtriebige Berliner Investor und Unternehmer <a title="http://www.zitty.de/christophe-maire.html" href="http://www.zitty.de/christophe-maire.html" target="_blank">Maire</a> (txtr‘, Soundcloud etc.) anfasst, kann so  mißerfolgsversprechend nicht sein.</p>
<p>Phonedeck soll  wie ein zweiter Bildschirm und wie eine Fernbedienung für das Mobiltelefon funktionieren. So ist das zuhause oder im Auto vergessene Handy kein Ärgernis mehr, solange ein Computer in der Nähe ist. Dank IP-Schnittstelle kann über alle gängigen Browser auf das Gerät zugegriffen und Anrufe getätigt und entgegengenommen werden. Phonedeck ordnet ferner die Kontakte nach Top-10, nach Kollegen oder nach gemeinsamen Hobbies, zum Beispiel, kumuliert zwei oder mehrere Telefonnummern, archiviert ungenutzte Nummern und generiert detailgenaue Nutzungsstatistiken. Kurzum: Es soll die eigene Handy-Nutzung zu verstehen helfen. Den statistischen Vergleichsaspekt – Phonedeck synchronisiert bestehende Kontakte nicht nur via sozialer Netzwerke wie Facebook und LinkedIn, es veröffentlicht auf Wunsch dort auch eigene Aktionen &#8211;  nennt Fitzek „Private Benchmarking“. Ein Trend, dem soziale Netzwerke und Ortungsdienste ihren Erfolg erst zu verdanken haben.</p>
<p>Phonedeck ist im eigenen Nutzungsszenario Spielzeug und Effizienzoptimierer gleichermaßen, ein Tool für Privatpersonen und Geschäftskunden. Die ursprüngliche Idee hätten sie schon 2003 gehabt, sagt der 40-jährige Fitzek, der seit über 15 Jahren in der Branche in Berlin arbeitet. Die ersten privaten mobilen Clouds gab es aber erst drei Jahre später. Die Betaversion unterstützt ausschließlich Android-Geräte, andere mobile Betriebssysteme sollen folgen. Geld verdienen will Phonedeck mit Geschäftskundenangeboten und individuellen Firmenlösungen.</p>
<p>Eine Crux hat die Idee dennoch: Low-End-Verbraucher, also Besitzer älterer Handymodelle, profitieren eher von <a title="Phonedeck.com" href="http://www.phonedeck.com" target="_blank">Phonedeck</a>, weil sie ihr olles Gerät nicht mehr in die Hand nehmen müssen. Und Besitzer moderner Smartphones spielen ja nun lieber auf der Touchscreenoberfläche als auf ihrem Schreibtischmonitor.  „Klar“, wissen auch die Gründer Fitzek, Schulte und Klein, „wer viel mobil ist, hat vom Dualismus weniger“.</p>
<p><em>(erschienen in: <a title="http://www.zitty.de/phonedeck.html" href="http://www.zitty.de/phonedeck.html" target="_blank">zitty 8/2012</a>)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2770&amp;md5=cabc250679ff234e425b81a45a8ef145" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>„Wir alle sind längst Avatare“</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2012/04/09/twinkomplex/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 13:18:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2012/04/09/twinkomplex/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/04/Dr_Martin_Burckhardt_TwinKomplex-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Martin Burckhardt, TwinKomplex" title="Dr_Martin_Burckhardt_TwinKomplex" /></a>Wie das transmediale Berliner Browserspiel TwinKomplex Realität und Fiktion endgültig vereinen soll]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><em>Aus der zitty-Serie “Berliner Internet-Start-ups”, Folge 10: Wie das </em>transmediale Berliner Browserspiel TwinKomplex Realität und Fiktion endgültig vereinen soll</em></p>
<p><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/04/Dr_Martin_Burckhardt_TwinKomplex.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-2833" title="Dr_Martin_Burckhardt_TwinKomplex" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/04/Dr_Martin_Burckhardt_TwinKomplex.jpg" alt="Martin Burckhardt, TwinKomplex" width="280" height="420" /></a>Glaubt man Dr. Martin Burckhardt, dann wird in Tempelhof gerade die Welt revolutioniert, wie wir sie kennen. Burckhardt ist Programmierer, Spieleentwickler, Kulturtheoretiker und seit dem letzten Jahr Geschäftsführer der <a title="http://www.ludicphilosophy.com/" href="http://www.ludicphilosophy.com/" target="_blank">Ludic Philosophy GmbH</a>. Vor allem aber ist er Philosoph. „Sie und ich, wir alle sind längst Avatare“, sagt er und spricht mit der Leidenschaft eines kleinen Jungen von Friedrich Nietzsche, von Norbert Elias, von Sozialprestige durch Social Games, von der Aufgabe des Individuums – und von seinem Sohn, dessen Video- und Computerspielverständnis Burckhardt erst auf die millionenteure Entwicklung von Twinkomplex gebracht habe.</p>
<p>TwinKomplex ist ein kostenloses Browserspiel, das seit November 2011 online ist und seine komplexe und variable Handlung erst in dessen Verlauf offenbart. Als Teil der so genannten &#8220;Dezentralen Intelligenz Agentur&#8221; muss der Spieler anhand von Hinweisen aus dem Off, aus dem Netz und von anderen Nutzern auf einer Google Maps-Satelliten-Oberfläche Rätsel lösen, anfangs etwa das mysteriöse Verschwinden einer Frau in Berlin. Ein virtuelles Labor, Mock-Homepages im Netz, Regieanweisungen von Strohmännern und Videoschnipsel von Berliner Orten sollen dabei helfen und davon ablenken. Der Fortschritt des Spiels steht und fällt mit der Teamarbeit mit anderen echten Usern, den Agenten &#8211; und hakt in den ersten etwas holprigen Monaten noch an der notwendigen Partizipation der ersten paar tausend Angemeldeten. Ein kurzweiliger Spielspaß ist TwinKomplex ohnehin nicht – laut Drehbuch ist die Geschichte und ihre Missionen auf mehrere Jahre angelegt.</p>
<div id="attachment_2832" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/04/Andrea-Schoningh-01-TwinKomplex_589.jpg"><img class="size-full wp-image-2832" title="Andrea Schoningh 01 TwinKomplex_589" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/04/Andrea-Schoningh-01-TwinKomplex_589.jpg" alt="TwinKomplex" width="589" height="331" /></a><p class="wp-caption-text">Fühlte sich verfolgt und ward plötzlich verschwunden: Andrea Schöning als Annette Lohmann in &quot;TwinKomplex&quot;</p></div>
<p>Mit Schauspielern wie Anne Ratte-Polle, Irm Hermann, Sebastian Blomberg und Robert de Niros Synchronsprecher Christian Brückner drehte Burckhardt  in den Räumen des stillgelegten Tempelhofer Flughafengebäudes, in denen er und seine Programmierer, Autoren und Requisiteure auch arbeiten, über 300 Stunden Bewegtbildmaterial. Die ersten fünf Monate programmierte Burckhardt Nacht für Nacht allein, bis ihm sein „Living Novel“ selbst zu groß wurde. TwinKomplex sei „kein Buch, kein Film, kein Spiel“, sagt er. Von dem vor Jahren mal erfolgreichen Online-Game „Second Life“ hält er nichts, das sei für digitale Hinterwäldler.</p>
<p>Die Kosten einer derart hehren Produktion übernimmt bisher ein Hamburger Privatinvestor. Langfristig finanzieren will und muss sich <a title="twinkomplex.com" href="http://www.twinkomplex.com" target="_blank">TwinKomplex</a> durch den Erwerb von virtueller Währung und Gütern sowie durch Product Placement. Den Schritt zur Revolution haben Burckhardt und sein Team bereits getan: Die selbsterschaffene lernfähige Künstliche Intelligenz namens HAL9001 soll „die Welt der Games von der Einengung einer Geschichte durch Entscheidungsbäume befreien“, lassen sie via Agenten-Newsletter verlautbaren.</p>
<p><em>(erschienen in: <a title="http://www.zitty.de/twinkomplex-2.html" href="http://www.zitty.de/twinkomplex-2.html" target="_blank">zitty 7/2012, S. 66</a>)</em></p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/bArws3XiUAw" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2772&amp;md5=d453482a6c5690df59005284ede5ed3b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>„Wir bauen kein Fernsehen nach“</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 12:49:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2012/04/09/tweek-tv/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/04/Tweek_TV_Gruender-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="" title="Tweek_TV_Gruender" /></a>Aus der zitty-Serie "Berliner Internet-Start-ups", Folge 9: Wie Tweek Fernsehen wieder zum Erlebnis machen will]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Aus der zitty-Serie &#8220;Berliner Internet-Start-ups&#8221;, Folge 9: Wie Tweek Fernsehen wieder zum Erlebnis machen will</em></p>
<div id="attachment_2824" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/04/Tweek_TV_Gruender.jpg"><img class="size-full wp-image-2824" title="Tweek_TV_Gruender" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/04/Tweek_TV_Gruender.jpg" alt="" width="300" height="450" /></a><p class="wp-caption-text">Die Gründer von Tweek.tv: Koerbitz, Hartl, Düe (v.l.)</p></div>
<p>Das Fernsehen hat Marcel Düe irgendwann nur noch gelangweilt. Seit ein  paar Jahren, seit der rasenden Verbreitung von Breitbandinternet, Social  Media und Tablet-Computern, frustriert es ihn, sich nach der Arbeit in  der einzigen Hoffnung auf die Couch zu knallen und die Glotze  anzuschalten, irgendein Programm zu finden, das ihm gefällt. Wäre doch  toll, dachte Düe, wenn Fernsehen wieder ein Erlebnis werden würde. Wenn  er als Zuschauer das „Was“, „Wann“ und „Wo“ selber so bestimmen und sich  Tipps von Freunden holen könnte, wie es Anbieter wie Spotify und  Last.fm für das Radio längst vorgemacht hatten. Fertig war die  Geschäftsidee, aufgrund derer Düe gemeinsam mit Klaus Hartl und Sven  Koerbitz vor rund einem Jahr Tweek gründete.</p>
<p>Tweek.tv will kein eigener Online-Sender werden. „Wir bauen kein Fernsehen nach, wir verhandeln keine eigenen Lizenzen“, sagt der 31-jährige Düe heute im Tweek-Quartier, einem verglasten Erdgeschoss-Büroraum in einem Hinterhof in der Münzstraße in Mitte. Das heißt konkret: Tweek.tv hostet keine eigenen Inhalte, es bündelt das Angebot der kostenpflichtigen Video-On-Demand-Anbieter  iTunes, Amazon VoD, Netflix, Lovefilm, Crackle und Vudu unter einem Dach und verrät, welche Filme meinen Freunden gefallen – der Login funktioniert ausschließlich über den eigenen Facebook-Account. So sieht der Nutzer auf Tweek.tv zwar, welche seiner digitalen Bekanntschaften „The Big Lebowski“ mögen oder „Dr. House“ gesehen haben und erfährt, wo er sich diese Empfehlungen zu welchem Preis anschauen kann. Beliebte US-amerikanische Serien etwa werden aber vor ihrer deutschen Erstausstrahlung auch bei Tweek nicht zu finden sein. Düe, der seit zehn Jahren in der Berliner Internetbranche, zuletzt als Plattformmanager bei einem Mobilfunkunternehmen, arbeitet, ist dennoch optimistisch: „Ich lehne mich zurück und entdecke für mich spannende Inhalte &#8211; zusammengestellt von Kuratoren, deren Interessen und Geschmack ich teile. Das können Freunde, Celebrities oder andere interessante Menschen sein“, so sein Szenario.</p>
<p><a title="tweek.tv" href="http://www.tweek.tv" target="_blank">Tweek.tv</a> befindet sich noch in der geschlossenen Beta-Phase und wird vorerst nur auf dem iPad funktionieren, ein Launchtermin steht noch nicht fest. Auch andere Anbieter machen sich in ihren Sparten auf, Fernsehen einem veränderten Nutzerverhalten anzupassen, <a title="http://fabian-soethof.de/2011/06/07/tape-tv-ceo-conrad-fritzsch-interview/" href="http://fabian-soethof.de/2011/06/07/tape-tv-ceo-conrad-fritzsch-interview/">tape.tv</a> oder TunedIn, zum Beispiel. Grund zur Eile sieht Düe nicht und versucht, den Erfolg realistisch einzuschätzen: „Fernsehen ist stark habitualisiert. Das wird noch dauern, bis wir oder irgendwer den Service hin bekommt, der so richtig cool ist. Das ist aktuell noch kein Rennen gegen die Zeit.“</p>
<p><em>(erschienen in: <a title="http://www.zitty.de/folge-9-tweek.html" href="http://www.zitty.de/folge-9-tweek.html" target="_blank">zitty, 5/2012, S. 63</a>)</em></p>
<p><em>Update: Tweek.tv launchte seine <a title="http://kress.de/tagesdienst/detail/beitrag/115271-entdeckungsoberflaeche-fuer-inhalte-ipad-app-tweek-verlinkt-empfehlungen-mit-inhalten.html" href="http://kress.de/tagesdienst/detail/beitrag/115271-entdeckungsoberflaeche-fuer-inhalte-ipad-app-tweek-verlinkt-empfehlungen-mit-inhalten.html" target="_blank">iPad-App am 19. März 2012</a><br />
</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2732&amp;md5=72118482c42f2e4261a21bf6d7abc6e5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>„Wir wollen der Lonely Planet 2.0 werden“</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2012/04/09/gidsy/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 12:45:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2012/04/09/gidsy/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/01/Gidsy_Founders_Floris_Edial_Dekker_Philipp_Wassibauer-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Gidsy" title="Gidsy_Founders_Floris_Edial_Dekker_Philipp_Wassibauer" /></a>Aus der zitty-Serie "Berliner Internet-Start-Ups", Folge 7: Wie Gidsy ein virtueller Marktplatz für Aktivitäten werden will ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Aus der zitty-Serie &#8220;Berliner Internet-Start-ups&#8221;, Folge 7: Wie Gidsy ein virtueller Marktplatz für Aktivitäten werden will</em><strong><br />
</strong></p>
<p>Edial Dekker mag Pilze. Das ist noch keine Geschäftsidee, aber die Suche nach Experten, die ihm zeigen, wo er in seiner neuen Wahlheimat mehr über seine Lieblingszutat erfährt und findet, ließ dem gelernten Koch keine Ruhe. Seit zweieinhalb Jahren lebt der 27-jährige Niederländer in Berlin, gründete dort mit seinem Bruder Floris das Designstudio <a title="http://yourneighbours.de/" href="http://yourneighbours.de/" target="_self">„Your Neighbours“</a> und arbeitete unter anderem für Kunden wie <a title="Etsy.com" href="http://ww.etsy.com" target="_blank">Etsy.com</a>. So einen Kunst- und Handwerks-Marktplatz müsste es doch auch für Spezialisten geben, die ihre Ortskenntnisse und Fähigkeiten mit Suchenden teilen möchten, dachte Dekker also im Sommer 2011. Ein paar Wochen später waren seine bisherigen Kunden aufgegeben, Gidsy.com gemeinsam mit seinem Bruder und dem Österreicher Philipp Wassibauer gegründet und Investoren gefunden, im November ging die Seite online.</p>
<div id="attachment_2664" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/01/Gidsy_Founders_Floris_Edial_Dekker_Philipp_Wassibauer.jpg"><img class="size-full wp-image-2664" title="Gidsy_Founders_Floris_Edial_Dekker_Philipp_Wassibauer" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/01/Gidsy_Founders_Floris_Edial_Dekker_Philipp_Wassibauer.jpg" alt="Gidsy" width="589" height="299" /></a><p class="wp-caption-text">Dekker, Dekker, Wassibauer: So sehen sie aus, die Gründer von Gidsy.com</p></div>
<p>Das Modell hinter Gidsy ist einfach: Orts- und Fachkundige bieten in Führungen oder Workshops ihre Kenntnisse und ihr Können an und setzen Teilnehmerzahl und Preis selber fest. Für fünf Euro zum Beispiel führt Igor S. Berlin-Interessierte durch Coffeeshops und die Geschichte des Kaffees, für 30 Euro gibt Mira O’Brien einen dreistündigen Zeichenkurs; Teilnehmer können im Nachhinein transparent bewerten und kommentieren, wie es ihnen gefallen hat. Für jede Buchung kassiert Gidsy eine zehnprozentige Vermittlungsgebühr. Dass die Leute sich über Gidsy finden, dann aber privat verabreden, kann Dekker nicht ausschließen, baut aber auf den Community-Charakter. Mitmachen und anbieten kann erstmal jeder, der eine real existierende Person und keine Firma ist: „Wir checken nicht alle Angebote gegen, das soll wie Youtube funktionieren“, hofft Dekker.</p>
<p>An <a title="www.gidsy.com" href="http://www.gidsy.com" target="_blank">Gidsy.com</a> arbeiten in einem versteckten Dachgeschoss-Fabrikloft am Kottbusser Tor zurzeit sechs Mitarbeiter. Ende Januar werden es schon zehn sein, schließlich soll Berlin nur der Anfang gewesen sein. Lokalisierungen für Amsterdam und New York gibt es bereits, San Francisco, London und eine deutschsprachige Version folgen – und dank Facebook, Twitter und Co. soll Gidsy schnell zum Selbstläufer werden: „Wir wollen der Lonely Planet 2.0 werden“, sagt Dekker über seinen Marktplatz für Aktivitäten. Er selbst habe darüber schon Kochkurse angeboten und in seiner eigenen Küche neue Freunde und Rezepte gefunden, sagt er. Und sogar einen regionalen Pilzexperten.</p>
<p><em>(erschienen in: <a title="http://www.zitty.de/folge-7-gidsy.html" href="http://www.zitty.de/folge-7-gidsy.html" target="_blank">zitty 2/2012, S. 58</a>)</em><strong><br />
</strong></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2661&amp;md5=a807adc4863c3ea769ce1d08cef35d97" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Carbon Copies</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Mar 2012 14:58:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2012/03/28/carbon-copies/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/03/Pressemitteilung-an-offenen-Verteiler_schwarz-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Screenshot" title="Pressemitteilung an offenen Verteiler_schwarz" /></a><p>Zwei E-Mails aus meinem heutigen Posteingang:</p>
<p><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/03/Pressemitteilung-an-offenen-Verteiler_schwarz.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2821" title="Pressemitteilung an offenen Verteiler_schwarz" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/03/Pressemitteilung-an-offenen-Verteiler_schwarz.jpg" alt="Screenshot" width="589" height="276" /></a></p>
<blockquote><p><strong>Betreff: Pressemitteilung &#8211; Launch der Crowd-Founding-Plattform &#8220;___&#8221;</strong></p>
<p>Sehr geehrter Damen und Herren,</p>
<p>___ ist der einfachste Weg, ein eigenes Projekt über das Internet zu finanzieren. Dafür kooperiert ___ bereits zum Start mit über 700 verschiedenen Online-Shops, u.a. mit ___, ___, und ___. Werden die Einkäufe über die ___-Website oder das Browser-Add-on getätigt, fließt vom Shopbetreiber ein Bonus in das ausgewählte Projekt. Die Höhe des Bonus variiert von Shop zu Shop. Der Einkauf wird</p></blockquote><p>&#8230; <a href="http://fabian-soethof.de/2012/03/28/carbon-copies/" class="read_more"><br />weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei E-Mails aus meinem heutigen Posteingang:</p>
<p><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/03/Pressemitteilung-an-offenen-Verteiler_schwarz.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2821" title="Pressemitteilung an offenen Verteiler_schwarz" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/03/Pressemitteilung-an-offenen-Verteiler_schwarz.jpg" alt="Screenshot" width="589" height="276" /></a></p>
<blockquote><p><strong>Betreff: Pressemitteilung &#8211; Launch der Crowd-Founding-Plattform &#8220;___&#8221;</strong></p>
<p>Sehr geehrter Damen und Herren,</p>
<p>___ ist der einfachste Weg, ein eigenes Projekt über das Internet zu finanzieren. Dafür kooperiert ___ bereits zum Start mit über 700 verschiedenen Online-Shops, u.a. mit ___, ___, und ___. Werden die Einkäufe über die ___-Website oder das Browser-Add-on getätigt, fließt vom Shopbetreiber ein Bonus in das ausgewählte Projekt. Die Höhe des Bonus variiert von Shop zu Shop. Der Einkauf wird dadurch allerdings nicht teurer. Man muss nichts zahlen oder spenden, sondern das Geld sammeln funktioniert ganz einfach nebenbei, wenn man einen Online-Einkauf tätigt.</p>
<p>Die weiteren Informationen entnehmen Sie bitte der beiliegenden Pressemitteilung.</p>
<p>Für Fragen stehe ich Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung.</p>
<p>Herzlichen Gruß,</p>
<p>Christian ___<br />
-Geschäftsführer-</p></blockquote>
<blockquote><p><strong>Re: Pressemitteilung &#8211; Launch der Crowd-Founding-Plattform &#8220;___&#8221;</strong></p>
<p>Sehr geehrter Herr ___,</p>
<p>ich schlage als erstes Projekt das Thema &#8220;Wie bediene ich meine Email-Software unter besonderer Berücksichtigung des Datenschutzes von</p>
<p>349 Email-Adressinhabern&#8221; vor.</p>
<p>Nichts für ungut,</p>
<p>Manuela</p></blockquote>
<p><em>(Leerstellen und Schwärzungen von mir)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2810&amp;md5=c2331c07fd33888ff6d6c49284886857" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Dem Hund geht es nicht gut</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2012/03/14/dem-hund-geht-es-nicht-gut/</link>
		<comments>http://fabian-soethof.de/2012/03/14/dem-hund-geht-es-nicht-gut/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 Mar 2012 14:32:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Boulevard]]></category>
		<category><![CDATA[Burda]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeit Revue]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2012/03/14/dem-hund-geht-es-nicht-gut/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/03/Freizeit_Revue_12_2012_Angelika_Milster_Tod-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Angelika Milster in der Freizeit Revue: Tod nach Routine-OP?" title="Freizeit_Revue_12_2012_Angelika_Milster_Tod" /></a><p>Mich durchfuhr der Hauch eines Schocks beim ersten Anblick der folgenden Überschrift (und das nicht, weil Angelika Milster jetzt wie Gwyneth Paltrow aussähe):</p>
<p>Ärztepfusch? Allergie? Eine unentdeckte Krankheit? Was ist da bloß passiert? Bevor Sie lange rätseln -</p>
<p>hier die Auflösung:</p>
<p>Arme Erna, wirklich. Aber auch: Puuh! Und das war nur die erstbeste Seite, die ich aufschlug. Das wird noch eine wahre Adrenalin-Achterbahnfahrt, die weitere Lektüre der <a title="http://www.hubert-burda-media.de/geschaeftsfelder/verlage-inland/marken/-freizeit-revue_aid_8258.html" href="http://www.hubert-burda-media.de/geschaeftsfelder/verlage-inland/marken/-freizeit-revue_aid_8258.html" target="_blank">&#8220;Freizeit Revue&#8221;</a>. Darauf einen Schmortopf.</p>
<p><em>(Mehr Klatschblatt-Skandale <a title="http://www.juliane-wiedemeier.de/?p=1818" href="http://www.juliane-wiedemeier.de/?p=1818"</em>&#8230; <a href="http://fabian-soethof.de/2012/03/14/dem-hund-geht-es-nicht-gut/" class="read_more"><br />weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mich durchfuhr der Hauch eines Schocks beim ersten Anblick der folgenden Überschrift (und das nicht, weil Angelika Milster jetzt wie Gwyneth Paltrow aussähe):</p>
<div id="attachment_2795" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/03/Freizeit_Revue_12_2012_Angelika_Milster_Tod.jpg"><img class="size-full wp-image-2795" title="Freizeit_Revue_12_2012_Angelika_Milster_Tod" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/03/Freizeit_Revue_12_2012_Angelika_Milster_Tod.jpg" alt="Angelika Milster in der Freizeit Revue: Tod nach Routine-OP?" width="589" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Angelika Milster in der &quot;Freizeit Revue&quot;: &quot;Tod nach Routine-OP&quot;</p></div>
<p>Ärztepfusch? Allergie? Eine unentdeckte Krankheit? Was ist da bloß passiert? Bevor Sie lange rätseln -</p>
<p>hier die Auflösung:</p>
<div id="attachment_2796" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/03/Freizeit_Revue_12_2012_2_Angelika_Milster_Tod_Erna.jpg"><img class="size-full wp-image-2796" title="Freizeit_Revue_12_2012_2_Angelika_Milster_Tod_Erna" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/03/Freizeit_Revue_12_2012_2_Angelika_Milster_Tod_Erna.jpg" alt="Angelika Milster und Dackeldame Erna in der Freizeit Revue" width="589" height="723" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Es braucht noch Zeit für eine neue Liebe&quot;: Trauer um Dackeldame Erna, nicht um Angelika Milster</p></div>
<p>Arme Erna, wirklich. Aber auch: Puuh! Und das war nur die erstbeste Seite, die ich aufschlug. Das wird noch eine wahre Adrenalin-Achterbahnfahrt, die weitere Lektüre der <a title="http://www.hubert-burda-media.de/geschaeftsfelder/verlage-inland/marken/-freizeit-revue_aid_8258.html" href="http://www.hubert-burda-media.de/geschaeftsfelder/verlage-inland/marken/-freizeit-revue_aid_8258.html" target="_blank">&#8220;Freizeit Revue&#8221;</a>. Darauf einen Schmortopf.</p>
<p><em>(Mehr Klatschblatt-Skandale <a title="http://www.juliane-wiedemeier.de/?p=1818" href="http://www.juliane-wiedemeier.de/?p=1818" target="_blank">hier</a>, <a title="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/wenn-man-als-redaktion-einen-fehler-gemacht-hat/" href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/wenn-man-als-redaktion-einen-fehler-gemacht-hat/" target="_blank">hier</a> und <a title="http://klatschkritik.blog.de/2012/02/24/hurra-ente-12926855/" href="http://klatschkritik.blog.de/2012/02/24/hurra-ente-12926855/" target="_blank">hier</a>, zum Beispiel)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2793&amp;md5=d705040981f059adcfef987b1ca4621a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Listenwahn 2011: Die Serien des Jahres</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Mar 2012 12:48:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<category><![CDATA[2011]]></category>
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		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>
		<category><![CDATA[Serien]]></category>

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		<description><![CDATA[Bevor auch 2012 Geschichte ist: Hier, nach den Filmen des Jahres, meine Serien des Jahres 2011. Nehmt das, Deadlines!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Bevor auch 2012 Geschichte ist: Hier, nach den <a href="http://fabian-soethof.de/2012/01/24/listenwahn-2011-die-filme-des-jahres/">Filmen des Jahres</a>, meine Serien des Jahres 2011. Nehmt das, Deadlines!</em></p>
<p><strong>1. &#8220;Dexter&#8221;</strong></p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/L9LdFqMKP6k?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Ein Vater, der bei der Mordkommission Miami Mordschauplätze analysiert und in seiner Freizeit selbst ein Serienmörder ist &#8211; Hölle, ja! In der sechsten Staffel holten die Macher zum biblischen Rundumschlag aus: Dexter Morgan, seine ewig fluchende und zur Abteilungsleiterin aufgestiegene Schwester Deborah und der Rest des Teams jagen den oder die Doomsday Killer, der/die seine/ihre Taten durch Gott rechtfertigt/-en und mit Bibelstellen belegt/-en &#8211; während Dexter auf persönliche Rachefeldzüge geht und sich mit seiner Manie arrangiert. Blut, Präzision, Humor, eine Sympathie für das Gute im Bösen und vice versa &#8211; und ein Cliffhanger, der Dexter sein bisheriges Leben kosten könnte.<br />
<strong><br />
2. &#8220;Breaking Bad&#8221;</strong></p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/Y7AvqD2loX4?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der krebskranke Chemielehrer und Familienvater Walter White steigt in der vierten Staffel endgültig zum Drogenbaron auf und geht über Leichen. Ähnliche Charakteridee wie bei &#8220;Dexter&#8221;: ein Mann führt ein Doppelleben zwischen Gut und Böse. White ist ein tragischer Held. Ein Held, der erst nicht anders kann &#8211; und irgendwann nicht anders will. Großartiges Kino in Serienform.</p>
<p><strong>3. &#8220;Modern Family&#8221;</strong></p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/0oDmJnhYFag?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Ed O&#8217;Neill als Sitcom-Patriarch. Da war doch was? Statt sich eierkraulend auf der Couch von seinem Job als Schuhverkäufer zu erholen, spielt der ewige Al Bundy zwölf Jahre nach dem Ende von &#8220;Eine schrecklich nette Familie&#8221; Jay Pritchett, zurückgenommenes Oberhaupt und Bindeglied einer liebenswürdigen Patchworkfamilie, wie sie im ach so modernen Drehbuche steht. Da wären zum Beispiel seine Tochter aus erster Ehe, Claire, deren Mann Phil Dunphy seinen drei Kindern Haley, Alex und Luke der coole Dad sein will, der er nicht ist. Oder Claires Bruder Mitchell, der mit seinem Freund Cameron die kleine Lily aus Vietnam adoptiert hat. Oder Pritchetts zweite Frau, die leidenschaftliche Kolumbianerin Gloria (Sofia Vergara), deren 13-jähriger Sohn Manny aus erster Ehe sehr altklug und in seine zwei Jahre ältere Stiefnichte Haley verliebt ist. Alles im Mockumentary-Stil gedreht, man bekommt also alle Selbst- und Fremdwahrnehmungen der Charaktere ungeniert mit. Einerseits ein Heidenspaß, der andererseits oft leider noch viel zu brav bleibt &#8211; und auf ABC letztes Jahr in die dritte Staffel ging.</p>
<p><strong>4. &#8220;Sherlock&#8221;</strong></p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/cSQq_bC5kIw?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Messerscharfe BBC-Kurzserie, die Arthur Conan Doyles Klassiker mehr noch in die <a title="http://faz-community.faz.net/blogs/fernsehblog/archive/2011/07/23/maenner-die-auf-handys-starren-sherlock-ist-der-erste-krimi-mit-eingebauter-app.aspx" href="http://faz-community.faz.net/blogs/fernsehblog/archive/2011/07/23/maenner-die-auf-handys-starren-sherlock-ist-der-erste-krimi-mit-eingebauter-app.aspx" target="_blank">Gadget-Gegenwart</a> holt, als es Steampunk Guy Ritchie tat. Mit einem Benedict Cumberbatch, der an der Seite von Martin Freeman als Dr. Watson den arschcoolsten und neben der Spur stehendsten Sherlock Holmes seit&#8230; naja, seit Robert Downey Jr. spielt.</p>
<p><strong>5. &#8220;The Big Bang Theory&#8221;</strong></p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/ukV8CLJzfTY?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Vier Nerds und ein Mädchen. Ein blondes Dummchen und vier schlecht angezogene Uni-Wissenschaftler mit Vorlieben für Comics und Star Wars und entsprechenden Schwächen im Sozialen. Eigentlich Stoff für flachen Stereotypen-Humor und für eine Kalauer-Sitcom. Aber wie clever die geschrieben ist! Und was für ein arroganter, überzogener und untragbarer Soziopath dieser Dr. Sheldon Cooper (Jim Parsons) sein kann! Nur als Kommentar auf die klägliche <a title="http://meedia.de/print/ist-business-punk-die-bessere-wired/2011/09/23.html" href="http://meedia.de/print/ist-business-punk-die-bessere-wired/2011/09/23.html" target="_blank">Geek-Debatte unter deutschen (Interims-)Chefredakteuren</a> funktionieren die fünf Staffeln, ihr Erfolg und ihre Beliebtheit freilich nicht, &#8220;The Big Bang Theory&#8221; war schließlich vorher da.<a title="http://gewinnspiele.fantasticzero.de/2011/10/07/the-big-bang-theory-gewinnspiel/" href="http://gewinnspiele.fantasticzero.de/2011/10/07/the-big-bang-theory-gewinnspiel/" target="_blank"> Bazinga. </a><br />
<strong><br />
6. &#8220;Stromberg&#8221;</strong></p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/Hr5JtqdXzgc" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Deutschlands angeblich fiesester Chef war zurück und bekam die Schadensregulierung in der Capitol-Versicherung trotz Frauen- und Ausländerquoten sowie dem üblichen Mobbing noch immer nicht in den Griff. Ulf kann keine Kinder machen, Stromberg will keine haben und der Charakter von Ernie ist leider diesmal ein so maßlos Überzogener, dass bei ihm kaum noch das bisherige &#8220;Stromberg&#8221;-Erfolgsargument gelten kann, dass es in deutschen Büros und unter deutschen Beamten tatsächlich ähnlich zuginge. Trotzdem und obwohl es immer noch nur eine Kopie des britischen Originals „The Office“ ist, ist &#8220;Stromberg&#8221; immer noch ein Leuchtturm in der<a title="http://blog.brash.de/2012/02/21/nilz-zappt-7/" href="http://blog.brash.de/2012/02/21/nilz-zappt-7/" target="_blank"> irrlichternden deutschen Comedy.</a></p>
<p><strong>7. &#8220;Walking Dead&#8221;</strong></p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/lgvgAFzldMs" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Bisher sechsteilige Serienadaption der legendären Comicvorlage. Beginnt unspektakulärer als ihr Ruf: Bei einem Routine-Einsatz geraten die befreundeten Cops Rick Grimes und Shane Walsh in einen Schusswechsel. Als Grimes (Andrew Lincoln) Tage später im Krankenhaus aufwacht, findet er nichts als verwelkte Blumen und Untote, die nach ihm lechzen. Der einsame Cowboy macht sich auf die Suche nach seiner Familie und anderen Überlebenden und reitet bei seinem Streifzug durch die Gegend um Atlanta über Leichen (wenn sie nicht schon welche wären). „The Walking Dead“ ist bis dahin nicht viel mehr als eine weitere, wenn auch toll gedrehte „Zombies im Kaufhaus“-Version, gewinnt aber an Tiefe und Fahrt durch das soziale Gefüge derer, die noch nicht gebissen wurden – einem kleinen Panoptikum der Klischees und Legenden einer us-amerikanischen Gesellschaft.</p>
<p><strong>8. &#8220;Der Tatortreiniger&#8221;</strong></p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/JVmtJi_d-kI" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Strombergs Ernie-Darsteller Bjarne Mädel als grundsolider Malocher von der  &#8220;SpuBe&#8221;, der Spurenbeseitigung. Trifft bei Tatortreinigungen  Hinterbliebene der Opfer und führt mit ihnen zwischen Blut und  unfreiwilliger Bekanntschaft philosophische Gespräche über den Sinn des Lebens, ohne es zu wissen. Intelligent, kurzweilig und  Grimme-Preis-verdächtig. Müsste wegen des NDR-Programmfiaskos eigentlich  erst nächstes Jahr auf dieser Liste stehen. Steht aber alles drüben bei  <a title="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/ein-mann-fuer-den-letzten-dreck/" href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/ein-mann-fuer-den-letzten-dreck/" target="_blank">Stefan Niggemeier</a>.</p>
<p><strong>9. &#8220;True Blood&#8221;</strong></p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/bvdSHbRLTPw" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Ach, bitte, liebe „True Blood“-Macher: Kommt wieder runter auf den Boden der fantastischen Kerngeschichten, für die man Euren Serienquatsch immer so gerne sah. Eine Vampir-Opposition, die sich im fiktiven Örtchen Bon Temps in Louisiana wider ihrer Natur und dank des Blutersatz „True Blood““ eine friedliche Koexistenz mit den Menschen aufbauen will; ein sogenannter <a href=“http://en.wikipedia.org/wiki/White_trash“ target=“_blank“>White Trash</a>, der das Vampirblut „V“ als Kultdroge entdeckt; Barbesitzer, die sich in Hunde und andere Tiere aus der Umgebung verwandeln können; eine blonde Kellner-Zicke, die von dem anfangs so noblen Bill Compton (Stephen Moyer) und dem so eiskalten Eric Northman (Alexander Skarsgård) mindestens sexuell umgarnt wird und selbst unbekannte Kräfte in sich trägt; ihr Bruder, der erst nur ficken und dann Läuterung in einer reaktionären Sekte finden will; Hexen, Medien, Homosexuelle und Politiker – die Serienadaption der <a href=“http://en.wikipedia.org/wiki/The_Southern_Vampire_Mysteries“ target=“_blank“>Sookie Stackhouse-Romane</a> funktionierte hervorragend als Gesellschaftskommentar („Alle sind gierig, alle sind anders“) auf der zweiten und als Out Of The Box-Vampir-Action voller Sex und Blut auf der ersten Ebene. In der vierten Staffel aber wird dem gemeinen Zuschauer vor lauter unlogischer Wendungen, Wiederkehren, Endzeitalbernheiten und Gefühlsduseleien schwindelig und lässt am Ende nur noch hoffen, dass die kommende fünfte Staffel sich besinnt oder die letzte sein wird.</p>
<p><strong>10. &#8220;V &#8211; Die Besucher&#8221;</strong></p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/LQoSCEMzJYE" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Das 2009-Remake des Serienklassikers von 1983 lief im Sommer auf Pro7, zwei Jahre davor auf ABC und wurde nach nur zwei Staffeln vorzeitig abgesetzt &#8211; gerade dann, als es endlich spannend wurde. Die Moral nämlich, dass Diktaturen immer wieder passieren können, dass das Fremde in Wahrheit unter und in uns lebt und dass Rassismus an jeder Ecke herrscht sowie der schrecklich stumpfe Charakter von Agentin Erica Evans in der Hauptrolle (&#8220;Lost&#8221;-Star Elizabeth Mitchell) kam mit dem Weltraumhammer, Logik- und Handlungslücken inklusive. Immerhin war die spätere „Homeland“-Darstellerin Morena Baccarin als Anna schon eine ziemlich attraktive Aliendiktatorin, während ihre Metamorphosen sowie ein angeheuerter Auftragskiller und ein ballernder Priester mit Gewissensbissen für Popcorn-Action sorgten &#8211; so fern die denn im Produktionsbudget drin war. Und so komme ich auf zehn Serien. Bis zum nächsten Jahr.</p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2654&amp;md5=1c83e05c61e5aeffe9cf638d9e84ee4c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Noch acht Minuten, Dad</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Feb 2012 11:51:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Teleschau]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2012/02/13/extrem-laut-und-unglaublich-nah/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/02/Extrem_Laut_und_Unglaublich_Nah_Extremely_Loud_and_Incredibly_Close_Sydow_Horn-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Extrem laut und unglaublich nah" title="Extrem_Laut_und_Unglaublich_Nah_Extremely_Loud_and_Incredibly_Close_Sydow_Horn" /></a>9/11-Kitsch, Fantasie und Familienfindung: Stephen Daldrys Bestseller-Adaption „Extrem laut und unglaublich nah“ lief auf der 62. Berlinale außer Konkurrenz.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>9/11-Kitsch, Fantasie und Familienfindung: Stephen Daldrys Bestseller-Adaption „Extrem laut und unglaublich nah“ lief auf der 62. Berlinale außer Konkurrenz</em></p>
<p>Oskar hat eine scheinbar unlösbare Aufgabe vor sich. Sein Vater, der Juwelier Thomas Schell, kam bei den Anschlägen am 11. September 2001 im World Trade Center ums Leben. Zwei Jahre nach dem „schlimmsten Tag“, wie Oskar ihn nennt, findet der zurückgezogene Neunjährige in Papas Kleiderschrank einen Schlüssel, aber keinen Hinweis darauf, in welches Schloss er passt. Und weil sein Dad nie etwas dem Zufall überließ und seinen Sohn schon zu Lebzeiten animierte, genauer hinzusehen („Wenn man glauben will, findet man Gründe dafür“), macht Oskar sich minutiös auf die Suche – nach dem Schlüsselloch, nach Vergangenheit, Gegenwart und nach der Lösung des letzten Rätsels seines Vaters, nach Fremden und Familie und somit am Ende auch nach sich selbst.</p>
<div id="attachment_2735" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/02/Extrem_Laut_und_Unglaublich_Nah_Extremely_Loud_and_Incredibly_Close_Sydow_Horn.jpg"><img class="size-large wp-image-2735" title="Extrem_Laut_und_Unglaublich_Nah_Extremely_Loud_and_Incredibly_Close_Sydow_Horn" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/02/Extrem_Laut_und_Unglaublich_Nah_Extremely_Loud_and_Incredibly_Close_Sydow_Horn-589x392.jpg" alt="Extrem laut und unglaublich nah" width="589" height="392" /></a><p class="wp-caption-text">Alt- und Jungstar: Max von Sydow und Thomas Horn in &quot;Extrem laut und unglaublich nah&quot;</p></div>
<p>„Extrem laut und unglaublich nah“ bemüht sich, das Innenleben von Oskar Schell vor und nach seinem persönlichen 9/11 zu sezieren. In Rückblicken lernt der Zuschauer etwa, dass Oskar schon vor dem Tag, an dem sein Vater starb, ein Schisser war, dem selbst die Schaukel im Central Park zu gefährlich ist. Jetzt, auf seiner Suche quer durch New York, erzählt der Junge einer fremden Frau, dass er mal auf Asperger-Syndrom getestet worden wäre und begegnet neuen irdischen Ängsten; Zügen, U-Bahnen, Brücken, Hochhäusern, alten Menschen, zum Beispiel. Er gibt nicht auf, alles muss schließlich einen Sinn ergeben, findet er. Aber es gibt, so mahnt ihn seine verzweifelte Mutter in einer der bewegendsten Szenen unter Tränen, nichts Sinnloseres als den Tod seines Vaters und all der anderen Menschen, weil ein anderer Mann in ein Hochhaus geflogen sei. Das erkennt Oskar freilich nicht, sein Motiv indes selbst am besten: „Wenn die Sonne plötzlich nicht mehr wäre, wäre die Welt noch acht Minuten heil“, sagt er im Verlauf seiner Suche, weil es noch acht Minuten dauern würde, bis ihr Licht die Erde nicht mehr erreicht. Diese acht Minuten will er sich seinen Dad mindestens bewahren. Vielleicht ja auch für immer.</p>
<p>Die Romanvorlage zu „Extrem laut und unglaublich nah“ von Bestsellerautor Jonathan Safran Foer galt wie so viele Bestseller als unverfilmbar, weil Foer ein so unkonventioneller Erzähler ist und sich Bildern, Briefen, Illustrationen und Oskars Gedanken bediente. Regisseur Stephen Daldry („Billy Elliot“, „Der Vorleser“) ist es mithilfe seines Ensembles dennoch gelungen, aus der komplexen Geschichte einen zweistündigen und recht konventionellen Kinofilm zu drehen, der gleichzeitig Drama, Liebesfilm, Märchen, Fantasie und Generationsporträt ist, ohne jemals in ein Extrem abzudriften. Der vielversprechende Hauptdarsteller Thomas Horn sieht in seiner allerersten Rolle aus wie ein sehr junger Elijah Wood, allein mehr Kindlichkeit als Maskerade hätte ihm hier noch besser zu Gesicht gestanden. Max von Sydow brilliert als Großmutters Untermieter, dem es seit seiner Flucht aus dem Dresden des Zweiten Weltkriegs die Sprache verschlagen hat. Und die Besetzung von Sandra Bullock und Tom Hanks als Oskars Eltern hätte mehr Kitschmomente hergegeben, als Daldry sie zulässt. Am Ende sind es trotzdem Bullock und die nach Tränendrüsen geifernden letzten 30 Minuten, die aus einem überkandidelten Blockbusterversuch ein rührendes Familien- und Sozialdrama machen. Dessen Romanvorlage danach noch mehr herzugeben verspricht.</p>
<p><em>(erschienen bei:<a href="http://www.teleschau.de/"> teleschau</a>, 10. Februar 2012)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2730&amp;md5=9a3c8100753af17decdcdd0494f3e4c3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Listenwahn 2011: Die Filme des Jahres</title>
		<link>http://fabian-soethof.de/2012/01/24/listenwahn-2011-die-filme-des-jahres/</link>
		<comments>http://fabian-soethof.de/2012/01/24/listenwahn-2011-die-filme-des-jahres/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 13:54:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[gesehen]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur schönen Tradition der Jahresbestenlisten: meine Lieblingsfilme 2011. Lassen Sie sich von der Blockbuster-Dichte bitte nicht abschrecken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wegen der schönen <a href="http://fabian-soethof.de/2010/12/22/listenwahn-2010-die-filme-des-jahres/">Tradition</a> der Jahresbestenlisten: meine Lieblingsfilme 2011. Lassen Sie sich von der Blockbuster-Dichte bitte nicht abschrecken.</p>
<p><strong>1. &#8220;Halt auf freier Strecke&#8221;</strong> </p>
<p>Weil ich nach &#8220;In einem Land vor unserer Zeit&#8221; wieder <a title="http://filmfernsehen.brash.de/2011/11/17/halt-auf-freier-strecke-andreas-dresen-kino/" href="http://filmfernsehen.brash.de/2011/11/17/halt-auf-freier-strecke-andreas-dresen-kino/" target="_blank">im Kino weinen</a> musste. Mittags um 12. </p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/LxnCDAcOCg8" frameborder="0" allowfullscreen></iframe> </p>
<p><strong>2. &#8220;Melancholia&#8221;</strong> </p>
<p>Ein paar Fragen, die sich da stellen: Ist Lars von Triers apokalyptischer Zwei-Akter &#8220;Melancholia&#8221; ein Lehrstück in Optimismus oder Pessimismus? Lohnt sich etwas so Irdisches, Zwischenmenschliches, Konformes wie eine Hochzeit nicht mehr, wenn man weiß, dass die Erde untergeht? Oder dann erst recht? Selbst Jack Bauer kapituliert. </p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/wzD0U841LRM" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>3. &#8220;The Future&#8221;</strong> </p>
<p>Es geht um eine Katze. Und um zwei Thirtysomethings, die sich auf der Suche nach dem Sinn des Lebens in der Richtungslosigkeit ihrer eigenen Generation verlieren. Und um eine Katze. </p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/u2FuwJh8DSs" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>4. &#8220;Beginners&#8221;</strong> </p>
<p>In Melanie Laurent könnte man sich hier auf der Stelle verknallen. Das bemerkt auch Ewan McGregor, obwohl sein Vater (Christopher Plummer) nach dem Tod seiner Frau als 70-Jähriger sein Coming Out feiert und vorgibt, andere Vorstellungen von der Liebe zu haben. </p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/rXUFUp6vsxg" frameborder="0" allowfullscreen></iframe> </p>
<p><strong> 5. &#8220;The King&#8217;s Speech&#8221;</strong> </p>
<p>Merke: Royals sind auch nur Menschen. Colin Firth <a href=" http://fabian-soethof.de/2011/03/21/das-stottern-des-konigs/">als stotternder Herzog Albert und späterer König</a> ist einer von ihnen. Und Geoffrey Rush ein Oscar-reifer Schelm. </p>
<p><iframe width="589" height="429" src="http://www.youtube.com/embed/OsxjM03ME7s" frameborder="0" allowfullscreen></iframe> </p>
<p><strong>6. &#8220;Black Swan&#8221;</strong> </p>
<p>Ballerina bis auf&#8217;s Blut: Wie Natalie Portman den weißen und den schwarzen Schwan spielt und vor lauter Wahn so wenig wie der Zuschauer weiß, was passiert ist und was nicht, grenzt an tatsächliche Selbstzerstörung. Und an einen Horrorfilm. </p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/5jaI1XOB-bs" frameborder="0" allowfullscreen></iframe> </p>
<p><strong>7. &#8220;Biutiful&#8221;</strong> </p>
<p>Javier Bardem ist eine arme Sau im aristotelischsten Sinne. Und Barcelona der Vorhof zur Hölle. </p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/m_OrqZQV8p8" frameborder="0" allowfullscreen></iframe> </p>
<p><strong>8. &#8220;Submarine&#8221;</strong> </p>
<p>Schon die Romanvorlage &#8220;Ich, Oliver Tate&#8221; (&#8220;Submarine&#8221; im englischen Originaltitel) von Joe Dunthorne machte deshalb Spaß, weil im Leben des Ich-Erzählers außer der ganz normalen Pubertätswirrungen eigentlich nicht viel passierte. Diese Welt wird in &#8220;Submarine&#8221; kunterbunt, liebevoll, tragikomisch und sehr britisch in Szene gesetzt. Die wunderbaren Leistungen des Ensembles um Newcomer Craig Roberts, der so aussieht wie Alex Turner von den Arctic Monkeys, sowie die Soundtrack-Songs von Alex Turner von den Arctic Monkeys tun ihr Übriges. </p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/P-WCCdkVDr4" frameborder="0" allowfullscreen></iframe> </p>
<p><strong> 9. &#8220;The Ides Of March&#8221;</strong> </p>
<p>Neben &#8220;Margin Call&#8221; das vielleicht gelungenste Blockbusterporträt über Männer an der Macht. Auch die Guten sind die Bösen. George Clooney muss als demokratischer Präsidentschaftskandidat-Kandidat scheinbar einsehen, dass es kein richtiges Leben im Falschen gibt, dass Idealismus eine Farce ist und das Bauern geopfert werden müssen. Aber in Wahrheit hatte er das schon vorher gemerkt. Und die eigentliche Hauptrolle spielt hier vom Anfang bis zum Schluss Shooting Star Ryan Gosling in seiner letzten großen Rolle, bevor er die ganz großen Rollen bekommt. </p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/McCt-_yYLpo" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>10. &#8220;One Day&#8221;</strong> </p>
<p>Nein, die auf einem Bestseller von David Nicholls basierende Liebesschnulze &#8220;One Day&#8221; ist kein guter Film, und eigentlich müsste hier &#8220;Margin Call&#8221;, &#8220;Cheyenne&#8221;, &#8220;The Fighter&#8221;, &#8220;Sherlock Holmes 2&#8243; oder &#8220;Midnight in Paris&#8221; stehen. Aber &#8220;One Day&#8221; ist eine melodramatische Schnulze, die mich mit ihrer kitschigen Botschaft (&#8220;Alles kann sofort vorbei sein&#8221;, &#8220;Schätze, was Du hast&#8221;, &#8220;Unter der Oberfläche und im Leben und Sterben sind alle Menschen gleich&#8221; und so weiter, bah) wider besseren Wissens nach einer wirklich schlechten ersten Stunde offenbar gekriegt hat. Gestehe ich. </p>
<p><iframe width="589" height="329" src="http://www.youtube.com/embed/GU4qLmIXbOE" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2648&amp;md5=f25e1b24e0e6adb51dda863f372364fd" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Hauptstadt des Internet</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 22:41:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2012/01/20/start-ups-berlin/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/01/Zeit_Start-ups-Ankündigung_Print_klein-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="" title="Zeit_Start-ups-Ankündigung_Print_klein" /></a>Amen, Gidsy, Tweek und Co.: Über zehn Jahre nach Platzen der Dotcom-Blase entwickelt sich Berlin für Kreative, Programmierer und Investoren zum Knotenpunkt der neuen Gründerszene. Eine Bestandsaufnahme.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Amen, <a href="http://fabian-soethof.de/2012/04/09/gidsy/">Gidsy</a>, <a href="http://fabian-soethof.de/2012/04/09/tweek-tv/">Tweek</a> und Co.: Über zehn Jahre nach Platzen der Dotcom-Blase entwickelt sich Berlin für Kreative, Programmierer und Investoren zum Knotenpunkt der neuen Gründerszene. Eine Bestandsaufnahme.</em></p>
<p>Sie heißen <a href="http://www.6wunderkinder.com/" target="_blank">6Wunderkinder</a>, <a href="http://readmill.com/" target="_blank">Readmill</a> oder <a href="http://mag10.my/" target="_blank">Mag10.my</a> und sie wollen die neuen Aushängeschilder von Berlin werden. Wer eine  Internetfirma gründen will, den zieht es seit einiger Zeit fast  automatisch in die Hauptstadt. Mathias Fiedler kam aus Leipzig. &#8220;Es war  cool und familiär dort&#8221;, sagt er. &#8220;Aber man lernte irgendwann keine  neuen Leute mehr kennen. In Berlin herrscht einfach viel mehr Dynamik  und Austausch.&#8221; Fiedler ist Chief Technology Officer (CTO) bei <a href="http://www.artflakes.com/" target="_blank">Artflakes.com</a> und einer der vier Organisatoren des <a href="http://webmontag-berlin.de/" target="_blank">&#8220;Webmontags&#8221;</a>.</p>
<p>In der <a href="http://www2.mobilesuite.de/coworking/standort/berlin-prenzlauer-berg" target="_blank">mobilesuite</a>,  einem Co-Working-Space neben dem Suhrkamp-Gebäude in Berlin-Prenzlauer  Berg, trifft sich die Start-up-Szene seit über einem Jahr an jedem  zweiten Montag im Monat. Das Treffen geht zurück auf die <a href="http://www.zeit.de/video/2011-04/903366282001" target="_blank">re:publica-Mitbegründer Markus Beckedahl</a> und Andreas Gebhard. Nun, am 60. Berliner Webmontag, erzählen sie von  den Anfängen. Netzwerken, Ideen präsentieren, Feedback einholen, darum  ging es damals wie heute.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2012-01/streaming-musik-deutschland" target="_blank">SoundCloud</a> und barcoo zum Beispiel waren da, bevor sie groß wurden, erinnert sich  Gebhard. Und Anwesende der ersten Stunde erinnern sich daran, dass vor  sechs Jahren zwei Typen eine Seite namens Studiverzeichnis.de  vorstellten – und ausgelacht wurden. &#8220;Wie Facebook in rot, vergesst  es!&#8221;, so lautete das damalige Feedback des Publikums.</p>
<p>Heute sprechen alle vom Feuer, von Synergieeffekten und davon, dass  Berlin zu einer Standortmarke geworden ist. &#8220;Woanders bist Du fast schon  verloren&#8221;, glaubt Fiedler, &#8220;wirklich, es brennt hier&#8221;. Diese Euphorie  erweckt den Eindruck, das neue Silicon Valley liege am Alexanderplatz.  Mit der Plattform <a href="http://siliconallee.com/" target="_blank">Siliconallee.com</a> hat der Hype auch schon einen angemessen albernen Namen.</p>
<p>(&#8230;)</p>
<p><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/01/Zeit_Start-ups-Ankündigung_Print_klein.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2682" title="Zeit_Start-ups-Ankündigung_Print_klein" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/01/Zeit_Start-ups-Ankündigung_Print_klein.jpg" alt="" width="589" height="270" /></a></p>
<p><strong>Weiterlesen auf <a title="http://www.zeit.de/digital/internet/2012-01/berlin-start-up-szene" href="http://www.zeit.de/digital/internet/2012-01/berlin-start-up-szene" target="_blank">ZEIT Online: &#8220;Berlin euphorisiert die Gründerszene&#8221;</a></strong></p>
<p><em>(erschienen bei: ZEIT Online, 13. Januar 2012)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2671&amp;md5=b674f0c798b3157edc1be9831ab5b131" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Essenschecker</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 21:37:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2012/01/20/foodblogs-berlin/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/01/Patrickbolk_highres-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="Patrick Bolk" title="Patrickbolk_highres" /></a>Über Leckeres schreiben: Wie Berliner Foodblogger die Gastrokultur der Hauptstadt für sich und Andere entdecken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Über Leckeres schreiben: Wie Berliner Foodblogger die Gastrokultur der Hauptstadt für sich und Andere entdecken.</em><span id="more-2659"></span></p>
<p>So oft war sie schon im Nazuna, schreibt Sylee Gore am 12. Oktober 2011, und bis jetzt habe sie es nie geschafft, darüber zu bloggen. Gleich bei ihr um die Ecke in Prenzlauer Berg sei das japanische Restaurant, sie erinnert sich an die Auslage knusprig-scharfer Salate, den hausgemachten Mochi, den Käsekuchen mit schwarzen Bohnen. Die Bedienung aus Kyoto erklärte ihr mal in Ruhe, wie man die Onigiri-Reisbällchen aus ihren Verpackungen befreit. Ihre dreijährige Tochter, schreibt Sylee weiter, sei bei einem Besuch mürrisch gewesen, da habe ihr der Koch kurzerhand einen Obstteller angerichtet. Unter <a title="berlinreified.com" href="http://www.berlinreified.com" target="_blank">berlinreified.com</a> (frei übersetzt: Berlin greifbar gemacht) bloggt Sylee Gore in Wort und Bild leidenschaftlich über solche und andere kulinarische Streifzüge durch Berlin und Brandenburg – und nimmt ihre Leser dadurch mit auf Entdeckungsreise.</p>
<p>„Damals gab es noch wenig im Internet über Berlin“, erinnert sich die 33-jährige Gore an die Anfänge ihres Blogs im Oktober 2006, „und über Essen schon gar nicht“. Seit über zehn Jahren wohnt die gebürtige Amerikanerin in der Hauptstadt, arbeitet in einem Verlag und schreibt freiberuflich für Reiseführer. In ihrem Blog suchte und fand sie einen Ort, um ihre Eindrücke zu sammeln. Eindrücke von kleine unabhängigen Orten, an denen die Leute mit Leidenschaft tun, was sie da tun; Orte, an denen ihre Betreiber auch mit ihren Freunden abhängen würden. Gore will diesen lokalen Stimmen einen Platz schaffen. Das können dann ihr Lieblingscafé <a href="http://sgaminegg.de/">Sgaminegg</a> in Prenzlauer Berg, eine kleine Konditorkette in Schöneberg, Farmen in Brandenburg oder ihr eigener Balkon sein, Hauptsache, es entspannt sie. Schließlich sei Essen nicht nur ein Experiment. Aus ihrer amerikanischen Heimat vermisst Gore nichts, hat aber in Deutschland zum Beispiel Quitte und Schwarzwurzel für sich entdeckt. Und was Berlin nicht mehr braucht, weiß sie umso genauer: „Viel zu viel <a title="http://fabian-soethof.de/2012/01/20/bubble-tea-berlin/" href="http://fabian-soethof.de/2012/01/20/bubble-tea-berlin/">Bubble Tea</a> gibt es hier!“</p>
<p>Die Genießerin Gore ist heute längst <a title="www.thewednesdaychef.com/berlin_on_a_platter/" href="http://www.thewednesdaychef.com/berlin_on_a_platter/" target="_blank">nicht mehr allein</a> mit ihrem Hobby in der Stadt: Über ihre und andere Blogrolls entdeckt man von <a title="nimmersatt-in-berlin.blogspot.com" href="http://nimmersatt-in-berlin.blogspot.com" target="_blank">„Nimmersatt in Berlin“</a> über <a title="www.veggie-love.de/" href="http://www.veggie-love.de/" target="_blank">„Veggie Love“</a> bis <a title="wurstsack.blogspot.com/" href="http://wurstsack.blogspot.com/" target="_blank">„Wurstsack“</a> schnell dutzende Blogs, die sich mit der Berliner Gastronomie, Einkaufstipps oder Essen im Allgemeineren beschäftigen. Die einen empfehlen ausschließlich <a title="www.nureinhobby.org/berlinbreakfastblog" href="http://www.nureinhobby.org/berlinbreakfastblog" target="_blank">Frühstücks- und Brunchrestaurants</a>, die anderen Wurst aus der Region oder vegetarische Imbisse. Sie alle sind ein bisschen das, was man an Restaurantführern und Bewertungsseiten wie Qype.com vermisst: persönlich, ehrlich, unkommerzieller, selten diffamierend, leidenschaftlicher. Und spezialisierter.</p>
<div id="attachment_2678" class="wp-caption alignright" style="width: 360px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/01/Patrickbolk_highres.jpg"><img class="size-full wp-image-2678" title="Patrickbolk_highres" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/01/Patrickbolk_highres.jpg" alt="Patrick Bolk" width="350" height="467" /></a><p class="wp-caption-text">Bio-Blogger Patrick Bolk (© Kristin Philippson)</p></div>
<p>Einer dieser Spezialisten ist Patrick Bolk. Seit 2008 bloggt er unter <a href="http://www.berlinisstbio.de/">Berlinisstbio.de</a> über Bio-Food, Nachhaltigkeit, fair gehandelte und regionale Produkte und ökologischen Lebensstil. Bolk zog vor vier Jahren vom Niederrhein nach Berlin. Auch er wunderte sich bald, dass er niemand fand, der sich über Einkaufsführer und Adresslisten hinaus mit dem Thema beschäftigte. Gerne hätte er so ein Angebot gelesen, wie er es dann selbst gemacht hat, „und ein Blog aufsetzen war am einfachsten und am billigsten“.  Anders als Flaneurin Sylee Gore wollte der 38-jährige Diplom-Pädagoge unter dem Motto „Mach Gutes bekannter“ einen geografischen und inhaltlichen Überblick über Bio-Berlin erschaffen – mit Erfolg: 2009 erschien sein Blog als Buch, diesen Sommer soll zum Blog <a title="www.deutschlandisstvegan.de" href="http://www.deutschlandisstvegan.de" target="_blank">„Deutschland isst vegan“</a>, den Bolk parallel zu „Berlin isst bio“ mit einer befreundeten Bloggerin betreibt, ein Gastro-Führer für Deutschland auf den Markt kommen. Klar, sagt Bolk, von den öffentlichen Debatten um Massentierhaltung und Ernährungsphilosophie seit dem Erfolg von Jonathan Safran Foers Sachbuch <a title="http://fabian-soethof.de/2011/02/11/jonathan-safran-foer-tiere-essen/" href="http://fabian-soethof.de/2011/02/11/jonathan-safran-foer-tiere-essen/">„Tiere Essen“</a> und „Anständig essen“ von Karen Duwe hat auch er profitiert, überhaupt sei sein Freundeskreis und eine breitere Masse viel offener für seine Themen als noch vor ein paar Jahren. Bolk will positive Alternativen anbieten, „mit Dogmatismus kommst du nicht weiter“, sagt er. Bio- und Neuland-Fleisch aus der Region hat er übrigens immer gegessen, bis er sich im vergangenen Jahr für Veganismus entschied. „Das war die beste Entscheidung meines letzten Jahres“, sagt er, „das ist gerade in Berlin auch nicht schwer“.</p>
<p>Ambitionen nach mehr Öffentlichkeit oder eine Ernährung mit Einschränkungen pflegen die Blogger von <a title="BerlinerFresse.de " href="http://www.BerlinerFresse.de " target="_blank">BerlinerFresse.de </a>nicht. Wie Gore und Bolk bloggen sie in ihrer Freizeit, dabei soll es aber auch bleiben. Seit zehn Jahren gehen sie mit einem Kern von vier, manchmal aber auch bis zu acht Freunden – übrigens allesamt gebürtige Berliner &#8211; regelmäßig essen, früher einmal die Woche, heute einmal im Monat. Seit 2006 bloggen sie darüber, um anderen Freunden und Bekannten Tipps zu geben. „Wir wurden immer wieder mal gefragt, wo man denn gut essen gehen könnte, und nie fiel uns was ein“, erinnert sich Nadja Nickl an den Anstoß zur Gründung des Blogs, „da dachten wir: das können wir auch mal aufschreiben.“ 200-300 Erfahrungsberichte sind da bislang zusammen gekommen, schätzt Nickl, die unter dem Pseudonym OrgaQueen bloggt, die meisten stammen von ihr selbst. Die Kriterien zur Restaurantauswahl sind überschaubar: Nicht zu teuer soll es sein, „weil wir ein Stammtisch sind“, und „irgendwie in der Nähe“, im Falle von Nickl aus Friedrichshain also Kreuzberg, Prenzlauer Berg oder Mitte. „Und wir bloggen nur noch darüber, was uns gefallen hat“, sagt Nickl, die wie ihre Freunde der „Berliner Fresse“ auch bei Qype bewertet und kommentiert, „vorher kam zu viel negative Kritik an unserer Kritik“. Ihr Lieblingsessen: der Fisch in „Englers Unikat“ in Friedrichshain.</p>
<p>Gore, Bolk, Nickl und Co.: Foodblogger in Berlin sind so vielfältig wie ihr Sujet. Einig sind sich alle darin, dass die Stadt Schuld an ihrem Hobby ist. „Hier will dich keiner beeindrucken, man lässt dir alle Zeit der Welt“, schwärmt Gore, auch Bolk findet in Berlin Umstände wie nirgends sonst in Deutschland: „In Berlin ist die Spanne größer: mehr Fast Food und Imbiss, weniger qualitativ hochwertige Bio-Restaurants“. Nickl mag die Vielfalt und Lockerheit, „hier bist du in allen Klamotten überall willkommen“, sagt sie. Und dann geht Gore sogar noch weiter und bricht mit einem Vorurteil: „Ich weiß, dass die Leute anderes behaupten,“ sagt sie in breitestem Amerikanisch und lacht, „aber sogar die Dienstleistungskultur finde ich in Berlin sehr entspannt und freundlich“.</p>
<p><em>(erschienen in: <a title="http://www.zitty.de/foodblogger.html" href="http://www.zitty.de/foodblogger.html" target="_blank">zitty 02/2012, 11. Januar 2012</a>)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2659&amp;md5=d1453fde91c02c2dab4afbb2d7cc5115" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Tee wie Teenager</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 21:10:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2012/01/20/bubble-tea-berlin/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/01/Bubble_Tea_Tapioka_Bubble_O_Oranienstraße_Berlin_Kreuzberg-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="" title="Bubble_Tea_Tapioka_Bubble_O_Oranienstraße_Berlin_Kreuzberg" /></a>Blubbert so bunt: Warum Bubble Tea das neue Kultgetränk unter Berliner Jugendlichen ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Blubbert so bunt: Warum Bubble Tea das neue Kultgetränk unter Berliner Jugendlichen ist</em></p>
<div id="attachment_2674" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/01/Bubble_Tea_Tapioka_Bubble_O_Oranienstraße_Berlin_Kreuzberg.jpg"><img class="size-full wp-image-2674" title="Bubble_Tea_Tapioka_Bubble_O_Oranienstraße_Berlin_Kreuzberg" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/01/Bubble_Tea_Tapioka_Bubble_O_Oranienstraße_Berlin_Kreuzberg.jpg" alt="" width="300" height="450" /></a><p class="wp-caption-text">Klassiker, aber kein Renner: Tapioka-Perlen für den Bubble Tea</p></div>
<p>Samstagmittag, Marburger Straße, Ecke Ku‘damm. Ein paar Mädchen stehen auf dem Bürgersteig vor einem Teeladen, mit Handys und Bechern in der Hand. Sie kichern. Und schlürfen. Die eine erzählt ihrer Freundin aufgeregt, sie habe ihm gerade eine SMS geschickt, dass sie wieder hier seien, „aah, er antwortet!“, kreischt sie auf und kichert weiter. Auch Vico und Anton aus Lichtenrade treffen sich hier. Shoppen, bummeln, Leute treffen. Zum Ku‘damm kommen die 13-jährigen Schüler schon länger, aber der Treffpunkt ist ein neuer: „BoboQ“, Berlins erster Bubble Tea Shop. Freunde haben ihnen vor ein paar Wochen davon erzählt. Vicco und Anton, bis dahin keine großen Teetrinker, probierten es aus, fanden es „für Tee extrem lecker“ und sind seit einem Monat jeden Samstag in dem Laden, der mit seinen quietschorangenen Couches und der weißen Theke wie eine Cocktailbar aussieht. Erfrischend findet Vico seinen kalten Mango Green Tea, den bestellt er immer, nur die platzenden Kugeln, die sogenannten Poppings, davon probiert er immer neue. Anton mag es umgekehrt und am liebsten mit Lychee. Warum sie hierher kommen? In Lichtenrade gibt es keinen Bubble Tea. Noch nicht.</p>
<p><a title="http://www.boboq.de/de/home" href="http://www.boboq.de/de/home" target="_blank">„BoboQ“</a> ist laut eigener Aussage Berlins erster Bubble Tea Shop von mittlerweile über 20. Im Februar 2010 eröffnete Ming Lai den Laden, Idee und Rezept brachte er aus Taiwan mit. Dort wurde Bubble Tea in den Achtzigern erfunden. Damit die Kinder mehr Tee tranken, versetzten die Erwachsenen ihn mit Tapiokakugeln. Die werden aus der Mehlstärke der Maniokwurzel, einer Art Kartoffel des Ostens, gewonnen, mit Ahornsirup oder Karamell gekocht, schmecken süß und glitschig und sind deshalb ein Erlebnis. Zum US-Exportschlager wurde der Tee in den Neunzigern, als statt der geschmacksarmen Tapiokakugeln auch „popping bobas“ gereicht wurden, saftgefüllte Kugeln mit verschiedenen Geschmäckern, die im Mund platzen. Auch der schwarze oder grüne Tee kann mit Fruchtsäften variiert und statt mit Kugeln mit Kokosnussfleischstücken getrunken werden. In der Marburger Straße gehen täglich ungefähr 800 Becher des „Fun-Drinks aus Fernost“ (Selbstbeschreibung) über die Theke. „BoboQ“ hat innerhalb des letzten Jahres 13 Filialen in Berlin und neun weitere in anderen deutschen Städten eröffnet, weiter sollen folgen. Die Konkurrenz ließ nicht lange auf sich warten: <a title="http://babbelt.de/" href="http://babbelt.de/" target="_blank">„Babbel T“</a> oder <a title="http://www.buddha-bubbletea.de/" href="http://www.buddha-bubbletea.de/" target="_blank">„Buddha Bubble Tea“</a> heißen die Läden in Prenzlauer Berg und Charlottenburg, in der Rosenthaler Straße in Mitte macht im Oktober der Flagship Store von <a href="http://www.comebuybubbletea.de/index.php?site=shops">„Come Buy Bubble Tea“</a> auf, eine der größten Ketten Taiwans.</p>
<p>Warum der Trend über 20 Jahre brauchte, um Deutschland zu erreichen, weiß keiner. Auch nicht Tarkan Beyhaz. Aber er freut sich, noch einer der ersten zu sein, der das Geschäft mit Bubble Tea entdeckt hat. „Schneidest Du denn wenigstens noch gegenüber, Tarkan?“, fragt ihn ein ehemaliger Stammkunde, Beyhaz entschuldigt sich. 15 Jahre lang war er Friseur, hatte den Laden seines Vaters in der Oranienstraße in Kreuzberg übernommen. Bis er vor ein paar Monaten keinen Bock mehr auf Haare schneiden hatte. Aus dem Friseurgeschäft hat Beyhaz <a title="http://www.bubble-o.de/" href="http://www.bubble-o.de/" target="_blank">„Bubble O“</a> gemacht und verkauft dort seit Juni dieses Jahres Frozen Yoghurt und Bubble Tea. Die Zutaten bezieht er wie „BoboQ“ von Possmei, dem größten taiwanesischen Lieferanten, dessen deutscher Vertrieb auch von den „BoboQ“-Gründern geschmissen wird. Kinder sieht Beyhaz aber nicht als die Hauptzielgruppe. „Bubble Tea ist ein Lifestyle-Getränk für körperbewusste Menschen“, findet der 35-Jährige, Tee sei schließlich gesund, und in allen anderen Zutaten sei kaum Chemie drin. Nur Fructose, essbare Farbstoffe und pflanzliche Gelatine, wie er auch seinen muslimischen Kunden immer wieder erklärt. „Das ist wie Molekularküche“, sagt Beyhaz. Die Topseller hier sind Yoghurt mit Erdbeer und Passionsfrucht mit grünem Tee, sagen seine Angestellten.</p>
<div id="attachment_2675" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/01/Bubble_Tea_Bubble_O_Oranienstraße_Berlin_Kreuzberg.jpg"><img class="size-large wp-image-2675" title="Bubble_Tea_Bubble_O_Oranienstraße_Berlin_Kreuzberg" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2012/01/Bubble_Tea_Bubble_O_Oranienstraße_Berlin_Kreuzberg-589x392.jpg" alt="" width="589" height="392" /></a><p class="wp-caption-text">War mal ein Friseursalon: &quot;Bubble O&quot; in der Kreuzberger Oranienstraße</p></div>
<p>Auch bei „BoboQ“ in der Marburger Straße gehen nicht nur Kids ein und aus. Marcel, Nadine und drei ihrer Freunde kommen aus Bonn, kannten von dort und aus dem Fernsehen schon Bubble Tea und suchten jetzt gezielt nach einem Laden während ihres Hauptstadtbesuchs. „Schmeckt wie Cocktails ohne Alkohol“, finden die 25-Jährigen, „mit Schuss, das würde boomen!“. Kalle und Malin aus Stockholm sind mit ihrer fünfmonatigen Tochter auf dem Weg zum KaDeWe zufällig vorbeigeschlendert. Von Bubble Tea hatten sie noch nie gehört, auf dieses Experiment ließen sie sich ein, so was hätten sie schließlich in ganz Schweden noch nicht gesehen. Sie probieren Peach Tea. Schmeckt das? „Gibt einen Energieschub und fühlt sich gesund an“, findet Kalle.</p>
<p>Am gesündesten ist wahrscheinlich noch die ungesüßteste und vergleichsweise geschmacksneutrale Variante mit Tapioka und Milchtee. Aber die mögen in Berlin bisher noch die Wenigsten, auch Vico und Anton nicht. Die anhaltende Beliebtheit des Bubble Teas kann das aber kaum bremsen, „BoboQ“ beschäftigt sogar einen Sicherheitsmitarbeiter, der vor dem Laden Wache schiebt. Grund: In Kombination mit den dicken Strohhalmen eignen sich die Poppings zum Ärgernis der Nachbarn auch ganz wunderbar als Spuckgeschosse.</p>
<p><em>(erschienen in: <a title="http://www.zitty.de/bubble-tea.html" href="http://www.zitty.de/bubble-tea.html" target="_blank">zitty, Oktober 2011</a>)</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2657&amp;md5=1a74d20ac641383c2c682492ff51327b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>40 Jahre Wanderfreunde</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Dec 2011 11:44:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fabian Soethof</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://fabian-soethof.de/2011/12/27/40-jahre-wanderfreunde-nieukerk/"><img align="right" hspace="5" width="140" height="140" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/12/Wanderfreunde_Niederrhein_Nachrichten_241220111206-150x150.jpg" class="alignright wp-post-image tfe" alt="" title="Wanderfreunde_Niederrhein_Nachrichten_241220111206" /></a><p>Aus Stefan Niggemeiers <a title="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/das-resuemee-ist-durchweg-positiv/" href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/das-resuemee-ist-durchweg-positiv/" target="_blank">gerne bespielter Rubrik</a> &#8220;Original und Kopie&#8221;, oder: &#8220;Pressemitteilungen und Lokaljournalismus. Eine Symbiose.&#8221; Obwohl ich in Wahrheit noch gar nicht weiß, ob es sich bei der Grundlage der bis auf die letzten zwei Sätze fast identischen Texte wirklich um eine Pressemitteilung der <a title="http://www.kerken.de/html/0/106/rubrik/66.html" href="http://www.kerken.de/html/0/106/rubrik/66.html" target="_blank">Wanderfreunde</a> <a title="http://fabian-soethof.de/2008/06/12/kerken-sollte-man-sich-merken/" href="http://fabian-soethof.de/2008/06/12/kerken-sollte-man-sich-merken/">Nieukerk</a> handelt oder ob die <a title="http://www.rp-online.de/" href="http://www.rp-online.de/" target="_blank">Rheinische Post</a> und das Anzeigenblatt <a title="http://www.nno.de/" href="http://www.nno.de/" target="_blank">Niederrhein Nachrichten</a> längst eine Mantelredaktion gebildet haben, möchte ich sagen: Die&#8230; <a href="http://fabian-soethof.de/2011/12/27/40-jahre-wanderfreunde-nieukerk/" class="read_more"><br />weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus Stefan Niggemeiers <a title="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/das-resuemee-ist-durchweg-positiv/" href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/das-resuemee-ist-durchweg-positiv/" target="_blank">gerne bespielter Rubrik</a> &#8220;Original und Kopie&#8221;, oder: &#8220;Pressemitteilungen und Lokaljournalismus. Eine Symbiose.&#8221; Obwohl ich in Wahrheit noch gar nicht weiß, ob es sich bei der Grundlage der bis auf die letzten zwei Sätze fast identischen Texte wirklich um eine Pressemitteilung der <a title="http://www.kerken.de/html/0/106/rubrik/66.html" href="http://www.kerken.de/html/0/106/rubrik/66.html" target="_blank">Wanderfreunde</a> <a title="http://fabian-soethof.de/2008/06/12/kerken-sollte-man-sich-merken/" href="http://fabian-soethof.de/2008/06/12/kerken-sollte-man-sich-merken/">Nieukerk</a> handelt oder ob die <a title="http://www.rp-online.de/" href="http://www.rp-online.de/" target="_blank">Rheinische Post</a> und das Anzeigenblatt <a title="http://www.nno.de/" href="http://www.nno.de/" target="_blank">Niederrhein Nachrichten</a> längst eine Mantelredaktion gebildet haben, möchte ich sagen: Die faulen Redakteure machen nicht mal mehr vor meiner Oma halt.</p>
<div id="attachment_2633" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/12/Wanderfreunde_Niederrhein_Nachrichten_gross.jpg"><img class="size-full wp-image-2633 " title="Wanderfreunde_Niederrhein_Nachrichten_241220111206" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/12/Wanderfreunde_Niederrhein_Nachrichten_241220111206.jpg" alt="" width="589" height="785" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Freude an der Geselligkeit&quot;: Niederrhein Nachrichten, 8. Dezember 2011 (Klick zur Vergrößerung)</p></div>
<p style="text-align: center;">
<div id="attachment_2634" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/12/Wanderfreunde_Rheinische_Post_gross.jpg"><img class="size-full wp-image-2634 " title="Wanderfreunde_Rheinische_Post_241220111208" src="http://fabian-soethof.de/wp-content/uploads/2011/12/Wanderfreunde_Rheinische_Post_241220111208.jpg" alt="" width="589" height="168" /></a><p class="wp-caption-text">Auf einer Lokalseite namens &quot;Heimatreporter&quot;: Rheinische Post, 13. Dezember 2011 (Klick zur Vergrößerung)</p></div>
<p><em>Nachtrag: Der Vereinsvorsitzende klärt auf Nachfrage per E-Mail <a title="http://fabian-soethof.de/2011/12/27/40-jahre-wanderfreunde-nieukerk/#comment-5818" href="http://fabian-soethof.de/2011/12/27/40-jahre-wanderfreunde-nieukerk/#comment-5818">hier</a> in der Kommentarspalte auf.</em></p>
 <p><a href="http://fabian-soethof.de/?flattrss_redirect&amp;id=2632&amp;md5=998f8da9929eb29461c5e794508cb19c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://fabian-soethof.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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