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Ex-Liquido-Sänger Wolfgang Schrödl im Interview: „Von ‚Narcotic‘ kann ich bis heute leben“

22. März 2020 | Von |

Ich sprach mit Wolfgang Schrödl Ende Februar, also noch vor Ausbruch der Coronakrise und vor seinem Gastauftritt in unserem neuen Podcast NEVER FORGET, über reizlose Rockmusik, reizvollen Electro Pop, den weltweiten Erfolg von „Narcotic“ und über eine mögliche Livereunion von Liquido.

Feierte seinen Durchbruch mit Liquido und „Narcotic“ und macht aktuell als Senex Musik: Wolfgang Schrödl (Foto: PR)

Die berühmteste Liedzeile von Wolfgang Schrödl ist gar keine: Das hymnische „Dö dö dö dö döö dö dö döödööö dö dö dödö dödööööö“ aus Liquidos 90er-Hit „Narcotic“ ist eine Keyboard-Hook – aber eine, die auch bei drei Promille noch mitgesungen werden kann. Geschrieben hat Liquidos Sänger das Lied 1996 mit 21 Jahren. Zwei Jahre später ging es um die Welt und geht es bis heute: Galten die aus der Stuttgarter Metal-Band Pyogenesis hervorgegangenen Liquido damals als eine Art deutsche, Pullunder tragende Powerpophoffnung, hält sich ihr größter Hit 22 Jahre später vor allem am Ballermann und auf Aprés-Ski-Partys wacker.

Wolfgang Schrödl ist heute 45, lebt im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg und ist der Musik treu geblieben: Unter dem Namen 7fields veröffentlicht er Indietronic-Experimente, er produziert andere Musiker*innen und er war an der 2019er-Neuauflage von „Narcotic“ von YouNotUs beteiligt – als Urheber ist er es schließlich auch, der ihr seinen Segen geben musste. Zuletzt brachte er mit seinem Projekt Senex die Single „Everybody Knows“ heraus.

Wir sprachen mit Schrödl Ende Februar, also noch vor Ausbruch der Coronakrise, über reizlose Rockmusik, reizvollen Electro Pop, Fluch und Segen des weltweiten Erfolgs von „Narcotic“ und über eine mögliche Livereunion von Liquido. Im Juni war er außerdem in Folge 2 unseren neuen Podcasts „NEVER FORGET – der 90er-Podcast“ zu Gast.

Musikexpress.de: Als Senex hast du im Februar eine neue Single namens „Everybody Knows“ veröffentlicht. Beworben wird sie vom Label als „Folk House Pop“. Wie nennst du selbst die Musik, die du heute machst?

Wolfgang Schrödl: Das fällt mir schwer zu beschreiben. Folk ist drin, weil ich die Musik mit der Akustikgitarre oder am Klavier schreibe. Strophen, Refrain und Texte bedeuten mir etwas, das sind nicht nur Fragmente. Das Konzept des Projekts sieht vor: Mit dem Material gehe ich zu Produzenten, die meine Songs in ein housiges bis poppiges Klanggewand bringen.

Du selbst bist also noch immer Songwriter, Künstler und ein Stück weit auch Handwerker, aber kein Programmierer.

Ich programmiere und produziere selbst auch, aber nicht bei diesem Projekt. Ich hätte Credits haben können, vertraue da aber den Produzenten, die ich dafür entdeckt habe. Die aktuelle Nummer haben Jungs aus Frankfurt produziert, die letztes Jahr einen großen Hit mit Alle Farben hatten. Die sind schnell und sehr talentiert, gerade in dem Genre. Was ich selbst als 7fields produziere, dauert viel länger und ist eher Indietronic-Zeug mit organischen Sounds.

Was reizt dich als Künstler an diesem Genre? Wenn du die Songs an der Gitarre schreibst, könntest du sie ja auch als Singer-Songwriter herausbringen.

Sowas wie jetzt habe ich in der Art noch nie getan. Auch reine Popkompositionen habe ich seit Jahren nicht mehr geschrieben. Ich habe bisher weder Songwriter produziert noch bin ich selbst als einer aufgetreten, gehe mit dem Gedanken aber schon länger schwanger. Zu Senex kam ich wie die Jungfrau zum Kinde: Mein Management fragte mich, ob ich nicht mal wieder Pop produzieren wolle, „das kannst Du doch!“. Angestoßen vom „Narcotic“-Remake, das kommerziell viel weiter ging als ich mir das hätte erträumen lassen, dachte ich: Warum nicht? Meine einzige Forderung war: Ich schreibe die Popsongs, produziere sie aber nicht selbst. Die vier ersten so entstandenen Songs kamen sehr gut an. Das Projekt ist schön unverkopft, so habe ich Jahre nicht gearbeitet und deshalb gerade so einen Spaß daran.

Feierte seinen Durchbruch mit Liquido und „Narcotic“ und macht aktuell als Senex Musik: Wolfgang Schrödl

Electro Pop wie der von Milky Chance und Alle Farben ist der Sound der vergangenen Jahre. Warum ist er so beliebt? Was ist das Erfolgsrezept?

Ich würde zwischen Milky Chance von all den DJ-Acts unterscheiden. Milky Chance sind eine richtige Indieband in einem Housegewand. Alle Farben und Co. finde ich interessant, weil ihre Musik auf den Markt produziert ist. Texte mit Inhalt finde ich natürlich gut und sehe da einen Mangel, viele Popproduktionen kommen oft wenig authentisch daher und sind auf Mitsingbarkeit produziert. Der Inhalt spielt keine große Rolle. In meinem Alter würde ich schon gerne durch die Lyrics erahnen, wie die Person dahinter tickt.

Du bist 45 und mit Alben und Rockmusik mit „richtigen“ Texten sozialisiert. Hast du dieser Musik als Musiker abgeschworen?

Ich habe neulich Star FM gehört und gedacht: Wow, Rock ist ja wirklich das uninnovativste Genre zurzeit. Mich reizt es nicht. Ab und zu kommt mal eine Indieband, die mich begeistert. 2008 etwa dankte ich dem lieben Herrgott dafür, dass mich mal wieder eine Band umhaute, die Band Of Horses mit ihrem Song „Funeral“. Ästethisch reizen mich heutzutage statt Rock viel mehr diese Zwitter. Zum Beispiel Apparat: Indie trifft Electro trifft Dance – und das so, wie es Ende der Neunziger noch nicht möglich gewesen wäre.

Dann müsste dir REFLEKTOR von Arcade Fire auch gefallen.

Kenne ich gar nicht, obwohl mir davon schwer vorgeschwärmt wurde. Ich jedenfalls will mit dem Gewand meines Projekts nun auch überraschen. Rock spielt dabei keine Rolle.

Du bist aber auch großer Weezer-Fan. Womit die Brücke zu Liquido und eurem damaligen Powerpop geschlagen wäre.

Wir haben es College Rock genannt, aber ja: Weezer ist die in meinem Werdegang einflussreichste Band überhaupt. Vier Akkorde, Popkompositionen, aber in einem herrlich unangepassten Gewand. Und ihre Selbstironie!

Magst du ihre jüngeren Platten auch noch?

An die ersten beiden Platten kommen sie nicht mehr ran. PINKERTON war ein kommerzieller Flop, für mich aber ein absoluter Meilenstein. Seit der damalige Bassist aufhörte, ist Weezer für mich nicht mehr das gleiche. Ich verzeihe dieser Band trotzdem alles.

Die „Narcotic“-Neuauflage mit YouNotUs entstand 2019 eher durch Zufall, stimmt‘s?

In Berlin-Kreuzberg mietete ich ein Studio. Ein paar andere Jungs kamen als Co-Hauptmieter dazu und sprachen mich in der Küchenzeile an, ob sie sich mal an meinen Song herantrauen dürften. Ich wusste von ihnen nur, dass sie Schattenproduzenten von Alle Farben und anderen DJs waren. Dachte deshalb, sie fragen für Alle Farben an. Ich kannte diese Welt nicht. Ich habe „Narcotic“ 20 Jahre lang ziemlich teuer gehalten und es praktisch nie freigegeben. Anfragen für Remakes und Remixes gab es immer. Die eingesandten Demos gefielen mir nie. Ich wollte geduldig auf die richtigen Leute warten.

Und plötzlich standen sie in deinem Studio.

In dem Fall kam es anders als geplant, ja. Ich bin als alleiniger Urheber des Songs sehr protektiv. Habe Tobias Bogdon und Gregor Sahm, so heißen sie, dann aber zugestanden, sich mal daran zu setzen. Ich war schließlich ihrerseits im Studio jederzeit willkommen. Protegieren wollte ich aber nicht, ist ja nicht mein Genre. Ich habe geholfen die Akustikgitarre einzuspielen. Sie wollten sogar, dass ich die Nummer singe. Wollte ich aber nicht. Ich werde als angebliches One-Hit-Wonder ja eh seit 20 Jahren auf diesen Song reduziert. Deshalb habe ich als graue Eminenz dann nur den C-Part gesungen. Den Hauptteil singt der Niederländer Janieck. Erst nach den Aufnahmen erfuhr ich, dass die Jungs den Track als YouNotUs selbst herausbringen wollten. Alle Plattenfirmen hatten Bock und ich habe es bei aller Skepsis freigegeben. So kam es zu dem Erfolg, mit dem ich selbst gar nicht rechnete.

Trotzdem: Fandest du es zuerst aus künstlerischer oder kommerzieller Sicht interessant?

Aus kommerzieller Sicht war ich schon immer sehr selbstbewusst. Ich wusste seit jeher, dass irgendwann der Zeitpunkt für ein Remake gekommen ist und ich dem nicht nachlaufen muss. Ich hätte auch noch länger warten können und musste es aus finanziellen Gründen nicht freigeben. Aus kreativer Sicht fand ich es deshalb spannend, weil die vorherigen Anfragen selten Ausflüge in andere Genres boten. Für mich war klar: Wenn ich „Narcotic“ neu auflegen lasse, dann in einem dem Original gegenüber völlig fremden Genre. Kein Rock, kein Indiepop, kein College Rock. Einen 100BPM-Bouncer á la „Und jetzt alle springen!“ brauchte ich auch nicht.

Woher kannten diese Mittzwanziger den Song überhaupt? Sie konnten kaum laufen, als er herauskam.

Sie wussten anfangs nicht, wer ich bin. Aber in aller Bescheidenheit: Das Lied kennt wirklich jeder, auch in deren Generation. Der Nachteil ist, dass ich darauf reduziert werde, der Vorteil ist die Bekanntheit.

Kannst du dich noch daran erinnern, wie du „Narcotic“ geschrieben hast? 1998 kam er heraus…

… und ging anfangs ganz schlecht los.

Ich habe ihn zum ersten Mal auf einem Sampler der Kolleg*innen vom VISIONS-Magazin gehört.

Oh wow, dann warst du ja wirklich einer der ersten, die ihn hörten, damals noch in einer Demoversion. Geschrieben habe ich die Nummer 1996, mit 21 Jahren. Kann mich natürlich ganz genau daran erinnern. Das Lied wurde wahrscheinlich auch deshalb so erfolgreich, weil es ein ehrliches ist. Ich verarbeite in dem Lied die Trennung von meiner damaligen Freundin, die mich verließ. Die Nummer schrieb ich in zehn Minuten an meinem neuen Keyboard. Komposition und Text schrieben sich fast von selbst.

Und dann?

Zwei Jahre lang hat unser Demo bei den Plattenfirmen kein Schwein interessiert. Dann kam dieser VISIONS-Sampler namens „The New, The Classic & The Unexplored“, da waren sogar Turbonegro mit drauf. So fanden wir einen Verlag, der es schaffte, dass die Demoversion beim Mainstreamradio lief. Mit dem Pfund im Gepäck hatte sich dann auch eine Plattenfirma erbarmt. Wir galten anfangs sogar trotz Erfolg als Kritikerlieblinge, das kam als innovativer Chartrock an, und ungewöhnlich wollten wir ja auch sein. Vier Akkorde mit Keyboard und Indiepop gab es aus Deutschland wirklich so gut wie noch nicht. So ging es los.

Und dann wurde „Narcotic“ weltweit ein Hit.

Nur nicht im UK und in den USA.

Warum dort nicht?

Im UK kam es gar nicht raus. Angeblich weil der Markt für kontinentaleuropäische Musik dort eh so klein ist. Und weil es im Radio eh nie laufen würde wegen des Drogenkontexts im Text. In den USA war es nicht messbar im Sinne von Billboard Charts oder ähnlichem. Trotzdem kennen den Song dort sehr viele Leute. Vermutlich weil es national auf K-Rock in hoher Rotation lief. So wurde es mir erzählt. Wir tourten dort aber nie.

Du verdienst wahrscheinlich bis heute noch ganz gut daran?

Ja, Gott sei Dank. Die Tantiemeneinnahmen geben mir die Freiheit, Musik zu machen, weil ich es will, aber nicht, weil ich es muss. Deswegen habe ich jahrelang mein Indiezeug machen können, was auf kommerzieller Ebene völlig uninteresssant ist. Davon kann man nicht leben. Ich kann mir das erlauben. Ich habe diese Luxus und bin sehr dankbar dafür.

Ihr wart ja nicht nach „Narcotic“ wieder weg. Ich erinnere mich an Singles wie „Play Some Rock“ und „Doubledecker“, die nicht mehr so groß wie ihr Vorgänger wurden.

Wir haben fünf weitere Platten gemacht. Drei bei Virgin. Ich akzeptiere, dass wir als One-Hit-Wonder gelten. Aber die anderen Songs wurden auch so erfolgreich verkauft, wie man es sich heute kaum noch vorstellen kann. Es reichte halt nur nichts an „Narcotic“ ran. Das ist schade. Zwei weitere Alben erschien bei Nuclear Blast. Daraus könnte man noch unsere Single „Ordinary Life“ kennen. In Italien war das unsere einzige Nummer 1. „Narcotic“ aber stellte alles andere in den Schatten.

Ihr habt euch also nicht aufgelöst, weil einfach nichts mehr ging?

Es lief kommerziell gut. Wir waren viel gebucht und haben überall gespielt. Europaweit hätten wir 200 Shows pro Jahr spielen können, 100 waren es. Der wahre Trennungsgrund war der gleiche wie bei so vielen anderen Bands: Wir haben uns „zwischenmenschlich auseinander entwickelt“.

Man muss sich ja schon überlegen, mit wem man zwei Wochen Urlaub aushält.

Absolut. Wir waren uns einig, dass wir uns besser kennen als unsere Freundinnen uns jeweils kennen. Die sahen wir seltener. Das führte zu Komplikationen. Wirtschaftlich fiel die Trennung manchen schwer, weil der Job bis zuletzt gut lief. Aber es ging aus meiner Sicht so nicht weiter. Ich wollte aufhören und halte das bis heute für eine gute Entscheidung.

Was hast du danach gemacht?

Aufgelöst haben wir uns 2008. Ich habe in Berlin Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation studiert. Die hiesige Musikszene stellte sich als Glücksfall heraus. Musik habe ich parallel ständig gemacht. Mit unserem Bassisten Stefan Schulte-Holthaus bin ich immer noch befreundet, wir haben Projekte mit zwei ehemaligen Schulkameraden umgesetzt. Das eine Projekt hieß Cages. Wir haben damit nie etwas veröffentlicht, online ist nichts zu finden. Obwohl mich neulich jemand aus Polen anschrieb, der uns woher auch immer kennt. Cages ging über in eine deutschsprachiges Projekt namens Unter Ferner Liefen. Ist auf Spotify kaum zu finden, habe mich deshalb schon bei der damaligen Plattenfirma beschwert. Das hat alles wirklich Spaß gemacht und tat gerade nach den Liquido-Querelen sehr gut.

Bei den zwei Projekten blieb es aber nicht.

Mit Christian Bachmann, einem befreundeten DJ aus Berlin, trete ich hin und wieder gemeinsam auf. Er macht live die Beats und spielt Geige, ich spiele Gitarre und singe. Heraus kommt ein Set ohne Pause und ohne richtige Songs. Wir hangeln uns von Fragment zu Fragment, Impro im Elektrobereich. Sowas kann ich machen, habe aber auch Musik für Werbung geschrieben.

Und deine ehemaligen Bandmitglieder?

Zu Tim (Eiermann, Anm.) und Wolle (Maier, Anm.) habe ich abseits von Liquido-Mails wegen Rechtefragen oder anderem keinen Kontakt. So weit ich weiß, hat Tim sich in unserer alten Heimat bei Sinsheim ein Studio eingerichtet. Wolle war damals schon Heil- und Erziehungspfleger, hat ein Studium darauf gesetzt und arbeitet dort, wo wir alle damals unseren Zivildienst leisteten. Musik macht er, glaube ich, nicht mehr. Und Stefan Schulte-Holthaus ist Dozent an der Macromedia-Hochschule in München für Musikmanagement und kreatives Schaffen.

Ihr wurdet bestimmt schon öfter für eine Live-Reunion angefragt, für Auftritte auf 90er -Partys, oder?

Nein! Ist zumindest an meine Ohren noch nie herangetragen worden. Da wundere ich mich selbst , dieses Partys gibt es ja andauernd, wo auch kleinere Acts wie Masterboy auftreten. Ich glaube, wir wurden deshalb noch nie angefragt, weil man mich erstens nicht so leicht findet und ich auch keinen Kontakt zum damaligen Management mehr habe. Und zweitens, weil die Leute wissen, dass wir uns im Unguten trennten. Ich würde es aber eh nicht machen, auch wenn ich mich wirklich wundere, dass keine Anfragen kommen.

Eine Reunion kitzelt dich auch kreativ nicht?

Nein, auf gar keinen Fall. Die Trennung war nötig und absolut gut und ich habe sie nie bereut, ohne schmutzige Wäsche waschen zu wollen.

Ihr werdet vielleicht auch deshalb nicht angefragt, weil ihr nicht so trashig seid wie ein Großteil der Eurodance-Acts, die auf den einschlägigen Partys sonst so auftreten.

Da muss ich selbstkritisch genug sein. Du bist vielleicht jemand, der sich gut auskennt und damals schon unser Demo hörte. Aber wenn man ehrlich ist, wird das Lied durch seine Eigendynamik seit Jahren als Aprés-Ski-Song wahrgenommen. Es gibt auch keine Mallorcaparty ohne „Narcotic“. Ich finde das nicht schlimm und nehme es zur Kenntnis. „Narcotic“ aber war so nie gedacht: Vom Text her geht es um gebrochene Herzen, die Melodie finde ich auch melancholisch. Ja, ein ironischer Trashfaktor kommt durchs Klanggewand, es hat aber eine Melancholie. Fand ich ein paar Jahre lang ein bisschen schade, dass das ganz untergeht. „Narcotic“ wird immer reduziert auf „Und jetzt alle!“ und „Hände in die Höh’“.

Die eingängige „Dödödö“-Keyboard-Hook wird nicht gesungen, kann aber von allen mitgesungen werden, auch bei drei Promille. Und wenn das einmal klappt, hört erst recht keiner mehr auf den Rest des Textes.

Aus dem Grund war es mir auch wichtig, eine reduzierte Akustikversion aufzunehmen. Die steht auf Spotify und hat nicht viele Abrufe. Ich wollte aber auch im Zuge der YouNotUs-Version einen Kontrapunkt setzen. Damit die Leute wissen, dass ich „Narcotic“ immer noch als melancholisches, ernst gemeintes Lied sehe.

Dieses Interview erschien zuerst im März 2020 auf musikexpress.de.

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